Konstantin Kirsch

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Samstag 13. Mai 2017

DHL Gogreen oder NO-green?

Wenn Menschen über die Webseite unseres Vereins etwas bestellen (www.waldgartendorf.de) senden wir die gewünschten Produkte zu den Menschen. Früher gab es Pferdekutschen und mit einem Blashorn wurde aufmerksam gemacht, dass die Post kommt, oder mitgenommen werden kann.

Diese Methode der Postzustellung konnte man wahrheitsgemäß als „grün“ bezeichnen, denn Pferde fressen grünes Gras und die Weideflächen, sowie die Flächen auf denen Heu gemacht wird, machen „grüne Landschaft“. Gräser sind biologische „Solarzellen“, sie verwandeln Sonnenlicht in Nahrung.

Als Überbleibsel dieser Kulturepoche trägt die Post noch das Symbol des Blashorns, bzw. des Posthorns:

Posthorn-Darstellung der Deutschen Bundespost von 1950 bis 1979:

Posthorn mit stilisierten Blitzen der DBP seit 1979 sowie kurzzeitig auch der DPAG:

Posthorn der Deutschen Post AG:

Die Bilder sowie Bildunterschriften stammen von der Webseite: https://de.wikipedia.org/wiki/Posthorn

Ob aktuell noch Pferde bei der Postzustellung eingesetzt werden? Vermutlich eher weniger in den sogenannt „entwickelten“ Ländern. Vielleicht noch in den sogenannten „Entwicklungsländern“, denen die technikverliebten „Entwickelten“ noch die Nutzung von Lebewesen austreiben wollen. Interessanterweise gibt es bei den Techniknarren an ihren Automobilen noch ein Wortrelikt aus den Zeiten als Pferde auf den Straßen liefen: Der Kotflügel.

Zitat aus https://de.wikipedia.org/wiki/Kotfl%C3%BCgel

Der Begriff Kotflügel selbst entstand in einer Zeit, in der noch Kutschen das Straßenbild beherrschten. Die damals meist offenen und von Pferden gezogenen Wagen wurden mit Abdeckungen über den Rädern ausgestattet, die durch ihre geschwungene Form entfernt an die Flügel von Vögeln erinnerten. Kot hieß ursprünglich „Dreck, Schmutz“, wie heute noch in Österreich, stand aber auch für Pferdedung und Fäkalien, die damals oft noch über die offene Straße entsorgt wurden. Der Sinn dieser Abdeckungen bestand darin, dass die Räder der Kutschen den Straßenkot nicht direkt auf das Fahrzeug oder sogar in den Innenraum der Kutsche schleudern und so die Insassen beschmutzen konnten.

Im Jahr 2002 wurde die DHL Worldwide Express und mit ihr die DHL Aviation von der Deutschen Post AG übernommen.
(Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/DHL)

Seit dem werden die Pakete von DHL transportiert und nicht mehr von der „Post“, selbst wenn es im Volksmund immer noch heißt, man „bringt die Pakete zu Post“,  oder „der Postbote bringt ein Paket“.

Seit einigen Jahren betreibt DHL eine Kampagne mit dem Begriff „GOGREEN“.

Auf der Webseite der Kampagne (www.dhl.de/gogreen) findet man als erstes ein großes Foto auf dem ein DHL-Auto abgebildet ist auf einer Straße neben einer Reihe von Vogelschreddern – äh „Windkraftanlagen“. Ansonsten NUR grüne Natur. Kein einziger Postversender oder Empfänger ist zu sehen und auch nicht irgendwas, was den Strom verwenden könnte, der aus den Vogelschreddern herauskommt. Ach ja und von den radioaktiv verstrahlten Bergbauflächen in denen die Rohstoffe für die Neodynmagnete gewonnen werden (die in die „Windkraftanlagen“ eingebaut werden) ist auch nichts zu sehen. Siehe dazu auch meine Blogbeiträge:
http://www.konstantin-kirsch.de/2015/12/offene-fragen-zur-energiewende.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2017/02/deutschlands-energiewende-eine-sich-anbahnende-katastrophe.html

Auf dem DHL GoGreen Startbild steht der Spruch:
„KLIMASCHUTZ MIT DHL Umweltfreundlich versenden und empfangen mit DHL“

Klingt ja schon mal nett, wer wollte nicht „umweltfreundlich“ handeln?

Als nächstes folgt dieser Text:

Als weltweit agierendes Logistikunternehmen übernehmen wir bereits seit vielen Jahren Verantwortung für den Klimaschutz – mit dem klimaneutralen Versand. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die CO2-Effizienz von Deutsche Post DHL Group bis zum Jahr 2025 um 50 % zu verbessern. Unsere Mission ist, bis 2050 alle logistikbezogenen Emissionen auf Null zu reduzieren. Aus diesem Grund wurden konzernweite Umweltschutzprogramme entwickelt.

Zu dieser Wortwahl ist zu sagen, dass das Wort „Verantwortung“ bedeutet im Falle einer Klage vor einem Richter auf dessen Fragen zu antworten. Das müssen sie sowieso, denn als offizielle (und nicht im Untergrund arbeitende) Firma sind sie jederzeit anklagbar und müssen sich „verantworten“.

Der Begriff „klimaneutraler Versand“ ist meines Erachtens falsch, bzw. grenzt an vorsätzliche Schönfärberei, oder gar Betrug.
Kann irgendetwas „klimaneutral“ sein? Kann irgendetwas in irgendeiner Form neutral sein? Es ist sprichwörtlich längst bekannt, dass ein umfallender Sack Reis oder ein Schmetterling einen Wirbelsturm auslösen kann, weil alles mit allem verbunden ist. Und gerade das postulierte Thema „Klima“ ist derart komplex, dass auch hundertausende Wissenschaftler niemals, auch nicht nach tausend Jahren alle Wechselwirkungen davon verstehen können. Vielleicht verstehen sie eines Tages 90%, dann 99,9%, dann 99,99% und dann merken sie irgendwann, dass der Aufwand zu Erforschung der nächsten Kommastelle zu 99,999% ungefähr dem Aufwand entspricht, der früher nötig war um von 80% zu 90% zu kommen. Ganz simpel gesagt: 100% Verständnis fürs Klima ist unmöglich. Und damit ist auch ein „klimaNEUTRALES Versenden“ unmöglich!

Danach kommt die nicht eindeutig verständliche Formulierung: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die CO2-Effizienz von Deutsche Post DHL Group bis zum Jahr 2025 um 50 % zu verbessern.“
Was könnten die damit meinen? Wollen sie 50% effizienter CO2 freisetzen weil CO2 eins der wichtigsten Düngegase für Bäume ist? Wollen sie 50% weniger CO2 freisetzen weil CO2 als giftig / schädlich eingestuft wurde? Wenn man ganz genau liest wird es noch absurder: Es steht dort nicht: … die CO2 Freisetzungseffizienz der Maschinennutzung, die unter dem Namen Deutsche Post DHL Group vorgenommen wird…

Nein, es steht dort: „die CO2-Effizienz von Deutsche Post DHL Group “
Hm. Was ist denn „Deutsche Post DHL Group“?

Es ist eine Firma. Und „Firma“ bedeutet:

Eine Firma ist der Name, unter dem ein Kaufmann seine Geschäfte betreibt, seine Unterschrift leistet und unter dem er klagen und verklagt werden kann.

Zitat von: https://de.wikipedia.org/wiki/Firma

Kann ein NAME eine CO2 Effizienz haben???

Dann kommt als nächstes dieser komische Satz:

Unsere Mission ist, bis 2050 alle logistikbezogenen Emissionen auf Null zu reduzieren.

Nun, schauen wir mal was „Emission“ bedeutet (https://de.wikipedia.org/wiki/Emission_%28Umwelt%29)

Emission (von Lateinisch emittere „herausschicken, -senden“), im Deutschen Austrag oder Ausstoß, bedeutet allgemein Aussendung von Störfaktoren in die Umwelt. […] Ob eine Quelle als „Emittent“ und ein Stoff- oder Energiefluss als „Emission“ bezeichnet wird, hängt primär davon ab, ob der Vorgang umweltrechtlich relevant ist, und nicht davon, ob der Vorgang „unnatürlich“ ist.

Also ganz logisch: wenn es NUR um die umweltRECHTLICHE Relevanz geht, dann reicht es, wenn DHL es bis zum Jahr 2050 geschafft haben sollte alle Umweltgesetze abzuschaffen. (Achtung: das war jetzt Humor)

Wer noch klar denken kann, weiß, dass es UNMÖGLICH ist „alle logistikbezogenen Emissionen auf Null zu reduzieren“. Dieser Satz ist also auch falsch, Lüge, Schönfärberei oder gar Betrug, oder?

Sie können vielleicht mathematisch meinen, dass sie alle Emissionen „ausgleichen“ wollen, allen Schaden „neutralisieren“ wollen. Aber das ist was anderes als „auf Null zu reduzieren“. Sie müssten dann schreiben: „auf Null auszugleichen“.

Weiter unten auf der Seite wird dann etwas ehrlicher geschrieben: „Mit dem klimaneutralen Versand von DHL werden diese Emissionen neutralisiert“

Dummerweise steht direkt davor dieser Satz: „Bei jedem Transport wird CO2 ausgestoßen“.
Dieser Satz ist insofern dumm, weil er eine allumfassende Behauptung darstellt. Es steht dort nicht: „Bei jedem DHL-Transport,…“ sondern es steht dort: „bei jedem Transport“. Als ob die Macher von DHL JEDEN Transport kennen würden und nach CO2 Kriterien geprüft hätten. Ach ja und dann kommt noch, wie zu erwarten die alte Kamelle, dass CO2 ja schlimm sei.

Sind die von DHL Pflanzenhasser? Nee, die machen nur mit im politisch korrekten CO2-Hassen-Müssen weil diese Anti-CO2 Gesinnung dazu gehört wenn man ein „umweltfreundliches“ Fassadenbild aufbasteln will.

Weiter unten auf der Webseite kommt dann noch Werbung für den Streetscooter:

Störende Abgase, die die Feinstaubbelastungen nach oben treiben, gehören mit den abgasfreien Elektrofahrzeugen der Vergangenheit an.

So was dummes aber auch. Woher bekommt der Streetscooter denn seinen Strom?? Ach und fast vergessen: Wo kommt so ein Ding eigentlich her? Einfach so aus dem Überraschungs-Ei? Nee, dass Ding wird hergestellt mit viel Energieaufwand, viel Materialaufwand, viel Flächenverbrauch…

Auf der anderen Webseite von DHL steht es schon etwas genauer:

http://www.dpdhl.com/de/verantwortung/umweltschutz.html

Punkt 2: Den Ausstoß lokaler Luftschadstoffe reduzieren, indem wir unsere eigene Zustellung (einschließlich der Abholung) zu 70 Prozent mit sauberen Zustell- und Abholkonzepten wie Fahrradzustellung oder Elektromobilität durchführen.

Sie wollen also LOKAL die Luftschadstoffe reduzieren. Hm, heißt dass, sie wollen woanders die Luftschadstoffe erhöhen??

Und überhaupt: Das CO2 von Autos ist wohl kein Problem, da ja der beste Pflanzendünger. Viel interessanter wäre die Frage nach dem Reifenabrieb, und den hat der Streetscooter doch wohl auch, oder? Siehe:

http://www.konstantin-kirsch.de/2017/02/gletscher-schmelzen-wegen-dunkler-substanz.html

Ich gehe jetzt nicht auf alle Schwachstellen oder Widersprüchlichkeiten der DHL-Texte ein. Nur ein Thema ist mir noch ein Anliegen: Als besonderes Klimaschutzprojekt bewirbt DHL eine Aktion in Südafrika.

http://www.dpdhl.com/de/verantwortung/umweltschutz/gruene_produkte_und_services/klimaschutzprojekte.html

Dort wurden angeblich sogenannte „save80“ Kocher von DHL finanziert um den dortigen Menschen zu helfen Brennholz zu sparen was dann auf der Webseite als CO2 Ersparnis dargestellt wird was natürlich völliger Schwachsinn ist. Sorry das kann man nicht anders benennen. Hierzulande wird Brennholz, bzw. Holzpellets als „umweltfreundlich weil CO2 neutral“ dargestellt (was auch falsch ist weil es noch Motorsägen, Transporte etc gibt) und in Afrika ist Holzverbrennung nicht CO2-neutral? HÄH??? Und wenn es hier und dort neutral ist, dass wäre 80% weniger von Null immer noch Null oder?

Es ist dem Holz egal ob es beim Verbrennen CO2 freisetzt oder beim Verrotten…

Und warum wurden den dortigen Menschen 10.000 Edelstahlkocher geliefert anstatt denen einfach beizubringen wie sie aus Schrott selber 90%-ige Kocher herstellen können? (im Internet massiv zu finden unter Begriffe „Holzgaskocher, Pyrolysekocher, TLUD“ Na ist doch klar: Was die Menschen selber basteln können bringt uns keinen Umsatz und kein Zertifikat…

Als nächstes könnte ja DHL auf die Idee kommen in Lesotho alle save80 Kocher wieder einzusammeln und zu verschrotten weil doch Elektrokocher noch weniger rauchen und noch weniger Brennholz brauchen… zumindest „lokal“. Und dann wird dort noch ein Holzverbrenn-Strom-produzier-Großkraftwerk gebaut um die ganzen E-Herde zu versorgen. Dann braucht es noch Stromleitungen, und Holz-Kraftwerk-ist-klimaneutral-Zertifikate und schon darf mit Klima-Ablass-Abgaben der Rest des dortigen Waldes verheizt werden um die lokal-rauchfreien-E-Herde zu heizen. Und dann als noch weitere Stufe wird mit neuen Zertifikaten das Holzkraftwerk verschrottet weil mit noch mehr Ablass-Gaben ein save-100-Atomkraftwerk errichtet wird (Achtung das war wieder schwarzer Humor!)

Ach mal ganz beiläufig: Ist gekochte Nahrung überhaupt nötig? Könnte vielleicht durch eine etwas andere Ernährung mit etwas mehr Rohkost (zB Tropenfrüchte) noch viel leichter 80% Brennholz eingespart werden?

Man kann im übrigen nicht nur die Seite der DHL durchforsten und findet CO2-Hetze, falsches und schwachsinniges. Das Dilemma ist geworden, dass jeder Frachtdienst (den ich gefunden habe) auf diesem irrwitzigen Klima-Schutz-Hype mitfährt. Leider konnte ich bisher keinen Anbieter finden der ehrlich und korrekt seine Leistung anbietet und keine Zusatzkosten für Schwachsinn zwangseintreibt (es ist je keine „Möglichkeit“ mehr wie es auf der Webseite von DHL heißt sondern das alleinige Angebot). Ausserdem hat die Post als Frachtdienst einen ganz pragmatischen Vorteil für die Nutzer: Die Filialen sind weit verbreitet, es wird auch Samstags geliefert und zum Abholen kann der Empfänger einfach zum nächsten Postamt gehen.

Da wir unsere Päckchen und Pakete auch per Post bzw. DHL versenden (mangels anderen brauchbaren Anbietern), wir aber die CO2-Hetze und Klimalüge nicht auch noch bewerben wollen werden die Päckchen- und Paketaufkleber vor der Nutzung teilweise übermalt.

So sieht ein vorfrankierter Päckchen Aufkleber aus (gekauft über www.efiliale.de), wie er geliefert wird:

dhl-nogreen-1

Nach dem Übermalen sieht es dann so aus:

dhl-nogreen-2

Im übrigen sehe ich nur einen geringfügigen Unterschied zur Situation vor 80 Jahren als mein Großvater genötigt wurde in die Schaufenster seines Ladens Hakenkreuze auszulegen weil das damals politisch korrekt bzw. gefordert war. Wer hat sich damals getraut Widerstand zu leisten? Wer hat lieber mitgemacht, weil man doch dann weniger Stress hatte und besser verdienen konnte? Mein Großvater hat sich standhaft  geweigert Hakenkreuze in sein Schaufenster zu legen. Er hat darauf bestanden dass er als Künstler das nicht macht. Damit kam er durch. Als Handwerker wäre er wegen diesem Vergehen vielleicht umgebracht worden (geschäftlich oder auch körperlich). Wo sind heute die mutigen Unternehmer, die bei dem CO2-Hetze-Klimadiktat nicht mitmachen und sich der Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit verpflichtet fühlen?

Noch ein Nachsatz für diejenigen, die nicht glauben können, dass es sich bei CO2 und Klima etwas anders verhalten könnte als allgemein durch die Medien postuliert: Man beschäftige sich mal mit dem Begriff „Bestätigungsfehler“:

https://de.wikipedia.org/wiki/Best%C3%A4tigungsfehler

Ich bin mir sicher, dass auch ich Bestätigungsfehler machte und mache. Ich bin mir jedoch bewusst, dass dies vorkommen kann und beschäftige mich deshalb gerne sehr oft mit genau gegenteiligen Weltsichten um dann erst zu eigenen Erkenntnissen zu gelangen.

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