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Montag 26. September 2011

Honig aus der Klotzbeute

Der am 23. April eingezogene Bienenschwarm hat sich in der Klotzbeute prächtig entwickelt. Vor wenigen Tagen sind alle Bienen aus der Klotzbeute verschwunden. Auch alle anderen Völker weisen drastische Verluste auf. Liegt es an den totgespritzten gelben Feldern in der Umgebung? Ich vermute dies. Aber was soll man machen? Anzeige gegen Unbekannt wegen Massenmord oder Völkermord? So was bringt eh nichts. Das hiesige Rechtssystem ist eh schon lange ein Unrechtssytem geworden weil es die Naturzerstörung und Gifte erlaubt hat. Solange das lebenszerstörende System der Antivernunft noch aktiv ist kommen solche Katastrophen vor. Aber bald ist hoffentlich schon mal das Geldsystem am Ende. Dann hören die Landwirte, besser gesagt die subventionsabhängigen Naturzerstörer und Giftessenhersteller… endlich auf mit dem Irrsinn.

Nun gut lassen wir das. Zurück zu den Bienen:

Nachdem die Klotzbeute komplett leise wurde habe ich sie geöffnet:

img_3937

Stück für Stück habe ich alle Waben entnommen und viel Pollen sowie knapp 10kg Honig geerntet. Nach dem Ausräumen kamen ein paar Bienen um die Reste zu „räubern“. Irgendwo sind also doch noch Bienen, selbst wenn meine Kästen leer sind. Vielleicht ist einer meiner abgehauenen Schwärme in der Nachbarschaft im Wald in einem sicheren Zuhause. Und, so meine Hoffnung, kommt nächstes Jahr ein Schwarm zurück in unseren Garten.

Sehr auffällig war, dass die Bienen den gesammten Innenraum, immerhin 1,2 Meter Länge, komplett ausgebaut hatten!

img_3942

13 comments to Honig aus der Klotzbeute

  • Avatar spag Wolfgang

    Holla Konstantin,
    danke für die schönen Fotos; tut mir leid um deinen Bienen …,
    und hoffe das sie überleben können.
    Haben die Bienen Warm und Kaltbau in der Klotzbeute gebaut?
    Ja, das Leben in der Antivernunft ist schwer/ depressiv, aber
    außer der Hoffnung das evtl. ein Komet oder ähnliches mal für ein
    paar Tage den Strom abschaltet habe ich auch keine Idee.
    liebe Grüße
    Wolfgang (spag)

  • Es war „Warmbau“. Das Flugloch ist seitlich an der Klotzbeute. Die Waben gingen den ganzen Hohlraum entlang also quer zum Flugloch. Obwohl ich die ganzen Monate nie die Beute geöffnet habe ist klar erkennbar gewesen, dass die Bienen zuerst direkt hinter dem Flugloch im Warmbau gebaut hatten. Diese Waben waren mehrfach bebrütet, dunkel und fest. Die Waben am oberen Ende der schrägen Röhre war hingegen dünn, hell und mit Honig gefüllt. Die Honigwaben waren also erst frisch gebaut gewesen. Meine Vermutung hat sich nicht bestätigt. Ich dachte, die Bienen fangen mit dem Bau am oberen Ende der Röhre an. Dort haben sie aber zuletzt gebaut!. Ich überlege ernsthaft die Röhre am oberen Ende zu öffnen und mit einem Deckel zu versehen. Dann kann ich in ähnlichem Fall (Absterben des Volkes) die Honigwaben entnehmen und lasse die gebrauchten Brutwaben im Stock für den nächsten Schwarm.

    Gruß
    Konstantin

  • Hallo Konstantin,

    das tut mir Leid um Deinen Verlust. Vor einem Jahr hatte ich ähnliche Verluste: 50% meiner Völker dahingerafft.

    Untersuchungsergebnis: Varroa!

    Es zeigt, dass die Bienen nicht ohne Behandlung mit diesem vom „Ungeziefer Mensch“ eingeschleppten Parasiten fertig werden.

    LG
    KAi

  • Hallo Kai,
    Hast Du schon diesen Blogeintrag gelesen?
    http://www.konstantin-kirsch.de/2011/04/varroa-auser-kontrolle-was-pestizide-damit-zu-tun-haben.html

    Varroa ist keine Ursache sondern ein Symptom.

    Viele Grüße
    Konstantin

  • Avatar spag Wolfgang

    Holla Konstantin,
    mein Anastasia Klotzbeutenvolk ist auch gestorben,
    wie ich heute gesehen habe. Mache ich etwas mit der
    Anastasia Beute falsch?
    – der Schwarm wurde gefangen und in der Beute in Kellerhaft genommen
    – ein Tag später einfach die Schwarmkiste geöffnet (in der Anastasia Beute)
    – Bienen zogen an die Decke der Anastasia Beute, Schwarmkiste entfernt
    – Honig ca 1kg zum guten Start gefüttert
    – Super Volk, super in den Winter gegengen; 8 gut besetzte Waben;
    kaum Varroa, (eifach ein großes Papier in die Anastasia Beute gelegt, zur Diagnose)
    – heute: alle Bienen lagen von Innen vor der Tür, es waren aber eigentlich
    viel weniger Bienen als ich erwartet hätte; etwas Schimmel an einigen Waben,
    das weiße Papiertbodenblatt war feucht und angeschimmelt, die Kiste selber aber nicht;
    es war noch Honig in den Waben, also sind sie nicht verhungert, Varroa OK, Gift? die Bienen
    sind noch nicht geflogen;
    – Die Anastasia Beute ist nach Wladimir Megre gebaut aus 6 cm Eiche, ohne Chemie, Farben etc.
    – die Beute steht im „Weihnachtsbaum“ Wald, alleine, mit Dach also ein wenig Feucht ???
    In Moment habe ich natürlich etwas Frust … habe ich das ganze Beutenkonzept und die Bienen
    nicht verstanden? hat Wladimir M. etwas falsch verstanden? liegt es an den Bienenrassen? muß
    ich durch ein Jammertal?
    herzliche Grüße
    Wolfgang
    PS:
    hätte gerne ein Foto der Beute eingefügt ???

  • Hallo Wolfgang,
    tut mir leid um Deine Bienen. Leider sterben immer mal wieder ein paar Völker. Wenn man nur eins hat oder nur eine Klotzbeute, dann nimmt man es leicht persönlich und sucht einen Fehler. Ich würde an deiner Stelle nur die toten Bienen entfernen und Waben mit Honig drin lassen. Ein neuer Schwarm wird so besser starten können. Ich vermute, dass die innere vollständige Auskleidung der Holzhöhle mit Propolis für die Gesundheit nötig ist. Doch diese Auskleidung dauert etliche Jahre. Es kann also sein, dass mehrere Jahre lang ein Volk nur bis zum Winter lebt und wieder ein neues Volk kommen muss. Aber nach ein paar Jahren dürfte die Höhle dann sehr gut sein. Andererseits gibt es so viele Faktoren wie Elektrosmog, Sonnenwinde, störende Gedanken, Wasseradern, ungesunde Herkunft der Königin etc. Man kann als Imker nur das Beste tun und dann beobachten was passiert. Daher: Einfach weiter machen und am besten jedes Jahr eine neue Klotzbeute dazu stellen, irgendwann sollten die Bienen stabil überwintern. Gruß Konstantin

  • […] Ein Bekannter von mir hat inzwischen komplett von Warré auf Klotzbeuten umgestellt. Auf seinem Blog schreibt er […]

  • lieber Konstantin, wie gings weiter mit den Bienen? viele Grüße von Günther

  • Aktuell 2 Völker in Klotzbeuten.

  • Avatar Johannes

    Lieber Konstantin,

    am 11.09.2016 hattest du geschrieben, dass du 2 Völker in Klotzbeuten hast. Heißt das, du hast nun bereits einen zweiten Stamm aus dem Wald bei dir auf dem Grundstück, oder hast du einen selbst gebaut?

    Und wie ist der heutige Stand deiner Bienen? (Anfang 2018)
    Hattest du nochmal ähnliche Probleme mit verwaisten Beuten? Und wenn ja, besiedelten sich selbige wieder selbstständig neu?

    Lieben Gruß,

    Johannes

  • Nachdem mehrfach alle Völker starben (auch zeitgleich bei benachbarten Imkern), direkt nach Ausbringung von Bioziden durch industrielle Landwirtschaft ruht meine imkerliche Tätigkeit bis die Zerstörung der Lebensgrundlagen durch die Gift-Landwirte in meiner Region ein Ende gefunden hat. Wie lange das dauert kann ich nicht sagen. Die leben eh nicht von der Produktion, sondern überwiegend von Fördermitteln und Billig-Erdöl. Irgendwo wird die Versorgungskette diese Abhängigen reißen. Dann hat das Leben wieder eine Chance und damit auch die Bienen bei mir.

  • Avatar Christina

    Hallo Konstantin,

    ich interessiere mich sehr für unsere Bienen und ihre wesensgerechten Behausungen. Es tut mir leid zu Hören, dass die Bienenpopulation in eurer Region so verringert hat. Ich hab in letzter Zeit viel recherchiert und möchte in absehbarer Zeit (sobald wir unser Haus mit Garten beziehen können) auch den Bienen ein Zuhause geben. Da ich allerdings von eigener Erfahrung noch nicht sprechen kann, möchte ich mir einige Tips & Tricks abschauen und Wissen sammeln.
    Wichtig ist mir eine artgerechte Behausung und Lebensweise für die Völker.
    Mein Weg ging von der Bienenkiste über die Bienenkugel (mit Totholzkasten und Bücherskorpione welche die Varroamilbe wohl gänzlich in Schach halten und auch gerne mit den Bienen zusammen leben) bis zu den verschiedensten Bauformen der Klotzbeute (Mit Honigraum & den verschiedensten Türchen/Schaukästen um nach den Bienen zu sehen, sowie der Sitz des Fluglochs).
    Welche Erfahrung hast du mit der Klotzbeute und dem Honig sammeln, und zufüttern? Muss man nicht irgendwann die Brutwaben ersetzen? Wäre eine Kombination der Klotzbeute und der Bienenkugel (Totholzkammer) eine gute Wahl? Kann man einfach so einen Honigraum aufsetzen oder ist es besser „von unten“ den Honig zu ernten, wenn es die Blütenpracht zulässt?
    Das sind für den Anfang viele Fragen, ich bin auch noch auf der Suche nach einem geeigneten umfangreichen Buch.

    Ich bin sehr auf deine Meinung & Erfahrung gespannt und freue mich von dir zu Hören.

    Liebe Grüße
    Christina

  • Hallo Christina, danke für Dein Interesse. Meine ganz simple Empfehlung: Nehme direkt Kontakt mit Bienen auf. Finde z.B. beim regionalen Imkerverein jemanden, bei dem Du mitmachen kannst und dabei konkret ganz praktisch die Bienen und den Umgang mit ihnen kennenlernst. Buchwissen ist Theorie und kann die reale Praxis nur ergänzen.
    Viele Grüße
    Konstantin

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