Fragen an Konstantin

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Montag 17. Juli 2017

Liebe Antifa, ich hab da mal ’ne Frage

Könnt ihr mir helfen? Seit Jahren beobachtete ich Situationen, die ich schwer oder gar nicht verstehen kann.

Ein Beispiel: Vor Jahren war ich Vertriebsmitarbeiter einer amerikanischen Firma, die in Europa Fuß gefasst hatte und auch in Deutschland aktiv war. Bei einem Schulungstreffen mit ungefähr 30 Mitarbeitern wurden die Tagesordnungspunkte an einer Leinwand angezeigt. Bei auffallend vielen Punkten war die Überschrift in englischer Sprache geschrieben. Fast alles konnte ich verstehen. Der letzte Punkt der Tagesordnung produzierte allerdings bei allen Mitarbeitern ein Gemurmel, was denn damit gemeint sei. Dort stand: „Wrap Up“.

Ich dachte an: „Einpacken“. Ich überlegte: Heißt das, die Firma „packt ein“, muss also schließen? Als keiner der Kollegen sich traute nachzufragen und die Unruhe sich nicht legte, war ich so mutig nachzufragen, was denn der letzte Punkt heißen würde und warum man denn keine deutschen Begriffe nutzen würde wenn die Firma doch hier in Deutschland Erfolg haben will. Von oben herab wurde ich angeschnauzt ob ich denn eine rechte Gesinnung hätte, weil ich deutsche Begriffe gefordert hätte. Es wurde allerdings nicht erklärt, dass der Begriff „Wrap Up“ ganz simpel „Zusammenfassung“ bedeutet.

Mein Anliegen war im übrigen nicht die deutsche Sprache an sich, sondern die ganz simple Eigenschaft der möglichst missverständnisfreien Kommunikation kombiniert mit meinem Wunsch nach Erfolg. Was bringen gute Produkte, wenn sie auf einem Markt gebracht werden sollen und die Firma spricht in einer Sprache, die die Mitarbeiter und die möglichen Kunden nicht oder nur teilweise verstehen?

Mir wurde vorgeworfen ein „Rechter“ zu sein und habe überhaupt nicht verstanden was das soll.
Ist dieser Vorwurf passend gewesen?

*********

Am 26. Februar 2013 hielt ich ein Telefoninterview zum Thema Minuto (Selbstmach-Regiogeld) mit einem Valentin, den ich nur wegen seiner Telefonanfrage kannte und auch nachher nie getroffen habe. Seine Interviews würden auf seiner Webseite Cracker.info erscheinen und bei Youtube eingestellt werden. Ich habe mich gefreut über die Anfrage und die Möglichkeit den Minuto bekannter zu machen. Ich habe mich nicht darum gekümmert, wen er schon alles interviewt hatte. Warum auch? Ist mir doch egal, dachte ich.

Später hörte ich von einer Minuto Gruppe in Mittelhessen, dass sie sich nicht mehr in einer linken Szenekneipe treffen dürfen, weil der Erfinder des Minuto ein Rechter sein muss, weil er sich von jemandem interviewen ließ, der auch schon andere „Rechte“ interviewt hätte.

Bin ich ein „Rechter“, wenn ich mich einfach von irgendjemand Fremden interviewen lasse zu einem meiner Themen?

 

*********

Ein anderes Beispiel: Am 27. Febr. 2013 hörte ich zum ersten Mal von etwas, dass sich OPPT nannte. Ich beschäftigte mich damit ein paar Tage lang intensiver und bekam eine Einladung auf einer Veranstaltung, einen Vortrag dazu zu halten. Weil ich das Thema nicht alleine stehen lassen wollte, habe ich es kombiniert mit einem zweiten Kurzvortrag zum Thema ökologischer Fußabdruck. Über dieses Thema habe ich auch zuerst gesprochen um darzulegen wo ich Probleme sehe und warum ich es angemessen finde kreative Lösungswege zu finden und zu nutzen. Die Vorträge haben stattgefunden am 17. März 2013, also gerade mal knapp mehr als zwei Wochen nachdem ich zum ersten Mal von „OPPT“ hörte. Die zwei zusammenhängenden Vorträge wurden ohne mein Einverständnis getrennt bei Youtube hochgeladen.

Damals hatte ich eine Webseite zum Thema erstellt. Die Seite war einige Zeit lang als „Zeitdokument“ online, ist jedoch mittlerweile gelöscht.

Mich bewegte damals, dass ich bei vielen Menschen den Eindruck hatte, dass sie genervt sind vom Finanzamt, von Bauvorschriften, von GEZ, vom Gefühl ein unfreier Sklave zu sein etc.

Bei neuen Möglichkeiten gilt für mich: Probieren geht über studieren. Also habe ich die Schriftsätze des OPPT damals auch mal ausprobiert. Wieso auch nicht? Nur Versuch macht klug. Haben sie funktioniert? Hm, ich würde sagen: teilweise.

Mich selbst bewegen höhere Ziele als so Kleinigkeiten wie Finanzamt oder GEZ. Darüber habe ich auch auf der schon genannten Webseite geschrieben. Z.B.:
Wer würdest Du SEIN, wenn Du so SEIN würdest wie Du schon immer sein wolltest?
Was würdest Du TUN, wenn es nichts und niemanden gibt zwischen Dir und Gott?
Jeder Mensch ist nun FREI zu SEIN und zu TUN was Herz und Seele entspricht.
Sei ewiges Herz!

Witzigerweise hat sich GENAU ein Tag nach meinem Vortrag, also am 18.3. 2013, der OPPT aufgelöst. Ein paar Mal habe ich die genannte Zeitdokument-Webseite ergänzt inkl. einer Distanzierungserklärung am 30. Mai 2013.

Ich hatte nie mit irgendwelchen Organisatoren des OPPT Kontakt, war nie Mitglied oder Anhänger einer OPPT-Bewegung und seit dem Frühsommer 2013 habe ich mich damit auch nicht mehr beschäftigt – wenn ich nicht mehrfach Vorwürfe bekommen hätte, dass sich damals diesen Vortrag gehalten hätte. Sollte ich jetzt versuchen die real gelebte Vergangenheit zu löschen, oder zu vertuschen? Das würde doch noch mehr Raum für Verdächtigungen geben.

Ich finde es absurd, dass in einem Wikipedia Artikel zum OPPT so getan wird, als ob es den OPPT noch gibt, der sich meines Wissen nach am 18. März 2013 aufgelöst hat. In diesem Artikel wird dann noch eine Verknüpfung zum Begriff „Reichsbürger“ dazu erfunden. Mag ja sein, dass es Leute gibt, die nicht mitbekommen haben, dass der OPPT seit über vier Jahren Geschichte ist und die sich noch darauf berufen, und die sich selbst „Reichsbürger“ nennen.

Wenn ich allerdings diesen Wikipedia Eintrag dazu nehme:
https://de.wikipedia.org/wiki/Agent_Provocateur
dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass alle, die aktuell zu OPPT und zu „Reichsbürgern“ gezählt werden, solche provozierenden Agenten sind (die eben noch nicht aufgeflogen sind).

Eine Organisation in der Schweiz hat mich übrigens wegen des damaligen Vortrages sogar mit dem Stempel „Sekte“ versehen:
Seite 10 auf dieser Datei: http://www.infosekta.ch/media/pdf/Anastasia-Bewegung_10112016_.pdf

Daraufhin habe ich eine Email geschrieben:

An:    info@infosekta.ch
03.02.2017 12:30

Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlichen Dank für Ihren Einsatz fragwürdige und schädliche Methoden im Zusammenhang mit sektenhaften Gruppen und Einzelpersonen zu beobachten und problematische Entwicklungen zu analysieren und zu kritisieren.

Zum wiederholten Male wurde ich von Bekannten auf die von Ihnen erstellte Datei hingewiesen:
> Einordnung der Anastasia-­Bewegung im rechtsesoterischen Spektrum

In diesem Text wird auch mein Name genannt, inklusive einer Kurzbeschreibung.

Dazu mag ich gerne eine Anmerkung schreiben:
Es stimmt, dass ich einmal einen Vortrag zu OPPT gehalten habe.
Genauer Tag war der 17. März 2013.
Es war die Bitte an mich heran getreten worden zu dem damals plötzlich aufgetauchten Phänomen einen Vortrag zu halten. Weder vorher noch nachher hatte ich Kontakt zu einer „OPPT-Bewegung“ oder deren Initiatoren.
Einen Tag später, am 18. März 2013 hat sich der OPPT selber ausgelöst, beziehungsweise in der Wortwahl derer, die diese Nachricht verbreitet haben: „ABGEGLICHEN MIT EWIGER ESSENZ“.

Ich fände es angebracht, wenn Sie bei Nennung von OPPT zumindest erwähnen, dass diese Gruppierung im März 2013 aufgelöst wurde. Die aktuelle Formulierung lässt den falschen Eindruck erwecken, dass es diese Gruppierung noch gibt. Auch eine angebliche Nähe zu einer angeblichen Reichsbürgerbewegung ist meines Erachtens absurd weil es den OPPT doch seit grob vier Jahren nicht mehr gibt. Ob es eine Reichsbürgerbewegung gibt oder nur darüber geschrieben wird, weiß ich im übrigen nicht.

Dies ist jetzt knapp 4 Jahre her. Seit dem habe ich mich nicht mehr mit OPPT beschäftigt und würde dazu auch keine Vorträge mehr halten. Ich habe nur mehrfach OPPT Beratungsanfragen erhalten, die ich immer abgelehnt habe. Auch zu dem Sender Bewuust-TV habe ich seit dem keinen Kontakt mehr.

Wenn ich damals geahnt hätte, dass die OPPT Initiatoren ab 2014 Forschungen und Experimente zu „Quantum Energie Generatoren“ (QEG) gemacht wurden, hätte ich in Alsfeld keinen Vortrag zu OPPT gehalten. Ich werte die Vorstellung von „freie Energie Maschinen“ als Ablenkung vom Wesentlichen, beispielsweise vom Energiesparen und vom Bäume pflanzen.

Sicherlich steht Ihnen frei in meiner Personenbeschreibung den Hinweis zu belassen, dass ich einmal einen OPPT Vortrag gehalten habe, genauso gut könnten Sie auch schreiben, dass ich vor über 30 Jahren mal einen Vortrag über Modelleisenbahnen gehalten habe. Auch dies ist ein Thema, mit dem ich mich seit Jahren nicht mehr beschäftige. Passender fände ich, wenn Sie über mich geschrieben hätten, dass ich seit Jahrzehnten versuche lebende Häuser aus Bäumen wachsen zu lassen. Das ist ein Thema, mit dem ich wirklich verbunden bin und mit dem man mich charakterisieren kann.

In weiteren Text finde ich auch mehrmals die Nennung des Vereins GAIA.
Diesbezüglich bin ich sehr dankbar, dass Sie den Link zu Wolfgang Süß
als Fussnote 43 eingefügt haben: http://gaia.ws1.eu/chronik-000.php
Mit seinem Humor und physikalischem Sachverstand entlarvt er diesen Humbug auf beeindruckende Weise.

Ähnlich wie der oben von mir genannte QEG, stellt das Austriebskraftwerk von GAIA und auch die Geschichten von Herrn Keshe das gesunde Denken auf den Kopf. Ich staune seit Jahren, dass es wohl immer noch Menschen gibt, die auf Nonsens und Scharlatane hereinfallen.

Dass der Verein GAIA jetzt auch mit Laising verknüpft ist wusste ich noch gar nicht. Vielleicht ist das ein gutes Zeichen, denn Bildung, insbesondere in Physik, scheinen die Vorstände des Vereins GAIA dringend zu brauchen.

Den grundsätzlichen Verdacht, dass die Anastasia Bewegung als sektenhaft eingestuft wird mag ich gerne kommentieren:

Vor geschätzt 20 Jahren hatte ich eine Begegnung mit einer Sekte, die in Ihrer Liste nicht aufgeführt wird:
Brahma Kumaris
Ich war seinerzeit zu einem Wochenendseminar eingeladen zum Thema Baubiologie und wusste nicht, dass der Veranstaltungsort von dieser Gruppierung war, bzw. ich wusste nicht, was dort für ein Geist herrschte.
In dem Anwesen hatte ich den Eindruck, dass sämtliche Gedanken unter Kontrolle stehen. Ich fühlte mich so unwohl, dass ich verweigerte im Haus zu übernachten. Dies war wohl sehr gut für mich, denn es wurden irgendwelche Art an geistigen Praktiken angewendet um Einfluss auf die Menschen im Haus auszuüben.

Es erschauderte mich sehr zu beobachten wie Sekten auf andere Menschen wirken können. Deswegen habe ich mich umgehend davon distanziert.

Soeben habe ich bei wikipedia nachgesehen und einen Eintrag dazu gefunden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Brahma_Kumaris#Die_.E2.80.9ESekte.E2.80.9C_Brahma_Kumaris.3F

Bei diesem Eintrag finde ich eine interessante Kriterienliste zum Thema Sekten:

– die autoritäre wie verehrte Führung, die Kritik nicht zulässt;
– der nahezu komplette gesellschaftliche Rückzug;
– die Reduktion der sozialen Kontakte auf andere Gruppenmitglieder;
– rigorose Gruppenregeln und ein Elitebewusstsein der Gruppe mit Abwertung der Außenwelt
– sowie der unfreiwillige Verlust von Autonomie.

Ob diese Kriterien für Brahma Kumaris zutreffen weiß ich nicht. Ich habe seit der damaligen Kurzbegegnung damit nichts mehr zu tun gehabt.

Viel interessanter finde ich, inwieweit diese Kriterien zu der Anastasia Bewegung passen.
Fast nichts der genannten Punkte empfinde ich als passend, zumindest bezüglich den Menschen der Bewegung, die ich bisher kennenlernte. Im übrigen kenne nicht mal ich, der angeblich „in den Anastasia Kreisen eine sehr respektierte Person ist“, alle von Ihnen genannten Protagonisten.

Es gibt nur ein Kriterium, dass ich, etwas abgewandelt, leider bei einzelnen Buchlesern in Ansätzen wahrgenommen habe:
„Elitebewusstsein mit Abwertung von Nicht-Lesern“

Dieser Punkt für sich alleine macht meines Erachtens aber keine Sekte aus.

Andererseits steht in den Anastasia Büchern schon drin, dass die Leser in Russland als Sektenmitglieder verleumdet wurden, wenngleich es diese Sekte gar nicht gibt. Es ist nun mal so, dass der Sektenvorwurf seit langem ein übliches Mittel ist, um unliebsame Bestrebungen zu bekämpfen.

Ich empfinde bei jeglichen extremen Tendenzen (politisch links und rechts) ein schweres Unwohlsein.
So wie in allen Gesellschaftsbereichen tauchten meiner Wahrnehmung nach auch in den Anastasia Kreisen vereinzelt Menschen mit extremen Ansichten auf. Ich konnte jedoch nicht erkennen, dass deren extreme Ansichten weitere Verbreitung gefunden haben.

Was mich am meisten an den Anastasiabüchern freut, ist die Beobachtung, dass viele Leser Interesse am Gärtnern bekommen. Ich sehe im Gärtnern eine sinnvolle Betätigung. Ausserdem ist meiner Wahrnehmung nach gerade das Gärtnern die beste Medizin gegen extreme Ansichten.

Mit freundlichen Grüßen
Konstantin Kirsch

 

Zwei Wochen später kam eine Antwort per Email:

Von: Fachstelle infoSekta <info@infosekta.ch>
An: Konstantin Kirsch
Datum: 17.02.2017 17:07

Sehr geehrter Herr Kirsch
besten Dank für Ihre ausführliche Email.
Derzeit sind in Zürich Schulferien.
Wir werden uns nach den Ferien Ihres Anliegens annehmen.
Freundliche Grüsse
Ihr infoSekta-Team

 

Seit dem habe ich nichts mehr von dieser Institution gelesen oder gehört.

Muss ich jetzt warten, bis eine Antwort kommt, oder soll ich mich dort noch mal melden?
Bin ich wegen dem Vortrag vor 4 Jahren „ein Rechter“??
Wenn ja, wie lange noch? Auf „Ewig“? Wenn ja, warum?

 

*********

Aktuell werden die Anastasia-Bücher nicht nur beschuldigt zu einer Sekte zu gehören sondern immer öfter taucht der Vorwurf des Antisemitismus und der „braunen Esoterik“ auf.
siehe auch: http://www.konstantin-kirsch.de/2017/07/schattenspiele-des-bayerischen-rundfunks.html

Ganz besonders interessant empfinde ich, dass genau diese Situation schon im Band 8.1 der Anastasia-Serie beschrieben steht. Den mir bedeutendsten Satz habe ich fett hervorgehoben.

Seite 177f
[Großvater von Anastasia] “Gut so. Jetzt kannst du nicht nur mit deinem Verstand, sondern auch gefühlsmäßig nachvollziehen, wie man eure Urahnen vor ihren Nachkommen verleumdet hat. Sie wurden Heiden genannt, und man schrieb ihnen im Laufe der Jahrhunderte alle möglichen üblen Handlungen zu, die sie gar nicht begangen haben. Du bist nicht der Einzige, der versucht hat, darüber zu schreiben. Immer wieder gab es Historiker, die sich der Verleumdungskampagne zu widersetzen suchten. Aber es war vergeblich.
Es hat sich jetzt eine Situation gebildet, in der Menschen verleumdet werden, die Gottes Schöpfung zu berühren wünschen. Solche Menschen gibt es heute in größerer Anzahl, und sie können nachempfinden, wie einstmals ihre Urahnen verleumdet wurden. Denen, die heute verleumdet werden, flößen diese ihre Urahnen neue Kraft und frischen Mut ein. Wie Schutzengel behüten jene fernen Ahnen ihre heutigen Nachkommen. Glaube mir, es gibt keine bessere und hellere Kraft, die heute in dieser Welt entsteht. Wenn in der heutigen Zeit so etwas zum Nutzen der Menschen geschehen ist … wenn ein unsichtbarer Faden den heutigen Sohn mit seinem Urahn wiedervereint, der vor zweitausend Jahren lebte, und wenn dieser Faden der Wiedervereinigung noch weiter gesponnen wird, so wird sich der heutige Mensch mit Gott, seinem allerersten Urahn, verbinden.”
Während des Sprechens hatte der Großvater offensichtlich seine Erregung zurückgehalten. Ich wollte es aber genauer wissen:
[Wladimir Wegre] “Da haben Sie wohl etwas sehr Wichtiges gesagt. Es ist aber doch ein Jammer, dass wir mit der Errichtung der Familienlandsitze so arg in Verzug geraten.”
“Vielleicht ist ja ein gewisser Verzug für ein besseres Verständnis und eine bessere Entwicklung dieses Zukunftsprojekts notwendig?”

 

Die meisten der erhobenen Vorwürfe und Verleumdungen wirken auf mich dumm und plump. Beispielsweise, dass alle Frauen Röcke zu tragen hätten, dass alle auf einem Hektar leben müssten etc. Das ist natürlich kompletter Schwachsinn. So was steht nicht in den Büchern. Es steht vielmehr in den Büchern drin, dass jeder dort bleiben solle wo er ist und beginnen solle für Ordnung zu sorgen (Als alter Schwabe hüpft mein Herz vor Freude und ich denke an die vertraute Kehrwoche).

Man kann meines Erachtens in der großen Anastasia-Buchserie praktisch ALLES finden was man finden will, was übrigens rein logisch für jedes Buch (und Buchserie) gilt, es muss nur groß genug sein. So kann kann man auch in der Bibel praktisch alles finden was man will.

Wenn jetzt Buchleserinnen in Russland zu einem Fest Röcke anziehen, vielleicht weil es dort Tracht / Folklore ist, und dann wird von diesem Fest ein Film gedreht und dieser soll dann repräsentativ für „die Anastasia-Bewegung“ sein, und da würden alle Frauen Röcke tragen „müssen“, dann stehe ich kurz davon zu lachen UND zu weinen gleichzeitig. Es ist so absurd, einfach unglaublich. Da ist ähnlich dumm, wie wenn Amerikaner glauben, ALLE Deutschen würden IMMER Dirndl bzw. Lederhosen tragen, nur weil sie das Oktoberfest im Fernsehen mitbekommen haben (Hinweis: das ist jetzt NICHT zu werten als Diskriminierung von Amerikanern, sondern war dort mein persönliches subjektives Erleben).

Dann taucht der Vorwurf auf, dass die Szene der grünen Esoterik, z.B. die Anastasia-Kreise, von rechtem, bzw. braunem Gedankengut infiltriert bzw. unterwandert werden würden. Es gäbe keine eindeutige Abgrenzung von rechtem Gedankengut. Hm, erstens ist mir noch immer nicht klar, was denn genau „rechtes Gedankengut“ ist, und wie soll sich eine Bewegung, die es als Organisation nicht gibt, von irgendwas abgrenzen? Es gibt niemanden, der für alle Anastasia-Leser sprechen kann. Es gibt eben keine zentrale Stelle (wie bei einer Sekte), es gibt keinen Vorstand, es gibt nichts und niemanden, der diese Forderung erfüllen könne. Gut, der Einzelne könne sich von etwas ominösem, unbekannten, uneindeutigen „abgrenzen“.

Was ich so gänzlich komisch finde: Noch NIE kam irgendein „Rechter“ auf mich zu mit der Forderung, mich von linkem Gedankengut oder von Linksextremismus abzugrenzen. Laufend nur solle man sich von rechtem Gedankengut und von Rechtsextremismus abgrenzen.

Ich grenze mich jedoch von Herzen gerne ab von Linksextremen, wenn das bedeutet: Straßenzüge und Autos anzuzünden!

Mit der Aufteilung Links/Rechts habe ich seit jeher meine Schwierigkeiten. Extra deswegen habe ich schon mal einen Blogeintrag geschrieben: http://www.konstantin-kirsch.de/2016/01/politisch-links-oder-rechts.html

Diese Tage kam genau wegen diesem Blogeintrag der Vorwurf bei mir an, ich würde im Stil von „Querfrontlern“ schreiben. Damit tauchte ein Begriff auf, den ich noch nie zuvor gehört hatte. Auch eine Websuche hat in mir keine Klarheit gegeben, was denn darunter genau zu verstehen sei. Grob habe ich den Eindruck bekommen, man sei ein Querfrontler, wenn man Gesellschaftskritik übt ohne sich auf eine Seite (links-rechts) zu schlagen. Ob das nun stimmt?

Dann finde ich im Web, dass „rechte“ Gesinnung sich beispielsweise durch solche Punkte erkenntlich zeigen würde:

– das dritte Reich dient als Vorbild für die Regierungsform und Inhalte
– Minderheiten werden geächtet oder verfolgt
– die Aussenpolitik will Ausdehnung

Ich kenne keinen einzigen Menschen, der so was wollen würde! Ich wüsste auch nicht warum!

Dann habe ich mehrfach gehört, dass es „Rassismus“ geben würde, von dem man sich abzugrenzen hätte, sonst wäre man ein „Rechter“. Hm, bei solchen, mir fremden Begriffen, muss ich immer im Lexikon nachschlagen, weil ich damit nicht wirklich was anfangen kann (Hinweis: Ich meine das wirklich und ehrlich ernst: solche Begriffe sind mir fremd, ich bin mit botanischen Namen vertrauter als mit solchen Fachwörtern). Dann finde ich Texte, in denen steht, dass es angeblich Menschen geben würde, die meinen manche Menschen seien mehr/weniger wert als andere. So einen Gedanken kann ich noch nicht mal denken. Um mich von so was „abzugrenzen“ muss ich das erst mal denken können, dass es so was gibt, und das will ich gar nicht denken können!

Wer weiß, was es noch alles für geistige Perversitäten gibt. Da fasse ich meine Gesinnung lieber in meinen eigenen Worten zusammen:

Ich bin ein Mann der Bäume, ein Liebhaber des Waldes und ich bin in Distanz von dem was ich nicht denken kann und auch nicht denken will und bitte verschont mich mit der Mitteilung von lebensfeindlichen und lebensverachtenden Gedanken, von denen ich mich angeblich distanzieren müsse um in der Gesellschaft anerkannt zu werden. Ich strebe danach zu lieben, immer mehr der Liebe, die ich bin, ganz bewusst zu sein und diese Liebe zum Ausdruck zu bringen und die Liebe zu erkennen, die alles, jede und jeder ist, der, die, das mir begegnet.

Liebe Antifa: Bin ich ein „Rechter“, wenn ich so denke? Oder bin ich genügend distanziert zu dem, was ihr kennt und ich nicht kennenlernen will?

 

*********

Nachtrag vom Morgen des 18. Juli 2017

Heute Nacht habe  ich wenig geschlafen. Bin mit innerer Unruhe aufgewacht. Da habe ich mich erinnnert an eine Mediatationsempfehlung, die ich vor drei Tagen durch meinen Neffen bekam: Quantum Light Breath Vol. 2 von Jeru Kabbal. Dabei geht es insbesondere darum auf den Atem zu achten. Gleich um 5 Uhr habe ich mit der ca. einstündigen Meditation begonnen. Während der Meditation erinnerte ich mich an meinen Einstieg in die Permakultur im Sommer 1986 durch das Buch „Der große Weg hat kein Tor“ von Masanobu Fukuoka und das was damals beim Lesen in mir passierte zum Thema Links-Rechts passt.

Beim Wikipedia-Eintrag zu Fukuoka ist seine Philosophie jedoch sehr ungenügend beschrieben. Auch ist der Begriff „Nichts-Tun-Landwirtschaft“ leicht missverständlich. Er meint eher: Nicht-Tun im Sinne von erst mal überlegen, welche Handlung weggelassen werden könnte, und nicht „nichts“ tun, denn er hat alle Jahre körperlich gearbeitet.

Viel bedeutender als das Nicht-Tun ist seine Erkenntnis der Nicht-Unterscheidung:

Alles was jemand zu tun hat, um die Natur zu erkennen, ist zu erkennen, daß er nichts wirklich weiß, daß er unfähig ist, etwas zu wissen. Dann wird er das Interesse am unterscheidenden Wissen verlieren. Wenn er das unterscheidende Wissen aufgibt, entsteht aus ihm heraus nicht-unterscheidendes Wissen. Wenn er nicht versucht über Wissen nachzudenken, wenn er sich nicht um Verstehen kümmert, wird der Tag kommen, an dem er verstehen wird.

Die Welt selbst ist eine Einheit aus Materie im Fluß der Erfahrung, aber der Verstand der Menschen teilt Erscheinungen in Dualitäten wie Leben und Tod, Yin und Yang, Sein und Leere. Der Verstand lehrt, an die absolute Gültigkeit dessen zu glauben, was die Sinne wahrnehmen und dann verwandelt sich die Materie, wie sie ist, zum ersten Mal in Dinge, wie die Menschen sie normalerweise wahrnehmen.
Die Formen der Welt, Vorstellungen von Leben und Tod, Gesundheit und Krankheit, Freud und Leid, alle entstehen sie im menschlichen Verstand.

(Zitate aus dem Buch „Der große Weg“)

Masanobu Fukuoka ist mit seinem Werk einer der zentralen Pioniere der Permakultur, wenngleich seine Erkenntnisse in der Permakulturausbildung nicht mehr von jedem Lehrer vermittelt werden. Seine Herangehensweise an das Leben ähnelt dem Buddhismus. Interessanterweise hat der Urspung der oben genannten Meditation von Jeru Kabbal auch direkt mit dem Buddhismus zu tun.

Vor nunmehr 31 Jahren habe ich die Erkenntnisse von Masanobu Fukuoka aufgenommen und verinnerlicht so gut ich konnte. Vermutlich auch deshalb kann ich nicht wirklich unterscheiden zwischen politisch „Rechten“ und „Linken“. So zu denken und so wahrzunehmen ist für mich Ausdruck von unterscheidendem Wissen. Mich interessiert die Wahrnehmung in nicht-unterscheidendem Wissen. Mich interessiert Einheit und die Verbindung der (vermeintlichen) Gegensätze. Dies wird im übrigen auch „Liebe“ genannt. Liebe ist allerdings mehr. Liebe ist.

Wenn jemand „Distanzierung“ von diesem oder jenem fordert, muss es sich doch um unterscheidendes Wissen handeln, oder? Wie geht man mit so einem Wunsch um, wenn man sich innerlich auf Permakultur ausgerichtet hat, also auf nicht-unterscheidendes Wissen?

Vielleicht mit Rückfragen: Wie kommst Du auf die Idee, dass das, von dem Du Dich selbst distanzierst und von dem sich auch andere distanzieren sollen, getrennt von Dir selbst existiert? Könntest Du auch das vermeintlich von Dir Getrennte lieben und damit die Vielfalt des Seins und damit auch Dich mit allen Deinen Aspekten komplett lieben?

Wenn Du nicht auf diese Weise lieben kannst, welches Bedürfnis steckt dahinter? Wieso liebst Du es, das Unterscheiden (also die Nicht-Liebe) zu lieben?

4 comments to Liebe Antifa, ich hab da mal ’ne Frage

  • koala

    Lieber Herr Kirsch, ich fall mal mit der Tür ins Haus.
    Da auch Sie sich innerhalb der Gesellschaft bewegen, sind ein politisches Subjekt, ob sie es wollen oder nicht. Sie publizieren, halten Vorträge etc.
    Deshalb, und insbesondere vor dem Hintergrund der Anschlussfähigkeit von menschenfeindlichem Gedankengut an ökologische und esoterische Bewegungen, kann man durchaus von Ihnen verlangen, dass sie sich damit auseinandersetzen, in welchem Rahmen ihre Vorträge und Publikationen stattfinden.
    Anstatt sich in ihren Artikeln darüber zu beschweren, dass sie nicht wissen ob dieses oder jenes rechts ist, empfehle ich Ihnen, sich ernsthaft mit Herrschaftsstrukturen/Unterdrückungsmechanismen wie Rassismus, Sexismus, etc. auseinanderzusetzen, damit ihnen irgendwann klarer ist, „was genau ‚rechtes Gedankengut‘ denn eigentlich ist“.
    Ich befürchte aber, dass diese gesellschaftlichen Realitäten für Sie nur menschengemachte Konstrukte sind, also Banalitäten mit denen Sie sich nicht auseinandersetzen wollen, weil dies Gräben zwischen Menschen auftun könnte. Dabei verkennen Sie, dass diese Gräben bereits da sind, gerade weil diese Herrschaftsstrukturen existieren, reproduziert und von manchen Menschen auch forciert werden. Also wenn Rassismus, Sexismus, Klassismus/Kapitalismus, Homophobie weg sind, dann können wir über peace und love zwischen den Menschen reden. =)

  • Liebe koala,

    ganz herzlichen Dank für den Kommentar. Ich hatte schon überlegt, ob dieser Post von niemandem gelesen wurde, ob es die Antifa gar nicht gibt oder ob alle, die was kommentieren könnten zu faul oder zu feige sind.
    Angenommen, ich beschäftige mich, wie gewünscht, ernsthaft mir den genannten Themen. Dann würde mir eines Tages klarer sein, „was genau rechtes Gedankengut sei“. Was dann?

    Wenn ich dann zu einem Vortrag oder Interview eingeladen werde, was mache ich dann?
    Soll ich dann prüfen, ob der Veranstalter / Interviewpartner in der Vergangenheit schon mal jemanden „rechtes“ hat reden lassen?
    Soll ich dann prüfen, ob der Veranstalter / Interviewpartner in der Zukunft jemanden „rechten“ wird reden lassen?

    Und was ist wenn bei der Prüfung ein „Ja“ herauskommt?
    Soll ich dann eine mögliche Teilnahme absagen?
    Warum?

    Angenommen ich bin ein „Linker“, darf ich dann mit „Rechten“ nicht reden? Darf ich dann bei Veranstaltungen von „Rechten“ keinen Vortrag halten?

    Wieso erinnert mich das so verdammt heftig an frühere Zeiten, wo es hieß: „Kauft nicht bei xxxxx!“?

    Angenommen ich bin „Gesund“, darf ich dann keine „Kranken“ besuchen um ihnen zu helfen wieder gesund zu werden?
    Angenommen ich bin „Krank“, darf ich dann keinen „Gesunden“ um Hilfe fragen, um auch gesund zu werden?

    Ich beschäftige mich sehr wohl mit menschengemachten „Banalitäten“ und mit Strukturen, die man als Herrschaftsstrukturen bezeichnen könnte. Meiner Wahrnehmung nach sind sie sehr sehr sehr weit verbreitet. Die Frage ist für mich durchaus, wie man mit solchen Strukturen umgeht:

    Haben sie einen Sinn?
    Haben sie einen Nutzen?
    Wem dienen sie?
    Wie sind sie entstanden?
    Wie kann man sie wandeln?
    Wie verschwinden sie?
    Was wäre wenn sie auf einmal weg wären, würden sie umgehend von den vermeintlichen Opfern wieder erschaffen, aus Gewohnheit und Bedarf nach Geborgenheit?

    Könnte es sein, dass Gräben zwischen Menschen im Geiste des Einzelnen von ihm selbst gegraben wurden?
    Ist es angemessen, von jemandem, der in seinem Geist keine Gräben hat (nicht mehr oder noch nicht), zu verlangen, dort Gräben zu ziehen?
    Wäre es vielleicht sinnvoller so jemanden zu fragen, wie er es geschafft hat, dass keine Gräben in ihm da sind?

    Viele Grüße
    Konstantin

  • koala

    Wieso vermuten Sie denn gleich Faulheit oder Feigheit? Vielleicht hat auch nicht jede*r Zeit oder Lust, sich durch Unmengen an Text auf Ihrem Blog zu wälzen. Auch ihr letzter Kommentar macht nicht gerade Lust auf eine Diskussion, bei ungefähr 25 rhetorische Fragen.

    Wie schon geschrieben, gibt es viele Anknüpfungspunkte zwischen Esoterik und menschenfeindlichen Strömungen. Dazu gibt es wissenschaftliche Untersuchungen, Bücher, Wikipedia-artikel etc. worüber man sich informieren kann.
    Deshalb, ja, ich finde es notwendig, dass man sich als Vortragender, der in esoterischen Millieus verkehrt sich mit der einladenden Gruppe auseinandersetzt und mit dem Rahmen in dem die Veranstaltung stattfinden soll.
    Und wenn Sie dann feststellen, „Hey, das sind Nazis!“ oder „Hey, die sind Teil einer merkwürdigen Bewegung die glaubt dass das Deutsche Reich immernoch gibt!“ dann können Sie sich überlegen ob sie diese Leute mit einem Vortrag auf deren Veranstaltung unterstützen wollen oder eher eine Grenze ziehen und zeigen, dass Sie mit Menschenfeinden und deren Ideologien nix am Hut haben.

    Zur Ihren letzten Fragen: Ich nehme Ihnen nicht ab, dass sie sich tatsächlich ernsthaft Fragen stellen über Sinn, Funktion, Historie und Überwindungsmöglichkeiten von Rassismus oder ähnlichen Herrschaftsstrukturen. Deswegen halte ich es für sinnlos, jetzt mit Ihnen weiter darüber zu diskutieren. Trotzdem will ich noch zwei/drei Sätze loswerden, weil ich die Fragen nicht so stehenlassen will.
    Dass „vermeintliche Opfer“ von Unterdrückungsformen diese nach deren überwindung „umgehend wieder selbst erschaffen“ würden, „aus Gewohnheit und Bedarf an Geborgenheit“ muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Eine solche Argumentation ist eine klassische Legitimation für die Beibehaltung von Unterdrückung. Dass Rassismus oder Sexismus mit Geborgenheit zu tun haben, will ich nicht von einem Weißen Mann gesagt bekommen, der von diesen Unterdrückungsformen nicht betroffen ist und keinen Plan hat, von was er redet!

    Hätte ich nur nie mit Gräben angefangen… denn es geht nicht um „Gräben im Geiste der Menschen“. Das Vokabular ist mega-schwammig. Herrschaftsstrukturen werden individuell durch Sozialisation verinnerlicht, und zwar seit der Kindheit. Ich glaube nicht, dass es einen ernstzunehmenden Menschen gibt, der behaupten kann, diese überwunden zu haben und beispielsweise frei von Sexismus zu sein. (Die Frage ist wie man damit umgeht.)

  • Hallo koala,
    wieso sollte jemand, der auf diesen einen Post antworten wollte, Unmengen an Text auf meinem Blog wälzen???
    Ist da ein Zwangsmuster, dass zuerst eine Gesinnungsprüfung des gesamten Blogs gemacht werden muss, bevor man einen Kommentar schreibt?

    Es gibt also angeblich „Anknüpfungspunkte zwischen Esoterik und menschenfeindlichen Strömungen“?
    Das ist für mich eine sinnlose Bla-Aussage: In diesem Universum ist ALLES miteinander verknüpft.
    Es gibt z.B. auch Anknüpfungspunkite zwischen Esoterik und Menschenliebe.
    Aber auch das ist eine Bla-Aussage, weil, siehe oben, alles miteinander verknüpft ist.

    Und wenn ich bei irgendwem einen Vortrag halte, wieso „unterstütze“ ich den denn dann?
    Vielleicht bekommt der auch Anregungen, die sein bisheriges Weltbild in Frage stellen?

    Ich bin immer bereit mit jedem zu reden und grundsätzlich auch bereit bei jedem einen Vortrag zu halten.
    Ich bin nämlich ein toleranter Mensch und toleriere grundsätzlich erstmal JEDE Gesinnung.

    „Menschenfeinde“ und „Nazis“ habe ich bisher übrigens nicht kennengelernt. Und ob das Deutsche Reich noch existiert oder nicht ist für mich in erster Linie keine Frage des Glaubens sondern eine Frage von Staatsrecht. Und da ich dieses Fach nicht studiert habe, belasse ich es mit Beobachten von verschiedenen Ansichten ohne eine Behauptung aufstellen zu wollen was denn nun los ist. Andererseits kann man jegliches Recht auch als Glauben sehen und dann mag es halt so sein, dass es Leute gibt, die unterschiedlichen Glauben haben.

    Bezüglich Herrschaftssystemen habe ich mal diesen netten Spruch gehört:
    „Wenn Du wissen willst, wer Dich beherrscht, musst Du nur herausfinden, wen Du nicht kritisieren darfst.“

    Und wenn es dann so wirkt, als ob Antirassisten und Feministinnen nicht kritisiert werden wollen, sondern vorschreiben wollen, von was man sich abzugrenzen hat und wie man sich zu verhalten hat, dann ist das kein neues Herrschaftssystem oder wie?

    > Herrschaftsstrukturen werden individuell durch Sozialisation verINNERlicht

    Also doch im Innen, im Geist, wo sonst?
    Und es ist nicht vorstellbar, dass ich eine andere Sozialisation als üblich erhalten hatte?

    Und wegen Sexismus: Die Diskriminierung von Männern ist oft ziemlich auffallend – Tendenz steigend.
    Angenehmerweise gibt es trotzdem noch Männer, die keine Weicheier sind.
    Und ich als Mann freue mich echte Männer als Freunde zu haben.
    🙂

    Und wegen dem Komfort, der Geborgenheit durch Herrschaftssysteme: Ja, ich gehe ernsthaft davon aus, dass z.B. alle jene, die von Hartz4, von Fördermitteln, von Zuschüssen, von Staatsgeld jeglicher Art leben, es durchaus gerne weiter so belassen wollen anstatt selber wirtschaftlich proaktiv einen Dienst für andere Menschen leisten wollen. Es gibt ja auch schon Forderungen nach bedingungslosem Grundeinkommen… Wobei gerade das Geldsystem an sich ein Paradebeispiel von Herrschaftssystemen ist. Wollen jene, die das fordern also bedingungslos ein Herrschaftssystem??

    Mein OPPT Vortrag war z.B. ein Vortrag wie Herrschaftssysteme gewandelt / abgeschafft werden können.
    Meine Minuto-Vorträge sind Beiträge wie das Herrschaftssystem Geld gewandelt / abgeschafft werden kann.
    Meine Vorträge zu lebenden Häusern sind beiträge wie das Herrschaftssystem Baurecht gewandelt / abgeschafft werden kann.

    Wenn man wollte, kann man ALLES was ich tue, darauf reduzieren, dass ich meinen bestmöglichen Beitrag gebe, dass lebensfeindliche Herrschaftsstrukturen gewandelt / abgeschafft werden.
    Wenn man es denn sehen wollte…

    Im übrigen wäre es geisteskrank und naturwidrig, wenn man meinen würde alle Herrschaftsstrukturen „überwinden“ zu können: Die größte Macht, die größte Herrschaft ist nämlich die Natur / Gott / Name xy
    Man sagt auch: „Naturgewalt“
    Mir ist die Natur, der Wald, die Schöpfung ein Vorbild. Da bin ich gerne bereit mich unter die Gesetze unterzuordnen, denn das funktioniert, das ist energieeffizient, das ist weise. Und interessanterweise gibt es in der Natur bei vielen Lebewesen eine ziemlich deutliche Ausdifferenzierung bezüglich männlich ODER weiblich. Da ist keine Diskriminierung sondern eher die Tendenz, so männlich oder so weiblich zu sein, wie es geht, damit durch Vereinigung in Liebe dass Leben weiter geht.

    Draussen im Wald, im realen Leben, da gibt es meiner Beobachtung nach keine geschriebenen Gesetze, kein Recht, keine Gerechtigkeit, keinen Staat. Da gibt es jedoch sehr viele Wechselwirkungen in kybernetischer Verwebung. Da gibt es sehr viel Vielfalt, Konkurrenz UND Kooperation. Der Wald ist ein Lehrer, von dem es lohnt zu lernen.
    Viele Grüße
    Konstantin

    PS: schöner Vortrag von Vera Birkenbihl. kleine Passage zum Thema „Toleranz“ und „Gerechtigkeit“:
    https://youtu.be/luk8x1szxrE?t=1h12m50s

    *********
    Nachtrag vom 18.8.2017
    Habe soeben diese Nachricht gelesen:
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article167648972/Linke-Abgeordnete-erklaert-SED-zur-rechten-Partei.html
    Nachdem nun die SED, Mao, Stalin und Ho Chi Minh alles Rechte waren, zumindest keine Linken, dann ist mir alles klar. Bei so einem verzerrten Referenzrahmen gilt:
    Jeder, der einigermaßen normal zentriert in seiner Mitte steht, muss dann rechtsradikal sein (laut Sicht der Linken). Wobei das Wort „rechtsradikal“ dann auch noch erklärt werden könnte mit „verwurzelt-rechtschaffen“ (Radix=Wurzel). Wollen die Linken uns „linken“?

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