Fragen an Konstantin

Spenden

Wer diesen Blog unterstützen will, kann spenden:

Projekt Waldgartendorf e.V.
VR-Bank Bad Hersfeld
DE41532900000036101300
BIC: GENODE51BHE
Verwendungszweck: Spende

Archiv

Green Hosting mit Ökostrom und lokal erzeugtem Solarstrom!
Donnerstag 29. November 2018

Wer verfolgte die Hexen-Hebammen? Und warum?

Vor grob 15 Jahren besuchte ich einen Vortrag von Ottmar Lattorf an der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin. Es ging um die Zeit der Hexenverbrennungen und um die Zerstörung der Liebeskultur in Europa. Von Hexenverfolgungen hatte ich schon einiges gehört, jedoch war mir neu, das es früher einmal eine „Liebeskultur“ gegeben haben soll. Sehr vieles an dem Vortrag war mir neu und hat mich nachhaltig bewegt. Beispielsweise ist der Begriff „Teufel“ für mich seither gänzlich anders belegt. Es kann sogar als Lob und Anerkennung verstanden sein! Klingt verwirrend? Stimmt. Aber ein angstfreier Mann zu sein ist doch nichts teuflisches, oder? Die alte Definition lautet nämlich: „Der Teufel ist der angstlose und der Frau zugewandte Mann!“. Darüber hinaus war der „Teufel“ auch der Bestatter sowie der Nachrichtenübermittler mit Leuchtfeuern auf Bergkuppen. Geschichte kann sehr interessant sein!

Im Internet gibt es eine Webseite mit der Kurzfassung des Vortrages:

http://www.berndsenf.de/HexenHebammenVerfolgung.htm

Es gibt den gesamten Script vom Vortrag als PDF-Datei (36 Seiten):

http://www.berndsenf.de/pdf/HexenHebammenVerfolgung.pdf

und es gibt einen Youtube-Film, bzw. Hörbuch, in dem das Manuskript komplett vorgelesen wird:

1 comment to Wer verfolgte die Hexen-Hebammen? Und warum?

  • Sabine

    Wow – angesichts der Ableitung von Namen und dem heutigen Gebrauch, der Verstümmelung und Fesselung der Geschlechter, eröffnet mir die Hexenverfolgung nach dieser Vorlesung eine neue Dimension des Verstehens. Dass in Mitteleuropa soviel Wissen verbrannt wurde, empfand ich schon als Mädchen schlimm – dass es aber dermaßen viel zu „Befreien“ und zu Erkennen gibt, ist mir erschreckend neu.
    Wenn ich jetzt die Querverbindung zu den Priestern suche, die Anastasia öfter beschrieb, muss ich gestehen, dass es ein wohldurchdachter und sehr nachhaltiger Schachzug war – und auch entsprechend mächtige menschliche Werkzeuge zur Umsetzung „zur Verfügung standen“.
    Die geballten Informationen müssen von mir schon häppchenweise verdaut werden, um möglichst viel davon zu Erfassen und Nachvollziehen zu können, was damals und bis heute so nachhaltig in die Wege geleitet wurde.
    Ich denke, es gibt viel zu Entfesseln und Wiederzuentdecken.

Kommentar schreiben (wird moderiert)