Fragen an Konstantin

Spenden

Wer diesen Blog unterstützen will, kann spenden:

Projekt Waldgartendorf e.V.
VR-Bank Bad Hersfeld
DE41532900000036101300
BIC: GENODE51BHE
Verwendungszweck: Spende

Archiv

Green Hosting mit Ökostrom und lokal erzeugtem Solarstrom!
Donnerstag 4. Juli 2019

die Fleischmöhre

Seit längerem beobachte ich immer mehr „vegane“ Nahrungsmittel, die sich als ‚Fleisch‘ ausgeben:
Vegan-Schnitzel
Vegan-Würste
Vegan-Hamburger
Vegan-Hack
und vieles mehr

Diese Entwicklung ist schon älter, jedoch hatte ich den Eindruck, daß seit kurzem immer mehr Varianten an Fleisch-Imitaten angeboten werden.

Ich fand und finde es absurd: Da wird alles nur denkliche unternommen um Gemüse und Getreide so umzubauen, das es wie Fleisch aussieht und schmeckt. Warum nur diese Anbiederung? Ich vermute, daß man mit solchem Pseudofleisch nicht wirklich vom Fleischessen weg kommt. Die gewohnte Optik, das gewohnte Aroma, lässt einen bei den alten Gewohnheiten verharren.

Als Scherz fragte ich seit ein paar Monaten gelegentlich, „wo ich denn die Fleischmöhren finden könne“.

Ich erntete jedes Mal schwere Verwunderung. Ich antwortete: „Na wenn es Vegan-Schnitzel gibt, dann muss es doch auch Fleischmöhren geben: Sieht aus wie Möhre, schmeckt wie Möhre, ist aber aus 100% Fleisch.“

… Kopfschütteln bei Gegenüber …

Nun hat mich die Realität eingeholt:

Ein US-Restaurant präsentiert die erste Karotte auf Fleischbasis!

Ich war mal wieder der Zeit etwas voraus…

Ob diese neue Erfindung auch nach Möhre schmeckt, wage ich zu bezweifeln, aber trotzdem: Nun gibt es sie, die Möhre aus Fleisch:

https://www.nzz.ch/feuilleton/falsche-karotte-us-kette-arbys-produziert-gemuese-aus-fleisch-ld.1493444

Wenn sich das verbreitet, weiß man irgendwann gar nicht mehr, was man verzehrt, wenn man auswärts Essen geht:
Wer „Fleisch“ verzehrt, ißt vielleicht vegan.
Wer „Gemüse“ verzehrt, ißt vielleicht Fleisch, oder Insektenkonzentrat, oder Algen, oder modifiziertes Erdöl???

Vielleicht sind all diese Erfindungen auch ein Beitrag, daß immer mehr Menschen ihr eigenes Essen anbauen, ernten und verarbeiten wollen. Denn nur dann weiß man noch, was auf dem Teller ist.

Kommentar schreiben (wird moderiert)