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Dienstag 24. Februar 2009

Jetzt den Honigbienen helfen: Bienenbäume pflanzen

Es gibt den alten Spruch: Wenn ich wüßte, daß morgen die Welt untergeht würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.

So weit so nett, doch für gute und reichliche Früchte braucht dieser Baum auch Bienen.
Früher dachte ich: Bienen sind einfach da. Ich machte mir keine Gedanken darüber, daß sie eines Tages auch fehlen könnten.

Seit dem Frühling vor einem Jahr hat sich mein Empfinden bezüglich den Bienen stark gewandelt. Es gab 2008 bei uns reichlich Obstblüte aber keine einzige Honigbiene war zu sehen! Daraufhin entschieden wir selber mit Bienenhaltung zu beginnen. Dies erfüllt uns und erfreut mein Herz ganz besonders.

In unzähligen Stunden Studium von Fachliteratur, Gesprächen mit Imkern und dem Beobachten der Bienen hat sich herausgeschält was den Bienen am meisten fehlt: Gesunde Nahrung in der zweiten Sommerhälfte. Viele Imker ernten im Sommer den Honig, der eigentlich der gesunde Wintervorrat für das Bienenvolk sein sollte – und füttern die Bienen mit Zucker. Sicherlich ist Zuckerfütterung besser als die Tiere verhungern zu lassen, doch wäre es noch viel besser wenn die Bienen den Großteil ihres eigenen Honigs zum Überwintern behalten.

Auch wenn der Imker dann nur wenig Honig ernten kann, so ist es im Sinne der Gesundheit der Bienen der vermutlich bessere Weg.

Es gibt darüber hinaus eine Möglichkeit mit der jeder Mensch den Bienen helfen kann: Es gilt die Trachtlücke in der zweiten Sommerhälfte zu füllen. Je mehr die Bienen in dieser Zeit ernten können um so leichter schaffen sie es den Winter zu überstehen.

Bekannte Spätblüher, die von Bienen gerne besucht werden, sind beispielsweise:
+ Besenheide (auch Sommerheide genannt / lat.: Calluna vulgaris)
+ Wilder Wein (lat.: Parthenocissus quinquefolia)
+ Efeu (lat. Hedera helix)
+ Weidenröschen (lat.: Epilobium angustifolium)
+ Sonnenblume (lat.: Helianthus annus)
+ … und viele Kräuter

Es gibt aber noch einen Baum der ganz besondere Anziehungskraft auf Bienen ausübt:
der Bienenbaum (lat.: Euodia hupehensis oder: Tetradium daniellii)

Dieser Baum blüht im Spätsommer, bietet Nektar und Pollen und ist frosthart!
Obwohl wir letzten Winter minus 21 Grad hatten sehen alle bei uns gepflanzten Bienenbäume gesund aus. Dies ist um so bedeutender, da alle Bienenbäume bei uns erst Jungpflanzen sind (leicht mit Fichtenzweigen geschützt). Die Frosthärte nimmt angeblich im Lauf des Baumalters noch zu. Also ist der Baum als komplett winterhart einzustufen.

Mein Tipp für Bienen-Liebhaber, Permakultur-Gärtner und zukünftige Imker: Noch dieses Frühjahr Bienenbäume pflanzen!

Weitere Infos zu dieser Baumart gibt es hier:

Allgemein:
www.honighaeuschen.de/index.php?id=43
www.krautundrueben.de/?redid=151202
http://de.wikipedia.org/wiki/Honigesche

Anbieter:
www.bienenbaum.com
www.immengarten-jaesch.de/bienenweid.html
www.ruehlemanns.de
www.syringa-pflanzen.de
www.eggert-baumschulen.de/product_info.php?info=367

Es gibt den Bienenbaum ab und zu auch bei ebay!

Bei eggert-Baumschule gibt es im übrigen auch einen weiteren Bienen-Liebling:
Bastardindigo

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