Fragen an Konstantin

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Donnerstag 1. Dezember 2016

Fragen an Konstantin

Viele Menschen haben sich auf den Weg gemacht, das alte System zu verlassen. Sie suchen eine neue Ausrichtung. Sie spüren in sich hinein und finden dort eine Menge an offenen Fragen. Ein Sehnen nach Antworten entsteht.

Durch diverse Projekte, Vorträge, Bücher, Filme und diesen Blog bin ich sehr bekannt geworden. Unzählige Menschen haben sich schon mit ihren Fragen an mich gewendet. Ich habe, so gut ich es konnte, die Fragen beantwortet. Allerdings ist es mir unmöglich geworden, allen Fragenden zu antworten. Es sind einfach viel zu viele geworden.

Die Themen der Fragen ähneln sich oft. So ist die Antwort auf die Frage eines Einzelnen wohl auch für viele andere interessant.

Daher biete ich jetzt hier die Möglichkeit, Fragen an mich zu stellen. Das geht ganz einfach:
Unter diesem Text steht: „Einen Kommentar schreiben“. Dort trägt man die Frage ein und klickt auf: „Kommentar eintragen“.

Sobald ich dazu komme, werde ich die Kommentare freischalten und beantworten.
Wenn die Antworten einen Wert darstellen, ist es angemessen als Ausgleich eine Spende an unseren Verein zu überweisen:
www.waldgartendorf.de/spenden.html

Eine individuelle Beratung, die über diese öffentliche Beantwortung von Fragen hinausgeht, ist grundsätzlich möglich, kostet allerdings entsprechend.

Daher empfehle ich zuerst hier die Fragen und Antworten zu lesen, vielleicht ist die Antwort schon zu finden.
Wenn das nicht reicht, bitte zuerst hier das Anliegen als Kommentar schreiben. Und als dritte Stufe gibt es die individuelle Beratung, sofern diese dann noch als nötig empfunden wird.

Konstantin

30 comments to Fragen an Konstantin

  • Hallo Konstantin,
    Ich bin schon länger auf der Suche nach einer Gemeinschaft und hab mir schon ein paar angeschaut.
    Ich habe weder das Geld, etwas zu kaufen oder zu renovieren noch bin ich heilpädagogisch so professionell veranlagt, um in einer solchen Gemeinschaft leben zu können. Grundsätzlich fehlen mir ein Haufen Basiskenntnisse, die ich mir erstmal anzueignen habe, Permakultur, Finanzen…. Deshalb meine Anfrage bei euch.
    Die Anastasia Bücher habe ich 2005 das erste Mal zu Lesen bekommen und ich bin völlig überrascht, was aus dieser Vision geworden ist.
    Ich würde jetzt, da ich etwas Zeit habe, gerne es vorbereiten, auch eine Gemeinschaft in Russland oder Osteuropa besuchen zu können, falls du da Kontakte hast. Ich kann kein Russisch und wäre auf einen Dolmetscher angewiesen.
    Und ich würde gern wissen, ob und was für Möglichkeiten ich habe, mich in einer Gemeinschaft zu verwirklichen, was man dazu braucht ? – Vorzugsweise in Deutschland. Denn langfristig habe ich vor, mich in einer Gemeinschaft niederzulassen.
    Ich lese immer wieder das auch das nötige Geld vorhanden sein muss. In welcher Höhe ?
    Viele Grüße
    Katja

  • Hallo Katja,
    danke für die Beschreibung Deiner Situation.

    Nach Russland direkt habe ich keine Kontakte. Jedoch kenne ich Dorothea Baumert, die Reisen nach Russland anbietet. Hier ihr aktuelles Angebot:
    *****************************************************************
    Ein Angebot von Dorothea Baumert

    Eine Reise von den wedischen Ursprüngen zu Russlands Zukunft

    Es ist dein großer Traum, endlich mal die Familienlandsitzsiedlungen
    in Russland zu besuchen?
    Du möchtest die Menschen dort und ihren Lebensstil kennenlernen?
    Außerdem bist du furchtbar neugierig auf die Dolmen, diese
    majestätischen, jahrhundertealten Megalithen? Und auf die
    Schetininschule wärst du sowieso am liebsten selbst gegangen,
    hättest du früh genug von ihr gewusst? Tja, dann schnür´ schon mal
    deine Stiefel und pack´ den Rucksack! Wir fahren hin!

    Termine:
    23.04. – 06.05.2017 (Beltane-Feier)
    07.05. – 20.05.2017 (Feier zum 9.Mai)
    19.09. – 02.10.2017 (Festival 2Herzen)

    Kontakt:
    Dorothea Baumert
    dorotheamariabaumert@gmail.com
    +49 157/ 52 490 757
    *****************************************************************

    Deine Frage bezüglich Möglichkeiten in einer Gemeinschaft ist schwierig zu beantworten. Jede Gemeinschaft ist individuell. Da kann vielleicht Karl Heinz Meyer weiterhelfen (http://www.gemeinschaften.de/).

    Zur letzten Frage, wieviel Geld vorhanden sein muss: Die Antwort ist simpel: gar keins.
    Diese Antwort ergibt sich rein logisch, denn es gab schon Menschen und Gemeinschaften vor der Erfindung des Geldes. Es „muss“ also nichts vorhanden sein.
    Andererseits ist es in der Industrie beispielsweise üblich, dass die Schaffung nur eines Arbeitsplatzes ca. 500.000 Euro kostet.
    In anderen Worten: Wenn man sich selbständig machen will, sollte man mit einem Investment in Höhe von 500.000 Euro bis 1 Million Euro rechnen, bis die eigene Selbständigkeit stabil steht. Allerdings braucht es nicht generell Geld, sogar vielmehr die eigene Leistung, nur eben grob in diesem Leistungswert. Diese eigene Leistung kann theoretisch auch ein „Geistesblitz“ sein, der für andere Menschen derart viel Wert darstellt, dass man die Basisinvestition schon erfüllt hat.
    Was Du auf jeden Fall brauchst ist das innere Feuer Deinen Weg zu gehen, EGAL was andere sagen, EGAL was andere von Dir halten.
    Das bedeutet, ich empfehle Dir an erster Stelle Persönlichkeitsentwicklungs-Seminare. Egal was, es gibt vielfältige Angebote. Mach, was Dich anspricht.

    Viele Grüße
    Konstantin

  • Hallo Konstantin
    zum Thema Lebenderklärung, das grad wieder aktuell ist: Du hast mal vorgeschlagen, im Beisein von Zeugen einen Baum zu pflanzen als Beweis der Lebendigkeit – und das alle 7 Jahre.
    mittlerweile gibt es verschiedene Vorschläge im Netz – was ist Deine heutige Empfehlung diesbezüglich? (prometheus.com.mt, L.E. ans nächste Erzbistum,……)
    Mit lieben Grüssen
    Rejula

    *********

    Hallo Rejula,
    danke für die Frage.
    Nun, meine Erfahrung ist diese: Ich habe seit Jahren davon gehört, dass manche Leute eine „Lebenderklärung“ gemacht haben oder dies auch empfohlen hatten. Mich wunderte immer wieder, dass ich keine Resonanz spürte dies auch zu tun. Es mag ja sein, dass irgendeiner, der sich Papst nannte, irgendwann einmal (war das um 1666?) etwas aufgeschrieben hatte, dass alle als tot erklärt sein würden, die sich nach 7 Jahren nicht als lebend erklären.

    Nur, was geht mich das an? Was stört es eine alte deutsche Eiche wenn sich ein Wildschwein daran reibt / äh wenn jemand den Baum als „tot“ deklariert nur weil der Baum keine „Lebenderklärung“ gemacht hat?

    Es kann doch auch sein, dass tausende anderer Leute irgendwelche Behauptungen in ihrem Kreis verkündet haben, vielleicht ganz unkreativ, einfach nur kopierend, dass alle tot seien, die sich bei Ihnen nicht als lebend erklären. Soll ich jetzt alle tausende Irren herausfinden und mich denen gegenüber als lebend erklären? Oder wenn die andere Erklärungen verkündet haben, beispielsweise, dass alle Menschen eine grüne Hautfarbe haben wenn sie nichts anderes erklären, dann muss ich erklären, dass meine Haut hautfarben aussieht?

    Merkst Du den Irrsinn?
    Es ist doch die Anerkennung genau dieses jenigen (zB Papst) der angeblich etwas zu meinen Ungunsten behauptet hat, wenn ich mich darauf beziehe und RE-agiere und zB eine „Lebenderklärung“ mache. Einerseits will man (vermeintlich) die Freiheit und Unabhängigkeit von der Obrigkeit und dann wählt man einen Weg, der in sich ein Ausdruck von Unterwürfigkeit ist.

    Diese „Lebenderklärung“ in Malta kostet laut Webseite 1300 Euro plus 18% Steuer plus Flug nach Malta, und vermutlich noch Unterkunft. Da kommt man schnell auf 2000 Euro gesamt. Wieviele Bäume könnte man dafür kaufen?

    Und was ist mit der Frage, ob dieses Verhalten auch für alle anderen gehen kann? Sollen jetzt alle 80 Millionen von Deutschland einen Flug nach Malta machen, damit die dortigen Anwälte 2000 x 80 Mill.= 160 Milliarden Umsatz machen? Statt dessen könnten wir es auch ganz einfach hier vor Ort schön machen.

    Die Idee alle 7 Jahre einen Baum zu pflanzen (mit Zeugen) als Ausdruck der Lebendigkeit ist mangelhaft.
    Es geht genau andersrum. Nicht weil man Lebendigkeit zum Ausdruck bringen will, pflanzt man Bäume.

    Man ist lebendig, pflanzt Bäume, jedes Jahr, mit Menschen gemeinsam, und diejenigen, die meinen an Papiere und alte Paragraphen zu glauben, können beim Beobachten dieses Verhaltens erkennen, dass dort Menschen LEBEN.

    Wieso suchen Menschen Genehmigungen von „Oben“? Wieso suchen sie nicht dort wo sie die Antwort finden können – in sich selbst?

    Viele Grüße
    Konstantin

  • angela sand

    Hallo Constantin und Alle Lesenden,

    Heute würde ich gerne mal eine Frage stellen:

    Telegoniegesetz:

    Thema: Partner gut loslassen können,
    im Licht von wedisch arischer, russischer alter Kultur.

    Welche Bräuche sind erforderlich,
    dass ich eine Vergangene Beziehung gut abschliesse.?

    Danke im Voraus für alle Kommentare.
    Und jetzt such ich die Antwort in mir selber.

    Grüße

    Anschila Sand

    ***************
    Hallo,
    dazu gibt es mehrere Textstellen im Band 8.2 der Anastasia Serie.
    Hier sind die entsprechenden Seitenzahlen:
    36-39, 42, 48, 145, 146, 157, 166, 207, 208
    Grüße
    Konstantin

  • Morgenrot

    Hallo Angela oder Anschila, Konstantin und alle anderen Leser!

    Beim Thema Telegonie stelle ich mir vor allem die Frage: Was ist die Hauptmotivation für eine Löschung der alten Informationen (bzw. der Information des ersten Partners)?
    Liegt die Motivation darin, dass die aktuelle Liebe, einfach weil sie im Jetzt vorhanden ist, die beste aller Möglichkeiten ist?
    Oder liegt dem ganzen ein patriarchalisches Weltbild zugrunde, so dass eigentlich nur der aktuelle(nicht erste) Mann ein Interesse an der Löschung hat?
    Hat das ganze auch Vorteile für die Frau? Oder sind die Vorteile für die Frau eher indirekter Natur? Z.B. durch bessere Aktzeptanz der Kinder, und damit bessere Unterstützung der Familie durch den Mann?
    Oder erkennt die Frau dadurch, dass sie den Wunsch nach einer Löschung verspürt, dass sie nun „den richtigen“ gefunden hat?

    Weitere Fragen: Hat nur der erste Mann einen Einfluss auf die (später mal gezeugten) Kinder, oder auch die weiteren? Kommt es darauf an, welche Gefühle jeweils im Spiel waren, oder noch sind? Ist der Telegonieeffekt bei einer Vergewaltigung der gleiche, wie bei einem Liebesakt?

    Freue mich über Antworten aus männlicher und aus weiblicher Sicht!

    Allgemein zum Thema „Partner gut loslassen können“: Ich finde, am besten kann man eine Beziehung abschließen, wenn man sich zu 100 % sicher ist, dass sie nicht (mehr) funktioniert, aus welchen Gründen auch immer. Wenn man diese Sicherheit hat, dann kann man an die guten Seiten der Beziehung zurückdenken, ohne sich die negativen ständig vor Augen halten zu müssen. Es reicht zu wissen, dass es nicht (mehr) geht. Dann kann man dankbar auf alles zurückblicken, was man in dieser Beziehung gelernt hat, ohne wieder „rückfällig“ zu werden.

    Viele Grüße!
    Morgenrot

    *********

    Hallo Morgenrot,

    danke für die vielfältigen Fragen. Vielleicht kennen sich Leser hierzu besser aus als ich und schreiben etwas dazu.
    Viele Grüße
    Konstantin

  • Soeben bekam ich per Telefon die Frage wo man denn die Spezialklammern bekommen kann, mit denen ich (und andere) Bäume zum Verwachsen gebracht habe. Um einen Anbieter zu finden muss man den Fachbegriff kennen: Tonkinklammer, bzw. Bambusklammer. Anbieter findet man im Internet.
    Hinweis: Aus Erfahrung bin ich zurückhaltend geworden mit diesen Klammern Verwachsungen erzielen zu wollen. Gelegentlich sterbe die Triebe an diesen Stellen weil sie abgeklemmt werden. Besonders negativ ist dies bei Vogelbeere zu beobachten. Bei Buche hat es recht häufig funktioniert.

  • Heike Johannsen

    Hallo Konstantin,
    wir wollen uns ein lebendes Haus pflanzen und sind durch Zufall auf Dich gekommen. wir würden uns freuen, wenn Du Zeit und Lust hättest uns aus Deiner Erfahrung heraus einige Ratschläge zu geben?

    Wir leben in einer Hofgemeinschaft in der Nähe von Schwäbisch Hall und wollen für unsere Kleinfamilie am Rand einer Streuobstwiese ein eigenes Häuschen pflanzen. Unsere Idee war erst ein Eschenhaus zu pflanzen, aufgrund des Eschentriebsterbens tendieren wir jetzt aber eher zu Buchen. Buchen wachsen gut hier in der Gegend, unser Boden ist lehmhaltig, nährstoffreich und nicht zu sauer. Im Wald haben wir öfter schon Buchen beobachtet, die ohne äussere Einwirkung miteinander verwachsen, außerdem mögen wir Buchen.

    Meinst Du es ist besser Pflanzen bei einem Forstbedarf zu kaufen ( Bedenken wegen Anzuchtmethoden) oder Wildlinge aus dem Wald auszugraben?

    Bis zu welcher Grösse, denkst Du kann man Buchen noch verpflanzen, hier wachsen viele ca. 2 bis 3 m hohe Schösslinge?

    Unsere Idee ist , die Bäume nicht gleich zu verflechten, sondern sie wie auch im Wald in die Höhe wachsen zu lassen und erst wenn es an die Dachwölbung geht mit dem Verflechten zu beginnen. Eventuell müsste man dann, wenn die Stämmchen sich annähern Klammern oder Stifte einfügen, damit sie wirklich zusammen und nicht aneinander vorbeiwachsen. Was denkst Du dazu? Weisst Du, ob Buchen ab einem gewissen Alter nicht mehr miteinander verwachsen?

    Meinst Du man könnte auch mehr als 20 Bäume pro Meter pflanzen, damit sich schneller eine geschlossene Fläche bildet?

    Wir würden gerne einen 10 m Kreis aus Buchen pflanzen, nach Süden offen,dort nur einigen Bäumchen als Fensterrahmen und in diesen Kreis erstmal ein Stroh-Lehmhaus bauen, damit wir jetzt schon an diesem Platz leben und dem Haus beim Wachsen zuschauen können. Wieviel Abstand denkst Du ist nötig zwischen Lehmwand und Bäumen? Gibt es Erfahrungen, was passiert, wenn die Bäume direkt an die Lehmwand dranwachsen würden? Natürlich hoffen wir irgendwann die Lehmwände rausnehmen zu können und nur die gewachsene Wand zu haben, vorausgesetzt wir machen dem Baum dann nicht zu warme Füsse…

    Gibt es noch irgendetwas, das Du uns beim Pflanzen besonders raten würdest, z.b. Em, Wassergraben aussen, Hornspäne, Kompost, Wurzelschnitt, Pflanzschnitt oder ähnliches?

    Es sind viele Fragen und ich wäre auch gerne zu Eurem Seminar gekommen, habe leider zu spät davon erfahren. Jetzt juckt es uns sehr in den Fingern und wir würden gerne noch pflanzen bevor die Bäume zu sehr im Saft stehen, deswegen freuen wir uns über jeden Ratschlag.

    Schöne Frühlingstage und liebe Grüsse
    Heike Johannsen

  • Hallo Heike,

    bei der Auswahl Esche oder Buche würde ich eher zu Buche raten. Insbesondere wenn sie gut in Eurer Region wachsen ist Buche eine gute Wahl. Wildlinge aus dem Wald auszugraben sollte mit dem Hüter des Waldes / dem Förster besprochen sein. Ich rate eher dazu in einer Forstbaumschule einzukaufen.
    Bezüglich Deiner Frage der Wuchsgröße zum Verpflanzen mag ich anmerken, dass die Größe weniger wichtig ist wie das Alter. In Baumschulen werden die Bäume für gewöhnlich einmal im Jahr umgepflanzt. Dadurch bilden sie viele kurze Feinwurzeln nah am Stamm. Wenn ein Jungbaum seit zB 5 Jahren an einer Stelle steht ohne umgepflanzt worden zu sein wird das Umpflanzen schwierig bis unmöglich weil zu viele Feinwurzeln zerstört werden.
    Buchen können auch dann verwachsen, wenn die Äste schon etwas älter sind weil auch dann die Rinde sehr dünn ist. Wegen der Baumanzahl pro Meter empfehle ich deutlich weniger als 20 pro Meter. Bei 5 bis 10 pro Meter kann es gut passen.
    Von der Raumgestaltung würde ich erwägen die Öffnung nach Osten zu legen um die Morgensonne einzuladen.
    Bei der angedachten Idee mit Lehmwand innerhalb des Naturbaus würde ich min. 50cm Abstand lassen um die Lehmwand herstellen und pflegen zu können sowie nach innen wachsende Äste flechten oder schneiden zu können.

    Ich rate grundsätzlich zur ruhigen Planung. Das heißt es scheint mir besser wenn ihr erst im Herbst pflanzt.

    Viele Grüße
    Konstantin

  • Email-Frage aus Österreich:

    Hallo,
    ich möchte ein Gebäude aus Ahornen gestalten und interessiere mich deshalb für die im Shop angebotenen Gummis.
    Genügt es Ihrer Erfahrung nach, die Stämme nur mit dem Gummi zusammenzubinden, damit sie gut zusammenwachsen?
    Was ist wenn die Bäume schon ein paar Jahre alt sind – gehts dann auch?
    Kann es nützlich sein die Stämme anzuschneiden und Kambium an Kambium zu legen – analog dem Veredeln von Obstbäumen? bzw. ist das realisierbar?
    Zu welcher Jahreszeit ist es sinnvoll die Stämme zusammenzubinden?

    Es würde mir sehr helfen, wenn Sie mir hierzu etwas schreiebn können. Danke dafür! Ich habe ausserdem vor, ihr Buch zu bestellen.

    Ich habe vor drei Jahren begonnen einen Waldgarten zu pflanzen – in Österreich. Am angrenzenden Waldstück setzt nach einer Schlägerung die Sukzession ein, die sich aktuell beispielsweise, in dichten Gebüschen aus etwa 5-6 Jahre alten Bergahornen zeigt. Es wachsen auch Haseln und Rotbuchen. Momentan verspüre ich große Freude, wenn ich dran denke einen Unterschlupf daraus zu gestalten.

    Mit freundlichen Grüßen,

    *********

    Hallo,

    danke für die Frage: Mit den Naturbau-Gummis können Verwachsungen entstehen, es dauert jedoch länger als mit manches andere, z.B. Schrauben. Man kann durchaus kleine Schnittwunden machen, diese übereinanderbringen und dann mit einem Naturbau-Gummi das ganze fixieren. Günstig ist die Verwachsung von 2 bis 5 jährigen Trieben. Alles ist jedoch Abhängig von der Baumart und der Erfahrung. Ein einfaches „Patentrezept“ zum Nachmachen mit Erfolgsgarantie gibt es nicht. Daher empfehle ich gleich mehrere Unterschlüpfe zu formen. Z.B. einen mit Schnittverletzungen an den Verwachsungen, und einen ohne. Nur der eigene Versuch bringt die Erfahrung.

    Viele Grüße
    Konstantin

  • Klaus

    Es geht um die übersetzten Listen „gundry-style-yes.pdf“ und „gundry-style-no.pdf. Erst einmal Lob für die Übersetzungsarbeit – kommt ja wohl sonst erst demnächst mit dem deutschen Buch „Böses Gemüse“.

    Einige Angaben scheinen aber noch im „Fluss“ zu sein: Bei der Recherche habe ich zu Erbsen auch die Angabe gefunden, dass diese (weitgehend) frei von Lektinen sein sollen.
    Zu Kartoffeln sagt Gundry in diesem Interview selbst, dass die Lektine im Dampfdruckkochtopf zerstört würden:
    https://www.youtube.com/watch?v=eUhKwemahHY
    (ab min 42:00)
    Das mit den Kartoffeln würde dann die Anschlussfrage aufwerfen, ob die Lektine nicht bei Pommes und Chips wegen der hohen Temperaturen nicht auch zerstört werden. Es bleibt natürlich Junkfood – es geht mir nur um eine Korrekte Darstellung.

  • Hallo Klaus,
    sicher sind alle Angaben „im Fluss“. Alle Rahmenparameter ändern sich laufend. Gundry schreibt auch, dass die Ernährung vor hundert Jahren (auch mit Kartoffeln) durchaus verträglich gewesen sein konnte, weil z.B. kein Glyphosat unterwegs war, kein Elektrosmog etc.
    Das wichtigste in Zusammenhang mit Gundry mag sein, dass man immer vergegenwärtigt, wer seine Hauptzielgruppe ist: Kranke Amerikaner. Dabei ist seine Ernährungsempfehlung ein Start in die Entstressung des Körpers, das Herunterfahren der Entzündungsneigung. Sobald man mehrere Wochen oder Monate seinen Empfehlungen gefolgt ist soll man einzelne vermiedene Lebensmittel wieder verzehren zum Selbsttest. Im Lauf der Zeit findet so jeder seine eigene Zusammenstellung. Ich beobachte bei mir beispielsweise, dass ich Kartoffeln recht gut vertrage, Getreide jedoch überwiegend schlecht.

    Pommes und Chips fände ich für mich ok, wenn sie mit Kokosfett hergestellt wurden (was man dann wohl eher selber machen muss).

    Ergänzend mag ich anfügen, dass Ernährung nicht alles ist. Auch durch verdrängte soziale, finanzielle (usw.) Konflikte können im Körper auch Entzündungen entstehen (siehe Buch Krankheit als Weg). Daher sehe ich Gundrys Nahrungs-Empfehlungen nur als einen Teil der Gesundung.

    Viele Grüße
    Konstantin

  • Markus

    Hallo Konstantin,
    auf Deiner Website finde ich ein Bild von Rudolf Dörnach.
    Wer ist der Urheber/Rechteinhaber?
    Kannst Du es mir für Wikipedia zur Verfügung stellen?
    Mit herzlichem Gruss,
    Markus

  • Hallo Markus,

    wenn Du dieses Bild meinst:
    http://www.konstantin-kirsch.de/wp-content/uploads/2017/12/rudolf-doernach.jpg
    Das habe ich selbst gemacht. Rudolf ist links im Bild. Wie geht das mit „Zurverfügungstellen für Wikipedia“?
    Viele Grüße
    Konstantin

  • Markus

    Hallo Konstantin,

    ja, genau. Wer ist rechts auf dem Bild?

    Du lädst das Bild auf Commons hoch, vergibst eine freie Lizenz (CC0, CC-by-SA 4.0, oder so)
    https://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=Special:Upload&uselang=deownwork
    und schickst mir den Link.

    Mit herzlichem Gruss,
    Markus

  • Hallo Markus, bei der Bildunterschrift im Blogbeitrag steht, wer der Mann, rechts im Bild ist: http://www.konstantin-kirsch.de/2017/12/professur-fuer-lebende-architektur.html
    Wegen dem Bildupload und den Lizenzen: Ich habe einen Ausschnitt des Bildes, also nur Rudolf, gemacht und dies zu ihm per email gesendet mit der Frage, ob ich es bei wikipedia veröffentlichen darf und wenn ja, unter welcher Lizenz. Grüße Konstantin

  • julius

    hallo konstantin,
    ich interessiere mich sehr für obstwälder und waldgärten, die möglichst nahe an einem ökosystem sind.
    daher auch speziell für noch urwüchsoge baumarten, wie den sievers-apfel. du bist einer der wenigen, die ich kenne, die einen gepflanzt haben. das war damals aus dem sämling, richtig?

    wie schmecken diese zufallssämlinge und was für eine gestalt hat der baum inzwischen? ich nehme an, die baumschule, die ihn jetzt vertreibt hat edelreiser von dir geholt und die dann verpfropft? d.h. sie sind nicht wurzelecht?

    lieben neugieriegn gruß
    julius

  • Hallo Julius,
    ja, die Baumschule, die den Malus sieversii vertreibt, hat Edelreiser von mir geholt. Diese Bäume sind veredelt und nicht wurzelecht. Mein Baum ist schön gewachsen, ungefähr 5 Meter hoch. Die Früchte duften sehr fein, sind leicht mehlig und ganz leicht bitter. Ertrag nicht jedes Jahr. Eher alle 2-3 Jahre.

  • joel

    Salut Konstantin
    Ich habe gelesen das du den Altai-Apfel „Malus sieversii“ in deinem Garten hegst.
    Da wollte ich mal nachfragen ob du eventuell Saatgut zu vergeben hättest? Wir würden uns sehr freuen.
    Liebi Grüess
    Joel

  • hallo joel,
    danke für die Frage nach Saatgut vom Altai-Apfel. Aktuell habe ich keines. Mal sehen ob der Baum dieses Jahr blüht und fruchtet. Wenn, dann gibt es im Herbst etwas.
    VG Konstantin

  • Niko

    Hallo Konstantin,

    wir sind schon ziemlich lange auf der Suche nach einer Siedlung bzw. einem Familienlandsitz.
    Leider ist das ganze nicht so einfach und kaum irgendwo könnte man in absehbarer Zeit zuziehen.
    Da ich im Netz auch immer wieder auf ähnliche Interessen stoße und immer mehr Menschen eine Alternative suchen und langsam zu erwachen beginnen, haben wir uns überlegt, selbst etwas derartiges aufzubauen und ein geeignetes Grundstück zu erwerben. Leider gibt es auch hier auf diversen Immobilienplattformen mehr Suchende als es passende Angebote gibt. Hin und wieder aber findet sich doch mal ein schönes großes Grundstück für einen, manchmal aber auch für zehn Landsitze. Die ganz großen Grundtücke, meist Bauernhöfe mit landwirtschaftlichen Flächen und teilweise mit Wald, kosten halt gleich mal 1 Millionen und mehr. In Anbetracht der oft großen Fläche, sind diese Preise aber viel attraktiver. Für ein derartiges Vorhaben suche ich Interessierte Familien, die sich vorstellen könnten hier mitzumachen um gemeinsam mehr zu erreichen. Klar müsste man sich treffen und kennenlernen um Details zu besprechen. Der erste Schritt wäre die Kontaktaufnahme. Ich freue mich wirklich über jeden ernsthaft interessierten der mich anschreibt.

    Ich kann mir gut vorstellen, das du Konstantin, schon sehr viele ähnliche Anfragen erhalten hast und vielleicht auch den ein anderen Kontakt herstellen kannst. Meine Mailadresse kannst du gerne weitergeben.
    Niko.hatzidakis@gmail.com

    Viele Grüß
    Niko

  • Hallo Niko, danke für Deine Mitteilung. Da jetzt Deine emailadresse öffentlich ist, kann es gut sein, dass Interessierte sich an Dich wenden.
    Grundsätzlich mach ich eine Anregung geben: So stark das Sehnen nach einem Familienlandsitz, bzw. einer Siedlung mit solchen Landsitzen auch sein mag, so ist es empfehlenswert das Ganze in Ruhe anzugehen. Es geht um die Ewigkeit und nicht um Hau-Ruck. Ich empfehle für das Finden des äußeren Landsitzes zuerst im Inneren bei sich selbst zu beginnen (Innere Reinigung, Verzeihensarbeit, Läuterung etc). Dazu gilt es die Bücher zu verbreiten. Ideal ist, es wenn das Land „auf einen zukommt“. Statt zu suchen sollte man sich besser finden lassen. Auch wenn es Jahre oder Jahrzehnte dauert. Es fügt sich. Zwischenschritte sind auch gut. Der Wandel gehört gestaltet. Und auch das Verharren dort wo man ist, gehört auch dazu, und sei es die Großstadt. Man möge zuerst dort aufräumen wo man ist. Im Aussen und Innen.
    Viel Erfolg beim Land finden!
    Konstantin

  • Andreas

    Hallo Herr Kirsch,

    ich habe neulich einen guten Radio-Beitrag zu Naturbauten gehört.
    Dort war die Aussage, dass ein Naturbau leider lange dauert, und es stattdessen „höchstens 10 Jahre, besser 7 Jahre“ sein müssten.

    Meine Ideen-Reaktion war, dass man das ganze dann eben eigentlich stattdessen „groß-industriell“ betreiben müsste:
    alle jemals benötigten Form-Varianten auf einem „Fließband“ (haha!!) vervielfältigt vor-wachsen lassen (mit möglichst präzisen Formungstricks-Ergebnissen), und dann auf Bestellung anhand benötigter Haus-Grundformen vor Ort verpflanzen und nur noch die finale Verwachsung dort stattfinden lassen.
    Inwieweit das praktikabel ist (Verpflanzung in diesem Alter! Ohje…), ist mir nicht bekannt (mein Daumen ist noch nicht sehr „grün“).

    Sie scheinen mir ein „Suchender“ zu sein – einer, der richtige Fragen stellt, die eine gute Gesellschaftsentwicklung ermöglichen…

    Den Fall Skripal empfand ich übrigens als sehr ärgerlich/fragwürdig/illegitim.

    Ebenfalls ein EWSler.

  • Hallo Andreas, die Idee, Bauteile von Häusern wachsen zu lassen und dann an der Baustelle zusammenzufügen hat Arthur Wiechula in seinem Buch „Lebende Häuser“ schon 1926 beschrieben. Die Nachfolgefirmen haben diese Idee teilweise umgesetzt. Darüber habe ich in meinem Buch Naturbauten geschrieben. Beide Bücher goibt es hier:
    https://www.waldgartendorf.de/shop/naturbauten/
    Ich empfinde 7 Jahre mittlerweile als viel zu lang. Meine Forschungsrichtung het dahin im Jahr der Pflanzung winterfeste Häuser entstehen zu lassen. Dies teilindustriell vorgefertigt könnte ein System ergeben, dass für sehr viele Menschen interessant ist. Über diese Ideen schreibe ich jedoch noch nicht. Man kann mit mir darüber reden während einer Projektführung: http://www.naturbauten.org/fuehrungen.html

  • Tim Tomate

    Hallo Konstantin,
    zuerst einmal Danke für Dein Wirken – Du bist eine sehr grosse Inspirationsquelle für mich geworden… auch wenn ich einiges anders machen würde:) Deine reine Herzensausrichtung aber strahlt auch über all die Sorgen, die Du neben dem Schönen beschreibst.
    Wir haben vor einem Jahr in der Uckermark einen Rohbau mit eingestürztem Dach ersteigert und wollen dort nun einen ersten Teil (100 von 822 m2) wieder mit einem Dach versehen. Da wir unkonventionell bauen wollen hat mir ein Bekannter aus einem Anastasia Projekt den Kontakt zu Dir vor bereits einem Jahr empfohlen. Doch erst jetzt sind wir in der konkreten Phase angekommen.
    Plan ist es derzeit, ein „Institut für experimentelles Bauen aus Totholz, Erde und Wohlstandsmüll“ zu gründen und im Rahmen von freier Wissenschaft und Forschung das Haus um die Familie und Freunde drum rum entstehen zu lassen. D.h. ausser der Statik entsteht vieles während des Baus nach dem Motto „das ergiebt sich.“
    Zwei Semester Architektur hab ich auch mal studiert und dabei mit einem Professor einen Kurs für den Bau autarker Bauwägen angeboten, daher könnt ich dem wissenschaftlichen Hintergrund sogar glaubhaft vermitteln – er ist mir tatsächlich auch sehr wichtig).
    Die Konstruktion ist statisch recht simpel. Der Ringanker ist noch stabil, doch wollen wir den anderen Wandteil nicht belasten und daher eine Vollholzkonstruktion aus Sturmholz mit wenn möglich ausschliesslich Zapfenverbindungen bauen. Das Material (alles hochwertiger Wohlstandsmüll) ist bereits organisert und die vom Sturm gelegten Stämme aus dem angrenzenden Wald warten von uns entrindet auf die Anlieferung (leider per Rückewagen – den Kompromiss konnten wir bisher nicht verhindern). Herzstück soll eine gegabelte Eiche werden, welche die zentrale Dachkonstruktion aus Kiefer trägt und gleichzeitig als Ecke des Küchentresen dient.
    Baurechtlich stehen wir nun vor diesen 4 Optionen: 1. experimentelles bauen 2.einfach drauf los und wenn gemosert wird im Nachhinein genehmigen lassen (statisch ist das alles überdimensioniert), 3. es als Instandsetzung handhaben, da wir einen kleinen Teil des Restdaches bestehen lassen wollen oder 4. einfach alles auf dem klassischen Weg (von dem ich keine Ahnung habe, hab‘ immer nur anders gebaut:). Ich muss mittlerweile Rücksicht auf Familie nehmen, daher ist das eine Option, die Frau und Kind „Sicherheit“ gewähren würde und daher eine ernsthafte Option ist -bei allem Spass. Genau in dieser rechtlichen Frage hoffe ich auf richtungsweisenden Input von Dir.
    Es würde mich riesig freuen, wenn Dich der Kontext interessiert und Du Lust hättest, uns beratend oder als Abwechslung zu deinem Alltag sogar aktiv zu helfen. Kost und Logie für Dich und Deine Familie sind kein Problem – wir wohnen in unmittelbarer Nähe zum wunderschönen Badesee und die Aussaat ist nun in den Beeten so ausgelegt, dass wir andere mitversorgen können (sollten…die Ernte ist ja noch nicht eingefahren). Mehr Informationen und Bilder schicke ich Dir gerne zu. Geld ist für mich schwer zu organisieren, wenn es aber das ist, was Du gerade am dringlichsten benötigst, nicht unmöglich. Tausch, Urlaub, Hilfe bei deinen Projekten oder wo immer es gerade zwickt und wir von Hilfe sein könnten wäre bevorzugt. Reisekosten würden wir uns absparen und übernehmen, das ist Ehrensache. Über kurze Rückmeldung würde ich mich freuen. Mit herzlichem Gruss Tim Tomate PS: Wir wollen noch dieses Jahr bauen (ca. Juni bis August/September).

    Antwort von Konstantin:

    Hallo Tim
    Danke, dass Du Dich mit diesem Anliegen an mich wendest, jedoch darf und will ich keine rechtliche Beratung oder Empfehlung geben. Mir ist das wichtigste, dass kein Mensch Schaden nimmt. Das heißt, mir ist die Statik und die zuverlässige Bauausführung wichtiger als ein Zettel mit Unterschrift. Es gab schon genehmigte Gebäude, die einstürzten und Leid verursachten. Und es gab schon ungenehmigte Bauten, die stehen blieben und Menschen einen gesunden Wohnraum gaben.
    Unkonventionelle Bauweisen sind immer eine Herausforderung, für die Bauherren, die Bauarbeiter und für Baubehörden. Welcher Weg für Euch der Richtige ist kann ich als Aussenstehender unmöglich wissen. Meine Empfehlung ist: Alle Beteiligten sollten alle Möglichkeiten auflisten und jeweils in ihrem Herzen spüren, welcher der Wege sich gut anfühlt. Danach wird ausgetauscht und mitgeteilt. Gibt es im ersten Anlauf einen Konsens ist es super. Wenn nein, dann geht es in die nächste Runde. Vielleicht ist auch ein Redestabritual passend. Bezüglich der Einladung, bei Euch zu sein: Danke, jedoch gefällt es mir hier wo ich bin so gut, dass ich gerade nicht ans Reisen denke. Im Fall der Fälle melde ich mich bei Dir.
    Viele Grüße
    Konstantin

  • Isolde Montg

    Hallo Konstantin,

    seit einiger Zeit bin ich begeistert von der Anastasia-Idee und trage mich schon einige Jahre mit dem Gedanken, ein autarkes Dorf mit Gleichgesinnten zu bauen. So bin ich auch auf die Ein-Baum-Haus-Idee von Wolfgang Lackner gestoßen.
    Dann lernte ich die A-Bücher kennen und habe nur gedacht: „Danke kollektives Bewusstsein“….
    Bisher ist das Projekt an Mangel von Gleichgesinnten hier in meiner Region gescheitert und auch an dem passenden Grundstück.
    Viele Gemeinden verkaufen keinen Grund mehr, weil die Dorfzentren aussterben.
    Da ich mich zum Jahresende hin verändern möchte, also meinen jetzigen Beruf weitgehend aufgeben werde und überlege, wieder in meine Heimat, den Werra-Meißner-Kreis zu ziehen, möchte ich dich fragen, ob es in dieser Region, außer Nentershausen, solche Projekte schon gibt, wo ich mich eventuell anschließen könnte.
    Land müsste es genügend geben und auch noch zu erschwinglichen Preisen.

    Liebe Grüße und danke im Voraus für deine Antwort,

    Isolde

  • Hallo Isolde, danke für Deine Anfrage. Im Werra-Weißner-Kreis sind mir auch mehrere Menschen bekannt, die die Vision von Familienlandsitzen in sich tragen. Ein einfaches „anschließen“ an etwas vorhandenes ist sowohl dort als auch hier in Nentershausen nicht zu empfehlen bzw. nicht passend. Ich empfehle, dass man die Region und das Stück Land finden möge, dass nach einem ruft. Wenn der ganz individuelle Bezug Land und Mensch passt, dann finden sich auch die passenden Nachbarn. Idealerweise sucht man meiner Erfahrung nach zu Fuß oder mit dem Fahrrad nach dem passenden Stück Land. Viele Grüße Konstantin

  • Leo

    hi Konstantin

    hab vor kurzem hier in der Umgebung ein Grundstücksangebot gesehen, dass mir interessant erschien.
    Es ist eine verwilderte Fläche, soll früher mal Ackergrund gewesen sein und ist als landwirtschaftliche Fläche deklariert. 3500m2 ca. . im vorderen Bereich hin zur Straße sieht man, dass vor ein paar Jahrzehnten vermutlich Bauschutt abgeladen wurde. Ziegel, große Steine, ein bisscehn Straßenrest und so Zeug. Schlimmeres hab ich bisher nicht gefunden. war heut dort um mich dort ein bisschen einzutunen / die Entscheidungsfindung anzuleiern. Was mir dabei auffiel: es ist dort totenstill – kein einziger Vogel. ein schlechtes Zeichen ? oder normal, angesicht dessen, dass ich in nächster Umgebung, über den Feldern auch einen kleinen Greifvogel sah ? anonsten ist es ziemlich zugewachsen – Weißdorn, Eiche, Ahorn, eine Birke, ein Apfelbaum, ein paar Zedern zur Straße und auch eine Blautanne. Buchen gar keine. ein Walnußbaum, in jungen jahren von den Rehen angeknabert wie´s scheint, da er sich 30cm über den Boden in 3 Stämme kleinere Stämme unterteilt. Insgesamt sind die Bäume geschätz so zw. 5-15m hoch. die nach Süden halt generell höher. Auch viel tote Bäume stehen rum, wo ich nicht genau weiß, ob die erkrankt sind oder halt einfach aufgrund der mangelnden Sonne und Baumdichte den kürzeren gezogen haben..

    Versteh natürlich, dass du aufgrund dessen wohl keine sonderlich aussagekräftigen Ferndiagnosen stellen kannst, doch wäre mir schon geholfen, wenn du ein paar Tipps auf Lager hättest, welche man beachten sollte, gerade bezgl. der Bäume, möchte man u.a. auf dem zukünftigen Grund Naturbauten und Permakultur betreiben. auch würde mich interessieren, wie das mit der Genehmigungspflicht ausschaut , angesichts dessen, dass man in Deutschland nicht mal ein Vogelhäuschen aufstellen darf, ohne dass der Amtsschimmel Amok läuft… m(

    PS: ach ja, Wasser gibts nicht – da müßt ich die nette Dame von der Gärtnerei nebenan an“pumpen“..
    zudem unerschlossen und kein baugrund.. dafür ziemlich billig. ( und angeblich rehverseucht.. wobei ich bei meinen 2 Besuchen bisher weder eins gesehen noch aufgeschreckt habe.

    *****
    Hallo Leo,

    was ist Deine konkrete Frage? Bei der konkreten Beschreibung gehe ich davon aus, dass Du alle nötigen Informationen direkt von den vorhandenen Pflanzen beantwortet bekommen kannst. Ich wüßte spontan nicht, was ich da noch dazu sagen sollte.

    Viele Grüße
    Konstantin

  • Leo

    wichtig wäre mie zu wissen, welche Gewichtung du dem Fehlen der Vögel gibst ? sollte so ein Gestrüpp-Dickicht immer voll von Vögeln sein oder is das durchaus normal ? und dann noch eben der Punkt mit der Genehmigungspflicht von Naturbauten ? muss man sich bsw. einen Weidendom oder einer lebenden Naturzaun genehmigen lassen ?

    *****
    Hallo Leo,
    ich kenne sehr viele Gestrüppe ohne Vögel. Nur ganz gelegentlich sehe ich Vögel in Gestrüppen, beispielsweise, wenn dortige Büsche etwas zu Essen bieten für die Vogelwelt.

    Fragen nach Genehmigungspflichten sind eine so individuelle Sache,was soll ich da antworten? Ich weiß nicht mal auf welchem Kontinent Du bist, geschweige denn Land, Region, Gemeinde, Nachbarn etc. Ich kenne nicht Deine Geschichte und die Geschichte Deiner Vorfahren etc. All das hat einen Einfluss auf Deine Situation in Rechtsdingen. Ich habe schon Leute kennengelernt, bei denen ist immer Streit entstanden, egal was sie angefangen haben. Bei anderen läuft alles glatt, es öffen sich immer die Türen, die sie gerade öffnen wollten. Wie soll ich in so einem Universum eine Rechtsberatung geben? Du kannst wohl nur sicher sein, dass Du die Erlebnisse bekommen wirst, die Du als Erfahrung in diesem Leben suchst.
    Viele Grüße
    Konstantin

  • Daniel

    Hallo Konstantin, ich würde gerne wissen,wie die Erfahrung nach über 2 Jahren mit den beiden Tigchel Öfen sind. Sind sie schadfrei?Wie viel Kilo Holz darf/sollte pro Abbrand aufgelegt werden? Verhalten sich D4 und D10 sehr verschieden? danke für einen Kommentar hierzu, freundlicher Gruß aus Sachsen, Daniel.

    Antwort:
    Bin weiterhin voll begeistert von den Tigchel-Öfen! Ein Schaden war passiert. Beim 10D ist ein Brennkammerstein gebrochen. Möglicherweise lag das daran, dass ich neben Scheitholz auch Holzbrickets verbrannt habe. Dies ist zulässig und eigentlich kein Problem. Es gibt jedoch Holzbrickets, die beim Abbrand stark expandieren. Manche werden doppelt so lang! Wenn die Brickets so in der Brennkammer sind, dass die Ausdehnung nach oben geht ist alles ok. Man darf dann nur nicht zu viel auf einmal rein füllen. Ich habe aber wohl mal ein Bricket so reingelegt, dass es quer lag und die Ausdehnung hat dann vermutlich den einen Stein so gedrückt, dass er gebrochen ist. Ob das die Ursache war, weiß ich nicht. Ist einfach meine Vermutung. Habe ohne Probleme und ohne Kosten den Stein ersetzt bekommen. Der Austausch war sehr leicht: Die Ofentür abschrauben (vier Muttern lösen), dann die Brennkammersteine raus nehmen. Den kaputten ersetzen, die anderen wieder rein geben, Tür anschrauben – fertig. Das hat ungefähr eine halbe Stunde gedauert.

    Beim 4D kamm man 6 kg Holz (Buche) auf einmal abbrennen, beim 10D 12 kg. Es liegt etwas an der Holzart. Bei Weichholz ist das Volumen größer, dann sind es 5 kg bzw. 10 kg. An ganz kalten Tagen habe ich auch mal nach dem ca. 2 stündigen Abbrand nochmal Holz aufgelegt auf die noch scharfe Glut, so dass das Holz sofort gut brennt. Und erst nach diesem Folgeabbbrand alle Schieber geschlossen.

    Viele Grüße
    Konstantin

  • Joe

    Hallo Konstantin

    Ich bin seit vielen Jahren ein grosser Anhaenger von Naturbauten
    und begeisterter Leser der Anastasia Buch – Serie.

    Vor zwei Jahren ist es uns endlich gelungen ein groesseres Grundstueck im Herzen Portugals zu erwerben (ca 13ha)
    Gross genug um es mit anderen Menschen zu teilen.
    Wir wuerden gerne interessierten und motivierten Menschen gratis Land zur Verfuegung stellen um ihre Vorhaben zu verwirklichen.
    Die Groesse des Landes haengt natuerlich von den individuellen Beduerfnissen ab und ist flexibel.

    Wir moechten jedoch klarstellen, dass dies keine Gemeinschaft im gelaeufigen Sinne ist. Wir suchen einfach gute Nachbarn.
    Sollte also jemand der Naturbauten gerne hat, noch Hausverstand besitzt,
    biologische Landwirtschaft schaetzt und die entsprechende koerperliche Fitness und Disziplin besitzt,
    all das umzusetzen was er sich vorstellt, so wuerden wir ihn gerne einladen sich zu melden.

    Bei Interesse kann man uns gegen Absprache auch gerne besuchen und sich dass ganze mal in Ruhe anschauen, ueber Wwoofer freuen wir uns besonders.

    Viele Gruesse aus Trancoso/Portugal

    Joe

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