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Montag 20. April 2020

Corona: Was taugen die Tests?

 

Frage: Es gibt ja gar kein CoViD? – Nur wo getestet wird, findet man ‚Positive‘!

imageIch bin immer wieder mehr als erstaunt, auf welch primitive und von jeglichem wissen­schaft­lichen Sachverstand ungetrübte Rabau­ken­art selbst promovierte, selbst habilitierte, Schwachverständige sich auf Diskussionen einlassen, von denen sie weiss Gott nichts verstehen, und dann ent­spre­chend ihres ‚Sachverstandes‘ zu Schlüssen kommen, die sie im Rigorosum im letzten Moment den Doktortitel gekostet hätten.

Eine der neuesten (dankenswerten) Zu­sam­menstellungen stammt von Felix Scholkmann„How many test performed for #SARSCoV2 are positive? Visualization of the data of the US, Switzerland and Germany“

Diese graphische Aufbereitung (2020-04-08) von Daten von ‚covidtracking.com (USA), RKI (Deutschland) und BAG (Schweiz)‘ besagt nur, was sie besagt: eine Kor­re­lation. D.h. dort, wo man getestet hat, und je öfter man getestet hat, desto mehr ‚positive‘ Ergebnisse hat man erzielt, also akut Erkrankte gefunden.

Da machen doch tatsächlich einige entweder böswillige oder schlicht schwachsinnige Geister daraus, dass es so sei, dass egal wo man teste, man stets aktive SARS‑2-Herde fände und daraus ‚schliessen‘ sie (u.a.), dass dieses SARS-CoV‑2-Virus schon wahrscheinlich ‚seit Ewigkeiten‘ kursiere und man erst jetzt halt darauf aufmerksam geworden sei, weil ‚irgendwer mit dieser lästigen Testerei angefangen hat‘.

Nein, mein lieber, das ist etwa so, als wollte man behaupten, es gebe gar keine Men­schen, schon gar keine übergewichtigen, denn egal wo im Urwald man Affen gewogen hätte, seien es keine Menschen gewesen, und schon gar nicht über­ge­wichtige.

Das tut man aber nicht. Man stellt nur Übergewichtige (also i.d.R. nicht alle Patienten) in der Arztpraxis (und nicht irgendwo, also etwa im Urwald) auf die Waage, weil man deren Adipositas vorher wahrnimmt (etwa am Aussehen, der Kurzatmigkeit, dem Blut­zuckerspiegel) und danach erst wiegt man genau diese Untergruppe der Population. Man wiegt also nicht jeden, der mit einem gebrochenen Arm oder einer Platzwunde in die Arztpraxis kommt, sondern gezielt die, bei denen der erhobene Gewichtswert Hinweise zur weiteren Therapie liefert!

Genauso ist das mit den CoViD-Fällen: man untersucht sie erst, nachdem sie un­ge­wöhnliche Symptome haben (Fieber, Husten, Atemnot) und meist nicht ‚irgendwo‘, sondern in Krankenhaus oder Arztpraxis, und siehe da, was findet man? Nicht etwa, wie früher Grippe, sondern ein Virus, das man früher nie gefunden hat: das SARS-Corona-Virus‑2. Und weshalb sucht man nach SARS-Corona-Virus‑2 (etwas anderes kann man mit dem Test ja gerade nicht finden[1])?

Was also besagt obige Grafik eigentlich? Das Gegenteil dessen, was Verschwörungs­theoretiker daraus herauslesen wollen. Diese Grafik sagt: Seht her, wann immer wir in letzter Zeit Menschen mit schweren Atemwegsinfekten testen, steckt, (anders als frü­her!) das SARS‑Co-Virus‑2 dahinter. Mit anderen Worten: wir haben es mit einem neuen, aggressiven Virus zu tun, wesentlich infektiöser und tödlicher als die meisten Grippevieren (Ausnahme 1918-20), d.h.: wir sind auf dem richtigen Wege mit der Diagnostik und der symptomatischen Therapie. Das heisst das.

 

Dies ist ein Auszug aus dem Buch

Das Corona-Virus SARS-CoV-2 und die Atemwegserkrankung CoVid-19:

Bedeutung, Auswirkungen, Vorsorgemöglichkeiten, Verhalten und Zukunftsaussichten

dessen jeweils neueste Version Sie immer auf dieser Webseite

https://www.waldgartendorf.de/wegweiser/

finden. Blaue Hyperlinks verweisen auf Internetseiten im ‘Web’, braune auf Stellen im Buch selbst. Letztere sind nur aktiv, wenn Sie das Buch herunterladen und in einem PDF-Anzeigeprogramm lesen.

 

 

[1]           Mja, doch … der derzeitige PCR-Test auf SARS‑2 spräche auch auf ein paar weitere Corona-Viren an, diese allerdings ‘leben’ nicht im Menschen, nur (zum Glück noch) in Fledermäusen, wo auch SARS‑2 vermutlich seinen Ursprung hat – es sind nähere Verwandte, aber diese lassen sich im Menschen nicht nachweisen, weil sie (zum Glück) nicht auf diesen überspringen (können – wer weiss, wie tödlich diese Verwandten wären!). Der PCR-Test, von dem hier die Rede ist, ist also hochspezifisch!

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