Konstantin Kirsch

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Freitag 3. November 2017

Earthbag-Stützmauer: Rohbau fertig

Am 12. Oktober war Start mit dem Füllen der Earthbags für eine Stützmauer neben dem Waldgärtnerhaus.
Am 27.10., also 15 Tage später, war der letzte Sack gefüllt und verdichtet.

Die Mauer hat eine Länge von 21,2 m. An der niedrigsten Stelle ist sie 0,45 m hoch, an der höchsten 1,05 m. Im unteren Bereich wird teilweise verfüllt, deshalb wird später die sichtbare maximale Höhe ca. 0,8 m sein. Ein leerer Sack hatte das Format 70 x 45 cm. Ein voll gefüllter Sack hat im Durchschnitt das Format 55 x 35 x 14 cm.

Insgesamt haben wir 299 Säcke sowie 15 Tonnen Kalkschotter (0/16) verbaut. Ein kleiner Anteil des Schotters wurde hinter die Säcke gefüllt und verdichtet.  Ein Sack wurde mit durchschnittlich 50 kg Schotter gefüllt. Auch wenn im Durchschnitt eine Tonne Schotter pro Tag verbaut wurde, so war es in der Praxis so, dass an manchen Tagen 3 Tonnen verbaut wurden und dafür an anderen Tagen Pause war.

Die Materialkosten für diesen Bauabschnitt waren verhältnismäßig gering:

299 PP-Säcke: 30 Euro
15 Tonnen Schotter: 75 Euro
290 Nägel: 2 Euro
200 m gebrauchter Stacheldraht: 10 Euro
Fahrtkosten: 50 Euro
Summe: 167 Euro

Auf diesem Bild sieht man, dass der östlichste Teil der Stützmauer fertig ist:
(Foto vom 19.10.)

Der fertige Teil wurde mit Plane abgedeckt als UV-Schutz. Der restliche Teil der Stützmauer ist jetzt auch fertig:
(Foto vom 27.10.)

Noch ein Hinweis für diejenigen, die so etwas nachbauen wollen: Wer gebrauchte Säcke nutzt (wie wir), sollte darauf achten, dass das Material noch nicht lange dem Licht ausgesetzt war. Nach ein paar hundert Sonnenstunden wird das Gewebe brüchig. Ein Sack, zum Glück einer, der später unter der Erdoberfläche verschwindet, ist ein Riss entstanden. Alle anderen Säcke sind fest geblieben:

Was noch fehlt ist der Putz. Dafür habe ich heute ein paar Farbtests gemacht. Mit unterschiedlichen Mischungsverhältnissen, Sanden und Zementen ergeben sich mehrere Möglichkeiten:

Als nächste Aktion wird die Sackwand von Verunreinigungen geputzt und mit dünner Zementschlämme grundiert. Der Zement kriecht in die feinen Fugen des Gewebes der Säcke und bildet so den Haftvermittler. Nach dem Aushärten kommt der Endputz drauf. Je nach Wetterentwicklung kann dies auch erst gegen Ende des Winters / Anfang Frühling so weit sein.

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Nachtrag vom 4.11.

Ein Übersichtsfoto der gesamten Mauer

Lose Sackfalten wurden mit verzinkten Nägeln fixiert:

Dann wurden zur Reinigung und Entfettung alle sichtbaren Flächen mit Wasser und Mikrofaserhandschuh geputzt.

Mit Klebe- und Armierungsmörtel habe ich dann die Säcke grundiert. Hierbei war das passende Werkzeug eine Malerbürste (Quast). Statt den empfohlenen 6 Liter Wasser auf 25 kg Mörtel habe ich 7,25 Liter genommen. Damit war der Mörtel so dünnflüssig, dass er sich gut mit dem Pinsel auftragen ließ. Durch die Pinselborsten gab es eine sehr rauhe Oberfläche. Darauf wird der Endputz gut halten.

Ein Bild mit der zum Großteil grundierten Mauer:

Ein Detailbild

Diese Grundierung habe ich zwei Tage lang feucht gehalten damit der Mörtel gut aushärtet.

Bis zur Fertigstellung des Endputzes wird die Mauer wieder mit Folie abgedeckt um die PP-Säcke vor UV-Strahlung zu schützen.

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