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Mittwoch 14. Juli 2010
earth-bag-buildingsSeit Tagen bewegt mich eine besondere Bauweise: Earthbag-Buildings sind Bauwerke aus gefüllten Gewebesäcken, Sandsäcken, Getreidesäcken. Besonders hat mir dieses Bild gefallen:
Im ersten Anlauf bekam ich bei Raiffeisen jedoch nur 50kg Getreidesäcke. Diese sind etwas zu groß. Im zweiten Anlauf bekam ich über ebay gebrauchte Säcke (ehemals verwendet für Meersalz) im passenden Maß von ca. 45 x 75 cm. Hier ein Bild von beiden Säcken im Vergleich:
Die Bauten basieren auf dem Patent von Nader Khalili der vor 11 Jahren die Grundzüge dieser Bauweise patentierte. Siehe Patent Nr. 5934027. Besonders auffallend ist, daß die Bauweise sogar auch für die NASA interessant ist, denn sie eignet sich auch für Bauten auf anderen Planeten weil nur minimalste Mengen an Baustoffen (Gewebesäcke und Stacheldraht) transportiert werden müssen. Die Bauten sind außerordentlich stabil gegenüber Wärme/Kälte/Sturm/Hochwasser/Druckwellen/Erdbeben. Weitere Anregungen zu dieser besonderen Bauweise sind im Netz zu finden: http://earthbagbuilding.com 12 Kommentare zu earth-bag-buildings |
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Hallo Konstantin, interessante Bauweise diese Sandsackhäuser. Du verwendest Säcke mit 45x75cm, wieviel Liter Inhalt haben die? Würde mich interessieren, wieviel Säcke man ca. für ein kleines Gebäude mit 30-40m² braucht.
Was baust Du damit?
Lg Roland
Hallo Roland,
ich kann Deine Fragen nur teilweise beantworten. Wieviel Liter die Säcke haben weiß ich nicht. Diese US-Säcke sind ähnlich den deutschen 25kg Getreidesäcken. Ein 30-40m² Earthbag-Haus ist ganz schön groß. Da wird es sehr viele dieser Säcke brauchen. Ich erwäge einen Lagerraum für geerntetes Gemüse zu bauen.
Viele Grüße
Konstantin
Hallo Konstantin,
aus welchem Material sind die Säcke?
Grüße
Hallo Ravenna,
ich vermute daß die Säcke aus PP, also Polypropylen sind.
Grüße
Konstantin
Hallo Konstantin,
bin vor ein paar Tagen auch auf diese Bauweise gestoßen. Finde das richtig gut. Wollte mal wissen ob du dein kleines Hüttchen fertig gebaut hast?
Würde gerne mir ein eigenes Heim daraus machen.. weißt du ob das überhaupt genehmigt wird in Deutschland?
hallo Mara,
ich bin noch bei vorbereitenden Experimenten.
Wenn Du meinst eine Genehmigung zu brauchen frage Dich selbst zuerst von wem Du eine Genehmigung wünscht: Von Dir selbst, von Deinem inneren Traum, Deiner Seele, Deinem Geist, oder von Gott persönlich.
Viel Erfolg beim Bauen
Konstantin
Hallo Konstantin,
weißt Du mittlerweile, wo man Säcke für Earth Bag Häuser bestellen kann? Und welche Größen und Materialien sind die besten?
Sind diese Plastiksäcke auch atmungsaktiv?
Handelt es sich beim Stacheldraht um ganz normalen Stacheldraht?
Ich würde mich freuen, Du könntest mir weiterhelfen, da ich einen Nordafrikaner kenne, der sich solch ein Haus bauen möchte und ich ihm gerne behilflich wäre.
Alles Gute Dir weiterhin; K
Hallo Katharina,
passend sind Getreidesäcke auf Polypropylen Bändchengewebe. Die Sackgröße ist abhängig von der Kuppelgröße. Je höher die Kuppel sein soll um so dicker muss die Wand sein. Als Stacheldraht nimmt man ganz normalen 4-Zack-Stacheldraht. Ist hierzulande in jedem Baumarkt erhältlich. Wie es in anderen Ländern aussieht weiß ich nicht. Atmungsaktiv sind die Säcke teilweise weil es keine Tüten sind sondern ein Gewebe. Es gibt Fachbücher zum Thema, siehe Webseite von Calearth. Ansonsten hilft nur: Experimente selber machen.
Viele Grüße
Konstantin
Lieber Konstantin,
vielen Dank für Deine Antwort auf meine Fragen. Mit was mir auch noch geholfen wäre, ist: Was für einen Verputz nimmst Du, damit die ganze Sache nicht nach einem starken Regen weg geschwemmt wird?
Ist das Gipszement oder Ähnliches?
Vielen Dank schon mal im Voraus für Deine Hilfe!!!
Hallo Katharina,
ich habe bisher nur kleine Experimente (unter festem Dach) gemacht. Aber einen Tipp habe ich: Beschäftige Dich mal mit “Weißkalkhydrat”. Das gibt es recht günstig im Baustoffhandel (nicht unbedingt im Baumarkt). Mit Wasser angerührt wird es fest (Kalk), im Lauf der Zeit wird es immer fester und ist dann auch regenfest. Denkbar ist eine Mischung Lehm-Weißkalkhydrat. Das muss man ausprobieren.
Grüße
Konstantin
Lieber Konstantin,
ob ich Dir nicht schon mal geschrieben habe, dass es besser ist, Bändchengewebe als Bahn zu kaufen und z.B. 1m breite Streifen der Länge nach daraus zu schneiden, wie Du z.B. von Tür zu Tür oder Fenster brauchst; und dann seitlich zusammennähen, sodass ein laaaaanger Sack von 50cm Breite entsteht, der wenn er z.B. 10cm hoch gefüllt übereinander liegt, eine Wand von 30cm ergibt. Auf diese Art kann man beliebig dicke Wände machen, 2. gibt es keine Fugen zwischen Säcken, wo der Wind durchpfeifen kann, 3. ist das leicher handzuhaben. Zwecks Handhabung beim Bauen siehe Abbildungen auf Calearth, wo mittlerweile firmeneigene “Würste” mit aufgedrucktem Logo verwendet werden (wird wie Strumpf auf einem dicken Rohr aufgestopft. Eine Person schüttet Sand (oder Erde oder Hackschnitzel…) übers Rohr in den zuerst einseitig zugenähten Sack, der andere hält das Rohr mit dem “Strumpf”, bzw. es geht wie beim Würstemachen…). Daher nenne ich diese Bauweise nicht mehr “Sandsackbauweise” sondern “Wurstbauweise”…
Hi,
ich werde in diesem Sommer (2012) in Südungarn (5 Std. von München weg) ein Earthbag-Rundhaus in Raschelsack-Schlauch-Bauweise (Hiperadobe) bauen. Die Schläuche sind jeweils 250m lang. Das sind genau die, die auch Claudius oben beschrieben hat. Da das Haus 2-stöckig ist und einen Durchmesser von 12m haben wird, werde ich wohl nicht um eine Holzständerbauweise herumkommen. Also Rahmen aus Holz, Wände aus Erde. Die Zwischenwände im EG werde ich wohl aus mit Stroh gefüllten Paletten machen. Im EG soll auch ein Fußboden aus gestampfter Erde kommen. Oben wird es Jurten-Ähnlich, also ein großer Raum.
Das Gelände (ein Weinberg) wird derzeit vorbereitet. Auch habe ich schon 7km Raschelsack-Schlauch vor Ort. Wenn Du willst kannst Du mir gerne mal ne E-Mail schreiben, meine Adresse hast Du ja. Es sind auch jederzeit fleissige Helfer willkommen, die auf diese Art die Bauweise kennen (und er-) lernen wollen.
Viele Grüße,
Jürgen