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Dienstag 12. Mai 2020

Corona: Alles nur ein globaler Fehlalarm?

Vor drei Tagen, am 9. Mai erschien auf der Webseite Tichys Einblick ein Artikel über ein Schreiben aus dem Bundesministerium des Inneren. In diesem Schreiben wird das Corona Geschehen als globaler Fehlalarm bezeichnet. Noch am selben Tag folgt ein zweiter Teil zum Thema. Am 10. Mai folgte Teil 3 zum Thema und heute am 12. Mai folgte Teil 4. Weitere Teile sind angekündigt.

Gerne lese ich die originalen Texte und nicht nur die Kommentare von Journalisten.
Nach einiger Webrecherche fand ich zwei Versionen des Schreibens:

Kurzfassung mit 93 Seiten:
https://www.ichbinanderermeinung.de/Dokument93.pdf

Langfassung des Auswertungsberichtes (187 Seiten):
https://hallo-meinung.de/Innenministerium_Bericht2_geschwaerzt.pdf
Unterschied, den ich sehen konnte zur Kurzfassung:
In der Langfassung ist die erste Seite neu: ein Anschreiben und es hat ab Seite 94 sehr viel mehr Anlagen.

Ich zitiere mal ein paar Zeilen aus dem Schreiben:

Die Feststellung einer besonderen Gefahrenlage setzt nicht zwingend voraus, dass ein Schaden bereits
eingetreten ist. Im Falle einer vermuteten Pandemie wird eine Abschätzung möglicher Schäden
vorgenommen, die ohne Schutzmaßnahmen voraussichtlich eintreten würden. […]

Schutzmaßnahmen können nicht beliebig präventiv eingesetzt werden, weil auch sie das Potential in sich
tragen, außergewöhnliche Schäden zu erzeugen. Es gibt in einer Pandemie also immer mindestens zwei
Gefahren, die das Krisenmanagement im Blick haben muss: gesundheitliche Schäden durch einen
Krankheitserreger, Kollateralschäden durch Nebenwirkungen der Schutzmaßnahmen oder (als Spezialfall)
einen Fehlalarm. […]

Ein immer in Kauf zu nehmender Kollateralschaden hat dann das beste Aufwand-Nutzen-Verhältnis, wenn
er nicht größer ist, als zur Erreichung eines Schutzziels mindestens erforderlich ist.
Er hat dann das maximal schlechteste Aufwand-Nutzen-Verhältnis, wenn sich die ursprüngliche Warnung
vor einem unbekannten Virus am Ende als übertrieben oder im Extremfall sogar als Fehlalarm herausstellt,
denn dann besteht der Gesamtschaden der Pandemie ausschließlich aus dem völlig zweckfreien
Kollateralschaden. […]

Einen regelkonformen Totalschaden für unser Land zu vermeiden ist
vielleicht möglich, derzeit erscheint das jedoch nur mittels kreativer Informationsstrategie derer möglich,
die in der Lage wären, einen praktikablen Ausweg zu ermitteln und zu organisieren.
Eigentlich müsste jetzt eine neue Krise festgestellt und ein Krisenmanagement eingerichtet werden, um
die Gefahren eines verautomatisierten und dadurch außer Kontrolle geratenen Pandemie-
Krisenmanagements zu bekämpfen. Das wäre sachgerecht. […]

Grundsätzlich könnten auch die großen elektronischen Massenmedien und die überregionalen
Leitmedien ein Korrektiv bilden. Dass dies faktisch nicht geschieht, muss zwei Überlegungen
provozieren: Die Rahmenbedingungen für Medien sind suboptimal, sie erschweren offenkundig
faktisch die ursprünglich beabsichtigte Meinungsvielfalt in unserem Lande. Die dabei eingetretene
relative Einheitlichkeit orientiert sich nicht etwa an oppositionellen Meinungen und Richtungen
(das könnte theoretisch indirekt einen leicht systemdestabilisierenden Effekt haben) sondern an
etablierten Politikrichtungen, insbesondere an den Intentionen von Regierungen (damit würden
bestehende Regierungen indirekt stabilisiert und gegenüber einer Opposition abgeschirmt, auch in
dem Fall, dass sich ein konkretes Regierungshandeln z.B. aufgrund eines sachlichen Irrtums gegen
die existenziellen Interessen des Landes richtet). Die Leitmedien und vor allem die öffentlich
Rechtlichen scheinen sich offenbar überwiegend als Überträger der als gemeinsam angesehenen
Grundpositionierungen der dominierenden politischen Richtung auf die Bevölkerung zu sehen. […]

Insofern finde ich beim schnellen Überfliegen des Textes einiges, dem ich zustimmen kann. Auch ich kritisiere den Umgang mit der Corona-Herausforderung durch die Regierung. Ich betrachtete schon im Verlauf des Januars 2020 die Entwicklung in Wuhan und bestellte am 17.1. über ebay eine kleine Anzahl FFP3 Masken, die damals nur 1,64 Euro das Stück kosteten und kurz danach auch eintrafen. Als Handwerker kann ich solche Masken eh irgendwann gebrauchen, dachte ich, und wenn die Regierung die Grenzen nicht sofort dicht macht, werde ich sie womöglich auch gegen Viren brauchen.

Garantiert haben Mitarbeiter der Regierung, zumindest der Geheimdienst, weit früher von der anrollenden gesundheitlichen Gefahrenlage gewusst als ich. Und es wäre seinerzeit ein leichtes gewesen, vorsichtshalber den Notstand auszurufen, die Grenzen zu schließen (Land, Wasser und Luft) und alle Einreisenden unter strickte und überwachte 2 Wochen Quarantäne zu setzen. Das gesamte Land hätte praktisch nichts gemerkt. Die gesamte Wirtschaft wäre am Laufen geblieben, alle Großveranstaltungen von Konzerten bis zu Fussballspielen und Oktoberfest wären gelaufen wie sonst auch. Die um 2 Wochen verzögerte Einreise von gesunden Menschen wäre den wenigsten aufgefallen und die Therapie von erkrankten Einreisewilligen hätte das Gesundheitssystem sicher verkraftet.

Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Ausarbeitung von Frank McCormack „Mein persönlicher Pandemieplan“, Punkt 5.1.2 im kostenlos herunter zu ladenden Handbuch zu CoVid-19: https://waldgartendorf.de/wegweiser

Ich zitiere:

Was ich also gemacht hätte: ich hätte die Lage erklärt, dass also eine Infektion in den nächsten zwei Jahren ziemlich unausweichlich ist. Das kapiert jeder. Dass, wenn die Ausbreitungsgeschwindigkeit nicht gebremst wird, mit hunderttausenden Toten deshalb zu rechnen sei, weil man auf dem Höhepunkt nur noch für weniger Menschen Intensiv-pflege bereitstellen und diese beatmen können werde, als nötig, dass zudem bei den dann erforderlichen Zwangsmassnahmen wirtschaftliche Schäden drohten, die nur mit den Nachwirkungen eines Krieges vergleichbar seien, und dass zudem die eigenen Eltern und Grosseltern nur sicher gerettet werden könnten, wenn jeder Jüngere und Gesunde bereits immun sei, bevor es sie erwischen könnte. Jeder versteht das!

Dann hätte ich nach Freiwilligen gesucht. Wo findet man die? Zuallerst beim Militär, den Geheimdiensten, den Polizeikräften und der Feuerwehr; zu deren Beruf gehört es ohnehin, sich im Dienst für ein höheres Gut aufzuopfern. Danach wäre aber kein Halten mehr, es wären viel mehr Freiwillige zusammengekommen […]

[Die Freiwilligen hätte man unter kontrollierten Bedingungen infiziert (nicht mit Impfstoff geimpft). Die meisten wären danach immun geworden. Wenige wären krank geworden und umgehend optimal behandelt worden. Nach der Genesung wären auch jene immun geworden. – ausführliche Beschreibung bitte im verlinkten Handbuch nachlesen!]

Das hätte man anfänglich mit 1.000, dann schnell 10.000, dann 14 Tage später mit 100.000 machen können, bevorzugt gemischt aus den genannten Gruppen, also auch Krankenpfleger, Ärzte usw. […]

So, bereits vor bis zu zwei Monaten hätten viele Ärzte und Hilfskräfte zur Verfügung gestanden, die gar keine Masken (deswegen) mehr bräuchten, es wäre also auch zu keinen oder geringeren Engpässen bei der Schutzausrüstung gekommen, usw.
Stück für Stück hätte man in rasender Geschwindigkeit Erfahrung gesammelt, welches die unschädliche Virenlast wäre, die bei Gesunden zu keinen überschiessenden Symp-tomen (Zytokinsturm etwa) führte, gleichzeitig aber zu einer Vollimmunität geführt hätte (nochmal: ein Restrisiko besteht immer und muss durch Entschädigung -grosszügige Entschädigung- von der Gemeinschaft getragen werden – aber diese Menschen zählen doch ohnehin zu den Risikogruppen, die aufgrund ihres Berufes irgendwann infiziert worden wären – und zwar ungeplant und zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt!).
Das hätte man Schritt für Schritt auf soviele Menschen ausgeweitet, wie sich freiwillig zur Verfügung gestellt hätten. Das wären erstaunlich viele gewesen. […]

Das wäre wie beim Ersten Weltkrieg, wo sie Freiwillige abweisen mussten, die untauglich waren, aber dennoch mittun wollten! Genauso wird es auch hier ‚Untaug-liche‘ geben, die es vor sich selbst zu schützen gälte. Aber Millionen Geeignete wären übrig geblieben, jetzt bereits immun (Anfang März 2020) und nicht mehr gefährdet. Sie könnten alte Menschen zuhause versorgen helfen usw., denn letztere müsste man sicher noch längere Zeit vor der Ausbreitung schützen. Aber das öffentliche und Wirtschaftsleben hätten nahezu unbeeinträchtigt weitergehen können. […]

Vollständigen Pandemieplan von Frank McCormack bitte hier lesen: https://waldgartendorf.de/wegweiser

Doch so wurde nicht gehandelt. Die Frage ist warum? Beziehungsweise: Warum wurde durch die Regierung ERST Mitte März, also 7 Wochen!! nach meiner individuellen Entscheidung sowie nach der Erstveröffentlichung des Handbuches von Frank McCormack konsequent durchgegriffen und dann noch auf eine Art und Weise, die die Wirtschaft und das öffentliche Leben nahezu ausschaltete?

Sind in der Regierung nur inkompetente Laien, war das gar ein absichtlich böswilliges Verhalten zum Schaden der Bevölkerung oder waren es gänzlich andere Gründe?

Ganz abstrus wird es nun, in dem das Bundesminsterium des Inneren nach dem bekannt werden des „Fehlalarm-Textes“ versucht das Schreiben als die private Meinung eines Einzelnen darzustellen. Selbstverständlich wird eine private Meinung immer in knapp 200 Seiten kund getan (Satire).

Und jetzt wird es noch skurriler, indem gestern ein Schreiben auftauchte von den externen Experten, die angeblich dem Mitarbeiter des BMI beratend zur Seite standen:
https://impfen-nein-danke.de/u/pm-der-externen-experten-des-bmi-corona-papiers.pdf

Prof. Dr. Sucharit Bhakdi, Universitätsprofessor für Medizinische Mikrobiologie (im Ruhestand) Universität Mainz

Dr. med. Gunter Frank, Arzt für Allgemeinmedizin, Mitglied der ständigen Leitlinienkommission der Deutschen Gesellschaft für Familienmedizin und Allgemeinmedizin (DEGAM), Heidelberg

Prof. Dr. phil. Dr. rer. pol. Dipl.-Soz. Dr. Gunnar Heinsohn, Emeritus der Sozialwissenschaften der Universität Bremen

Prof. Dr. Stefan W. Hockertz, tpi consult GmbH, ehem. Direktor des Instituts für Experimentelle Pharmakologie und Toxikologie am Universitätskrankenhaus Eppendorf

Prof. Dr. Karina Reiß, Department of Dermatology and Allergology University Hospital SchleswigHolstein

Prof. Dr. Peter Schirmacher, Professor der Pathologie, Heidelberg, Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Prof. Dr. Andreas Sönnichsen, Stellv. Curriculumsdirektor der Medizinischen Universität Wien Abteilung für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Vorsitzender des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin (DNEbM)

Dr. med. Til Uebel, Niedergelassener Hausarzt, Facharzt für Allgemeinmedizin, Diabetologie, Notfallmedizin, Lehrarzt des Institutes für Allgemeinmedizin der Universität Würzburg, akademische Lehrpraxis der Universität Heidelberg

Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach, Prof. Med. Universität Poznan, Abt. Pädiatrische Gastroenterologie, Gastprof. Universität Witten-Herdecke, Abt. Psychologie

Zum einen passt das ganz und gar nicht zu „private Meinung eines Einzelnen“, denn mir erscheint es nicht glaubhaft, daß ein einzelner für die Zusammenstellung seiner Privatmeinung derart viele Akademiker zur Mitarbeit einlädt.

Sehr verwunderlich ist allerdings genau diese Liste. Warum wurden ausgerechnet diese Akademiker zu einer Stellungnahme eingeladen? Es wirkt nicht wirklich wie eine ausgewogene Zusammenstellung von Fachleuten. Und wieso wurde das Schreiben über ‚Tichys Einblick‘ geleakt (eine auch nicht wirklich neutrale Seite)? Dadurch werden sich nämlich leicht diejenigen bestätigt fühlen, die z.B. bisher schon alle Aussagen von Herrn Bhakdi kritiklos glaubten (Bestätigungsfehler).

Ich habe die knapp 200 Seiten noch nicht komplett gelesen, ich habe auch eigentlich etwas anderes zu tun.
Mein Bauchgefühl sagt mir: Mit diesem Leak stimmt etwas nicht. Ich nehme da ein ganz besonderes „Gschmäckle“ wahr. Dafür habe ich (noch) keine Beweise, aber es riecht für mich nach strategischer Absicht ähnlich einem Falseflag-Angriff. Eventuell ist es eine Falle. Beispielsweise könnten so leichtgläubige Regierungsgegner (die allerdings sonst nie der Regierung trauen), jetzt diesem „Fehlalarm-Schreiben“ glauben und fortan alle eigenen Schutzmaßnahmen einstellen, wie Abstand, Hygiene, Schutzmaske etc. und sich dadurch womöglich infizieren, erkranken und sterben.

Mein Rat:
Ruhe bewahren. Keine Panik.
Abwarten, Tee trinken, Natur genießen und ins eigene Herz spüren.

*****

Nachtrag 1: Interview mit Dr. med. Gunter Frank: https://youtu.be/YYCbXBQwhtE

Nachtrag 2: Mittlerweile habe ich eine andere Version der Langfassung gefunden mit 192 Seiten.

1 comment to Corona: Alles nur ein globaler Fehlalarm?

  • Avatar Helmut Fritz

    False-Flag, mit Bhakdi und Heinsohn als Mitakteuren oder hinters Licht geführten, gar auf unterschiedlichen Seiten? (Die anderen kenne ich nicht.) Halte ich für unwahrscheinlich und plädiere für Hanlon’s Razor, außer bei der rosenhölzernen Staats- und Ruinführerin.

    *****
    Anmerkung von Konstantin:
    „Hanlon’s Razor“ siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Hanlon%E2%80%99s_Razor
    „Geh nicht von Böswilligkeit aus, wenn Dummheit genügt“
    oder auch: „Geh nicht von Verschwörung aus, wenn Dummheit genügt“

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