Fragen an Konstantin

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Sonntag 14. November 2021

ungewöhnliche Nachrichten auf meinem AB

Vor ein paar Tagen (ab dem 11.11. 2021) wurden von meinem Anrufbeantworter ungewöhnliche Nachrichten aufgezeichnet. Ich gebe sie anonymisiert wieder:

Ja hallo, mein Name ist xxx aus xxx. Ich les gerade unser Hetzblatt und möchte Ihnen nur mitteilen, es ist eine Riesensauerei, wie über Sie hergezogen wird und vor allen Dingen, daß Ihr Name und Adresse genannt wird. Ich stehe da voll hinter Ihnen auch wenn wir uns nicht kennen. Das Selbe kann ich Ihnen von meinem Freund xxx sagen, der steht auch hinter Ihnen. Also: Kopf hoch, es kommen noch bessere Zeiten.

Hallo Konstantin Kirsch hier ist der xxx aus xxx. Ich wollt mich mal bei Dir melden, weil heute war ein interessanter Bericht in der xxx von Dir. Ich weiß nicht, ob Du das schon gelesen hast. Da wirst Du ja ziemlich in die rechte Szene geschoben.

Einen schönen guten Abend Konstantin, hier ist xxx aus xxx. Ich wollte Dir lediglich mitteilen, daß ich das unmöglich fand, wie gestern Dein Name in der Zeitung genannt wurde und auch die gesamte Berichterstattung.

Lieber Konstantin, das ist xxx, wollte mich einfach mal melden und horchen wie es Dir geht. Du kannst ja oft das Gute in Dingen sehen. Mich erschüttert das ziemlich, was ich gelesen habe und trotzdem denke ich, es ist auch gut zu wissen, wo man steht. Ich denke an Dich.

Ich wußte zuerst nicht was geschehen war, ich hatte auch keiner Zeitung ein Interview gegeben. Ich weiß auch nicht mal, was denn unter „rechter Szene“ gemeint sein kann. Alleine schon die Spaltung der Gesellschaft in „rechts“ und „links“ empfinde ich als sehr störend und als Ablenkung vom Wesentlichen:

Die Menschheit ist doch eine Einheit!

Und der Begriff „Szene“ gehört für mich in die Welt des Theaters, des Schauspiels, der Illusion.

Im Gegensatz dazu lebe ich in der Realität, ich bin Gärtner.

So suchte ich etwas herum und fand, daß in mindestens zwei Zeitungen etwas geschrieben wurde in dem (unter vielem anderem) mein Name Konstantin Kirsch genannt wurde. Ob ich dabei gemeint sein soll ist nicht klar, denn der Kontext passt nur teilweise zu mir und widerspricht in vielen Punkten meinem Leben.

Wie dem auch sei, sicherlich ist es so, daß ALLES in diesen Zeitungen zu 150% der Wahrheit entspricht, denn sie gehören ja zur Wahrheitspresse (Achtung: Satire!) und die Autorin, eine anerkannte und zertifizierte Wahrheitsjournalistin, garantiert nichts als die reine Wahrheit verkündet. Ob sie dabei einen Auftrag vom Wahrheitsministerium bekommen hatte, konnte ich auf die Schnelle nicht recherchieren.

Eine Verlinkung zu den Wahrheitstexten erspare ich meinen Lesern, denn die reine Wahrheit ist eine besondere Angelegenheit. Wer suchet, der findet, früher oder später – oder auch nicht.

Im übrigen hat jene Wahrheitsjournalistin mir am Tag der Veröffentlichung ihrer zwei Artikel, nachmittags um 17:06 Uhr eine Presseanfrage gesendet mit einer ganzen Reihe an Fragen. Diese Anfrage wurde also viele Stunden NACH der Veröffentlichung der Texte an mich gerichtet.

Hm, was sagt man dazu: Ist das die allgemein übliche journalistische Sorgfaltspflicht? Kann man so jemanden überhaupt noch im Ansatz ernst nehmen? Oh – ich vergaß, sie ist ja die Wahrheitsjournalistin, und dazu gehört eben auch ihre Wahrheit der richtigen zeitlichen Reihenfolge der Fragen und Veröffentlichungen…

Nun muss ich leider passen, denn mir ist es nicht gegeben Zeitreisen zu unternehmen um ihre Fragen zu beantworten VOR der schon geschehenen Veröffentlichung. Wobei eh die Frage wäre, ob diese Wahrheitsjournalistin sich überhaupt für meine Wahrheit interessiert, denn sie hat ja die Wahrheit gepachtet!

Wenn ich mir jedoch wagemutig erlaube die Wahrheitstexte in Frage zu stellen, dann finde ich einiges, was nicht stimmen kann.

In dem Text steht beispielsweise:

Experte berichtet von völkischem Blogger.
[…] rechten Strömungen […] rechtspolitische Motivation […] Zu diesem Spektrum gehören auch die identitäre und die völkisch-nationalistische Bewegung, letzterer gehört die Anastasia-Siedlerbewegung an. Ihr hiesiger Protagonist ist Konstantin Kirsch aus Nentershausen bei Sontra. […]
Seit wann gibt es eine Verstärkung der völkisch-nationalen Strömung, von der die Anastasia-Bewegung mit dem Blogger Konstantin Kirsch aus Nentershausen ein Teil ist?

Diese Aneinanderkettungen von Begriffen und Schlagworten ist erstaunlich. Wie kann man nur so einen Murks zusammenphantasieren?
Gut, ich wohne in Nentershausen bei Sontra. Das kann man stehen lassen, gleichwohl gehört es sich nicht, ungefragt den vollständigen Namen und den Wohnort eines Menschen in negativem Kontext zu veröffentlichen. Aber mit dem Rest dieser Formulierungen habe ich nichts zu tun.

Der Begriff „Protagonist“ stammt aus der griechischen Tragödie und bedeutet: „Darsteller der ersten Rolle, Hauptdarsteller, Hauptfigur“.
Ich bin aber kein „Darsteller“ in irgendeinem Theater. Ich wiederhole mich: Ich lebe in der Realität, ich bin Gärtner.

Zutreffend für mich ist die Bezeichnung „Pionier“, weil ich Wege erforsche, wie die Menschheit die großen Herausforderungen unserer Zeit meistern kann. Wir leben konkret gesagt in einem gigantischen Übergang (Fachbegriff: Transition). So wie die Menschheit in den letzten Jahrhunderten gelebt hatte werden wir keine weiteren Jahrzehnte mehr leben können. Der Raubbau an der Natur hat eine physikalische Grenze. Mit dem Ende des billigen Öls wird die Energieverschwendung aufhören. Ohne Humus und ohne billiges Öl gibt es keinerlei Nahrung mehr. Virtuelle Punkte in virtuellen Welten werden den physischen Körper nicht sättigen können. Wenn wir als Menschheit überleben wollen müssen wir unser Verhalten an der Realität neu ausrichten und den Übergang meistern.

Desweiteren habe ich keinerlei Ahnung was eine „völkisch-nationalistische Bewegung“ oder eine „völkisch-nationale Strömung“ sein könnte. Ich bin auch nie in eine „Anastasia-Siedlerbewegung“ oder eine „Anastasia-Bewegung“ eingetreten.

Auf der Suche, was denn unter dem Begriff „Anastasia-Bewegung“ gemeint sein könnte, fand ich diese Internetseite:
https://anastasia-bewegung.de/

Auf der Unterseite „Beweggründe“ findet sich diese Zeile als Abschluss des Textes:

In Einstimmigkeit aller Teilnehmer des Things der „Anastasiabewegung“ Mai 2019

Dazu ist zu sagen, daß ich nicht bei diesem Treffen dabei war und keine Ahnung habe, wer dort war. Auch stehen auf der Seite einige Formulierungen, denen ich nicht zustimmen kann. Kurz und knapp gesagt gehöre ich nicht zu dieser „Anastasia-Bewegung“.

Andererseits habe ich den Anastasia-Index geschrieben. Deshalb bin ich wohl im deutschsprachigen Raum der beste Kenner der Anastasia-BÜCHER. Und tatsächlich berühren diese Bücher mein Herz, wie auch viele andere Bücher, die ich in meinem Leben schon mit Begeisterung gelesen habe. Ich bin deshalb aber kein „Anhänger“ einer „Anastasia-Bewegung“. Allein dieser Begriff ist mir schwer zuwider, denn das klingt nach einem Personenkult, nach einer Anführerin, und so was ist mir schon seit jeher suspekt.

Die Begriffe „völkisch“ sowie „nationalistisch“ sind mir komplett fremd. Laut Lexikon ist völkischer Nationalismus ein rassistisches Konzept inklusive Antisemitismus. All dies hat weder mit den Anastasia-Büchern noch mit mir etwas zu tun.

Die Anastasia Bücher sind weltweit verbreitet. Die Auflagenhöhe liegt im Bereich von Millionen und es gibt Übersetzungen in 20 Sprachen inklusive Chinesisch und Hebräisch.

Meiner Wahrnehmung nach sind die Anastasia-Bücher sowie die Anastasia-Buchleser der deutlichste Ausdruck von internationaler Gesinnung, von Toleranz und von Völkerverständigung. Wer etwas anderes behauptet, kennt entweder die Bücher nicht, muss aus irgendwelchen Gründen etwas anderes als die Realität wahrnehmen (Fachbegriff: Bestätigungsfehler) oder ist fahrlässig leichtgläubig auf unseriöse Hetzkampagnen hereingefallen.

Noch ein paar Worte zu meiner politischen Einstellung:

Seit jeher interessiere ich mich für das Gemeinwohl aller Menschen, in allen Regionen und aus allen Kulturen.
Logischerweise habe ich nichts gegen Menschen aus fernen Ländern. Ich denke bei diesem Thema gerne an den Spruch: „Jeder Mensch ist Ausländer, fast überall“. Außerdem waren meine Vorfahren vor einigen Generationen Flüchtlinge aus dem Ausland. Daher habe ich selbst Migrationshintergrund. Ergänzend sei erwähnt: mein Schwager ist Schwarzafrikaner aus Ghana und meine Nichte und mein Neffe sind daher kulturell und von der Hautpigmentierung her Mischlinge.

Hierarchischen Machtstrukturen und multinationalen Konzernen gegenüber bin ich seit jeher sehr misstrauisch und bevorzuge im Allgemeinen dezentrale und selbstverantwortliche Strukturen. Gleichzeitig bin ich ein Freund des freien Unternehmertums, insbesondere wenn es sich um Selbständige, Freischaffende und Kleinstbetriebe handelt.

Mein Interesse gilt Urkulturen und bedrohten indigenen Völkern, beispielsweise sind sehr viele Erfahrungen der Aborigines aus Australien in meiner Ausbildung zum Permakultur-Gestalter eingeflossen.

Im Unterschied zu Anti-Deutschen gehört meiner Ansicht nach die deutsche Sprache sowie die deutsche Kultur zur bunten Vielfalt der globalen Menschheitsfamilie dazu.

Auch die deutschen Tugenden (Höflichkeit, Pünktlichkeit, Fleiß, Ordnung, …) liegen mir am Herzen, wobei manches in meinem Alltag unordentlich aussieht. Es ist allerdings so, daß auf dem Übergangsweg von einer alten in eine neue Ordnung immer eine vorübergehende Chaos-Phase dazugehört.

Ich bin Kosmopolit, Visionär, Forscher und Projektentwickler. Daher bin ich zukunftsorientiert, kreativ, progressiv, offen für jegliche Art an sinnvollen Innovationen und interessiere mich für Erkenntnisgewinn sowie Bewusstseinsentwicklung.

Meine Einstellung wird im allgemeinen als links-liberal bezeichnet!

Bestätigt wurde dies durch mehrfache Ausfüllung des Testes des sogenannten „Political compass“, die ich auch hier im Blog veröffentlichte:

2018:
http://www.konstantin-kirsch.de/2018/11/meine-politische-position-zwischen-gandhi-und-mandela.html

2021:
http://www.konstantin-kirsch.de/2021/01/meine-politische-position-freiheitlich-links.html

Mich als „rechts“, „völkisch“, „identitär“, „nationalistisch“ oder gar „rechtsextremistisch“ zu bezeichnen ist an Absurdität fast nicht zu überbieten. Ich weiß nicht was jemanden reitet, der mir so etwas unterstellt und das Wagnis eingeht solche Aussagen zu veröffentlichen. Dieses Fehlverhalten hat meines Erachtens nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun sondern ist eher schon eine Straftat. Ich bin nun kein Jurist, aber ich denke an einige Paragraphen des Strafgesetzbuches:

§ 130 Volksverhetzung
§ 164 Falsche Verdächtigung
§ 166 Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen
§ 185 Beleidigung
§ 186 Üble Nachrede
§ 187 Verleumdung
§ 192a Verhetzende Beleidigung
§ 241a Politische Verdächtigung

Insbesondere der § 241a des StGB wirkt auf mich passend:

(1) Wer einen anderen durch eine Anzeige oder eine Verdächtigung der Gefahr aussetzt, aus politischen Gründen verfolgt zu werden und hierbei im Widerspruch zu rechtsstaatlichen Grundsätzen durch Gewalt- oder Willkürmaßnahmen Schaden an Leib oder Leben zu erleiden, der Freiheit beraubt oder in seiner beruflichen oder wirtschaftlichen Stellung empfindlich beeinträchtigt zu werden, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer eine Mitteilung über einen anderen macht oder übermittelt und ihn dadurch der in Absatz 1 bezeichneten Gefahr einer politischen Verfolgung aussetzt.

(3) Der Versuch ist strafbar.

(4) Wird in der Anzeige, Verdächtigung oder Mitteilung gegen den anderen eine unwahre Behauptung aufgestellt oder ist die Tat in der Absicht begangen, eine der in Absatz 1 bezeichneten Folgen herbeizuführen, oder liegt sonst ein besonders schwerer Fall vor, so kann auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren erkannt werden.

Mir wurde übrigens schon aufgelauert und nachgestellt (§ 238 StGB). Es gab Nötigung über das Telefon (§ 240 StGB). Es wurden schon illegale Filmaufnahmen mit versteckter Kamera in Innenräumen gemacht und veröffentlicht (§ 201a StGB). Es waren an meinem Auto schon mal Radmuttern locker (§ 315b StGB).

All dies ist kein Spaß mehr!

Und dann lese ich in dem „Wahrheitstext“:

„Wir gehen hier der Frage nach: Sind sie [die Neuen Rechten] schon rechtsextremistisch oder noch demokratisch …?“

und wenige Zeilen später erscheint zum wiederholten Male mein Name.

Da ich kein „neuer Rechter“ bin ist allein deshalb schon diese Frage unpassend gestellt. Noch nie hatte ich eine Zuneigung für Rechtsextremismus oder Linksextremismus in mir verspürt. Weder in Rechtsextremismus noch in Linksextremismus sehe ich einen konstruktiven Beitrag für das Wohl der gesamten Menschheit.

Gleichzeitig bin ich liberal, also freiheitlich, eingestellt, und erlaube mir mit JEDEM Menschen zu reden und Kontakt zu haben OHNE eine Gesinnungsprüfung zu machen.

Und zur Frage ob ich „noch“ demokratisch sei:

Demokratie funktioniert meines Erachtens um so besser zum Wohle der Allgemeinheit, je größer die Auswahl an unterschiedlichen Möglichkeiten ist, zwischen denen man wählen kann (also das Gegenteil von „alternativlos“) UND je höher der Bildungsstand und je weitreichender der Zeithorizont der Entscheidungsberechtigten ist, damit sie einerseits die unterschiedlichen Möglichkeiten wahrnehmen und die langfristigem Folgen ihrer Entscheidung auch richtig einschätzen können.

Viele der Massenmedien bieten meines Erachtens immer weniger Beitrag für eine gut funktionierende Demokratie, weil ihre Beiträge oft nur noch als gleichgeschaltete Propaganda einer vorgegebenen Einheitsmeinung wirken.

Mein Blog hat seinen demokratischen Wert genau deshalb, indem ich über vielfältige Möglichkeiten des Denkens und des Handelns berichte, Vorurteile in Frage stelle, die Allgemeinbildung fördere und das Bewusstsein sowie den Zeithorizont erweitere durch Gedankenanregungen und Erklärungen über langfristige Wirkungen von Entscheidungen.

Statt zwischen links und rechts differenziere ich lieber in „Gärtner“ und „Noch-nicht-Gärtner“. Denn in der Tat glaube ich daran, daß nur Gärtner eine Zukunft haben. Und dabei meine ich unter dem Begriff „Gärtner“ keinen, der sich im Schweiße seines Angesichts auf dem Acker kaputt schuftet. Ich verstehe unter „Gärtner“ jemanden, der verständnisvoll, respektvoll, liebevoll mit göttlichen Lebewesen umgeht. Für Einsteiger des „ganzheitlichen Gärtnerns“ ist da durchaus die Pflanzenwelt gut geeignet. Der verständnisvolle, respektvolle und liebevolle Umgang mit Tieren ist weit anspruchsvoller – und mit Menschen erst recht.

Abschließend ein Gedanke:

Es ist vielleicht nur noch eine Frage der Zeit, bis sich mal ein Staatsanwalt dieser gemeingefährlichen politischen Verdächtigungen (§ 241a Strafgesetzbuch) annimmt.

*****

Der Artikel als PDF:
http://www.konstantin-kirsch.de/wp-content/uploads/2021/11/ungewoehnliche-nachrichten-auf-meinem-ab.pdf

*****

Die PDF-Version dieses Artikels wurde am 15.-17.11.2021 gesendet oder gedruckt überreicht an:

Bürgermeister der Gemeinde Nentershausen
Vorsitzender der Gemeindevertretung
Pfarramt Gemeinde Nentershausen
Wehrführer Ortsteil Bauhaus
Ortsrichter der Gemeinde
Ortsbauer des Ortsteils
Zweckverband Geo-Naturpark Frau-Holle-Land
GrimmHeimat Nordhessen
Regionalforum Hersfeld Rotenburg
Landrat des Landkreises Bad Hersfeld-Rotenburg
Landrat des Landkreises Werra-Meißner
DEXT Fachstellen der nordhessischen Landkreise
Regierungspräsidium
Polizei Nordhessen
Hessischer Verfassungsschutz

*****

Nachtrag 2.12.2021

Mir wurde von einem Juristen folgender Link zugesendet. Es handelt sich um eine Leseprobe eines Handbuches für Strafverteidiger:
https://www.soldan.de/media/pdf/15/e0/bc/9783504165567_LP.pdf

Besonders aufgefallen in dem Text ist mir diese Formulierung (Rz. 111 der Datei):

Anders ist es mit dem Verzicht auf Namensnennung, den die Presse durchweg freiwillig praktiziert. Hier muss der Verteidiger versuchen, den Journalisten davon abzuhalten, die Person des Mandanten in anderer Weise identifizierbar zu beschreiben (z.B. Initialen, Beruf, Wohn- oder Berufsort). Der Versuch kann gelingen. Die Presse verhält sich hierzu nach bestimmten Richtlinien 1

Dazu gibt es die Fußnote 1:

Richtlinien für die publizistische Arbeit nach den Empfehlungen des Deutschen Presserates, Pressekodex/Beschwerdeordnung v. 3.12.2008

So suchte ich im Internet und fand folgendes:

https://www.lmsaar.de/wp-content/uploads/2014/01/VI_1_Pressekodex_Stand_2008.pdf
mittlerweile gibt es auch eine neuere Fassung:
https://www.presserat.de/files/presserat/dokumente/download/Pressekodex2017light_web.pdf
https://www.die-medienanstalten.de/fileadmin/user_upload/die_medienanstalten/Themen/Programmaufsicht/Pressekodex2017_web.pdf

Aus diesem Pressekodex zitiere ich (mit einzelnem Fettdruck):

PRÄAMBEL
Die im Grundgesetz der Bundesrepublik verbürgte Pressefreiheit schließt die Unabhängigkeit und Freiheit der Information, der Meinungsäußerung und der Kritik ein. Verleger, Herausgeber und Journalisten müssen sich bei ihrer Arbeit der Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit und ihrer Verpflichtung für das Ansehen der Presse bewusst sein. Sie nehmen ihre publizistische Aufgabe fair, nach bestem Wissen und Gewissen, unbeeinflusst von persönlichen Interessen und sachfremden Beweggründen wahr.

Die publizistischen Grundsätze konkretisieren die Berufsethik der Presse. Sie umfasst die Pflicht, im Rahmen der Verfassung und der verfassungskonformen Gesetze das Ansehen der Presse zu wahren und für die Freiheit der Presse einzustehen.

Die Regelungen zum Redaktionsdatenschutz gelten für die Presse, soweit sie personenbezogene Daten zu journalistisch-redaktionellen Zwecken erhebt, verarbeitet oder nutzt. Von der Recherche über Redaktion, Veröffentlichung, Dokumentation bis hin zur Archivierung dieser Daten achtet die Presse das Privatleben, die Intimsphäre und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung des Menschen.

[…]

Ziffer 1
WAHRHAFTIGKEIT UND ACHTUNG DER MENSCHENWÜRDE
Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.

Weiter brauche ich meines Erachtens nicht zitieren.

Kann mir jemand noch eine einzige Zeitung der Massenmedien nennen, die sich an diesen Pressekodex hält?
Für mich ist diese Formulierung im Pressekodex im Vergleich mit den realen Veröffentlichen von Seiten der Massenmedien-Presse der reinste Hohn.

4 comments to ungewöhnliche Nachrichten auf meinem AB

  • Avatar Erwin Zachl

    Guten Morgen lieber Konstantin
    Da kann ich Dir wirklich nur beipflichten: Totschweigen und aussitzen ist nicht die Lösung für aufrechte Menschen.Genau das erwarten die „Dekonstuktivisten“ ja. Und die sind hauptsächlich dem linksextremen zuzuordnen.
    Aber egal, wir befinden uns in einem Bürgerkonflikt, der von Politikern angezettelt wurde und immer weiter
    intensiviert wird, bis es so richtig kracht – oder eine Seite die andere erschlägt. Ein sehr düsteres Szenario.
    Und gerade deshalb bin ich Dir so dankbar für Deine täglichen Zitate aus den Anastasia-Büchern. Nicht dass ich diese Bücher vollinhaltlich gutheiße. Ich bin mit vielem nicht einverstanden, manches kann ich nicht nachvollziehen und vereinzelt verstehe ich den Sinn gar nicht, weil so typisch „Gutmenschen-Art“. In Summe allerdings höchst wertvoll als „Anschieber“ in ein besseres Leben auf dieser Welt.
    Aber wie heißt es so treffend: „only bad news are good news“. Und so wird von beiden Lagern munter drauf los „gepanikt“.
    Die Regierungen, samt ihren Bütteln hauen uns in den Gully – egal ob geimpft oder ungeimpft. Und die sogenannten „alternativen Medien“ bringen täglich hunderte Angst-Trigger reihum ins Netz. So gesehen sind die „Selbst-Denker“ viel schlimmer dran, weil sie gleich von beiden Seiten malträtiert werden.

    Deshalb finde ich jedes noch so kleine und manchmal auch große „Lichtlein“ so wertvoll. Deshalb ist Dein Beitrag zu meinen Morgenbetrachtungen durch die Anastasia-Zitate so unglaublich wichtig. Danke dafür.

    Herzlich
    der Erwin

  • Gut geschrieben, kann alles nachvollziehen und freue mich eine solche Differenziertheit in der Sprache angetroffen zu haben. Falls ich jemandem ähnliche Sachverhalte erklären müsste, würde ich deinen Text gerne verwenden, anstatt mir selber dies zurechtzulegen. Weil ich merke, dass alle diese Worte mich in den Verstand ziehen und dass ich danach gerne wieder in den Garten gehe, um mit der Gefühlswelt im aktivem selbstvergessenen Tun verbunden zu sein.

  • Hallo lieber Konstantin,
    ich schließe mich Carlos Schenkel komplett an und wünsche mir, dass dieser Dein Text weiter veröffentlicht wird als nur in Deinem regionalen Umfeld. Vielleicht kann sogar ein Fernsehbericht daraus werden bei „Report“, oder sonst einer Sendung, die verquere Handlungen gerade rückt, damit viele Menschen das erfahren !
    Viggo Drewsen

  • Avatar Stefan

    Lieber Konstantin,

    lang war ich nicht auf deiner Seite. Heute durch Zufall mal wieder – ich bin geschockt!

    Das nimmt mehr und mehr eine Gestalt an welche ich nicht wahr haben möchte.
    Schlimm irgendwie bemerken dieses „Wie konnte das passieren“ so wenige.
    Ich bin auf deiner seite alles gute lass dich nicht unter kriegen!

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