Fragen an Konstantin

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Samstag 13. April 2019

Meine Distanz zu Rechtsextremen und Linksextremen

Es ist schon erstaunlich. Immer mal wieder bekam ich Aufforderungen mich von diesem oder jenem zu distanzieren, weil ich sonst mit diesem oder jenem in Verbindung gebracht werden würde. Eine Bekannte sagte zu diesem Dilemma: „Ich muss mich nicht von Leuten abgrenzen, mit denen ich sowieso nichts zu tun habe.“

Nun, man kann das so sehen. Doch was ist, wenn diejenigen, mit denen man nichts zu tun hat, so tun, als hätte man mit jenen etwas zu tun?

Außerdem: Es gibt so dermaßen vieles, was man nicht ist. Weit mehr, als das, was man ist.
Ich vergleiche das mal mit eine Dose Lackfarbe. Wenn dort drauf steht: „Enthält kein Lindan“ oder: „Enthält kein DDT“

Solche Sprüche sagen nichts aus. Denn diese Stoffe sind sowieso nicht in Lack, weil die hierzulande grundsätzlich nicht in Farbe drin sind.
Solche Sprüche nennt man: „negative Teildeklaration“

Bei tausenden, ja zehntausenden an jährlich neu entwickelten chemischen Verbindungen könnte man Bücher füllen mit allem, was nicht in einem Produkt enthalten ist. So was ist also sinnlos! Viel interessanter ist eine „positive Volldeklaration“, also die offene, klare Mitteilung, was in einem Produkt drin ist, bzw. wie die eigene Weltanschauung aussieht, was die eigene Ausrichtung ausmacht, was man tut, welche Leistungen man anbietet.

Ergänzend beinhaltet die Forderung „sich von etwas distanzieren zu sollen“ eine Unterstellung, und zwar dergestalt, daß man dort sei, von wo man sich distanzieren solle. Das Wort „distanzieren“ ist ein Verb, also die Beschreibung eines zeitlichen Vorganges. Das Hauptwort „Distanz“ ist dagegen etwas feststehendes. Wenn also irgendwer beispielsweise meint, man solle sich distanzieren von rechtsextremem Gedankengut, dann unterstellt dies, daß man eben jenes rechtsextreme Gedankengut hätte, was als schwere Beleidigung empfunden werden kann, sofern dies nicht der Fall ist!

In meinem Leben war es so, daß ich „Linke“ wahrnehmen konnte während den Demonstrationen in Wackersdorf gegen die WAA. Zuerst sah ich sie im Hüttendorf und später mit Sägen am Bauzaun (also Gewalt = Linksextrem). Ich beteiligte mich nie an Zerstörung, ich schaute vielmehr zu und machte mir Gedanken. Später lebte ich während meines Architekturstudiums in einer Bauwagensiedlung mit Menschen, die sich selbst als „Linke“ bezeichneten und in ihrem Verhalten teilweise extrem waren. Insofern kann ich durchaus schreiben, daß ich vor Jahrzehnten Kontakt zu Linksextremen hatte und mich seit über 25 Jahren von Linksextremen distanziert habe.

Mit „Rechtsextremen“ habe ich noch nie zusammen gelebt, ja noch nicht mal einen kennengelernt. Wie könnte ich mich von etwas distanzieren, wo ich nie war? Ich kann jedoch leichten Herzens schreiben, daß ich in Distanz zu Rechtsextremen bin; besser gesagt: war, bin und die Absicht habe auch in Abstand zu bleiben.

In diesem politischen Zusammenhang meine ich beim Nutzen des Begriffes „extrem“ die Neigung und Bereitschaft Gewalt anzuwenden.

Im Unterschied dazu empfinde ich das Wort „extrem“ in anderen Bereichen des Lebens als wertschätzend: Beispielsweise im Sport gewinnt nur derjenige, der an die äußerste Grenze geht, der teilweise nur mit hundertstel Sekunden schneller ist als alle anderen, oder beim Bergsteigen, wenn jemand ohne Sauerstoffgeräten auf 8000er steigt. So was nennt sich Extremsport und da ist die Nutzung des Wortes „extrem“ gut und passend. Anders als „extrem“ geht so was gar nicht. Ich sehe solchen Extremsport zwar auch tendenziell als Anwendung von Gewalt, jedoch nicht gegen andere Menschen, sondern gegen sich selbst. Das ist zwar nicht mein Ding, aber diese Freiheit lasse ich jedem.

In politischem Kontext bedeutet „extrem“ jedoch üblicherweise Anwendung von Gewalt GEGEN andere Menschen (physisch, emotional und mental). Und Gewalt ist für mich nur in Notwehr und auch da nur sehr bedingt und begrenzt passend.

Anders ist es mit dem Begriff „radikal“, also z.B. Linksradikal und Rechtsradikal. In Gesprächen und Pressetexten wird selten unterschieden zwischen „extrem“ und „radikal“, es bedeutet jedoch etwas grundlegend anderes. Das Wort radikal stammt vom lateinischen Wort ‚radix‘, was Wurzel bedeutet. Das Herkunftswörterbuch schreibt über „radikal“:

von Grund auf, gründlich; bis zum äußersten gehend, hart und rücksichtslos, […] eingewurzelt […] angeboren, angestammt, natürlich […] unnachgiebiges Verfolgen von Zielen.

Nun, hier wird erkennbar, daß das Wort ‚radikal‘ Bedeutungen beinhaltet, die durchaus angenehm wahrgenommen werden können: gründlich, natürlich, angeboren. Andere Bedeutungen, wie hart und rücksichtslos, wirken jedoch abstoßend. Selbst das „unnachgiebige Verfolgen von Zielen“ kann durchaus einen sehr angenehmen, bereichernden Mitmenschen auszeichnen, denn dies ist praktisch immer die Verhaltensweise von allen Erfindern, Entwicklern und Unternehmern, die der Menschheit das Überleben ermöglicht und den Komfort für die breite Masse gebracht haben.

Im politischen Kontext übe ich mich deshalb darin wahrzunehmen wie denn das Wort „radikal“ gemeint sein könnte, sofern es irgendwo auftaucht. Beispielsweise bezeichnet sich der Berliner Lehrer Nikolai Nerling als „Volkslehrer“ und als „rechtsradikal“ im Sinne von: rechts=anständig und radikal=verwurzelt. Wenngleich seine Ansichten und meine deutlich auseinander liegen, so kann ich seinem Wirken beim besten Willen keine Gewalt, keinen Extremismus andichten.

Und wenn ich den Begriff „radikal“ selbst benutze, ergänze ich es entweder mit einer Erklärung oder beobachte, ob es auch ohne Erklärung so verstanden wird, wie ich es beabsichtigt habe.

Meine Forschungen für Naturbauten aus lebenden Gehölzen (www.naturbauten.org) kann man durchaus als „extrem“ bezeichnen, weil ich absichtlich die äußerste Grenze ausloten will, was denn wachsbar ist, quasi wie im Sport: Noch ein ganz bißchen mehr müsste doch gehen, … dann noch ein wenig… Schnell landet man in Bereichen, die für eine Anwendung im Alltag nicht taugen. Wenn man jedoch die Grenzen des Möglichen kennt, dann ist besser einschätzbar, wo der nutzbare Korridor für Anwendungen liegt.

Außerdem kann man diese lebenden Baumhäuser durchaus als „radikal“ bezeichnen, weil sie nur mit Wurzeln am Leben bleiben, sie sind unnachgiebig an einem Standort verwurzelt.

Nach diesem geistigen Exkurs zurück zum Anfang dieses Blogeintrages:

Ich stehe in Distanz zu Rechtsextremen und Linksextremen!

Doch was ist, wenn diejenigen, mit denen man nichts zu tun hat,
so tun, als hätte man mit jenen etwas zu tun?

Das Ganze wird zum besonderen Dilemma, wenn dann noch angebliche Zusammenhänge, die es gar nicht gibt, veröffentlicht werden. Ich hatte das schon mehrfach mit Journalisten, die eher Propaganda produzierten und in Text und Film alles mögliche zusammenbrachten, was nichts miteinander zu tun hat. Beispielsweise bei Berichten über die Anastasia-Bücher. Da gibt es mittlerweile eine ganze Flut an Beiträgen in Massenmedien mit immer gleichen Inhaltsbrei, der einfach nicht stimmt. Da wurden Zitate aus dem Zusammenhang gerissen, Nebensächlichkeiten aufgebauscht, Randphänomene als zentral dargestellt und vieles mehr. Und dann wundern sich die Medien über sinkende Umsätze und Worte wie „fake-news“? Ist doch logisch, daß dies passiert. Die Menschheit ist nicht blöd und lässt sich nicht auf alle Zeit für dumm verkaufen!

Mittlerweile gibt es jedoch auch Störer und Tatsachenverdreher, die sich selbst als Anastasia-Freunde ausgeben und quasi „aus Innen heraus“ Unfrieden stiften innerhalb der „eigenen Reihen“. Hiermit umzugehen fällt deutlich schwerer als mit falschen Darstellungen der Presse von außen. Andererseits hängt beides zusammen: Die Presse stürzt sich derart gerne auf die extremen Aussagen solcher Leute, so daß der Gedanke im Raum auftaucht, ob diese Störer von der Presse eingeschleust wurden, ob sie „Maulwürfe“ im Sinne von Agenten sind. Nun will ich absichtlich keine Namen nennen, um nicht auch noch für die Störer Werbung zu machen.

Passenderweise kam vor ein paar Tagen ein neuer Hetzstreifen im TV gegen die Anastasia-Bücher und deren Leser, diesmal im ARD. Darin berichten die Filmemacher über ihre „zweijährige Undercover Recherche“. Über diese Aussage, kombiniert mit den gezeigten Bilder ist klar erkennbar, daß diese Presseleute sich tatsächlich mit versteckter Kamera in private Kreise der Anastasia-Leser eingereiht haben. Wer weiß, was sie selbst alles an Kommentaren gebracht oder provoziert haben, die sie selbst aufzeichnen wollten?

Nun kam vor ein paar Tagen eine Einladung zu einem „Anastasia-Thing“, also einem Treffen von Anastasia-Lesern.

Leider ging diese Einladung an knapp 30 Personen (die mir nur teilweise bekannt sind) über das email-CC Feld, daß heißt: Jeder Empfänger bekam die Liste aller anderen Eingeladenen!

Im Text steht dann z.B. „Für uns ist am xxxx 2019 ein Garten bei xxxx in Thüringen reserviert.“
Und: „Bitte schaut auch in die Adressliste, wenn ich jemand wichtigen vergessen haben sollte, dann schickt es in eurer Verantwortung weiter. Allerdings nur an jene für welche ihr persönlich bürgen könnt.“

Offensichtlich ist es Absicht gewesen, daß alle Empfänger die Adressliste bekamen!
Ich habe dem Absender jedoch nie mein Einverständnis gegeben für so eine Veranstaltung eingeladen zu werden, und erst recht nicht, daß meine Adresse an mir Unbekannte weiter gegeben wird.

In der Themenliste finden sich z.B. diese Punkte:

  • Strategie wider den Vorwürfen der Presse und Politik (Sekte, völkisch, antisemitisch, rechtsextrem, braun,…)
  • Bund/Dach der Anastasiafreunde in Deutschland

Gleich beim ersten Punkt werde ich stutzig: Kam diese Einladung womöglich von jemandem, der mit der Presse zusammen arbeitet? Wer sich gegen etwas einsetzt fördert genau jenes. Simples Beispiel: Denke nicht an einen Elefanten! Was tut man? Man denkt dran.

Und der zweite genannte Punkt ist der ganz große Knaller: Das Thema „Bund gründen“ war schon vor drei Jahren bei einem Treffen dabei, das von jemand anderem organisiert war und bei dem ich dabei war. Ich hatte seinerzeit vehement gegen solch einen „Bund“ Stellung bezogen, jedoch war offensichtlich, daß mehrere Personen fast mit Gewalt so eine Organisation einführen wollten. Es ist so klar, daß eine derartige Struktur in keiner Weise zur dezentralen Selbstverantwortung des Einzelnen passt. Bei einem Telefonat kurz nach dem Treffen hörte ich von einem Mann, der diesen „Bund“ besonders krass forderte, daß es diesen Bund bräuchte um politische Macht aufzubauen, damit jeder seinen Hektar bekäme, auch der, der ihn nicht wolle… Das sprach er in einem Brüll-Kommando-Tonfall, daß es mir kalt den Rücken herunter lief. Ich hatte lange nicht über dieses Ereignis geschrieben. Ich versuchte an erster Stelle das Erlebte in mir zu verarbeiten und meinen inneren Frieden wieder zu finden. Dann hoffte ich, daß die Störer zur Besinnung kommen, bei mir um Entschuldigung bitten und sich erkundigen, wie es mir geht. Doch weit gefehlt. Zuerst dachte ich, es sind vielleicht Narzissten. Und diese interessieren sich nicht, ob andere Menschen unter ihnen leiden. Doch vielleicht ist alles ganz anders: Vielleicht sind diese Störer genau jene, die die Presse eingeschleust hat um dann später darüber zu berichten? Siehe dazu auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Agent_Provocateur

Landen wir bald in einer Art DDR 2.0 in der jeder dem anderen mißtraut, weil er ja ein Spitzel sein könnte, eine versteckte Kamera dabei haben könnte usw.? Wer kümmert sich bei der Presse noch um Datenschutz, Respekt, Würde des Menschen? Sollten andererseits ab sofort alle eigenen Treffen von allen Seiten mit Kameras gefilmt werden, so daß auch alle Presse-Agenten auf dem eigenen Band landen und man sie später, nach der Enthüllung, mit Gesicht und Ton anprangern kann? Für mich keine schöne Vorstellung.

Ich sprach mit zwei Freunden über diese Einladung und ich erfuhr was Tatsachenverdreher schon getan hatten: Auf einer Webseite zum Anastasia-Festival wurde im Juni 2018 veröffentlicht, daß es 2018 kein zentrales Fest geben würde, sondern Treffen in Regionen stattfinden.
Sogar eine Veranstaltung von mir (inkl. meiner Adresse) wird dort gelistet, obwohl ich dies nicht genehmigt habe!
Es steht dort die Unterschrift: „Einstimmig am 10.6.2018, Anastasia Thing, Bad Freienwalde“.

Was für ein Quatsch! Als hätte dort irgendwer irgendwas zu beschließen und über andere zu bestimmen.

Ich kann jenen ihr falsches Treiben nicht verbieten. Ich kann jedoch darauf hinweisen daß es solch übergriffiges Verhalten gibt, Bestrebungen, die zentrale Organisationen erschaffen wollen. Ich kann davor nur warnen bitte nicht auf solche Maulwürfe herein zu fallen und ihnen zu folgen und ich kann veröffentlichen, daß ich zu extremen, übergriffigen, narzistischen und rechtsextremen Personen auf sehr großer Distanz stehe und grundsätzlich gegen „Anastasia-Bund/Dach“ – Organisationen etc. eingestellt bin.

Ist dieser Text, diese Distanzierungserklärung, nun ein Nutzen für die weitere Entwicklung der Menschheit?
Ich hoffe es.
Werden diejenigen Kritiker, die von mir eine Distanzierungserklärung wünschten, mich nun achten und respektieren?
Kann ich schlecht einschätzen.

Daher mein abschließender Kommentar zum Thema:

Mögen die Meschen ihr Herz öffnen, spüren lernen, ihren Gefühlen sowie ihrem Verstand vertrauen und immer wachsam bleiben insbesondere wenn irgendwelche Aktivisten mit etwas verlockendem, etwas „nur gutem“ aufwarten. Es könnte sich erweisen als „Speck in der Mausefalle“.

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