Konstantin Kirsch

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Mittwoch 31. August 2011

Lebender Zaun in Ohrdruf

Per email erreicht mich eine Sensation: In Ohrdruf (süd-westlich von Erfurt) gibt es einen beindruckenden lebenden Zaun. In der email heißt es:

Ich habe vor einiger Zeit in meinem Heimatort, versteckt an einem kleinen Weg am Berghang, Reste eines lebendigen Zaunes gefunden, der nach meinen Recherchen in den 30er Jahren von einem Arzt angepflanzt wurde. Er ist nach 1945 enteignet worden und das Grundstück zum Betriebsferienlager umgewidmet worden. Heute verwildert es. Mein Vater ist seit Jahren Baumliebhaber und fotografiert diese in der ganzen Welt. Daher habe ich mich überhaupt für diese Bäume heute näher interessiert. Wir Kinder kannten diese Baumreihe schon lange, der Weg war aber immer zugewachsen. Seit ein paar Jahren ist er von der Stadt freigeräumt worden. Die Name des Weges in Ohrdruf ist Benjaminsgrund. Er ist die Verlängerung der Theodor-Neubauer-Straße und befindet sich hinter dem Sportplatz am Rande einer Einfamilienhaussiedlung am Hang des Goldberges auf dem Weg Richtung Wasserturm.

Fotos gemacht von Herrn Ermel:

baumzaun-ohrdruf-1

baumzaun-ohrdruf-2

Nachtrag:

Herr von Vahl hat den Zaun besucht und weitere Fotos gemacht. Aus den Detailbildern ist klar erkennbar, dass es sich bei der Baumart um die schwedische Mehlbeere (Sorbus intermedia) handelt. Eine weitere Zaunstrecke besteht aus Forsythie! Herr von Vahl war so freundlich die Bilder auf Seine Webseite zu stellen. Beim Anklicken des Einzelbildes erscheint das Bild vergrößert!

http://www.d-marc.de/natur/ohrdruf/index.htm

Herr von Vahl hat auch Spaziergänger getroffen und dabei erfahren, dass seinerzeit der Zein von einer Person/Firma aus dem Ausland gepflegt wurde.

*****

Siehe auch Blogeintragvom 30. September 2011.

5 Kommentare zu Lebender Zaun in Ohrdruf

  • marc

    hmm, am Samstag bin ich nur 20km davon entfernt, ich glaube da mache ich dann mal einen Abstecher

  • Richard Reames

    Wow amazing !

  • Tomas

    Also vor mehr als 80 Jahren angepflanzt, aber die Löcher sind noch nicht zugewachsen?
    Liegt das daran das die Bäume nach oben hin weiterwachsen konnten, nachdem man sie im unteren Teil nicht weiter verzweigt hat?
    Dann dürfte man aber auch erst ein lebendes Haus an der Spitze zusammenführen, wenn die Löcher in den Wänden insgesammt zugewachsen sind, oder? Denn wenn man zu früh die Triebe an der Spitze vereint gibt es ein ungewünschtes Längenwachstum nach oben hin und die Löcher bleiben wohl offen, so wie bei diesem Zaun.
    Oder wie kann man das verstehen?

  • Hallo Tomas,

    meines Erachtens liegt das Zusammenwachsen der Maschen an vier Faktoren:
    Gedanken der Pflanzers (Absicht), Baumart, Größe der Maschen und Pflege.
    Über keine der vier Faktoren ist mir etwas bei dem Zaun bekannt. Wenn die Absicht ein lebender Zaun war, so ist die erreicht worden. Ich beabsichtige zuwachsende Maschen und nach 15 Jahren haben die ersten Maschen begonnen dicht zu sein.

    Grüße
    Konstantin

  • Hallo,
    …dieser Baumzaun… so einzigartig!!!
    Ich bin aus der Schweiz… habe heute so gegoogelt… alles, was mit Anastasia im Zusammenhang ist.
    Habe gesehen… vieles ist im Raum Thüringen – auch das Singel-Treffen zum Beispiel dieses Wochenende.
    Alles so so weit weg von mir!
    Habe mir gerade vorgenommen, nächstes Jahr mal in diese Gegend zu fahren… per Zug und mit meinem Fahrrad…
    dann möchte ich auch diesen Zaun anschauen gehen!

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