Konstantin Kirsch

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Dienstag 15. August 2017

Warnung vor Soja

Seit Jahrzehnten ist (überwiegend) vegetarische Ernährung für mich üblich. Bei diversen Veranstaltungen, z.B. Volksfesten, fühlte ich mich oft als Aussenseiter, wenn es nur Bratwurt, Schnitzel oder Steak im Angebot gab. Da gab es für mich entweder Pommes, oder gar nichts.

Mittlerweile gibt es einen anderen (mir lästigen) Trend: Vegan sei noch besser als vegetarisch. Bei mancherlei „alternativen“ Veranstaltungen sind Fleisch und Wurst tabu (bzw. verteufelt) und selbst Milchprodukte sind nicht toleriert. Stattdessen gibt es viele vegane Produkte aus Soja: Soja-Milch, Soja-Käse, Soja-Schnitzel, Soja-Hackfleisch etc.

Der Pflanze Soja wurde das Image „gesund“ verpasst. Vielleicht stimmt jedoch das Gegenteil.
Es könnte sein, dass gerade die Sojabohne ein zentraler Faktor von vielen Krankheiten geworden ist.

Unbestrittener Fakt ist wohl, dass die Sojabohne viele Hormone, Phytohormone (z.B. Phytoöstrogen), bzw. Stoffe mit hormonähnlicher Wirkung enthält.

Interessant ist diesbezüglich eine Nachricht, dass Hormongaben in der Schwangerschaft die spätere sexuelle Orientierung des Nachwuchses beeinflussen können!
www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Studie-Veraendert-Progesteron-die-sexuelle-Orientierung-id41104101.html

Bezüglich Soja gibt es konkret Warnungen, dass der Verzehr unfruchtbar machen kann! Ist doch unglaublich, bezüglich Pharmaprodukten, Impfen und Massenmedien ist Kritik üblich geworden, in manchen Kreisen schon fast „Pflicht“, aber Soja wird noch nicht generell hinterfragt oder in genau jenen Kreisen oft verzehrt und nicht generell als giftig gewertet.

Ich will jetzt kein eigenes Urteil abgeben über Soja. Deshalb gebe ich ein paar Webseiten und Filme an, über die sich der interessierte Leser selber informieren kann:
http://www.medizin-welt.info/aktuell/Soja-gefaehrdet-die-Gesundheit/196

http://paleolifestyle.de/gesundheit/soja-ungesund/

http://www.urgeschmack.de/problem-soja/

http://www.menshealth.com/nutrition/soys-negative-effects?amp

Neben den hormonellen Wirkungen ist ein weiteres Problem der Sojabohne wohl auch in den Lektinen zu finden.
Diesbezüglich gibt es ein sehr umfangreiches Fachbuch: The plant paradox von Steven Gundry (in englischer Sprache)

Die Lektine sind, grob gesagt, Stoffe, die Pflanzen herstellen um nicht gegessen zu werden. In den oben eingebetteten Filmen spricht Udo Pollmer auch von diesen Stoffen. Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Lektinen sollten vermieden werden, sofern man gesund sein oder werden will. Auch wenn die herauskommende Empfehlung etwas ungewohnt bis krass klingt, der Autor hat sehr viele Studien gemacht um zu diesem Ergebnis zu kommen:

1. Das sofortige Entfernen von ALLEN Getreidearten und Pseudogetreiden vom Speiseplan
2. Das beinhaltet auch alle mit Getreide gefertigen Produkte und die mit Getreide aufgezogenen Nutztiere.
3. kein Industriezucker
4. Obst wird stark eingeschränkt
5. Bestimmte Obstsorten, die als Gemüse gelten (Tomaten, Gurken, Zucchini) werden vom Speiseplan entfernt oder ohne Kerne zubereitet
6. Hülsenfrüchte (inkl. Soja) werden vom Speiseplan entfernt oder mithilfe eines Schnellkochtopfs zubereitet, wodurch die Lektine zerstört werden.
7. Kartoffeln und Reis entfallen auch
8. Kuhmilch und deren Produkte entfallen

Ich habe den Hinweis zu diesem Buch mal einem Freund gesendet, der sich mit vielen Dingen recht gut auskennt.

Dies ist seine Antwort:

Hallo Konstantin,

zu Gundrys Buch „Pflanzen-Paradox“:

Wie immer bin ich ja dem jeweils nächsten Ernaehrung-‚Hype‘ gegenüber äusserst kritisch eingestellt – wenn mir gleichaltrige, die kaum noch kriechen können oder Schnappatmung haben oder sieben Medikamente gleichzeitig einnehmen, was von ‚Gesundheit‘ erzählen wollen, nehme ich lieber Reissaus, aber:

Seine Forschungsergebnisse sind anstandslos auch in peer-reviewed Wissenschaftszeitschriften erschienen, seine Ergebnisse werden wohl auch nicht gross angezweifelt – sie werden nur verdrängt, weil sie nachweisen, dass vieles, was heute als gesund gilt wegen der darin das körpereigene Eiweiss bzw. die körpereigenen Zucker angreifenden Lektine SCHÄDLICH ist:

– Rohkost

– Volkorn

– Nachtschattengewaechse

– und nicht zuletzt Smoothies, je nach Inhaltsstoffen, weil da alles zerkleinert und direkt ohne Umwege „bioverfuegbar“ gemacht wird.

Da haben sich ja mittlerweile riesige „gesunde“ Industriezweige drumherum gebildet, die sowenig ihren Kurs ändern wie Ozeantanker.

Es kommt darauf an

– welche man isst und

– wann, d.h., s.u., ob sie reif sind (in „Saison“) oder nicht – je nachdem, ob es Getreide, Gräser oder Früchte sind.

Das Buch scheint sehr umfangreich. Ich habe mich bisher nur mal oberflächlich mit dem Thema auseinandergesetzt, aber soviel dazu:

Seit einem halben Jahrhundert hat sich die Lektinzusammensetzung der heutigen Nahrung stark verändert, z.T. hin zu völlig neuen Lektinen in genmodifizierten Pflanzen (denn Lektine sind „natürliche“ Schädlingsbekämpfer – aber, was auf den Käfer wirkt, wirkt auch, wenn auch anfänglich schwächer auf den Menschen und daher werden diese hineingezüchtet).

Weiterhin haben sich durch Vollkorn, Verschiebungen in der Wahl der Getreidesorten UND durch die Fütterung der Rinder mit lektinreichem Futter, das sie früher nie gegessen haben (Mais und Soya!) die Lektinvielfalt und der Lektinreichtum, mit dem der Mensch in unseren Breiten „versorgt“ wird, ungünstig verschoben/vervielfacht, d.h. heute wird Lektin auch über Hühnereier, Fleisch und Milch transportiert in einem Umfang, das früher minimal oder NULL war (bei Huehnern, Eiern und Fleisch generell).

Weiteres wichtiges Forschungsergebnis: die NORDISCHEN Milchkühe haben vor (über) tausend Jahren eine Spontanmutation durchgemacht, und stellen nun A1-Casein her, während das, mit dem der Mensch jahrtausendelang aufwuchs, das A2-Casein ist. In Ziegen- und Schafsmilch ist weiterhin IMMER A2 enthalten, und auch in den „südlicheren“ Rindersorten ist das noch so. Ausgerechnet die Hochleistungskühe, vorwiegend ‚Holsteiner‘, gehören aber zur neueren Genlinie. Deshalb die scheinbare bessere Verträglichkeit von Ziegen- und Schafsmilch und -käse bei vielen – das stellten diese Menschen i.d.R. aber AUCH fest, wenn sie in Griechenland Käse oder Milch einer EINHEIMISCHEN KUH tränken oder ässen, hat also nicht direkt mit der Art (Spezies) der Milchlieferanten zu tun, sondern ob sie zur A1- oder A2-Kategorie gehören. Der Mensch bzw. sein bakterielles Biom im Darm wird sich irgendwann an A1-Casein gewöhnen, aber i.d.R. ist es eben noch ein Fremdkörper.

Dass ich die meisten auch anderen ernährungsbedingten Probleme nicht habe, scheint vor allem damit zusammenzuhängen, dass ich schon von Kindesbeinen an INSTINKTIV genau die Nahrungsmittel gemieden habe, die besonders schädliche Lektine enthalten (DAMALS schon enthielten).

Dabei haben sich einige der Faktoren auch erst in diesen letzten 50 Jahren verschoben. Z.B.: die Lektine werden von den Früchten (dazu zählen auch z.B. Tomaten – alles, was „fleischumhüllte“ Samen hat, die dadurch verbreitet werden sollen, dass ein Tier sie frisst und später ausscheidet) gebildet, SOLANGE die Samen noch nicht reif genug sind. Diese unreifen Früchte sind dann auch meist grün, damit die Frass“feinde“ (die gar keine sind) das erkennen können – alle fruchtfressenden Tiere sind NICHT farbenblind, solche, die KEINE Früchte fressen sind es oft.

Wenn aber heutzutage diese „Früchte“ (Äpfel, Apfelsinen, Bananen, Tomaten u.v.a.) irgendwo geerntet werden, werden sie VOR DER REIFE grün geerntet und dann „nachgereift“ mittels Ethylenoxid – dabei nehmen sie dann zwar die „rote“ oder gelbe „gesunde“ Farbe an – aber, da sie nicht mehr an der Mutterpflanze hängen, werden die Lektine nicht mehr abgebaut/umgewandelt.

DAS führt zu den seit 50 Jahren verstärkten Inzidenzen von, u.a. Adipositas, Koronarerkrankungen und den meisten (verstärkt auftretenden) Autoimmunkrankheiten, inkl. Rheuma/Arthritis und Multipler Sklerose, Lupus und vielen Ekzemen, „leaky gut“,

https://www.endoskopie-drscharf.at/gastroenterologie-wien/leaky-gut-syndrom/

http://www.lunow.de/leaky-gut-syndrom-krank-durch-einen-undichten-darm.html

Blähbauch, Magen’übersauerung‘ u.v.a.m. – AUCH zu Typ-1-Diabetes, da das WGA-Lektin

https://en.wikipedia.org/wiki/Wheat_germ_agglutinin

die Rezeptoren für Insulin besetzt, zu Insulinresistenz führt UND dadurch zudem die Fetteinlagerung verstärkt (Zucker werden zu Fetten, nicht die Fette – die werden verbrannt!). Alles state-of-the-art-Wissenschaft. Und das aus meinem Munde …

Wäre also vermutlich eine sinnvolle Lektüre, gibt es aber bisher wohl noch nicht auf Deutsch.

Gruss

Zum Abschluss noch der Link zum Youtube-Kanal von Steven Gundry:
https://www.youtube.com/channel/UCtxo0nTZjzlKJq5-vJq6s6g

Ein Kommentar zu Warnung vor Soja

  • Roland

    Hallo Konstantin, danke für die Infos … habe das Buch von Dr. Gundry am Dienstag bestellt, heute gekommen … bin gespannt, habe vorher noch nie von Lektinen gehört, obwohl ich mich schon seit ü20 Jahren mit der Thematik „Gesunde Ernährung“ beschäftige … vielleicht ist das das fehlende Glied (zumindest für mich)
    Danke nochmal

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