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Freitag 20. Juli 2018

Atommüll-Endlager in jedem Garten!

In Frankreich, im Dorf Bure, tobt der Kampf um ein geplantes Endlager für Atommüll. Ein paar Jahrzehnte Nutzung der Atomkraft und 100.000 Jahre Lagerung des Mülls, womöglich unter bezahlter Überwachung? Wenn man Lohn und Lohnnebenkosten von 100.000 Jahren Überwachung einrechnet in die Wirtschaftlichkeitsberechnung von AKWs, dann ist das mit Sicherheit der teuerste Strom aller Zeiten…

Nun denn, die Menschheit hat nun mal die Büchse der Pandora geöffnet und ringt seither daran, sie wieder zu verschließen. Dummerweise ist sie dabei süchtig und abhängig geworden von jede Menge elektrisch betriebenem Firlefanz.

Interessant ist in dem Zusammenhang, dass eine an dem Endlagerprojekt beteiligte französische Firma Ingérop angeblich firmeninterne Daten nicht sicher verwahren konnte. Diese wurden angeblich ausspioniert durch Phishing mails, angeblich veröffentlicht und es gab eine Razzia mit gewaltsamen Türöffnungen im Rechenzentrum. Betroffen ist der Wissenschaftsladen in Dortmund. Ich habe keine Ahnung, was wirklich vorgefallen ist, deshalb habe ich mehrfach das Wort „angeblich“ geschrieben. Jedoch ist einiges auf der Webseite des Wissenschaftsladens zu lesen:
https://www.wissenschaftsladen-dortmund.de/2018/07/11/bure-ist-ueberall-jetzt-auch-in-dortmund/#more-852

Was tun mit dem Müll, der schon da ist und mit dem, der noch kommen wird? Große zentral organisierte Strukturen, wie Staaten, tendieren anscheinend auch zu zentralen Lösungsansätzen. Dummerweise ist jedoch bekannt, dass gerade die Konzentration von Atommüll erst so richtig Probleme verursacht. Im stärksten Fall der Konzentration ergibt sich sogar eine Atombombe!

Dezentralität wäre ein Ansatz. Doch wer wagt dies auszusprechen? Bisher ist mir nur bekannt, das dies in den Anastasia-Büchern beschrieben ist:

Band 6, Seite 67

„Welche Erfindung brauchen die Menschen am allermeisten, Papa?“
„Welche? Ja, viele. Die Energiekrise, zum Beispiel, beginnt in vielen Regionen. Die Elektroenergie reicht nicht aus. Atomkraftwerke will man nicht bauen: Sie sind gefährlich, weil sie explodieren. Aber ohne sie kommt man nicht aus.“
„Atomare Energie? Deren Strahlung Menschen und Pflanzen tötet?“
„Weißt du von der Strahlung?“
„Ja, sie ist doch überall. Das ist Energie. Sie ist gut. Sie ist notwendig. Nur darf sie nicht in großen Mengen an einem Ort gesammelt werden. Mein Großvater hat mich gelehrt, die Strahlung zu lenken. Nur darf man davon nicht erzählen, da einige Menschen die gute Strahlung in Waffen verwandeln, um andere zu töten.“
„Ja, sag lieber nichts. Es sieht so aus, als ob du tatsächlich etwas erfinden kannst und für dein Mädchen viel Geld erarbeiten kannst.“
„Wahrscheinlich schaffe ich das. Aber Geld macht den Menschen nicht glücklich.“
„Was macht deiner Meinung nach einen Menschen glücklich?“
„Der Raum, den er selbst schafft.“

Band 8.1, Seite 17

„Versteh doch, Papa, Opa hat mir gesagt, dass allein die Aufbewahrungsorte für Atommüll eine große Gefahr bedeuten. Nach der Wahrscheinlichkeitstheorie können sie in ihrer Umgebung großen Schaden für Land und Leute anrichten ­ sogar auf dem ganzen Planeten.“
„Gut, aber was hat das mit dir zu tun?“
„Wenn die Menschen denken, das Problem sei gelöst, die Gefahr aber noch immer besteht, dann haben sie sich geirrt.“
“Na und?”
“Opa hat gesagt, ich soll die richtige Lösung finden.”
“Und? Hast du sie gefunden?”
“Ja, Papa, gerade eben.”
Es war schon seltsam. Hier stand mein Sohn vor mir, gerade mal neun Jahre alt, und sprach in ruhigem, überzeugtem Ton über die sichere Aufbewahrung von nuklearem Abfall. Dabei hatte er noch nicht einmal eine Schule besucht, ganz zu schweigen davon, dass er eine Ausbildung in Kernphysik absolviert hätte. Ohne eine tatsächliche Lösung zu diesem Problem von ihm zu erwarten, sondern einfach um das Gespräch weiterzuführen, fragte ich ihn:
“Und was ist dir konkret zu diesem unlösbaren Problem eingefallen?”
“Es gibt mehrere Möglichkeiten, aber die effektivste Lösung ist die der Dezentralisierung.”
“Wie bitte? Dezentralisierung wovon?”
“Von den Abfällen, Papa.”
“Wie meinst du das?”
“Ich habe erkannt, dass diese Strahlung in kleiner Dosis überhaupt nicht gefährlich ist, Papa. In geringer Menge ist sie in allem enthalten: in uns selbst, in den Pflanzen, im Wasser, in den Wolken. Wenn sie aber an einer Stelle in hoher Konzentration auftritt, dann besteht eine echte Gefahr. In den Atommülllagern, von denen mir Opa erzählte, wird zu viel radioaktives Material an einem Ort aufbewahrt.”
“Nun, das ist allgemein bekannt. Deshalb wird ja der Atommüll in eigens dafür errichteten Lagern aufbewahrt, die sorgfältig vor Terroristen geschützt werden. Jedes dieser Lager wird von speziell ausgebildetem Personal überwacht, um die Einhaltung der Aufbewahrungsvorschriften zu gewährleisten.”
“Das schon, Papa, aber es ist trotzdem gefährlich. Nicht nur gefährlich, Katastrophen sind sogar unvermeidlich. Und der Grund dafür ist, dass irgendjemandem eine schlechte Lösung eingefallen ist, die dann den Menschen aufgezwungen wurde.”
„Mein Sohn, mit diesem Problem haben sich wissenschaftliche Institute beschäftigt, an denen große Gelehrte arbeiten. Du kennst diese Leute nicht und hast auch von dem Wissensgebiet selbst keine Ahnung. Also kannst du dir auch kein Urteil über die Lösung des Problems erlauben. Das alles ist Sache der modernen Wissenschaft.“
„Aber was kommt dabei heraus, Papa? Es sind doch gerade die Schlussfolgerungen der modernen Wissenschaft, die für die Menschheit eine so große Gefahr darstellen. Ich gehe freilich nicht zur Schule und kenne mich auch nicht in den Wissensgebieten aus, von denen du sprichst, aber …“
Er schwieg und senkte den Kopf.
„Aber was? Wieso sprichst du nicht weiter?“
„Ich will nicht zu einer solchen Schule gehen und auch nicht die Art von Wissenschaft erlernen, die du meinst.“
„Warum nicht?“
„Weil solche Wissenschaft zu Katastrophen führt.“
“Aber andere Arten von Wissenschaft gibt es doch nicht!”
“Doch. Mama sagt immer: ‘Man muss die Realität allein mit seiner eigenen Seele begreifen.’ Ich weiß, dass sie damit Recht hat, und will mich danach richten. Deshalb lerne ich lieber für mich selbst. Ich weiß noch nicht, wie ich das besser ausdrücken kann.”
“Erstaunlich, wie sehr er auf seinen Überzeugungen beharrt!”, dachte ich und fragte: “Wie groß ist denn deiner Meinung nach die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Katastrophe eintritt?”
“Hundert Prozent.”
“Bist du dir da sicher?”
“Die Wahrscheinlichkeitstheorie und die Tatsache, dass viele zu passiv sind gegen unheilvolles Denken sagen mir, dass die Katastrophe kommen muss. Den Bau der großen Atommülllager kann man mit dem Bau großer Bomben vergleichen.”
“Dann wirkt dein Denken wohl dem destruktiven Denken entgegen?”
“Ja, ich habe meine Gedanken in den Kosmos entsandt, und sie werden sich durchsetzen.”
“Und was haben deine Gedanken konkret zur sicheren Aufbewahrung des Atommülls beigetragen?”
“Ich denke, all der Atommüll, der in den großen Lagern in hoher Konzentration gespeichert wird, muss aufgeteilt werden.”
“Aufgeteilt – meinst du in Tausende und Millionen kleiner Teilchen?”
“Ja, Papa.”
“Wie einfach! Aber die wesentliche Frage bleibt – wo sollen all diese Teilchen gelagert werden?”
“Auf den Familienlandsitzen, Papa.”
Zuerst konnte ich kaum glauben, was ich da soeben gehört hatte, und wusste nichts zu entgegnen. Dann schrie ich fast zurück: “Du phantasierst! Der Fieberwahn muss dich gepackt haben, Wolodja!”
Nachdem ich mich etwas gefasst hatte, fügte ich hinzu: “Natürlich lässt sich eine globale Katastrophe vermeiden, indem man die nuklearen Abfälle auf verschiedene Lager aufteilt. Dafür werden aber Millionen von Familien, die auf ihren Landsitzen leben, in Lebensgefahr gebracht. Und alle Leute wollen doch in einer ökologisch reinen Umgebung wohnen.”
“Ja, das stimmt, Papa. Nur gibt es auf der ganzen Welt fast keine solchen ökologisch reinen Orte mehr.”
“Und wie wäre es mit der Taiga hier?”
“Die Gegend hier ist verhältnismäßig rein, aber auch nicht ideal. Ideale Gegenden gibt es nicht mehr. Die Wolken bringen aus allen Himmelsrichtungen sauren Regen mit. Die Gräser, Bäume und Büsche kommen bisher noch einigermaßen mit der Verschmutzung zurecht, aber die unreinen Orte dieser Welt werden mit jedem Tag größer und noch unreiner. Deshalb ist es jetzt wichtig, nicht vor dem Schmutz davonzulaufen, sondern etwas gegen ihn zu unternehmen. Mama sagt: ‘Wir selber müssen reine Orte schaffen.’
Aus der großen Menge möglicher Varianten hat mein Geist die einzig praktische Lösung herausgesucht. Meine Idee ist, den Müll nicht zentral zu lagern, sondern in kleinen Portionen auf den Familienlandsitzen zu verteilen. Diese kleinen Partikel müssen gezähmt werden, damit sie fürs Leben Nutzen bringen. Für das Leben auf Erden erscheint mir diese Lösung jedenfalls noch am sichersten.”
“Und wo dort? In der Vorratskammer? Im Safe? Oder vielleicht eingekapselt im Keller? Hat deine grandiose Idee eine Antwort darauf?”
“Die Kapseln müssen unter der Erde vergraben werden, in mindestens neun Metern Tiefe.”
Dieser Vorschlag meines Sohnes erschien mir zunächst schier unglaublich. Doch je länger ich darüber nachdachte, desto mehr neigte ich dazu, ein Körnchen Rationalität darin zu entdecken. Zumindest könnte man durch eine solche Aufbewahrung von nuklearem Abfall auf jeden Fall eine Megakatastrophe verhindern.

Konkrete Rechnung: Das Atommüll-Endlager in Bure soll laut Wikipedia gebaut werden für 130.000 m³ mittel- sowie 8.000 m³ hochradioaktiven Abfall. Bei 7 Menschen pro Familienlandsitz kämen wir für Frankreich auf ca. 10 Millionen Landsitze mit je 1 Hektar Fläche. Insgesamt wären das ca. 1/6 der Landfläche von Frankreich – 5/6 wären dann menschenleer. Wenn wir Das Atommüll-Lagervolumen pro Familienlandsitz berechnen kommen wir auf 13 Liter mittel- und 0,8 Liter hochradioaktiven Abfall. Dies wäre, allein vom Volumen her, sehr leicht mit Hilfe einer Bohrung auf neun Meter Tiefe oder mehr zu versenken.

Sicher müssten viele Details vorab geklärt werden, aber dass muss ja auch bei Planungen zu zentralen Anlagen geschehen.

Ganz besonders interessant ist in diesem Zusammenhang Aussagen von Walter Russel, dass radioaktives Material, sicher verwahrt im Untergrund, förderlich sei für die Entstehung von Wasser und Humus!

Zitat aus: https://www.zeitenschrift.com/artikel/kern-energie-der-fluch-der-atomspaltung

Durch die Energie, die sie abstrahlen, wandeln sie die Gesteine zu Wasser und Humus um. So sagt Russell denn auch, Wasser und Humus, der Nährstoff allen Lebens, sei nichts anderes als zerfallenes Gestein. Radioaktive Metalle erzeugen also durch ihr Sterben neues Leben. Auch das ist ein Naturgesetz: Jeder lebende Körper, der stirbt und zur Erde zurückkehrt, erfüllt diese mit neuem Leben.

Wäre es demnach womöglich das Beste für ein stabiles Klima und für den Humusgehalt des Bodens, wenn unter jedem 1-Hektar-Familienlandsitz ein Mini-Endlager von Atommüll eingerichtet wird?

1 comment to Atommüll-Endlager in jedem Garten!

  • Chris

    Im Zusammenhang mit der Lagerung radioaktiven Mülls hat Paulus Johannes Lehmann in einem seiner Bücher beschrieben, daß es Studien gab, in welchem Material dieser Müll am besten aufbewahrt wird. Metall ist da sehr kontraproduktiv, hier ist Holz das geeignete Material.
    Leider habe ich mir nur diese Notiz rausgeschrieben und weiß nicht mehr genau, in welchem seiner Bücher das steht, ich glaube möglicherweise in dem Buch: Kleidung, unsere zweite Haut.
    Für mich macht es Sinn, dass Metall ungeeignet ist, da Metall-Ionen meines Erachtens viel reaktiver sind, als die Kohlenstoffketten des Holzes.
    Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass wir alle anteilig saubermachen müssen. Wir finden leider in unserem Garten immer noch Plastikteilchen der Vorbesitzerin…

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