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Mittwoch 7. Oktober 2020

Zeitgeist-Phänomen des Sozialstaats

Meine Frau hat eine interessante Textstelle zum Thema „Sozialstaat“ entdeckt. Gefunden hat sie es im Buch „Lexikon der Astrologie“ von Adrienne von Taxis, Tosa Verlag, 2003

Zitat Seite 12 ff

In der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts war die Rolle der Astrologie in der Öffentlichkeit durch ihren Kampf um wissenschaftliche Anerkennung geprägt. Astrologische Aussagen mochten zwar zutreffen, es ließ sich aber nicht wissenschaftlich erklären, warum sie zutrafen (wenn sie zutrafen). Daraufhin haben viele versucht, eine solche wissenschaftliche Untermauerung nachzuliefern. […]

Seither beschränken sich astrologische Aussagen fast ausschließlich auf Geburtshoroskope, deren Ziel die Selbsterkenntnis als wichtiger Schritt zum Aufbau einer eigenen Persönlichkeit ist. Der Arzt und Astrologe Heinz Fidelsberger knüpft hier an, wenn er die Ablehnung der Astrologie für ein Zeitgeist-Phänomen des Sozialstaats und anderer Gesellschaftsordnungen erklärt, die kein Interesse an selbstbewussten und verantwortungsbereiten Individuen haben: Solange es gesellschaftlich opportun war, dass der Einzelne sich in eine weitreichende Abhängigkeit vom Staat begab, dass er verlangte, dass jedes Lebensrisiko zu einem klagbaren Anspruch gegen den Staat, gegen die Allgemeinheit wurde, war es nur opportun, dass er seine Individualität aufgab. Wer den alles umfassenden sozialen Schutz vom ersten bis zum letzten Atemzug von Staat und Gesellschaft begehrt, muß als Gegenleistung darauf verzichten, sein Leben aus eigenen Kräften zu gestalten.

In dem Maße wie die Astrologie aber dafür sorgte, dass Individuen auf der Basis von Selbsterkenntnis an einer Entwicklung ihres Charakters, an einer Entfaltung ihrer Möglichkeiten, am Aufbau einer starken, leistungsbereiten Individualität arbeiteten – und Charakterhoroskope sind ein Mittel hierzu -, in dem Maße musste sie geradezu mit starken Sozialisierungstendenzen in Konflikt geraten. In allen kommunistischen Ländern war die Astrologie verboten, weil sie mit den Grundlagen des orthodoxen Marxismus unvereinbar ist.

[…]

Inzwischen hat sich aber auch das gesellschaftliche Umfeld gewandelt. Der Sozialstaat ist an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit angelangt, die Kassen der Sozialversicherungen sind leer, der Staat kann seinen Teil des Gesellschaftsvertrages nicht mehr einlösen. Selbstbewusste Bürger, die die Kraft ihrer Persönlichkeit kennen und ausleben wollen, sind dringend gefragt und bitterer notwendig als je zuvor.

Sozialismus, Marxismus, Kommunismus und andere linksextreme Ideologien wollen also keine selbstbewussten Menschen und erst recht keine, die bereit sind Verantwortung zu tragen. Ob nur Astrologie der passende Weg ist zu einem selbstbewussten Menschen zu werden darf gerne jeder selber herausfinden. Auf jeden Fall geht Astrologie von der Unterschiedlichkeit der Menschen aus, von Individuen. Laut Definition ist das „rechts“. Im Unterschied dazu gilt als „links“ wenn es keine Individuen mehr gibt, bzw. geben soll.

Ich hatte dazu schon vor vier Jahren mal was geschrieben:
http://www.konstantin-kirsch.de/2016/01/politisch-links-oder-rechts.html

Interessant ist, das dem Sozialismus der Todestrieb innewohnt. Siehe dazu auch den Blogpost vom Anfang letzten Jahres:
http://www.konstantin-kirsch.de/2019/02/der-todestrieb-des-sozialismus.html

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