Fragen an Konstantin

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Donnerstag 9. Mai 2019

ein paar Gedanken zum Klima

Solange zu einem Thema eine Vielfalt an Meinungen, Ansichten, Hypothesen, Theorien existieren UND darüber freien Herzens gesprochen werden darf empfinde ich den Austausch zwischen Menschen meist als angenehm und bereichernd.

Sofern jedoch irgendeine Ansicht zu einem beliebigen Thema vorgeschrieben wird fühlt es sich in mir an, als ob eine Warnlampe aufleuchtet.

Seit einiger Zeit ist dies beim Thema Klima, bzw. Klimawandel und CO2 der Fall. Deshalb schreibe ich gerne ergänzende oder auch kontroverse Texte zu diesem Thema um den Geist offen zu halten für viele Möglichkeiten. Gelegentlich bekomme ich dabei auch Gegenwind. So erhielt ich vor ein paar Wochen eine respektvolle Zuschrift aus der ich ein wenig zitiere:

[Text eines Lesers:]
… mich ärgert einfach die Ignoranz der Naturwissenschaften, durch die Deine Beiträge zum Klimawandel gekennzeichnet sind. […] Aber es ist doch letztlich alles physikalisch erklärbar was zum Klimawandel führt, was ihn verstärkt, was ihn bremsen kann. Alles reine Physik, letztlich also Mathematik. […] Bitte erkläre mir, wieso die Physik in dieser Hinsicht falsch liegen muss und ich zweifle nicht weiter an Deiner Urteilskraft bezüglich des Klimawandels.

Meine Antwort auf diese Bitte ist etwas länger ausgefallen. Als Beitrag zur allgemeinen Beschäftigung mit dem Thema Klimawandel veröffentliche ich sie hier:

 

[Text von Konstantin:]
Thema: triviale versus nicht-triviale Maschine (Heinz von Foerster).

Wie ist es mit dem Planeten Erde, bzw. der Atmosphäre oder dem Wetter?

Ist es angemessen diese Strukturen als triviale Maschinen zu sehen? Also als Systeme, bei denen eindeutig bekannt ist welcher Output herauskommt, je nach dem welcher Input gegeben wird?
Oder sind diese Systeme eher als nicht-triviale Maschinen beschreibbar, bei denen NICHT bekannt ist, welcher Output herauskommt, je nach Input.

Bei der Unterscheidung von:

einfachen Systemen
komplizierten Systemen
komplexen Systemen

ist meinem Kenntnisstand nach klar, das komplexe System sich gerade dadurch kennzeichnen, daß der Eingabe-Ausgabe-Zusammenhang nicht bekannt sind. Deshalb kann man als nicht-triviale-Maschinen bezeichnen.

Einfache Systeme können im allgemeinen von Laien verstanden und beherrscht werden.
Komplizierte Systeme können im allgemeinen von Fachleuten verstanden und beherrscht werden.
Komplexe Systeme, und sei es nur ein Hund, oder nur eine Fliege, können niemals vollständig beherrscht werden.

Man kann komplexe Systeme sicher beeinflussen. Man kann Impulse geben und beobachten, daß sich am Ausgabewert etwas ändert.
Dies kann sogar in hunderten Fällen gleich sein. Doch man kann nie sicher sein, daß bei einer weiteren Wiederholung des Impulses sich das Ausgabeergebnis wiederholt.

So komme ich zur Unterscheidung:

Koinzidenz (zeitgleiche Ereignisse)
Korrelation (ähnliche Entwicklung im Zeitverlauf)
Kausalität (Ursache – Wirkung – Beziehung)

Eine Koinzidenz kann ein Indiz sein für eine Korrelation, muss es aber nicht sein.
Eine Korrelation kann ein Indiz sein für eine Kausalität, muss es aber nicht sein.

Um wissenschaftlich eine Kausalität zu beweisen muss man einiges anstellen.
Mindestens muss man das Experiment mehrfach wiederholen bei gleichen Umgebungsparametern.
Und in Bezug zur Biospäre müsste man dass Experiment auch in angemessener Größenordnung bauen. Um alle Wirkfaktoren, wie z.B. Weltmeere und Wolkenbildung, Wärmeabstrahlung in den Weltraum etc. korrekt im Modell zu haben, müsste man grob gesagt ein Modell in Originalgröße haben. Und das mehrfach. Wir bräuchten mehrere Planeten parallel, alle in exakt gleicher Situation, gleichem Verhalten der nicht-trivialen-Bewohner usw. Dann könnte man Vergleichsstudien machen, was passiert, wenn man z.B. CO2 reduziert. Und selbst wenn 100 Modellplaneten alle die selbe Wirkung zeigen würden z.B. auf eine entstandene Durchschnittstemperatur nach 200 Jahren, dann weiß nicht, ob dies:

1. Zufall ist
2. beim 101. Versuch gleich wäre
3. bei einem der Modellplaneten nach 201 Jahren extrem in die eine oder andere Richtung extrem von den anderen abweicht.

Es ist schlicht und einfach gesagt komplett unmöglich vorherzusagen, was passiert, sofern man steuernd eingreift.
Sofern man zerstörend eingreift, z.B. man einen Hund einschläfert, kann man vorhersagen, daß er sterben wird.
Aber nicht mal da kann man vorhersagen wie genau er sich krümmt, ob die übliche Dosis reicht, wie lange der Todeskampf dauert etc.

Noch nicht mal das 3-Körper-Problem kann berechnet werden. Was will man dann vorhersagen bei deutlich mehr als 3 Elementarteilchen??

Das Dilemma des ‚Nicht-wissen-könnens‘ hat für mich der Masanobu Fukuoka am treffendsten ausgeführt.
Außerdem hat er vorgelebt wie ein Leben sein kann, wenn man so wenig wie möglich eingreift in das Wunder der Schöpfung.
Er hat eine Mischung von höchster Intelligenz, messerscharfer Beobachtungsgabe und Demut erreicht.

Eine 100%ige Kausalität kann man bei komplexen Systemen daher maximal vermuten, jedoch praktisch nie beweisen.
Wenn man dies jedoch nicht kann, welchen Sinn haben dann staatliche oder gar internationale krampfhafte Versuche steuernd in etwas eingreifen zu wollen, was man gar nicht verstehen und nie und nimmer beherrschen kann? Systembedingt MUSS diese Politik scheitern – früher oder später.
Es kann auch – vorrübergehend – gut gehen. Aber das ist dann Zufall.

Zurück zum Startthema, dem CO2.

Über diverse Untersuchungen gibt es Einschätzungen, wie die CO2 Konzentration der Luft sich im Lauf sehr langer vergangener Zeiträume geändert haben dürfte. Diesbezüglich fand ich sogar auch sehr unterschiedliche Angaben. Aber egal: Es ist jedoch ziemlich offensichtlich, daß die CO2 Konzentration nie über längere Zeiträume statisch gleich war (sie ändert sich ja auch von Tag zur Nacht, zumindest in Bodennähe).
Darüber hinaus ist bekannt, daß CO2 in den resilienten Wirkkreislauf der Photosynthese <-> Atmung gehört.

Humorvoller Einschub. Ich habe schon echt krasse emails bekommen. Über eine davon habe ich 2015 in einem Blogartikel geschrieben.
Da meinte jemand beweisen zu wollen, daß Pflanzen kein CO2 aufnehmen sondern abgeben. Schau mal hier:
http://www.konstantin-kirsch.de/2015/09/planet-erde-photosynthese-und-liebe.html

Immer wieder spreche ich mit Menschen über Photosynthese und bin echt erstaunt, wie wenige nur einen Hauch an Ahnung haben, wie das hier auf dem Planeten läuft.

Auch die aktuelle Konzentration des CO2 wissen die wenigsten. Und wenn man fragt: Welche CO2 Konzentration hätten sie denn gerne, gibt es auch keine Antwort. Ganz verrückt war mal, daß ich in einem Film jemanden sah, der verglich das CO2 mit dem Gift Zyankali weil er damit ausdrücken wollte, daß selbst geringste Spuren schädlich sein können. Nun, die optimale Menge Zyankali im Essen beträgt meines Wissens null. Aber die optimale Menge an CO2 in der Luft kann nicht null sein, denn dann würde der Photosynthese <-> Atmungskreislauf gestoppt sein.

Nett ist es auch, wenn man Klimahysteriker fragt, wie dass denn mit dem Treibhauseffekt so funktionieren würde.
Dann kommen Erklärungen wie: „das böse CO2 steigt auf in die Atmosphäre und wenn dann die Wärmestrahlung der Erde in den Weltraum will, wird sie vom CO2 reflektiert (wie Glaushaus) und so erhitzt sich die Luft…“

Hm. nettes Bild.
Dann frage ich zurück: Wie ist es wenn nachts keine Wolken am Himmel sind im Unterschied zu komplett bewölkter Lage?
Schnell wird jedem klar, daß die Wolken einen extrem hohen Bettdecken-Effekt haben, also die Wärme auf der Erdoberfläche halten.
Von Fachliteratur ist mir bekannt, daß die Wirkung des Wasserdampfes in der Atmosphäre im Vergleich zum CO2 auf den Wärmehaushalt ca. 1000 zu 1 sein dürfte.

Dann kommt eine Frage, die selbst gestandene Klimawissenschaftler irritieren kann. Ich habe damit sogar schon mal einen kritischen Klimaforscher überrascht, der in privatem vertraulichem Kreis über Lug und Trug beim IPCC sprach. Man könnte ihn „Klimaleugner“ nennen, was natürlich ein schwachsinniges Wort ist. Auf jeden Fall stellte ich nach seinen Ausführungen die simple Frage:

Wie schwer ist CO2?

Umgehend wurde sein Gesicht bleich. Er kennt sich ja als Hauptberufler im Bereich Klima und Wetter gut aus mit der Chemie der Dinge und so hatte er blitzschnell die Atomgewichte addiert und mit Stickstoff/Sauerstoff, bzw. der Dichte der Luft verglichen und es ist klar, daß CO2 deutlich schwerer als Luft ist.
Das ist auch logisch, denn am Boden wird es gebraucht von den Pflanzen.

Über brownsche Molekularbewegung sowie Windwirbel (und neuerdings unterstützt durch Vogel und Insektenschreddern) verteilt sich das CO2 selbstverständlich auch in höhere Schichten, jedoch tendiert es grundsätzlich in Richtung Boden.

Wir haben hier also nun einen hochkomplexen Planeten.
Garantiert unbeherrschbar.
nicht-triviale-Maschine

Wir können erkennen, daß es Schwankungen an allen möglichen Parametern gibt und gab.
Teilweise auch heftige Schwankungen.

Das vorhandene System Planet Erde, selbst wenn wir nicht erkennen können wie es dies genau macht, es ist resilient. Es reguliert sich immer wieder in eine Homöostase.
Wenngleich wir Menschen wahnsinnige Zerstörungen angerichtet haben und weiter dabei bleiben (zB Pflügen), aber auch durch Meteoriteneinschläge schon viel kaputt ging: Das Leben hat sich wieder eingependelt.

Ich gehe davon aus, daß sehr viele Wissenschaftler tief in sich frustriert und genervt sind über die Unmöglichkeit dieses Wunder des Lebens komplett zu verstehen. So versuchen sie alles mögliche zu untersuchen, zu töten und zu sezieren (Ausbildung: Frosch/Fischt etc.), wobei doch genau mit dem Töten die selbstregulierenden resilienten Wechselwirkungen beendet sind und eben nicht mehr untersucht und verstanden werden können.

Bei diesem Einpendeln des Daseins läuft das z.B. bei der Photosynthese so ab:

Etwas mehr CO2 -> mehr Wachstum -> mehr CO2 Bindung -> weniger CO2 -> weniger Wachstum -> weniger CO2 Bindung -> mehr CO2
-> ad infinitum

Oder bei der Wärme:
Etwas mehr Wärme -> mehr Wachstum -> mehr Kühlung durch Wachstum -> Abkühlung -> weniger Wachstum -> weniger Kühlung -> mehr Wärme
-> ad infinitum

Wobei diese Wirkungskreisläufe genau genommen eine (evtl. unzulässige) Vereinfachung des Daseins darstellen.
Es ist jedoch eindeutig, daß resiliente Rückkopplung läuft und daß CO2 seit den Urzeiten vorhanden ist und in den Wechselwirkungen beteiligt ist.

Man kann (und ich empfehle es) beim komplexen System Mutter Erde MÖGLICHST WENIG eingreifen, denn die Wirkungen sind generell nicht vorhersehbar (man erinnere sich an Masanobu Fukuoka). Deshalb bin ich fürs Bäume pflanzen und für regionale Selbstversorgung, sowie auch für Familie und Kinder. Ich bin gegen Atomkraftwerke UND gegen Windkraftanlagen usw., also bin ich für das, was seit Jahrmillionen funktioniert hat und zur Biosphäre passt.

Ich wiederhole: CO2 kann systembedingt kein Problem sein, weil Rückkopplungsfunktionen vorhanden sind!

Anders mag es sein mit Dingen, die ganz neu erfunden wurden, wie FCKW oder Roundup oder oder.
Auch großflächiges Abholzen und Pflügen kann eine massive Wirkung auf das Klima haben.
Das ist genauso wenig natürlich wie Roundup.

ALLES LEBEN basiert auf Kohlenstoffchemie!
Wenn man wirkungsvoll etwas unternehmen wollte gegen zu heftige Wetterstörungen (die zu überdurchschnittlichem Klimawandel führen), dann müsste man all das, was noch keine Jahrtausende bewährt ist, rückbauen und entfernen, also Kohlekraftwerke, Autos, Herbizide etc, aber auch Windkraftanlagen und PV-Anlagen, Atomkraftwerke sowieso usw.

Aber eben nicht CO2!! Denn für dieses Molekül gibt es Rückkopplungsfunktionen seit Äonen!
Der Ansatzpunkt CO2 ist systembedingt falsch! Da rückzukoppeln kann die Natur besser seit eh und je.

Und genau dieses Leben hat die Eigenschaft der Resilienz. Und genau das ist das zentrale Thema der Permakultur.
Wir können nicht wissen, WIE das Leben das genau macht. Wir können jedoch möglichst wenig stören.
Wir können z.B. weniger Erdöl verbrennen, weniger Auto fahren (damit weniger Gummiabrieb und damit weniger Gletscherschmelze).
http://www.konstantin-kirsch.de/2017/02/gletscher-schmelzen-wegen-dunkler-substanz.html
Ach im übrigen: Die angeblich so umweltfreundlichen E-Autos haben einen weit höheren Drehmoment als Verbrenner und daher höheren Gummiabrieb, daher also mehr Gletscherschmelze. Und im Benzinpreis wird sehr viel Steuer eingenommen und z.B. für die Rentenzahlungen genutzt. Wie soll das weiter gehen, wenn kein Benzin mehr gekauft wird? Geht dann der Preis der kWh auf 1 oder 2 Euro hoch?

Sorry, ich bin abgewichen vom Thema – und doch hängt das alles zusammen.

Es geht ja mit dem Thema CO2 auch weiter ins Soziale: Wenn die Menschen Bock haben auf Öko-Faschismus, wegen dem Klimaschutz, dann landen sie eben in genau dem, was sie wünschten oder zumindest schweigend zustimmten, der Diktatur. Und dann ist die Wahrscheinlichkeit ultragross, daß diese Macht entweder wieder missbraucht wird oder das Ganze umkippt ins Gegenteil und dann wird Umweltzerstörung zum Ziel.

Der Massenmörder in Christchurch hat in seinem Pamphlet im übrigen über sich selbst geschrieben, daß er ein Öko-Faschist sei!
Soll das die permakulturelle Zukunft sein? Massenmord an Klimaleugnern?
Das ist leider der Weg, der von einigen angestrebt ist. Es gab ja schon mal in Österreich einen Professor, der von Todesstrafe für Klimaleugner sprach.

Das andere Absurditum ist der Versuch CO2 in alte unterirdische Gaskavernen zu verpressen. Wenn da was undicht wird strömt das Gas aus und bildet eine Schicht auf dem Boden (es ist ja schwerer als Luft). Und bei mehreren Prozent (statt 0,04%) ersticken alle atmenden Lebewesen.
Im übrigen ein Konflikt im Ökodorf Sieben Linden. Die haben meines Wissens nach mit dem Thema Klima auch EU Förderungen bekommen und nun will die Industrie in der direkten Nähe CO2 verpressen…

Der ähnliche Schwachsinn ist mit dem Windstrom: Als ich vor 30 Jahren hoffte auf Windstrom statt Atomkraft, sah ich eine Zukunft mehr in Sinne von „Einfälle statt Abfälle“, also Selbstbau und regionale Selbstversorgung, aber doch keine Windparts in der Nordsee und 70 Meter breite Schneiden der Zerstörung von der Küste bis nach Bayern um „Öko“strom in den Süden zu bekommen.

Im übrigen verwende ich auch Holzkohle um den Boden zu verbessern, damit die Pflanzen besser wachsen, dadurch die Resilienz besser wird und damit das Klima, bzw. die Selbstregulationsfaktoren für Klimastabilisierung, zuverlässig funktionieren. Seit jeher interessiert es mich das Klima, also die Schwankungen des Wetters zu stabilisieren. Genau deshalb mache ich ja auch Permakultur. Nur weigere ich mich diese Handlung zu Begründen auf dem CO2 weil von dort meiner Überzeugung nach keine Gefahr ausgehen kann. Und da ich intensivste Verflechtungen erkenne zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, sehe ich die Tendenz von Ökofaschismus, Ökodiktatur, Meinungs- und Gedankenkontrolle, die mir in keiner Weise gefallen.

Und leider sehe ich diese Tendenzen auch im Permakulturverein, bzw. auf der email-Liste des Permakulturvereins
Deshalb schreibe ich dort gelegentlich kontrovers.
Ganz im Sinne von: „Freiheit nutzt sich ab, wenn sie nicht genutzt wird“.

Viele Grüße
Konstantin

Ein paar Tage später ergänzte ich noch etwas:

Hallo xxxxx,

danke für die Rückmeldung.

Ich mag noch etwas an meinem Text präzisieren.
Der bisherige Text enthielt diese Zeile:

„Komplexe Systeme, und sei es nur ein Hund, oder nur eine Fliege, können niemals vollständig beherrscht werden.“

Diese Aussage ist mathematisch wohl nicht ganz korrekt. Sofern derjenige, der das komplexe System beherrschen will mehr Schaltzustände zur Verfügung hat als das zu beherrschende System an Schaltzuständen hat, dann ist zumindest mathematisch gesehen ein Beherrschen möglich.
Man kann auch komplexe System durchaus lenken (z.B. Wasser durch einen Trichter laufen lassen), während man sie nicht vollständig beherrschen kann. Es ist beispielsweise auch offensichtlich, daß es einfacher ist Tiere zu lenken bzw. zu beherrschen als beispielsweise Kleinkinder oder gar Erwachsene. Durch unsere Art der Datenverarbeitung, durch unser Denken, durch Bewusstsein, durch Ideen und Vorstellungen sowie diverse Wertemuster haben wir bei weitem mehr Schaltzustände und Möglichkeiten als Tiere. Deswegen ist es auch im Rahmen von Tierhaltung üblich die Tiere in gewünschten Korridoren zu halten, wenngleich man als Tierhalter nahezu machtlos ist, wenn ein Tier schwer erkrankt und stirbt.

Im Rahmen der Permakultur wird meines Wissens nach angestrebt die Korridore der Selbstverwirklichung und der Selbstregulation der im jeweiligen Projekt vorhandener oder eingeführter Lebewesen (Pflanzen, Tiere und Menschen) möglichst weit zu halten damit, wenn überhaupt, nur selten und minimal regulierend eingegriffen werden sollte (Erhöhung des EROI durch Reduzierung des Input mit dem angestrebten Ergebnis der Abbremsung der Entropie). Im weiteren Sinne erscheint die Permakultur als Versuch das unbeherrschbare komplexe Leben zu lenken und zu steuern mit minimalem Aufwand. Das dazu zwangsweise nötige kybernetische Bewusstsein um die ins unendliche gehende Anzahl an Wechselwirkungen (n! wobei „n“ die Anzahl der Elemente im System sind – und wenn man jeden Grashalm als ein Element betrachten sollte ist nicht nur „n“ schon praktisch unendlich sondern n! noch um ein vielfaches unendlicher) doch einigermaßen steuern zu können braucht neben allen möglichen überlieferten Erfahrungen aus der Vergangenheit einiges an Zeit zur Entwicklung und Raum für laufende Optimierung.

Viele Grüße
Konstantin

 

Gestern hat der Informatiker Hadmut Danisch einen Beitrag geschrieben zum Thema Korrelation und Kausalität:
http://www.danisch.de/blog/2019/05/08/korrelation-und-kausalitaet-5/

Darin verweist er auf einen umfassenden Text zum Thema Klima, bzw. Zusammenhang von CO2 und Temperatur. Ich kann nun die Glaubwürdigkeit dieses Artikels nicht abschließend beurteilen, er wirkt jedoch seriös:
https://www.mdpi.com/2225-1154/5/4/76/htm

Der Abstrakt dieses englischen Textes übersetzt mit Google:

Um die Auswirkungen des Menschen auf Klima und Biodiversität zu beurteilen, muss die Beziehung zwischen der Konzentration von Kohlendioxid (CO2) in der Erdatmosphäre und der globalen Temperatur (T) verstanden werden. Hier untersuche ich diese Beziehung empirisch anhand von kürzlich erstellten Datenbanken mit stabilen Isotopen-Proxies aus dem Phanerozoikum (~ 540 bis 0 Jahre vor dem heutigen Tag) und durch komplementäre Modellierung mit dem atmosphärischen Absorptions- / Durchlässigkeitscode MODTRAN. Die atmosphärische CO2-Konzentration ist in den letzten 425 Millionen Jahren schwach, aber negativ mit linear verlaufenden T-Proxys korreliert. Von 68 Korrelationskoeffizienten (zur Hälfte nicht parametrisch) zwischen CO2- und T-Proxys, die alle bekannten großen phanerozoischen Klimaübergänge umfassen, sind 77,9% nicht erkennbar (p> 0,05) und 60,0% der erkennbaren Korrelationen sind negativ. Ein geringfügiger Strahlungsantrieb (ΔRFCO2), die Änderung des Antriebs an der Spitze der Troposphäre, die mit einer Zunahme der atmosphärischen CO2-Konzentration einhergeht, wurde mit MODTRAN berechnet. Die Korrelation zwischen ΔRFCO2 und linear gedehntem T über dem Phanerozoikum ist positiv und erkennbar, aber nur 2,6% der Varianz von T ist auf die Varianz von ΔRFCO2 zurückzuführen. Von 68 Korrelationskoeffizienten (halbparametrisch) zwischen ΔRFCO2 und T-Proxys, die alle bekannten großen phanerozoischen Klimaübergänge umfassen, sind 75,0% nicht erkennbar und 41,2% der erkennbaren Korrelationen sind negativ. Spektralanalyse, Autokorrelation und Kreuzkorrelation zeigen, dass Proxys für T, atmosphärische CO2-Konzentration und ΔRFCO2 über das Phanerozoikum oszillieren und die Zyklen von CO2 und ΔRFCO2 antiphasisch sind. Ein bedeutender CO2-Zyklus von 15 Millionen Jahren fällt eng mit den festgestellten Massensterben der Vergangenheit zusammen, was auf einen dringenden Forschungsbedarf in Bezug auf die Beziehung zwischen CO2, dem Aussterben der Biodiversität und der damit verbundenen CO2-Politik hinweist. Diese Studie zeigt, dass Änderungen der atmosphärischen CO2-Konzentration im alten Klima keine Temperaturänderung verursacht haben.

Über den Autor Jackson Davis habe ich folgendes gefunden: „Seine Geschichte verdient es, erzählt und bekannt zu werden. Er ist Professor an der UC Santa Cruz und 1981 Gründer des Environmental Studies Institute (ESI). Als angesehener Umweltschützer ist er auch ein Wissenschaftler. Als sich herausstellte, dass die CO₂-Hypothese nicht trägt, drehte er sich um 180 °, was ihn wahrscheinlich viel gekostet hat.“

Über eine Internetsuche fand ich eine weitere Seite, die auf den oben angegebenen Artikel verlinkt:
https://greatclimatedebate.com/how-to-counter-climate-change-alarmists/

Hier der Link zur Übersetzung:
https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=en&u=https://greatclimatedebate.com/how-to-counter-climate-change-alarmists/

Ein paar wenige Zitate daraus:

Man könnte fragen, warum Klimaalarmisten versuchen, das Leben auf der Erde zu schädigen. […] CO 2 ist pflanzliche Nahrung. CO 2 ist das Grundbausteinmolekül für alles Leben auf diesem Planeten. Die gegenwärtige Konzentration von ~ 400 ppm in der Luft liegt nicht weit über der Menge, die notwendig ist, um die Pflanzen am Leben zu erhalten.

Das klingt klingt wirklich krass: Klimaalarmisten sollen dass Leben schädigen? Nun, vielleicht ist es tatsächlich so.

Allerdings haben sich schon so viele Firmen, Parteien, Institutionen und einzelne Menschen darauf eingeschossen, daß CO2 der böse Feind sei, daß ein Infragestellen dieses künstlich geschaffenen Feindbildes der Aufgabe des „Ichs“, des Selbstwertes gleich kommen kann. Es erscheint ja tatsächlich wie ein Krieg, der gegen das CO2 geführt wird. Den ausgemachten Feind nun als Freund (weil Pflanzennahrung) sehen zu wollen kann sich anfühlen wie Hochverrat.

Mit fachlicher, mathematischer, wissenschaftlicher Argumentation wird wenig zu machen sein.

Meine Empfehlung für Frieden und Liebe lautet daher:

Selber Gärtnern.
Einfach mit der göttlichen Schöpfung zusammen arbeiten.

4 comments to ein paar Gedanken zum Klima

  • Avatar Mirû

    „Sofern jedoch irgendeine Ansicht zu einem beliebigen Thema vorgeschrieben wird fühlt es sich in mir an, als ob eine Warnlampe aufleuchtet.“
    Gut so.
    https://youtu.be/3npJfhe-tgs

  • Avatar Mirû

    https://file.scirp.org/pdf/NS_2018101510264849.pdf
    „There is no proof anywhere in any data that adding CO2 to the atmosphere does increase the temperature on this planet substantially. Curbing carbon emissions is therefore rather fruitless and will actually prevent the planet from becoming greener.“
    Natural Science, 2018, Vol. 10, (No. 10), pp: 393-403
    „Analysis of Temporal Signals of Climate“
    Peter Stallinga, Igor Khmelinskii
    FCT and CEOT, University of the Algarve, Faro, Portugal

  • Avatar Mirû

    https://sciencefiles.org/2019/05/31/die-klimahysterie-ist-weiblich/
    „Ob Menschen seit kurzem den Klimawandel in nennenswertem Ausmaß mitbefördern, ist eine offene Frage, die deshalb offen ist, weil die vorhandenen Klimamodelle Junk sind, die Behauptung, dass CO2 ein Klimakiller-Molekül sei, ein Hoax ist, weil bekannt ist, dass das IPCC (das Intergovernmental Panel on Climate Change) gerne die eigenen Daten manipuliert und darüber hinaus die bisherige Bilanz des Klimawandels, berechnet auf der Grundlage von einer generellen Erhöhung der Erdtemperatur um 1 Grad Celsius eine POSITIVE ist. Ja: Klimawandel hat nicht nur Nachteile, er hat auch Vorteile:

    “In my Climate Change Misconceived earlier essay, that explored the dissonance in public understanding of the climate change issue, I contended that based on the best available science and empirical evidence post-industrial climate change (whether it be man-made or natural) apparently has not caused exceptional or accelerating rises in sea levels, has not caused an increase in the frequency or intensity of extreme weather events and has not caused accelerating global species extinctions. Similarly, whilst heat-related deaths have increased with the warming, cold-related deaths have fallen even more – so net-mortality has improved. Furthermore according to Dr. Indur Goklanky, science analyst for the US Department of the Interior, ‘Carbon dioxide fertilises plants, and emissions from fossil fuels have already had a hugely beneficial effect on crops, increasing yields by at least 10-15%.’ So it has apparently been net-beneficial for agriculture. Professor Richard Tol of Sussex University (after reviewing 14 different studies of the effects of future climate trends) concluded that global warming would likely be economically net-beneficial for the world up to 30C. So with only 10C of warming it certainly appears to have been economically net-beneficial to date. Against all this we have to set the effects of ocean warming and reduced alkalinity that have probably been net-harmful for marine life. Taken as a whole, the positive changes from post-industrial climate change appear to have outweighed the negative changes – and the negative changes (in particular rising sea levels) are apparently currently happening sufficiently slowly for us to adapt to them.”“

  • Avatar Sa Si

    Lieber Konstantin,

    ich würde es gerne sehen, dass sich noch mehr Menschen Kraft aus der NAtur holen können und zwar in Form von Lebendigkeit, Freude, Zufriedenheit, Frieden, Entspannung,… und eben nicht als Rohstofflager. Ich sehe eine Problem darin, dass zu viele Menschen, zu viel konsumieren und das zu erhalten wird so nicht funktionieren.
    CO2-Ausstöße in Verbindung mit extensiver Verbrennung zur Fortbewegung, zum Heizen und in der Industrie stehen für mich für eine gleichgültig zerstörende Haltung dem Leben gegenüber. Damit verbunden sind aber auch die ganzen anderen Stoffe, die umweltbelastend sind: Schwermetalle, Salze, Gifte, Feinstäube und so weiter; nicht zu vergessen, die Schäden, die durch Abbau der Rohstoffe entstehen.

    Selbst wenn CO2 nicht in Zusammenhang stehen sollte, ist das was in der Welt an Zerstörung geschieht bestimmt irgendwann regenerierbar, doch welchen Preis müssen wir und die und folgenden Wesen dieser Welt bis dahin zahlen? Ich rede auch der schlechten Luft, den zunehmenden Antibiotika, Pestiziden, Nitraten, Fungizieden im Grundwasser…
    Ich lese immer wieder Kommentare über die Klimalüge, die für mich klingen als ob man alles so lassen könne, wie bisher. Nein, die Menschheit, insbesondere die Industrienationen, lebt definitiv auf Kredit (Abbau der Rohstoffe, des Rohöls, Abholzung alter Wälder, Abnutzung der Böden, Überfischung der Meere, Abnutzen der Selbstreinigungskräfte der Böden, Ausbeutung billiger Arbeitskräfte insbesondere der dritten Welt, doch auch bei uns…), der irgendwann aufgebraucht ist und vielleicht auch zurückbezahlt werden muss. Deshalb finde ich es gut, dass du trennst: Du hälst den Zusammenhang von CO2 und dem Klimawandel nicht als erwiesen, weist jedoch auf die Notwendigkeit eines achtsamen Umgangs mit dem Leben und den Ressourcen unserer Welt hin.

    Eines habe ich in deinem Artikel nicht verstanden:
    >> Wie ist es wenn nachts keine Wolken am Himmel sind im Unterschied zu komplett bewölkter Lage? Schnell wird jedem klar, daß die Wolken einen extrem hohen Bettdecken-Effekt haben, also die Wärme auf der Erdoberfläche halten. Von Fachliteratur ist mir bekannt, daß die Wirkung des Wasserdampfes in der Atmosphäre im Vergleich zum CO2 auf den Wärmehaushalt ca. 1000 zu 1 sein dürfte.

    Wieso Nachts? Nachts erwärmen keine Sonnenstrahlen die Erde. Und ist es nicht so, dass Wolken die Strahlen auch bei Tag nicht auf die Erde lassen, CO2 aber schon?

    Und natürlich ist CO2 ein Pflanzennährstoff. Er wirkt jedoch nur, wenn ausreichen Platz, Wasser und Nähstoffe vorhanden sind. Diese sind endlich und daher ist mit dem Pflanzenwachstum irgendwann Schluss, auch bei steigendem CO2 Wert. Momentan leiden in Städten viele Bäume an dem heißen letzten Sommer, da sie keine oder nur wenige Knospen ausbilden konnten. Sie haben kahle Stellen. Dazu kommt die immer weiter fortschreitende Versiegelung auf der ganzen Welt.

    Zu CO2 und Pflanzenwachstum:
    https://sciencev1.orf.at/news/63425.html

    *********
    Hallo Sa Si,

    was ich meinte wegen nächtlichem „Bettdecken-Effekt“ umschreibe ich mal in anderen Worten:
    Zwei Tage, beide gleiche Temperatur, beide starke Sonneneinstrahlung, gleicher Tag das Jahres, gleicher Standort usw. also alles gleich.
    Und dann die folgende Nacht: Im einen Fall klarer Himmel, wolkenfrei mit Blick auf die Sterne und im anderen Fall dicke Wolken.
    Im ersten Fall gibt es eine starke Abkühlung im Fall mit den Wolken bleibt sehr viel Wärme auf der Erdoberfläche weil nicht so viel abstrahlt.
    Und zum CO2: Natürlich kann keine Pflanze alleine nur von CO2 leben. Und in Städten ist sehr leicht die Wasserversorgung der begrenzende Faktor und nicht das CO2. Städte sind für mich jedoch eine unnatürliche Ausnahme. Vom Flächenverbrauch her fast vernachlässigbar, z.B. verglichen mit der Landwirtschaft oder mit Wald.
    Viele Grüße
    Konstantin

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