Fragen an Konstantin

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Samstag 7. September 2019

Fertigstellung der Earthbag-Mauer

Ende Juli schrieb ich über den Verputz der Earthbag-Mauer:
http://www.konstantin-kirsch.de/2019/07/verputz-der-earthbag-mauer.html

Ich wollte eine schöne Farbe erzielen, doch die Mischung aus Weißzement und rotem Sand wurde sehr fleckig. So versuchte ich es mit einer letzten Schicht an Zementschlämme, der noch gelbes Pigment beigegeben war. Doch auch dies gefiel mir nicht wirklich von der Farbgebung. Zusätzlich haftete diese Schlämme aus irgendeinem Grund nicht überall gut. So habe ich die losen Teile wieder abgelöst und den Rest geschliffen.

Dann fand ich die Lösung in Rein-Silikatfarben der Firma Keim. Ich nahm Unikristalat im Vollton Ocker. Mehrere Schichten, jeweils unterschiedlich verdünnt mit Keim Fixativ und etwas Wasser, ergaben ein sehr schönes Ergebnis. Bei voller Sonne leuchtet die Mauer jetzt in Sonnenblumen-Goldgelb:

Im obigen Bild sieht man an mehreren Stellen je zwei Backsteine übereinander liegen. Diese Stellen wurden markiert um dort Bambus zu pflanzen. Es gibt viele verschiedene Bambusarten und – sorten. Bekannt ist, daß Bambus lange Ausläufer machen kann und nur mit sogenannten Bambussperren (senkrecht eingegrabene dicke Kunststoffwände) im Zaum gehalten werden kann. Es gibt jedoch auch eine Bambus-Gattung, die diese oft als lästig empfundene Eigenschaft nicht hat: Fargesia
https://de.wikipedia.org/wiki/Fargesia

Sehr passend ist, das Bambus dieser Gattung sehr frostfest ist.

Die Wahl fiel auf die Sorte: ‚Purple Dragon‘
http://www.bambus-lexikon.de/fargesia-purple-dragon.html

Die Winterhärte wird mit -28°C angegeben, die Wuchshöhe mit 3 bis 4 Metern. Im Winter soll diese Bambus im Schatten stehen, was bei dem Standort der Mauer zutrifft. Der Platzbedarf wird mit 1-2 Metern Durchmesser angegeben. So viel kann ich dem Bambus hier allerdings nicht gewähren, da der Platz dafür schlicht nicht vorhanden ist. Die Sprossen dieses Bambus sind essbar, geben jedoch nicht viel her, da sie eher dünn sind.

Vor mehreren Jahren kaufte ich zwei Pflanzen der Sorte ‚Purple Dragon‘, teilte die Ballen jeweils in 6 Teile, topfte sie ein mit verrottetem Pferdemist und hatte nun 12 kräftige Pflanzen für die Hecke. Wer mehr Geld als Zeit hat kann auch gleich alle gewünschten Pflanzen kaufen:
https://www.bambuspflanzen.de/shop/Startseite/Fargesia-Purple-Dragon-Red-Zebra%C2%AE:::53_2112.html

Ich baute simple Schalungen aus Sperrholz und stellte sie über tiefe Pflanzlöcher:

Da hinein kam dann verrotteter Pferdemist gemischt mit saurer Rhododendron-Erde. Diese sollte Silizium enthalten, weil das der Bambus braucht. Es gibt auch spezielle Bambuserde und Bambusdünger. Außenrum kam Sand und als Rand ein paar Steine. Die Sperrholzbretter habe ich dann wieder heraus genommen.

Zwei der Bambuspflanzen stehen schon:

Zwischen Oberkante Trockensteinmauer und dem Bambus ist noch etwas Abstand. Dort wird noch ein Wasserlauf entstehen über den ich das Regenwasser vom Hausdach in den Garten leiten werde, damit es in gutem Abstand vom Haus versickern kann. Das ist gut für das Grundwasser und für den Geldbeutel, denn Regenwasser in die Kanalisation einzuleiten kostet bei uns.

Resümee:

Die Farbe Unikristalat von Keim gefällt mir so gut, daß ist den Aufwand mit Weißzement und einer farbigen Sandsorte nicht mehr machen werde. Daher ist meine aktuelle Empfehlung: normaler Zement mit dem billigsten Sand plus anschließender Farbauftrag. Wenn man es etwas besser machen will, kann man statt Zement + Sand fertigen Sockelputz nehmen. Der haftet auch recht gut. Und das dauerhafteste wäre ein Zementputz mit Sulfadur + anschließender Farbe Unikristalat. Der Sulfadur-Zement ist widerstandsfähig gegen Sulfat. Das wiederum kann in Form von Gips im Boden vorkommen und auf Dauer am Zement Schäden verursachen. Wenn etwas besonders lange halten soll ist Sulfadur zu empfehlen.

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