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Montag 4. September 2017

Ernährung für ein nachhaltiges Leben: Gundry-Style

Das Buch „The Plant Paradox“ von Dr. Steven Gundry gibt Antworten auf viele offene Fragen zur gesunden Ernährung:

Vor ein paar Tagen hatte ich im Blog-Post „Warnung vor Soja“ einen Hinweis auf dieses Buch gegeben.

Soeben habe ich eine ausführliche Seite zum Thema Gundry-Style geschrieben. Ich sehe in diesem Ernährungsstil sehr viel Potential für Gesundheit, Permakultur und das leben in Waldgartendörfern:

http://www.konstantin-kirsch.de/gundry-style

Der Link dazu findet sich auch ganz oben links, im Hauptmenue des Blogs.

Nun lade ich alle Interessierten ein, die Kommentarfunktion zu nutzen für Fragen, Erfahrungen und Austausch.

13 comments to Ernährung für ein nachhaltiges Leben: Gundry-Style

  • Ludger Kotulla

    Hört sich fast nach Dr. Strunz an. Oder irre ich mich?

  • Hallo Ludger Kotulla,
    hm, wenn ich mich auf der Webseite von Dr. Strunz umsehe, finde ich sehr viele Unterschiede. zB: „Nur Vollkornprodukte – wenn überhaupt“. Dr. Gundry ist strickt gegen Vollkorn wegen den Lektinen in der Schale der Körner.
    Weiter: „Essen Sie täglich […] und 1 bis 2 Portionen Obst.“
    Dr. Gundry sieht Obst als giftiges Bonbon, also eher als gesundheitsschädlich denn als nützlich. Wenn, dann sollten es eher Beeren sein oder auch unreife Früchte (Bananen, Papaya) wegen deren Beitrag als Nahrung für Darmbakterien.
    Und dann noch dies: „Jede Mahlzeit sollte alle Geschmacksrichtungen bedienen: sauer, bitter, salzig – und süß. Süß heißt Obst oder ein kleines Stück Bitterschokolade.“
    Nun, auch Dr. Gundry erlaubt Bitterschokolade, aber süßes Obst ist nicht generell erwünscht und auch nicht jedes Mal. Aus meiner (kurzen) Erfahrung kann ich sagen: Der Bedarf nach „süß“ ist fast ganz verschwunden.
    Möglicherweise gibt es einige Übereinstimmungen. Wäre auch komisch wenn nicht. Für einen genauen Vergleich bräuchte es jemand, der Bücher von beiden Ärzten gelesen hat und mit beidem Erfahrung hat.
    Viele Grüße
    Konstantin Kirsch

  • Hanna

    Klingt spannend aber kann man nur aus Hirse Brot backen? Finde kein Rezept. Oder was isst du morgens? Werde mir auf jeden Fall mal das Buch zu Gemüte führen und bin gespannt auf weitere Erfahrungsberichte.

  • Hallo Hanna,
    schau mal im Internet nach Hirsefladen. Da findet sich einiges.
    Z.B.: http://www.chefkoch.de/rezepte/2209481353940140/Hirsefladen-aus-der-Pfanne.html
    Zum Frühstück braucht man kein Brot. Ein grüner Smoothie geht auch, oder ein Teller Salat, oder oder. In dem Buch sind auch viele Rezepte. Viele Grüße Konstantin

  • Hallo Konstantin,

    ich war nach der Lektüre von Jeffrey Steingarten „Der Mann der alles isst“ schon auf dieser Spur. Das Buch ist ein Brüller, superkomisch aber hat genau auch solche Themen…

    Die Positiv-Liste ist üppig und auch mit Permakultur prima machbar. Es ist aber gut, auch noch die zusätzlichen Erkenntnisse zu Gehinrn und Nahrung aufzunehmen (schaut unbedingt Dr. Andreas Noack IQ in Querdenken TV koll Gold, Vit K ZWEI!!!). Was auch ganz wichtig ist: Dr. Michael Nehls „Alzheimer ist heilbar“, das sollte zusätzlich beachtet werden. In diesem Buch werden tierische Produkte sehr verdammt, wobei aber Tiere von Weiden mit natürlchem Leben und gutem Futter da nicht ganz so drunter fallen. Sonst wiss. sehr gut gemacht.

    Konstantin, herzlichen Dank fürs wachrütteln – und Du machst das eh ohne zu große Besessenheit. Gut drauf bei meist gutem Essen!

    Herzlich

    Ralf „Das Neue Dorf“

  • Habe vor einigen Tagen Kontakt bekommen mit einem Menschen, der sich schon sehr viel mit Ernährung beschäftigt hat: Herr Fricke. Er hat nun eine sehr ausführliche Kritik zum Buch von Gundry geschrieben:
    https://hcfricke.com/2017/09/24/buchkritik-plant-paradox-von-stephen-r-gundry-md/

  • David Ulf John

    Hallo Konstantin,

    wie ist den deine Erfahrung mit Kaffee, oder andere die hier mitlesen?
    Bei mir ist es so das ich seit ich keinen Kaffee mehr trinke, ca. 2 Monate, keine kalten Gliedmaßen mehr habe. Früher habe ich oft nur viel gegessen damit mir warm wird. Da ich draußen in nem Wohnwagen lebe, hat das zu deutlich mehr Lebensqualität geführt, dieses wissen um den Kaffee und die kalten Gliedmaßen bei mir:)

  • David Ulf John

    1936 hat der Zahnarzt Weston A. Price Völker besucht, welche noch nicht von der „Weißmehl und Marmelade“-Epidemie egriffen waren, also „primitive“, abgelegene Volksstämme. Er hat ihre Ernährung untersucht, um herauszufinden warum die meisten weder Karies, oder sonstwelche Krankheiten kannten. Auch Gefängnis oder Polizei (also moralische Abartigkeit, wie sie bei uns gang und gäbe ist) hat er kaum gefunden. Er führte dies auf die Ernährung zurück, und hat seine Funde in dem recht umfangreichen und reich bebilderten (Fotos von gut ausgebildeten Zähnen, und Gesichter, kontrastiert mit den verformten, kariösen Gesichtern der nächsten Generation oder Geschwistern welche eine „westliche“ Ernährung angenommen hatten. Sehr lesenswert für alle auf der Suche nach Antwort auf die Ernährungsfrage.

    2006 hat Ramiel Nagel die Forschungen von Price, Pottenger, Mellanby und anderen Zahnärzten und Forschern zusammengefasst in „Karies Heilen“, wo er auch über die Ernährung geht. Weidemilch, -fleisch, und gutes Fett usw.

    Die Weston A. Price Foundation führt Price’s Forschungen und sein Anliegen fort, Information über die traditionelle, ursprüngliche Ernährung unserer (näheren) Ahnen zur verfügung zu stellen (auf Englisch allerdings): https://www.westonaprice.org/

    Was mich dabei verwirrt ist Anastasias Aussage über pflanzliche Ernährung, und mein Gefühl wenn ich meinen Hahn schlachte. Wo ist die gesunde Mitte?

  • ilse

    Hallo Konstantin,
    vielen Dank für diesen ausführlichen Beitrag zu Dr. Grundy und zu seinem Buch.
    Ich hoffe, dass meine Ernährungsumstellung erfolgreich sein wird und ich mich dann, gesund und munter, Ihren Worten anschließen kann:
    – es scheint, als hätte Dr. Grundy für viele meiner offenen Fragen die passenden Antworten gegeben.

    Früchte sind ja immer wieder ein Thema. Auf Ihrer Yes-Liste steht: bis auf Avocado alle begrenzt.
    Welche Menge zB an Äpfeln wäre denn pro Tag innerhalb der Grenzen? Was empfehlen Sie?
    Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung des Berichts und auf Ihre Erfahrungen mit dem “ bösen Gemüse „.
    Beste Grüße
    ilse

  • Hallo ILse,
    laut Gundry solle man Früchte nur verzehren, wenn sie reif gepflückt wurden und saisonal passend sind, am besten aus dem eigenen Garten. AKtuell sind Äpfel also unpassend. Im Herbst kann man dann durchaus ein paar reife Äpfel pro Tag verzehren. Insgesamt kommt es immer auf die individuelle Situation an: Ist man gerade schwer krank oder top gesund? Gundry empfiehlt unterschiedliches. Schwer kranke Menschen sollen laut seiner Empfehlung keinerlei Früchte essen. Gesunde dürfen auch angebliche NoGo-Nahrung nehmen während sie sich dabei beobachten. Sollten Symptome wieder entstehen, dann passt dieses Nahrungsmittel nicht usw. Im Lauf der Zeit kann so jeder die eigene passende Nahrungsweise zusammenstellen.

  • Hallo,
    es gibt seit Februar eine Übersetzung ins deutsch.
    Titel: „Böses Gemüse – wie gesunde Lebensmittel uns krank machen“

    Habe das Buch noch nicht gelesen, aber mit der hier zur Verfügung gestellten Liste (danke dafür) ein Selbstexperiment gestartet
    Wir sind eine sehr empfindliche Familie und ich habe seid Freitag vorwiegend Nono-Lebensmittel gegessen, hatte Samstag schon genug und eine Menge unerfreulicher Symtome auf einmal, die ich vorher nicht mit dieser Form der Ernährung zusammen bringen konnte.

    Jetzt geht es an die Ja-Lebensmittel…

    *********
    Antwort von Konstantin:
    Hallo Shamanici,
    bitte schreibe auch die Erfahrungen von den Ja-Lebensmitteln!

    Bezüglich der deutschen Übersetzung habe ich einen Blogeintrag geschrieben:
    http://www.konstantin-kirsch.de/2018/07/plant-paradox-von-dr-gundry-in-deutscher-uebersetzung.html
    Viele Grüße
    Konstantin

  • Hallo shamanici,
    habe soeben die deutsche Übersetzung „böses Gemüse“ erhalten und fand schon beim ersten Durchblättern einen schweren Fehler: Im Kapitel „Schnellstart mit Entschlackung“ geht es um die empfohlenen ersten drei Tage zur Umstellung des Darmmilieus. In der Liste auf Seite 205 wird „Rapsöl“ aufgeführt als empfehlenswert. Dies ist jedoch FALSCH! Dies kann man auch nachlesen auf Seite 219: dort findet sich Rapsöl unter der Negativ-Liste.
    In der englischen Originalversion steht bei der 3-tägigen Kur unter Ölen noch: Leinöl, MCT-Öl, Perilla-Öl und Algen-Öl. In der deutschen Übersetzung sind diese Ölsorten weggelassen und das lektinreiche Rapsöl aufgeführt!

    Allein dieser eine Punkt bedeutet für mich, dass ich die Übersetzung nicht einfach so empfehlen kann. Eine genauere Durchsicht bzw. Korrekturlesung und Vergleich mit dem Original erscheint dringend geboten.

    Weiterer Fehler:
    In der „Ja-Liste“ der deutschen Übersetzung steht unter dem Punkt „resistente Stärken“:
    Brot und Bagels aus Gerstenmehl

    Das ist FALSCH!

    im englischen Original steht:
    Bread an bagels made by Barely Bread

    wortgetreue Übersetzung durch Dumme:
    Brot und Bagels, gemacht von blankem Brot

    Das englische Wort ‚barely‘ bedeutet blank, nackt, barfuss, entblöst etc.

    Was hat der Übersetzer gelesen?
    Statt „Barely Bread“ (beides mit großem Anfangsbuchstaben und bei Barely das ‚e‘ VOR dem ‚l‘)
    las er vermutlich: barley bread und übersetzte in „Brot aus Gerstenmehl“
    denn ‚barley‘ (‚e‘ HINTER dem ‚l‘) bedeutet ‚Gerste‘.

    Gundry meint aber was anderes: Er meint den Hersteller mit dem Namen „Barely Bread“:
    http://www.barelybread.com

    Die sind ein Hersteller von 100% getreidefreiem Brot
    Deren Brot besteht z.B. aus: Ei, Wasser, Apfelsaft, Mandelmehl, Flohsamen, Kokosöl, Kokosmehl, Süßkartoffelmehl, Leinmehl, Mandelbutter, Haselnussmehl, Apfelessig, Honig, Backpulver, Soda, Salz, Zimt

    Die richtige Übersetzung wäre:
    Brot und Bagels des Herstellers „Barley Bread“

    Da es die Produkte dieses Hersteller in Deutschland nicht gibt (meines Wissens nach), habe ich diese Angabe nicht nicht die von mir veröffentlichre deutsche Yes-Liste übernommen.

  • Nachgedacht und nachgefragt…

    Auf der Nein-Liste stehen Nüsse/Samen und ihre Öle, z.B. Sonnenblumenkerne und Sonnenblumenöl. Nur beim Kürbis sind die Kürbiskerne aufgeführt, nicht aber das Kürbiskernöl. Ich würde die Schlußfolgerung ziehen, das ich auch besser das Kürbiskernöl weglasse. Aber hat dazu vielleicht jemand andere Informationen?

    Und noch eine Frage beschäftigt mich. So wie der Kürbis (fast?) komplett zur Nein Liste gehört, gehört vieles von der Kokosnuß zur Ja Liste. Wie sieht es da aus mit dem immer häufiger angebotenen Kokosblütenzucker? Hat da jemand Erfahrung?

    Grüße

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