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Sonntag 23. Juli 2017

Ist die Amadeu Antonio Stiftung nationalistisch und völkisch?

Schon mehrfach ist die Amadeu Antonio Stiftung aufgefallen mit Aktionen gegen „völkische Siedler“ und gegen die Anastasia-Bücher (siehe dazu den BR-Film).

Jetzt habe ich die Satzung der Stiftung im Internet entdeckt:

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/satzung_amadeu_antonio_stiftung.pdf

Diese Satzung finde ich übrigens sehr interessant: Fast alle Punkte in der Rubrik Stiftungszweck könnte ich unterschreiben. (§2.2 bis §2.9)
Allerdings gibt es beim eigentlichen Stiftungszweck (§2.1) ein paar Begriffe, die mir nicht gefallen:

§2.1
Die Stiftung dient der Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung, der Förderung der Jugendhilfe sowie der Förderung der internationalen Gesinnung, der Toleranz und des Völkerverständigungsgedankens.

im übrigen schon komisch, dass man den Text nicht mit Copy-Paste heraus nehmen kann, weil er dann in diesem Stil erscheint: LH6WLIWXQJGLHQWGHU)|UGHUXQJGHU(U…

Inhaltlich stehen in dem §2.1 diese Wörter, die mir aufstossen;
– „internationale Gesinnung“
– „Volksbildung“
– „Völkerverständigungsgedanken“

Der Begriff „international“ kommt aus dem lateinischen:
inter ‚zwischen‘ und natio ‚Volk‘ oder ‚Volksstamm‘

Daher macht das Wort „international“ rein logisch nur Sinn, wenn es auch Nationen gibt. Denn nur wenn es Nationen gibt, kann es auch etwas zwischen Nationen geben.
Daher beinhaltet der Begriff „internationale Gesinnung“ die Bedingung, Nationen / Völker haben zu müssen.

Man hätte in der Satzung auch schreiben können:
+ globale Gesinnung
+ Menschenbildung
+ Menschenverständigungsgedanken

dies wurde aber nicht gemacht. Es steht geschrieben:

– „internationale Gesinnung“
– „Volksbildung“
– „Völkerverständigungsgedanken“

Ist die Amadeu Antonio Stiftung daher als nationalistisch und völkisch einzustufen?

Handelt die Geschäftsführung der Stiftung überhaupt noch entsprechend dem Stiftungszweck?

Hinweis: Ich frage das nicht wertend, sondern sachlich!

Auffällig finde ich übrigens, dass im BR-Beitrag Herr Hellwig von der Amadeu Antonio Stiftung sagt:

… sondern in der Szene sind diese [rechten] Personen, die allerdings auch ziemlich akzeptiert werden, deren rassistischen Äußerungen toleriert werden.

Und in §2.1 der Satzung seines Arbeitsgebers steht (siehe oben): „Förderung der Toleranz“.

Hm. Die Anastasia-Szene macht angeblich genau das, was der Stiftungszweck fordert (Toleranz) und wird genau dafür kritisiert.
Im übrigen toleriere ich keine rassistischen Äusserungen und ich habe noch nie rassistische Äusserungen in der Anastasia-Szene wahrgenommen. (Als Gärtner redet man allerdings über PflanzenARTEN und PflanzenSORTEN.)

Nur kann es sein, dass jemand ein Vorurteil hat und rechtes, antisemitisches und rassistisches finden will, oder sogar finden muss als Auftragshandlung. Selbst wenn nichts da ist, wird man solange suchen bis man findet, ähnlich diesem Satz: Es gibt keine gesunden Menschen, nur welche, die noch nicht lange genug untersucht wurden.

Ansonsten erinnere ich mich gerade an die Geschichte, in der der Ladendieb beim Wegrennen ruft: „Haltet den Dieb!“ sowie an die Massenmedien, die sich über „Fakenews“ aufregen und selber wohl auch nicht immer die reine Wahrheit geschrieben hatten.

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