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Dienstag 7. Juli 2020

will das Deutsche Jugendherbergswerk seine Gemeinnützigkeit verlieren?

Fördert das Deutsche Jugendherbergswerk eine Völkerfeindschaft mit Russland?
Ein Blog-Post über eine gekündigte Veranstaltung in Bezug zur Verleumdung und Hetzkampagne gegen die sogenannte Anastasia-Bewegung.

*********

Das Deutsche Jugendherbergswerk ist laut Satzung ein gemeinnütziger Verein. Laut § 5 der Satzung lautet der Zweck des Vereins:

Zweck des Vereins ist die Förderung der Jugendhilfe, der Völkerverständigung sowie des Umwelt- und Landschaftsschutzes.

Unter § 6, Verwirklichung des Vereinszwecks, findet sich der Punkt :
4. Erholungsaufenthalte, Ferien- und Bildungsreisen für junge Menschen und Familien, damit sie das eigene Land und fremde Länder und Völker kennen lernen und lernen, auf Menschen fremder Landschaften und Kulturen Rücksicht zu nehmen und sie zu verstehen.

Quelle: https://www.jugendherberge.de/fileadmin/hauptverband/downloads/ueber-uns/djh-satzung-2017.pdf

Die Gemeinnützigkeit ist in Deutschland in § 52 Abs. 1 AO legal definiert. Es heißt: „eine Körperschaft verfolgt gemeinnützige Zwecke, wenn ihre Tätigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern.“

Entsprechend dem oben zitierten Satzungszweck dürfte die bisherige Anerkennung der Jugendherbergen als gemeinnützig basieren auf diesen Punkten des §52 der Abgabenordnung:

4. die Förderung der Jugend- und Altenhilfe;
8. die Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes und der Naturschutzgesetze der Länder, des Umweltschutzes, des Küstenschutzes und des Hochwasserschutzes;
13. die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens;

Interessant ist übrigens auch der Punkt 10 auf den ich später noch zu sprechen komme:
10. die Förderung der Hilfe für politisch, rassisch oder religiös Verfolgte, für Flüchtlinge, Vertriebene, Aussiedler, Spätaussiedler, Kriegsopfer, Kriegshinterbliebene, Kriegsbeschädigte und Kriegsgefangene, Zivilbeschädigte und Behinderte sowie Hilfe für Opfer von Straftaten; Förderung des Andenkens an Verfolgte, Kriegs- und Katastrophenopfer; Förderung des Suchdienstes für Vermisste;

 

Die Anerkennung als gemeinnützig kann übrigens rückwirkend entzogen werden.

Dies ist beispielsweise im vergangenen Jahr der Kampagnenorganisation Campact geschehen. Dem Verein Attac wurde die Gemeinnütztigkeit aberkannt, genauso auch change.org

Gemäß § 55 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 AO dürfen gemeinnützige Vereine keine politischen Ziele verfolgen. Nach der Rechtsprechung des BFH sind politische Äußerungen nur dann erlaubt, wenn sie der unmittelbaren Verwirklichung eines Zwecks aus dem Katalog der gemeinnützigen Zwecke dienen. Diese Unterscheidung soll gemeinnützige Organisationen von politischen Parteien abgrenzen.

In seinem Attac-Urteil hatte der BFH nun hinsichtlich dieser Abgrenzung klargestellt, dass sich gemeinnützige Organisationen im Rahmen der politischen Bildung und der Förderung des demokratischen Staatswesens zwar politisch äußern dürfen, jedoch müssen sie dabei ihre geistige Offenheit bewahren: Sie dürfen auf politische Missstände hinweisen und Lösungsvorschläge unterbreiten, ihre Arbeit darf jedoch nicht von politischem Aktivismus geprägt sein und von dem gezielten Versuch, die Öffentlichkeit von konkreten politischen Zielen zu überzeugen.

Quelle: https://winheller.com/blog/change-org-verein-verlust-gemeinnuetzigkeit/

Die Marke „Jugendherberge“ wurde übrigens nach fünfjährigem Rechtsstreit gelöscht (Das DJH hatte sie 1998 eintragen lassen, 2009 wurde sie gelöscht).

Die Stellung von Jugendherbergen im Verhältnis zu anderen Unterkünften ist sehr umstritten. Vielfach gleichen die „Jugendherbergen“ einfachen Hotels und sind teilweise auch teurer. Der Charme der einfachen Unterkunft für Wanderer und Radreisende, den ich in meiner Jugend noch kannte, haben Jugendherbergen nicht mehr.

Neben der (noch) Gemeinnützigkeit bekamen Jugendherbergen bisher staatliche Zuschüsse von sage und schreibe grob 3 Millionen Euro jährlich. Dadurch entstand logischerweise eine Marktverzerrung zum Nachteil kommerzieller Anbieter.
https://www.welt.de/wirtschaft/article133487174/Berlin-fuer-Subventionierung-von-Jugendherbergen.html

*********

Wenn sich die Jugendherbergen durchgehend an ihre Satzung gehalten hätten, wäre der heutige Blog-Beitrag nicht entstanden.

Nun, was ist passiert?

Am 27.3.2019 bekam ich eine eMail von Vladimir Jan (Russlanddeutscher) mit der Information, daß eine Veranstaltung für das Wochenende vom 30.8. bis 1.9.2019 geplant sei.

Hallo Konstantin,
[…]
Ich habe noch was zu sagen, wir Planen mit Herr Koslow […] ein Anastasia Veranstaltung zu organisieren, in der form welche hat Herr Megre in Frankfurt gesagt.
Wir möchten andere Format auch anbieten, damit wir Festival interessant nicht nur für uns  (Anastasia Leser) machen, sondern auch für die Leute wer hat noch nicht über Anastasia gehört.
Ich würde mich sehr freuen, weil du schon auf mehrere Festivals gewesen hast, ob du uns was empfehlen was wird interessant, was nicht, wie du diesen Festival vorstellen kannst.  Wem könnten wir einladen, mit Megre zur zeit gibt kein Kontakt, eventuell kommt er auch.
Für jeder info werde ich dir dankbar sein.
Liebe Grüße
Vladimir
Anbei noch die Muster Programm.

Die beiliegende Datei beinhaltete folgenden Text:

Germany Edersee 30.08.-01.09.2019“
Neue Formen des Lebens der Menschheit in und mit der Natur

„Lebe die Veränderung selbst die du in der Welt wünschst und die Veränderungen werden kommen

Festivalplan:

1-te Tag 30.08.-Freitag:
• ab 15:00 Uhr Ankunft, Check-In
• 18:00 Abendessen
• 19:00 Begrüßung Alle&Festivaleröffnung
• 20:30 Live Musik von Barden, Spiele, Tänze&mehr

2-te Tag 31.08.-Samstag:
• 07:30 Morgengymnastik: Yoga, Qigong, tänzerische Gymnastik, russische Kampfkunst
• 08:00 Frühstück
• 09:00 Vortrag: die Entwicklung der Anastasia-Bewegung in Russland, Deutschland und
Europa
• 11:00 Das Leben in Anastasia-Siedlungen in Russland. Erfahrungsaustausch. Unsere
Gäste aus Russland berichten. Pilot-Projekt oder zurück zu Wurzel
– 13:00 Mitttagessen
• 15:00 Dia-Vortrag: „Die Dolmen im Kaukasus“
• 15:00 Ich gestalte „meine Raum der Liebe“ auf dem Blatt Papier (freiwillige Gruppe)
• 17:00 Vortrag: „Sibirische Zedern“
• 18:30 Abendessen
• 19:30 live Musik von Barden, Spiele, Tänze&mehr

3-te Tag 01.09.-Sonntag:
• 07:30 Morgengymnastik: Yoga, Qigong, tänzerische Gymnastik, russische Kampfkunst
• 08:00 Frühstück
• 09:00 Gemeinsame Projekte, Planung, Visionen,
• 13:00 Mittagessen
• Abreise

Am 10.4. habe ich folgende Antwort gesendet:

lieber Vladimir,

nun habe ich mit […] den Test-Brief durchgelesen. Wir wünschen uns ein paar Änderungen.
Wir haben auch mit einem Freund gesprochen, der die Bücher gut kennt und der gelernter Dolmetscher und Übersetzer ist. Er hat unser Empfinden bestätigt, daß es ungünstig ist innerhalb eines Textes die Sprache zu ändern.

Deshalb wünschen wir uns diese Änderungen:

statt: Germany
besser: Deutschland

statt: Check-In
besser: Einlass

statt: Live Musik
besser: Musik

Es sind noch einige kleinere Schreibfehler im Text, die könnte ich auch noch korrigieren, wollte aber erst einmal diese Rückmeldung geben.

Viele Grüße
Konstantin

Am 18. April schrieb ich in meinem Rundbrief über diese Veranstaltung:

Hallo xxxx

überraschend gibt es kurz vor Ostern zwei Überraschungen:

1.
Am Wochenende 30.08.-01.09.19 gibt es in der Mitte Deutschland ein
Festival-Forum „Im Lichtstrahl von Anastasia Deutschland“
Neue Formen des Lebens der Menschheit in und mit der Natur

Mehr Details dazu hier: http://anastasia-de.eu/

Hinweis: Bei Interesse bitte anmelden vor dem 20.5.
Erstens ist die Teilnahme dann günstiger und andererseits kann der
Veranstalter dann frühzeitig besser einschätzen wie viele
Teilnehmer kommen werden.

2. […]

Im Internetarchiv kann man sehen wie damals die Anmelde-Webseite aussah:
http://web.archive.org/web/20190509031233/http://anastasia-de.eu/

Auf dieser Seite kann man lesen, daß die Veranstaltung in der Jugendherberge Hohe Fahrt am Edersee geplant war.
Warum Herr Jan und Herr Koslow eine Jugendherberge als Veranstaltungsort ausgewählt haben weiß ich nicht.

Jedoch passt die Satzung der Jugendherbergen perfekt zu der geplanten Veranstaltung (siehe oben):

Jugendhilfe, Völkerverständigung sowie Umwelt- und Landschaftsschutz.
Erholungsaufenthalte, Ferien- und Bildungsreisen für junge Menschen und Familien, damit sie das eigene Land und fremde Länder und Völker kennen lernen und lernen, auf Menschen fremder Landschaften und Kulturen Rücksicht zu nehmen und sie zu verstehen.

Genau darum sollte es doch bei der geplanten Veranstaltung gehen.

Am 21. Mai bekam ich die Einladung als Ehrengast teilzunehmen. Der Titel war leicht geändert:

„Festival-Forum „Im Lichtstrahl von Anastasia Deutschland“
Neue Formen des Lebens der Menschheit in und mit der Natur

Ich bestätigte umgehend, noch am 21. Mai 2019, meine Teilnahme, wobei es mir unerheblich war, als „Ehrengast“ geladen zu werden. Ich hätte auch ohne diese Ehre Interesse gehabt teilzunehmen. Für mich günstig war der geplante Versammlungsort: Die Anreise zum Edersee ist für mich ein „Katzensprung“.

Am 22. Mai 2019 bekam ich um 12:56 die Anmeldebestätigung vom Organisator der Veranstaltung zugesendet:

Sehr geehrte Konstantin Kirsch,

wir danken für Ihre Anmeldung zum Festival und laden Sie herzlich ein:

Termin: 30.08. bis 01.09.2019
Ort: Deutschland, Waldeck-Frankenberg, Jugendherberge „Hohe Fahrt“ am Edersee
Beginn: am 30.08. ab 15:00 Uhr

Festivalgebühr: für Sie 0 Euro, nur Verpflegung und Übernachtung – 80 euro

Konto: IBAN: […]

In diesem Betrag sind zwei Übernachtungen mit Vollpension (vegetarisch) inbegriffen.
Die Zimmerverteilung wird vor Ort am 30.08.2019 organisiert. Festival findet in Räumen der Jugendherberge „Hohe Fahrt“ statt, d.h. wir haben nur 12 Zweibettzimmer, 4 Familienzimmer. Andere Zimmer sind 4-, 6-, 8-bettzimmer. Zimmer werden nach Eingang der Anmeldung verteilt.

Wir möchten alle Teilnehmer ausdrücklich darauf hinweisen bzw. daran erinnern, dass in Anastasias Ideen nicht zwischen Herkunft, Rassen- und Religionsangehörigkeit unterschieden wird. Jede Art von Propaganda in eine dieser Richtungen wird von der Veranstaltungsleitung unterbunden. Wir sind alle gleich, unabhängig von unserer Herkunft und Religion.
Jede Art von Informationsmaterial, welches an andere Teilnehmer verteilt wird, ist mit der Veranstaltungsleitung abzuklären, um mögliche Missverständnisse zu vermeiden……..Wir bitten um Ihre Verständnis?

Mit herzlichen Grüßen
Andrej Koslow

Andrej Koslow ist Russe aus Sibirien, lebt seit 29 Jahren mit Familie in Deutschland. Am überwiegend gelungenen Satzbau und den wenigen Schreibfehlern kann man erkennen, das die Integration nach Deutschland relativ gut funktioniert hat, wenngleich die Herkunft noch durchschimmert.

Am 23. Mai 2019 bekam ich von Herrn Koslow die Bestätigung der Zimmerreservierung.

Herr Koslow hatte in der Jugendherberge Hohe Fahrt am Edersee 320 Teilnehmer angemeldet und eine Anzahlung in Höhe von 1733 Euro geleistet.

Hier ein Foto des Vertragsangebotes der Jugendherberge:

Am 8. Juni bekam ich eine Email:

Hallo Konstantin,

was sagst du dazu https://www.wlz-online.de/waldeck/voehl/rechte-esoteriker-anastasia-bewegung-darf-nicht-edersee-tagen-12355956.html?
Ich habe mich angemeldet und […] gezahlt. Weißt du was nun wird? Ich habe die Anastasia-Bücher ja nicht gelesen. Sind die wirklich so antisemitisch? Die Behauptung der von Juden kontrollierten Geldflüsse habe ich auch anderswo schon gehört und finde sie sehr gewagt. Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas in den Büchern steht.

Liebe Grüße, xxx

Der verlinkte Zeitungsartikel ist datiert auf den 6.6.2019, EXAKT am gleichen Datum, an dem die Jugendherberge Herrn Koslow einen Brief schrieb über die „Unwirksamkeit des Belegungsvertrages“. Wie soll man das verstehen? Woher hatte die Zeitung, bzw. die Journalistin Julia Janzen, diese Information zu diesem Zeitpunkt? Wurde der Artikel nach einer Presseerklärung der JH verfasst und wieso geht er dann auf noch weit mehr ein? Wurde das abgesprochen? Ist das eine Verschwörung?

In dem Schreiben der Jugendherberge steht eine Frist für eine Gegendarstellung:

Sofern wir bis zum 15.06.2019 nichts Gegenteiliges von Ihnen hören, gehen wir deshalb davon aus, dass Einigkeit mit Ihnen darüber besteht, dass der DJH Landesverband Hessen e,V, als Rechtsträger der Jugendherberge Hohe Fahrt nicht zur Erfüllung des Belegungsvertrags verpflichtet ist.

So wie ich diesen Satz verstehe, gab die Jugendherberge eine Frist zur Klärung und Einigung in der Sache. Eine Presseerklärung, das das Treffen nicht stattfinden würde, wäre also erst NACH dem 15.6., also frühestens am 16.6. passend gewesen. Außer, die Jugendherberge hatte schon entschieden, das die Veranstaltung unter keinen Umständen stattfinden wird – dann war die Angabe einer Frist zur Klärung der Sache eine Farce.

Ich schrieb Herrn Koslow an, was denn los sei. Erst am 10. Juni bekam ich Antwort, weil er vorher unterwegs war.

Zuerst gehe ich auf den verlinkten Zeitungsartikel ein:

Anastasia-Bewegung versteckte sich bei Buchung hinter Privatperson

Wer es noch nicht gemacht hat sollte sich mal mit dem Thema „Framing“ beschäftigen. Heutiger Gesinnungs-Journalismus beschäftigt sich gerne dieser Praktik anstatt seriös und neutral von etwas zu berichten: Man setzt etwas in einen „Rahmen“ und lenkt damit die Emotionen und Wertungen der Leser.

Der Begriff „Anastasia-Bewegung“ wurde meines Wissens nach durch Journalisten erst erfunden. Es gibt meines Wissens nach keine juristische Person diesen Namens, die eine Veranstaltung hätte buchen können. Wenn man unter dem Begriff „Anastasia-Bewegung“ die Leser der Anastasia-Bücher meint, dann hat man es mit Millionen an Menschen auf der gesamten Erde zu tun. Allein im deutschsprachigen Raum rechne ich mit über 100.000 Lesern.

Wenn man den Text der email vom 27.3 beachtet (siehe oben):

Wir möchten andere Format auch anbieten, damit wir Festival interessant nicht nur für uns  (Anastasia Leser) machen, sondern auch für die Leute wer hat noch nicht über Anastasia gehört.

Dann ist klar, daß nur ein Teil der Teilnehmer aus Anastasia-Lesern bestehen sollte (vielleicht 200?), was die email vom 8. Juni bestätigt, die mir von einer Frau gesendet wurde, die sich angemeldet hatte und die Bücher noch nicht gelesen hatte.

200 Menschen von 100.000 Lesern sind jedoch gerade mal 0,2 Prozent! Es ging bei der Veranstaltung nie darum, daß sich die „Anastasia-Bewegung“ hätte treffen wollen.

Nächster Satz:

Geplantes Forum rechter Esoteriker am Edersee gestoppt

In diesem Satz sind zwei Begriffe falsch: „rechter“ und „Esoteriker“.
Unter Esoterik wird Wissen verstanden, das nur einem eingeweihten und begrenzten Kreis an Menschen zugänglich ist. Die Anastasia-Bücher sind jedoch öffentlich verfügbar und dies noch in sehr vielen Sprachen. Es handelt sich somit in keiner Weise um Esoterik. Das Adjektiv „rechter“ ist auch grundlegend falsch.

Ich wiederhole einen Auszug aus der Anmeldebestätigung, die ich am 22. Mai erhalten hatte:

Wir möchten alle Teilnehmer ausdrücklich darauf hinweisen bzw. daran erinnern, dass in Anastasias Ideen nicht zwischen Herkunft, Rassen- und Religionsangehörigkeit unterschieden wird. Jede Art von Propaganda in eine dieser Richtungen wird von der Veranstaltungsleitung unterbunden. Wir sind alle gleich, unabhängig von unserer Herkunft und Religion.

Nächster Absatz des Zeitungsartikels:

„Im Lichtstrahl von Anastasia Deutschland“ ist das Festival-Forum überschrieben, das Ende August am Edersee stattfinden sollte. Veranstalter ist der „Freundeskreis Anastasia“. Die Anastasia-Bewegung steht in der Kritik. Sie gilt als rassistische und antisemitische Gruppe.

Wieder falsch: Wie oben im Foto des Vertragsangebotes der Jugendherberge zu sehen lautet der Veranstalter:
„Festival Veranstaltung Andrej Koslow“

Und die sogenannte „Anastasia-Bewegung“ wurde als Begriff erst vom Journalismus erfunden in Kombination mit Kritik daran. Selbstverständlich ist der Vorwurf Rassismus und Antisemitismus grundlegend falsch, bösartig und verleumderisch. Man kann dies jedoch gut verstehen, wenn man weiß, daß Journalisten nicht belohnt werden für ehrliche und neutrale Berichte sondern insbesondere beim „Kampf gegen Rechts“. Und wenn der Feind erst erschaffen werden muss, um dann dagegen ankämpfen zu können…

Nächster Absatz:

Auch Oliver Koch kennt die Anastasia-Bewegung. Der Pfarrer ist Referent für Weltanschauungen der beiden Evangelischen Kirchen Kurhessen-Waldeck und Hessen-Nassau. Seit gut anderthalb Jahren verfolge er die Aktivitäten der Bewegung. Die Gruppe habe einen „hochesoterischen Hintergrund“, auch ein Anteil Verschwörungstheorie gehöre dazu.
[…]
Der Pfarrer hat selbst bereits einen der sogenannten Familienlandsitze besucht. In Nentershausen (Hersfeld-Rotenburg) sei er mit einem Kollegen bei einer öffentlichen Besichtigung dabei gewesen. Da sei durch Gespräche mit dem Esoteriker Konstantin Kirsch klar geworden: „Die Gruppe strebt eine tief greifende politische Veränderung an.“

Mehrfach falsch: Ich habe keinen Familienlandsitz und erst recht keinen auf dem ich öffentliche Besichtigungen anbieten würde. Was ich seit knapp 30 Jahren (weit länger als es die Anastasia-Bücher gibt!) aufgebaut habe ist ein Forschungs- und Experimentiergelände für Naturbauten und Permakultur. Und wenn ich einen Familienlandsitz hätte, würde ich nie im Leben darauf öffentliche Besichtigungen anbieten. Beides schließt sich aus. Ein Familienlandsitz nennt man auch einen „Raum der Liebe“. Das ist etwas privates, etwas sensibles, intimes. Man bietet doch auch keine „öffentlichen Besichtigungen“ durchs eigene Schlafzimmer an, oder machen Sie das, Herr Pfarrer?? Entlarvend ist übrigens das Wort „Besichtigung“. Das benutze ich nicht. Ich biete sogenannte „Führungen“. Wer nur besichtigen will, also nur etwas „sehen“ will, also nur mit den Augen gucken will, der wird von mir bezeichnet als Glotz-Tourist. Das sind Menschen, die nichts hören, nichts riechen, nichts schmecken, nichts fühlen wollen. Wer nur auf der Oberfläche sehen will (Be-Sichtigung) ist bei mir fehl am Platz. Mit reiner Oberflächlichkeit können wir die Natur weder verstehen noch mit ihr kooperieren.

Mich dann noch als „Esoteriker“ zu bezeichnen und das in Verbindung mit „öffentliche“ Besichtigung ist wieder völliger Blödsinn. Esoterik ist eben gerade die Nicht-Öffentlichkeit. Man kann mich bezeichnen als Waldgärtner, als Permakulturgestalter, als Buchautor, als Vortragsredner, als Kleinbauer, als Häuserpflanzer, als Projektentwickler, als Siedlungsplaner, als Imker, als Baumliebhaber, als Künstler, als Mensch mit Herz und Hirn, als Kreativling, als Blogger, wegen mir auch als Träumer, Phantasiemenschen oder als Weltverbesserungsexpertenberater, aber als „Esoteriker“?? Wie kommt man da drauf?

Gesichter kann ich mir recht gut merken, bei Namen fällt es mir nicht ganz so leicht. An dieses Gesicht kann ich mich jedoch nicht erinnern:
https://www.zentrum-oekumene.de/de/contact/oliver-koch/
Vielleicht war dieser Pfarrer gar nicht bei mir? Vielleicht gibt es hier in der selben Gemeinde einen Menschen mit gleichem Namen, der noch dazu einen Familienlandsitz hat und darauf öffentliche Besichtigungen anbietet? Mag sein, nur hätte ich davon vermutlich etwas mitbekommen.

Und der letzte Satz des Absatzes klingt dramatisch, sagt aber nicht viel und ist oben drein falsch:
„Die Gruppe strebt eine tief greifende politische Veränderung an.“

Falsch ist, daß ich ein Sprecher einer Gruppe sei. Ich erzähle bei meinen Gartenführungen von mir und meiner Sicht. Die 100.000 anderen Anastasia-Leser mögen alles mögliche anders sehen. Das nennt man dann Vielfalt oder Diversity.

Und eine „tief greifende politische Veränderung“ strebe ich durchaus an: Ich will ein Ende der globalen Zerstörung der Lebensgrundlagen und setze mich ein für eine Überlebenschance der Menschheit.

Sollte dieser Pfarrer und diese Journalistin eine gegenteilige Absicht tragen, dann sind sie wohl Apokalyptiker, also Menschen, die sich nach dem Untergang der Welt sehnen.

Nächster Absatz:

Einmieten wollte sich das Anastasia-Festival-Forum in der Jugendherberge Hohe Fahrt am Edersee – „unter falschem Namen“, wie Knut Stolle sagt, Pressesprecher des Landesverbands der Jugendherbergen. Eine Privatperson aus dem Landkreis nahm laut WLZ-Recherchen die Buchung vor.

Wieder der gleiche Fehler: Unter dem „richtigen Namen“ kann sich eine juristisch nicht vorhandene „Anastasia-Bewegung“ gar nicht einmieten, weil es dies als juristische Person gar nicht gibt! Es muss daher eine Privatperson die Buchung vornehmen. Wer denn sonst???

Nächster Absatz:

Anfangs habe man nicht gewusst, wer sich hinter der Buchung verberge. Als klar war, um wen es sich handelt, habe man sich mit anwaltlicher Unterstützung an die Gruppe gewandt „und die Unwirksamkeit des Vertrags festgestellt beziehungsweise den Belegungsvertrag hilfsweise gekündigt“.

Falsch: Von Anfang an war klar wer hinter der Buchung steht: „Festival Veranstaltung Andrej Koslow“
Falsch: Die Jugendherberge hat sich nicht „an die Gruppe“ gewandt sondern logischerweise an den Veranstalter.

Nächster Absatz:

„Jugendherbergen sind kein Ort für Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung. Wir sind annehmend, nicht ablehnend. Wer diese, unsere grundlegenden Werte missachtet, ist bei uns nicht willkommen,“ betont Timo Neumann, Vorsitzender der hessischen Jugendherbergen.

Eben WEIL Jugendherbergen kein Ort für Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung sind wäre dort ein Treffen von Anastasia-Lesern passend gewesen.

Ich wiederhole einen Auszug aus der Anmeldebestätigung, die ich am 22. Mai erhalten hatte:

Wir möchten alle Teilnehmer ausdrücklich darauf hinweisen bzw. daran erinnern, dass in Anastasias Ideen nicht zwischen Herkunft, Rassen- und Religionsangehörigkeit unterschieden wird. Jede Art von Propaganda in eine dieser Richtungen wird von der Veranstaltungsleitung unterbunden. Wir sind alle gleich, unabhängig von unserer Herkunft und Religion.

Selbstverständlich achtet der Veranstalter Andrej Koslow die genannten Werte der Jugendherberge.

Völlig grotesk hingegen ist die Formulierung von Timo Neumann: „Jugendherbergen sind kein Ort für […] Diskriminierung und Ausgrenzung. Wir sind annehmend und nicht ablehnend“ in Zusammenhang mit einer diskriminierenden Kündigung, also einer Ausgrenzung, einer Ablehnung, ist schon ein Kunststück an geistiger Leistung, das hat Seltensheitswert.

Es zeigt das altbekannte verhaltenspsychologische Dilemma, daß derjenige, der etwas bekämpft, leicht selbst zu dem wird, was er vorhatte zu bekämpfen.

Nächster Absatz:

Immer mal wieder gebe es Versuche von Gruppen, die diese Werte nicht teilen, sich einzumieten. Oftmals werde auch versucht, Räume privat zu mieten. „Dank einer aufmerksamen Netz-Community kam dieser Schwindel jetzt heraus“

Doppelt-Falsch: Der Veranstalter teilt die Werte der Jugendherberge und es war kein Schwindel.

Nächster Absatz:

Um ein Zeichen gegen Rassisten zu setzen, werde man im Herbst ein Seminar zum Thema Rechtsextremismus in der Hohen Fahrt anbieten. Trotz mehrfacher Anfrage hat sich die Bewegung zu der Kritik und den Vorwürfen nicht geäußert.

Da wird jetzt einiges zusammengepackt was getrennt betrachtet gehört: Ein Seminar gegen Rechtsextremismus anzubieten ist begrüßenswert, nur gibt es Rassismus nicht nur von rechtsextremer Seite sondern auch von linksextremer Seite.

Wen meint die Journalistin Julia Janzen mit „die Bewegung“? Meint sie damit die weiter oben in ihrem Artikel bezeichnete „Anastasia-Bewegung“? Nun, ich wiederhole: Diese Bewegung gibt es im juristischen Sinne nicht. An diese angebliche Bewegung kann man keine Anfragen richten und diese kann sich nicht äußern. An welche Adresse sollte man sich den wenden? So wie ich selbst kein Sprecher dieser angeblichen Bewegung bin, kenne ich keinen anderen, der für alle Leser der Anastasia-Bücher sprechen kann.

Wie oben geschrieben trägt der Zeitungsartikel das GLEICHE Datum wie das Kündigungsschreiben an den Veranstalter. Dieser hat jedoch erst mehrere Tage später das Schreiben erhalten und kann sich logischerweise NICHT VOR Erhalt des Schreibens geäußert haben! Es gab auch keine „mehrfache Anfrage“. Die Journalistin Julia Janzen lügt also.

Weiter will ich dieses Lügen- und Diffamierungsschreiben von Julia Janzen nicht zerpflücken. Es ist eigentlich schon viel zu viel Aufmerksamkeit, die ich dieser unseriösen Falsch-Schreiberin gegönnt habe.

Interessant ist als nächstes das Kündigungsschreiben der Jugendherberge vom 6.6.2019:

 

Ein Textauszug aus Seite 1:

[…] gebucht haben, offensichtlich für, oder zumindest im Auftrag der Anastasia-Bewegung handelt. Das ergibt sich aus diversen Veröffentlichungen im Zusammenhang mit dem Seminar, auf das sich die hier gegenständliche Belegungsbuchung bezieht.

Nun, wie oben mehrfach ausgeführt gibt es die „Anastasia-Bewegung“ nicht in dem Sinne, daß dies eine juristische Person sei. Es ist also nicht möglich, daß Herr Koslow für oder im Auftrag dieser sogenannten Bewegung etwas gebucht hat. Der Begriff „Anastasia-Bewegung“ ist erst durch Journalisten erfunden worden um die Leser der Anastasia-Bücher zu diskreditieren.

Die Anastasia-Bewegung hat laut Wikipedia zumindest den Ruf „von deutschen Verfassungsschützern ebenso wie von Sektenbeauftragten, Wissenschaftlern und Kirchenvertretern aufgrund der rechtsesoterischen, verschwörungsideologischen, antisemitischen Inhalte sowie der rechtsextremen, nationalistisch-völkischen Blut-und-Boden-Ideologie kritisiert“ zu werden und „Verbindungen zum organisierten Rechtsextremismus und zu Reichsbürgern“ zu haben.

In Wikipedia steht sehr viel sachliches und neutrales solange es sich um Pflanzen, Tiere, Technik handelt. Sobald es aber um politische Themen geht ist Wikipedia keineswegs als neutral und sachlich einzustufen. Über diese dunklen Seiten der Gutmenschen-Enzyklopädie wurden schon mehrere Bücher geschrieben:

Die Akte Wikipedia, Michael Brückner

Schwarzbuch Wikipedia, Andreas Mäckler

Die investigativen Journalisten Markus Fiedler und Dirk Pohlmann haben vor einiger Zeit den Schreiber mit dem Wikipedia-Pseudonym „Feliks“ enttarnen können. Es verbarg sich ein Ingolstädter Rechtspfleger, bzw. Jörg Egerer aus München. So zu lesen hier:

https://www.heise.de/tp/features/Wikipedia-an-der-Propagandafront-gegen-Historiker-4167075.html?seite=all
https://vera-lengsfeld.de/2019/03/06/sensationell-die-enttarnung-eines-wikipedia-denunzianten/

Es ist also alles andere als seriös und korrekt einen Wikipedia-Verleumdungsartikel zu nennen als Aussage über einen Ruf einer „Bewegung“.

Ich wiederhole nun den Punkt 10 des §52 der Abgabenordnung:
10. die Förderung der Hilfe für politisch, rassisch oder religiös Verfolgte, für Flüchtlinge, Vertriebene, Aussiedler, Spätaussiedler, Kriegsopfer, Kriegshinterbliebene, Kriegsbeschädigte und Kriegsgefangene, Zivilbeschädigte und Behinderte sowie Hilfe für Opfer von Straftaten; Förderung des Andenkens an Verfolgte, Kriegs- und Katastrophenopfer; Förderung des Suchdienstes für Vermisste;

Mittlerweile ist mein Eindruck, daß alle Anastasia-Leser, zusammengefasst als die sogenannte „Anastasia-Bewegung“, als politisch oder religiös Verfolgte zu gelten haben. Damit wäre eine Hilfe für diese Menschen anerkannte Gemeinnützigkeit.

Zum Vorwurf, die Anastasia-Bücher hätten antisemitischen Inhalt:
Diese Verleumdung wurde diesen Büchern schon von mehreren Schreibern angedichtet ohne das sich der Inhalt der Bücher ihrem bösartigen Wunsch angepasst hätte. Die Bücher haben selbstverständlich keinen antisemitischen Inhalt!

Schon mehrfach habe ich hier im Blog darüber geschrieben, beispielsweise hier:
http://www.konstantin-kirsch.de/2018/11/anastasia-buecher-und-juden.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2019/10/sind-die-anastasia-buecher-ein-spiritueller-spiegel.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2019/12/anastasia-brief-aus-israel.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2020/01/dialog-zu-kritik-gegenueber-den-anastasia-buechern.html

dazu ein Zitat aus Band 7 Seite 103:

„Während ich mich mit meinen Worten an Juden und Christen wende, hoffe ich auf Verständnis wenigstens einiger Anhänger dieser beiden sich gegenseitig ausschließenden Ideologien. Es ist mir bewusst, dass bei weitem nicht alle Mitglieder dieser beiden Konfessionen den Grund verstehen können, warum ich sogar gezwungen bin, dieses Thema anzusprechen. Kaum hatte ich mich zum Thema der Beziehung zwischen den Juden und den Christen in meinem letzten Buch geäußert, schon fühlten sich viele Leser gekränkt. Eigentlich verfolgen alle Aussagen von Anastasia doch nur ein Ziel, den Grund der Konflikte zwischen den Völkern ans Licht zu bringen. Das sind Konflikte, die seit fünftausend Jahren bestehen. Mein gesunder Menschenverstand warnte mich davor, dieses Thema in meinem letzten Buch zu berühren. Warum sollte ich einen Teil meiner Leser reizen und gegen mich stimmen? Dennoch habe ich kein Recht, die mir zur Verfügung stehende Information zu verheimlichen, egal wie unangenehm sie für jemanden scheinen mag. Übergriffe auf Juden finden seit Jahrtausenden statt, und ich bin in meinen Berichten immer bemüht, ausschließlich historische Fakten ohne eine subjektive Bewertung zu verwenden. Ich verfolge dabei nur ein Ziel- die Vermeidung des nächsten, in verschiedenen Ländern gleichzeitig geplanten großflächigen Übergriffs auf die Juden. Der nächste Pogrom kann wesentlich größere Ausmaße annehmen als der letzte Übergriff auf die Juden durch das nationalsozialistische Deutschland. Doch der nächste Angriff ist vorprogrammiert. Es gibt nur eine Rettung – ein ausreichendes Maß an Verständnis der Ursachen von früheren Pogromen und die rechtzeitige Einleitung von vorbeugenden  Maßnahmen.

Ich wiederhole das Zitat aus der Satzung des Deutschen Jugendherbergswerkes:

Erholungsaufenthalte, Ferien- und Bildungsreisen für junge Menschen und Familien, damit sie das eigene Land und fremde Länder und Völker kennen lernen und lernen, auf Menschen fremder Landschaften und Kulturen Rücksicht zu nehmen und sie zu verstehen.

Damit ist doch offensichtlich, daß sich die Jugendherbergen den gleichen Geist der Völkerverständigung auf die Fahnen, bzw. in die Satzung geschrieben haben, wie es in den Anastasia-Büchern geschrieben steht!

Ich mag noch eine Anmerkung zum Thema Antisemitismus und Rassismus geben: Es mag durchaus sein, daß bei 100.000 Lesern einzelne Menschen mit antisemitischen oder rassistischen Gedanken und Wertemustern dabei sind. Dies ist für mich jedoch irrelevant weil es dies überall in der Gesellschaft geben kann. Wenn man unterschiedlichste Menschen ansprechen und erreichen will um diese zu einem gemeinsamen Frieden anzuregen, ist es geradezu notwendig Toleranz und Verständnis zu zeigen für andere und auch extreme Ansichten des Lebens. Um was es beim Vorwurf Antisemitismus und Rassismus wirklich gehen sollte, ist die Frage, ob DURCH das Lesen der Anastasia-Bücher Menschen antisemitisch oder rassistisch geworden sind, die es VORHER nicht waren! Wenn die Bücher attraktiv sind für Antisemiten und Rassisten und diese durch das Lesen ihre bisherigen extremen Ansichten hinterfragen und abmildern, dann sind diese Bücher als heilsame Therapie zu bezeichnen. Ich habe auf jeden Fall bei keinen einzigen Leser der Anastasia-Bücher wahrgenommen (und ich habe hunderte kennengelernt), das durch die Lektüre eine antisemitische oder rassistische Einstellung entstand oder, sofern schon vorhanden, verstärkt wurde.

Weiter geht es mit einem Auszug des Kündigungs-Briefes der Jugendherberge:

Dieser Ruf der Anastasia-Bewegung steht im krassen Widerspruch zum satzungsgemäßen Vereinszweck des DJH Landesverbands Hessen e.V. (nachfolgend „DJH Hessen“), denn gem. Ziffer 2 der Satzung des DJH Hessen wird u.a. .,die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten und des Völkerverständigungsgedankens“ als Vereinszweck angestrebt.

Nun, der von den Journalisten erfundene „Ruf“ zu der von den Journalisten erfundenen Begrifflichkeit der „Anastasia-Bewegung“ mag im krassen Widerspruch zum Vereinszweck des DJH stehen, vor allem aber steht der Ruf der sogenannten „Anastasia-Bewegung“ im krassen Widerspruch zum Inhalt der Anastasia-Bücher!!

Und dann wird das Verhalten der Jugendherberge ganz krass: Sie SELBST haben gekündigt (weil sie auf Verleumdung hereingefallen sind) und berechnen dann Stornokosten! Wenn das nicht sittenwidrig ist…

Die JH stellt 6550 Euro in Rechnung und zieht gleich mal die Vorrauszahlung in Höhe von 1733,- Euro ab, anstatt diese zurück zu erstatten.

Interessanterweise ist diese Rechnung auch auf den 6.6.2019 datiert, also VOR Ablauf der Verständigungsfrist (15.6.2019):

Herr Koslow hat innerhalb der Frist (15.6.) geantwortet und zwar wie folgt:

Gesendet: Donnerstag, 13. Juni 2019 um 09:29 Uhr
Von: anastasiafestival-germany@web.de
An: timo.neumann@jugendherberge.de
Betreff: Ihre Absage Festival Edersee 30.08.-01.09.2019

Festival Veranstaltung. Andrej Koslow. Hauptstzraße 37. 34477 Twistetal-Twiste

Timo Neumann
Vorstand Vorsitzende
DJH Landesverband Hessen e.V.
Berner Straße 119
60437 Frankfurt a.M.

Sehr geehrter Herr Neumann,

Wir haben Ihre Schreiben von 06.06.2019 erhalten. Wir waren schockiert mit welche Härte   und Entschlossenheit Sie unsere Veranstaltung in Räumen der JHB Höhe Fahrt am Edersee am 30.08.-01.09.2019 storniert haben. Die Information über Anastasia Bewegung, die seit 1995 begonnen hat, die sich weltweit ausbreitet und auf 20 Sprachen übersetzt ist, haben Sie aus Wikipedia entnommen. Wir verstehen, das Sie sehr wahrscheinlich, aufgrund Ihre Tätigkeit, wenig Zeit haben, sich selbst mit dem Fenomen der Anastasia zu beschäftigen. Wir sind alle Erwachsene Menschen, viele von uns sind Eltern und Großeltern und der Schicksal unseren Kindern und nachkommenden Generationen ist uns nicht egal! Wir verstehen, das der Weg unsere technische „Entwicklung“ zum Ende unsere Zivilisation führt. Es bleibt uns nicht mehr viel Zeit, wenn wir, alle zusammen, nicht jetzt vernümftig handeln werden. Davon sind wir überzeugt. Die Methode des Verbittens, ohne zu verstehen, ist einfacher als sich damit zu beschäftigen. Wir sind keine Sektanten! Wir sind keine Antisemisten! Wir sind keine Nationalisten! Der Nationalitet und Religion spielen bei uns überhaupt keine Rolle! Wir wollen, das wir alle gemeinsam gute Zukunft haben! Wir wollen, das unsere Erde wieder schön wird, das der Lüft und Wasser nicht mehr giftig sind.
Aus irgendwelchen Gründen, werden unsere Idee völlig falsch interpretiert, die Hartnägigkeit des Nichtverstehen bringt uns auf die Gedanke, das Jemand daran interresiert ist, das das so weiter geht, bis uns nicht mehr gibt. Das unsere Kinder kein Morgen mehr haben werden! Wir alle glauben an Gott, nennen Ihn mit verschiedenen Namen, manche einfach“Vater“. Wir haben alle frei Wille, tragen aber die Verantwortung für was wir entscheiden.
Seien Sie, Herr Neumann, nicht so schnell mit Ihren Entscheidungen. Es kann sein das Sie aus Unwissenheit gegen Ihren Kindern und Ihren Enkeln entscheiden.
Ich bin kein Deutscher, ich bin Russer aus Sibirien. Seit 29 Jahren lebe ich glücklich mit meine Familie in wunderschönen Land – Deutschland, den ich auch liebe.
Ich wünschen Ihnen und uns Allen eine gute, gemeinsame Zukunft!

Mit herzliche Grüße
Andrej Koslow

Nach diesem Schreiben hat Herr Koslow nichts von Herrn Neumann erfahren (Stand 5. Juli 2020).

Stattdessen bekam Herr Koslow am 3. Juli 2020 eine Mahnung:

Wie diese Geschichte nun weiter geht kann ich nicht einschätzen. Sofern Herr Neumann Rückgrat und Format besitzt sollte er sich meines Erachtens mit dem zitierten „Ruf“ und den Anastasia-Büchern einmal intensiv beschäftigen und dann nicht nur die Rechnung in Höhe von 6550 Euro stornieren, die Vorkasse in Höhe von 1733,- Euro zurückzahlen (plus Zins) sondern auch in deutlichen Worten um Entschuldigung bitten.

Sofern dies nicht geschieht, werte ich sein Verhalten und damit das Verhalten des DJH als Verstoß gegen internationale Gesinnung, gegen Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und gegen den Völkerverständigungsgedanken und damit gegen die Gemeinnütztigkeit.

Sollte die Jugendherberge jedoch mit der Geldforderung gegen Herrn Koslow vor Gericht gehen, dann wird meiner Einschätzung nach auch die Frage der Gemeinnützigkeit des DJH ein Thema der Verhandlung werden.

Wie üblich, wenn vor Gericht schmutzige Wäsche gewaschen wird, wird das nicht nur in eine äußerst kostspielige Gutachterschlacht ausarten, teuer allein deshalb, weil unbefangene Gutachter, und nicht selbsternannte Sektenbeauftragte von Glaubensgemeinschaften, vom Gericht erst einmal gefunden werden müssen. Danach müssen diese Gutachter sämtliche zehn Anastasia-Bände aufmerksam lesen, um sich mit dem Rassismus- und Antisemitismus-Vorwurf auseinanderzusetzen. Bei üblichen Stundenhonoraren für Hochschullehrer hat der Kläger, in diesem Falle das Deutsche Jugendherbergswerk, einen erklecklichen Vorschuss zu zahlen. Da exorbitante Ausgaben für zweckwidrige Leistungen (vgl. Maserati der Obdachlosenhilfe in Berlin) einer der Hauptgründe für den Entzug der Gemeinnützigkeit sind, und dann rückwirkend auf die Umsätze der Jugendherbergen Umsatzsteuer und Körperschaftssteuer zu entrichten sind, wird das nachgerade existenzgefährdend. Da dann die weitere Frage im Raum steht, ob ein solches Verhalten der Vorstände nicht strafbare Untreue darstellt, könnte als weiteres ‚Schmankerl‘ dann dem Vorstand (und evtl. weiteren sog. ‚Erfüllungsgehilfen‘) auch noch ein kostenloser Aufenthalt in einer vergitterten staatlichen Jugendherberge drohen.

Damit wird es aber dann wohl kaum sein Bewenden haben: Natürlich wird sich ein zu Unrecht verfolgter Beklagter dann seinerseits wehren müssen. Das hieße, die Liste ist lang, z.B., dass sämtliche bisher durchgeführten Veranstaltungen in dieser und anderen Jugendherbergen daraufhin durchleuchtet werden müssten, ob sie nicht etwa von Veranstaltern ausgingen oder teilnehmende Personenkreise umfassten, die tatsächlich DJH-satzungswidrige oder allgemein verfassungswidrige Ziele verfolgt haben, gar staatsfeindliche Propaganda auf Anwesen der DJH äußerten. Wer sich die tatsächliche Nutzung anschaut, kommt jedenfalls auf entsprechende Ansatzpunkte für weitere Ermittlungen. Da wäre die stillschweigende Rückzahlung der Anzahlung und von etwas Schadenersatz für den Aufwand des zu Unrecht abgemahnten Veranstalters allemal billiger. Aber diese Bewertung ist natürlich Sache des vom Kläger angerufenen Gerichts.

Das Gericht muss daher zur Aufklärung Zeugen laden, etwa Veranstalter und Teilnehmer der letzten Jahre, und sie in öffentlicher Verhandlung zu ihren politischen Ansichten befragen, sie mit anderwärts ermittelbaren verfänglichen Aussagen konfrontieren (etwa durch Zeugenaussagen von Verfassungsschützern im Gerichtssaal) usw. Natürlich freut das Teilnehmer an z.B. einer Jugendwoche, wenn sie plötzlich unter Meidung von Ordnungsgeld oder Erzwingungshaft in einem Verfahren aussagen sollen, das sie bei Meidung der Strafen für Meineid zwingt, ihre Ansichten offenzulegen, bloss, weil eine Herberge meint, eine Veranstaltung, die NICHT stattfand, sei gefährlicher, als eine, die stattfand, im Vertrauen darauf, dass über ihre oft rechtlich fragwürdigen Inhalte nie etwas nach aussen dränge.

Tja, und natürlich bucht man dann beim nächsten Mal lieber bei einer Unterkunft, bei der man sich sicher sein kann, nicht vor Gericht aussagen zu müssen, bloss, weil der Beherbergungsbetrieb, statt einfach politisch neutral zu bleiben, einseitig einer Art Verfolgungswahn frönt. Es wird spannend, aber vielleicht lässt sich dadurch ja die Frage klären, wo denn eigentlich diese politisch verfänglichen Inhalte in den Anastasia-Büchern stehen sollen, die sogar ins Hebräische übersetzt wurden und in Israel gelesen werden.

*********

In eigener Sache:

Ich, Konstantin Kirsch, stehe in keinerlei wirtschaftlichem Verhältnis zum Organisator der Veranstaltung, Andrej Koslow. Die seinerzeit gezahlten 80 Euro (für Verpflegung und Übernachtung bei der Veranstaltung) habe ich zurückerhalten. Es ist nichts zwischen uns offen. Ich schreibe nicht in seinem oder eines anderen Auftrag. Ich bekomme für diesen Blogbeitrag keine Bezahlung oder sonstigen Vergünstigungen.

Über viele Jahre lang habe ich den Anastasia-Index geschrieben, ein Nachschlagewerk für die gesamte Anastasia-Buchreihe.
Über viele Monate lang habe ich alle Bücher praktisch auswendig gelernt um im TV-Studio Rede und Antwort zu stehen bei einem Sendeformat, bei dem nicht geschnitten wurde. Dabei kam die Filmreihe „Phänomen Anastasia“ mit über zehn Stunden Sendezeit heraus:
https://www.waldgartendorf.de/anastasia/

Mein Motiv für diesen Blogbeitrag ist einerseits die persönliche Betroffenheit:
– durch Nennung meines Namens innerhalb des verleumderischen Zeitungsartikels (siehe oben),
– sowie durch Hetz- und Lügengeschichten durch diverse Medien (BR, ARD, taz und andere)

und andererseits widert es mich an zu erleben, wie heutzutage, gerade mal mit nur 85 Jahren Abstand, die Geschichte sich zu wiederholen scheint: Wieder werden unschuldige Menschen diffamiert, denunziert, angeprangert und ausgegrenzt; massiv wird versucht Feindbilder aufzubauen, Existenzen zu vernichten, die Bevölkerung zu spalten. Im konkreten Fall kommt noch hinzu, das zusätzlich eine reale Perspektive für das Überleben der Menschheit bekämpft wird.

*****

Update 1 vom  09.07.2020

Gestern abend kam ein Kommentar vom Leser Kim-Pau Lee, der mich veranlasst ein Update zu schreiben:
http://www.konstantin-kirsch.de/2020/07/will-das-deutsche-jugendherbergswerk-seine-gemeinnuetzigkeit-verlieren.html/comment-page-1#comment-97633

Der Leser behauptet im Kommentar: “ Heute sollte niemand mehr einer rotbunten DPWV-Organisation auch nur einen Cent schenken, ist meine Meinung.“ und verlinkt dann auf den Wikipedia Eintrag zum Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Gut dachte ich, gehe ich dem Hinweis mal nach. Tatsächlich findet sich auf dem Wikipedia-Eintrag unter den Mitgliedsorganisationen ein Eintrag: „Deutsches Jugendherbergswerk“, jedoch ohne Verweis auf einen Beleg dieser Behauptung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Parit%C3%A4tischer_Wohlfahrtsverband#Organisationen

Daß ich zu Wikipedia kritisch eingestellt bin habe ich oben schon geschrieben. Also suchte ich nach Belegen und wurde schnell fündig auf der Seite des Landesverbandes Hessen:
https://www.paritaet-hessen.org/ueber-uns/unsere-mitglieder.html
Dort Suche nach „Jugendherbergswerk“ führt zum Eintrag: „Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Hessen e.V.“ mit Link auf diese Seite: https://hessen.jugendherberge.de/

Also ist zumindest die Verknüpfung für das Land Hessen belegt, in dem die Jugendherberge Hohe Fahrt am Edersee auch liegt.

In dem Wikipedia Eintrag findet sich ein interessanter Absatz „Kritik“:
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Parit%C3%A4tischer_Wohlfahrtsverband#Kritik
Ich zitiere aus dem Eintrag:

Rainer Hank schrieb in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband verstehe sich als Lobbyorganisation der Partei Die Linke. Dieses Rollenverständnis habe sich bereits vor dem Parteieintritt des Hauptgeschäftsführers Ulrich Schneider 2016 abgezeichnet – so vertrete dieser in seinen Äußerungen schon seit langem konsequent die Linie der Partei. […] Ulrich Schneider wies die Kritik in einem offenen Brief an den FAZ-Redakteur zurück. Darin betonte er, dass der Paritätische keineswegs ausschließlich an der Seite der Linken stehe. […] Er habe eine ganz ähnliche Rede bereits vor einem Jahr auf dem Landesparteitag der nordrhein-westfälischen Grünen gehalten, ohne dass es zu entsprechenden Reaktionen gekommen wäre. Scharf wies er die Behauptung zurück, der Paritätische sei eine „Lobbyorganisation der Linken“ und er verstehe sich „als sozialpolitische Kampftruppe der Partei von Sahra Wagenknecht, Gregor Gysi, Bernd Riexinger und Katja Kipping“.

Nun, die Grünen stehen ja auch mittlerweile nicht mehr für Natur und Umwelt sondern für „stramm links“. Gleichwohl ist so ein Eintrag für mich erst Mal nur ein Indiz und ich suche weiter. Hier der Artikel der Frankfurter Zeitung:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/kommentar-von-wegen-paritaetische-wohlfahrt-14282077.html

Ich zitiere aus dem Artikel vom Juni 2016:

Man muss Ulrich Schneider dankbar sein. Der Mann – Markenzeichen: lange, breite Koteletten – ist seit siebzehn Jahren erfolgreicher Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Vor kurzem ist er aus großer Überzeugung in die Linkspartei eingetreten. Beim Parteitag der Linken in Magdeburg hat Schneider daraus einen kämpferischen Auftritt gemacht. Weil seine neue Partei stets ohne zu wackeln für Umverteilung und eine Politik des „gerechten Ausgleichs“ kämpfe, habe sie den Paritätischen Wohlfahrtsverband an ihrer Seite.

Damit ist es endlich offiziell und braucht nicht mehr als polemische Unterstellung anderer diskreditiert zu werden: Der Paritätische Wohlfahrtsverband versteht sich als sozialpolitische Kampftruppe der Partei von Sahra Wagenknecht, Gregor Gysi, Bernd Riexinger und Katja Kipping. Daran ist nichts anstößig, man muss es nur wissen.

[…]

Politiker lügen häufig, das ist nicht wirklich überraschend. Dass Ulrich Schneider es mit der statistischen Wahrheit nicht sehr genau nimmt, wird erst dadurch zum Ärgernis, dass der Mann sich als Agent des Gemeinwohls verkleidet und hinter dem arglos positiv klingenden Label „paritätischer Wohlfahrtspflege“ versteckt. Und dass Schneiders Verband das großzügige Privileg der Gemeinnützigkeit in Anspruch nimmt und sich ausschließlich aus Beiträgen der Sozialkassen, öffentlichen Mitteln und Spenden (zum Beispiel den guten alten Wohlfahrtsbriefmarken) finanziert. Kader von Parteiorganisationen sollten sich in einer Demokratie eigentlich besser über Mitgliedsbeiträge finanzieren.

Die Verknüpfung der Jugendherbergen mit der Partei „Die Linke“ war mir neu und lässt in mir sofort die Alarmglocken läuten!!
Wie war das noch mit dem Thema Kindesmißbrauch / Pädophilie / Sex mit Minderjährigen???
Da gibt es einiges an Geschichte im links-grün-liberalen Bereich:

https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4dophilie-Debatte_(B%C3%BCndnis_90/Die_Gr%C3%BCnen)
https://www.cicero.de/kultur/paedophilie-im-linken-milieu/55694
https://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-paedophile-fratze/8533746-3.html
https://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/tid-17540/paedophilen-lobby-propaganda-ohne-strafe_aid_489091.html

Wer nun meint ich wolle die Linken als politische Gegner diffamieren liegt übrigens völlig daneben. Ich bin sicher, man kann nicht nur bei Linken und Grünen Pädophile finden. Man kann sie aber bei Linken und Grünen finden. Ob das nun repräsentativ ist oder nicht ist mich auch wieder unerheblich. Mir geht es um das Thema doppelte Maßstäbe. Oder in anderen Worten:

Es mag sein, daß es in den Leserkreisen der Anastasia-Bücher auch vereinzelt Menschen gibt, die „rechts“ oder „antisemitisch“ oder „rassistisch“ sind (bei 100.000 Lesern wird es alle möglichen Menschen geben), ich gehe jedoch davon aus, das der Prozentsatz jener verschwindet gering ist im Vergleich zum Anteil Pädophiler bei Linken und Grünen. Insofern wäre es womöglich interessant zu prüfen ob gerade Links-verknüpfte-Jugendherbergen komplett frei von Pädophilie waren und sind oder gar eine Brutstätte dessen sind.

*****

Update 2 vom 09.07.2020

Bei weiterer Internetsuche zum Thema fand ich eine Broschüre mit erschütterndem Inhalt:
„DIE VERBORGENEN WURZELN DER ‚MODERNEN‘ SEXUALAUFKLÄRUNG“

Diese Datei ist von der Webseite „besorgte-eltern“ (die ich bis dato nicht kannte):
https://www.besorgte-eltern.net/pdf/broschure/broschure_wurzeln/BE_Verborgene-Wurzeln_A5_v02.pdf

Darin geht es um das Thema Frühsexualisierung, also das Thema Sexualität bei Kindern.

Wichtiger Hinweis vorab: Ich mache die Inhalte dieser Broschüre nicht zu meinen Ansichten, finde sie jedoch interessant als Information und Gedankenanregung. Alle Angaben der Broschüre sollten überprüft werden!

Zitat von Seite 7f. der Broschüre:

Das Buch „Sexualpädagogik der Vielfalt“ von Elisabeth Tuider hatte bereits den Missbrauchsbeauftragten der deutschen Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, veranlasst, in einem Interview vor übergriffigem Sexualkundeunterricht zu warnen. Ein Staatsanwalt schlägt Alarm:
In diesem Buch sind eindeutig Anweisungen enthalten, die Pädophilen als Ermunterung zum Missbrauch von Kindern dienen können. Er befasst sich seit 10 Jahren mit sexuellem Kindesmissbrauch und Internetpornographie und fand ähnliche Texte immer wieder auf Rechnern pädophiler Täter.

Deshalb sind folgende Fakten skandalös:
Das Buch „Sexualpädagogik der Vielfalt“ wird vom pro familia-Landesverband Niedersachsen empfohlen!

pro familia zeigt harte Aufklärungsfilme („Sex we can“) unter Ausschluss von Lehrern und Eltern im Schulunterricht

pro familia wird als gemeinnütziger Verein mit Mitteln des Bundes, der Länder und Kommunen öffentlich gefördert!

Wundert es noch, daß pro ‚pro familia‘ als Mitgliedsorganisation beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband gelistet steht?
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Parit%C3%A4tischer_Wohlfahrtsverband#Organisationen

Zitat von Seite 13 der Broschüre:

Die Wurzeln der Gender-Theorie gehen auf Gründer zurück, die in abartigsten sexuellen Praktiken verstrickt waren. Zur Zeugung menschlichen Lebens bzw. zum ungeborenen Leben im Mutterleib haben diese Gründer widernatürlichste und perverseste Überzeugungen veröffentlicht. Sie hatten offensichtlich ein Problem damit, die von der Natur vorgegebenen Ordnungen und unzweifelhaften Erkenntnisse der Biologie zu akzeptieren und empfanden diese Ordnungen als Diskriminierung.

Zitat von Seite 17 der Broschüre:

Letztlich verfolgt Gender das Ziel, die Entstehung des menschlichen Lebens zu verhindern durch Förderung der Homosexualität, Verhütung und Abtreibung. Wo dies nicht gelingt, wird die Familie als Keimzelle glücklicher Kinder gezielt zerstört. Damit diese Absichten der Öffentlichkeit verborgen bleiben, wurde die Gender-Ideologie über die Mainstreammedien in wunderbare Worte wie Gleichstellung, Gleichberechtigung, Familienrechte, reproduktive Gesundheit und Fairness verpackt. So wurde Gender zum trojanischen Pferd für eine weltweite Geburtenkontrolle! Die Gender-Ideologie ist aufgrund dieser 5 Thesen eindeutig gegen die Fortpflanzung des menschlichen Lebens gerichtet. Ob man nun diese Definition von Gender zutreffend findet oder nicht – eines bleibt dennoch Fakt: Diese 5 Thesen werden in den westlichen Ländern durch die Massenmedien propagiert und von Politik und Behörden konsequent umgesetzt. Insbesondere die Partei Die Grünen spielen eine Vorreiterrolle in der Umsetzung der Gender-Agenda. Die pädophile Vergangenheit dieser Partei zeigt, dass die Gender-Agenda auch vor der Pädophilie keinen Halt machen wird, denn bis zum heutigen Tag hat sich diese Partei noch nicht klar und eindeutig von der Pädophilie distanziert.

Zitat von Seite 18 der Broschüre:

Drei Beispiele zeigen, wie der Verein pro familia, der allein 77 % aller Schwangerschaftsabbrüche in eigenen Abtreibungszentren durchführt, Punkt zwei der Gender-Thesen konsequent umsetzt. Finanziert durch Steuergelder!

Zitat von Seite 19f. der Broschüre:

4.2 Die Wurzeln von pro familia
pro familia ist der Arm einer viel größeren Organisation, der International Planned Parenthood Federation (IPPF, zu deutsch: geplante Elternschaft). Im Jahresbericht 201037 brüstet sich IPPF mit
– 22 Millionen verhinderter Schwangerschaften
– 131 Millionen Verhütungs-Dienstleistungen
– 38 Millionen Fällen künstlich herbeigeführter Unfruchtbarkeit von Paaren
– 621 Millionen verteilten Kondomen
Ein Blick auf den Ursprung von IPPF bringt unglaubliche Ziele ans Tageslicht:
Vor 1942 nannte sich IPPF „Birth Control League“ und vertrat offen eugenisch-rassistische Ziele. Der Name wurde geändert, weil unverblümte Eugenik in Verruf gekommen war. Auf diese Weise wollte man die eindeutig eugenisch-rassistischen Absichten tarnen.
Folgerichtig drängt sich die Frage auf:

Wurde auch der Name „pro familia“ nur als Tarnname für ein Familienhilfswerk gewählt, um diese unglaublichen Ziele zur Bevölkerungsreduzierung zu tarnen?

Die Tatsache, dass in Deutschland 77 % aller Abtreibungen über pro familia durchgeführt werden, erhärtet diesen Verdacht sehr. Auch wenn sich diese Organisation pro familia nennt, so sprechen die tatsächlichen Werke eine andere Sprache: pro familia vertritt genau jene Gender-Ideologie, wie sie Dale O´Leary definiert hat.
Somit steht die Frage im Raum:
Ist dieses Werk nicht vielmehr gegen die Fortpflanzung des menschlichen Lebens gerichtet?

Wirft man nun einen Blick auf die Gründerin von Birth Control League und Mitbegründerin von pro familia, Margret Sanger, so kommen weitere schockierende Zusammenhänge ans Licht:

4.3 Margret Sanger und ihre kriminellen Ziele Im Jahr 1921 gründete die Amerikanerin Margret Sanger die American Birth Control League und ist somit Ursprung von IPPF und pro familia. Sie lebte von 1879 bis 1966. Ihre Lebensmission war es, durch die Propagierung und Legalisierung von Verhütung, Sterilisation und Abtreibung unerwünschte Teile der Weltbevölkerung zu eliminieren. Margret Sanger war eine starke Verfechterin von Eugenik und Rassenlehre!

Zitat von Seite 21 der Broschüre:

Zu welchem Zweck der Feminismus, die Frühsexualisierung und die Gender-Ideologie massiv finanziell unterstützt und über die Massenmedien propagiert wurden, zeigt ein Zitat des Multimilliardärs Nicholas Rockefeller:
„Der Feminismus ist unsere Erfindung aus zwei Gründen. Vorher zahlte nur die Hälfte der Bevölkerung Steuern, jetzt fast alle, weil die Frauen arbeiten gehen. Ausserdem wurde dadurch die Familie zerstört und wir haben dadurch die Macht über die Kinder erhalten. Sie sind unter unserer Kontrolle mit unseren Medien und bekommen unsere Botschaft eingetrichtert, stehen nicht mehr unter dem Einfluss der intakten Familie. Indem wir die Frauen gegen die Männer aufhetzen und die Partnerschaft und die Gemeinschaft der Familie zerstören, haben wir eine kaputte Gesellschaft aus Egoisten geschaffen, die arbeiten (für eine angebliche Karriere), konsumieren (Mode, Schönheit, Marken), dadurch unsere Sklaven sind und es dann auch noch gut finden.“

Wenn man all dies betrachtet kommt einem sofort die Frage in den Sinn warum das Deutsche Jugendherbergswerk sich nicht vehement von pro familia distanziert und deshalb aus dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband austritt, wenn doch geschrieben steht, daß pro familia von einer Rassistin und Eugenikerin gegründet wurde.

Desweiteren entsteht die Frage, ob man zum Wohle der Kinder beispielsweise auf Wohlfahrtsbriefmarken verzichtet (die finanzieren unter anderem den Paritätischen Wohlfahrtsverband) und um Jugendherbergen einen möglichst großen Bogen machen sollte. Allerdings ist schwierig zu sagen, ob das etwas gutes bewirken würde. Das Bekanntmachen der Verflechtungen und der geistigen Hintergründe erscheint mir vorrangig.

Auf jeden Fall wird immer mehr erkennbar welches Geistes Kind die Interessengruppen sind, die die Anastasia-Bücher hassen wie die Pest, denn in diesen Büchern geht es um eine lebensfreundliche Zukunft für Menschen, Familien, Kinder. Es geht um Herzens-Liebe und um einen direkten Bezug zu Gott.

*****

Update 3 vom 12.7.2020

soeben entdecke ich einen Film auf ntv: „Jugendherbergen bangen ums Überleben“
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Jugendherbergen-bangen-ums-Uberleben-article21905506.html

Nach kurzer Websuche fand ich weitere Texte dazu:

Corona-Krise: Jugendherbergen droht das Aus
https://www.hessenschau.de/wirtschaft/jugendherbergen-droht-das-aus—landesregierung-will-helfen,corona-jugendherbergen-100.html

Ausgebremst von Corona-Krise: Jugendherberge bangt um ihre Existenz
https://osthessen-news.de/n11634679/ausgebremst-von-corona-krise-jugendherberge-bangt-um-ihre-existenz.html

Zitat aus dem letztgenannten Artikel:

Die hiesige Jugendherberge, die dem deutschen Jugendherbergswerk (DJH) Landesverband Hessen angehört, der als gemeinnütziger Verein organisiert ist, befindet sich in einer mehr als prekären Lage. „Die Krux ist, dass wir aufgrund unserer Rechtsform als eingetragener Verein, der gemeinnützig tätig ist, keine Rücklagen bilden dürfen“

Nun, erst Steuern einsparen über eigene Gemeinnützigkeit, deshalb keine Rücklagen bilden dürfen (das wäre ja auch wohl zu kapitalistisch für Linke – siehe weiter oben im Update 1 die Textstellen zum Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband), und bei Umsatzeinbrüchen sich helfen lassen wollen von Landesregierung und Staat (erst nichts in die Gemeinschaft zahlen wollen, aber bei Problemen von der Gemeinschaft getragen werden wollen).

*****

Update 4 vom 25.7.2020

Larry Sanger, einer der Mitbegründer von Wikipedia und frühesten Autoren, beklagte im Mai, dass Wikipedias NPOV tot und die Wikipedia übel einseitig geworden sei. NPOV = Neutral Point of View. Die Objektivität sei weg.

Weitere Ausführungen dazu bei Hadmut Danisch:
https://www.danisch.de/blog/2020/07/25/die-trolle-der-wikipedia/

 

9 comments to will das Deutsche Jugendherbergswerk seine Gemeinnützigkeit verlieren?

  • Avatar Agnes Anima

    Lieber Konstantin,

    wie schade, traurig und widerständig all das!
    Über deine Gründlichkeit in der Darstellung für uns Interessierte danke ich dir, vertraue ich dir und deiner Gesinnung vollständig!
    Wir befinden uns ja nicht nur hier bei Anastasia in der „Verschwörung“, sondern die Angst und das Misstrauen sind groß, wo die Bewusstheit und die Eigenständigkeit verunsichert ist. Selbstverantwortung will noch so sehr wachsen – und sie tut es! Gerade jetzt!
    Ich unterstütze Andrej Koslow und dieses Feld der von außen gesteuerten Verzerrung mit meiner positiven Energie – immer wenn ich an ihn denke und wünsche von Herzen, dass es dazu beträgt, aus der Bedrückung auszusteigen und genau diese Kraft zu nutzen, ein Elementalbild für die Erschaffung einer kreativen Lösung zu bilden und konsequent daran zu glauben! Selbstverständlich nicht abwartend, sondern einsatzbereit, wann immer die innere Überzeugung zum nächsten Schritt sich ankündigt.

    Mit herzlichem Gruß auch an Andrej Koslow,
    Agnes

  • Avatar Reiner Weber

    Sehr geehrter Herr Kirsch,
    ich teile Ihre Entrüstung über die Vorgehensweise der Deutschen Jugendherberge, über die Stellungnahme der öffentlich-rechtlichen Medien und ganz speziell der Wikipädia.
    Diese Zeilen schreibe ich, weil ich Leser der Anastasia Bücher bin UND als Mensch viele internationale Freunde und Bekannte habe, welche eine ähnlich tolerante Sicht auf die länderspezifischen Mentalitäten einnehmen. Solche infamen Verleumdungen – wie in Ihrem Blog geschildert, gehören auf den öffentlichen Pranger gestellt und möglichst allen Menschen bewusst gemacht.
    Liebe Grüße

  • Lieber Konstantin,

    ich wusste ja gar nicht, wie bedeutend die Anastasia Bücher sein müssen, wenn alles in dem Zusammenhang so angegriffen wird. Danke für die Info und ich frage mich, wann der Letzte anfängt, seinen Blick genau auf die angegriffenen Themen zu lenken, um zu finden, was wirklich wichtig ist. Der offenkundigen Lüge, die zunehmend in Verlogenheit übergeht (das heißt, die Lügenden glauben selbst an ihre Erfindungen), ein freundliches Grinsen. Und weiter geht es mit unseren wesentlichen Dingen, Gedanken, Gefühlen und Taten. Denn diese lenken die Welt.

  • Avatar micheline

    so sind sie halt, die rückgratlosen deutschen gutmenschen michel, immer im vollständig unreflektierten vorauseilenden gehorsam.
    zu indoktriniert, dumm und kurzsichtig, um zu erkennen welche konsequenzen ihr fremdbestimmtes und auf angst beruhendes handeln für ihre kinder hat und ihnen ihre verlogene doppelmoral nicht bewusst ist, da man ja jeden geistigen schwachsinn mit dem klassiker „für das wohl unserer kinder“ argumentativ zurechtrücken kann.
    dieses land ist verloren, u.a. dank solcher verlogenen, heuchlerischen waschlappen wie hr. neumann…

  • Avatar Kim-Pau Lee

    Aha, die Corona-Lücken fördern wohl das Mahnwesen notleidender Jugendherbergen? War etwas naiv, dort irgendwas durchführen zu wollen außer touristische Einzelfamilienaufenthalte. Was die Jugendherbergen früher waren, davon zeugen viele Postkarten auf Antik- und Nachlaßtrödel-Verkaufsseiten. Heute sollte niemand mehr einer rotbunten DPWV-Organisation auch nur einen Cent schenken, ist meine Meinung.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Parit%C3%A4tischer_Wohlfahrtsverband

    *********
    Hallo Kim-Pau Lee,

    herzlichen Dank für diesen Kommentar. Daraufhin werde ich umgehend ein Update ans Ende des Blogeintrages schreiben.

    Viele Grüße
    Konstantin Kirsch

    [mittlerweile gibt es ein zweites Update]

  • Avatar Hartmut Kollhoff

    Anscheinend gibt es einen Widerspruch, denn Sie schreiben u.a.: „Nun, wie oben mehrfach ausgeführt gibt es die „Anastasia-Bewegung“ nicht in dem Sinne, daß dies eine juristische Person sei. Es ist also nicht möglich, daß Herr Koslow für oder im Auftrag dieser sogenannten Bewegung etwas gebucht hat.“ bzw. „Der Begriff „Anastasia-Bewegung“ wurde meines Wissens nach durch Journalisten erst erfunden. Es gibt meines Wissens nach keine juristische Person diesen Namens, die eine Veranstaltung hätte buchen können.“
    Weiter oben zitierten Sie allerdings folgendes: „Am Wochenende 30.08.-01.09.19 gibt es in der Mitte Deutschland ein
    Festival-Forum „Im Lichtstrahl von Anastasia Deutschland“
    Neue Formen des Lebens der Menschheit in und mit der Natur
    Mehr Details dazu hier: http://anastasia-de.eu/

    Im dortigen Impressum http://anastasia-de.eu/de/impressum findet sich doch eine juristische Person.
    Wäre schön, wenn Sie dazu etwas sagen bzw. schreiben könnten, denn die beste Argumentation geht fehl, wenn „der Feind“ auch nur eine einzige Schwachstelle findet.

    *****
    Herzlichen Dank Herr Kollhoff für diesen Hinweis. Auf der von Ihnen angegebenen Seite steht im Impressum „Anastasia e.V“ in Kaiserslautern. Dort steht aber nichts von einer „Anastasia Bewegung e.V.“. Wieso sollte ein praktisch unbekannter „Anastasia e.V“ für eine „Anastasia-Bewegung“ stehen? Ich kenne keine Aktivitäten dieses „Anastasia e.V“ mit Sitz in Kaiserslautern. Mit google-Suche finde ich fast nichts dazu. Auch steht auf der Seite http://anastasia-de.eu/ daß sie die Plattform wechseln und zu Facebook gehen. Da ich nicht auf Facebook bin, weiß ich nicht was dort geschieht und wer dort etwas schreibt. Die Frage ist: Wenn es denn einen Verein „Anastasia e.V“ gibt und der würde für die angebliche Anastasia-Bewegung stehen, wieso erscheint dann dieser Verein nicht überall, wirbt um Mitgliedschaft, etc.?? Und wenn dieser praktisch inaktive Verein für die angebliche Bewegung stehen soll, wieso geben sich diverse Journalisten die größte Mühe zu diffamieren, zu verunglimpfen, zu hetzen?

    Viele Grüße
    Konstantin

  • Avatar Hartmut Kollhoff

    Ich versuche mal, Punkt für Punkt aufzugreifen:
    Die Seite des Vereins erschien im Kontext des Festivals (wiederholtes Zitat: „Festival-Forum „Im Lichtstrahl von Anastasia Deutschland“
    Neue Formen des Lebens der Menschheit in und mit der Natur
    Mehr Details dazu hier: http://anastasia-de.eu/“)
    Ob nun Anastasia Deutschland oder Anastasia-Bewegung, an solchen Begriffsdifferenzen sollte man sich doch nicht hochziehen, ohne sich der Gefahr auszusetzen, sich lächerlich zu machen.
    Wenn es außer diesem Verein in KL, der ja definitiv mit dem Festival zu tun hat bzw. hatte, keine andere Internetpräsenz gibt, dann wird wohl die Anastasia-Anhängerschaft (um das Schmierfinkenwort Bewegung nicht zu übernehmen) nicht im Bereich von 100.000 Personen, sondern um mehrere Größenordungen kleiner sein.
    Schmierfinken (früher nannte man das auch Klatschreporter) haben nur eine Motivation, und die heißt Geld und Anerkennung (hervorragende Psychogramme in „Kir Royal“ und „Stonk!“). Es wird die oftmals nur angenommene) Stimmung der Klientel bedient, was allerdings mittlerweile den so Hofierten mächtig auf den Zeiger geht (siehe den dramatischen Auflagenschwund z.B. des im Berliner Subventionsempfängermilieu beheimateten „Neues Deutschland“).
    Gut beschrieben wurde es hier in einem langen Beitrag (Sekundärquelle): https://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=503763
    Ausschnitt:

    „Diese Frage stelle ich mir seit längerem: Wo ein Ballett seine Figuren so fein abgestimmt springt und die Begleitmusik so sauber im Kanon gesungen wird wie in der deutschen Presse, da sucht man (mit der Marotte alter weißer Männer, hinter jeder Wirkung eine Ursache zu vermuten) nach Choreograph und Kapellmeister. Deren Existenz bestreitest Du gleich zu Beginn Deines
    Artikels: Es stehe hinter der merkwürdigen Einstimmigkeit der deutschen Presse keine Absicht, kein Plan. Es sei auch keine Machenschaft. Vielmehr seien Bequemlichkeit, Opportunismus, Herdentrieb und der feste Wille am Werk, keinesfalls in gedankliche Sphären vorzudringen, in denen es ungemütlich werden könnte.
    Was Du hier mit wenigen Strichen als den journalistischen Normalfall zeichnest, liefert gleichzeitig das Psychogramm des ‚Mitläufers‘. Das hieße: Der Verlust an Auflage, Meinungsführerschaft und Glaubwürdigkeit der Druck- und Online-Presse in den letzten 10 Jahren
    sei einer Personalakquise geschuldet, mit der offenbar nur herdentriebhafte, bequeme, gedankenarme und opportunistische, kurz: mitläuferische Nachwuchskräfte rekrutiert wurden. Das ist um so rätselhafter, als diese rotgrün gestreiften Frischlinge unter den Augen der gebeutelten Verleger die Zielgruppenorientierungen der von ihnen heimgesuchten Blätter wohlgemut einmal quer über die Kartoffelgrafik der Sinus-Milieus verschoben, bei der FAZ etwa
    von den ‚gehobenen Konservativen‘ hin zu den ’sozialökologischen Postmaterialisten‘, vor deren Briefkästen freilich schon seit 40 Jahren die TAZ darbt und schmachtet. Verbunden war dieser halsbrecherische Adressatenwechsel (die FAZ kostete das fast die Hälfte der Auflage) mit einem völligen Verfall der handwerklichen Sitten, speziell der journalistischen Grundregel, die Nachricht von der Meinung zu trennen. Auch bei Euch, also der Welt-Gruppe (wo Meinungsartikel ja etikettiert sind) räkeln und strecken sich die ‚Meinungen‘ oder die KollektivIdiosynkrasien der Nachrichtenredakteure schon in den Schlagzeilen, Zwischenüber- und Bildunterschriften, wenn etwa die C-Star der Identitären (im Mittelmeer unterwegs, um NGO-Schlepperschiffe zu markieren) auf WON als ‚Nazi-Schiff‘ bezeichnet wird.“

    Abschließend muß ich zugeben, daß ich auf diese Seite nur gestoßen bin, weil ich in Ihrem Teaser-Beitrag im DGF Artabana statt Anastasia zu lesen geglaubt hatte…

    *****

    Sehr geehrter Herr Kollhoff, ja, dieser Verein in Kaiserslautern hatte offensichtlich mit dem Festival zu tun. Jedoch ist mir keinerlei vorherige Anastasia-Veranstaltung bekannt, die dieser Verein je organisiert hätte. Vielleicht stehen da gerade mal 7 Menschen dahinter, oder gar nur 3 (entsprechend dem deutschen Vereinsrecht). Wer weiß das schon? Die von mir angegebene Zahl von 100.000 bezeichnete keine „Anhängerschaft“ sondern Leser. Diese Angabe bezieht sich auf die verkauften Buchexemplare in Kombination mit der Beobachtung, das Anastasiabücher oft verliehen werden. Ich schrieb: „Allein im deutschsprachigen Raum rechne ich mit über 100.000 Lesern.“
    Wieviele davon die Bücher gut finden / daraus Anregungen umsetzen wollen ist etwas gänzlich anderes. Ich kenne viele hunderte Anastasia-Leser. Niemals bisher erlebte ich Gespräche über diesen Verein. Dessen Vereinsgröße (besser Kleinheit?) oder Aktivitäten (wenn es denn welche gibt?) ist meines Erachtens keine Repräsentanz der Leserschaft.
    Viele Grüße
    Konstantin Kirsch

  • Avatar Heiner Schultz

    Vielen Dank für diesen Artikel. Lese mich gerade in die Anastasia-Bücher ein und bemerke bei der parallelen Recherche, dass in Leitmedien (Konkret, taz) nicht auf die Inhalte eingegangen, sondern – wie von Ihnen, lieber Herr Kirsch, beschrieben – auf Querbezüge zu Menschen, die Antisemitisches/Rassistisches äußern UND sich möglicherweise dabei auf Anastasia zu berufen meinen. So, wie es viele angeblich christliche Antisemiten gab, die das Prinzip umfassender Liebe und Vergebung nicht verstanden haben.

    Der erwähnte Zeitungsartikel steht hier in einer Linie, was ich ganz interessant finde: die Zeitung gehört seit 2015 dem Madsack-Konzern, https://www.wlz-online.de/ueber-uns/, an dem die SPD bekanntlich beteiligt ist.

    Tip: prüfen, inwiefern hier ein Verstoß gegen die EU-Datenschutzverordnung vorlag: wie konnte die Redakteurin Frau Janzen vor dem 06.06. (normalerweise ist Redaktionsschluss am Vortag?) wissen, dass der Vertrag storniert wurde, ohne dass hier vertrauliche Daten übermittelt wurden?

    Alles Gute Ihnen!

    *****
    Sehr geehrter Herr Schultz,
    herzlichen Dank für Ihren Hinweis auf die Eigentumsverhältnisse. Das wirkt auch mich wie ein riesiges Fass (der Pandora?). Wer gehört wem. Es ist ja richtig krass zu sehen, daß die SPD ein Medienkonzern ist. Davon hörte ich zwar schon mal, aber dachte, das sei ein Gerücht. Aber in der Websuche fand ich dieses:
    https://www.achgut.com/artikel/das_rote_medien_imperium

    und:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Druck-_und_Verlagsgesellschaft

    Sie ist die Beteiligungsgesellschaft des SPD-Unternehmensbesitzes und zu 100 % im Eigentum der SPD. Die DDVG kommt als Verlagsgruppe mit den ihr zuzurechnenden Tageszeitungen auf eine anteilige Gesamtauflage von rund 435.000 Exemplaren.
    […]
    Die DDVG ist an folgenden Verlagshäusern beteiligt:
    […]
    23,1 %: Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG (u. a. Hannoversche Allgemeine Zeitung, Neue Presse Hannover, Leipziger Volkszeitung, Dresdner Neueste Nachrichten, Kieler Nachrichten, Lübecker Nachrichten, Ostsee-Zeitung, Göttinger Tageblatt, Märkische Allgemeine Zeitung)

    Jedoch wurde wohl die Waldeckische Landeszeitung schon 2004 an die Madsack GmbH & Co. KG verkauft, die es 2015 weiter verkaufte an die Bad Hersfelder Medien-Beteiligungsgesellschaft MBG
    siehe: https://www.wlz-online.de/ueber-uns/
    https://www.hna.de/lokales/frankenberg/korbach-ort55370/kauft-zwei-zeitungen-nordhessen-4657326.html
    https://meedia.de/2015/01/19/madsack-verkauft-hessische-tageszeitungen-an-ippen/

    Wer da wiederum Beteiligte sind, oder welche Verflechtungen einwirken, kann ich nicht sagen. Gerne können Interessierte weiter suchen und finden.
    Viele Grüße
    Konstantin Kirsch

  • Avatar Heiner Schultz

    Hallo Herr Kirsch,

    vielen Dank für Ihre Antwort, da hab ich in der Tat leider zu oberflächlich gelesen: Die Madsack-Gruppe hat sich tatsächlich 2015 von der WLZ (u.a.) getrennt, siehe auch den Artikel in eigener Sache: https://www.wlz-online.de/landkreis/neuer-eigentuemer-5379475.html

    Unabhängig davon bleibt bei mir die Mutmaßung, dass da Informationen unter Verletzung der EU-DSGVO ausgetauscht wurden.

    Viele Grüße

    Heiner Schultz

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