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Freitag 23. August 2013

Buchtipp: Ewiger Wald

Vor ein paar Tagen bekam ich ein Buch geschenkt: Ewiger Wald von Raoul Francé.

Es gefällt mir derart gut, dass ich es sofort in meinen Waldgartendorf-Shop aufgenommen habe!
https://www.waldgartendorf.de/shop/artikel/ewiger-wald/

Der Schreibstil von Francé ist sehr bildhaft, detailreich und voll Gefühl. Man spürt regelrecht wie sehr er die Natur wahrnimmt. Obwohl das Buch 1922 geschrieben wurde ist es mehr denn aktuell. Vom Wald können Menschen lernen wie wir gut und sinnvoll miteinander umgehen.

Zitat:

Natürlichkeit brauchen wir. Nach den Gesetzen der Welt müssen wir wieder leben. Und nirgends können wir sie so rein verstehen wie im Walde.

Das erste natürliche Gesetz aber ist, dass die Menschen ungleich sind. Das passt selbstverständlich allen denen nicht, die fühlen, dass sie Minderwertige sind. Aber bleibt eine Tatsache deswegen weniger wahr, weil sie jemandem nicht passt? Man ignoriert sie, man handelt, ohne sie zu berücksichtigen, und selbstverständlich misslingt alles, was man auf diese Weise unternimmt.

Ist das nicht der Zustand von Europa?

Man hat anstelle des natürlichen Mosaiks der Lebensformen die Lehre gesetzt, dass jeder die gleichen Rechte besitze.

Der Wald hat ein anderes Gesetz, und der Wald ist ein Symbol von Gesundheit und Dauer. Europa aber ist krank und fällt von einer Krise in die andere.

Die Kultivierten wissen gar nicht, dass alle Gesetze ihres Seins sie auf den Wald zurückverweisen, weil der Mensch als solcher überhaupt ein Waldgeschöpf ist, dessen gesamte Physiologie, nicht minder die daraus entsprungene Psyche nur an den Wald angepasst ist.

1 comment to Buchtipp: Ewiger Wald

  • Avatar Edith

    Natürlichkeit brauchen wir!

    Zitat: Das erste natürliche Gesetz aber ist, dass die Menschen ungleich sind. Das passt selbstverständlich allen denen nicht, die fühlen, dass sie Minderwertige sind.

    Was will der Autor uns damit sagen? Natürlich ist jeder Mensch in seiner ihm eigenen Art einzigartig, individuell, einmalig – nicht gleich seinem Nächsten – nichtsdestotrotz sind wir alle gleichwertig!

    Und ja – bisweilen fühlen wir uns minderwertig oder unseren Mitmenschen überlegen und verhalten uns unangebracht gegenüber anderen. Das sind Tatsachen. Sie lassen sich nicht leugnen. Nichtsdestotrotz – ist und bleibt der Mensch Mensch.

    Zitat: Ist das nicht der Zustand von Europa? – Man hat anstelle des natürlichen Mosaiks der Lebensformen die Lehre gesetzt, dass jeder die gleichen Rechte besitze.

    Rechte sind auch immer Pflichten. Wenn jeder Mensch bspw. das Recht für sich in Anspruch nehmen will, ausreichend Wasser zum Leben zur Verfügung zu haben, um Nahrung zu produzieren, Güter für den täglichen Bedarf herstellen und seine Lebensräume gesund erhalten zu können, wird er nur soviele Nachkommen zeugen, dass jedem einzelnen Mitmenschen dasselbe Recht gewährt werden kann und jedem einzelnen Menschen ausreichend Spielraum gegeben ist, dieser Pflicht – auch in Ausnahmezuständen – gerecht werden zu können.

    Zitat: Der Wald hat ein anderes Gesetz, und der Wald ist ein Symbol von Gesundheit und Dauer. Europa aber ist krank und fällt von einer Krise in die andere.

    🙂

    Ein herzlicher Gruss, Edith

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