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Samstag 8. August 2020

Offen für Vielfalt!?

Diese Tage hatte ich ein sehr angenehmes Telefonat. Inhaltlich ging es unter anderem darum, wie ich mich klar positionieren kann bezüglich diverser Diskreditierungen und Diffamierungen, die gegen mich in die Welt gesetzt wurden.

Insbesondere geschah dies durch negative Presse gegen die Anastasia-Bücher und deren Leser. Ich schrieb hier im Blog schon mehrfach darüber. Und weil ich den Anastasia-Index geschrieben habe und darüber hinaus noch über 10 Stunden lang alle Anastasia-Bücher im TV vorgestellt habe, blieb ich nicht verschont von Angriffen und Anfeindungen.

Nun, in dem angenehmen Telefonat hörte ich von einer Initiative aus Kassel, die etwas anbieten würde um klar Stellung zu beziehen. Dies interessierte mich, denn ich bin nun schon länger interessiert, beispielsweise beim Impressum einer Webseite eine prägnante Stellungnahme einzufügen, die so beschaffen ist, daß der Anfeindungs- und Diskreditierungsirrsinn aufhört.

Die mir angeratene Initiative existiert seit Ende 2019 und hat den Namen „Offen für Vielfalt“. Dies fand ich spontan ansprechend. Die Initiative hat diese Webseite: https://offenfuervielfalt.de
und hat als zentrale Aktion das Verbreiten von Türschildern für Geschäfte.

Diese Türschilder kann man beispielsweise hinter einer Glastür aufhängen und je nach dem (offen oder geschlossen) drehen, denn die Rückseite ist bedruckt mit der Aufschrift: „Geschlossen gegen Ausgrenzung“.

So sehen die Schilder aus (Vorder- und Rückseite):

Quelle: http://kassel-zeitung.de/cms1/uploads/2019-01-23_Toleranz_Logo_RGB-pbl_990.jpg

Die Beschriftung der Rückseite ließ mich stutzen. Wenn ich mir bildhaft vorstelle, da steht kurz nach Feierabend ein verspäteter Kaufinteressent vor verschlossener Tür und ist durch die geschlossene Tür ausgegrenzt vom Betreten des Ladens. Was macht dann dieser Text mit ihm? Das Schild verkündet, gegen Ausgrenzung zu sein und gleichzeitig ist der Mensch ausgegrenzt. Kann man so ein Schild ernst nehmen? Oder verleitet das gar zum Entglasen der Schaufenster, wie in der Stuttgarter Fußgängerzone (und anderswo) schon geschehen? In diesem Zusammenhang ist auch der Text der Vorderseite „Offen für Vielfalt“ zu hinterfragen. Vermutlich ist das Entglasen von Schaufenster, das Stehlen von Waren nicht gemeint, wenn ein Geschäft diesen Text an die Eingangstüre hängt. Wer aber macht eine Ausgrenzung des Verhaltens ‚Diebstahl und Sachbeschädigung‘ aus der allumfassenden Einladung ‚Offen für Vielfalt‘? Gehört der Dieb auch zur Vielfalt? Wenn nein, warum nicht?

Um mich richtig zu verstehen: Weder fordere ich auf zu stehlen noch Sachen zu beschädigen. Ich mache mir nur Gedanken über die Texte und ob diese wirklich das aussagen, was sie vermutlich aussagen sollen. Das tun sie meiner Wahrnehmung nach nämlich nicht.

Ich schaue ins Impressum der Webseite und finde den Namen: „Verein für Internationale Verständigung e.V.“ mit dem Vorstandsvorsitzenden Mario Mehren, der wiederum auch Vorstandsvorsitzender der Wintershall Dea GmbH (Gas- und Ölförderfirma) ist. Beide Personen, der Verein sowie die GmbH sitzen in der selben Adresse, Friedrich-Ebert-Straße 160, Kassel:
https://offenfuervielfalt.de/impressum.html
https://wintershalldea.com/de/impressum

Im Juni diesen Jahres gab es in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Kassel eine groß angelegte Plakat- und Anzeigenkampagne „Demokratische Werte sind unsterblich“ um an die Ermordung Walter Lübckes zu erinnern. Zitat von der Webseite:

Verbunden damit: ein Aufruf an Bürgerinnen und Bürger, mitzumachen und mit dem Aushang der Anzeige in Fenstern, Schaufenstern und Büros Flagge für Vielfalt und Toleranz zu zeigen.
https://offenfuervielfalt.de/news.html

Nun, wenn von einer Regierung aufgefordert wird in Fenstern, Schaufenstern und Büros „Flagge zu zeigen“ für egal was, dann erinnere ich mich umgehend an die Erzählungen meines Großvaters von der Zeit als die Nazis aufforderten in Fenstern und Schaufenstern Hakenkreuze zu platzieren. Vor einem knappen Jahr habe ich in einem Blogeintrag geschrieben, wie mein Großvater sich dem NS-Regime widersetzte:
http://www.konstantin-kirsch.de/2019/09/wie-sich-mein-grossvater-dem-ns-regime-widersetzte.html

Ich mag die jetzige Zeit nicht gleichsetzen mit dem, was damals geschah. Gleichwohl bin ich wachsam, sobald ich ähnliche Methoden erlebe, die seinerzeit für großes Leid gesorgt hatten. Die absichtliche Ermordung Andersdenkender gehört sicher zu solchen Methoden, jedoch auch Propaganda zur Beeinflussung von Massen.

Selbstverständlich gehe ich davon aus, daß das Regierungspräsidium und alle Unterstützer der Initiative „Offen für Vielfalt“ das Ermorden Andersdenkender ausgrenzen aus der Bandbreite der allumfassenden „Vielfalt“. Die gewählten Worte auf den Schildern tun dies allerdings nicht. Für mich sind diese Sprüche daher unbrauchbare Reduzierungen dessen, was eigentlich ausgesagt werden will.

Man kann mir nun Spitzfindigkeit vorwerfen. Ok, damit kann ich leben. Mir liegt es eher, genau auf Worte zu achten, als einem Konformitätsdruck nachzugeben.

Ach ja, wo ich gerade von „Konformitätsdruck“ schreibe: Dies ist typischerweise eine Erscheinungsform von politisch „Linken“. Die gehen nämlich von der Gleichheit der Menschen aus, während politisch „Rechte“ von der Verschiedenheit der Menschen ausgehen. Mein diesbezüglicher Blogeintrag ist aus dem Jahre 2016. Die Forderung von „Offen für Vielfalt“ ist per Definition eindeutig eine politisch rechte Einstellung. Unpassend dazu findet sich auf der Webseite offenfuervielfalt.de ausschließlich das Bemühen „gegen rechts“ aktiv zu werden:

Wie treten wir rechter Hetze und Angriffen auf unsere demokratische Gesellschaft gemeinsam am wirkungsvollsten entgegen?

Das Regierungspräsidium Kassel und die Initiative „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“ erinnern mit der groß angelegten Plakat- und Anzeigenkampagne „Demokratische Werte sind unsterblich“ an die Ermordung Walter Lübckes und an dessen unermüdliches Engagement für eine offene, tolerante Gesellschaft und gegen rechte Gewalt und Hetze.

„Was tun gegen rechte Hetze und Gewalt“.

Sicher ist rechte Hetze und Gewalt untauglich für einen zivilisierten Umgang zwischen Menschen. Das Gleiche gilt jedoch auch bezüglich linker Hetze und Gewalt. Die gab es früher (z.B. RAF) und die gibt es auch heutzutage: Im Bericht des Verfassungsschutzes kann man neben Rechtsextremismus (Seite 46 bis 100 = 54 Seiten) auch sehr viel lesen Linksextremismus (Seite 112 bis 170 = 58 Seiten). Wieso wird nirgends in diesem „Offen für Vielfalt“-Webauftritt von linker Hetze und Gewalt geschrieben? Wieso wird nicht einfach nur neutral geschrieben: „Wir treten wir Hetze entgegen?“ oder: „Was tun gegen Hetze und Gewalt?“

Mein persönlicher Umgang mit „Vielfalt“:

Während meines Studiums des Faches Architektur baute ich mir einen Bauwagen aus, in dem ich viele Jahre lebte. Hier ein Foto, als ich im Jahr 1991 damit in Tübingen stand:

 

Dieser Wagen hatte ich auf den Namen „Vielfalter“ getauft und in weiß mit blauen Zierlinien gestrichen. Witzigerweise ist das oben genannte Schild „Offen für Vielfalt“ in den selben Grundfarben weiß und blau gehalten. Dieser Wagen hatte eine Vielfalt an Heiztechnik. Beispielsweise einen Holzofen mit Warmwassergewinnung, eine Gasheizung und zwei Solarwarmluftheizungen (die zwei schwarzen senkrechten Flächen). Der Wagen hatte Solarstrom (im Bild oben links zu sehen). Es gab eine Dusche an Bord sowie ein Kompostklo mit Urintrennung und Grauwasserreinigung auf einer im Heck angebauten Veranda (nicht im Bild).

Gewisserweise war dieser Wagen ein Vorläufer des nun in Österreich angebotenen Wohnwagons:
https://www.wohnwagon.at/der-wohnwagon/2-das-kann-dein-wohnwagon-autarkie-2-2/

Seinerzeit in Tübingen lebte ich in Nachbarschaft mit vielen anderen Bauwagenleuten. Später entstand dann daraus ein Wagenplatz, den es auch heutzutage noch gibt: https://www.tuepedia.de/wiki/Wagenburg

Ich hatte seinerzeit den oben abgebildeten 8-Meter Wagen. Zusätzlich noch einen 3-Meter Wagen, eine Anhänger-Pritsche, einen Traktor, und einen PKW. Zusätzlich entsprach mein Verhalten nicht der (linken) Norm: Ich habe nie gekifft, habe mein Essen gekauft statt im Container gesucht und ganz ’schlimm‘: Ich habe mit gelegentlich auftauchenden Polizisten einfach so geredet von Mensch zu Mensch. Das brachte mir damals den Verdacht ein, ein Spitzel der Polizei zu sein und ich wurde ausgegrenzt. Selbstverständlich war ich kein Spitzel der Polizei sondern ganz einfach ein Mensch, der sich ein gutes Leben aufbauen will. Die Ausgrenzung durch die anderen Bauwägler führte seinerzeit zu einem offenen Brief, den ich im Sommer 1991 schrieb und den Nachbarn überreichte. Ich zitiere daraus:

Eine Wagenburg will selbstbestimmt sein.
Eine Wagenburg ist gegen die Vertreibungspolitik und gegen Diskriminierung von Minderheiten
Eine Wagenburg bekommt zu hören: Ihr seid hier nicht vorgesehen; ihr passt nicht in unseren Plan; hier ist kein Platz für Euch, macht was ihr wollt, aber nicht hier; verschwindet, haut ab, wohin ist mir egal.
Eine Wagenburg ist noch viel mehr, aber das soll hier genügen.

Ich will selbstbestimmt leben.
Ich bin gegen die Vertreibungspolitik und gegen Diskriminierung von Minderheiten
Ich bekomme zu hören: Du bist hier nicht vorgesehen; Du passt nicht in unseren Plan; hier ist kein Platz für Dich, mach was Du willst, aber nicht hier; verschwinde, haut ab, wohin ist uns egal.
Ich bin noch viel mehr, aber das soll hier genügen.

Ihr behandelt mich wie eine Wagenburg von einem Staat behandelt wird!

Die Ignoranz und die Intoleranz gegenüber mir als Minderheit unterscheidet sich nur gering.

Ich fand kein Verständnis. Ich passte nicht ins ideologisch sozialistische keiner-darf-mehr-haben-als-der-andere-Gedankenmuster. Anstatt selber etwas zu lernen war die größte Sorge ob ich den Brief der regionalen Zeitung auch hätte zukommen lassen. Nein, hatte ich nicht. Schlussendlich kaufte ich noch ein Wohnmobil um einen neuen Platz zu finden, verkaufte dies später, erwarb zwei Zugmaschinen für den eigenen Umzug und fürs Unterstützen des Umzuges von ein paar Freunden und im Dezember 1991 landete ich schließlich in Osthessen. Einige Zeit später habe ich dann den Vielfalter-Wagen weiter verkauft.

Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich mit Permakultur. Dazu gehört eine große biologische Vielfalt inkl. dem Nutzen von sogenannten Neophyten, also nichteinheimischen Pflanzen. In dem von mir angelegten Waldgarten am Triesch habe ich beispielsweise angepflanzt: Baumhasel aus der Türkei, Lebkuchenbaum aus Japan, Indianerbanane aus Nordamerika und vieles mehr. Gleichzeitig ist es günstig die Vielfalt an Baumarten nicht übermäßig groß werden zu lassen, weil man sonst den Überblick verliert und die Produktivität leidet.

Vielleicht werde ich auch nun wieder nicht verstanden, weil ich es ablehne, das „Offen für Vielfalt“ Schild anzubringen. Das hinter der Initiative liegende Bestreben nach Respekt, nach Menschenwürde, Demokratieprinzip und Rechtsstaatlichkeit (genannt: freiheitlich demokratische Grundordnung) kann ich gut wertschätzen, jedoch sind mir die Schilder nicht gut genug. Manche Menschen, insbesondere jene, die mich länger kennen, können mich immer besser verstehen. Der hiesige Bürgermeister sagte mal zu mir und über mich: „Sie sind anstrengend – äh anspruchsvoll.“
Damit trifft er es ziemlich genau. Auch für mich selber ist mein Leben ab und an anstrengend, eben weil ich gewisse Ansprüche habe. Einfach der Herde hinter her zu laufen, zu tun was alle tun, das gibt mir nichts, das ist weder mein Weg noch meine Absicht.

Samstag 1. August 2020

Selbstversorgungsgrad in Deutschland

Auf der Webseite der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung gibt es eine interessante Infografik zum Selbstversorgungsgrad:

Quelle: https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads/DE/BZL/Informationsgrafiken/Selbstversorgungsgrad.pdf

Textzitat zur Infografik (vom 24.3.2020):

Was vielen bis vor kurzem noch eine Selbstverständlichkeit zu sein schien, rückt angesichts der Coronakrise und der Berichte über Hamsterkäufe wieder in den Blickpunkt: die ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln. Sie ist in Deutschland gesichert. Die Lebensmittellieferketten sind intakt und funktionieren weiterhin auch grenzüberschreitend. Die deutsche Landwirtschaft produziert genug, um die Bevölkerung ernähren zu können. Gradmesser dafür ist der Selbstversorgungsgrad. Aktuelle Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) zeigen, dass in Deutschland deutlich mehr Fleisch, Milch, Zucker und Kartoffeln erzeugt werden als wir für den Eigenbedarf benötigen. Bei Obst, Gemüse und Honig besteht hingegen Importbedarf.

Mich hat überrascht wie niedrig die Angaben sind für Gemüse, Obst und Honig.

Sonntag 26. Juli 2020

von der Schwierigkeit Masanobu Fukuoka zu verstehen

Heute früh bekam ich einen Rundbrief vom Permaculture Research Institute aus Australien.
Darüber fand ich einen neuen Artikel über das Wirken von Masanobu Fukuoka, für mich die philosophische Säule der Permakultur. Schon seit über zehn Jahren schreibe ich hier im Blog über ihn. Beispiel:
http://www.konstantin-kirsch.de/2008/01/masanobu-fukuoka.html

Nun also ein neuer Artikel zu Masanobu:
https://www.permaculturenews.org/2020/07/25/the-philosophy-of-masanobu-fukuoka/

Für die schnelle Lektüre nutzte ich den google-Übersetzer:
https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=en&u=https://www.permaculturenews.org/2020/07/25/the-philosophy-of-masanobu-fukuoka/

Der Autor, Dr Trent Brown, beschreibt einerseits das Wirken von Masanobu Fukuoka umfassend, jedoch wird im letzten Absatz des Artikels erkennbar, daß er das Grundlegendste meiner Ansicht nach nicht verstanden hat. Er schreibt (Hervorhebungen von mir):

Nonetheless, I do have my reservations. The injunction to simplify desires and eat according to the cycles of nature may be sage advice to most of us in the ‘extravagant’ North; yet it may ring hollow for many of the farmers in the global South, who struggle to make enough money for one solid meal per day.

Übersetzt:
Trotzdem habe ich meine Vorbehalte. Die Aufforderung, Wünsche zu vereinfachen und gemäß den Zyklen der Natur zu essen, mag für die meisten von uns im „extravaganten“ Norden ein weiser Rat sein. Dennoch mag es für viele Bauern im globalen Süden hohl klingen, die Schwierigkeiten haben, genug Geld für eine feste Mahlzeit pro Tag zu verdienen.

Wie getrennt vom Leben eines Bauern muss man sein, um so etwas zu schreiben? Herr Brown tut so, als ob man als Bauer Geld bräuchte um etwas zu Essen zu haben. Und so etwas dummes schreibt er, nachdem er sich mit Masanobu Fukuoka beschäftigt hat? Unvorstellbar!

Ein Blick in die Autorenbeschreibung am Ende des Kapitels (Hervorhebungen von mir):

I’m a researcher in geography at the University of Melbourne. My research focuses on the social aspects of sustainable agriculture and agricultural skill development, particularly in India. I’m the author of two books, Farmers, Subalterns, and Activists: Social Politics of Sustainable Agriculture in India and India: Continuity and Change in the Twenty-First Century

Nun, ich beobachte seit einigen Jahren in deutschen Permakulturkreisen ein zunehmendes Interesse am Begriff „soziale Permakultur“ in Kombination mit einer Einstellung, als ob etwas neues und bedeutendes erfunden sei. Eigentlich ein überflüssiger Unsinn, weil alle sozialen Aspekte seit jeher zur Permakultur gehören. Auf jeden Fall ist zu beobachten gewesen, daß mit dem verstärkten Auftreten des Begriffes „soziale Permakultur“ das Diffamieren, das Ausgrenzen, das Beleidigen, das Spalten, der Hass, genau genommen also das nicht-soziale Verhalten stark zugenommen hat.

Diese Tendenz zur schädlichen Spaltung des großen Ganzen ist anderen Permakultur-Aktiven auch schon aufgefallen:
http://www.matricultura.org/pdf/AUTarca_Soziale_Aspekte_der_Permakultur.pdf

Vielleicht stecken hinter denjenigen, die „soziales“ wollen, eigentlich Anhänger des Sozialismus, also Verehrer des Todestriebes, siehe dazu meinen Blogeintrag vom Februar letzten Jahres: http://www.konstantin-kirsch.de/2019/02/der-todestrieb-des-sozialismus.html

Und Verehrer des Todestriebes können vielleicht nicht verstehen, daß man ein „solid meal per day“ ganz ohne Geld bekommen kann, wenn man Bauer ist oder Gärtner. Und um das zu verstehen muss man sich mit dem Leben beschäftigen und aufhören zu glauben, daß man alles nur für Geld bekommen könne.

In der aktuellen Lage empfehle ich erstens: Vermeiden von Kursen und Gesprächen, in denen es um „soziale Permakultur“ geht, und zweitens die Lektüre des Originaltextes von Masanobu Fukuoka:

Mittwoch 22. Juli 2020

Ein besonderes Buch: „Bienen im Kopf“

Seit über zehn Jahren ist Bernhard Heuvel für mich eine wertvolle Inspirationsquelle zum Thema Imkerei. So habe ich beispielsweise 2008 hier im Blog über die Warré-Beute geschrieben, die Bernhard wieder bekannt gemacht hat. Auch bei meinen Schritten mit Einraumbeuten und Klotzbeuten hatte ich all die Jahre wiederholten Kontakt und fachlichen Austausch mit ihm.

Nun hat Bernhard ein Buch veröffentlicht, in dem er sein Wissen, seine Erfahrung im Umgang mit den Bienen schriftlich niedergelegt hat:

Bienen im Kopf, Vom Bienen-Hippie zum Erwerbsimker

Das Buch ist mit über 400 Seiten ein so umfassendes Werk geworden, daß ich unmöglich alle Aspekte benennen kann. Für mich liest es sich wie ein intensiver und tiefer Einblick in den Beruf des Imkers. Der Eindruck ist so hautnah, daß ich beim Lesen eintauchte mitten in Bernhards Arbeit, seine Gedanken, seine Sorgen und Erfolge.

Das Buch ist für mich Ausdruck von gelebter, produktiver Permakultur. Deshalb ist es nun in unserem OnlineShop aufgenommen:
https://www.waldgartendorf.de/shop/artikel/bienen-im-kopf/

Ein paar Zitate aus dem Buch:

Einer meiner Mentoren, der Permakulturlehrer Joe Polaischer (✞) aus Neuseeland, hat mir als Lebensaufgabe mitgegeben: „Bringe Europa wieder zum Summen, Bernhard“
Seite 8

DIE NEUE MODE
In der heutigen Zeit sind die Bienen durch das Insektensterben sehr ins Bewusstsein der Gesellschaft getreten. Von verschiedenen Stellen wird oft behauptet, dass es sehr einfach ist, Bienen zu halten. Honig spiele eine Nebenrolle und es genügt, den Bienen eine bienengemäße Behausung zu bieten. Auf dem Balkon, auf dem Dach oder im Garten.
Die Vertreter dieser neuen Bienenhaltung missachten geflissentlich, dass die Bienen eben nicht in einer Bienenbeute wohnen, sondern in einer Landschaft. Es reicht erfahrungsgemäß nicht, eine angeblich naturgemäße Behausung hinzustellen, wenn die umgebende Landschaft nicht natürlich ist. Eine natürliche Landschaft findet sich in unseren Breiten schon lange nicht mehr. Ohne diese natürlichen Lebensbedingungen aber kann die natürliche Lebensweise der Bienen nicht greifen.
Ich kann den Wunsch nach Natürlichkeit nachvollziehen und ich begeistere mich ebenfalls für die Wildnis, für Natur und für das Leben im Allgemeinen. Jedoch muss ich realistisch bleiben, wenn ich den Bienen tatsächlich helfen will.
Seite 32

Das erste Bienenjahr ist geeignet, alle romantischen Vorstellungen von Bienenhaltung auszutreiben. […]

GEDULD
Gerade in den ersten fünf Jahren braucht der Anfänger der Bienenhaltung sehr viel Geduld: mit den Bienen und mit sich selbst. Die Bienenhaltung ist lange nicht mehr so trivial, wie sie einst vielleicht mal war. Die Bienen befinden sich mitten im Strudel des Insektensterbens (>70 % Rückgang der Insektenmasse, Artensterben, etc.) und inmitten von globalen klimatischen Veränderungen. Neuartige Pestizide, neue Pathogene und neue Parasiten bedrohen die Bienen. Gleichzeitig wird ihnen durch Verbauung, Entwaldung und Monokulturen die Nahrungsgrundlage entzogen. Das macht die Bienenhaltung sehr viel anspruchsvoller als je zuvor.
Seite 106

Bernhard ist aktuell Vollerwerbsimker mit 400 bis 500 Völkern und beschreibt in dem Buch einiges, was beim Entstehen und Führen einer derartigen Imkerei zu beachten ist. Dieser Hauptberuf ist jedoch für die allerwenigsten Menschen passend. Gleichwohl sind die Beschreibungen und Einblicke sehr wertvoll, denn mit diesen Ausführungen kann man auch eine sehr kleine Imkerei mit beispielsweise 3 bis 5 Völkern derart aufbauen und betreiben, daß es kein Hobby ist sondern sehr produktiv. Ein Hobby ist gewissermaßen eine Tätigkeit, bei der man mehr Aufwand hinein steckt, als man erntet. Wenn man jedoch eine Tätigkeit professionell angeht und mehr ernten will als man investiert, dann muss man schon genau wissen was man tut und insbesondere was man lassen sollte.

Bernhard empfiehlt beispielsweise die Anzahl der eigenen Bienenvölker von Anfang an zu begrenzen. Man solle die gesamte Ausrüstung und die passende Infrastruktur aufbauen und einrichten und zuerst anstreben, daß die Bienen gesund und ertragreich sind bevor man daran denkt die Anzahl der Völker zu vergrößern. Immer muss die Anzahl der Völker zusammen passen mit dem Platz für Ernte, Verarbeitung, Lagerung. Bernhard rechnet mit 4 Quadratmeter Raumbedarf pro Volk. Bei nur 5 Völkern sollte man also schon einen Raum mit 20 m² vorhalten nur für die Imkerei. Sicher kann man die Küche improvisiert umrüsten während der Erntezeit, doch einen gewissen Lagerraum braucht man trotzdem. Bei einer Imkerei mit 500 Völkern braucht es schon eine Halle mit 2000 Quadratmetern!

Bernhard erklärt, das es sinnvoller ist, weil vom Geld und Arbeitsaufwand günstiger, nur  5 Völker zu halten mit je 100 kg Honigertrag, als 25 Völker mit je 20 kg. Bienen können nur viel Honig produzieren, wenn sie gesund sind. Werte von 100 kg Honig oder mehr können nur von kerngesunden Völkern gebracht werden. Und nur kerngesunde Bienen haben eine Chance sich gegen Schädlinge, wie z.B. die Varroamilbe, auf Dauer zu behaupten.

Achtung: Bitte nicht irritieren lassen von diversen Tippfehlern und versäumten Korrekturen.
Wie sagt Bernhard Heuvel dazu: „Das Buch ist nicht perfekt geworden, sonst wäre es nie erschienen!“

Das Buch kann hier gekauft werden:
https://www.waldgartendorf.de/shop/artikel/bienen-im-kopf/

Dienstag 21. Juli 2020

Schwester von Jesus Christus

Im Anastasia-Band 5, ‚Wer sind wir?‘ findet sich auf Seite 222 dieses Zitat:

Anastasia: «Wladimir, vor Gott sind alle Menschen gleich. Es ist nicht recht, dass Menschen einander huldigen. Ich bin eine Frau, ein gewöhnlicher Mensch!»
Wladimir: «Du unterscheidest dich aber schon recht stark von den anderen Menschen, Anastasia. Wenn du ein gewöhnlicher Mensch bist, wer bin dann ich?»
«Auch du bist ein Mensch, nur hast du dein Leben bisher in solcher Hast verbracht, dass du nicht an deine Bestimmung denken konntest.»
«Wie stehst du zu Moses, Jesus Christus, Mohammed, Rama und Buddha? Wer waren sie?»
«Du hast die Namen meiner älteren Brüder genannt, Wladimir.»

Es ist für mich selbstverständlich, daß Anastasia meinte, ‚Schwester im Geiste‘ und nicht biologisch-juristische Schwester.

Im Folgeband, Anastasia-6, ‚Das Wissen der Ahnen‘ steht dies auf Seite 215:

Als sie im Buch „Wer sind wir?“ ebenso aufgeregt auf die Frage antwortete und Jesus Christus als ihren älteren Bruder bezeichnete und ich darüber schrieb, äußerten einige Leser, insbesondere bekennende Christen, ihren Unmut darüber. […]
Wenn man die Bibel liest, findet sich dort kein Hinweis darauf, dass Jesus Christus irgendwelche Schwestern gehabt hätte.

Nun, Wladimir Megre hat die Bibel möglicherweise nicht genau genug gelesen. Denn es findet sich dort durchaus ein Hinweis auf Geschwister Jesu:

Matthäus, 12:50:

Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.

Diese Textstelle deutet daraufhin, daß auch Jesus Christus diese Beziehung verstanden hat als ‚Verwandtschaft im Geiste‘ und nicht im biologisch-juristischen Sinne.

Dienstag 7. Juli 2020

will das Deutsche Jugendherbergswerk seine Gemeinnützigkeit verlieren?

Fördert das Deutsche Jugendherbergswerk eine Völkerfeindschaft mit Russland?
Ein Blog-Post über eine gekündigte Veranstaltung in Bezug zur Verleumdung und Hetzkampagne gegen die sogenannte Anastasia-Bewegung.

*********

Das Deutsche Jugendherbergswerk ist laut Satzung ein gemeinnütziger Verein. Laut § 5 der Satzung lautet der Zweck des Vereins:

Zweck des Vereins ist die Förderung der Jugendhilfe, der Völkerverständigung sowie des Umwelt- und Landschaftsschutzes.

Unter § 6, Verwirklichung des Vereinszwecks, findet sich der Punkt :
4. Erholungsaufenthalte, Ferien- und Bildungsreisen für junge Menschen und Familien, damit sie das eigene Land und fremde Länder und Völker kennen lernen und lernen, auf Menschen fremder Landschaften und Kulturen Rücksicht zu nehmen und sie zu verstehen.

Quelle: https://www.jugendherberge.de/fileadmin/hauptverband/downloads/ueber-uns/djh-satzung-2017.pdf

Die Gemeinnützigkeit ist in Deutschland in § 52 Abs. 1 AO legal definiert. Es heißt: „eine Körperschaft verfolgt gemeinnützige Zwecke, wenn ihre Tätigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern.“

Entsprechend dem oben zitierten Satzungszweck dürfte die bisherige Anerkennung der Jugendherbergen als gemeinnützig basieren auf diesen Punkten des §52 der Abgabenordnung:

4. die Förderung der Jugend- und Altenhilfe;
8. die Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes und der Naturschutzgesetze der Länder, des Umweltschutzes, des Küstenschutzes und des Hochwasserschutzes;
13. die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens;

Interessant ist übrigens auch der Punkt 10 auf den ich später noch zu sprechen komme:
10. die Förderung der Hilfe für politisch, rassisch oder religiös Verfolgte, für Flüchtlinge, Vertriebene, Aussiedler, Spätaussiedler, Kriegsopfer, Kriegshinterbliebene, Kriegsbeschädigte und Kriegsgefangene, Zivilbeschädigte und Behinderte sowie Hilfe für Opfer von Straftaten; Förderung des Andenkens an Verfolgte, Kriegs- und Katastrophenopfer; Förderung des Suchdienstes für Vermisste;

 

Die Anerkennung als gemeinnützig kann übrigens rückwirkend entzogen werden.

Dies ist beispielsweise im vergangenen Jahr der Kampagnenorganisation Campact geschehen. Dem Verein Attac wurde die Gemeinnütztigkeit aberkannt, genauso auch change.org

Gemäß § 55 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 AO dürfen gemeinnützige Vereine keine politischen Ziele verfolgen. Nach der Rechtsprechung des BFH sind politische Äußerungen nur dann erlaubt, wenn sie der unmittelbaren Verwirklichung eines Zwecks aus dem Katalog der gemeinnützigen Zwecke dienen. Diese Unterscheidung soll gemeinnützige Organisationen von politischen Parteien abgrenzen.

In seinem Attac-Urteil hatte der BFH nun hinsichtlich dieser Abgrenzung klargestellt, dass sich gemeinnützige Organisationen im Rahmen der politischen Bildung und der Förderung des demokratischen Staatswesens zwar politisch äußern dürfen, jedoch müssen sie dabei ihre geistige Offenheit bewahren: Sie dürfen auf politische Missstände hinweisen und Lösungsvorschläge unterbreiten, ihre Arbeit darf jedoch nicht von politischem Aktivismus geprägt sein und von dem gezielten Versuch, die Öffentlichkeit von konkreten politischen Zielen zu überzeugen.

Quelle: https://winheller.com/blog/change-org-verein-verlust-gemeinnuetzigkeit/

Die Marke „Jugendherberge“ wurde übrigens nach fünfjährigem Rechtsstreit gelöscht (Das DJH hatte sie 1998 eintragen lassen, 2009 wurde sie gelöscht).

Die Stellung von Jugendherbergen im Verhältnis zu anderen Unterkünften ist sehr umstritten. Vielfach gleichen die „Jugendherbergen“ einfachen Hotels und sind teilweise auch teurer. Der Charme der einfachen Unterkunft für Wanderer und Radreisende, den ich in meiner Jugend noch kannte, haben Jugendherbergen nicht mehr.

Neben der (noch) Gemeinnützigkeit bekamen Jugendherbergen bisher staatliche Zuschüsse von sage und schreibe grob 3 Millionen Euro jährlich. Dadurch entstand logischerweise eine Marktverzerrung zum Nachteil kommerzieller Anbieter.
https://www.welt.de/wirtschaft/article133487174/Berlin-fuer-Subventionierung-von-Jugendherbergen.html

*********

Wenn sich die Jugendherbergen durchgehend an ihre Satzung gehalten hätten, wäre der heutige Blog-Beitrag nicht entstanden.

Nun, was ist passiert?

Am 27.3.2019 bekam ich eine eMail von Vladimir Jan (Russlanddeutscher) mit der Information, daß eine Veranstaltung für das Wochenende vom 30.8. bis 1.9.2019 geplant sei.

Hallo Konstantin,
[…]
Ich habe noch was zu sagen, wir Planen mit Herr Koslow […] ein Anastasia Veranstaltung zu organisieren, in der form welche hat Herr Megre in Frankfurt gesagt.
Wir möchten andere Format auch anbieten, damit wir Festival interessant nicht nur für uns  (Anastasia Leser) machen, sondern auch für die Leute wer hat noch nicht über Anastasia gehört.
Ich würde mich sehr freuen, weil du schon auf mehrere Festivals gewesen hast, ob du uns was empfehlen was wird interessant, was nicht, wie du diesen Festival vorstellen kannst.  Wem könnten wir einladen, mit Megre zur zeit gibt kein Kontakt, eventuell kommt er auch.
Für jeder info werde ich dir dankbar sein.
Liebe Grüße
Vladimir
Anbei noch die Muster Programm.

Die beiliegende Datei beinhaltete folgenden Text:

Germany Edersee 30.08.-01.09.2019“
Neue Formen des Lebens der Menschheit in und mit der Natur

„Lebe die Veränderung selbst die du in der Welt wünschst und die Veränderungen werden kommen

Festivalplan:

1-te Tag 30.08.-Freitag:
• ab 15:00 Uhr Ankunft, Check-In
• 18:00 Abendessen
• 19:00 Begrüßung Alle&Festivaleröffnung
• 20:30 Live Musik von Barden, Spiele, Tänze&mehr

2-te Tag 31.08.-Samstag:
• 07:30 Morgengymnastik: Yoga, Qigong, tänzerische Gymnastik, russische Kampfkunst
• 08:00 Frühstück
• 09:00 Vortrag: die Entwicklung der Anastasia-Bewegung in Russland, Deutschland und
Europa
• 11:00 Das Leben in Anastasia-Siedlungen in Russland. Erfahrungsaustausch. Unsere
Gäste aus Russland berichten. Pilot-Projekt oder zurück zu Wurzel
– 13:00 Mitttagessen
• 15:00 Dia-Vortrag: „Die Dolmen im Kaukasus“
• 15:00 Ich gestalte „meine Raum der Liebe“ auf dem Blatt Papier (freiwillige Gruppe)
• 17:00 Vortrag: „Sibirische Zedern“
• 18:30 Abendessen
• 19:30 live Musik von Barden, Spiele, Tänze&mehr

3-te Tag 01.09.-Sonntag:
• 07:30 Morgengymnastik: Yoga, Qigong, tänzerische Gymnastik, russische Kampfkunst
• 08:00 Frühstück
• 09:00 Gemeinsame Projekte, Planung, Visionen,
• 13:00 Mittagessen
• Abreise

Am 10.4. habe ich folgende Antwort gesendet:

lieber Vladimir,

nun habe ich mit […] den Test-Brief durchgelesen. Wir wünschen uns ein paar Änderungen.
Wir haben auch mit einem Freund gesprochen, der die Bücher gut kennt und der gelernter Dolmetscher und Übersetzer ist. Er hat unser Empfinden bestätigt, daß es ungünstig ist innerhalb eines Textes die Sprache zu ändern.

Deshalb wünschen wir uns diese Änderungen:

statt: Germany
besser: Deutschland

statt: Check-In
besser: Einlass

statt: Live Musik
besser: Musik

Es sind noch einige kleinere Schreibfehler im Text, die könnte ich auch noch korrigieren, wollte aber erst einmal diese Rückmeldung geben.

Viele Grüße
Konstantin

Am 18. April schrieb ich in meinem Rundbrief über diese Veranstaltung:

Hallo xxxx

überraschend gibt es kurz vor Ostern zwei Überraschungen:

1.
Am Wochenende 30.08.-01.09.19 gibt es in der Mitte Deutschland ein
Festival-Forum „Im Lichtstrahl von Anastasia Deutschland“
Neue Formen des Lebens der Menschheit in und mit der Natur

Mehr Details dazu hier: http://anastasia-de.eu/

Hinweis: Bei Interesse bitte anmelden vor dem 20.5.
Erstens ist die Teilnahme dann günstiger und andererseits kann der
Veranstalter dann frühzeitig besser einschätzen wie viele
Teilnehmer kommen werden.

2. […]

Im Internetarchiv kann man sehen wie damals die Anmelde-Webseite aussah:
http://web.archive.org/web/20190509031233/http://anastasia-de.eu/

Auf dieser Seite kann man lesen, daß die Veranstaltung in der Jugendherberge Hohe Fahrt am Edersee geplant war.
Warum Herr Jan und Herr Koslow eine Jugendherberge als Veranstaltungsort ausgewählt haben weiß ich nicht.

Jedoch passt die Satzung der Jugendherbergen perfekt zu der geplanten Veranstaltung (siehe oben):

Jugendhilfe, Völkerverständigung sowie Umwelt- und Landschaftsschutz.
Erholungsaufenthalte, Ferien- und Bildungsreisen für junge Menschen und Familien, damit sie das eigene Land und fremde Länder und Völker kennen lernen und lernen, auf Menschen fremder Landschaften und Kulturen Rücksicht zu nehmen und sie zu verstehen.

Genau darum sollte es doch bei der geplanten Veranstaltung gehen.

Am 21. Mai bekam ich die Einladung als Ehrengast teilzunehmen. Der Titel war leicht geändert:

„Festival-Forum „Im Lichtstrahl von Anastasia Deutschland“
Neue Formen des Lebens der Menschheit in und mit der Natur

Ich bestätigte umgehend, noch am 21. Mai 2019, meine Teilnahme, wobei es mir unerheblich war, als „Ehrengast“ geladen zu werden. Ich hätte auch ohne diese Ehre Interesse gehabt teilzunehmen. Für mich günstig war der geplante Versammlungsort: Die Anreise zum Edersee ist für mich ein „Katzensprung“.

Am 22. Mai 2019 bekam ich um 12:56 die Anmeldebestätigung vom Organisator der Veranstaltung zugesendet:

Sehr geehrte Konstantin Kirsch,

wir danken für Ihre Anmeldung zum Festival und laden Sie herzlich ein:

Termin: 30.08. bis 01.09.2019
Ort: Deutschland, Waldeck-Frankenberg, Jugendherberge „Hohe Fahrt“ am Edersee
Beginn: am 30.08. ab 15:00 Uhr

Festivalgebühr: für Sie 0 Euro, nur Verpflegung und Übernachtung – 80 euro

Konto: IBAN: […]

In diesem Betrag sind zwei Übernachtungen mit Vollpension (vegetarisch) inbegriffen.
Die Zimmerverteilung wird vor Ort am 30.08.2019 organisiert. Festival findet in Räumen der Jugendherberge „Hohe Fahrt“ statt, d.h. wir haben nur 12 Zweibettzimmer, 4 Familienzimmer. Andere Zimmer sind 4-, 6-, 8-bettzimmer. Zimmer werden nach Eingang der Anmeldung verteilt.

Wir möchten alle Teilnehmer ausdrücklich darauf hinweisen bzw. daran erinnern, dass in Anastasias Ideen nicht zwischen Herkunft, Rassen- und Religionsangehörigkeit unterschieden wird. Jede Art von Propaganda in eine dieser Richtungen wird von der Veranstaltungsleitung unterbunden. Wir sind alle gleich, unabhängig von unserer Herkunft und Religion.
Jede Art von Informationsmaterial, welches an andere Teilnehmer verteilt wird, ist mit der Veranstaltungsleitung abzuklären, um mögliche Missverständnisse zu vermeiden……..Wir bitten um Ihre Verständnis?

Mit herzlichen Grüßen
Andrej Koslow

Andrej Koslow ist Russe aus Sibirien, lebt seit 29 Jahren mit Familie in Deutschland. Am überwiegend gelungenen Satzbau und den wenigen Schreibfehlern kann man erkennen, das die Integration nach Deutschland relativ gut funktioniert hat, wenngleich die Herkunft noch durchschimmert.

Am 23. Mai 2019 bekam ich von Herrn Koslow die Bestätigung der Zimmerreservierung.

Herr Koslow hatte in der Jugendherberge Hohe Fahrt am Edersee 320 Teilnehmer angemeldet und eine Anzahlung in Höhe von 1733 Euro geleistet.

Hier ein Foto des Vertragsangebotes der Jugendherberge:

Am 8. Juni bekam ich eine Email:

Hallo Konstantin,

was sagst du dazu https://www.wlz-online.de/waldeck/voehl/rechte-esoteriker-anastasia-bewegung-darf-nicht-edersee-tagen-12355956.html?
Ich habe mich angemeldet und […] gezahlt. Weißt du was nun wird? Ich habe die Anastasia-Bücher ja nicht gelesen. Sind die wirklich so antisemitisch? Die Behauptung der von Juden kontrollierten Geldflüsse habe ich auch anderswo schon gehört und finde sie sehr gewagt. Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas in den Büchern steht.

Liebe Grüße, xxx

Der verlinkte Zeitungsartikel ist datiert auf den 6.6.2019, EXAKT am gleichen Datum, an dem die Jugendherberge Herrn Koslow einen Brief schrieb über die „Unwirksamkeit des Belegungsvertrages“. Wie soll man das verstehen? Woher hatte die Zeitung, bzw. die Journalistin Julia Janzen, diese Information zu diesem Zeitpunkt? Wurde der Artikel nach einer Presseerklärung der JH verfasst und wieso geht er dann auf noch weit mehr ein? Wurde das abgesprochen? Ist das eine Verschwörung?

In dem Schreiben der Jugendherberge steht eine Frist für eine Gegendarstellung:

Sofern wir bis zum 15.06.2019 nichts Gegenteiliges von Ihnen hören, gehen wir deshalb davon aus, dass Einigkeit mit Ihnen darüber besteht, dass der DJH Landesverband Hessen e,V, als Rechtsträger der Jugendherberge Hohe Fahrt nicht zur Erfüllung des Belegungsvertrags verpflichtet ist.

So wie ich diesen Satz verstehe, gab die Jugendherberge eine Frist zur Klärung und Einigung in der Sache. Eine Presseerklärung, das das Treffen nicht stattfinden würde, wäre also erst NACH dem 15.6., also frühestens am 16.6. passend gewesen. Außer, die Jugendherberge hatte schon entschieden, das die Veranstaltung unter keinen Umständen stattfinden wird – dann war die Angabe einer Frist zur Klärung der Sache eine Farce.

Ich schrieb Herrn Koslow an, was denn los sei. Erst am 10. Juni bekam ich Antwort, weil er vorher unterwegs war.

Zuerst gehe ich auf den verlinkten Zeitungsartikel ein:

Anastasia-Bewegung versteckte sich bei Buchung hinter Privatperson

Wer es noch nicht gemacht hat sollte sich mal mit dem Thema „Framing“ beschäftigen. Heutiger Gesinnungs-Journalismus beschäftigt sich gerne dieser Praktik anstatt seriös und neutral von etwas zu berichten: Man setzt etwas in einen „Rahmen“ und lenkt damit die Emotionen und Wertungen der Leser.

Der Begriff „Anastasia-Bewegung“ wurde meines Wissens nach durch Journalisten erst erfunden. Es gibt meines Wissens nach keine juristische Person diesen Namens, die eine Veranstaltung hätte buchen können. Wenn man unter dem Begriff „Anastasia-Bewegung“ die Leser der Anastasia-Bücher meint, dann hat man es mit Millionen an Menschen auf der gesamten Erde zu tun. Allein im deutschsprachigen Raum rechne ich mit über 100.000 Lesern.

Wenn man den Text der email vom 27.3 beachtet (siehe oben):

Wir möchten andere Format auch anbieten, damit wir Festival interessant nicht nur für uns  (Anastasia Leser) machen, sondern auch für die Leute wer hat noch nicht über Anastasia gehört.

Dann ist klar, daß nur ein Teil der Teilnehmer aus Anastasia-Lesern bestehen sollte (vielleicht 200?), was die email vom 8. Juni bestätigt, die mir von einer Frau gesendet wurde, die sich angemeldet hatte und die Bücher noch nicht gelesen hatte.

200 Menschen von 100.000 Lesern sind jedoch gerade mal 0,2 Prozent! Es ging bei der Veranstaltung nie darum, daß sich die „Anastasia-Bewegung“ hätte treffen wollen.

Nächster Satz:

Geplantes Forum rechter Esoteriker am Edersee gestoppt

In diesem Satz sind zwei Begriffe falsch: „rechter“ und „Esoteriker“.
Unter Esoterik wird Wissen verstanden, das nur einem eingeweihten und begrenzten Kreis an Menschen zugänglich ist. Die Anastasia-Bücher sind jedoch öffentlich verfügbar und dies noch in sehr vielen Sprachen. Es handelt sich somit in keiner Weise um Esoterik. Das Adjektiv „rechter“ ist auch grundlegend falsch.

Ich wiederhole einen Auszug aus der Anmeldebestätigung, die ich am 22. Mai erhalten hatte:

Wir möchten alle Teilnehmer ausdrücklich darauf hinweisen bzw. daran erinnern, dass in Anastasias Ideen nicht zwischen Herkunft, Rassen- und Religionsangehörigkeit unterschieden wird. Jede Art von Propaganda in eine dieser Richtungen wird von der Veranstaltungsleitung unterbunden. Wir sind alle gleich, unabhängig von unserer Herkunft und Religion.

Nächster Absatz des Zeitungsartikels:

„Im Lichtstrahl von Anastasia Deutschland“ ist das Festival-Forum überschrieben, das Ende August am Edersee stattfinden sollte. Veranstalter ist der „Freundeskreis Anastasia“. Die Anastasia-Bewegung steht in der Kritik. Sie gilt als rassistische und antisemitische Gruppe.

Wieder falsch: Wie oben im Foto des Vertragsangebotes der Jugendherberge zu sehen lautet der Veranstalter:
„Festival Veranstaltung Andrej Koslow“

Und die sogenannte „Anastasia-Bewegung“ wurde als Begriff erst vom Journalismus erfunden in Kombination mit Kritik daran. Selbstverständlich ist der Vorwurf Rassismus und Antisemitismus grundlegend falsch, bösartig und verleumderisch. Man kann dies jedoch gut verstehen, wenn man weiß, daß Journalisten nicht belohnt werden für ehrliche und neutrale Berichte sondern insbesondere beim „Kampf gegen Rechts“. Und wenn der Feind erst erschaffen werden muss, um dann dagegen ankämpfen zu können…

Nächster Absatz:

Auch Oliver Koch kennt die Anastasia-Bewegung. Der Pfarrer ist Referent für Weltanschauungen der beiden Evangelischen Kirchen Kurhessen-Waldeck und Hessen-Nassau. Seit gut anderthalb Jahren verfolge er die Aktivitäten der Bewegung. Die Gruppe habe einen „hochesoterischen Hintergrund“, auch ein Anteil Verschwörungstheorie gehöre dazu.
[…]
Der Pfarrer hat selbst bereits einen der sogenannten Familienlandsitze besucht. In Nentershausen (Hersfeld-Rotenburg) sei er mit einem Kollegen bei einer öffentlichen Besichtigung dabei gewesen. Da sei durch Gespräche mit dem Esoteriker Konstantin Kirsch klar geworden: „Die Gruppe strebt eine tief greifende politische Veränderung an.“

Mehrfach falsch: Ich habe keinen Familienlandsitz und erst recht keinen auf dem ich öffentliche Besichtigungen anbieten würde. Was ich seit knapp 30 Jahren (weit länger als es die Anastasia-Bücher gibt!) aufgebaut habe ist ein Forschungs- und Experimentiergelände für Naturbauten und Permakultur. Und wenn ich einen Familienlandsitz hätte, würde ich nie im Leben darauf öffentliche Besichtigungen anbieten. Beides schließt sich aus. Ein Familienlandsitz nennt man auch einen „Raum der Liebe“. Das ist etwas privates, etwas sensibles, intimes. Man bietet doch auch keine „öffentlichen Besichtigungen“ durchs eigene Schlafzimmer an, oder machen Sie das, Herr Pfarrer?? Entlarvend ist übrigens das Wort „Besichtigung“. Das benutze ich nicht. Ich biete sogenannte „Führungen“. Wer nur besichtigen will, also nur etwas „sehen“ will, also nur mit den Augen gucken will, der wird von mir bezeichnet als Glotz-Tourist. Das sind Menschen, die nichts hören, nichts riechen, nichts schmecken, nichts fühlen wollen. Wer nur auf der Oberfläche sehen will (Be-Sichtigung) ist bei mir fehl am Platz. Mit reiner Oberflächlichkeit können wir die Natur weder verstehen noch mit ihr kooperieren.

Mich dann noch als „Esoteriker“ zu bezeichnen und das in Verbindung mit „öffentliche“ Besichtigung ist wieder völliger Blödsinn. Esoterik ist eben gerade die Nicht-Öffentlichkeit. Man kann mich bezeichnen als Waldgärtner, als Permakulturgestalter, als Buchautor, als Vortragsredner, als Kleinbauer, als Häuserpflanzer, als Projektentwickler, als Siedlungsplaner, als Imker, als Baumliebhaber, als Künstler, als Mensch mit Herz und Hirn, als Kreativling, als Blogger, wegen mir auch als Träumer, Phantasiemenschen oder als Weltverbesserungsexpertenberater, aber als „Esoteriker“?? Wie kommt man da drauf?

Gesichter kann ich mir recht gut merken, bei Namen fällt es mir nicht ganz so leicht. An dieses Gesicht kann ich mich jedoch nicht erinnern:
https://www.zentrum-oekumene.de/de/contact/oliver-koch/
Vielleicht war dieser Pfarrer gar nicht bei mir? Vielleicht gibt es hier in der selben Gemeinde einen Menschen mit gleichem Namen, der noch dazu einen Familienlandsitz hat und darauf öffentliche Besichtigungen anbietet? Mag sein, nur hätte ich davon vermutlich etwas mitbekommen.

Und der letzte Satz des Absatzes klingt dramatisch, sagt aber nicht viel und ist oben drein falsch:
„Die Gruppe strebt eine tief greifende politische Veränderung an.“

Falsch ist, daß ich ein Sprecher einer Gruppe sei. Ich erzähle bei meinen Gartenführungen von mir und meiner Sicht. Die 100.000 anderen Anastasia-Leser mögen alles mögliche anders sehen. Das nennt man dann Vielfalt oder Diversity.

Und eine „tief greifende politische Veränderung“ strebe ich durchaus an: Ich will ein Ende der globalen Zerstörung der Lebensgrundlagen und setze mich ein für eine Überlebenschance der Menschheit.

Sollte dieser Pfarrer und diese Journalistin eine gegenteilige Absicht tragen, dann sind sie wohl Apokalyptiker, also Menschen, die sich nach dem Untergang der Welt sehnen.

Nächster Absatz:

Einmieten wollte sich das Anastasia-Festival-Forum in der Jugendherberge Hohe Fahrt am Edersee – „unter falschem Namen“, wie Knut Stolle sagt, Pressesprecher des Landesverbands der Jugendherbergen. Eine Privatperson aus dem Landkreis nahm laut WLZ-Recherchen die Buchung vor.

Wieder der gleiche Fehler: Unter dem „richtigen Namen“ kann sich eine juristisch nicht vorhandene „Anastasia-Bewegung“ gar nicht einmieten, weil es dies als juristische Person gar nicht gibt! Es muss daher eine Privatperson die Buchung vornehmen. Wer denn sonst???

Nächster Absatz:

Anfangs habe man nicht gewusst, wer sich hinter der Buchung verberge. Als klar war, um wen es sich handelt, habe man sich mit anwaltlicher Unterstützung an die Gruppe gewandt „und die Unwirksamkeit des Vertrags festgestellt beziehungsweise den Belegungsvertrag hilfsweise gekündigt“.

Falsch: Von Anfang an war klar wer hinter der Buchung steht: „Festival Veranstaltung Andrej Koslow“
Falsch: Die Jugendherberge hat sich nicht „an die Gruppe“ gewandt sondern logischerweise an den Veranstalter.

Nächster Absatz:

„Jugendherbergen sind kein Ort für Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung. Wir sind annehmend, nicht ablehnend. Wer diese, unsere grundlegenden Werte missachtet, ist bei uns nicht willkommen,“ betont Timo Neumann, Vorsitzender der hessischen Jugendherbergen.

Eben WEIL Jugendherbergen kein Ort für Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung sind wäre dort ein Treffen von Anastasia-Lesern passend gewesen.

Ich wiederhole einen Auszug aus der Anmeldebestätigung, die ich am 22. Mai erhalten hatte:

Wir möchten alle Teilnehmer ausdrücklich darauf hinweisen bzw. daran erinnern, dass in Anastasias Ideen nicht zwischen Herkunft, Rassen- und Religionsangehörigkeit unterschieden wird. Jede Art von Propaganda in eine dieser Richtungen wird von der Veranstaltungsleitung unterbunden. Wir sind alle gleich, unabhängig von unserer Herkunft und Religion.

Selbstverständlich achtet der Veranstalter Andrej Koslow die genannten Werte der Jugendherberge.

Völlig grotesk hingegen ist die Formulierung von Timo Neumann: „Jugendherbergen sind kein Ort für […] Diskriminierung und Ausgrenzung. Wir sind annehmend und nicht ablehnend“ in Zusammenhang mit einer diskriminierenden Kündigung, also einer Ausgrenzung, einer Ablehnung, ist schon ein Kunststück an geistiger Leistung, das hat Seltensheitswert.

Es zeigt das altbekannte verhaltenspsychologische Dilemma, daß derjenige, der etwas bekämpft, leicht selbst zu dem wird, was er vorhatte zu bekämpfen.

Nächster Absatz:

Immer mal wieder gebe es Versuche von Gruppen, die diese Werte nicht teilen, sich einzumieten. Oftmals werde auch versucht, Räume privat zu mieten. „Dank einer aufmerksamen Netz-Community kam dieser Schwindel jetzt heraus“

Doppelt-Falsch: Der Veranstalter teilt die Werte der Jugendherberge und es war kein Schwindel.

Nächster Absatz:

Um ein Zeichen gegen Rassisten zu setzen, werde man im Herbst ein Seminar zum Thema Rechtsextremismus in der Hohen Fahrt anbieten. Trotz mehrfacher Anfrage hat sich die Bewegung zu der Kritik und den Vorwürfen nicht geäußert.

Da wird jetzt einiges zusammengepackt was getrennt betrachtet gehört: Ein Seminar gegen Rechtsextremismus anzubieten ist begrüßenswert, nur gibt es Rassismus nicht nur von rechtsextremer Seite sondern auch von linksextremer Seite.

Wen meint die Journalistin Julia Janzen mit „die Bewegung“? Meint sie damit die weiter oben in ihrem Artikel bezeichnete „Anastasia-Bewegung“? Nun, ich wiederhole: Diese Bewegung gibt es im juristischen Sinne nicht. An diese angebliche Bewegung kann man keine Anfragen richten und diese kann sich nicht äußern. An welche Adresse sollte man sich den wenden? So wie ich selbst kein Sprecher dieser angeblichen Bewegung bin, kenne ich keinen anderen, der für alle Leser der Anastasia-Bücher sprechen kann.

Wie oben geschrieben trägt der Zeitungsartikel das GLEICHE Datum wie das Kündigungsschreiben an den Veranstalter. Dieser hat jedoch erst mehrere Tage später das Schreiben erhalten und kann sich logischerweise NICHT VOR Erhalt des Schreibens geäußert haben! Es gab auch keine „mehrfache Anfrage“. Die Journalistin Julia Janzen lügt also.

Weiter will ich dieses Lügen- und Diffamierungsschreiben von Julia Janzen nicht zerpflücken. Es ist eigentlich schon viel zu viel Aufmerksamkeit, die ich dieser unseriösen Falsch-Schreiberin gegönnt habe.

Interessant ist als nächstes das Kündigungsschreiben der Jugendherberge vom 6.6.2019:

 

Ein Textauszug aus Seite 1:

[…] gebucht haben, offensichtlich für, oder zumindest im Auftrag der Anastasia-Bewegung handelt. Das ergibt sich aus diversen Veröffentlichungen im Zusammenhang mit dem Seminar, auf das sich die hier gegenständliche Belegungsbuchung bezieht.

Nun, wie oben mehrfach ausgeführt gibt es die „Anastasia-Bewegung“ nicht in dem Sinne, daß dies eine juristische Person sei. Es ist also nicht möglich, daß Herr Koslow für oder im Auftrag dieser sogenannten Bewegung etwas gebucht hat. Der Begriff „Anastasia-Bewegung“ ist erst durch Journalisten erfunden worden um die Leser der Anastasia-Bücher zu diskreditieren.

Die Anastasia-Bewegung hat laut Wikipedia zumindest den Ruf „von deutschen Verfassungsschützern ebenso wie von Sektenbeauftragten, Wissenschaftlern und Kirchenvertretern aufgrund der rechtsesoterischen, verschwörungsideologischen, antisemitischen Inhalte sowie der rechtsextremen, nationalistisch-völkischen Blut-und-Boden-Ideologie kritisiert“ zu werden und „Verbindungen zum organisierten Rechtsextremismus und zu Reichsbürgern“ zu haben.

In Wikipedia steht sehr viel sachliches und neutrales solange es sich um Pflanzen, Tiere, Technik handelt. Sobald es aber um politische Themen geht ist Wikipedia keineswegs als neutral und sachlich einzustufen. Über diese dunklen Seiten der Gutmenschen-Enzyklopädie wurden schon mehrere Bücher geschrieben:

Die Akte Wikipedia, Michael Brückner

Schwarzbuch Wikipedia, Andreas Mäckler

Die investigativen Journalisten Markus Fiedler und Dirk Pohlmann haben vor einiger Zeit den Schreiber mit dem Wikipedia-Pseudonym „Feliks“ enttarnen können. Es verbarg sich ein Ingolstädter Rechtspfleger, bzw. Jörg Egerer aus München. So zu lesen hier:

https://www.heise.de/tp/features/Wikipedia-an-der-Propagandafront-gegen-Historiker-4167075.html?seite=all
https://vera-lengsfeld.de/2019/03/06/sensationell-die-enttarnung-eines-wikipedia-denunzianten/

Es ist also alles andere als seriös und korrekt einen Wikipedia-Verleumdungsartikel zu nennen als Aussage über einen Ruf einer „Bewegung“.

Ich wiederhole nun den Punkt 10 des §52 der Abgabenordnung:
10. die Förderung der Hilfe für politisch, rassisch oder religiös Verfolgte, für Flüchtlinge, Vertriebene, Aussiedler, Spätaussiedler, Kriegsopfer, Kriegshinterbliebene, Kriegsbeschädigte und Kriegsgefangene, Zivilbeschädigte und Behinderte sowie Hilfe für Opfer von Straftaten; Förderung des Andenkens an Verfolgte, Kriegs- und Katastrophenopfer; Förderung des Suchdienstes für Vermisste;

Mittlerweile ist mein Eindruck, daß alle Anastasia-Leser, zusammengefasst als die sogenannte „Anastasia-Bewegung“, als politisch oder religiös Verfolgte zu gelten haben. Damit wäre eine Hilfe für diese Menschen anerkannte Gemeinnützigkeit.

Zum Vorwurf, die Anastasia-Bücher hätten antisemitischen Inhalt:
Diese Verleumdung wurde diesen Büchern schon von mehreren Schreibern angedichtet ohne das sich der Inhalt der Bücher ihrem bösartigen Wunsch angepasst hätte. Die Bücher haben selbstverständlich keinen antisemitischen Inhalt!

Schon mehrfach habe ich hier im Blog darüber geschrieben, beispielsweise hier:
http://www.konstantin-kirsch.de/2018/11/anastasia-buecher-und-juden.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2019/10/sind-die-anastasia-buecher-ein-spiritueller-spiegel.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2019/12/anastasia-brief-aus-israel.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2020/01/dialog-zu-kritik-gegenueber-den-anastasia-buechern.html

dazu ein Zitat aus Band 7 Seite 103:

„Während ich mich mit meinen Worten an Juden und Christen wende, hoffe ich auf Verständnis wenigstens einiger Anhänger dieser beiden sich gegenseitig ausschließenden Ideologien. Es ist mir bewusst, dass bei weitem nicht alle Mitglieder dieser beiden Konfessionen den Grund verstehen können, warum ich sogar gezwungen bin, dieses Thema anzusprechen. Kaum hatte ich mich zum Thema der Beziehung zwischen den Juden und den Christen in meinem letzten Buch geäußert, schon fühlten sich viele Leser gekränkt. Eigentlich verfolgen alle Aussagen von Anastasia doch nur ein Ziel, den Grund der Konflikte zwischen den Völkern ans Licht zu bringen. Das sind Konflikte, die seit fünftausend Jahren bestehen. Mein gesunder Menschenverstand warnte mich davor, dieses Thema in meinem letzten Buch zu berühren. Warum sollte ich einen Teil meiner Leser reizen und gegen mich stimmen? Dennoch habe ich kein Recht, die mir zur Verfügung stehende Information zu verheimlichen, egal wie unangenehm sie für jemanden scheinen mag. Übergriffe auf Juden finden seit Jahrtausenden statt, und ich bin in meinen Berichten immer bemüht, ausschließlich historische Fakten ohne eine subjektive Bewertung zu verwenden. Ich verfolge dabei nur ein Ziel- die Vermeidung des nächsten, in verschiedenen Ländern gleichzeitig geplanten großflächigen Übergriffs auf die Juden. Der nächste Pogrom kann wesentlich größere Ausmaße annehmen als der letzte Übergriff auf die Juden durch das nationalsozialistische Deutschland. Doch der nächste Angriff ist vorprogrammiert. Es gibt nur eine Rettung – ein ausreichendes Maß an Verständnis der Ursachen von früheren Pogromen und die rechtzeitige Einleitung von vorbeugenden  Maßnahmen.

Ich wiederhole das Zitat aus der Satzung des Deutschen Jugendherbergswerkes:

Erholungsaufenthalte, Ferien- und Bildungsreisen für junge Menschen und Familien, damit sie das eigene Land und fremde Länder und Völker kennen lernen und lernen, auf Menschen fremder Landschaften und Kulturen Rücksicht zu nehmen und sie zu verstehen.

Damit ist doch offensichtlich, daß sich die Jugendherbergen den gleichen Geist der Völkerverständigung auf die Fahnen, bzw. in die Satzung geschrieben haben, wie es in den Anastasia-Büchern geschrieben steht!

Ich mag noch eine Anmerkung zum Thema Antisemitismus und Rassismus geben: Es mag durchaus sein, daß bei 100.000 Lesern einzelne Menschen mit antisemitischen oder rassistischen Gedanken und Wertemustern dabei sind. Dies ist für mich jedoch irrelevant weil es dies überall in der Gesellschaft geben kann. Wenn man unterschiedlichste Menschen ansprechen und erreichen will um diese zu einem gemeinsamen Frieden anzuregen, ist es geradezu notwendig Toleranz und Verständnis zu zeigen für andere und auch extreme Ansichten des Lebens. Um was es beim Vorwurf Antisemitismus und Rassismus wirklich gehen sollte, ist die Frage, ob DURCH das Lesen der Anastasia-Bücher Menschen antisemitisch oder rassistisch geworden sind, die es VORHER nicht waren! Wenn die Bücher attraktiv sind für Antisemiten und Rassisten und diese durch das Lesen ihre bisherigen extremen Ansichten hinterfragen und abmildern, dann sind diese Bücher als heilsame Therapie zu bezeichnen. Ich habe auf jeden Fall bei keinen einzigen Leser der Anastasia-Bücher wahrgenommen (und ich habe hunderte kennengelernt), das durch die Lektüre eine antisemitische oder rassistische Einstellung entstand oder, sofern schon vorhanden, verstärkt wurde.

Weiter geht es mit einem Auszug des Kündigungs-Briefes der Jugendherberge:

Dieser Ruf der Anastasia-Bewegung steht im krassen Widerspruch zum satzungsgemäßen Vereinszweck des DJH Landesverbands Hessen e.V. (nachfolgend „DJH Hessen“), denn gem. Ziffer 2 der Satzung des DJH Hessen wird u.a. .,die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten und des Völkerverständigungsgedankens“ als Vereinszweck angestrebt.

Nun, der von den Journalisten erfundene „Ruf“ zu der von den Journalisten erfundenen Begrifflichkeit der „Anastasia-Bewegung“ mag im krassen Widerspruch zum Vereinszweck des DJH stehen, vor allem aber steht der Ruf der sogenannten „Anastasia-Bewegung“ im krassen Widerspruch zum Inhalt der Anastasia-Bücher!!

Und dann wird das Verhalten der Jugendherberge ganz krass: Sie SELBST haben gekündigt (weil sie auf Verleumdung hereingefallen sind) und berechnen dann Stornokosten! Wenn das nicht sittenwidrig ist…

Die JH stellt 6550 Euro in Rechnung und zieht gleich mal die Vorrauszahlung in Höhe von 1733,- Euro ab, anstatt diese zurück zu erstatten.

Interessanterweise ist diese Rechnung auch auf den 6.6.2019 datiert, also VOR Ablauf der Verständigungsfrist (15.6.2019):

Herr Koslow hat innerhalb der Frist (15.6.) geantwortet und zwar wie folgt:

Gesendet: Donnerstag, 13. Juni 2019 um 09:29 Uhr
Von: anastasiafestival-germany@web.de
An: timo.neumann@jugendherberge.de
Betreff: Ihre Absage Festival Edersee 30.08.-01.09.2019

Festival Veranstaltung. Andrej Koslow. Hauptstzraße 37. 34477 Twistetal-Twiste

Timo Neumann
Vorstand Vorsitzende
DJH Landesverband Hessen e.V.
Berner Straße 119
60437 Frankfurt a.M.

Sehr geehrter Herr Neumann,

Wir haben Ihre Schreiben von 06.06.2019 erhalten. Wir waren schockiert mit welche Härte   und Entschlossenheit Sie unsere Veranstaltung in Räumen der JHB Höhe Fahrt am Edersee am 30.08.-01.09.2019 storniert haben. Die Information über Anastasia Bewegung, die seit 1995 begonnen hat, die sich weltweit ausbreitet und auf 20 Sprachen übersetzt ist, haben Sie aus Wikipedia entnommen. Wir verstehen, das Sie sehr wahrscheinlich, aufgrund Ihre Tätigkeit, wenig Zeit haben, sich selbst mit dem Fenomen der Anastasia zu beschäftigen. Wir sind alle Erwachsene Menschen, viele von uns sind Eltern und Großeltern und der Schicksal unseren Kindern und nachkommenden Generationen ist uns nicht egal! Wir verstehen, das der Weg unsere technische „Entwicklung“ zum Ende unsere Zivilisation führt. Es bleibt uns nicht mehr viel Zeit, wenn wir, alle zusammen, nicht jetzt vernümftig handeln werden. Davon sind wir überzeugt. Die Methode des Verbittens, ohne zu verstehen, ist einfacher als sich damit zu beschäftigen. Wir sind keine Sektanten! Wir sind keine Antisemisten! Wir sind keine Nationalisten! Der Nationalitet und Religion spielen bei uns überhaupt keine Rolle! Wir wollen, das wir alle gemeinsam gute Zukunft haben! Wir wollen, das unsere Erde wieder schön wird, das der Lüft und Wasser nicht mehr giftig sind.
Aus irgendwelchen Gründen, werden unsere Idee völlig falsch interpretiert, die Hartnägigkeit des Nichtverstehen bringt uns auf die Gedanke, das Jemand daran interresiert ist, das das so weiter geht, bis uns nicht mehr gibt. Das unsere Kinder kein Morgen mehr haben werden! Wir alle glauben an Gott, nennen Ihn mit verschiedenen Namen, manche einfach“Vater“. Wir haben alle frei Wille, tragen aber die Verantwortung für was wir entscheiden.
Seien Sie, Herr Neumann, nicht so schnell mit Ihren Entscheidungen. Es kann sein das Sie aus Unwissenheit gegen Ihren Kindern und Ihren Enkeln entscheiden.
Ich bin kein Deutscher, ich bin Russer aus Sibirien. Seit 29 Jahren lebe ich glücklich mit meine Familie in wunderschönen Land – Deutschland, den ich auch liebe.
Ich wünschen Ihnen und uns Allen eine gute, gemeinsame Zukunft!

Mit herzliche Grüße
Andrej Koslow

Nach diesem Schreiben hat Herr Koslow nichts von Herrn Neumann erfahren (Stand 5. Juli 2020).

Stattdessen bekam Herr Koslow am 3. Juli 2020 eine Mahnung:

Wie diese Geschichte nun weiter geht kann ich nicht einschätzen. Sofern Herr Neumann Rückgrat und Format besitzt sollte er sich meines Erachtens mit dem zitierten „Ruf“ und den Anastasia-Büchern einmal intensiv beschäftigen und dann nicht nur die Rechnung in Höhe von 6550 Euro stornieren, die Vorkasse in Höhe von 1733,- Euro zurückzahlen (plus Zins) sondern auch in deutlichen Worten um Entschuldigung bitten.

Sofern dies nicht geschieht, werte ich sein Verhalten und damit das Verhalten des DJH als Verstoß gegen internationale Gesinnung, gegen Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und gegen den Völkerverständigungsgedanken und damit gegen die Gemeinnütztigkeit.

Sollte die Jugendherberge jedoch mit der Geldforderung gegen Herrn Koslow vor Gericht gehen, dann wird meiner Einschätzung nach auch die Frage der Gemeinnützigkeit des DJH ein Thema der Verhandlung werden.

Wie üblich, wenn vor Gericht schmutzige Wäsche gewaschen wird, wird das nicht nur in eine äußerst kostspielige Gutachterschlacht ausarten, teuer allein deshalb, weil unbefangene Gutachter, und nicht selbsternannte Sektenbeauftragte von Glaubensgemeinschaften, vom Gericht erst einmal gefunden werden müssen. Danach müssen diese Gutachter sämtliche zehn Anastasia-Bände aufmerksam lesen, um sich mit dem Rassismus- und Antisemitismus-Vorwurf auseinanderzusetzen. Bei üblichen Stundenhonoraren für Hochschullehrer hat der Kläger, in diesem Falle das Deutsche Jugendherbergswerk, einen erklecklichen Vorschuss zu zahlen. Da exorbitante Ausgaben für zweckwidrige Leistungen (vgl. Maserati der Obdachlosenhilfe in Berlin) einer der Hauptgründe für den Entzug der Gemeinnützigkeit sind, und dann rückwirkend auf die Umsätze der Jugendherbergen Umsatzsteuer und Körperschaftssteuer zu entrichten sind, wird das nachgerade existenzgefährdend. Da dann die weitere Frage im Raum steht, ob ein solches Verhalten der Vorstände nicht strafbare Untreue darstellt, könnte als weiteres ‚Schmankerl‘ dann dem Vorstand (und evtl. weiteren sog. ‚Erfüllungsgehilfen‘) auch noch ein kostenloser Aufenthalt in einer vergitterten staatlichen Jugendherberge drohen.

Damit wird es aber dann wohl kaum sein Bewenden haben: Natürlich wird sich ein zu Unrecht verfolgter Beklagter dann seinerseits wehren müssen. Das hieße, die Liste ist lang, z.B., dass sämtliche bisher durchgeführten Veranstaltungen in dieser und anderen Jugendherbergen daraufhin durchleuchtet werden müssten, ob sie nicht etwa von Veranstaltern ausgingen oder teilnehmende Personenkreise umfassten, die tatsächlich DJH-satzungswidrige oder allgemein verfassungswidrige Ziele verfolgt haben, gar staatsfeindliche Propaganda auf Anwesen der DJH äußerten. Wer sich die tatsächliche Nutzung anschaut, kommt jedenfalls auf entsprechende Ansatzpunkte für weitere Ermittlungen. Da wäre die stillschweigende Rückzahlung der Anzahlung und von etwas Schadenersatz für den Aufwand des zu Unrecht abgemahnten Veranstalters allemal billiger. Aber diese Bewertung ist natürlich Sache des vom Kläger angerufenen Gerichts.

Das Gericht muss daher zur Aufklärung Zeugen laden, etwa Veranstalter und Teilnehmer der letzten Jahre, und sie in öffentlicher Verhandlung zu ihren politischen Ansichten befragen, sie mit anderwärts ermittelbaren verfänglichen Aussagen konfrontieren (etwa durch Zeugenaussagen von Verfassungsschützern im Gerichtssaal) usw. Natürlich freut das Teilnehmer an z.B. einer Jugendwoche, wenn sie plötzlich unter Meidung von Ordnungsgeld oder Erzwingungshaft in einem Verfahren aussagen sollen, das sie bei Meidung der Strafen für Meineid zwingt, ihre Ansichten offenzulegen, bloss, weil eine Herberge meint, eine Veranstaltung, die NICHT stattfand, sei gefährlicher, als eine, die stattfand, im Vertrauen darauf, dass über ihre oft rechtlich fragwürdigen Inhalte nie etwas nach aussen dränge.

Tja, und natürlich bucht man dann beim nächsten Mal lieber bei einer Unterkunft, bei der man sich sicher sein kann, nicht vor Gericht aussagen zu müssen, bloss, weil der Beherbergungsbetrieb, statt einfach politisch neutral zu bleiben, einseitig einer Art Verfolgungswahn frönt. Es wird spannend, aber vielleicht lässt sich dadurch ja die Frage klären, wo denn eigentlich diese politisch verfänglichen Inhalte in den Anastasia-Büchern stehen sollen, die sogar ins Hebräische übersetzt wurden und in Israel gelesen werden.

*********

In eigener Sache:

Ich, Konstantin Kirsch, stehe in keinerlei wirtschaftlichem Verhältnis zum Organisator der Veranstaltung, Andrej Koslow. Die seinerzeit gezahlten 80 Euro (für Verpflegung und Übernachtung bei der Veranstaltung) habe ich zurückerhalten. Es ist nichts zwischen uns offen. Ich schreibe nicht in seinem oder eines anderen Auftrag. Ich bekomme für diesen Blogbeitrag keine Bezahlung oder sonstigen Vergünstigungen.

Über viele Jahre lang habe ich den Anastasia-Index geschrieben, ein Nachschlagewerk für die gesamte Anastasia-Buchreihe.
Über viele Monate lang habe ich alle Bücher praktisch auswendig gelernt um im TV-Studio Rede und Antwort zu stehen bei einem Sendeformat, bei dem nicht geschnitten wurde. Dabei kam die Filmreihe „Phänomen Anastasia“ mit über zehn Stunden Sendezeit heraus:
https://www.waldgartendorf.de/anastasia/

Mein Motiv für diesen Blogbeitrag ist einerseits die persönliche Betroffenheit:
– durch Nennung meines Namens innerhalb des verleumderischen Zeitungsartikels (siehe oben),
– sowie durch Hetz- und Lügengeschichten durch diverse Medien (BR, ARD, taz und andere)

und andererseits widert es mich an zu erleben, wie heutzutage, gerade mal mit nur 85 Jahren Abstand, die Geschichte sich zu wiederholen scheint: Wieder werden unschuldige Menschen diffamiert, denunziert, angeprangert und ausgegrenzt; massiv wird versucht Feindbilder aufzubauen, Existenzen zu vernichten, die Bevölkerung zu spalten. Im konkreten Fall kommt noch hinzu, das zusätzlich eine reale Perspektive für das Überleben der Menschheit bekämpft wird.

*****

Update 1 vom  09.07.2020

Gestern abend kam ein Kommentar vom Leser Kim-Pau Lee, der mich veranlasst ein Update zu schreiben:
http://www.konstantin-kirsch.de/2020/07/will-das-deutsche-jugendherbergswerk-seine-gemeinnuetzigkeit-verlieren.html/comment-page-1#comment-97633

Der Leser behauptet im Kommentar: “ Heute sollte niemand mehr einer rotbunten DPWV-Organisation auch nur einen Cent schenken, ist meine Meinung.“ und verlinkt dann auf den Wikipedia Eintrag zum Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Gut dachte ich, gehe ich dem Hinweis mal nach. Tatsächlich findet sich auf dem Wikipedia-Eintrag unter den Mitgliedsorganisationen ein Eintrag: „Deutsches Jugendherbergswerk“, jedoch ohne Verweis auf einen Beleg dieser Behauptung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Parit%C3%A4tischer_Wohlfahrtsverband#Organisationen

Daß ich zu Wikipedia kritisch eingestellt bin habe ich oben schon geschrieben. Also suchte ich nach Belegen und wurde schnell fündig auf der Seite des Landesverbandes Hessen:
https://www.paritaet-hessen.org/ueber-uns/unsere-mitglieder.html
Dort Suche nach „Jugendherbergswerk“ führt zum Eintrag: „Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Hessen e.V.“ mit Link auf diese Seite: https://hessen.jugendherberge.de/

Also ist zumindest die Verknüpfung für das Land Hessen belegt, in dem die Jugendherberge Hohe Fahrt am Edersee auch liegt.

In dem Wikipedia Eintrag findet sich ein interessanter Absatz „Kritik“:
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Parit%C3%A4tischer_Wohlfahrtsverband#Kritik
Ich zitiere aus dem Eintrag:

Rainer Hank schrieb in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband verstehe sich als Lobbyorganisation der Partei Die Linke. Dieses Rollenverständnis habe sich bereits vor dem Parteieintritt des Hauptgeschäftsführers Ulrich Schneider 2016 abgezeichnet – so vertrete dieser in seinen Äußerungen schon seit langem konsequent die Linie der Partei. […] Ulrich Schneider wies die Kritik in einem offenen Brief an den FAZ-Redakteur zurück. Darin betonte er, dass der Paritätische keineswegs ausschließlich an der Seite der Linken stehe. […] Er habe eine ganz ähnliche Rede bereits vor einem Jahr auf dem Landesparteitag der nordrhein-westfälischen Grünen gehalten, ohne dass es zu entsprechenden Reaktionen gekommen wäre. Scharf wies er die Behauptung zurück, der Paritätische sei eine „Lobbyorganisation der Linken“ und er verstehe sich „als sozialpolitische Kampftruppe der Partei von Sahra Wagenknecht, Gregor Gysi, Bernd Riexinger und Katja Kipping“.

Nun, die Grünen stehen ja auch mittlerweile nicht mehr für Natur und Umwelt sondern für „stramm links“. Gleichwohl ist so ein Eintrag für mich erst Mal nur ein Indiz und ich suche weiter. Hier der Artikel der Frankfurter Zeitung:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/kommentar-von-wegen-paritaetische-wohlfahrt-14282077.html

Ich zitiere aus dem Artikel vom Juni 2016:

Man muss Ulrich Schneider dankbar sein. Der Mann – Markenzeichen: lange, breite Koteletten – ist seit siebzehn Jahren erfolgreicher Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Vor kurzem ist er aus großer Überzeugung in die Linkspartei eingetreten. Beim Parteitag der Linken in Magdeburg hat Schneider daraus einen kämpferischen Auftritt gemacht. Weil seine neue Partei stets ohne zu wackeln für Umverteilung und eine Politik des „gerechten Ausgleichs“ kämpfe, habe sie den Paritätischen Wohlfahrtsverband an ihrer Seite.

Damit ist es endlich offiziell und braucht nicht mehr als polemische Unterstellung anderer diskreditiert zu werden: Der Paritätische Wohlfahrtsverband versteht sich als sozialpolitische Kampftruppe der Partei von Sahra Wagenknecht, Gregor Gysi, Bernd Riexinger und Katja Kipping. Daran ist nichts anstößig, man muss es nur wissen.

[…]

Politiker lügen häufig, das ist nicht wirklich überraschend. Dass Ulrich Schneider es mit der statistischen Wahrheit nicht sehr genau nimmt, wird erst dadurch zum Ärgernis, dass der Mann sich als Agent des Gemeinwohls verkleidet und hinter dem arglos positiv klingenden Label „paritätischer Wohlfahrtspflege“ versteckt. Und dass Schneiders Verband das großzügige Privileg der Gemeinnützigkeit in Anspruch nimmt und sich ausschließlich aus Beiträgen der Sozialkassen, öffentlichen Mitteln und Spenden (zum Beispiel den guten alten Wohlfahrtsbriefmarken) finanziert. Kader von Parteiorganisationen sollten sich in einer Demokratie eigentlich besser über Mitgliedsbeiträge finanzieren.

Die Verknüpfung der Jugendherbergen mit der Partei „Die Linke“ war mir neu und lässt in mir sofort die Alarmglocken läuten!!
Wie war das noch mit dem Thema Kindesmißbrauch / Pädophilie / Sex mit Minderjährigen???
Da gibt es einiges an Geschichte im links-grün-liberalen Bereich:

https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4dophilie-Debatte_(B%C3%BCndnis_90/Die_Gr%C3%BCnen)
https://www.cicero.de/kultur/paedophilie-im-linken-milieu/55694
https://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-paedophile-fratze/8533746-3.html
https://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/tid-17540/paedophilen-lobby-propaganda-ohne-strafe_aid_489091.html

Wer nun meint ich wolle die Linken als politische Gegner diffamieren liegt übrigens völlig daneben. Ich bin sicher, man kann nicht nur bei Linken und Grünen Pädophile finden. Man kann sie aber bei Linken und Grünen finden. Ob das nun repräsentativ ist oder nicht ist mich auch wieder unerheblich. Mir geht es um das Thema doppelte Maßstäbe. Oder in anderen Worten:

Es mag sein, daß es in den Leserkreisen der Anastasia-Bücher auch vereinzelt Menschen gibt, die „rechts“ oder „antisemitisch“ oder „rassistisch“ sind (bei 100.000 Lesern wird es alle möglichen Menschen geben), ich gehe jedoch davon aus, das der Prozentsatz jener verschwindet gering ist im Vergleich zum Anteil Pädophiler bei Linken und Grünen. Insofern wäre es womöglich interessant zu prüfen ob gerade Links-verknüpfte-Jugendherbergen komplett frei von Pädophilie waren und sind oder gar eine Brutstätte dessen sind.

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Update 2 vom 09.07.2020

Bei weiterer Internetsuche zum Thema fand ich eine Broschüre mit erschütterndem Inhalt:
„DIE VERBORGENEN WURZELN DER ‚MODERNEN‘ SEXUALAUFKLÄRUNG“

Diese Datei ist von der Webseite „besorgte-eltern“ (die ich bis dato nicht kannte):
https://www.besorgte-eltern.net/pdf/broschure/broschure_wurzeln/BE_Verborgene-Wurzeln_A5_v02.pdf

Darin geht es um das Thema Frühsexualisierung, also das Thema Sexualität bei Kindern.

Wichtiger Hinweis vorab: Ich mache die Inhalte dieser Broschüre nicht zu meinen Ansichten, finde sie jedoch interessant als Information und Gedankenanregung. Alle Angaben der Broschüre sollten überprüft werden!

Zitat von Seite 7f. der Broschüre:

Das Buch „Sexualpädagogik der Vielfalt“ von Elisabeth Tuider hatte bereits den Missbrauchsbeauftragten der deutschen Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, veranlasst, in einem Interview vor übergriffigem Sexualkundeunterricht zu warnen. Ein Staatsanwalt schlägt Alarm:
In diesem Buch sind eindeutig Anweisungen enthalten, die Pädophilen als Ermunterung zum Missbrauch von Kindern dienen können. Er befasst sich seit 10 Jahren mit sexuellem Kindesmissbrauch und Internetpornographie und fand ähnliche Texte immer wieder auf Rechnern pädophiler Täter.

Deshalb sind folgende Fakten skandalös:
Das Buch „Sexualpädagogik der Vielfalt“ wird vom pro familia-Landesverband Niedersachsen empfohlen!

pro familia zeigt harte Aufklärungsfilme („Sex we can“) unter Ausschluss von Lehrern und Eltern im Schulunterricht

pro familia wird als gemeinnütziger Verein mit Mitteln des Bundes, der Länder und Kommunen öffentlich gefördert!

Wundert es noch, daß pro ‚pro familia‘ als Mitgliedsorganisation beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband gelistet steht?
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Parit%C3%A4tischer_Wohlfahrtsverband#Organisationen

Zitat von Seite 13 der Broschüre:

Die Wurzeln der Gender-Theorie gehen auf Gründer zurück, die in abartigsten sexuellen Praktiken verstrickt waren. Zur Zeugung menschlichen Lebens bzw. zum ungeborenen Leben im Mutterleib haben diese Gründer widernatürlichste und perverseste Überzeugungen veröffentlicht. Sie hatten offensichtlich ein Problem damit, die von der Natur vorgegebenen Ordnungen und unzweifelhaften Erkenntnisse der Biologie zu akzeptieren und empfanden diese Ordnungen als Diskriminierung.

Zitat von Seite 17 der Broschüre:

Letztlich verfolgt Gender das Ziel, die Entstehung des menschlichen Lebens zu verhindern durch Förderung der Homosexualität, Verhütung und Abtreibung. Wo dies nicht gelingt, wird die Familie als Keimzelle glücklicher Kinder gezielt zerstört. Damit diese Absichten der Öffentlichkeit verborgen bleiben, wurde die Gender-Ideologie über die Mainstreammedien in wunderbare Worte wie Gleichstellung, Gleichberechtigung, Familienrechte, reproduktive Gesundheit und Fairness verpackt. So wurde Gender zum trojanischen Pferd für eine weltweite Geburtenkontrolle! Die Gender-Ideologie ist aufgrund dieser 5 Thesen eindeutig gegen die Fortpflanzung des menschlichen Lebens gerichtet. Ob man nun diese Definition von Gender zutreffend findet oder nicht – eines bleibt dennoch Fakt: Diese 5 Thesen werden in den westlichen Ländern durch die Massenmedien propagiert und von Politik und Behörden konsequent umgesetzt. Insbesondere die Partei Die Grünen spielen eine Vorreiterrolle in der Umsetzung der Gender-Agenda. Die pädophile Vergangenheit dieser Partei zeigt, dass die Gender-Agenda auch vor der Pädophilie keinen Halt machen wird, denn bis zum heutigen Tag hat sich diese Partei noch nicht klar und eindeutig von der Pädophilie distanziert.

Zitat von Seite 18 der Broschüre:

Drei Beispiele zeigen, wie der Verein pro familia, der allein 77 % aller Schwangerschaftsabbrüche in eigenen Abtreibungszentren durchführt, Punkt zwei der Gender-Thesen konsequent umsetzt. Finanziert durch Steuergelder!

Zitat von Seite 19f. der Broschüre:

4.2 Die Wurzeln von pro familia
pro familia ist der Arm einer viel größeren Organisation, der International Planned Parenthood Federation (IPPF, zu deutsch: geplante Elternschaft). Im Jahresbericht 201037 brüstet sich IPPF mit
– 22 Millionen verhinderter Schwangerschaften
– 131 Millionen Verhütungs-Dienstleistungen
– 38 Millionen Fällen künstlich herbeigeführter Unfruchtbarkeit von Paaren
– 621 Millionen verteilten Kondomen
Ein Blick auf den Ursprung von IPPF bringt unglaubliche Ziele ans Tageslicht:
Vor 1942 nannte sich IPPF „Birth Control League“ und vertrat offen eugenisch-rassistische Ziele. Der Name wurde geändert, weil unverblümte Eugenik in Verruf gekommen war. Auf diese Weise wollte man die eindeutig eugenisch-rassistischen Absichten tarnen.
Folgerichtig drängt sich die Frage auf:

Wurde auch der Name „pro familia“ nur als Tarnname für ein Familienhilfswerk gewählt, um diese unglaublichen Ziele zur Bevölkerungsreduzierung zu tarnen?

Die Tatsache, dass in Deutschland 77 % aller Abtreibungen über pro familia durchgeführt werden, erhärtet diesen Verdacht sehr. Auch wenn sich diese Organisation pro familia nennt, so sprechen die tatsächlichen Werke eine andere Sprache: pro familia vertritt genau jene Gender-Ideologie, wie sie Dale O´Leary definiert hat.
Somit steht die Frage im Raum:
Ist dieses Werk nicht vielmehr gegen die Fortpflanzung des menschlichen Lebens gerichtet?

Wirft man nun einen Blick auf die Gründerin von Birth Control League und Mitbegründerin von pro familia, Margret Sanger, so kommen weitere schockierende Zusammenhänge ans Licht:

4.3 Margret Sanger und ihre kriminellen Ziele Im Jahr 1921 gründete die Amerikanerin Margret Sanger die American Birth Control League und ist somit Ursprung von IPPF und pro familia. Sie lebte von 1879 bis 1966. Ihre Lebensmission war es, durch die Propagierung und Legalisierung von Verhütung, Sterilisation und Abtreibung unerwünschte Teile der Weltbevölkerung zu eliminieren. Margret Sanger war eine starke Verfechterin von Eugenik und Rassenlehre!

Zitat von Seite 21 der Broschüre:

Zu welchem Zweck der Feminismus, die Frühsexualisierung und die Gender-Ideologie massiv finanziell unterstützt und über die Massenmedien propagiert wurden, zeigt ein Zitat des Multimilliardärs Nicholas Rockefeller:
„Der Feminismus ist unsere Erfindung aus zwei Gründen. Vorher zahlte nur die Hälfte der Bevölkerung Steuern, jetzt fast alle, weil die Frauen arbeiten gehen. Ausserdem wurde dadurch die Familie zerstört und wir haben dadurch die Macht über die Kinder erhalten. Sie sind unter unserer Kontrolle mit unseren Medien und bekommen unsere Botschaft eingetrichtert, stehen nicht mehr unter dem Einfluss der intakten Familie. Indem wir die Frauen gegen die Männer aufhetzen und die Partnerschaft und die Gemeinschaft der Familie zerstören, haben wir eine kaputte Gesellschaft aus Egoisten geschaffen, die arbeiten (für eine angebliche Karriere), konsumieren (Mode, Schönheit, Marken), dadurch unsere Sklaven sind und es dann auch noch gut finden.“

Wenn man all dies betrachtet kommt einem sofort die Frage in den Sinn warum das Deutsche Jugendherbergswerk sich nicht vehement von pro familia distanziert und deshalb aus dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband austritt, wenn doch geschrieben steht, daß pro familia von einer Rassistin und Eugenikerin gegründet wurde.

Desweiteren entsteht die Frage, ob man zum Wohle der Kinder beispielsweise auf Wohlfahrtsbriefmarken verzichtet (die finanzieren unter anderem den Paritätischen Wohlfahrtsverband) und um Jugendherbergen einen möglichst großen Bogen machen sollte. Allerdings ist schwierig zu sagen, ob das etwas gutes bewirken würde. Das Bekanntmachen der Verflechtungen und der geistigen Hintergründe erscheint mir vorrangig.

Auf jeden Fall wird immer mehr erkennbar welches Geistes Kind die Interessengruppen sind, die die Anastasia-Bücher hassen wie die Pest, denn in diesen Büchern geht es um eine lebensfreundliche Zukunft für Menschen, Familien, Kinder. Es geht um Herzens-Liebe und um einen direkten Bezug zu Gott.

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Update 3 vom 12.7.2020

soeben entdecke ich einen Film auf ntv: „Jugendherbergen bangen ums Überleben“
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Jugendherbergen-bangen-ums-Uberleben-article21905506.html

Nach kurzer Websuche fand ich weitere Texte dazu:

Corona-Krise: Jugendherbergen droht das Aus
https://www.hessenschau.de/wirtschaft/jugendherbergen-droht-das-aus—landesregierung-will-helfen,corona-jugendherbergen-100.html

Ausgebremst von Corona-Krise: Jugendherberge bangt um ihre Existenz
https://osthessen-news.de/n11634679/ausgebremst-von-corona-krise-jugendherberge-bangt-um-ihre-existenz.html

Zitat aus dem letztgenannten Artikel:

Die hiesige Jugendherberge, die dem deutschen Jugendherbergswerk (DJH) Landesverband Hessen angehört, der als gemeinnütziger Verein organisiert ist, befindet sich in einer mehr als prekären Lage. „Die Krux ist, dass wir aufgrund unserer Rechtsform als eingetragener Verein, der gemeinnützig tätig ist, keine Rücklagen bilden dürfen“

Nun, erst Steuern einsparen über eigene Gemeinnützigkeit, deshalb keine Rücklagen bilden dürfen (das wäre ja auch wohl zu kapitalistisch für Linke – siehe weiter oben im Update 1 die Textstellen zum Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband), und bei Umsatzeinbrüchen sich helfen lassen wollen von Landesregierung und Staat (erst nichts in die Gemeinschaft zahlen wollen, aber bei Problemen von der Gemeinschaft getragen werden wollen).

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Update 4 vom 25.7.2020

Larry Sanger, einer der Mitbegründer von Wikipedia und frühesten Autoren, beklagte im Mai, dass Wikipedias NPOV tot und die Wikipedia übel einseitig geworden sei. NPOV = Neutral Point of View. Die Objektivität sei weg.

Weitere Ausführungen dazu bei Hadmut Danisch:
https://www.danisch.de/blog/2020/07/25/die-trolle-der-wikipedia/

 

Sonntag 5. Juli 2020

Was sagt eine ERoEI-Expertin zur aktuellen Lage?

Die Abkürzung ERoEI bedeutet: „Erntefaktor“ oder ausgeschrieben (englisch):
Energy Returned on Energy Invested

Bei wikipedia findet man diesbezüglich übrigens eine völlig mangelhafte Ausarbeitung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Erntefaktor

Dort wird so geschrieben, als ob es sich handelt um eine „Metrik zur Beschreibung der Effizienz eines Kraftwerks oder bei der Ausbeutung von Energiequellen.“

Das ist natürlich völlig irreführend. An erster Stelle handelt es sich bei ERoEI um die Frage wie viel Energie man aufwenden muss um etwas energiehaltiges zu Essen zu bekommen (und wie viel Energie dann darin enthalten ist, bzw. vom Körper genutzt werden kann). Es bringt dem Menschen beispielsweise wenig, ein Stück Holz oder ein Stück Kohle zu essen (was viel gespeicherte Energie beinhaltet) wir mit unserer Verdauung diese Energie jedoch nicht für uns nutzbar machen können.

Als täglicher Energiebedarf eines Menschen kann man grob von 1000-3000 Kilokalorien ausgehen (= ca. 4000-12000 kJ).

Der Körper benötigt Energie und Nährstoffe, um folgende Aufgaben erfüllen zu können:

  • Erhaltung der Körperwärme
  • Aufrechterhaltung körperlicher Funktionen – Gehen, Muskeltätigkeit, Verdauung, Organfunktionen etc.
  • Aufrechterhaltung geistiger Funktionen
  • Wachstum
  • Wiederaufbau verloren gegangener Körperbestandteile, z. B. Haare, Fingernägel, Haut
  • Stoffwechseltätigkeiten

Mehr dazu siehe hier: http://www.ernaehrung.de/tipps/allgemeine_infos/ernaehr10.php

(Selbstverständlich zählt zur Aufrechterhaltung der Körperwärme auch der Energieaufwand zum Beheizen von Wohnungen im Winter. Das wiederum braucht für gewöhnlich weit weit mehr Kilokalorien als die Nahrung. Auch bei der Heizung ist das ERoEI zu beachten: Wenn z.B. mehr Energie zum Sägen, Transportieren und Trocknen von Holz gebraucht wird als am Ende heraus kommt lohnt es nicht.)

Man kann bei einem Apfel von ca. 100 Kalorien ausgehen und müsste dann beispielsweise 10 bis 30 Äpfel am Tag essen um den Energiebedarf zu decken (das ist natürlich keine ausgewogene und nachhaltige Ernährung). Im Herbst und bei Vorhandensein von Apfelbäumen mag das Angebot groß genug sein, so daß man weit mehr als 30 Äpfel an einem Tag ernten kann. Wenn man jedoch nur Salat, bzw. Blätter findet, kommt man pro 100 Gramm Material gerade mal auf 15 Kalorien. Man müsste also pro Tag 6,6 bis 20 kg Blätter essen. Wie gesagt: pro Tag! Man kommt bei solchen Überlegungen schnell zum Nachdenken, daß es ein deutlicher Aufwand ist (auch energetisch) um mehr Energie über die Nahrung zu bekommen als man verbraucht beim Sammeln der Nahrung. Nun, die Zeiten der Jäger und Sammler sind vorbei (oder noch nicht wieder da…). Und daher geht man mal eben in den Supermarkt und kauft sich Energie – äh – Nahrung. Nur verbraucht die übliche industrielle Nahrungsherstellung sehr oft weit mehr Energie als im Nahrungsmittel am Ende enthalten ist. Dieses Spiel läuft nur solange Erdöl in genügender Menge verfügbar ist.

Und das Öl ist NUR dann verfügbar, und hiermit leite ich über zu den Texten von Gail Tverberg, einer ERoEI – Expertin, WENN das Öl für den Kunden so billig ist, das er es sich leisten kann UND wenn das Öl teuer genug ist, so daß der Hersteller den Förderbetrieb aufrecht erhalten kann.

Für mich ist das Thema ERoEI seit über 30 Jahren eines der wichtigsten Themen. Deshalb beschäftige ich mich mit Naturbauten und Permakultur (nachhaltige Landwirtschaft und Wirtschaft überhaupt). Auch deshalb sehe ich in der Vision der Familienlandsitzen eine globale Perspektive, ein Lösungsansatz, der sich lohnt gegangen zu werden.

Was schreibt nun Gail Tverberg zur aktuellen Lage?
Oh, vorab noch ein Hinweis: Bei wikipedia gibt es nur auf der französischen Version einen Eintrag zu ihr:
https://fr.wikipedia.org/wiki/Gail_Tverberg

In deutscher Sprache findet man nur ein paar Seiten, in denen über Sie und ihre Texte geschrieben wird:
https://www.peak-oil.com/2019/08/fridays-for-physik-unterricht-keine-energie-kein-fun/#more-5389
https://peak-oil-das-spiel.de/klimawandel-und-peak-oil/

Nun die Links auf ihre Seiten:

Gail Tverbergs Twitter-Kanal: https://twitter.com/gailtheactuary
Ihre Webseite: https://ourfiniteworld.com/
für Einsteiger ins Thema empfiehlt sich: https://ourfiniteworld.com/getting-started/

Aus ihrem aktuellen Beitrag:
https://ourfiniteworld.com/2020/06/25/covid-19-and-the-economy-where-do-we-go-from-here/

google-Übersetzung ins Deutsche:
https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=en&u=https://ourfiniteworld.com/2020/06/25/covid-19-and-the-economy-where-do-we-go-from-here/&prev=search&pto=aue

ein paar Zitate:

Allgemein gute Gesundheit schützt vor einem schlechten Fall von COVID-19. Daher ist alles, was wir in Bezug auf eine gute Ernährung und Bewegung tun können, wahrscheinlich hilfreich. Es ist wahrscheinlich nicht hilfreich, wochenlang drinnen zu bleiben, um die Exposition gegenüber COVID-19 zu verhindern.

Eine fortgesetzte Exposition gegenüber großen Mengen an Desinfektionsmitteln und Händedesinfektionsmitteln ist wahrscheinlich ebenfalls nicht hilfreich. Unser Körper ist auf gesunde Mikrobiome angewiesen, und Produkte wie diese wirken sich nachteilig auf unsere Mikrobiome aus . Sie töten sowohl gute als auch schlechte Bakterien ab und können schädliche Rückstände hinterlassen. Es ist einfach, unseren persönlichen Gebrauch dieser Produkte zu reduzieren.

Es gibt neuere Hinweise darauf, dass Vitamin D wahrscheinlich sowohl die Inzidenz von COVID-19 als auch die Schwere der Erkrankung schützt.

Es bestehen weitere Zweifel daran, schnell einen Impfstoff zu finden, der COVID-19 verhindert. […] Frühe Anzeichen deuten darauf hin, dass Personen, die die ursprüngliche Wuhan-Version des COVID-19-Virus gefangen haben, nicht gegen die aus Europa importierte mutierte Version immun sind.

Derzeit in der Entwicklung befindliche Impfstoffe verwenden die Wuhan-Version des Virus. Der Haken ist, dass die Version von COVID-19, die jetzt in den USA, Europa und vielleicht anderswo im Umlauf ist, meistens nicht vom Typ Wuhan ist.

Viele der Probleme im Zeitraum von 1914 bis 1945 betrafen Kohle. Der Erste Weltkrieg fand statt, als der Abbau der Kohle in Großbritannien zu einem Problem wurde. Das Problem zu dieser Zeit waren Löhne, die für Bergleute zu niedrig waren, weil der Kohlepreis nicht sehr hoch steigen würde. Höhere Kohlepreise waren erforderlich, um die Auswirkungen der Erschöpfung auszugleichen, aber hohe Kohlepreise waren für die Bürger nicht erschwinglich.

Die Pandemie von 1918-1919 tötete weit mehr Menschen als der Erste Weltkrieg oder COVID-19.

Der Zweite Weltkrieg kam zustande, als der Abbau der Kohle in Deutschland zum Problem wurde.

Wir befinden uns jetzt in einer weiteren Periode des Überschreitens des Bevölkerungsanteils im Verhältnis zu den Ressourcen. Die kritische Ressource ist dieses Mal das Öl. Die Alternativen, die wir haben, sind nicht geeignet, unser grundlegendstes Bedürfnis zu befriedigen: den Anbau und den Transport von Nahrungsmitteln. Sie fungieren als Add-Ons, die verloren gehen, wenn das Öl verloren geht.

Ein Haken ist, dass es nur sehr wenige eigenständige Energieressourcen gibt. Die meisten Energieressourcen arbeiten nur in einem Rahmen, der von anderen Energiequellen bereitgestellt wird. Holz, das vom Waldboden aufgenommen wird, kann als eigenständige Energiequelle dienen. Wind kann fast als eigenständige Energiequelle verwendet werden, wenn er zum Antrieb eines einfachen Segelboots oder einer hölzernen Windmühle verwendet wird. Wasser kann fast als eigenständige Energiequelle verwendet werden, wenn es zum Drehen eines hölzernen Wasserrads verwendet werden kann.

Wie ich bereits in früheren Beiträgen erwähnt habe, ist die Wirtschaft ein sich selbst organisierendes System. Wenn es nicht genug Energieprodukte gibt, von denen die Wirtschaft in erster Linie abhängt, ändert sich das System auf sehr seltsame Weise. Länder werden streitsüchtiger. Die Menschen entscheiden sich für weniger Kinder oder werden anfälliger für Pandemien, wodurch die Bevölkerung besser mit den Energieressourcen in Einklang gebracht wird.

Das Problem mit Erdgas und den Stromprodukten, die ich als „Sonstige“ zusammengefasst habe, ist, dass es sich nicht wirklich um eigenständige Produkte handelt.Sie können keine Lebensmittel anbauen oder Straßen bauen. Sie können keine internationalen Jets antreiben. Sie können keine Windkraftanlagen oder Sonnenkollektoren bauen. Sie können keine Erdgaspipelines installieren. Sie können nur in einer komplexen Umgebung existieren, die Öl und möglicherweise Kohle (oder andere billigere Energieprodukte) umfasst.

Wir machen uns lustig, wenn wir glauben, dass wir auf moderne Kraftstoffe mit geringen CO2-Emissionen umsteigen können. Ohne hohe Preise bleiben Öl und Kohle, die sich im Boden befinden, tendenziell dauerhaft im Boden. Dies ist das ernsthafte Hindernis, mit dem wir konfrontiert sind. Ohne Öl und Kohle werden Erdgas- und Stromprodukte schnell unbrauchbar.

Öl ist die primäre Energiequelle für den Anbau und den Transport von Lebensmitteln. Es wird in vielen wesentlichen Prozessen eingesetzt, unter anderem bei der Stromerzeugung. Wenn die Produktion fortgesetzt werden soll, muss der Preis sowohl für Ölproduzenten hoch als auch für Verbraucher niedrig genug sein.

Das Problem, auf das wir seit 2008 gestoßen sind (Beginn der jüngsten Handelskürzung in Abbildung 2), ist, dass die Ölpreise für die Erzeuger zu niedrig gefallen sind. Jetzt, im Jahr 2020, beginnt die Ölproduktion zu sinken. Dies geschieht, weil es sich die produzierenden Unternehmen nicht leisten können, Öl zu aktuellen Preisen zu fördern. Regierungen von Ölexportländern können nicht genügend Steuern zu aktuellen Preisen erheben. Sie hoffen, dass durch die Reduzierung des Ölangebots die Preise wieder steigen werden.

Wenn die außerordentlich niedrigen Ölpreise anhalten, wird es mit Sicherheit zu einer Katastrophe kommen, die derjenigen ähnelt, über die sich „Peak Oilers“ Sorgen gemacht haben: Die Ölversorgung wird allmählich sinken. Tatsächlich wird der Rückgang wahrscheinlich viel schneller sein, als sich die meisten Peak Oilers vorgestellt haben, da der Rückgang eher durch niedrige Preise als durch die von ihnen vorgestellten hohen Preise verursacht wird.

Natürlich führt ein Weg direkt in den Zusammenbruch, wie es nach dem Schwarzen Tod von 1348-1352 geschah (Abbildung 1). Tatsächlich könnte die Tragfähigkeit Großbritanniens immer noch bei etwa 2 Millionen liegen. Seine derzeitige Bevölkerung beträgt etwa 68 Millionen, was einem Bevölkerungsrückgang von etwa 97% entsprechen würde.

Andere Länder würden ebenfalls einen erheblichen Bevölkerungsrückgang erfahren. Der Bevölkerungsrückgang würde viele Todesursachen neben den direkten Todesfällen durch COVID-19 widerspiegeln; er würde die Auswirkungen zusammenbrechender Regierungen, unzureichender Nahrungsmittelversorgung, verschmutzter Wasserversorgung und unbehandelter Krankheiten vieler Art widerspiegeln.

Wenn ein großer Teil der Bevölkerung in ihren Häusern versteckt bleibt und versucht, COVID zu vermeiden, dann scheint es mir, dass wir mit Sicherheit direkt auf den Zusammenbruch zusteuern. Die Versorgungsleitungen für viele Arten von Waren und Dienstleistungen werden unterbrochen werden. Die Öl- und Lebensmittelpreise werden sehr niedrig bleiben. Die Bauern werden die Ernten unterpflügen und versuchen, die Preise zu erhöhen. Ölschlamm wird weiterhin ein Problem sein.

Wenn wir versuchen, zu erneuerbaren Energien überzugehen, führt dies meines Erachtens auch direkt zum Zusammenbruch. Sie sind nicht robust genug, um für sich allein zu bestehen. Die Preise für Öl und andere Rohstoffe werden zu tief fallen, und es wird zum Überangebot kommen. Erneuerbare Energien werden nur so lange bestehen, wie (a) die Gesamtsysteme in gutem Zustand gehalten werden können und (b) die Regierungen weitere Subventionen unterstützen können.

Der einzige Ansatz, der das System etwas länger am Laufen zu halten scheint, scheint zu versuchen, sich trotz COVID-19 durchzuschlagen. Volkswirtschaften zu öffnen, auch wenn die Zahl der COVID-19-Fälle höher ist und weiter steigt. Informieren Sie die Menschen darüber, mit welchen Ansätzen sie ihre Exposition gegenüber dem Virus begrenzen können und wie sie ihr Immunsystem stärken können. Bringen Sie die Menschen dazu, ihren Vitamin-D-Spiegel anzuheben, damit sie vielleicht eine bessere Chance haben, die Krankheit zu bekämpfen, wenn sie COVID-19 bekommen.

Mit diesem Ansatz sorgen wir dafür, dass möglichst viele Menschen so lange wie möglich arbeiten. Das Leben wird so nah an der Normalität weitergehen, so lange es geht. Vielleicht können wir den Zusammenbruch noch etwas länger hinauszögern. Es stehen uns nicht viele Optionen offen, aber diese scheint die beste von vielen schlechten Optionen zu sein.

Ein interessanter Text ist auch ein Kommentar von Gail auf ihren eigenen Artikel.

englischer Originaltext:
https://ourfiniteworld.com/2019/07/31/rethinking-renewable-mandates/comment-page-1/#comment-211974

deutsche Übersetzung:

Ich glaube zunehmend an eine „Vorherbestimmung“. Die Kräfte der Physik setzen Dinge in Bewegung, die die sterblichen Seelen von uns Sterblichen nicht wirklich ändern können, auch wenn wir es gerne glauben würden. Zum Beispiel ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Greta Thunbergs und das AOC diesen Beitrag lesen und ihre Meinung ändern werden, praktisch gleich Null.

Wir haben uns selbst davon überzeugt, dass wir mehr Kontrolle über die Situation haben, als wir wirklich haben. Es scheint jetzt einen fast religiösen Glauben zu geben: „Wenn wir nur richtig handeln und auch die richtigen Führer wählen würden, könnten wir die Situation in Ordnung bringen. Es ist unsere Schuld, dass sich die Dinge so entwickelt haben. Es liegt in unserer Verantwortung, sie in Ordnung zu bringen“.

Ich glaube nicht, dass wir (oder unsere gewählten Führer) etwas hätten tun können, um die Situation zu ändern. Wir haben es einfach mit den Gesetzen der Physik zu tun. Das ist die Art und Weise, wie eine dissipative Struktur funktioniert. Überall sonst im Universum, wo es zufällig einen Vorrat an fossilen Brennstoffen gibt, die sich auflösen können, kann man erwarten, dass das Ergebnis genau dasselbe ist.

Wir sind nicht in der Lage, das Klima zu verändern, ob wir das nun glauben wollen oder nicht. Wir können die Menschen anflehen, weniger fossile Brennstoffe zu verbrauchen, aber sie können sich nicht wirklich davon abhalten, fossile Brennstoffe zu nutzen. Sie können nicht zu ihrer Legislative sagen: „Wir hätten gern zerfurchte Feldwege statt der heutigen Asphaltstraßen. Bitte hören Sie auf, unsere Straßen zu unterhalten“. Sicherlich wäre das hilfreich, aber würden andere sich dieser Entscheidung anschließen? Oder sie können ihren lokalen Regierungen nicht sagen: „Sorgen Sie sich nicht um die Reparatur der Wasser- und Abwasserleitungen in unserem Bezirk. Das kostet zu viel fossile Energie. Wir haben uns für den Verzicht entschieden und denken, alle anderen sollten das auch tun. Wir könnten auch an unsere Nachbarn Flugblätter verteilen, die über diese Entscheidung informieren. Aber sie würden uns wahrscheinlich eher in die Klapsmühle schicken, als uns zuzuhören.

Der meiste Energieverbrauch ist in Dinge eingebettet, über die wir nie nachdenken. Wir können unseren Gebrauch all dieser eingebetteten Energie nicht wirklich ändern. Jedes Mal, wenn wir unseren eigenen Energieverbrauch einschränken, haben wir mehr Geld in der Tasche. Wir geben das Geld für etwas anderes aus, und wir haben wahrscheinlich wieder den gleichen Energieverbrauch, den wir sonst gehabt hätten.

Eine andere Idee ist es, freiwillig obdachlos zu werden und andere zu ermutigen, das Gleiche zu tun. Ich erwarte auch nicht, dass sich das gut durchsetzen wird.

 

Samstag 4. Juli 2020

Erfahrungen mit dem Imkerschleier als Mund- und Nasenbedeckung

Ende Mai schrieb ich hier im Blog über meine Entscheidung mit einem Imkerschleier in Geschäfte zu gehen:
http://www.konstantin-kirsch.de/2020/05/imkerschleier-als-mund-und-nasenbedeckung.html

Immer habe ich einen Ausdruck dieser Datei dabei:
http://www.konstantin-kirsch.de/wp-content/uploads/2020/05/imkerschleier-als-mund-nasen-bedeckung.pdf

Am Ende des Blogartikels vom Mai habe ich ein paar Erlebnisse dargestellt. Mittlerweile sind weitere Erfahrungen dazu gekommen:

Vor einigen Tagen war ich im Allgäu in der Region Kempten. Dort wollte ich tanken und sah, daß auf den Pistolengriffen der Zapfsäulen keine übliche Werbung montiert war sondern ein Maskensymbol und der Text: „Erst Maske aussetzen, dann tanken!“
Als ich nach dem Tanken zur Bezahlung ins Kassenhäuschen ging wurde ich durch den ganzen Raum, über die Kundenschlange hinweg, scharf angesprochen daß ich eine Maske aufziehen muss. Ich rief zur Kassierin, daß ich eine Mund- und Nasenbedeckung habe. So blieb sie still bis ich an der Reihe war zu zahlen. Dann sprach sie mich wieder im scharfen Ton an, daß das was ich habe keine Maske sei und wenn eine Kontrolle käme ich die Strafe zahlen müsse. Ich überreichte ihr einen Ausdruck der oben verlinkten Datei und ging.

Im selben Ort ging ich anschließend in einen Edeka um ein paar Kleinigkeiten zu kaufen. Mehrere Mitarbeiter sprachen mich an, daß ich eine Maske anzuziehen hätte. Es wirkte fast so, als ob die blind sind und nicht sehen konnten, daß ich doch etwas vor Mund und Nase hatte. Dann kam eine Mitarbeiterin, die möglicherweise eine besondere Stellung in dem Geschäft hatte und sprach mich scharf an, daß ich eine Maske zu tragen hätte. Ich sprach, daß ich eine Mund- und Nasenbedeckung doch auf hätte. Interessanterweise sprach daraufhin eine KUNDE zu mir in ganz abfälligem Ton: „Immer schlauer als die anderen sein wollen…“ Ich ging des Weges und ließ mich weder von der Mitarbeiterin noch vom dem Kunden beeindrucken. Kurz vor der Kasse kam diese Mitarbeiterin wieder auf mich zu und zeigte mir einen Stapel von Masken und das ich dort eine kaufen könnte. Auch sie sprach von angedrohten Strafen. Ich antwortete nur: „Ich geh ja schon“, zahlte und ging (natürlich ohne eine Maske zu kaufen).

Von Freunden in der Region hörte ich die Geschichte, daß in einer Apotheke ein älterer Mann mit Maske aufgetaucht sei als Kunde, er fing an zu hüsteln, rang nach Luft und fragte ob der die Maske absetzen könnte. Nach mehrfachem Hüsteln und Nachfragen wurde es ihm gestattet und sofort zeigte er einen Ausweis, das er von irgendeinem Amt käme um zu testen ob die Regeln eingehalten werden und der Apotheker musste 5000 Euro zahlen.

Ob diese Geschichte stimmt weiß ich nicht, ich kann mir jedoch vorstellen, daß diese Stasimethoden durchaus angewandt wurden.

Auf dem Rückweg vom Allgäu fuhr ich über die schwäbische Alb und stoppte bei einem Edeka in Bieberach. Dort war das Einkaufen mit Imkerschleier gänzlich einfach. Keiner sprach mich an, alles ganz locker.

Heute wiederum gab es eine kurze Begebenheit in Bebra: Im dortigen Herkules Supermarkt sprach mich die Kassiererin an, daß ich eine Maske zu tragen hätte, ich sprach, daß ich doch eine Mund- und Nasenbedeckung hätte. Sie meinte, da käme doch alles durch, ich sprach: Es entspricht der Verordnung und ich habe mich lange damit beschäftigt. Ich gab ihr den Ausdruck der oben verlinkten Datei doch den wollte sie gar nicht haben. Ihr reichte meine Aussage, daß das der Verordnung entsprechen würde. Nun, vielleicht wollte sie sich nicht fortbilden um ja nicht schlauer zu werden als die anderen.

Ich strebe auf jeden Fall NICHT an dummer zu sein als die anderen. Dann ertrage ich lieber den Vorwurf, schlauer sein zu wollen als die anderen.

Donnerstag 25. Juni 2020

eine Brücke aus Gras

Dieser Film wurde mir empfohlen: Eine Inka-Brücke in Peru, nur aus Gras geflochten.
Wirklich sehr beeindruckend:

Allerdings muss diese Brücke jedes Jahr neu geflochten werden.

Anders ist es mit lebenden Brücken:
http://www.konstantin-kirsch.de/2009/10/es-gibt-gewachsene-lebende-bruecken.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2019/08/lebende-bruecke-in-foshan-china.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2016/06/ebook-lebende-bruecken.html

Mittwoch 24. Juni 2020

Corona: Ist es nicht letztlich egal, ob CoVid-19 sich schnell oder langsamer ausbreitet?

 

Frage: Ist es nicht letztlich egal, ob CoVid-19 sich schnell oder langsamer ausbreitet?

Wenn doch ohnehin am Ende 70% der Weltbevölkerung sich mit dem neu auf­ge­tre­tenen SARS-CoV‑2-Virus anstecken, und davon statistisch betrachtet zwischen 0,35% und mehreren Prozent sterben, ist es dann nicht ziemlich egal, wann sich diese Infektionen abspielen? Erkranken, und zu einem kleinen Teil sterben, werden diese Menschen doch so oder so?

Nein, und zwar aus mehreren Gründen:

  1. Wie schon sattsam weltweit diskutiert, ging es zu allererst darum, eine Über­lastung der Gesundheitssysteme zu vermeiden. Wenn mehr Patienten gleich­zeitig beatmet oder sonst intensivmedizinisch betreut werden müssen, als dafür Krankenhausbetten und Fachkräfte zur Verfügung stehen, so bedeutet das zum einen, dass von diesen nicht oder unterversorgten Menschen mehr sterben, als bei ausreichender qualifizierter Betreuung, die Zahl der Toten stiege also deut­lich über das ‚unvermeidliche‘ Mass an. Zum zweiten belastet dies auch Ärzte und Pflegepersonal über Gebühr, zum einen dadurch, dass diese zu un­zu­mut­baren Entscheidungen gezwungen werden, der Triage, also zu entscheiden, wen sie behandeln sollen bzw. dürfen, und wem sie ihre Unter­stützung ver­wie­gern müssen (vgl. Abbildung 10) und zum andern auch da­durch, dass Ärzte, Pflegepersonal und Verwaltung durch reine Arbeits­über­lastung selbst krank werden, z.B. durch Burnout, Depressionen und auch kör­per­liche Beschwerden, etwa verstärkte Rückenprobleme durch Heben von bettlägerigen Patienten usw. Und nicht zuletzt binden diese Fälle Personal, das aus anderen Bereichen abge­zogen werden muss, d.h. es sterben unter Um­stän­den in anderen Klinik­be­reichen Menschen an ganz anderen Krankheiten, bloss, weil CoViD‑19 deren Behandlung verzögert und den Krankheitszustand ggf. bis zur Unheilbarkeit verschlimmert.
  2. Es gibt aber noch einen ganz anderen Aspekt, der bisher, soweit mir erkennbar, gar nicht bedacht, geschweige denn diskutiert wird: Wenn derzeit noch kaum Men­schen immun sind, so ist praktisch jeder für die Erkrankung CoViD‑19 empfänglich. Egal, wer vom Virus befallen wird, er ‚erkrankt‘ daran, ob nun mit Symptomen oder nicht, ob schwer oder leicht, und er steckt auch weitere an, so dass wesentlich mehr Menschen vorübergehend gleichzeitig ausfallen, als bei verzögerter Ausbreitung. Nehmen wir an, eine Fussballmannschaft besteht aus jeweils elf Spielern auf dem Feld; sie besteht mit Ersatzspielern jedoch in Wahrheit aus insgesamt 20 Spielern, unter denen der Trainer wählen und die er auch ggf. ein‑ und auswechseln kann. Solange maximal neun ‚arbeitsunfähig‘ erkranken, kann der Verein rein rechnerisch noch ein Tournier bestreiten. Ob er das Spiel gewinnt, ist dagegen schon wesentlich fraglicher, denn je nach Gegner hätte der Trainer sicher mal den einen, sonst einen anderen Spieler im Sturm eingesetzt. Wenn Torwart und Ersatztorwart ausfallen, sind rechnerisch immer noch achtzehn Spieler übrig, aber ohne fähige Torwarte stehen die Chancen wesentlich schlechter, als wenn ‚nur‘ ein Stürmer und ein Verteidiger ausgefallen wären. So ähnlich geht es auch in vielen Unternehmen zu. Mag ja sein, dass am Fliessband fast jeder ersetzbar ist, aber bei Rolls-Royce z.B. gibt es genau einen, der an der Karosserie den letzten Strich anbringen kann. Fehlt dessen jahrelange Erfahrung und ruhige Hand, kann u.U. eine ganze Monats­produktion nicht ausgeliefert werden. Jeder, der in grösseren Unternehmen gearbeitet hat, weiss, dass es dort Spezialisten und Teams gibt, bei denen oder für die man nicht beliebig andere Mitarbeiter ‚einwechseln‘ kann. Auch die ‚Key Account Manager‘, diejenigen, die bestimmte Kunden exklusiv betreuen, kann man nicht einfach auf die Schnelle durch jemanden ersetzen, der die Wünsche, Gepflogenheiten und Eigenheiten dieser Kunden nicht kennt, etwa nicht weiss, dass man gegenüber dem Kunden ein bestimmtes Produkt aus dem Sortiment niemals erwähnen sollte, weil er darauf aus früheren Erfahrungen schlecht zu sprechen ist, usw.
  3. Und, für mich der wichtigste Aspekt: wenn man Risikogruppen schützt und sich dagegen vorzugsweise jüngere und/oder gesündere zuerst infizieren (vgl. 5.1.2), so erreicht man mit der Zeit, nach zwei, ggf. mehr, Jahren, diese sog. ‚Herden­immunität‘, durch die das Virus kaum mehr neue Opfer findet, die nicht schon immun sind, so dass der Ausbreitungsfaktor unter eins, ggf. gar gegen null sinkt. Das bedeutet konkret: wer sich heute mit 70 Jahren ansteckt, statt in fünf Jahren mit 75, während die heute bereits 75-jährigen (und älteren) durch ge­schickte Kontaktsteuerung vermehrt vor einer Erstinfektion geschützt werden, dann hat der heute 70-jährige bessere Überlebenschancen, wenn sein Immun­system jetzt mit dem Virus ‚kämpft‘ (und fertig wird), während der heute 75-jährige gar nicht erst infiziert würde. Wenn der genannte heute 70-jährige dann 75 wird, ist er bereits immun und der heute 75-jährige, der in fünf Jahren achtzig würde, und damit spätestens zur Hochrisikogruppe zählte, kann sich nicht mehr infizieren, da er bis dahin von so vielen Immunen umgeben ist (Herden­im­mu­ni­tät = ca. 70% Immune in der ihn umgebenden Bevölkerung), dass eine Erstinfektion praktisch aus­zu­schliessen ist. Dadurch also, dass man nicht willkürlich, wie bei der Ziehung der Lottozahlen, ‚irgendwen‘ dem Risiko der Erst-Infektion aussetzt, sondern gezielt die Anfälligeren schützt und diejenigen, deren Mortalität nachweislich geringer ist, z.T. gegen Null geht, sich immunisieren lässt, sind sowohl die jetzt bereits alten und stark gefährdeten geschützt und überleben, weil sie sich vor ihrem ‚natürlichen‘ Tode nicht mehr anstecken (können), während die heute jüngeren dann, wenn sie durch Zeitablauf langsam zu den Hochrisikogruppen zu zählen beginnen, ebenso geschützt sind, und zwar, weil sie sich ‚rechtzeitig‘, als ihr Risiko noch geringer und vertretbar war, angesteckt hatten.
  4. Und … die Zahl der direkt auf Corona-Infektionen zurückzuführenden Toten (Frage 11) sinkt ja mit jedem Jahr, da es gelingt, die Infektionskurve flach zu halten, allein dadurch dramatisch, dass unter den noch nicht infizierten Hoch­risiko-Patienten immer mehr an anderen Ursachen sterben, an denen sie ‚sowieso‘ gestorben wären, d.h. an diesem Virus können sie nicht mehr sterben, während viele der ‚Nachrücker‘ ebenfalls daran nicht mehr sterben können, weil sie entweder selbst immun oder bis dahin von ausschliessich nicht an­stecken­den Immunen umgeben sind.

Auch wenn so etwas schwer im vorhinein zu quantifizieren ist:

In der Summe, wenn der Infektions­verlauf innerhalb einer Gesellschaft nur weit genug gedehnt wird, lässt sich, wenn alle Parameter der Infektionsdynamik hinreichend be­kannt sind, mathematisch sicher der Zeitpunkt bestimmen, zu dem insgesamt ‑trotz einer in beiden Fällen eintretenden späteren ‚Durchseuchung‘ der Population von 70%‑ nur die Hälfte, oder ein Viertel, oder ein Zehntel der Menschen an dem Virus sterben, als bei einer schnellstmöglichen Infektion aller Zeitgenossen – weshalb ich ja die Vorgehensweise Schwedens (Frage 9) für nicht genügend durchdacht und angesichts dessen deutlich höheren Todesziffern pro Million Einwohner für makaber halte.

Die zur Verteidigung des schwedischen Sonderwegs angebrachte Argumentation, diese Menschen wären so oder so früher oder später gestorben, trifft im Lichte der vor­genannten Argumentation eben nicht zu – und die einmal (in z.B. Schweden) ge­stor­benen weckt auch niemand mehr auf, während die noch nicht gestorbenen eben mit jedem Tage eine grösser werdende Chance haben, an etwas anderem als vorzeitig an CoViD‑19 zu sterben.

 

Dies ist ein Auszug aus dem Buch

Das Corona-Virus SARS-CoV-2 und die Atemwegserkrankung CoVid-19:

Bedeutung, Auswirkungen, Vorsorgemöglichkeiten, Verhalten und Zukunftsaussichten

dessen jeweils neueste Version Sie immer auf dieser Webseite

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