Seit ich im Jahr 2009 das Selbst-Mach-Zahlungsmittel Minuto erfunden und in die Welt gebracht habe gibt es im Finanzbereich viele Neuerungen. Ziemlich zeitgleich mit meiner Minuto-Erfindung startete der Bitcoin. Seinerzeit noch völlig unbekannt, lange Zeit unbeachtet und mittlerweile weltweit bekannt und im Handelspreis extrem teurer als in der Anfangsphase. Ich wundere mich immer mal wieder, warum ich in den Anfängen des Bitcoin davon nichts mitbekommen habe, denn als Minuto-Erfinder haben sich ganz viele unterschiedlichste Regiogeld-Entwickler oder sonstige Erfinder neuartiger Geldsysteme an mich gewendet. Es kann jedoch auch sein, daß mir ganz zu Beginn des Bitcoins diese Coins, dieses Zahlungs- und Spekulationsmittel, angeboten wurde und ich es seinerzeit abgetan habe weil ich mit solchen komischen Kryptogeschichten nichts zu tun haben wollte. Wenn es so war, dann habe ich auch die Erinnerung daran mit weg gewischt. Ich kann mich also beim besten Willen nicht mehr erinnern ob ich seinerzeit bergeweise Bitcoins für Pfennigbeträge hätte erwerben können oder ob ich tatsächlich davon nichts erfahren hatte.
Auf jeden Fall kam vor einigen Wochen ein Freund auf mich zu und schwärmte sehr von Kryptogeld, Coins und Token, Staken und so weiter und was noch so alles an neuartigen mir fremden Wörtern auf mich einprasselte. Ich bin weiterhin skeptisch zu Kryptogeld eingestellt, beispielsweise weil mich der laufend größer werdende Strombedarf der Rechenzentren gar nicht gefällt.
Dennoch ist es meiner Ansicht nach weise sich mit Trends der Allgemeinheit zumindest zu beschäftigen, ich fahre ja auch Auto, benutze elektrisches Licht, bin aktiv im Internet und vieles mehr… und Kryptos sind nun mal ein allgemeiner Trend geworden. Ich fordere hiermit nicht auf, jedem Trend der Herde hinterher zu laufen. Aber sich mit großen Strömungen zu beschäftigen sehe ich all sinnvoll an. Die Kraft großer Strömungen kann einem den Boden unter den Füßen hinweg reißen, oder man kann deren Kraft nutzen um damit zu lang ersehnten neuen Ufern zu surfen. Es ist wie bei vielem: Die Dosis machts und der geschickte Umgang.
Die Begegnung mit meinem kryptobegeisterten Freund hat mich angeregt mich intensiver mit dieser Geschichte zu beschäftigen, insbesondere auch philosophisch. Ich habe das Buch „Der Kryptoführerschein 2026“ gekauft und gelesen und ganz viele Fragen an ChatGPT gerichtet um mich in diesem Phänomen der Kryptowährungen fortzubilden.
Es gibt Ähnlichkeiten von dem von mir erfundenen Selbst-mach-geld Minuto und den Kryptos:
In beiden Fällen geht es um Selbstverantwortung!
Der Minuto, die Anleitung zum selbst herstellen von Zahlungsmitteln, ist quasi noch viel weiter entwickelt als Bitcoin, Etherum und Co, aber die Kryptogelder sind immerhin schon ein Stück in Richtung neues Wertemuster gegangen.
Bei Webseiten oder im Buch über Kryptowährungen fand ich zumeist mehr die technische Umsetzung anstatt die Darstellung der Änderung der Wertemuster und der Änderung der Verantwortung.
Deshalb liste ich mal die besonderen Eigenschaften der Kryptos auf:
- Faktische Kontrolle über Vermögen
Bei Kryptowährungen liegt die praktische Verfügungsmacht ausschließlich bei demjenigen, der die „Seedphrase“ (eine Reihe an englischen Wörtern) besitzt. Diese Seedphrase ist das zentrale Passwort. Darüber werden kryptografische Schlüssel berechnet, die das Signieren von Transaktionen auf der Blockchain ermöglichen. Die Guthaben sind nicht in der Geldbörse (Wallet) gespeichert sondern öffentlich in der Blockchain eingetragen. Wer das Passwort, bzw. die Schlüssel kontrolliert, kann die Coins bewegen; wer sie nicht hat, hat keinen Zugriff – unabhängig davon, wer das Vermögen formal beanspruchen könnte. - Keine zentrale Instanz, keine staatliche Zuordnung
Anders als bei Bankkonten gibt es keine zentrale Einrichtung, die den Zugriff verwaltet oder wiederherstellen kann. Es gibt keinen Namenseintrag, kein Grundbuch, keine Executive, die das Vermögen im Fall von Verlust oder Streit wiederherstellen könnte. Eine selber eingerichtete Krypto-Adresse ist zwar selbst erstellt, aber gleichwohl doch nicht wirklich Eigentum im üblichen Sinne. Die Blockchain selbst kennt nur Adressen und Guthaben, nicht die Personen dahinter. - Selbstverantwortung statt Fremdbestimmung
Selbstverwahrung, englisch: Self-Custody stellt einen radikalen Paradigmenwechsel dar:- Traditionelle Konten: Staat und Banken bestimmen, verwalten und schützen den Zugang; die Person ist in ihrer Verfügungsmacht fremdbestimmt, aber rechtlich geschützt.
- Kryptowährungen: Du allein bist verantwortlich. Sicherheit, Backup, Vererbung oder Weitergabe des Zugangs liegt vollständig in der eigenen Hand.
- Trennung von rechtlicher Zuschreibung und faktischer Zugriffsmacht
Auch wenn Behörden Kryptowährungen als „Vermögenswerte“ behandeln, bedeutet das nicht, dass das Recht praktischen Zugriff erzwingen kann. Die Blockchain schützt die Coins durch kryptografische Kontrolle, nicht durch staatliche Durchsetzbarkeit. Eigentum im klassischen Sinn – Name, Eintragung, Wiedererlangung durch Exekutive – existiert hier nicht. - Risiko und Freiheit
- Wer seine Passwörter und Schlüssel sicher verwahrt, mit eigenem Zugriff darauf, ohne daß Fremde darauf Einsicht nehmen können, hat maximale Kontrolle und Unabhängigkeit, kann weltweit auf das Vermögen zugreifen selbst wenn das eigene Handy, der eigene Computer, das eigene Hardware-Wallet kaputt gehen sollten.
- Wem die Passwörter, also die Schlüssel verloren gehen – sei es durch Fahrlässigkeit, Vergesslichkeit, Unfälle, Feuer oder Hochwasser, etc. – verliert man den Zugriff auf das Vermögen dauerhaft und unwiederbringlich. Wer die Passwörter bzw. Schlüssel Dritten zugänglich macht, sei es durch Raub, Diebstahl oder durch Viren, Hacks und andere Angriffe sowie auch bei freiwilliger Überlassung an Freunde, ermöglicht diesen Dritten den Zugriff auf das Vermögen, ohne dass ein Missbrauch verhindert oder rückgängig gemacht werden kann.
- Dies unterscheidet Self-Custody fundamental von allen bisherigen Finanzsystemen: Zugriff = Macht, nicht Rechtstitel.
- Philosophische Essenz
Selbstverwahrung (englisch: Self-Custody) ist mehr als ein technisches Konzept: Es ist ein System der absoluten Selbstverantwortung, das die jahrtausendealte Kopplung von Eigentum, Zugriff und institutioneller Fremdbestimmung aufbricht. Wer Kryptowährungen hält, übernimmt damit aktiv die Verantwortung für sein Vermögen – und alle Konsequenzen, die daraus folgen.
Mit viel Erfahrung bezüglich Kryptos kann ich nun nicht aufwarten, aber ein Rat von mir gilt:
Bevor man ein neues Kryptokonto (Adresse) erstellt, sollte man sich einen Plan machen wo man die Wortliste der Seedphrase sicher, geschützt und doch für einen selbst zugänglich einrichtet und sichert.
Und, ganz wichtig: Man sollte sich ganz ernsthaft die Frage stellen, ob man interessiert, fähig und bereit für absolute Selbstverantwortung ist.
Guten Morgen Konstantin, mit Krypto bist du unabhängiger von Banken und Staat, nicht aber von den Großinvestoren, die eh schon das meiste Geld besitzen. Sie können bestimmen, ob ein Coin Gewinne oder Verluste macht und du hängst mit deinen paar Mäusen mit drin.
Grundsätzlich fand ich es immer den besseren Weg eine Geldwirtschaft aufzubauen, bei der Geld nicht akkumuliert werden kann und auf keinen Fall aus Geld Geld gemacht werden kann ( Zinsen) , so dass für das Bezahlte immer ein realer Gegenwert da ist und es sich nicht lohnt, Geld zu horten. Bei Krypto ist es genau das Gegenteil, es geht nur darum aus Geld mehr Geld zu machen und nur wenige Coins haben einen realen Nutzen. Das könnte sich aber mit KI ändern. Bezeichnender Weise arbeiten viele Online Spielplattformen mit Coins und nutzen diese. Für mich stellt sich die Frage: ist das alles ein großes Spiel mit keinerlei Bezug zum tatsächlichen Leben ( Haus und Garten)? Inwiefern gehören Computer heutzutage zu unserem tatsächlichen Leben? Und selbst wenn es ein Spiel ist, lohnt es sich mitzuspielen und auf diese Weise sein Geld zu sichern?
Viele Grüße
PS ich habe mich sehr gefreut, dass jemand der Anastasia gut findet und nachhaltig lebt, so wie ich, dennoch keine Berührungsängste mit modernen Strömungen hat!
Hallo Konstantin – als Reaktion auf dein Rundbrief mit der Bitte, sich zu Bitcoin zu äußern:
Ich fühle mich von Bitcoins u.a. nicht angesprochen. Außerdem wäre ich immer Netz- und somit auch Strom-abhängig. Was, wenn das mal ausfällt? Entfällt?
So bin ich wieder abhängig von äußeren großen Bedingungen.
Und es ist mir persönlich absolut schleierhaft, wie im aktuellen Zustand, diesbezüglich eine Zuverlässigkeit in Deutschland gewahrt oder garantiert werden kann…. da muss ich mehr grinsen, als dass sich dazu eine Zuversicht oder eine Neugier des Ausprobierens einstellt 😉
Liebe Grüße
Sabine
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Hallo Sabine,
zur Präzisierung: Ich bat, sich zu Krypto-Währungen zu äußern, was zwar Bitcoin beinhaltet, aber alle anderen mit einschließt. Ich hörte, es gibt über 1000 verschiedene Krypto-Währungen. Ich wüsste nicht wie ich das zählen kann. Oh doch, es gibt ja ChatGPT. Dies ist die Antwort: „Nach einigen größeren Aggregatoren wie CoinMarketCap und ähnlichen Datenquellen existieren deutlich über 15 Millionen verschiedene Kryptowährungen bzw. Token weltweit, wobei die Zahl laufend steigt.“ Das übersteigt allerdings meine Vermutung um ein vielfaches. „Über 15 Millionen“??? Da kann man locker erkennen, daß die maximale Menge an Bitcoins begrenzt sein mag, aber die Anzahl an Kryptowährungen ist unbegrenzt…
Zur Abhängigkeit von Strom: Selbstverständlich sind alle Kryptowährungen von Strom abhängig und vom Internet. Allerdings sind alle Banken, auch die Bank im eigenen Dorf bzw. Stadtteil auch komplett abhängig vom Strom und vom Internet. Das macht also keinen Unterschied.
Was allerdings einen Unterschied macht: Kryptowährungen sind dezentral über den Globus verteilt gespeichert und können in einem anderen Kontinent wieder eingesehen, überwiesen oder abgehoben werden, selbst wenn die Wirtschaft des Heimat-Kontinents komplett kaputt gegangen sein sollte. Ohne Geld und ohne Internet ist es zwar praktisch nicht möglich zu einem anderen Kontinent zu gelangen, aber wenn man es schaffen sollte, dann stehen die Chancen gut, daß man von dort aus auch auf Kryptovermögen zu greifen kann, im Unterschied zum nicht mehr funktionierenden Onlinebanking der Hausbank im Blackout.
Insofern sind Kryptowährungen gerade in Deutschland, dem Land, in dem die zuverlässige Stromversorgung durch links-grünen Klimawahn gerade zerstört wird, eine interessante Option für Vermögende, ihre Gelder in Kryptos zu konvertieren um sie global vernetzt zu sichern bevor hier die (von links-grün selbst gemachte) Krise voll durchschlägt.
Viele Grüße
Konstantin
Warum befragst Du dann ChatGPT, wenn Dir der bei Kryptowährungen „laufend größer werdende Strombedarf der Rechenzentren gar nicht gefällt“?
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Hallo Heinrich,
Ich nutze gelegentlich ChatGPT obwohl es Strom verbraucht. Ich nutze gerne das, was funktioniert und versuche dennoch möglichst wenig Strom zu verbrauchen. Dies ist einer der Gründe warum ich kein Elektroauto nutzen will. Ich benutze jedoch auch elektrisches Licht und elektrische Baumaschinen und einiges andere mehr. Ich bin da Pragmatiker. Ich benutze verschiedene Dinge obwohl mir der Stromverbrauch nicht gefällt.
Es zählt, das, was funktioniert.
Viele Grüße
Konstantin
Lieber Konstantin,
mir fehlte bezüglich Bitcoin bisher vollkommen der gesunde Menschenverstand. Insofern danke ich Dir für diese, Deine Gedanken dazu. Mir fiel auf, daß fast jeder Telekom-Kanal seit kurzer Zeit eine Bitcoin Werbung angehängt bekommt. Damit ist für mich schon klar, aus welchem Schoß er kroch. Für mich ist der Bitcoin (und alle seine Brüder) eine Kopfgeburt die über kurz oder lang verreckt weil sie, wie das Zinsgeld auch, Mangel erzeugt und damit Gier, Geiz und Eifersucht nährt, man kann auch sagen, den dunklen Wolf im Menschen füttert. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Geld Gold gedeckt ist oder nicht, der Zins und Zinseszins hat es verdorben und vergiftet. Wenn Geld wieder nur Tauschmittel ist, dann tauchen wir damit wieder in den natürlichen Fluß des Gebens und Nehmens ein. So war das vor der Vergewaltigung mit dem Zinsgelsgeld und es hat perfekt funktioniert. Dafür braucht es weder Edelmetalle noch Münzprägungsstätten, ja streng genommen nicht einmal Banken. Wir brauchen lediglich Menschen, die mitmachen, z.B. eine Gemeinde mit ihrem Bürgermeister. In dem Moment wo das Geld wieder in den natürlichen Fluß kommt, können sich die Menschen selbständig versorgen. Damit sind sie vollkommen unabhängig und frei von den Ausbeutern, die bisher Schutzgeld erpreßt haben. Das bedeutet, daß alle leistungslosen Einkommen wie Steuern, Mietzins usw. von einen Tag zum anderen entfallen. Das bedeutet auch, daß das Geld durch Leistung „gedeckt“ ist. So können wir dann Familienlandsitze und -siedlungen aufbauen in denen wir mit frei fließendem Geld arbeiten. Dann werden alle Menschen nur noch das tun was ihnen Freude macht, womit sie ihren inneren hellen Wolf füttern. Die guten, schönen und wahren Eigenschaften der Menschen beginnen dann wieder zu strahlen. 100 Jahre ist der Gedanke des frei fließenden Geldes, das damals Silvio Gesell erstmals beschrieb und im „Wunder von Wörgl“ seine Feuerprobe bestanden hat, gereift. Viele Menschen haben daran weiter gearbeitet und jetzt möchte es uns wie eine reife Frucht in die Hände fallen. Wir werden die Chance bekommen, da bin ich ganz sicher. Bauen wir eine Vision – Freiland und Freigeld hat Silvio Gesell das damals genannt, frei fließendes Geld nennt es Ludwig Gartz heute – und damit landen wir direkt bei Anastasia. Der freie Mensch in seiner Schöpferkraft, das ist Sicherheit und nicht Gold, Silber oder Bitcoin. Wir brauchen Visionen, keine Geldanlangen. Danke für Deine Inspiration, lieber Konstantin.
Liebe Grüße Doris Schammelt
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Liebe Doris,
das derzeitige Geld fließt extrem schnell. Dem ein „frei fließendes Geld“ entgegen zu setzen finde ich unpassend. Die Begriffe „Freigeld“ sowie „Freiland“ sind auch kritisch zu sehen. Das Wort „Frei“ sagt nicht viel. Da muss geklärt sein „frei“ von was sowie „frei“ für was.
Hast Du Dich schon mal mit Satanismus beschäftigt? Ich zitiere: „Kleinster gemeinsamer Nenner zahlreicher Richtungen des modernen Satanismus ist hierbei der Anthropozentrismus, im Besonderen die Betonung der Freiheit des Menschen.“ Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Satanismus
Merke: Jeder Ruf nach „Frei“ oder „Freiheit“ kann direkt ein Bestreben von Satanisten sein. Es muss es nicht sein, aber es kann so sein. Der Begriff „frei“ ist nicht neutral oder generell „gut“.
Ich stehe dem „Wunder von Wörgl“ mit dem Schwundgeld sehr kritisch gegenüber. Da steckt schon im Namen „Schwund“ der Mangel dahinter sowie die Nötigung, das Geld ausgeben zu müssen, also quasi die Nötigung etwas zu konsumieren ohne echten Bedarf.
Des weiteren sind Steuern und Mieten kein leistungsloses Einkommen. Gebäude zu errichten und zu betreiben kostet sehr viel Investition und birgt viele Risiken. Wenn es keine Mieten geben dürfte, würden keine Mietshäuser mehr gebaut und vorhandene würden verfallen.
„Kein Mietzins und keine steuern“ klingt schwer nach Sozialismus was wiederum eine lebensfeindliche Ideologie ist.
Mit Steuern sollten Anliegen der Allgemeinheit bezahlt werden, dazu zählen Dinge die langfristiger und überregionaler sind, als die meisten Menschen üblicherweise denken können (Beispielsweise Grundwasserschutz). Der Staat, also das Wesen, das die Steuern bekommt, sollte als Dienstleister für Ordnung und Sicherheit wahrgenommen werden (und nicht als Unsicherheitsfaktor und Kriegstreiber). Wenn in der Bevölkerung das Empfinden vorherrscht, daß der Staat sich leistungslos an Steuern bereichert, dann zeugt das von schlechter Staatsführung aber nicht davon, daß Steuern generell schlecht sind.
Geld war nie nur reines „Tauschmittel“. Diese Vorstellung ist eine Täuschung. Im übrigen ist der Wortstamm von Tausch, das Täuschen.
So simpel, wie Gesellianer sich die Finanzwelt gerne malen, ist es nicht.
Viele Grüße
Konstantin
Hallo lieber Konstantin,
gern komme ich Deine Bitte nach und versuche mich kurz zu halten. Ich beschäftige mich lange schon mit Geld. Irgendwann wurde ich auf Minuto aufmerksam und wir spielten im Freundeskreis herum. Ist wieder eingeschlafen. Krypto hatte ich immer abgelehnt aus div. Gründen. Bis 2017. Dann hab ich es gemacht und ich kann sagen, dass ich Bitcoin viel zu verdanken habe.
Jeder muss seine Reise gehen. Ich versuche es hier mit einem kurzen Impuls:
…beispielsweise weil mich der laufend größer werdende Strombedarf der Rechenzentren gar nicht gefällt.
Soso. Und wie groß ist denn der Strombedarf des Bank-und EZB Systems?
Ich wünsche das Beste und stehe für Rückfragen und Gespräche jederzeit zur Verfügung!
Hallo zusammen,
es ist wichtig, bei dieser Thematik ganz klar zwischen Kryptos – welche einer zentralen Instanz, die diese Coins ausgibt, unterliegen – und Bitcoin zu unterscheiden.
Bitcoin ist als einzige Kryptowährung dezentral verwaltet. Der proof of work ist der Nachweis, für in der realen Welt geleistete Arbeit. In Form von Rechenleistung. Wie bei Gold muss Bitcoin geschürft werden. Kombiniert mit seiner absoluten Begrenztheit und der Möglichkeit seinen Bestand am Markt mit 100%iger Sicherheit nachzuweisen, ergibt genau DAS seinen Wert.
Wir können nicht sagen, wieviel Öl, Holz oder Kohle es am Markt gibt. Oder wieviel davon im Besitz von einzelnen Staaten ist. Bei Bitcoin können wir das. Wir schauen in die Blockchain und verifizieren. Bitcoin braucht diese dritte Instanz welcher man vertrauen muss nicht. Es ist ein Geld das ausschließlich zwischen zwei Parteien funktioniert. Jederzeit. Tag und Nacht. Auch am Wochenende und Feiertags. 365 Tage im Jahr.
Der Stromverbrauch ist auch keine Last, sondern ein wesentliches Merkmal um durch die Hashrate die Echtheit des Netzwerkes anzuzeigen
Das was Doris bezüglich der Zinsgeldversklavung angemerkt hat, wird genau durch Bitcoin ausgehebelt, da es niemanden gibt, der neue Coins durch Zinsen und Kredite einfach so aus dem Nichts erschaffen kann – wie es beim aktuellen Fiatgeld-System der Fall ist.
Man muss bei diesem Thema wirklich genau und differenziert hin schauen. Der Blocktrainer Roman Reher auf Youtube, hat mir dahingehend sehr weiter geholfen.
Ich fände Minuto natürlich die beste Lösung im kleinen gemeinschaftlichen Bereich. Es funktioniert jedoch nicht länderübergreifend. Und Bitcoin könnte die Lösung sein, das Geldsystem und den Werteaustausch zwischen Menschen auf globaler Ebene fairer und sinnvoller zu gestalten.
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Hallo Jonas,
danke für Deinen Kommentar. Es gibt Argumente für Bitcoin, es gibt aber auch Argumente gegen den Stromverbrauch… Angeblich arbeitet Bitcoin so langsam, das es niemals als weltweite allgemeine Währung funktionieren könnte. Es hat sich ein KASPA-Freund bei mir gemeldet, der meinte, KASPA sei weit besser als Bitcoin, und sicher gibt es noch gaaanz viele weitere Argumente für alle möglichen anderen Kryptos mit allen möglichen anderen Vor- und Nachteilen.
Ich finde aktuell das wichtigste, sich überhaupt mit dem Thema zu beschäftigen.
Viele Grüße
Konstantin
Hallo Konstantin,
danke, für deine Antwort auf meinen Kommentar. Ich muss jedoch nochmal auf ein paar Sachen eingehen.
Wie bereits erwähnt, muss man genau hin schauen.
Bezüglich des Stromverbrauchs ist es sogar so, dass Miner gezielt an oder abgeschaltet werden können um beispielsweise überschüssigen Strom zu nutzen und somit das Stromnetz zu stabilisieren. Stromnutzung ist per se nicht das Problem.
Das Problem besteht in der Eliminierung des Preissignals durch Subvention. Ein Preis zeigt an, ob etwas rentabel ist oder nicht. RWE könnte bis zum Erdkern nach Kohle buddeln wenn der Staat nur genug Geld nachschiebt, welches er auf Knopfdruck aus dem Nichts erzeugen kann.
Es wird oft das Beispiel von Kasachstan hergenommen, weil sich dort zur Zeit des Miningverbots in China 2021 vermehrt Miner angesiedelt haben. Der Grund hierfür war zum einen die Nähe zu China, zum anderen aber auch die staatliche Förderung des ineffizienten Kohleabbaus woraus dann der günstige Strom produziert wurde.
Das Problem sehe ich hier eher in dem Eingriff in die Mechanismen des freien Marktes. weniger im Stromverbrauch an sich.
Das Problem welches andere Kryptowährungen gegenüber Bitcoin haben, besteht vor allem – abgesehen von der zentralen Kontrolle – im fehlenden Netzwerkeffekt. Es wird keinen Zweitbesten geben. Wir haben auch nur ein Internet und nicht mehrere. Bitcoin hat das Vertrauensproblem und die beliebige Erweiterung der Geldeinheiten bereits gelöst. Und Bitcoin ist schon zu weit verbreitet. Was würde mir ein weiteres Netzwerk nützen welches keine Nutzer hat?
Und bitcoin wurde nicht erschaffen um direkt auf der langsamen Blockchain kleine Zahlungen abzuwickeln. Dafür gibt es Lösungen wie das Lightning Netzwerk welches wie eine Art zweite Schicht auf dem bestehenden Bitcoinnetzwerk aufgesetzt wird und somit Kleinstzahlungen im Bruchteil einer Sekunde ermöglichen.
Es wurde erschaffen um eine sichere, freie, nicht manipulierbare und nicht zensierbare Alternative zu den bestehenden Geldsystemen dieser Welt zu bieten.
Die Welt wird digitaler. Das kann man gut oder schlecht finden. Ich bin auch kein Freund davon. Nur, es passiert. Und wenn ich die Wahl habe zwischen digitalem Zentralbankgeld und der digitalen Alternative Bitcoin, entscheide ich mich für BTC.
Wie Du erwähnt hast, finde auch ich es wichtig, sich mit dem Thema auseinander zu setzen.
Und noch eine Anmerkung:
Mit Bitcoin kann man durch das Merken von 12 Wörtern in seinem Kopf, jeden beliebigen Wert über jede Landesgrenze transportieren. Versuch das mal mit Gold oder Bargeld im Ernstfall.
Sei auch gegrüßt
Jonas
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Hallo Jonas,
diesen Satz: „RWE könnte bis zum Erdkern nach Kohle buddeln wenn der Staat nur genug Geld nachschiebt, welches er auf Knopfdruck aus dem Nichts erzeugen kann.“ hast Du nicht ernst gemeint, oder?
Die bisher tiefste Bohrung war die Kola-Bohrung mit 12.262 Meter Tiefe. Der Erdradius beträgt im Durchschnitt 6.371 Kilometer, also 6.371.000 Meter.
Bis zum Erdkern buddeln ist nicht…
Das mit dem Transport von Werten über eine Ländergrenze durch das Merken von 12 Wörtern geht mit jeder Seedphrase die 12 Wörter lang ist, völlig unabhängig ob es sich um Bitcoin oder andere Kryptos handelt. Auch deutlich sicherere Seeds mit 24 Wörtern kann man egal wohin transportieren, auch wenn es etwas schwerer fällt sich diese komplett zu merken.
Bezüglich Stromverbrauch: Ich kenne jemanden, der hat PV auf dem Dach für Selbstversorgung und wenn es mehr Input gibt als er gerade verbraucht, dann betreibt er mit dem Überschuss-Strom einen Mining-Computer und die Abwärme des Rechners heizt das Haus…
Viele Grüße
Konstantin
Hallo Konstantin,
das überspitzte Beispiel mit RWE war natürlich nicht wörtlich gemeint. Es sollte nur darstellen, dass eine unbegrenzte Geldemission zu Problemen führt, weil sie die Preissignale hinsichtlich Kosten, Knappheit und Effizienz verfälscht.
Ich bin nicht der Meinung, dass das aktuell passiert oder auch nur im geringsten möglich ist.
Du hast Recht mit den Seeds, jedoch wird sich – aufgrund des fehlenden Netzwerkeffekts – keine andere Kryptowährung gegenüber Bitcoin durchsetzen. Zumindest meiner Meinung nach. Wir dürfen gespannt in die Zukunft blicken.
Zur Aufbewahrung der Seeds: Diese können in Stahlplättchen gestanzt und in einem kleinen Safe sicher verwahrt werden.
Und das mit den Heizungen ist auch eine hervorragende Idee, die sich in den letzten Jahren super verbreitet hat. Wir sind auf einem guten Weg.
LG
Jonas
Wenn die Nominalmenge gleichbleibt, aber der Wert einer Einheit unendlich steigen kann und das sprichwörtliche Stück Butter erst 0,005 Bitcoin, später 0,003, später 0,0008 Bitcoin kosten würde, dann wäre die Menge der Wert- zu den Sacheinheiten immer noch unendlich möglich – also mit Bruchstücken das Gleiche wie beim aktuell vorherrschenden Geldsystem. Statt nach oben beliebig ausweitbar ist es beim Bitcoin, die beliebige Stückelung.
Hallo zusammen. Ein Dankeschön für die Eröffnung dieses sehr wertvollen Themas an Konstantin.
Zu Jonas Äußerungen will ich gerne ein paar Anmerkungen und Korrekturen schreiben.
Jonas: „Das Problem welches andere Kryptowährungen gegenüber Bitcoin haben, besteht vor allem – abgesehen von der zentralen Kontrolle – im fehlenden Netzwerkeffekt.“
Es stimmt, dass die meisten Kryptowährungen mehr oder weniger einer zentralen Kontrolle unterliegen, Kaspa hingegen ist dezentral wie Bitcoin. Änderungen am Netzwerk können nur vorgenommen werden wenn die Mehrheit der Miner mit zieht. Der Netzwerkeffekt ist im Vergleich zu Bitcoin bei Kaspa zwar noch gering, doch wird sich das in den kommenden Jahren höchstwahrscheinlich immer mehr ändern.
Jonas: „Bitcoin hat das Vertrauensproblem und die beliebige Erweiterung der Geldeinheiten bereits gelöst. Und Bitcoin ist schon zu weit verbreitet. Was würde mir ein weiteres Netzwerk nützen welches keine Nutzer hat?“
Bitcoin hat die von dir angesprochenen Punkte zwar gelöst, aber es scheitert bei der nachhaltigen Skalierbarkeit. Auch hat Bitcoin keine Smart Contracts, d.h. Bitcoin wird viele Use Cases die im künftigen Finanzsystem gebraucht werden, die z.B. Ethereum kann, nicht realisieren können. Netzwerke mit echtem Nutzen, echter Sicherheit und Innovation, sowie mit einer starken Community werden überleben und gedeihen, so ist z.B. Kaspa trotz seiner jungen Jahre schon weltweit verbreitet und die Community wächst ständig weiter, siehe z.B. kasmap.org
Jonas: „Und bitcoin wurde nicht erschaffen um direkt auf der langsamen Blockchain kleine Zahlungen abzuwickeln.“
Tatsächlich war das schon das ursprüngliche Anliegen von Satoshi und du kannst es im Bitcoin Whitepaper nachlesen. Das Ziel war es ein Peer-to-Peer digital Cash zu erschaffen. Bitcoin hat sein ursprüngliches Ziel verfehlt woraufhin sich das Narrativ allmählich angepasst hat und Bitcoin ist zum „digitalen Gold“ umgetauft worden. Das Problem ist, dass Bitcoin nur auf bestimmte Zeit gut gehen kann. Warum? Wegen dem Security Budget Dilemma.
In den kommenden Jahrzehnten werden den Minern die Bitcoin so knapp werden, dass das Security Budget stark darunter leiden wird, was die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks immer mehr gefährden wird. Bitcoin müsste sich im Preis alle 4 Jahre verdoppeln wenn das nicht geschehen soll. Doch wie soll es sich bei der Größendimension die Bitcoin angenommen hat (über 1 Billion $ Marketcap) alle 4 Jahre verdoppeln?
Das kann nur für begrenzte Zeit funktionieren. Irgendwann kommt der Punkt wo den Minern die Blockbelohnungen nicht mehr reichen werden. Und da Bitcoin langsam ist reichen die wenigen Transaktionen die es bewältigen kann und die dadurch gewonnenen Transaktionsgebühren nicht aus um die Miner zu versorgen. Bzw. müssten die Transaktionsgebühren dann extrem hoch sein, so dass nur Superreiche damit Transfers machen würden. Um dieses Security Budget Dilemma zu lösen hilft auch das Lightning Netzwerk nichts das du ansprichst, dieses gibt keinerlei Transaktionsgebühren an die Miner zurück, wie das bei Layer 1 Transaktionen auf Bitcoin der Fall ist. Außerdem ist Lightning als Layer 2 umständlich und kann niemals die Einfachheit als auch Sicherheit ersetzen, welche du beim Transferieren auf der Layer 1 genießt.
Kaspa verfolgt hier einen anderen Ansatz. Dadurch, dass es auf der Layer 1 skalieren kann und im Bereich des physikalisch möglichen bis zu 100 Blöcke pro Sekunde erreichen wird (seit Mai letzten Jahres ist es im Mainnet bereits bei 10 Blöcken pro Sekunde und das mit 100 Prozent Uptime) kann es unglaublich viele Transaktionen bewältigen. Bereits jetzt schafft Kaspa über 100 Millionen Transaktionen pro Tag ohne Wartezeiten zu verursachen, was wir letzte Woche gut beobachten konnten (siehe kaspa.stream).
Die Gebühren sind niedrig und können aufgrund der hohen Transaktions-Kapazität künftig auch dann die Miner nachhaltig belohnen, wenn die Blockbelohnungen allein sich nicht mehr lohnen würden. Das schafft nachhaltige Sicherheit für das Netzwerk, ohne auf einen laufend steigenden Preis angewiesen zu sein, wie das bei Bitcoin der Fall ist. Das Kaspa-Netzwerk muss dafür halt einfach benutzt werden und das wird es immer mehr, dank unzähliger Use-Cases die Kaspa mit dem kommenden Upgrade bietet.
Kaspa hat momentan eine 1000 mal kleinere Marketcap als Bitcoin (1 Milliarde $). Es ist fair gestartet, es gab keine Insider-Zuteilungen, Venture Capitalists oder Team Unlocks, jeder einzelne KAS wurde fair verdient durch mining. 95% aller Kaspa sind bereits geschürft. Im Mai kommt das besagte wichtige Kaspa Upgrade, welches (leichte) Smart contracts und Native Assets auf Kaspa bringt. Das wird u.a. viele neue Entwickler anziehen und neue Anwendungen schaffen.
Die meisten Leute haben Kaspa noch nicht auf dem Schirm, bzw. unterschätzen es. Sie schauen nur auf den Preis (Kaspa ist um über 80% von seinem Allzeithoch gefallen) und übersehen dabei, dass Kaspa von der Technik, den Entwicklern, den Anwendungen und von der Community immer weiter wächst. Das nach einem parabolischen 2 jährigen Bullenmarkt mit fast 120000% Anstieg es auch mal einen ordentlichen Bärenmarkt geben musste liegt in der Natur der Sache.
Es könnte sich hier jedoch die größte Chance für einen Einstieg in eines der genialsten dezentralen Projekte im gesamten Kryptomarkt bieten. Das Potenzial ist enorm, aber gerne mal selbst dazu informieren.