Betreibt EDEKA Kolonialzeit-Leugnung?

Der Links-Wahn treibt skurrile Stielblüten. Die EDEKA-Gruppe hatte vor 6 Jahren einen Film für Vielfalt herausgebracht und hat vor kurzem ihn erneut in Umlauf gebracht. Darin wird ein EDEKA-Markt gezeigt, in dem fast alle Regale leer sind weil alles entfernt wurde, was nicht aus Deutschland stammt.

Das ist so eine typisch dumme schwarz-weiß-Denke (eigentlich doch rassistisch, oder??) im ‘Kampf gegen Rechts’, als ob alle (sogenannt) Rechten nur noch Artikel aus Deutschland kaufen wollten…

Und das AUSGERECHNET bei EDEKA!!!

Ist die Herkunft von EDEKA bekannt? Es steckt noch im Namen. Es startete mit Kolonialwaren, also Produkten aus den Kolonien, beispielsweise Zucker, Kaffee, Tabak, Reis, Kakao, Gewürze und Tee. Dies wurde in Tante-Emma-Läden angeboten, auch “Kolonialwarenladen” genannt, denn der eigene Garten oder der eigene Bauernhof produzierten alles heimische. Kartoffeln, Eier, Äpfel wurden eher nicht gekauft sondern geerntet. Nur die Sachen aus den Kolonien wurden über weite Wegstrecken befördert (mit entsprechendem Energieaufwand).

Die Kolonialzeit war meines Erachtens eine überwiegend unschöne Phase der Geschichte. Da wurden weit entfernt liegende Regionen und deren Menschen unterworfen und auch ausgebeutet. Es gab sicher auch Aspekte, die als positiv gesehen werden können, wie Eisenbahnbau und Schulbildung, aber zentral ging es vermutlich mehr um die besonderen Produkte aus den fernen Ländern.

Ich habe großes Verständnis dafür Kolonialismus zu kritisieren, als menschenverachtend anzusehen und abzulehnen.

Beim Wikipedia-Eintrag zu Kolonialwaren kann man folgendes lesen:

Die Bezeichnung ist noch im Namen des in Deutschland weit verbreiteten Einzelhandelsverbandes Edeka zu finden (Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin – kurz E. d. K.).

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kolonialwaren

Krass oder? Einkaufsgenossenschaft der KOLONIALWARENhändler!!!

Gut, im Lauf der Zeit hat EDEKA erkannt, daß auch aus Deutschland gute Produkte stammen können und so wurden AUCH Produkte aus deutschen Landen ins Sortiment aufgenommen, bis dahin, daß man Honig vom regionalen Imker am ehesten beim EDEKA finden kann…

Aber einen Film von EDEKA zu sehen, in dem sie so ganz dramatisch zeigen, wie leer die Regale sind, wenn alles ausländische nicht angeboten würde ist schon arg krass, besser gesagt peinlich. Es ist ja logisch, so ist das nun mal, wenn man sich seinerzeit als Kerngedanke bei der geistigen Gründung des Verbandes auf Kolonialwaren ausgerichtet hatte, das dann die Regale leer sind, wenn man genau das raus nimmt…

Hier der Film von 2017: https://youtu.be/-fHOIZKSUCc

Und hier der neue Eintrag bei Linkedin:
https://www.linkedin.com/posts/edeka-zentrale-stiftung_vielfalt-gegenrechts-activity-7154728153955938304-gCdX/

Und WELT schreibt dazu:
https://www.welt.de/vermischtes/article249677296/AfD-Edeka-zeigt-Werbespot-mit-leerem-Markt-Oekonomen-fordern-Farbe-bekennen.html

Im übrigen steht in einem der Kommentare unter dem Film dieser Spruch: „Deutsche! Kauft deutsche Bananen!“
Da kommt eine Erinnerung hoch:
Vor Jahren sah ich mal in einem studentischen WG-Zimmer ein Plakat mit dem Spruch: “Teutsche, esst teutsche Bananen”
Und ich sagte damals nur, daß deutsche Bananen auch nicht viel anders schmecken als welche aus Afrika, denn ich hatte damals kurz zuvor Bananen aus einem deutschen Tropengewächshaus gegessen… Die Verwunderung der Bewohner war deutlich zu sehen.

Kennt jemand meiner Leser auch nur einen einzigen “Rechten”, der auf Kaffee bzw. Schokolade aus Übersee verzichten wollte?
Diese schwarz-weiß-Malerei der Linken finde ich nur noch affig.

2 Gedanken zu „Betreibt EDEKA Kolonialzeit-Leugnung?“

  1. In meiner Kindheit (1960er Jahre) wurde noch sehr viel im eigenen Garten angebaut. Für die Schulpause gab es Frühäpfel und ein Butterbrot. Die Milch und Eier holten wird bei alten Bauersleut, 5 Häuser weiter. Brot gab es nur beim Bäcker, und Wurst und Fleisch gab es nur am Sonntag und dann auch nur für den Vater. Im Tante Emmaladen Zucker, Mehl, Bleistifte, Hefte. Süßigkeiten Bonbon, Lutscher wurden einzeln in Papiertütchen fein eingefaltet. Wer kann sich noch an die Waffelbruchtüten erinnern? Schokolade gab es nur an Ostern und Weihnachten von unserer Tante. Ja, da könnte ich noch so einiges Erzählen, aber um das Bild weiter zu malen, das würde vom Thema ablenken.

    Worauf ich hinaus will ist, das mit dem ersten Supermarkt in unserer Kleinstadt, meine Mutter ihren Garten immer mehr vernachlässigte. Die Angebote in einem sog. Kolonialwarenmarkt waren der Mühe nicht mehr wert.

    Und da steckt auch System dahinter. Meine Mutter ging dann irgendwann arbeiten um das Geld für die vielen Dinge zu haben, die uns aus den riesigen Regalen der Diskounter auf einmal entgegen kamen. Das Geld dafür musste erst einmal verdient werden.

    Da wurden ganze Familien und deren Kinder unfähig dafür gemacht, für sich selber zu sorgen. In regelrechte Abhängigkeiten von Geld und Arbeit gebracht. ….

    Wo die Waren herkamen war bis zum ersten Lebensmittelskandal bei uns kein Thema. Was in den folgenden Jahren alles ans Licht kam, von BSE, Schweinepest, Hühnerpest… usw. diente letztendlich im Globalisierten Raum, nur um die Preise zu stabilisieren.

    Die Globalisierung wird nun von der Teilung der Weltführung gerade neu ausgerichtet. Die Kolonisierung Afrikas und Südamerikas wird durch die Brics ( Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) gerade neu aufgestellt. Ich hoffe doch gerechter als zuvor.
    Will ich doch auf Kaffee und Bananen noch immer nicht unbedingt verzichten müssen. Es ist ja auch im Interesse der Wirtschaft, die die Arbeiterschaft beschäftigt hält und somit die sozialen Krisen ein klein wenig vermindert. …

    Die Konflikte werden uns erst noch gezeigt werden, die sich mit den Bauern-Demonstrationen schon angekündigt haben.

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