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Sonntag 14. Juni 2020

Menschen, die im Wald lebten

Vor grob einem Jahr habe ich hier im Blog einen Vortrag von Erwin Thoma eingebettet:
http://www.konstantin-kirsch.de/2019/05/erwin-thoma-haeuser-wie-der-baum.html
In dem Vortrag spricht er ab Minute 49:24, daß er einige Zeit land abgeschieden tief im Wald lebte.
Er hatte damals sehr an die Technik geglaubt. Seinerzeit (1970er Jahre) war sein Denken: „Mit Technik lösen wir alles“. Dieses Denken wurde jedoch dort tief im Wald sehr schnell erschüttert.
Heraus kam seine mittlerweile weltweit erfolgreiche Firma mit ihrem einzigartigen, massiven Holzhaus-Bausystem Holz100:
https://www.thoma.at/holz100-wandtypen/

Hier der Vortrag, beginnend bei Minute 49:24

***

Passend dazu denke ich an Band 1 der Anastasia-Bücher. Dort macht sich der Autor Wladimir Megre Gedanken über unsere derzeitige Zivilisation nachdem er Anastasia begegnet war, die mitten im Wald lebt.

Hier ein Zitat aus Band 1 ab Seite 194:

Bezüglich unseres Lebens haben sich eine Reihe von Fragen ergeben.
Eine von ihnen beschäftigt mich auch noch heute immer wieder:
Kann unser Erziehungs- und Bildungssystem jedem einen Sinn des Daseins und echte Werte vermitteln? Hilft oder behindert es uns dabei, Wesen und Vorherbestimmung des Menschen zu verstehen?
Wir haben ein sehr komplexes Bildungssystem geschaffen. Auf der Grundlage dieses Systems unterrichten wir unsere Kinder und auch uns gegenseitig: im Kindergarten, in der Schule und an der Universität. Dieses System ermöglicht es uns, Erfindungen zu machen und in den Weltraum zu fliegen, und nach ihm richten wir unser Leben ein und versuchen Glück zu finden. Wir sind bestrebt, das Weltall, das Atom und übernatürliche Phänomene zu verstehen.
Darüber wird gern und ausführlich in der Sensationspresse, in Magazinen und wissenschaftlichen Werken berichtet. Nur ein Phänomen wird dabei grundlos und beharrlich außer Acht gelassen, ja geflissentlich vermieden. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als fürchteten wir uns, darüber zu sprechen. Dieses Phänomen entzieht unserem Bildungssystem und unseren wissenschaftlichen Erkenntnissen auf der Stelle die Grundlage und lässt unser Leben dagegen trivial erscheinen. Wir tun so, als gäbe es dieses Phänomen gar nicht. Aber es existiert und wird immer existieren, auch wenn wir es noch so sehr vermeiden und verschweigen. Ist es nicht höchste Zeit, uns damit eingehend auseinanderzusetzen und mit vereinten Kräften zu versuchen, folgende Frage zu beantworten: Wie kommt es, dass praktisch alle großen Denker und Religionsstifter, nach denen sich der größte Teil der Menschheit richtet oder zumindest zu richten versucht, zunächst der Welt entsagten und ein Einsiedlerleben führten? Die meisten von ihnen zogen sich in den Wald zurück.
Ist es nicht interessant, dass sie, statt eine namhafte Bildungsstätte zu besuchen, in den Wald gingen?
Warum zog sich beispielsweise Moses für lange Zeit in einen Bergwald zurück, bevor er der Welt die Weisheit der Gesetzestafeln überbrachte?
Warum zog sich Jesus sogar von seinen Jüngern zurück und lebte in der Wüste, in den Bergen und im Wald?
Warum begab sich Siddhartha Gautama, der Mitte des sechsten Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung in Indien lebte, in den Wald? Erst sieben Jahre später kehrte er zu den Menschen zurück, nachdem er seine Lehren geschaffen hatte, die noch heute großen Anklang finden. Seine Anhänger erbauten große Tempel und nannten die Lehre Buddhismus, nach dem Namen Buddha, den er später erhielt.
Warum gingen auch unsere eigenen Vorfahren der jüngeren Vergangenheit als Eremiten in den Wald? Da gab es beispielsweise Serafim von Sarow und Sergius von Radonesh, die nach einiger Zeit solche Weisheit erlangten, dass sogar Könige sie in ihren unwegsamen Einsiedeleien besuchten, um bei ihnen Rat zu suchen. Später gingen sie als bedeutende Persönlichkeiten in die Geschichte ein.
Wo sie einst in der Abgeschiedenheit meditierten, entstanden Klöster und herrliche Kathedralen. Die Dreifaltigkeitskirche in Sergiew Posad, einer Stadt in der Umgebung von Moskau, ist heute eine Attraktion für viele Besucher. Zu Anfang lebte dort bloß ein Walderemit.
Wie war das möglich? Wer oder was half diesen Menschen, Erkenntnisse und Weisheit zu erlangen und den Sinn des Daseins zu begreifen? Wie lebten sie, was taten sie, worüber dachten sie nach, während sie in jenem Wald lebten?
Diese Fragen beschäftigten mich später, nach meinem Zusammensein mit Anastasia, als ich begann, verschiedene Bücher über Eremiten zu lesen. Die Antworten darauf habe ich aber bis heute nicht gefunden. Nirgends wird beschrieben, was dort mit ihnen geschah.
Ich glaube, die Antwort kann nur durch gemeinsames Bemühen gefunden werden. Deshalb beschreibe ich die Begebenheiten meines dreitägigen Aufenthaltes im sibirischen Taigawald sowie meine Gefühle und Eindrücke vom Umgang mit Anastasia. Ich hoffe, dass sich jemand findet, der das Wesen dieses Phänomens und auch die Probleme unseres modernen Lebensstils verstehen kann.
Nach allem, was ich selbst erlebt und gehört habe, steht für mich eines fest: Die Menschen, die ein Eremitendasein im Wald führen, sehen unser Leben von einer ganz anderen Warte aus. Manche Ansichten Anastasias stehen in völligem Gegensatz zu den allgemeingültigen. Wer ist der Wahrheit näher? Wer kann das entscheiden?
Meine Absicht ist lediglich darzulegen, was ich gesehen und gehört habe. So erhalten andere eine Chance, die Antworten zu geben.

***

Vor kurzem fand ich im Internet per Zufall ein interessantes Interview mit Hans-Joachim Müller, der seit einigen Monaten im Internet aktiv ist mit den Sendungen ‚Denkwerk‘ und ‚Tageskorrektur‘. Inhaltlich positioniere ich mich nicht zu seinen Aussagen weil mir das Geschichtswissen zu vielen von ihm angesprochenen Themen nicht umfassend genug bekannt ist. Mehrere Menschen haben mir jedoch mitgeteilt, daß sie seine Sendungen als hoffnungsgebend empfinden. Es gibt auch Menschen, die ihn vergleichen mit Gandalf vom Herr der Ringe: weise und immer ruhig. Mit seinen aktuell 73 Jahren ist er auf jeden Fall geistig sehr rege und umfassend informiert. Auch wenn ich mit Sicherheit einige seiner Ansichten nicht teile, so sehe ich in ihm ein positives Beispiel wie wach und lebensfroh man im Alter von ü70 sein kann.

Mir geht es jedoch eigentlich um etwas anderes: In den gefundenen Interview spricht er, daß er 17 Jahre lang im Wald lebte. Er sagt auch, daß er dort zu sich zu zu seiner Geradlinigkeit gefunden hat: Start bei Minute 2:42, als er beginnt über seine Zeit im Wald zu reden

In einem seiner Vorträge fand ich übrigens einen Hinweis auf Anastasia, jedoch weiß ich nicht, ob er die Anastasia-Bücher komplett gelesen hat. Der Hinweis zu Anastasia ist bei Minute 29:29

***

Wer nun nicht selbst im Wald leben kann, jedoch etwas Einstimmung dazu wünscht, dem sei die passende Lektüre empfohlen:

Buch „Ewiger Wald“ von Raoul Heinrich Francé

In diesem Buch vermittelt der Autor seinen Lesern Verständnis für die großartigen Zusammenhänge des Lebens aus biologischer Sicht am Beispiel der Lebensgemeinschaft Wald. Es ist ein wunderbares Buch für Wanderer und andere Naturfreunde, aber auch die „Bibel“ für den biologisch orientierten Forstmann. Das Buch kommt fast ohne Zahlen aus, denn es handelt sich um ein schriftstellerisches Werk.

Francé wäre nicht er selbst, wenn er die Bäume und den Wald und sein Funktionieren nicht mit den Menschen und ihrem Zusammenleben vergleichen würde und dabei aufwirft, welche Fragen sich daraus für den Menschen ergeben.
Der Botaniker, Mikrobiologe, Natur- und Kulturphilosoph und Schriftsteller Raoul H. Francé war ein profunder Kenner der Lebensgemeinschaft Wald. Frances Liebe galt in allen Phasen seines Lebens den Pflanzen und hier auch insbesondere dem Wald.

Hier zu bestellen: https://www.waldgartendorf.de/shop/artikel/ewiger-wald/

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