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Sonntag 10. März 2019

Die weibliche Nachsilbe *-innen* ist diskriminierend!

Aktuell werden ja Unterschriften gegen den „Gender-Unfug“ gesammelt. Auf der anderen Seite gibt es viele FeministInnen und Mitläufer_*innen, die laufend Gendersternchen an allen möglichen und unmöglichen Stellen Wörter reinbasteln um eine angeblich weibliche Form herzustellen, beispielsweise:

Bürger*innenmeister*innen

Ein Fachbegriff in diesem Zusammenhang lautet: Movierung
Damit wird die Ableitung neuer Wörter bezeichnet, wodurch das Geschlecht spezifiziert wird.
siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Movierung

Dabei wird beispielsweise die Nachsilbe (Suffix) -in an das neutrale oder männliche Wort angehängt:

  • König → Königin
  • Schauspieler → Schauspielerin
  • Bürger → Bürgerin

Geht man von der Einzahl  in die Mehrzahl wird aus der Silbe -in die Silbe -innen:

  • Königin → Königinnen
  • Schauspielerin → Schauspielerinnen
  • Bürgerin → Bürgerinnen

Die Silbe -in ist sichtbar die Verkleinerung oder auch die Abkürzung der Silbe -innen.

Mit den Nachsilben -in und -innen wird die weibliche Form eines Wortes geformt. Im Sinne von angeblicher „Gleichberechtigung“ wurde in der Vergangenheit von mancherlei Interessengruppen laufend darauf bestanden, daß die weibliche Form auch geschrieben und gesprochen gehört. Für den Basisimpuls „Forderung nach Gleichberechtigung“ kann man ja noch Verständnis entwickeln, wobei dazu zwei Glaubensmuster gehören: Einerseits, daß keine Gleichberechtigung da ist und andererseits, daß Gleichberechtigung überhaupt möglich ist. Dies soll allerdings jetzt nicht das Thema sein.

Bei all den Debatten um -in und um -innen fand ich bislang nie Gedankengänge, WARUM denn -in und -innen die weibliche Form bezeichnen! Hat sich denn da noch nie jemand Gedanken dazu gemacht?

Ich sehe es so:

Das Wort „Innen“ bezeichnet das Innen im Gegensatz zum Außen.

Sollte sich die grundlegende Bedeutung ändern, nur weil das Wort zu einer Silbe, zu einem Wortteil wird?

Schlecht vorstellbar.

Wieso ist dann das Wort „Innen“ verknüpft mit der weiblichen Form?
Dann müsste ja das Wort „Außen“ verknüpft sein mit der männlichen Form!

Hm, da kommt einem sofort das archaische Bild in den Sinn:
Die Männerwelt ist auf der Jagd (Außen) und die Weiblichkeit ist zuhause am Herd und bei den Kindern (Innen).

Das Wort „Innen“ bedeutet auch die Innenseite des Menschen, also das Herz, die Gefühle, das Gespür, die Intuition usw. – allesamt Aspekte, die früher der Weiblichkeit zugeordnet wurden!

„Männer“ sind doch „hart“, fühlen keinen Schmerz, ziehen in den Kampf, wollen Helden sein, wollen sich mit Arbeit bestätigen usw.
Hm, das klingt heftig nach „Außen“… zumindest in den archaischen Bildern…

Wenn schon, dann wären die weiblichen und männlichen Formen so:

  • Königinnen – Königaußen
  • Schauspielerinnen – Schauspieleraußen
  • Bürgerinnen – Bürgeraußen

Aber sollen jetzt alle Männer mit solchen Begriffen angesprochen werden, wie:
„Hallo Herr Meier, sie sind also der neue Maureraußen. Haben Sie auch die Baugenehmigung vom Bürgeraußenmeisteraußen dabei?“

 

Allerdings ist es eine schwere Diskriminierung, wenn man behaupten würde, daß Männer nur im Außen agieren und kein Herz hätten, keine Gefühle, kein Gespür, keine Intuition, kein „Innen“!

Das wäre genauso diskriminierend, wie wenn man behaupten würde, daß weibliche Menschen nicht Außen arbeiten dürfen, nur im Innendienst sein dürfen und Haushaltsarbeit machen müssen!!

Ergebnis: Die Nutzung der Nachsilben -in oder -innen ist diskriminierend und sexistisch!

 

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