Vor gut drei Jahren erfuhr ich vom Traumatherepeuten Gopal Norbert Klein, seinem Buch „Der Vagusschlüssel“, und der von ihm begründeten Methode des „Ehrlichen Mitteilens“. Ich schrieb seinerzeit hier im Blog davon:
https://www.konstantin-kirsch.de/2023/02/traumaheilung-durch-ehrliches-mitteilen.html
Seit einiger Zeit habe ich den Telegram Kanal von Gopal abonniert: https://t.me/gopaltraumaheilung9
Vor fünf Tagen, am ersten März, hat Gopal dort einen englischen Film empfohlen, den ich sehr bemerkenswert finde:
Titel:
Why Women Destroy the One Thing Men Need Most (And Don’t Even Realize They’re Doing It)
Übersetzung:
Warum Frauen das zerstören, was Männer am meisten brauchen (und dabei nicht einmal merken, dass sie es tun)
Der Titel des Blogartikels ist übrigens bewusst als Anlehnung an das Englische gewählt. Im Deutschen würde man eher formulieren:
„Für Männer ist Frieden so wichtig wie die Luft zum Atmen.“
Der von mir gewählte Titel, „Männer brauchen Frieden so wichtig wie die Luft zum Atmen“, orientiert sich an der englischen Formulierung “Men need peace as much as they need air to breathe”. Damit soll die Verbindung zu der englischsprachigen Quelle des Beitrags angedeutet werden.
Zuerst bette ich den Film ein und danach folgt der komplette Text in deutscher Übersetzung:
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=6o-z5TtAivQ
Und nun folgt der mit Hilfe von google und deepl ins Deutsche übersetzte Text:
Hier spricht Mr. Eugene, und heute beschäftigen wir uns mit einem zentralen Grund für das Scheitern so vieler moderner Beziehungen. Etwas so Fundamentales für das männliche Glück, dass dessen Verlust einem Sauerstoffmangel gleichkommt. Und doch zerstören viele Frauen es systematisch, ohne zu verstehen, was sie tun oder warum es so wichtig ist.
Wir sprechen von Frieden – männlichem Frieden. Die Stille, die Ruhe, die Abwesenheit unnötiger Konflikte und Dramen, die es einem Mann ermöglicht, klar zu denken, sich selbst zu regulieren, seinen Tag zu verarbeiten und einfach zu existieren, ohne ständige Reize oder emotionale Belastung.
Männer brauchen nicht viel, um im Grunde zufrieden zu sein. Das ist eine beobachtbare Tatsache, die jeder versteht, der Männer beobachtet hat. Ein Mann mit einer sinnvollen Arbeit, einem Ziel im Leben, grundlegendem Respekt und beständigem Frieden kann mit einem Leben, das Außenstehenden vielleicht karg oder unzureichend erscheint, zutiefst zufrieden sein. Doch nimmt man ihm den Frieden – füllt man seine Umgebung mit ständigem Lärm, ständigen Anforderungen, einem ständigen emotionalen Auf und Ab, mit dem er umgehen muss –, dann nimmt man ihm die Grundlage für alles andere.
Das Tragische daran ist, dass die meisten Frauen den Frieden ihrer Männer nicht absichtlich zerstören. Sie wollen ihre Partner nicht unglücklich machen. Oft möchten sie aufrichtig gute Partnerinnen sein. Doch sie können ihren Männern nicht das geben, was sie am meisten brauchen, weil sie es nicht ertragen können. Sie können ihnen keinen Frieden schenken, weil sie selbst keinen inneren Frieden finden.
Anstatt dieses Unbehagen auszuhalten, anstatt die nötige innere Arbeit zu leisten, um echte Ruhe zu erlangen, übertragen sie ihr inneres Chaos auf die Beziehung und zerstören genau das, was ihre Männer brauchen, um an ihnen gebunden zu bleiben. Dies ist kein kleines Problem, das nur wenige Beziehungen betrifft. Es ist ein Muster, das sich in den meisten modernen Ehen und langjährigen Partnerschaften wiederholt. Es zerstört sie von innen heraus, während beide Partner ratlos sind, was eigentlich schief läuft.
Der grundlegende Unterschied liegt darin, wie Männer und Frauen mit Stille umgehen.
Stellen Sie sich ein Gedankenexperiment vor: Ein Mann sitzt eine Stunde lang schweigend da. Kein Telefon, kein Fernseher, kein Buch, keine Gespräche – nur er allein mit seinen Gedanken in einem ruhigen Raum, sechzig Minuten lang. Dieses Bild ist leicht vorstellbar. Viele Männer haben es schon getan. Es ist weder ungewöhnlich noch pathologisch. Es ist einfach ein Mann, der sich in seiner eigenen Gegenwart wohlfühlt, seine Gedanken verarbeitet, nachdenkt, sich selbst reguliert und friedlich in Stille existiert.
Stellen Sie sich nun eine Frau vor, die dasselbe tut – eine Stunde lang in vollkommener Stille zu sitzen, ohne dass sie von ihren Gedanken abgelenkt wird. Vielen Menschen fällt es schwer, sich das vorzustellen. Wenn sie es können, stellen sie sich oft jemanden vor, der sich unwohl fühlt, ängstlich ist, nach seinem Handy greift, immer wieder aufsteht und versucht, die Stille zu brechen.
Dies wird als beobachtbares Muster beschrieben. Zu verstehen, warum es existiert, gilt als Schlüssel zum Verständnis dafür, warum die innere Ruhe von Männern oft gestört wird, selbst wenn Frauen es nicht beabsichtigen.
Männer betrachten Einsamkeit und Stille oft als Chance – eine Chance, klar zu denken ohne äußere Störungen, Emotionen innerlich zu verarbeiten, ohne sie nach außen drücken zu müssen, sich zu erholen und zu einer inneren Ruhe zurückzufinden. Für viele Männer sind regelmäßige Phasen der Stille und des Alleinseins kein Luxus, sondern Voraussetzung für ihre psychische Gesundheit.
Frauen hingegen, so die Argumentation, erleben Stille oft anders. Allein mit ihren Gedanken zu sein, kann Unbehagen auslösen. Ihr innerer Monolog kann lauter werden, die Emotionen intensiver, die Angst stärker. Anstatt dieses Unbehagen auszuhalten, besteht der Instinkt darin, ihm durch Stimulation zu entfliehen: Gespräche, Aktivitäten, Pläne, soziale Interaktion oder Konflikte. Alles, was die Stille mit Lärm füllt und die Aufmerksamkeit nach außen lenkt.
Aus dieser Perspektive verschwindet der innere Frieden des Mannes, denn wer innere Stille nicht ertragen kann, neigt dazu, Stille aus seiner Umgebung zu verbannen. Der Mann, der diese Stille braucht, um innere Ruhe zu bewahren, entdeckt, dass das Zuhause – der Ort, der eigentlich ein Zufluchtsort sein sollte – zu einer weiteren Quelle des Chaos wird.
Die Erklärung geht dann auf das Grübeln ein. Grübeln bedeutet, dieselben Gedanken, Sorgen und emotionalen Muster immer wieder ohne Lösung zu durchleben. Es wird behauptet, dass der innere Dialog der Frau oft vom Grübeln dominiert wird, wenn kein äußerer Reiz vorhanden ist. Gedanken kreisen um vergangene Gespräche, analysieren verborgene Bedeutungen, sorgen sich um zukünftige Ereignisse, spielen Konflikte erneut durch, hinterfragen Entscheidungen und malen sich Szenarien aus, was schiefgehen könnte.
Der innere Monolog des Mannes wird anders beschrieben. Wenn ein Mann in Stille verweilt, kreisen seine Gedanken möglicherweise um Problemlösungen: Er plant die Aufgaben des nächsten Tages, löst berufliche Probleme und denkt über praktische Fragen nach. Selbst wenn er nicht aktiv Probleme löst, können die Gedanken einfach vorbeiziehen, ohne emotionale Dringlichkeit auszulösen.
Dieser Unterschied im inneren Erleben wird als zentrale Unvereinbarkeit im Umgang von Männern und Frauen mit Stille dargestellt. Der Mann empfindet Stille als beruhigend, die Frau hingegen als aktivierend. Der Mann sucht Stille, um zur Ruhe zu kommen; die Frau meidet Stille, weil sie ihre innere Aktivität verstärkt.
Die Diskussion beschreibt anschließend Mechanismen, durch die der Frieden in Beziehungen gestört wird.
Ein Mechanismus besteht darin, Probleme zu erfinden, wo keine sind. Ein Mann kommt müde von der Arbeit nach Hause und braucht Ruhe, um abzuschalten. Seine Stille schafft Raum. Dieser Raum ermöglicht es ihm, zu grübeln. Fragen tauchen auf: „Was ist los?“ „Bist du sauer auf mich?“ „Warum bist du so still?“ Selbst wenn er sagt, dass alles in Ordnung ist, kann die Angst eingebildete Erklärungen hervorrufen. Anstatt diese Angst innerlich zu bewältigen, wird ein Konflikt nach außen getragen. Die dringend benötigte Ruhepause wird zum Streit.
Ein weiterer Mechanismus ist ständige soziale Aktivität. Manche Menschen fühlen sich unwohl mit ungeplanten Abenden oder ruhigen Wochenenden, sodass ihre Kalender mit Verabredungen, Veranstaltungen und Aktivitäten gefüllt werden. Für jemanden, der die ganze Woche gearbeitet hat und sich ein ruhiges Wochenende wünscht, kann dies sehr anstrengend sein. Wenn er den Wunsch äußert, zu Hause zu bleiben, kann dies als Zurückweisung statt als Ruhebedürfnis interpretiert werden.
Ein dritter Mechanismus ist anhaltende emotionale Instabilität. Wenn die Stimmung unvorhersehbar schwankt und ständige Deutung und Bewältigung erfordert, ist der Partner für die Bewältigung der emotionalen Turbulenzen verantwortlich. Statt Ruhe herrscht eine Atmosphäre der Wachsamkeit und Anspannung.
Ein vierter Mechanismus besteht darin, Stille mit Lärm zu füllen – durch ständige Gespräche, Fernsehen, Musik oder Aktivitäten. Für jemanden, der wahre Ruhe zum Nachdenken und Abschalten braucht, kann ständige Stimulation erdrückend wirken.
Mit der Zeit können diese Dynamiken Beziehungen schädigen. Ein Mann fühlt sich möglicherweise bei der Arbeit entspannter als zu Hause. Er bleibt womöglich länger im Büro, nicht weil er die Arbeit liebt, sondern weil sie mehr Vorhersehbarkeit und Ruhe bietet. Er teilt seine Gedanken möglicherweise nicht mehr mit anderen, weil Momente der Stille als Probleme missverstanden werden.
Die emotionale Distanz kann wachsen. Die Anziehung kann schwinden, wenn die Beziehung nie Ruhe zulässt. Schließlich zieht sich ein Partner emotional zurück oder beendet die Beziehung ganz.
Ein zentrales Missverständnis betrifft die Interpretation von Bitten um Ruhe. Wenn ein Mann sagt, er brauche Ruhe, interpretieren manche Partnerinnen dies als Ablehnung oder Rückzug. Doch gemeint ist oft einfach nur das Bedürfnis, abzuschalten, den Tag zu verarbeiten und das emotionale Gleichgewicht wiederherzustellen.
Eine Partnerin, die dies versteht, gibt ihm Freiraum und sieht es als Unterstützung für die Beziehung, nicht als Bedrohung.
Die Erzählung schließt mit dem Hinweis, dass das Erlernen von Toleranz gegenüber Stille, Ruhe und innerem Unbehagen zu einer ruhigeren Beziehung beitragen kann. Praktiken wie Meditation, Zeit in der Natur oder einfach das Nachdenken über die eigenen Gedanken werden als Möglichkeiten zur Entwicklung dieser Fähigkeit vorgeschlagen.
Die Botschaft für Männer lautet: Das Bedürfnis nach Ruhe ist legitim, und Grenzen für Ruhe und Erholung sind wichtig. Die Wahl einer Partnerin, die dieses Bedürfnis respektiert, wird als entscheidend für eine langfristige Stabilität der Beziehung dargestellt.
Die zentrale These lautet, dass Ruhe die Grundlage für das Wohlbefinden vieler Männer bildet. Beziehungen, die dieses Bedürfnis anerkennen und schützen, gelten als erfolgversprechender, während solche, die es ignorieren, Schwierigkeiten haben können.
Ohne jetzt das Video schon gesehen zu haben, fiel mir beim Lesen der Übersetzung spontan ein alter Loriot-Sketch ein:
https://youtu.be/n-EoMUB939M
Ich als Frau bekomm auch gleich keine Luft mehr, wenn ich das les.
Frauen tragen ein kollektives Traum-von den unzähligen Übergriffen über Jahrtausende des Patriarchats.
Sorry, dass wir in Eurer Gegenwart unruhig sind.
Das klingt nach Freud.
Und den kann ich genauso lesen, wie diesen Artikel.
Sorry Konstantin, ich schätze deine Arbeit sehr. Aber da muss ich widersprechen.
~~~~~
Hallo Punam,
wolltest Du schreiben: „… ein kollektives Trauma von …“?
Freud habe ich nicht gelesen.
Der von mir angegebene Text bezieht sich nicht darauf, daß Frauen in der Gegenwart von Männern, also durch die Nähe von Männern unruhig sind. Es geht darum, daß Männer anders funktionieren als Frauen.
Im übrigen haben Männer auch kollektive Traumata seit Jahrtausenden.
Alleine schon die üblich gewordene Wortwahl „Männer und Frauen“ ist verachtend gegenüber Männern.
Die passenden sprachlichen Wortpaare lauten:
Gentleman und Lady
Sir und Dame
Herr und Frau (siehe auch: Freiherr/Freifrau – Gutsherr/Gutsfrau – Hausherr/Hausfrau)
Mann und Weib
Man schreibt bei der Briefanrede beispielsweise richtig: „Sehr geehrter Herr …, sehr geehrte Frau…“
Mit der Wortwahl „Frau“ wird eine höfliche Anrede verwendet und mit der zeitgleichen Wortwahl „Mann“ wird der Herr entehrt und herabgewürdigt auf sein Geschlecht.
Im übrigen können Frauen sehr wohl übergriffig gegenüber Männern (oder soll ich schreiben: „Herren“?) handeln und zwar brachial und massiv.
Viele Grüße
Konstantin
Ich beobachte das nicht so.
Ich kann ruhig sitzen, während mein Freund ständig am Handy ist oder andere Berieselungen braucht.
Auch der Fetisch der Männer zu Maschinen kommt aus tiefer Unruhe, weil natürliche Prozesse ihnen nicht „schnell genug“ gehen.
Generell sind die meisten Menschen heute in konstanter Unruhe. Das würde ich keinem spezifischen Geschlecht zuordnen. Doch es scheint immer wieder verlockend, dem anderen Geschlecht die Schuld zu geben.
~~~
Hallo Leno,
der von mir angegebene Text soll dem weiblichen Geschlecht keine Schuld geben sondern helfen zu verstehen, das Männer anders sind.
Viele Grüße
Konstantin
Hallo Konstantin,
Nach den Erkenntnissen(nicht nur) der chinesischen Medizin sind Stille und Empfänglichkeit weibliche Eigenschaften . . . So hast Du in Deiner Erzählung dem Mann weibliche Eigenschaften zugesprochen, während Du die Frau als männlich agierend (unruhig, drängend , ungeduldig. . o.ä.) beschrieben hast. . . .
Das Chinesische Medizin-Wissen unterscheidet Männer und Frauen, sowie andere nicht so genau definierbare Menschen NICHT dadurch dass sie entweder NUR weiblich oder nur männlich sind.
ALLE Menschen sind aus energetischer Sicht zur Hälfte weiblich und und zur Hälfte männlich, wobei (unabhängig von der äußeren Gestalt) der Eine mal mehr männlich und der Andere mal mehr weiblich agiert.
~~~
Hallo Tara,
eine üblich den Männern zugeschriebene Eigenschaft ist logisches Denken.
Dein Name Tara (wenn er denn stimmt und kein Avatar ist) klingt weiblich.
Also sollte ich logisches Denken nicht unbedingt voraussetzen, sondern eher emotionale Wahrnehmung und Interpretation.
Du schreibst: „So hast Du in Deiner Erzählung dem Mann weibliche Eigenschaften zugesprochen, während Du die Frau als männlich agierend (unruhig, drängend , ungeduldig. . o.ä.) beschrieben hast.“
Rein logisch betrachtet ist diese Aussage nicht wahr, denn ich habe in meinem Blogeintrag einen Film empfohlen und dessen Text übersetzt wiedergegeben.
Ich habe darin weder Männlein noch Weiblein Eigenschaften zugesprochen.
Meine Wertung war alleine: „Ich empfinde den Film bemerkenswert“.
Gleichwohl kann es so sein, daß Du den Text des Filmes wahrgenommen hast, also ob ich mich mit dem Text identifiziere.
Unabhängig von Deiner falschen Zuschreibung zu mir, mag ich inhaltlich zu Deinem Text folgendes anmerken:
Sicherlich sind Stille und Empfänglichkeit weibliche Eigenschaften.
Und Männer sehnen sich danach, sie brauchen diesen Gegenpol zu ihrem agierenden Sein (unruhig, drängend, ungeduldig… wie Du es beschreibst).
Es ist auch typisch männlich, nach getaner Arbeit mit anderen Männern am Lagerfeuer zu sitzen und die Ruhe zu genießen.
Wenn die Welt noch in Ordnung wäre, Männer Männer sein dürften und Weiber Weiber, dann würde es diesen Film wohl auch nie gegeben haben.
Da aber Weiber dazu gedrängt werden sich als „Frau“ zu bezeichnen und „ihren Mann zu stehen“, sind ihnen die eigentlich weiblichen Eigenschaften, Stille und Empfänglichkeit, abhanden gekommen.
Deshalb haben echte Männer auch immer weniger Interesse an den „Frauen“, die ihr eigentliches Sein verloren haben.
Diese Aussage: „ALLE Menschen sind aus energetischer Sicht zur Hälfte weiblich und und zur Hälfte männlich“ kann ich respektieren als Deine persönliche Entscheidung, die jedoch meiner Wahrnehmung nach nichts mit der Realität sondern mit feministischer Falschdenke zu tun hat.
Viele Grüße
Konstantin
ich finde den Text sehr interessant. ich stimme aus der Sicht einer im weiblichen Körper geborenen Seele, dass sich die 2 Gruppen (man und Weib) deutlich unterscheiden. a
Allerdings stellt dieser Artikel nur einen Bruchteil der Mosaik. Beim Lesen entsteht der Eindruck, dass jegliche Verantwortung für die Beziehung in den weiblichen Händen lliegt. Den alleinigen persönlichkeitswachstum sollen nur die Frauen leisten.
Wie gesagt, das Thema ist viel komplexer. Jeder von uns sollte weiblichen und mänliche Energie in sich tragen und seinen persönlichen Balance finden, um beide Hemisphären im Hirn zu verbinden. Unsere HOCH ENTWICKELTE WESTLICHE GESELLSCHAFT bringt uns aber dazu, dass wir ALLE, also sowohl Herren als auch Frauen nicht mehr mit uns selbst verbunden sind, dass wir (fast) alle mit Fokus an die linke Hemisphäre erzogen wurden, sodass die Frauen funktionieren MÜSSEN wir die Herren… Und die Herren gar nicht mehr fähig sind die rechte Hemisphäre zu nutzen und nur noch in Logik und Leistung verharren…Wir leben gegen die Natur gegen unsere innere Uhr. Es ist klar, wenn der Herr um 18:00 oder 19:00 Uhr von der Arbeit kommt, dass er nach dem Essen nur noch Ruhe will. Aber die Frau hat doch auch ihre Bedürfnisse. Und meistens stellt sie sich hinter dem Herrn an. Es muß alles in Balance bleiben. Und eine Beziehung ist wie ein Garten. Man muss sie pflegen, sich kümmern, wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät. Hier spielt es dann keine Rolle ob ich Mann oder Weib bin. Der/die andere ist mein Garten.
Ich sehe das Problem, dass die Weiber gezwungen sind, wie die Männer zu funktionieren und genauso auf Leistung getrimmt sind, was ihnen die weibliche Energie und Anziehungskraft wegnimmt. Außerdem vergisst man in der westlichen Gesellschaft, das eine Frau (ÜBERRASCHUNG!) eine FRAU ist, dass heiẞt, sie hat tatsächlich Periode und dadurch schwanken ihre Hormone. Das ist aber vielen (egal ob Frau oder Herr) nur bewusst, wenn die DOFE PERIODE wieder da ist… Damit möchte ich sagen, dass es unsere Natur ist und dur die männlich geprägte Gesellschaft die Frauen ihren Raum schon längst verloren haben um ihren zyklischen Frieden zu finden.
Also was war früher Ei oder die Henne? Die Weiber sollen verstehen, die Männer brauchen ihre Ruhe und die Männer sollen verstehen, die Weiber haben eigene Energie und Emotionen sind weiblich. (Und warum haben die meisten von uns überhaupt Problem damit, wenn jemand „unerwünschte“ Emotionen zeigt? Da möchte ich jetzt nicht mehr reingehen) Also wenn die Emotionen besonders ein Teil der weiblichen Energie sind und die werden abgelehnt, dann werden wir wieder nur konditioniert und können uns nicht in der Beziehung entfalten. Es entsteht Frust und Unzufriedenheit und die bekommt man zu spüren.
danke für die Möglichkeit etwas zu philosophieren:)
LG Andrea
Meine persönliche Erfahrung:
Also Konstantin hat etwas Wesentliches beobachtet und in seine Worte gefasst. Als Mann kann ich das Gesagte sehr gut nachempfinden. Ich versuche das Thema vor dem Hintergrund meiner eigenen Erfahrungen mal weniger ausführlich zu erfassen.
Kann es sein, daß heutige Frauen stärker an die Leistungsgesellschaft angepasst sind, weil mehr von ihnen eine narzisstische Störung mit sich herumschleppen, ohne die geringste Ahnung davon zu haben bzw. eine solche Diagnose kategorisch zurückweisen würden. Und diese Problematik führt im Zusammenleben mit einem
Mann, der in seiner Kindheit mehr um seiner Selbst geliebt worden ist zu erheblichen Friktionen. Inzwischen nämlich werden Mädchen zu mehr Leistungen dressiert als das bei Jungs der Fall ist. In der Folge ist die Entfremdung vom eigenen Selbst bei Frauen mehrheitlich stärker ausgeprägt.
Ich bitte um Diskussionsbeiträge