Fragen an Konstantin

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Freitag 24. Mai 2019

Erwin Thoma: Häuser wie der Baum, Städte wie der Wald

Ein besonderer Vortrag von Erwin Thoma!

Zur Einstimmung zitiere ich aus den ersten Minuten:

Min 4:00 bis 5:40
Immerhin bewegen die Wälder der Erde mehr Masse mit dem Wirtschaftszweig der Menschheit mit dem die Menschen am meisten bewegen: die Bauwirtschaft.
Es gibt keinen Wirtschaftszweig auf Erde, der mehr Material herumschaufelt, bewegt, aufbaut, rückbaut, hin und her, wie die Bauwirtschaft und die Wälder, die bilden noch mehr Masse und führen es wieder zurück.
[…]
Da gibt es einen großen Unterschied: Der Mensch, wie die Bäume bewegen sehr viel auf der Welt, aber die Bauwirtschaft ist der Wirtschaftszweig der Menschheit, der am allermeisten Energie verbraucht, von allem, was wir auf der Welt treiben. In Deutschland verbraucht die Herstellung der Baustoffe, das Verarbeiten, das Bauen der Häuser, das Erhalten und Betreiben mehr als die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs dieses Landes und das ist in allen Industrienationen so. Und die selbe Bauwirtschaft verursacht weltweit in den Untersuchungen zum Weltmüllaufkommen der Menschheit mehr als die Hälfte des gesamten Abfalls auf Erden.

Der Wald, der noch mehr Material bewegt, verbraucht gar keine Energie, der nutzt nur das erneuerbare, bissl, was die Sonne auf jedes Baum scheint und kennt das Wort Abfall nicht. Der hat Kreislaufwirtschaft, der hat ein geschlossenes System.

 

Sehr interessant auch diese Zitate:

Min 1:20:00
Ich wurde auch heftig angegriffen von Seiten der chemischen Industrie – das war nicht so ohne! Die gesagt haben: Das ist ein Esoteriker! Der ist nicht ernst zu nehmen […] Die haben auch eine Fernsehsendung veranstaltet und der öffentliche Rundfunk hat mitgemacht und geschrieben, das das ein Blödsinn ist wenn einer die Bäume nicht vergiften will.

Min 1:22:50
Das war für uns eine extrem schwierige Zeit. Wir haben uns bemüht, Bäume so zu verarbeiten, das dies gesund bleibt.

Min 1:23:30
Wir sind die ersten Jahre nur angefeindet worden – auf der einen Seite. Auf der anderen Seite haben wir aber Kunden gefunden, die uns immer wieder Aufträge gegeben haben und leben haben lassen. Diesen Kunden der ersten Generation bin ich ganz besonders dankbar.

Das passt genau zur aktuellen Situation mit den Anastasia-Büchern und deren Lesern, die schon mehrfach angefeindet wurden auch unter Mitwirkung von Fernsehsendungen und öffentlichem Rundfunk. So bin auch ich besonders dankbar für alle bisherigen und aktuellen Kunden in unseren Shop: https://www.waldgartendorf.de/shop/

Min 1:49:40
Eine Energiewende ohne Baukulturwende geht nicht!
Es gibt, bei den ganzen Umweltproblematiken, die wir behandeln, es gibt kein einziges Thema, bei der wir nicht die Lösung in der Schublade haben. Aber es gibt so unglaubliche Machtinteressen, die die Lösungen verhindern, die gibt’s schon, das muß man sagen. Nur trotzdem, es hat sich noch immer das durchgesetzt, was das Leben fördert. […] Das ist die größte Kraft. Ich bin total, vollkommen zuversichtlich!

Min 1:53:00
Die Natur hilft immer, aber Du musst Dich trauen!

Min 2:02:00
Die Zeit ist zu knapp. Es geht nicht darum, daß wir, so wie wir es gewohnt waren, immer zwei Welten schaffen, nach dem Motto: Teile und herrsche! Es geht nicht, daß wir sagen: Dort ist die Naturheilkunde und dort die Schulmedizin. Es geht nicht, daß wir sagen: Da sind die verrückten Biobauern und dort ist die konventionelle Landwirtschaft, die leider nicht kann, wie das ganze Artensterben auslösen. Es geht nicht, daß wir sagen: Da sind die nachhaltigen Unternehmer, die braven, und dort sind die Bösen. Das ist vorbei! Das ist vorbei! Erfolgreich ist der, der so brüderlich agiert, wie es der Wald macht. Das können Sie mir glauben. Sonst niemand.

Min 2:03:50
Wenn einer sagt, wir haben Energieknappheit – diese Aussage ist an Dummheit nicht zu überbieten!
Wir haben ein echtes Problem, mit der Schöpfung umzugehen.
Wir haben ein echtes Problem, mit Monopolen, die geschaffen werden und Abhängigkeiten, die geschaffen werden.

Min 2:04:40
Mir kann keiner erzählen, daß wir Energiemangel haben. Wir haben Verteilungsthemen. Das haben wir. Weil es immer Leute gibt, die wollen einen Schalter, den sie so oder so legen können, und dann sind die anderen, die kleinen in meiner Hand. Das Thema haben wir. Und deshalb ist das Bestreben, das man unabhängig wird, beim Hausbau unabhängig und energieautark, unabhängig von Rohstoffausräubereien und solchen Sachen, daß man es regional mit Holz macht, das vor der Haustür wächst. Das ich unabhängig werde, weil mir beim Blackout keiner die Heizung ausschalten kann. Daß ich unabhängig werde, weil ich lerne, mich selbst gesund zu erhalten – bis ins hohe Alter. Das ich unabhängig werde, weil ich sage: Wenns ein Fleisch gibt, dann schmeckts mir, wenn gut ist, wenn ich weiß, daß das Tier nicht gequält ist und sonst kann ich locker monatelang ohne dem auskommen und komme mit den Nüssen und den Früchten aus, mit dem, was ich dort anpflanze. Diese Unabhängigkeit das ist die traumhafteste Grundlage um in die Fülle zu gehen. Das ist der größte Friedensdienst, den wir der Welt leisten können. Das ist der Weg, den wir gehen müssen.

Min 2:06:30
Das wichtigste ist, daß wir die Angst verlieren. Die Angst ist immer so ein Mittel, das alles blockiert. Das ist das wichtigste, daß man das versteht. Da wird uns tatsächlich erzählt, wir sind zu viel Menschen auf der Welt. Da gibt es Leute, die erzählen es allen Ernstes. Jetzt haben wir schon 8 Milliarden und wenns so weitergeht, haben wir nichts mehr zum beißen und so weiter. Oder sind wir 7 Milliarden? Wenn ich sage, der durchschnittliche Mensch wiegt 70 kg, vielleicht bei uns ein bißchen mehr, in Asien ein bißchen weniger […]. Dann gibt es derzeit ungefähr an Lebendgewicht aller Menschen 500 Millionen Tonnen. 7 Milliarden mal 70 kg sind 500 Millionen Tonnen, die da herumkrabbeln. Das sind angeblich zu viele.
Biologen haben ausgerechnet, wie viel die Termiten und Ameisen wiegen, die herumkrabbeln. Das Reich der Insekten entzieht sich ja uns – das unterschätzt man immer. Das sind sechs bis sieben Mal so viele! Haben Sie schon mal gehört, daß einer gesagt hat, die Termiten und die Ameisen, die Mistviecher, die fressen alles zusammen, da bleibt für uns nichts über?
Natürlich nicht! Die Erde trägt das leicht! Und an diesem plakativen Beispiel will ich noch eins sagen: In einem Punkt sind uns die Ameisen überlegen und sind sie weiser als wir: Die machen keine Wegwerfwirtschaft. Die machen Kreislaufwirtschaft.

Webseite von Erwin Thoma: https://www.thoma.at/holz100/

Passend dazu meine Webseite über gepflanzte, lebende Häuser aus wachsenden Bäumen: www.naturbauten.org

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