Fragen an Konstantin

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Sonntag 25. November 2018

meine politische Position: zwischen Gandhi und Mandela

Seit Jahren verwundere ich mich über eine laufende Verschiebung der Bedeutungen in Bezug auf politisch „links“ und politisch „rechts“. Ein gute Bekannter sagte mal: Seit Jahrzehnten hat er seine Gesinnung an Ansichten nicht verändert. Er war schon immer Naturschützer und schon immer gegen Atomkraftwerke. Früher galten seine Ansichten als Linksextrem, mittlerweile als rechtsextrem. Wenn so etwas passiert, kann man das wohl nur erklären mit einer grundsätzlichen Verschiebung des Referenzrahmens: Wenn die politische Mitte (was auch immer das sein möge) sich verschiebt, dann verschieben sich auch die Werte der andere Positionen, selbst wenn diese exakt stehen bleiben. Das ist wie bei einer Justierung des Nullpunktes bei einem Thermometer.

Trotz all dieser Unschärfe habe ich mir mal etwas Zeit genommen um herauszufinden, wo meine politischen Ansichten eingeordnet werden.

Dazu gibt es eine Webseite mit einem Fragebogen: https://www.politicalcompass.org/test/de

Die Seite der Auswertung ist allerdings in englischer Sprache. Interessant ist, das nicht nur zwischen „links“ und „rechts“ eingeordnet wird, sondern auch zwischen „autoritär“ und „libertär“. Es entstehen also vier Quadranten. Dabei werden  noch zusätzliche Worte genannt:

Links (Kollektivismus)
Rechts (Neo-Libertarismus)
Autoritär (Faschismus)
Libertär (Anarchismus)

Hier als Bild mit bekannten Persönlichkeiten der Zeitgeschichte:

Nach der Beantwortung der Fragen gibt es ein Bild, in dem die eigene Position als Punkt innerhalb der vier Quadranten dargestellt wird.

Dies ist mein Ergebnis:

Dann kann man noch ein Zertifikat als PDF runterladen auf dem neben dem eigenen Punkt mehrere Karikaturen von bekannten Personen der Zeitgeschichte abgebildet sind.

Dies ist mein Zertifikat:

Meine politische Position (roter Punkt) ist eindeutig im links-libertären Quadranten, also im Bereich „Kollektivismus + Anarchismus“ zu sehen, dort wo auch Nelson Mandela und Mahatma Gandhi zu finden sind.

Zur Position der einzelnen Karikaturen innerhalb der Quadranten vermerkt die Webseite:

While the caricatures have been placed in the quadrants appropriate to their political views, we have not attempted to place them accurately within their quadrants. Aesthetics took priority over ideology in this instance.

Die Position der einzelnen Karikaturen innerhalb des Quadranten ist also nicht zu exakt zu werten, da die Ästhetik Vorrang vor der Ideologie hatte.

Wie man mir eine „rechtsextreme“ Einstellung andichten will (manche Massenmedien haben das wiederholt versucht) erschließt sich mir nicht. Ich kann daher all jene zu tiefst verstehen, die die Massenmedien als Fake-Media, als Lügenpresse oder Lückenpresse betiteln. Diese Vorwürfe mögen zwar auch durch „Rechte“ erhoben werden (z.B. Trump), aber vielleicht lügen die Massenmedien über Rechte UND sie lügen über Linke? Vielleicht lügen sie an erster Stelle sich selbst an, in dem sie sich selbst vorgaukeln, Wahrheit zu schreiben. Das geht nämlich gar nicht. Die Wahrheit mag es geben, aber jeder hat eine subjektive Sicht darauf und filtert immer nach eigenen Vorurteilen (Bestätigungsfehler). Es wäre weise, wenn die Massenmedien immer von ihren subjektiven Beobachtungen mitteilen würden und jedem anderen Menschen die eigene subjektive Ansicht zugestehen würden. … Jetzt komme ich aber zu sehr vom Thema ab.

Fazit: Ich ermuntere alle, die Webseite https://www.politicalcompass.org/test/de zu besuchen, die Fragen zu beantworten und das Ergebnis als Kommentar hier einzustellen. Insbesondere fände ich es interessant, wenn dies Leser der Anastasia-Bücher machen würden.

12 comments to meine politische Position: zwischen Gandhi und Mandela

  • Sonnensilber

    Ich bin Leserin sämtlicher Anastasia-Bücher.
    Ergebnis im Test:
    Wirtschaft links/rechts: minus 7.88
    Social Libertarian/autoritär: minus 4.26
    https://www.politicalcompass.org/chart?ec=-7.88&soc=-4.26

    Also sehr links und mittelmäßig libertär.

    Einschätzung meines systemmediengläubigen Umfeldes: da ich mich aktiv für die Meinungsfreiheit (also die Einhaltung des Grundgesetzes und der Menschenrechte) einsetze, hält mich meine Familie für rechtsextrem und menschenverachtend. Sogar so sehr, dass mein Bruder mich explizit nicht zu seiner Geburtstagsfeier einlädt.

  • Roland

    Ich habe nur den ersten Band gelesen, den zweiten nur zur Hälfte, weil pdf. Ich kann mir im Moment nicht alle Bücher kaufen, die ich gerne lesen würde, daher bin ich dankbar für alle zusätzlichen Informationen zum Thema und die gibt’s in erster Linie … auf dieser Seite.

    Zum Test:
    Economic left/right: -5,0
    Social lib/authoritarian: -2,82
    https://www.politicalcompass.org/chart?ec=-5.00&soc=-2.82

    Einschätzung eines (links-liberalen) Bekannten: „Eigenbrötler“

  • Mensch Jochen

    Hab alle Bücher begeistert mehrfach gelesen und wir sind fleissig am umsetzen 🙂

    Zum Test:
    Economic left/right: -5.88
    Social lib/authoritarian: -5.23
    https://www.politicalcompass.org/yourpoliticalcompass?ec=-5.88&soc=-5.23

    Einschätzung im Umfeld: „Die wollen wieder in Höhlen wohnen“ (Erdhaus Simon Dale) und „die denken
    „national“ (= lokal) und „sozialistisch“ (= Gemeinschaftförderlich) 😉
    Tatsächlich hätte ich mich selber mehr Mittig und noch etwas Liberaler bzw. Libertärer eingeschätzt.
    Wobei ich schon Schwierigkeiten hab bei der Frage: „bin ich eigentlich eher liberal oder eher libertär?“
    Meistens sag ich, wenn mich jemand Schubladisieren will: Ich bin mittelradikal – an der Wurzel packend zur Balance strebend.

  • MeGa

    Economic Left/Right: -8.38
    Social Libertarian/Authoritarian: -4.26
    https://www.politicalcompass.org/yourpoliticalcompass?ec=-8.38&soc=-4.26

    Na ja der Test, kommt aus dem Anglo-Amerikanischen, merkt man gleich. Bei „Links“ große Betonung auf Anarchosyndikalismus, Libertarismus,(libertär) im angelsächsischen Sprachgebrauch im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Nach der Erfahrung mit dem Realsozialismus stellen sich die Fragen anders.
    War nicht alles schlimm in der DDR, eigentlich waren das einfache Leben und die Arbeitsverhältnisse menschenfreundlicher und die Ökonomie stand im Dienst der menschlichen Entwicklung, immerhin als proklamiertes Ziel. Und heute? Was ist der Staat? Was soll er, darf er, muss er?
    Wer reguliert, kontrolliert das globale Finanzsystem? Was ist das eigentlich?
    Wer kontrolliert die Massenmedien? Wer setzt die globalen Themen?
    Warum sind normale Menschen nicht in der Lage sich zu organisieren, aber Konzerne und Milliardäre sehr wohl?

  • Felix

    Hallo,

    Mein Ergebnis:
    Economic Left/Right: -2.88
    Social Libertarian/Authoritarian: -5.23
    https://www.politicalcompass.org/yourpoliticalcompass?ec=-2.88&soc=-5.23

    Ich habe glaube 4 Bücher der Serie gelesen (schon ein paar Jahre her), kenne etwa drei andere Menschen die darin gelesen haben, und keiner von ihnen propagiert oder äußert sonst wie antisemitische / rassistische Inhalte, oder handelt so, dass ich ihn in die politisch rechte Schublade schieben könnte.
    Halte diese Meinungsmache für nen schlechten Witz. Wär er nicht so schlecht, könnte ich denken es wäre gezielte Werbung FÜR die Bücher.
    solidarische Grüße,
    Felix

  • Andre Proetel

    Hallo Zusammen,

    Dann sind wir Nachbarn Konstantin.

    Mein Ergebnis:
    Economic Left/Right: -1.25
    Social Libertarian/Authoritarian: -7.08

    https://www.politicalcompass.org/yourpoliticalcompass?ec=-1.25&soc=-7.08

  • Christa

    https://www.politicalcompass.org/germany2017

    ups wie sieht denn da die Parteienlandschaft auf dem Kompass aus?

    *****
    Danke Christa,

    daß Du diesen Link ergänzt hast!
    Auf der Seite ist weiter unten eine deutsche Erklärung. Daraus ein paar interessante Zitate:

    Wie anderswo in Europa verwenden auch in Deutschland viele politische Kommentatoren — und leider auch die Öffentlichkeit — fälschlich ‘rechts’ und ‘links’ als Beschreibungen gesellschaftlicher Einstellungen.

    Die deutschen Grünen […] Es scheint sich um eine Partei mit wenigen feststehenden Prinzipien zu handeln und mit einem beträchtlichen autoritären Einschlag, ablesbar an ihren Versuchen ‘ethisch erwünschtes Verhalten’ gesetzlich zu erzwingen.

    Ich finde, dies bringt es auf den Punkt!

    Grüße
    Konstantin

  • Antje

    Bin Anastasia-Leserin. Stehe etwas unter Gandhi 🙂

  • Tanja

    Hallo lieber Konstantin,
    Danke für diese tolle Idee!
    Economic Left/Right: -6.0
    Social Libertarian/Authoritarian: -5.49
    https://www.politicalcompass.org/chart?ec=-6.0&soc=-5.49

    Und@ Roland in unserer StadtBibliothek gibt es mittlerweile einige Anastasia Bücher zum ausleihen❤️

  • Jasenka Wallbraun

    Economic Left/Right: -6.0 
    Social Libertarian/Authoritarian: -6.7

    https://www.politicalcompass.org/chart?ec=-6.0&soc=-6.7

    Das sind meine „Werte“ lieber Konstantin.
    Vielen lieben Dank für dein Sein und Wirken hier auf Erden, für die Mutter Erde und für uns für uns alle.

    Herzliche Grüße,

    Jasenka

  • Albrecht

    Hi Konstantin und alle anderen,
    ich gelte im Sinne der zunehmenden Gesinnungsdiktatur sicherlich auch als „Rechts“, obwohl ich nach eigener Einschätzung ganz weit davon weg bin. Diese Einschätzung wird durch den Test zwar untermauert, allerdings kann so ein Test immer nur punktuell prüfen und ist noch dazu eine Momentaufnahme. Manche Fragen würde ich in anderen Stimmungslagen vermutlich anders beantworten.
    Zu den Anastasia-Büchern: Ich besitze fünf Bücher, habe diese allerdings noch nicht gelesen.
    Beim Testergebnis liege ich zwischen Gandhi und Mandela, also links-libertär.
    https://www.politicalcompass.org/yourpoliticalcompass?ec=-5.25&soc=-5.18

  • Jo

    Der Test ist seltsam (schon allein die unerklärten und somit für mich unerklärlichen Antwortoptionen: Völlige Ablehnung, Ablehnung, Zustimmung, Völlige Zustimmung).

    Mich würden mal die Bewertungskriterien und interessieren.

    Die Fragen sind sehr komisch gestellt …

    Wenn ich beispielsweise gefragt werde, ob Frauen vorrangig Hausfrau sein sollten, wenn gleichzeitig kein Verbot von Karriere besteht, dann antworte ich natürlich mit Zustimmung (was mir wohl auf der Skala autoritäre Punkte gebracht hat), aber würde dies staatspolitisch niemals so erzwingen wollen, sondern fände einfach nur schade, wenn die Frauen so selbstentfremdet sind, nicht mehr das Glück einer nachhaltig intakten Familie mit tendenziell geschlechtsnatürlichen Rollenverteilungen zu kennen und wertzuschätzen. Eine Frau, die ich als Ehefrau nehmen würde, müsste eben genau das wollen.

    Und manch Fragen waren so was von wischi-waschi und pauschal formuliert, da war es echt schwer, drauf zu antworten.
    Bspw. die Frage bzgl. der heutigen Offenheit mit Sex (genau weiß ich diese unkronkrete Formulierung nicht mehr). Welche Offenheit ist gemeint? Ehrlichkeit? Sexualisierende Propaganda? Promiskuität?
    Ich hab’s „naiverweise“ mal als Ehrlichkeit interpretiert — und davon gibt’s nicht genug, dementsprechend habe ich geantwortet. Aber wären da die andern beiden Dinge mit gemeint gewesen, hätte ich gegenteilig geantwortet.

    Die Frage, ob es in einer zivilisierten Gesellschaft/Kultur, es für jemanden eine Führungsfigur gibt und Untergebene, die man zu führen hat, ist auch verrückt, denn sie wollen mich ja nicht fragen, ob ich es weiß, sondern wie ich es will — also fragen sie mich, wie ich die Definition von Zivilisation(=Vermauerung=Verstädterung) gerne hätte. Ganz schön gaga, denn diese steht fest — und dazu gehört selbstverständlich ein hierarchisch organisiertes Sozialgefüge (egal ob mir das — sprich: Zivilisation — gefällt oder nicht).

    Naja … hier das aus meiner Sicht bedeutungsschwache Ergebnis (ich bin [staats]politisch eigentlich mehr rechts und libertär, allerdings auch nicht dogmatisch, sondern die situative Realität im Auge behaltend und diese entsprechend meinem Herzen angemessen berücksichtigend bei meinem Agieren):

    https://www.politicalcompass.org/analysis2?ec=-0.5&soc=-1.54

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