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Samstag 13. April 2019

Meine Distanz zu Rechtsextremen und Linksextremen

Es ist schon erstaunlich. Immer mal wieder bekam ich Aufforderungen mich von diesem oder jenem zu distanzieren, weil ich sonst mit diesem oder jenem in Verbindung gebracht werden würde. Eine Bekannte sagte zu diesem Dilemma: „Ich muss mich nicht von Leuten abgrenzen, mit denen ich sowieso nichts zu tun habe.“

Nun, man kann das so sehen. Doch was ist, wenn diejenigen, mit denen man nichts zu tun hat, so tun, als hätte man mit jenen etwas zu tun?

Außerdem: Es gibt so dermaßen vieles, was man nicht ist. Weit mehr, als das, was man ist.
Ich vergleiche das mal mit eine Dose Lackfarbe. Wenn dort drauf steht: „Enthält kein Lindan“ oder: „Enthält kein DDT“

Solche Sprüche sagen nichts aus. Denn diese Stoffe sind sowieso nicht in Lack, weil die hierzulande grundsätzlich nicht in Farbe drin sind.
Solche Sprüche nennt man: „negative Teildeklaration“

Bei tausenden, ja zehntausenden an jährlich neu entwickelten chemischen Verbindungen könnte man Bücher füllen mit allem, was nicht in einem Produkt enthalten ist. So was ist also sinnlos! Viel interessanter ist eine „positive Volldeklaration“, also die offene, klare Mitteilung, was in einem Produkt drin ist, bzw. wie die eigene Weltanschauung aussieht, was die eigene Ausrichtung ausmacht, was man tut, welche Leistungen man anbietet.

Ergänzend beinhaltet die Forderung „sich von etwas distanzieren zu sollen“ eine Unterstellung, und zwar dergestalt, daß man dort sei, von wo man sich distanzieren solle. Das Wort „distanzieren“ ist ein Verb, also die Beschreibung eines zeitlichen Vorganges. Das Hauptwort „Distanz“ ist dagegen etwas feststehendes. Wenn also irgendwer beispielsweise meint, man solle sich distanzieren von rechtsextremem Gedankengut, dann unterstellt dies, daß man eben jenes rechtsextreme Gedankengut hätte, was als schwere Beleidigung empfunden werden kann, sofern dies nicht der Fall ist!

In meinem Leben war es so, daß ich „Linke“ wahrnehmen konnte während den Demonstrationen in Wackersdorf gegen die WAA. Zuerst sah ich sie im Hüttendorf und später mit Sägen am Bauzaun (also Gewalt = Linksextrem). Ich beteiligte mich nie an Zerstörung, ich schaute vielmehr zu und machte mir Gedanken. Später lebte ich während meines Architekturstudiums in einer Bauwagensiedlung mit Menschen, die sich selbst als „Linke“ bezeichneten und in ihrem Verhalten teilweise extrem waren. Insofern kann ich durchaus schreiben, daß ich vor Jahrzehnten Kontakt zu Linksextremen hatte und mich seit über 25 Jahren von Linksextremen distanziert habe.

Mit „Rechtsextremen“ habe ich noch nie zusammen gelebt, ja noch nicht mal einen kennengelernt. Wie könnte ich mich von etwas distanzieren, wo ich nie war? Ich kann jedoch leichten Herzens schreiben, daß ich in Distanz zu Rechtsextremen bin; besser gesagt: war, bin und die Absicht habe auch in Abstand zu bleiben.

In diesem politischen Zusammenhang meine ich beim Nutzen des Begriffes „extrem“ die Neigung und Bereitschaft Gewalt anzuwenden.

Im Unterschied dazu empfinde ich das Wort „extrem“ in anderen Bereichen des Lebens als wertschätzend: Beispielsweise im Sport gewinnt nur derjenige, der an die äußerste Grenze geht, der teilweise nur mit hundertstel Sekunden schneller ist als alle anderen, oder beim Bergsteigen, wenn jemand ohne Sauerstoffgeräten auf 8000er steigt. So was nennt sich Extremsport und da ist die Nutzung des Wortes „extrem“ gut und passend. Anders als „extrem“ geht so was gar nicht. Ich sehe solchen Extremsport zwar auch tendenziell als Anwendung von Gewalt, jedoch nicht gegen andere Menschen, sondern gegen sich selbst. Das ist zwar nicht mein Ding, aber diese Freiheit lasse ich jedem.

In politischem Kontext bedeutet „extrem“ jedoch üblicherweise Anwendung von Gewalt GEGEN andere Menschen (physisch, emotional und mental). Und Gewalt ist für mich nur in Notwehr und auch da nur sehr bedingt und begrenzt passend.

Anders ist es mit dem Begriff „radikal“, also z.B. Linksradikal und Rechtsradikal. In Gesprächen und Pressetexten wird selten unterschieden zwischen „extrem“ und „radikal“, es bedeutet jedoch etwas grundlegend anderes. Das Wort radikal stammt vom lateinischen Wort ‚radix‘, was Wurzel bedeutet. Das Herkunftswörterbuch schreibt über „radikal“:

von Grund auf, gründlich; bis zum äußersten gehend, hart und rücksichtslos, […] eingewurzelt […] angeboren, angestammt, natürlich […] unnachgiebiges Verfolgen von Zielen.

Nun, hier wird erkennbar, daß das Wort ‚radikal‘ Bedeutungen beinhaltet, die durchaus angenehm wahrgenommen werden können: gründlich, natürlich, angeboren. Andere Bedeutungen, wie hart und rücksichtslos, wirken jedoch abstoßend. Selbst das „unnachgiebige Verfolgen von Zielen“ kann durchaus einen sehr angenehmen, bereichernden Mitmenschen auszeichnen, denn dies ist praktisch immer die Verhaltensweise von allen Erfindern, Entwicklern und Unternehmern, die der Menschheit das Überleben ermöglicht und den Komfort für die breite Masse gebracht haben.

Im politischen Kontext übe ich mich deshalb darin wahrzunehmen wie denn das Wort „radikal“ gemeint sein könnte, sofern es irgendwo auftaucht. Beispielsweise bezeichnet sich der Berliner Lehrer Nikolai Nerling als „Volkslehrer“ und als „rechtsradikal“ im Sinne von: rechts=anständig und radikal=verwurzelt. Wenngleich seine Ansichten und meine deutlich auseinander liegen, so kann ich seinem Wirken beim besten Willen keine Gewalt, keinen Extremismus andichten.

Und wenn ich den Begriff „radikal“ selbst benutze, ergänze ich es entweder mit einer Erklärung oder beobachte, ob es auch ohne Erklärung so verstanden wird, wie ich es beabsichtigt habe.

Meine Forschungen für Naturbauten aus lebenden Gehölzen (www.naturbauten.org) kann man durchaus als „extrem“ bezeichnen, weil ich absichtlich die äußerste Grenze ausloten will, was denn wachsbar ist, quasi wie im Sport: Noch ein ganz bißchen mehr müsste doch gehen, … dann noch ein wenig… Schnell landet man in Bereichen, die für eine Anwendung im Alltag nicht taugen. Wenn man jedoch die Grenzen des Möglichen kennt, dann ist besser einschätzbar, wo der nutzbare Korridor für Anwendungen liegt.

Außerdem kann man diese lebenden Baumhäuser durchaus als „radikal“ bezeichnen, weil sie nur mit Wurzeln am Leben bleiben, sie sind unnachgiebig an einem Standort verwurzelt.

Nach diesem geistigen Exkurs zurück zum Anfang dieses Blogeintrages:

Ich stehe in Distanz zu Rechtsextremen und Linksextremen!

Doch was ist, wenn diejenigen, mit denen man nichts zu tun hat,
so tun, als hätte man mit jenen etwas zu tun?

Das Ganze wird zum besonderen Dilemma, wenn dann noch angebliche Zusammenhänge, die es gar nicht gibt, veröffentlicht werden. Ich hatte das schon mehrfach mit Journalisten, die eher Propaganda produzierten und in Text und Film alles mögliche zusammenbrachten, was nichts miteinander zu tun hat. Beispielsweise bei Berichten über die Anastasia-Bücher. Da gibt es mittlerweile eine ganze Flut an Beiträgen in Massenmedien mit immer gleichen Inhaltsbrei, der einfach nicht stimmt. Da wurden Zitate aus dem Zusammenhang gerissen, Nebensächlichkeiten aufgebauscht, Randphänomene als zentral dargestellt und vieles mehr. Und dann wundern sich die Medien über sinkende Umsätze und Worte wie „fake-news“? Ist doch logisch, daß dies passiert. Die Menschheit ist nicht blöd und lässt sich nicht auf alle Zeit für dumm verkaufen!

Mittlerweile gibt es jedoch auch Störer und Tatsachenverdreher, die sich selbst als Anastasia-Freunde ausgeben und quasi „aus Innen heraus“ Unfrieden stiften innerhalb der „eigenen Reihen“. Hiermit umzugehen fällt deutlich schwerer als mit falschen Darstellungen der Presse von außen. Andererseits hängt beides zusammen: Die Presse stürzt sich derart gerne auf die extremen Aussagen solcher Leute, so daß der Gedanke im Raum auftaucht, ob diese Störer von der Presse eingeschleust wurden, ob sie „Maulwürfe“ im Sinne von Agenten sind. Nun will ich absichtlich keine Namen nennen, um nicht auch noch für die Störer Werbung zu machen.

Passenderweise kam vor ein paar Tagen ein neuer Hetzstreifen im TV gegen die Anastasia-Bücher und deren Leser, diesmal im ARD. Darin berichten die Filmemacher über ihre „zweijährige Undercover Recherche“. Über diese Aussage, kombiniert mit den gezeigten Bilder ist klar erkennbar, daß diese Presseleute sich tatsächlich mit versteckter Kamera in private Kreise der Anastasia-Leser eingereiht haben. Wer weiß, was sie selbst alles an Kommentaren gebracht oder provoziert haben, die sie selbst aufzeichnen wollten?

Nun kam vor ein paar Tagen eine Einladung zu einem „Anastasia-Thing“, also einem Treffen von Anastasia-Lesern.

Leider ging diese Einladung an knapp 30 Personen (die mir nur teilweise bekannt sind) über das email-CC Feld, daß heißt: Jeder Empfänger bekam die Liste aller anderen Eingeladenen!

Im Text steht dann z.B. „Für uns ist am xxxx 2019 ein Garten bei xxxx in Thüringen reserviert.“
Und: „Bitte schaut auch in die Adressliste, wenn ich jemand wichtigen vergessen haben sollte, dann schickt es in eurer Verantwortung weiter. Allerdings nur an jene für welche ihr persönlich bürgen könnt.“

Offensichtlich ist es Absicht gewesen, daß alle Empfänger die Adressliste bekamen!
Ich habe dem Absender jedoch nie mein Einverständnis gegeben für so eine Veranstaltung eingeladen zu werden, und erst recht nicht, daß meine Adresse an mir Unbekannte weiter gegeben wird.

In der Themenliste finden sich z.B. diese Punkte:

  • Strategie wider den Vorwürfen der Presse und Politik (Sekte, völkisch, antisemitisch, rechtsextrem, braun,…)
  • Bund/Dach der Anastasiafreunde in Deutschland

Gleich beim ersten Punkt werde ich stutzig: Kam diese Einladung womöglich von jemandem, der mit der Presse zusammen arbeitet? Wer sich gegen etwas einsetzt fördert genau jenes. Simples Beispiel: Denke nicht an einen Elefanten! Was tut man? Man denkt dran.

Und der zweite genannte Punkt ist der ganz große Knaller: Das Thema „Bund gründen“ war schon vor drei Jahren bei einem Treffen dabei, das von jemand anderem organisiert war und bei dem ich dabei war. Ich hatte seinerzeit vehement gegen solch einen „Bund“ Stellung bezogen, jedoch war offensichtlich, daß mehrere Personen fast mit Gewalt so eine Organisation einführen wollten. Es ist so klar, daß eine derartige Struktur in keiner Weise zur dezentralen Selbstverantwortung des Einzelnen passt. Bei einem Telefonat kurz nach dem Treffen hörte ich von einem Mann, der diesen „Bund“ besonders krass forderte, daß es diesen Bund bräuchte um politische Macht aufzubauen, damit jeder seinen Hektar bekäme, auch der, der ihn nicht wolle… Das sprach er in einem Brüll-Kommando-Tonfall, daß es mir kalt den Rücken herunter lief. Ich hatte lange nicht über dieses Ereignis geschrieben. Ich versuchte an erster Stelle das Erlebte in mir zu verarbeiten und meinen inneren Frieden wieder zu finden. Dann hoffte ich, daß die Störer zur Besinnung kommen, bei mir um Entschuldigung bitten und sich erkundigen, wie es mir geht. Doch weit gefehlt. Zuerst dachte ich, es sind vielleicht Narzissten. Und diese interessieren sich nicht, ob andere Menschen unter ihnen leiden. Doch vielleicht ist alles ganz anders: Vielleicht sind diese Störer genau jene, die die Presse eingeschleust hat um dann später darüber zu berichten? Siehe dazu auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Agent_Provocateur

Landen wir bald in einer Art DDR 2.0 in der jeder dem anderen mißtraut, weil er ja ein Spitzel sein könnte, eine versteckte Kamera dabei haben könnte usw.? Wer kümmert sich bei der Presse noch um Datenschutz, Respekt, Würde des Menschen? Sollten andererseits ab sofort alle eigenen Treffen von allen Seiten mit Kameras gefilmt werden, so daß auch alle Presse-Agenten auf dem eigenen Band landen und man sie später, nach der Enthüllung, mit Gesicht und Ton anprangern kann? Für mich keine schöne Vorstellung.

Ich sprach mit zwei Freunden über diese Einladung und ich erfuhr was Tatsachenverdreher schon getan hatten: Auf einer Webseite zum Anastasia-Festival wurde im Juni 2018 veröffentlicht, daß es 2018 kein zentrales Fest geben würde, sondern Treffen in Regionen stattfinden.
Sogar eine Veranstaltung von mir (inkl. meiner Adresse) wird dort gelistet, obwohl ich dies nicht genehmigt habe!
Es steht dort die Unterschrift: „Einstimmig am 10.6.2018, Anastasia Thing, Bad Freienwalde“.

Was für ein Quatsch! Als hätte dort irgendwer irgendwas zu beschließen und über andere zu bestimmen.

Ich kann jenen ihr falsches Treiben nicht verbieten. Ich kann jedoch darauf hinweisen daß es solch übergriffiges Verhalten gibt, Bestrebungen, die zentrale Organisationen erschaffen wollen. Ich kann davor nur warnen bitte nicht auf solche Maulwürfe herein zu fallen und ihnen zu folgen und ich kann veröffentlichen, daß ich zu extremen, übergriffigen, narzistischen und rechtsextremen Personen auf sehr großer Distanz stehe und grundsätzlich gegen „Anastasia-Bund/Dach“ – Organisationen etc. eingestellt bin.

Ist dieser Text, diese Distanzierungserklärung, nun ein Nutzen für die weitere Entwicklung der Menschheit?
Ich hoffe es.
Werden diejenigen Kritiker, die von mir eine Distanzierungserklärung wünschten, mich nun achten und respektieren?
Kann ich schlecht einschätzen.

Daher mein abschließender Kommentar zum Thema:

Mögen die Meschen ihr Herz öffnen, spüren lernen, ihren Gefühlen sowie ihrem Verstand vertrauen und immer wachsam bleiben insbesondere wenn irgendwelche Aktivisten mit etwas verlockendem, etwas „nur gutem“ aufwarten. Es könnte sich erweisen als „Speck in der Mausefalle“.

4 comments to Meine Distanz zu Rechtsextremen und Linksextremen

  • Avatar Anastasia-Leser

    Vielen Dank für Ihren sehr treffend geschriebenen Artikel. Ich habe bereits vor einigen Jahren die Anastasia Buchreihe gelesen. Diese hat mich sehr inspiriert und hilft einem dabei ein selbstbestimmtes, auf schöpferische Ziele ausgerichtetes Leben zu führen. Das Leben hat die letzten Jahre bestätigt, wie recht Anastasia hat.
    Vor kurzem hatte ich den Wunsch mich mit anderen Lesern zu treffen und habe deshalb nach Veranstaltungen gesucht. Dabei bin ich sehr schnell auf negative Berichte über die „Anastasia-Bewegung“ gestoßen, die mich natürlich wütend gemacht haben, da so dreist und offensichtlich gelogen wird. Natürlich nur in den Mainstream-/Staatsmedien. Unabhängige Medien berichten durchweg positiv über das Thema Anastasia.

    Da ich mich bereits sehr lange damit beschäftige warum die Welt und die Menschheit in so einem schlechten Zustand sind, habe ich oft genug mitbekommen, wie gute alternative Ideen zum herrschenden „System“ belächelt werden, verächtlich gemacht und mit immer denselben Vorwürfen angegriffen werden und auch teilweise unterwandert werden. Die Idee, daß Menschen selbstbestimmt, selbstverwaltet, im Einklang mit der Natur und ihren Mitmenschen leben möchten ist der eigentliche Grund, warum die „Anastasia Bewegung“ angegriffen wird. Die vorgeworfenen Behauptungen sind nur gängige Methoden Verunsicherung und Zweifel zu schüren. Niemand wird gerne als etwas beschimpft, was er nicht ist. Also wird oft versucht sich zu verteidigen und indem man sich von diesen und jenen Menschen und Gruppen distanziert, wird gehofft die Gunst der Medien zu gewinnen. Die Medien haben jedoch kein Interesse an der Wahrheit, sondern möchten bestimmte Ideen lediglich diskreditieren. Es findet dadurch eine Schwächung der Idee/Gruppe statt, da diese sich jetzt mehr mit fremden Anschuldigungen beschäftigt und ängstlich versucht nur nichts „Verdächtiges“ zu sagen, sich eventuell untereinander mißtrauischer beobachtet, möglicherweise wird sich nicht mehr getraut bestimmte Themen anzusprechen, anstatt sich mit den eigenen ursprünglichen Zielen/Themen zu beschäftigen. Auch kann es dadurch zu internen Streitigkeiten kommen, wie mit bestimmten Äußerungen und Menschen umgegangen werden soll, genau das ist gewollt und schwächt die Gruppe immens. Vielleicht sollte man gar nicht mehr mit den Medien sprechen (zumindest denjenigen, die für unsachliche Berichterstattung bekannt sind, leider erkennt man das nicht so schnell, wie Ihr Beitrag über die Journalistin des BR zeigt, die sich anfangs sehr schmeichlerisch gegeben hat). Meist haben solche „Journalisten“ die Bücher sowieso nicht gelesen, zumindest nicht verstanden, sonst könnten sie es gar nicht übers Herz bringen solche Artikel zu verfassen. Sie haben von vorn herein nur die Zielrichtung eine Idee schlecht zu machen, dafür versuchen sie mit allen Mitteln „Beweise“ zu erhalten. Oft werden gezielt (teilweise geistig schwächere) Menschen ausgewählt, die überhaupt nicht repräsentativ, dafür aber oft zu naiv sind und von Journalisten mit Suggestivfragen zu fragwürdigen Äußerungen verleitet werden.
    Oder es werden vom Journalisten Interesse und Empathie vorgegaukelt, allerdings hauptsächlich „verfängliche“ Fragen gestellt und von einem einstündigen Interview werden später 1-2 Sätze zitiert (die dazu noch völlig aus dem Zusammenhang gerissen sind), die die Sichtweise der Redaktion belegen sollen. Randthemen werden zu Kernelementen dramatisiert, die eigentliche Kernidee der Familienlandsitze mit all Ihren Ausprägungen ist natürlich zu „langweilig“, damit läßt sich kein reißerischer Artikel/Bericht produzieren.
    Gerade Journalisten aus dem Bereich der Mainstream-/ Staatsmedien sind gewissenloses Handeln gewohnt, um eine gute Geschichte zu präsentieren. Umso weniger können diese es ertragen, wenn sie Menschen begegnen, die ohne Berechnung handeln und voller Güte und Liebe sind (wie es meiner Erfahrung nach bei Anastasia-Lesern sehr oft der Fall ist). Dabei werden die Journalisten bewußt oder unbewußt mit Ihrer eigenen Unvollkommenheit, Niederträchtigkeit und verzerrten Weltsicht konfrontiert, worauf sie mit noch mehr Wut und Angriff reagieren (auch um sich von der Enttäuschung über sich selbst abzulenken und nicht zugeben zu müssen sehr lange einem negativen Weg gefolgt zu sein).

    Ich finde, Sie haben in Ihrem Artikel sehr treffend das durchaus schwierige Thema „Distanzieren“ beschrieben, ohne sich instrumentalisieren zu lassen oder dem Ganzen zuviel Raum zu geben. Verbringen Sie Ihre Zeit lieber in der Natur und mit positiven Gedanken, als mit zeitverschwendenden Recherchen über Begriffe oder Menschen, die Sie bis jetzt vielleicht gar nicht kannten, von denen Sie sich aber am Besten schon für die Zukunft distanzieren sollen. Lassen wir uns nicht weiter die Spielregeln der Lügner und Hetzer aufzwingen. Wenn jemand nichts Wichtigeres zu tun hat als Andere zu belehren, von wem und was man sich zu distanzieren hat wird man diesen wohl sowieso nur schwer überzeugen können. Vielleicht sollte man diese Leute einfach ignorieren, dann wird ihr Interesse meist versiegen, da diese auf Konfrontation und Aufmerksamkeit aus sind. Menschen, die die Anastasia Bücher gelesen und verinnerlicht haben, lassen sich sowieso von oberflächlicher Stimmungsmache nicht täuschen und benötigen keine Distanzierungen. Auf Vorgaben der „Gedankenpolizei“ was gesagt werden darf und was nicht werde ich mich nicht mehr einlassen. Heutzutage wird vermehrt alles als verdächtig gebrandmarkt, was sich mit der eigenen Kultur/Bräuchen und der eigenen Geschichte befasst. Damit meine ich explizit unsere Kultur und Geschichte gerade der letzten hunderten, tausenden und zehntausenden Jahre. Nur wenn der Mensch versteht, wo er herkommt, wo sein Ursprung ist, kann er seine Aufgaben in der Gegenwart und Zukunft erkennen. Dieser Mensch wird für die Menschheit, alle Geschöpfe und unsere Erde nur das Beste wünschen.
    Diejenigen, die Geld und Macht besitzen wollen diese behalten und dafür müssen die Menschen unwissend und abhängig gehalten, sowie kontrolliert werden. Nur das ist der Grund, warum so viele positive Denkansätze und Gruppierungen nieder gemacht werden.

    Wie Sie bereits in dem Artikel über die ausgedruckte Index-Liste erwähnten, finde ich die Idee sehr gut Journalisten einfach auf die Bücher zu verweisen. Dort finden diese alle Antworten, wenn Sie wirklich möchten. Die Bücher und nicht irgendwelche Veranstaltungen oder Redebeiträge sind ja explizit die Grundlage für Menschen, die sich nach dem Vorbild Anastasias eine positive Zukunft aufbauen möchten. Daß diese Gruppe von Menschen nicht homogen ist und jeder etwas andere Vorstellungen hat, ist nur natürlich und auch gut so.
    Deswegen lehne ich ebenfalls die Gründung von übergeordneten Strukturen ab. Diese widersprechen dem Prinzip der Selbstverwaltung und führen oft alleine aufgrund von damit einhergehenden Macht- und Verwaltungsstrukturen zu unnötigen Problemen, auch viele Ego- und Geltungsbedürfnisthemen werden dabei möglicherweise bei vielen Menschen wieder stark aktiviert 🙂 Leider sind viele gute „Bewegungen“ zu dem Zeitpunkt gescheitert, als sie sich zu Parteien/Verbänden zusammengeschlossen haben. Dadurch wird eine „Bewegung“ starrer, viel Leichtigkeit und Kreativität geht verloren, sie ist leichter angreifbar, wird oft unterwandert oder zieht einfach Menschen an, die mit sich selbst nicht im Reinen sind und durch ihr Verhalten ein schlechtes Licht auf die „Bewegung“ werfen, dort oft nicht besonders akzeptiert sind, aber selbst meinen diese zu repräsentieren und überraschend oft in Führungspositionen gelangen.
    Deshalb lieber Netzwerke, Freundschaften und Gemeinschaften bilden, diese sind auch viel lebendiger und wandlungsfähiger als Satzungen und Mitgliederlisten. Die Menschen sollen sich doch mit ihren Landsitzen beschäftigen und nicht mit Verwaltungsangelegenheiten. Trotzdem bin ich natürlich sehr froh und dankbar, daß es soviele Menschen gibt, die Treffen und sonstige Zusammenkünfte organisieren!

    Bitte entschuldigen Sie meinen langen Text, den Sie ja auch moderieren müssen, obwohl es sicher schöner wäre die Zeit in der Natur zu verbringen. Ich hatte allerdings das Bedürfnis mich bei Ihnen für Ihre gute Arbeit und die guten Denkanstöße, die ich durch das Lesen Ihrer Artikel bekommen habe, zu bedanken. Außerdem wollte ich durch meine Erfahrungen bestätigen, daß es wichtig ist bei sich zu bleiben und sich nicht ablenken oder in Spielchen und Scheingefechte verwickeln zu lassen. Sie sind sehr geduldig und es ist bemerkenswert wie sachlich Sie auf all die ungerechtfertigte Kritik und die Lügen reagieren.
    Ich wünsche Ihnen viel Kraft und alles Liebe !
    Am Ende wird das Licht siegen, das ist sicher 🙂

  • Avatar Mirû

    Hallo Konstantin Kirsch,
    ich hätte es noch ganz gut gefunden, wenn Sie, lieber Konstantin, sich noch um diesen Artikel hier gekümmert hätten:
    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/04/brandenburg-rechte-siedler-gemeinschaft-anastasia-grabow-liepe.html
    d.h. wenn Sie (als Verleger der Bücher in deutscher Sprache) insbesondere zu den folgend zitierten Aussagen (nur soweit wie für den unwissenden Leser nötig) Stellung bezogen hätten:

    „Ein zentrales Element in dessen Büchern ist neben der Aufforderung, Selbstversorgersiedlungen zu gründen, auch die antisemitische Erzählung einer jüdischen Weltverschwörung. So wird in den Anastasia-Büchern der Holocaust damit begründet, „dass das jüdische Volk vor den Menschen Schuld hat“. Denn die Juden würden „Verschwörungen gegen die Macht anzetteln“ und „versuchten, alle zu betrügen“ – so ist es wörtlich in den Büchern zu lesen.

    „Das Weltbild der Anastasia-Bewegung, das sich auch in den Büchern wiederfindet, ist im Kern antidemokratisch, es ist antiliberal“, sagt der Rechtsextremismus-Experte Matthias Quent. Es beinhalte Elemente von rassistischer Rassenlehre, von völkischem Denken – und spiele mit alten Erzählungen und Verschwörungstheorien des Antisemitismus.“

    Stimmt es, dass in den Bücher steht, was im ersten Absatz als Zitat angegeben ist? Ich würde es befürworten, wenn ich hier möglichst kurze, sachliche Stellungnahmen zu solchen übel klingenden Aussagen finden könnte.

    Mit freundlichen Grüßen
    Mirû

    *****
    Antwort von Konstantin Kirsch

    Hallo Mirû,

    nun, wie kann ich mit Lügen, Falschaussagen und Verleumdungen am sinnvollsten umgehen?
    Wir kann ich „sachlich“ antworten auf unsachliche Hetzkampagnen?

    Punkt 1: Der verlinkte Artikel schreibt gleich zu Anfang von „Anhänger der Anastasia-Bewegung“.
    Die klingt so, als ob es „Anhänger“ gäbe von einer eindeutig definierbaren „Anastasia-Bewegung“.
    Mir ist keine zentrale Adresse dieser angeblichen „Bewegung“ bekannt. Ich weiß auch nicht wie man „Anhänger“ dieser angeblichen „Bewegung“ werden kann oder wie man eine angebliche „Anhängerschaft“ wieder los werden könnte. Mir ist eine Buchserie bekannt sowie mehrere Menschen, die vom Lesen dieser Bücher sich inspiriert fühlen.

    Punkt 2: Sie schreiben mich an mit: „als Verleger der Bücher in deutscher Sprache“.
    Diese Formulierung ist falsch.
    Ich bin nicht der Verleger der Anastasia-Bücher. Ich bin Leser der Bücher.
    (Ich lese auch andere Bücher und ich stimme nicht mit allem überein, was in den Anastasia-Büchern steht)
    Ich bin darüberhinaus ein Autor des Anastasia-Index, einem Stichwortverzeichnis der Buchserie.
    Um diesen Index schreiben zu können habe ich die Anastasia-Büber besonders häufig gelesen.
    Ein Verein, den ich mit gegründet habe (Projekt Waldgartendorf e.V.), bietet die Anastasia-Bücher auf der Webseite waldgartendorf.de zum Kauf an. Beim Versand der Bestellungen helfe ich mit.
    All das macht mich jedoch nicht zum Verleger. Die Bücher gibt es in allen Buchhandlungen und nicht nur bei uns.

    Punkt 3: In den Büchern geht es nicht darum Selbstversorgersiedlungen zu gründen sondern es geht darum, daß Menschen wieder in Kontakt mit Gott kommen über den Weg des Gärtnerns und erfahren, daß die Schöpfung sie versorgt. „Selbstversorgung“ beinhaltet die Vorstellung, daß man sich selbst um alles kümmern müsste und man im Schweiße seines Angesichtes der Erde etwas abzuringen hätte. Von der göttlichen Schöpfung versorgt zu werden ist so ziemlich das Gegenteil von „Selbstversorgung“.

    Punkt 4: Nirgends in der gesamten Buchserie konnte ich etwas finden über eine „jüdische Weltverschwörung“.
    Nirgends wird der Holocaust begründet.
    Es steht in den Büchern geschrieben, daß es seit längerer Zeit Konflikte zwischen Juden und Nichtjuden gab und es wird ein Weg gesucht Frieden zu finden zwischen Juden und Nichtjuden. Es wird auch teilweise darauf eingegangen welcher Art die Konflikte in der Vergangenheit waren und welchen Vorwürfen Juden ausgesetzt waren. Diese dokumentierten Vorwürfe aus der Vergangenheit sind jedoch nie die Aussage der Bücher oder des Autors sondern dienen ausschließlich dem Finden eines Weges in Richtung Frieden.

    Punkt 5: Vorwurf „antidemokratisch bzw. antiliberal“
    Wer dies behauptet möge bitte erst einmal erklären was er unter „demokratisch“ und unter „liberal“ versteht.
    Ist es beispielsweise „demokratisch“ und „liberal“, daß Atomkraftwerke gebaut wurden, deren Betrieb noch tausende an zukünftigen Generationen finanziell und gesundheitlich belasten wird ohne daß diese derzeit noch nicht geborenen Menschen mitbestimmen konnten bei der Abstimmung?

    Viele Grüße
    Konstantin Kirsch

    PS: Meine Ansichten sind meine individuellen Ansichten und stehen nicht für andere Leser der Anastasia-Bücher und deren Ansichten.

  • Avatar Mirû

    * begrüßen (statt „befürworten“)

  • Avatar Mirû

    Hallo Konstantin Kirsch,
    Danke für Ihre ausführliche Antwort!
    Dass Sie der Verleger der Bücher in deutscher Sprache seien, hatte ich natürlich falsch abgespeichert, pardon.
    Wenn ich lese und für wahr nehme: „Diese dokumentierten Vorwürfe aus der Vergangenheit sind jedoch nie die Aussage der Bücher oder des Autors sondern dienen ausschließlich dem Finden eines Weges in Richtung Frieden.“, muss ich zu dem Schluss kommen, dass der Beitrag von rbb24.de ganz klar fake news sind (Zitatfälschung durch Kontextfälschung). Haben Sie schon mal dran gedacht, eine Programmbeschwerde einzureichen?
    Beste Grüße
    Mirû

    *****
    Antwort von Konstantin:
    Hallo Mirû,
    es fällt mir schwer zu glauben, daß man mit „Programmbeschwerden“ die schon vollzogene Veröffentlichung solch eines Textes bzw. Filmes rückgängig machen könnte. Außerdem ist meines Erachtens die Glaubwürdigkeit der Massenmedien im Sinkflug, bzw. Sturzflug begriffen, wenn nicht gar im freien Fall. Fakenews unterstützen auf diesem Weg. Das heißt nicht, daß ich diesen Weg begrüße oder mir gewünscht hätte. Es ist einfach meine pragmatische Beobachtung des Seins. Desweiteren gehe ich davon aus, daß die Journalisten, Fakenewshersteller und deren Sender eines Tages zur Verantwortung gezogen werden. Gut Ding will Weile haben, sagt der Volksmund. Dazu gehört es auch dem Bösen etwas Raum zur Entfaltung zu lassen, damit von vielen Menschen erkannt werden kann, wessen Geistes Kind sich zeigt.
    Ich zitiere dazu passend aus dem Vorwort zur zweiten Auflage des Anastasia-Indexes:
    http://www.konstantin-kirsch.de/2019/04/vorwort-zur-2-auflage-vom-anastasia-index.html

    Das Dilemma mancher scharfer Kritiker ist möglicherweise, dass sie eingebunden sind in Geschäftsmodelle, die Feindbilder erschaffen und pflegen müssen, um damit ihre eigene Existenzberechtigung aufrecht zu erhalten. Ich persönlich vermute, dass die dahinter liegende Notlage unter anderem vielleicht gerade darin besteht, dass diese Kritiker für sich selbst keinen Familienlandsitz haben, der ihnen Heimat, Kraftort, Lebensraum und Nahrungsquelle sein könnte. Insofern sitzen Kritiker und begeisterte Buchleser letztlich im selben Boot: Die Menschen sehnen sich heutzutage nach paradiesischen Gefühlen und nach einer positiven Lebensaufgabe, die ihnen Sinn und Erfüllung schenkt. Und wenn man als Grundlage dafür keinen eigenen Familienlandsitz hat, dann spürt man wohl diesen Mangel – bewusst oder unbewusst.

    Viele Grüße
    Konstantin

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