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Donnerstag 14. Februar 2019

Wie Gendern unsere Sprache verhunzt

Es gibt sie noch: Menschen, die sich Gedanken über größere Zusammenhänge machen! Das freut mich.

In Folge meines Blogeintrags zum Thema „Der Todestrieb des Sozialismus“ bekam ich von einer Permakultur-Kollegin die Empfehlung für einen Vortrag zum Thema „Gendern“, also zum Vermurksen der Sprache. Seit langem beobachte ich die komplette Unlogik und Widersprüchlichkeit von gegenderter Schrift, oder soll ich besser schreiben: von gegenderte/r Sprach*In?

Allein das Platzhalter-Sternchen: * in einem Wort zu benutzen widerspricht jeglicher Sprachlogik. Wie soll man das Symbol denn SPRECHEN???

Die Schrift kam NACH der Sprache.

Hat irgendjemand ZUERST das Sternchen ausgesprochen und DESHALB wurde es in die Schrift eingefügt??
Nein? Warum nicht?

Und außerdem, das Platzhalter-Sternchen: * soll ja für alle Variationen stehen.
Beispielsweise soll das Wort Lehrer*innen sowohl die männliche, die weibliche und diverse Variationen bedeuten.

Aber, wenn das so wäre, dann würde doch auch Lehrer* ausreichen, oder gleich: Lehr*, oder mit noch mehr inkludierten Variationen:
L*

Ich habe mich schon seit langem dazu entschlossen, es beizubehalten, in verständlicher Sprache zu schreiben und bei dem Gender-Kram nicht mitzumachen. Und wenn mir jemand diese Entscheidung nicht zugestehen wollte, dann werfe ich ihm/ihr/es ganz einfach Diskriminierung mir gegenüber vor!

Wegen mir kann doch jede*I/*r/es die eigene Schrift verkorksen, vermurksen, und der eigenen Leserschaft und dessen Wünschen anpassen. Doch dieses Recht nehme auch ich für mich in Anspruch. Niemand muss meine Texte lesen. Und ich muss keinen Gendermurks lesen. Ich schreibe für diejenigen, die meine Texte verstehen wollen. Und wenn es niemanden geben sollte, dann schreibe ich für mich selbst. Dieser Blog ist ja auch ein Tagebuch für mich selbst (Das Wort Blog kommt von „Logbuch“ – ist ursprünglich also nur eine chronologische Reihe an Notizen).

Der Vortrag von Dr. Tomas Kubelik zeigt deutlich wie Gendern die Sprache verhunzt. Darüber hinaus zielt das Gendern auf die Zerstörung der zwischenmenschlichen Werte, der Familie, der Denkfähigkeit der Menschheit und in Betrachtung des oben verlinkten Blogeintrages zum Sozialismus ist Gendern ein aktiver Beitrag zur Selbstzerstörung der Gesellschaft und des Staates.

Der Vortrag wurde gehalten auf einer Veranstaltung von www.demofueralle.de

4 comments to Wie Gendern unsere Sprache verhunzt

  • Avatar Roland

    Wenn ich zum Genderthema reflektiere kommt seltsamerweise nur nonsense:
    Die Lehrerin – Der Lehrerer
    Der Männerparkplatz – Die Frauenparkplätzin

    https://www.der-postillon.com/2017/11/gleichberechtigung-er.html?m=1

  • Hallo Roland, danke für den Kommentar. Wie wäre denn der Männderparkplatz für die „divers“-Geschlechter? Vielleicht: „Diversparkplätzchen“?

    Scherz beiseite.

    Das größere Problem, daß ich sehe, ist das Dilemma der versunkenen Kosten der Linken, Feministen und Gutmenschen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Versunkene_Kosten
    Dieses Phänomen gibt es nicht nur in der Finanzwirtschaft sondern insbesondere auch im Sozialen: Wenn man längere Zeit eine gewisse Ansicht getragen hat, Lebenszeit, persönlichen Einsatz und auch Geld in etwas investiert hat, dann will man sich ungern eingestehen, dass dies falsch war, selbst wenn man rational diese Ansicht bekommen müsste durch neue Erkenntnisse.

    Daher werden diejenigen, die bisher sich „gut“, „gerecht“, „progressiv“ und „besser“ gefühlt hatten durch Nutzung von „I“ im Wort oder von Sternchen in Wörtern, diejenigen, die meinten, sie seien Pioniere für eine bessere Welt, es schwer haben von ihrem falschen Denken zurückzutreten.

    Es wäre eventuell hilfreich diese Zwickmühle aus therapeutischer Sicht zu betrachten, denn professionelle Unterstützung scheint nötig und angebracht.

    Viele Grüße
    Konstantin

  • Dr. Tomas Kubelik zeigt nur ästhetische und grammatische Probleme, die aber vielleicht sogar gelöst werden könnten.
    Das wirkliche Feature der nahezu gleichhälftigen Aufteilung im deutschen grammatischen Geschlecht zwischen dem einzahligen Männliche und dem mehrzahligen Weiblichen wird aber nicht dargestellt.
    Aus der Informatik kennen wir das Absichern des Übermittelten durch die Quersumme/Checksum:
    Wenn die nicht stimmt, müssen wir eine Wiederholung der Datenübertragung einfordern.
    Die deutsche Sprache hat durch ihre Grammatik eine Möglichkeit ganz schnell dem Adressaten einen Eindruck von der Satisfaktionsfähigkeit des Sprechers zu vermitteln:
    – Ist der Sprecher alkoholisiert
    – Ist es ein Kind, was die Sprache noch gar nicht voll gelernt hat
    – Ist es ein Ausländer, bei dem ich nachfragen muss, was er wirklich meint
    – Oder ist der Sprecher durch einen Gedankensprung gerade selbst durcheinander geraten?
    Das grammatikalische Geschlecht ist eine vordigitale Checksum in der deutschen Sprache, durch die der Adressat die Sinnhaftigkeit des Gesagten ständig überprüft! Deswegen verwirren uns die neuen Gender*Innen Sätze meist.
    … Leider sind die Sprachwissenschaftler der Gender Ideologie digitale Analphabeten …
    Ralph

  • Avatar Christian Böttgenbach

    Jede Sprache ist ihrer Natur nach ein Wesen, das verbunden ist mit allen Menschen, die diese Sprache sprechen. Natürlich bietet sich da Manipulation an für retardierende Kräfte, zum Zweck einer weiteren Entwurzelung der Menschen. Ich sehe es als Weckruf, um so bewußter und liebevoller meine Sprache zu gestalten.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Texte, die sprachzerstörerisch formuliert werden, stets auch inhaltlich nicht weiterführend sind und bin ganz davon abgekommen, solche Texte zu lesen. Das spart Zeit und Energie. Vor einem Jahr nahm ich Kontakt zu einer Schule in Gründung auf mit der Absicht, dort zu unterrichten, weil dieser Schule ein Konzept weltanschaulicher Offenheit nachgesagt wurde. Die Kontaktaufnahme führte dann zu einer genderisierten Antwort unterhaltsamster Art. Auf meine Rückfrage unter Bezugnahme auf das Schulkonzept kam dann, daß die Gründer demokratisch über das Thema abgestimmt hätten. Auch das noch. Zeit gespart, erledigt.

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