Konstantin Kirsch

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Samstag 18. November 2017

connectiv.events Die Plattform für alternatives Denken

Seit wenigen Tagen ist ein besonderes Internetangebot online:

connectiv.events

Die Initiatorin, Anna Maria August, habe ich vor mehreren Jahren kennengelernt. Jetzt ist ihr lange vorbereitete Vision an den Start gegangen. Auf der von ihr geschaffenen Plattform kommen viele Menschen und Veranstaltungen zusammen.

Statt vieler eigener Worte gebe ich die Presseerklärung wieder:

Kaum ein Bereich der Gesellschaft ist so gewachsen, ja explodiert, wie der Bereich der „Suchenden“. Dieser Aufbruch von Millionen auf der Erkundung nach neuen Antworten ist so vielfältig, wie auch gegensätzlich.

Es haben sich viele verschiedene „Szenen“ gebildet. Sozial engagierte Kreise mit neuen Gesellschaftsmodellen, aufklärerische und esoterische Kreise, eine vibrierende Szene von Heilern und Coaches aller möglichen Denkrichtungen, neue medizinische Herangehensweisen, politische Neuaufbrüche aller Art, Kreise für Gesundheit und Ernährung, die Rechercheure für Mystery und Extraterrestrisches, Menschen, die neue Lebensmodelle und Gemeinschaften entwerfen, politische Philosophen, andere, die neue Wirtschaftsmodelle austüfteln usw. Religionen werden hinterfragt, wieder andere entwickeln Modelle für autarkes Leben, Nachhaltigkeit und wie man eine von Vielen prophezeite Finanz- und Wirtschaftskrise überstehen könnte.

Bisher war jeder dieser Zirkel eine mehr oder weniger in sich geschlossene Welt und wer sich für mehrere Gebiete interessierte, musste auf der Suche im Internet viel Zeit verbringen. Man suchte nicht selten die Stecknadel im Heuhaufen.

Jenseits politischer Ausrichtungen oder religiöser Überzeugungen ist mit connectiv.events eine neutrale und transparente Plattform für all jene geschaffen worden, die sich auf eine konstruktive Art und Weise einbringen oder auch nur informieren möchten. connectiv.events ist eine Plattform, die alle Freidenker und Suchenden verbindet und eine zentrale Anlaufstelle für neue Themen ist.

Auf connectiv.events kann man nach Interessensgebieten filtern oder einfach auf Entdeckungstour gehen – man findet, was man sucht. Transparent und einfach gegliedert, u.a. nach Veranstaltungen, Menschen, Medien oder Themen. connectiv.events bietet jeden Tag Neues und Interessantes, Anregungen, Informationen, Lustiges und Erfreuliches, Besinnliches und Aufrüttelndes, sowie Vorschläge, was man an Neuem in seinem Leben finden kann.

connectiv.events bietet einen neutralen, fruchtbaren, konstruktiven und förderlichen Boden für alle. Man kann sich präsentieren, informieren und über die Veranstaltungen im Kalender, mit Gleichgesinnten vernetzen. Jeder, der einen Beitrag leisten möchte, der seinen Platz in der „suchenden Szene“ sieht, ist bei connectiv.events willkommen und gut aufgehoben.

Donnerstag 16. November 2017

Die besondere Begrüßung

Gerade habe ich im Internet diese humorvolle Begrüßung entdeckt. Ob dabei wirklich alle angesprochen werden, kann ich nicht bewerten:

Freitag 10. November 2017

Freiheits- und Mutter Erde Onlinekongress

In einer Woche, am 17.11.2017, beginnt der

Freiheits- und Mutter Erde Onlinekongress

Dieser Kongress ist für genau richtig für Dich, wenn Du
   ✦ frei nach Deinen eigenen Werten leben möchtest!
   ✦ Verbundenheit zu Dir selbst, zu Deinen Mitmenschen, den Tieren, den Pflanzen und Allem was Ist suchst!
   ✦ mehr Vertrauen und Lebendigkeit spüren möchtest!
   ✦ Dein Potential sinn-erfüllend einsetzen willst!
   ✦ authentisch handeln möchtest!
   ✦ Sehnsucht nach einem freien Leben, in Harmonie mit Mutter Erde hast!
   ✦ Liebe für diesen wundervollen Planeten empfindest!

Ich bin einer der 24 Redner dieses Kongresses! Die Veranstalterin Katja Fauser-Nagel hat mich extra für das Interview besucht.

Jedes Interview steht Dir 24 Stunden lang, völlig kostenfrei zur Verfügung. Danach kann man die Interviews gegen Bezahlung ansehen. Um die Interviews zu sehen und um zu wissen an welchem Tag welche Interviews gesendet werden, meldet man sich hier an:

http://freiheit-mutter-erde.com/

 

Freitag 10. November 2017

Vom Umgang mit inneren Schatten

Die in der Psychologie als ‚Schatten‘ bezeichneten Anteile des Ichs können sehr belastend wirken. Dazu zählen beispielsweise verdrängte Gefühle, Emotionen, Verletzungen oder Traumata. Hat man den Mut zu sogenannter Schattenarbeit, also das Verdrängte anzuschauen, zu spüren und zu integrieren, ist man auf dem Weg intensiver Persönlichkeitsentwicklung.

Jetzt gibt es aber nicht nur die eigenen inneren Schatten, sondern auch noch die inneren Schatten der Mitmenschen. Dadurch ergeben sich mehrere Kombinationsmöglichkeiten:

Gemeinsames Verdrängen der Schatten
Gemeinsame Schattenarbeit
Unterschiedlichkeit: Verdrängung auf der einen Seite, Schattenarbeit auf der anderen.

  • Das gemeinsame Verdrängen ist wohl bisher das üblichste Verhaltensmuster gewesen und kann Krankheiten begünstigen.
  • Die gemeinsame Schattenarbeit gibt es beispielsweise in Kursen und Seminaren und kann Gesundheit begünstigen.
  • Die Begegnung von Menschen, die verdrängen, und Schattenarbeitern kann Konflikte begünstigen.

Derjenige, der den Mut hat mit sich Schattenarbeit zu machen, kann auch die Fähigkeit entwickeln, Schatten bei Mitmenschen zu erkennen. Sicher mag man dem Gegenüber auch wünschen, dass er gesund und glücklich ist, doch ist es auch ein Ausdruck von eigener Stärke, den anderen genau so zu lassen, wie er gerade sein will – ganz besonders, wenn dies aktuell Leiden und Krankheit ist. Man kann dann begleiten und mitfühlend sein, man kann auch Fragen stellen und Angebote machen. Einen Mitmenschen zu Gesundheit ‚zwingen‘ zu wollen ist jedoch in sich wieder der Ausdruck von eigenem Schatten.

Ganz besonders wertvoll empfinde ich in diesem Kontext einen Kunstbegriff, den ich über Dr. Maaz kennenlernte:
normopathische Gesellschaft

Dieser Begriff bezeichnet den Zustand, wenn Krankheit die gesellschaftliche Norm geworden ist. In so einer Situation mag ein gesunder Mensch, oder ein auf Gesundheit ausgerichteter Mensch, die eigene Gesundheit fördern und erhalten und die kranken Mitmenschen zu Gesundheit führen.
Da die kranken Menschen sich jedoch selbst nicht als krank empfinden, sondern als der Norm passend, gewissermassen als ‚gesund‘, sehen diese den in Wirklichkeit gesunden Menschen als Ausreisser aus der Norm, also als ‚krank‘ und wollen diesen zurück zur Norm holen, also krank machen.

Beispielsweise sehe ich diesen Konflikt zwischen Lesern der Anastasia-Bücher, also jenen, die gerne mit der Natur leben wollen, ein Stück Land gestalten und beleben wollen und jenen, die noch im ‚Hamsterrad‘ ihr Runden drehen wollen. Mit ‚Hamsterrad‘ meine ich jetzt nicht nur physische Arbeit, also Maloche, sondern auch geistiges Denken im eigenen Saft, also den Zustand, dass man sich als geistig sehr aktiv empfindet, aber de facto doch keinen Millimeter vorankommt sondern sich nur im Kreis dreht und seine Ansichten und Vorurteile laufend bestätigt.

Wenn man diese Situation sehen kann, ist es verständlich, dass sogenannte Journalisten, also die Meinungsmacher der normopathischen Gesellschaft, ihr bestes geben, die abtrünnigen Schafe zurück zur Krankheit holen wollen. Und wenn dies einfach nicht gelingen will, dann werden diese Abtrünnigen als dumme Schafe bezeichnet und so schlecht und falsch dargestellt, wie nur irgendmöglich. Wo kämen wir denn hin, wenn noch weitere Abtrünnige entstehen, wenn also noch mehr Menschen die Normopathie verlassen würden um wirklich gesund zu werden?

Wo ich gerade von Journalisten als Meinungsmacher geschrieben habe:

Journalisten und Wissenschaftler haben die Öffentlichkeit neutral und möglichst objektiv zu informieren. Und nicht aufzuwiegeln oder in eine bestimmte Richtung zu drängen.
Zitat-Link: http://www.danisch.de/blog/2017/10/13/presse/#more-19822

So sehe ich das auch. Nur sehe ich keine Journalisten, die so arbeiten, wie sie eigentlich sollten. Aber in einer normopathischen Gesellschaft ist eben, wie der Name sagt, die Krankheit zur Norm geworden.

Ich will jetzt auch nicht ‚gegen‘ die Normopathie schreiben, denn dann wäre das wiederum ein Ausdruck eines inneren Schattens von mir. Es ist wie es ist, im Aussen wie im Innen. Das Sein kann man wahrnehmen, so wie es ist. Fühlen was man wirklich fühlt. Danach kann man immer noch in die Handlung gehen. Man wird nicht ewig im ’nur fühlen‘ verharren. Wenn man sich jedoch zuerst Zeit und Raum für Gefühle nimmt und danach beim Handeln die Verbindung zu den Gefühlen, zum Inneren, zum Selbst behält, dann wird das Handeln, das Schaffen, eine andere ganzheitlichere Qualität erreichen.

Webempfehlung: www.gefuehlestellen.de

Sonntag 5. November 2017

Video: Das falsche Leben – und was der Einzelne tun kann

Wer ihn noch nicht kennt: Dr. Hans-Joachim Maaz ist Psychiater, Psychoanalytiker und Autor.

passendes Zitat von Krishnamurti:
„Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine zutiefst kranke Gesellschaft zu sein!“

Sehr wertvoll an den beiden Filme empfinde ich, dass auch mitgeteilt wird, was der Einzelne bei sich selbst tun kann als Beitrag zur Lösung der gesellschaftlichen Probleme. Ganz im Sinne von: „Wenn jeder vor der eigenen Türe kehrt, ist überall sauber.“ lautet die neue Formel beispielsweise: „Mit jedem Einzelnen, der die eigenen verdrängten Aspekte und Gefühle kennenlernt und wertschätzt, kommen wir einem friedlichen Miteinander näher.“

Freitag 3. November 2017

Earthbag-Stützmauer: Rohbau fertig

Am 12. Oktober war Start mit dem Füllen der Earthbags für eine Stützmauer neben dem Waldgärtnerhaus.
Am 27.10., also 15 Tage später, war der letzte Sack gefüllt und verdichtet.

Die Mauer hat eine Länge von 21,2 m. An der niedrigsten Stelle ist sie 0,45 m hoch, an der höchsten 1,05 m. Im unteren Bereich wird teilweise verfüllt, deshalb wird später die sichtbare maximale Höhe ca. 0,8 m sein. Ein leerer Sack hatte das Format 70 x 45 cm. Ein voll gefüllter Sack hat im Durchschnitt das Format 55 x 35 x 14 cm.

Insgesamt haben wir 299 Säcke sowie 15 Tonnen Kalkschotter (0/16) verbaut. Ein kleiner Anteil des Schotters wurde hinter die Säcke gefüllt und verdichtet.  Ein Sack wurde mit durchschnittlich 50 kg Schotter gefüllt. Auch wenn im Durchschnitt eine Tonne Schotter pro Tag verbaut wurde, so war es in der Praxis so, dass an manchen Tagen 3 Tonnen verbaut wurden und dafür an anderen Tagen Pause war.

Die Materialkosten für diesen Bauabschnitt waren verhältnismäßig gering:

299 PP-Säcke: 30 Euro
15 Tonnen Schotter: 75 Euro
290 Nägel: 2 Euro
200 m gebrauchter Stacheldraht: 10 Euro
Fahrtkosten: 50 Euro
Summe: 167 Euro

Auf diesem Bild sieht man, dass der östlichste Teil der Stützmauer fertig ist:
(Foto vom 19.10.)

Der fertige Teil wurde mit Plane abgedeckt als UV-Schutz. Der restliche Teil der Stützmauer ist jetzt auch fertig:
(Foto vom 27.10.)

Noch ein Hinweis für diejenigen, die so etwas nachbauen wollen: Wer gebrauchte Säcke nutzt (wie wir), sollte darauf achten, dass das Material noch nicht lange dem Licht ausgesetzt war. Nach ein paar hundert Sonnenstunden wird das Gewebe brüchig. Ein Sack, zum Glück einer, der später unter der Erdoberfläche verschwindet, ist ein Riss entstanden. Alle anderen Säcke sind fest geblieben:

Was noch fehlt ist der Putz. Dafür habe ich heute ein paar Farbtests gemacht. Mit unterschiedlichen Mischungsverhältnissen, Sanden und Zementen ergeben sich mehrere Möglichkeiten:

Als nächste Aktion wird die Sackwand von Verunreinigungen geputzt und mit dünner Zementschlämme grundiert. Der Zement kriecht in die feinen Fugen des Gewebes der Säcke und bildet so den Haftvermittler. Nach dem Aushärten kommt der Endputz drauf. Je nach Wetterentwicklung kann dies auch erst gegen Ende des Winters / Anfang Frühling so weit sein.

*********

Nachtrag vom 4.11.

Ein Übersichtsfoto der gesamten Mauer

Lose Sackfalten wurden mit verzinkten Nägeln fixiert:

Dann wurden zur Reinigung und Entfettung alle sichtbaren Flächen mit Wasser und Mikrofaserhandschuh geputzt.

Mit Klebe- und Armierungsmörtel habe ich dann die Säcke grundiert. Hierbei war das passende Werkzeug eine Malerbürste (Quast). Statt den empfohlenen 6 Liter Wasser auf 25 kg Mörtel habe ich 7,25 Liter genommen. Damit war der Mörtel so dünnflüssig, dass er sich gut mit dem Pinsel auftragen ließ. Durch die Pinselborsten gab es eine sehr rauhe Oberfläche. Darauf wird der Endputz gut halten.

Ein Bild mit der zum Großteil grundierten Mauer:

Ein Detailbild

Diese Grundierung habe ich zwei Tage lang feucht gehalten damit der Mörtel gut aushärtet.

Bis zur Fertigstellung des Endputzes wird die Mauer wieder mit Folie abgedeckt um die PP-Säcke vor UV-Strahlung zu schützen.

Mittwoch 1. November 2017

Die Kraft der körperlichen Liebe

Kaum ein Bereich des Lebens wird stärker polarisiert als die Liebe. Auf der einen Seite gibt es Tabus, Schmutz, Gewalt und auf der anderen Seite Verzückung, Extase, romantische Ideale.

Kann man über dieses Thema „sachlich“ schreiben? Nicht wirklich. Es geht ja nicht um Dinge sondern um Gefühle, Empfindungen, Werte, Gedanken, Emotionen, Leitbilder, Dogmen, und vieles mehr.

Der Anlass für diesen Beitrag im Blog ist die wiederholte Beobachtung, dass Leserinnen aus den Anastasia-Büchern herausgelesen haben wollen, das Sex nur zur Zeugung von Kindern gut sei. Auch wirkten auf mich schon mehrfach Anastasia-Buchleserinnen überraschend prüde.

Ich finde es immer wieder interessant, dass beim Lesen des gleichen Buches unterschiedliches gelesen wird. Kann es sein, das die Erwartung des Lesers mehr ausmacht, was gelesen wird, als das was tatsächlich in einem Buch steht?

Nur, wenn dem so sei, wie schreibt man dann überhaupt noch etwas, so dass es verstanden wird, wie es gemeint ist?

Zurück zu den Anastasia-Büchern:

Tatsächlich wird darin negativ über Sex geschrieben!

Band 1, Seite 73:
Wladimir: «Also, einfach nur so Sex zu haben ist deiner Ansicht nach
schlecht?»
Anastasia: «Sehr schlecht. Es führt die Menschen von der Wahrheit weg
und zerstört die Familie. Eine Unmenge an Energie wird auf diese
Weise verschwendet.»

Auf Seite 74 bezeichnet Anastasia Sex auch als „unselig“.
Sie sagt auch: „Nur wird der gewöhnliche Sex dich jetzt abstoßen“.

Das folgende Zitat ist der Absatz, der von manchen Lesern so verstanden wurde, als ob Sex nur zur Zeugung von Kindern gut sei. Einzelne Worte hebe ich durch Fettdruck hervor:

«Was hast du getan, Anastasia? Bin ich jetzt … bin ich etwa im-
potent?»
«Im Gegenteil. Erst jetzt bist du ein richtiger Mann geworden.
Nur wird der gewöhnliche Sex dich jetzt abstoßen. Er wird dir nicht
das geben können, was du jetzt erlebt hast. Eine solche Erfahrung
ist nur dann möglich, wenn du dir von der Frau ein Kind wünschst
und wenn die Frau den gleichen Wunsch hat – mit anderen Worten,
wenn sie dich liebt
« … sie dich liebt? Unter solchen Bedingungen kann es nur ein
paar Mal im Leben vorkommen.»
«Das ist aber ausreichend, um ein ganzes Leben glücklich zu sein.
Glaube mir, Wladimir, eines Tages wirst du das verstehen. Die Men-
schen gehen die Verbindung mit dem anderen Geschlecht nur auf
der körperlichen Ebene ein, und das immer wieder. Sie wissen nicht,
dass man auf diese Weise keine wahre Befriedigung finden kann.

Bei wiederholter Betrachtung der Worte, erkennt man leicht, dass Anastasia unterscheidet zwischen zwei Aspekten:

gewöhnlicher Sex, nur körperliche Ebene
und
Liebe, Wunsch nach Kind, wahre Befriedigung

 

Der folgende Absatz macht die Empfehlung von Anastasia deutlich:

Andererseits können ein Mann und eine Frau, die auf allen Ebenen
des Lebens vereint sind, wie auf einer Welle lichter Verzückung die
große Befriedigung erfahren, vorausgesetzt, sie sind vom Wunsch
nach gemeinsamem Erschaffen getrieben. […] Solche Zufriedenheit,
solches Glück ist nicht von kurzer Dauer …

Ich habe das Wort „allen“ absichtlich fett gedruckt. Zu „allen Ebenen des Lebens“ gehört zweifelsohne auch die körperliche Ebene dazu. Das heißt, dass Anastasia die körperliche Vereinigung durchaus gut heißt, idealerweise bei gleichzeitiger Vereinigung auf allen Ebenen und dem Wunsch nach gemeinsamem Erschaffen. Und das Ganze nicht von kurzer Dauer!

Ein oben schon mal zitierter Satz deutet daraufhin, dass die Menschheit vergessen hat, wie man körperlich liebt:

Sie wissen nicht, dass man auf diese Weise keine wahre Befriedigung finden kann.

Mich erinnert diese Aussage an den spirituellen Lehrer Barry Long:

Er unterscheidet strikt Sex von Liebe und sieht den Hauptgrund für das Elend in der Welt darin, dass Mann und Frau vergessen hätten, wie sie einander lieben müssen. (Zitat aus Wikipedia)

Das von Barry Long geschriebene Buch „Sexuelle Liebe auf göttliche Weise“ kenne und ich schätze ich schon seit Jahrzehnten:

(die Neuauflage hat ein anderes Titelbild)

Barry Long hat die Ansicht, dass in ganz frühen Zeiten die Menschen sich bei Begegnung durch körperliche Liebe energetisch aufladen konnten bis sie eine goldene Aura hatten, die größer als ihr Körper war. Dann kam eine Veränderung, etwas störte den Vorgang des Liebens und es entstand bei der Vereinigung eher ein gegenseitiger Energieraub statt eine gemeinsame Aufladung. Einzelne Menschen entschieden sich für Enthaltsamkeit um die innere Energie zu halten. Doch ohne wiederkehrende Aufladung schwächte sich die Aura derart, dass sie nur noch ganz klein golden um den Kopf leuchtete. Diese auf Heiligenbildern dargestellten Heiligenscheine soll es laut Aussage von Barry Long dereinst wirklich sichtbar gegeben haben. Da diese Menschen über deutlich mehr Energie verfügten wie die Allgemeinheit wurden sie als Heilige empfunden und ihr enthaltsamer Lebensstil als sittlich höherstehend gewertet, obwohl die Enthaltsamkeit ein Notprogramm war und eigentlich die körperliche Liebe das höherstehende ist!

Barry Long erklärt in seinem Buch wie man die körperliche Liebe wieder lernt, wie man sie praktiziert, so dass sie heilend wirkt und gegenseitig Energie gibt. Es ist wirklich viel mehr als ein Umdenken. Das was er empfiehlt unterscheidet sich deutlichst von „gewöhnlichem“ Sex.

Zurück zu den Anastasia-Büchern:

Die Kraft der körperlichen Liebe, und der Entzug dieser, ist an dieser Stelle in der Buchreihe erkennbar:

Band 4, Seite 57
«Haltet diese negativen Energien von euch fern! Alle Frauen sollten
den Intimverkehr mit Männern, die sich dem Gedanken der Zerstö-
rung geöffnet haben, strikt vermeiden. So wird diesem destruktiven
Geist die Kraft der Fortpflanzung entzogen.»
«Nicht schlecht! Wenn sich alle Frauen einig wären, würden si-
cher einige Männer in Wissenschaft und Militär reichlich dämlich
aus der Wäsche gucken.»
«Wladimir, wenn sich die Frauen daran halten würden, gäbe es
bald keine Kriege mehr.»
«Phantastisch, Anastasia! Damit hast du das Übel an der Wurzel
gepackt. Welcher Mann wird schon noch kämpfen wollen, wenn
dann keine Frau mehr mit ihm schläft? Dann könnte er auch keine
Nachkommen mehr haben.»

Dann gibt es ein Zitat, dass nicht direkt auf körperliche Liebe verweist, jedoch auf eine besondere weibliche Kraft:

Band 2, Seite 75:
Die Kelten wurden wiederholt von römischen Legionen ange-
griffen. Die letzte Schlacht fand an einem Fluss statt. Da erblick-
ten die Römer unter den Kriegern Frauen mit offenem Haar. Die
römischen Feldherrn wussten: In Gegenwart solcher Frauen wür-
den sie für einen Sieg über die Kelten eine sechsfache Übermacht
brauchen. Warum das so war, wussten die erfahrenen Heerführer
nicht, und auch die Geschichtsforscher von heute haben dafür keine
Erklärung. Es muss aber offenbar irgendeine besondere Bewandtnis
mit diesen unbewaffneten Frauen mit offenem Haar gehabt haben.

Ein ganzes Kapitel steht sogar unter dem Thema: „Liebe und die Kampffähigkeit eines Staates“:

Band 8 Teil 2, Seite 79 bis 81:
[…] Lasst uns mal darüber nachdenken, warum es in der Zeit vor der Entstehung
der ersten russischen Fürstentümer über Jahrtausende hinweg keiner feindlichen
Armee gelungen ist, unser Territorium zu besetzen? […]
In der von uns betrachteten Zeit lebten fast alle Menschen auf dem
Territorium unseres heutigen Staates in ihren Familiensiedlungen. […]
Die Menschen vernichteten den Feind, der ihre Heimat
überfallen hatte. Sie hatten etwas zu verteidigen. Das Wort “Heimat” war für
sie kein entfremdeter, abstrakter Begriff. Sie alle besaßen Familienländereien,
auf denen bereits ihre Vorfahren gelebt hatten. Und nun besiedelten sie mit
ihren Familien, Kindern, Enkeln und Urenkeln dieses Land selbst und betrach-
teten es als ihr Zuhause.
In ihren Familien herrschte die Liebe. Daher verteidigten sie ihre geliebten
Mütter, Väter und Kinder. Sie verteidigten ihre Liebe! Aus diesem Grunde
waren sie unbesiegbar.

Passend dazu habe ich vor kurzem eine Buchbeschreibung vom Buch Der Venus-Code gelesen. Darin geht es insbesondere um die weibliche Kraft. Das Buch selbst habe ich (noch) nicht gelesen. Es wendet sich auch nicht an Männer, sondern nur an die Weiblichkeit. Ich zitiere aus der Buchbeschreibung:

Die sexuelle Energie ist eine der wichtigsten Arten der bioelektrischen Energie in der Natur, die durch den menschlichen Organismus hervorgebracht wird. Doch die wichtigste Rolle wird dabei der weiblichen Sexualenergie zugewiesen. Von ihrer Qualität und ihren Möglichkeiten her überwiegt sie alle anderen bekannten Arten von Energie (dazu gehört auch die männliche Sexualenergie), sodass die alten Chinesen sie sogar als „Lebenselixier“ bezeichneten. Wie unwahrscheinlich das auf den ersten Blick auch anmuten mag, doch für einen Mann ist die weibliche sexuelle Energie eine Quelle der Gesundheit und des Erfolgs in der Gesellschaft. Hinter jedem erfolgreichen Mann (ungeachtet dessen, welche sexuelle Orientierung er ausübt) steht immer eine Frau, deren Energie ihm dazu verholfen hat, zu dem zu werden, was er ist. Zuerst ist dies die Energie seiner Mutter und später ist es dann die Energie der Frau, die sich an seiner Seite befindet. Unabhängig, davon, ob wir das wollen oder nicht, ob wir darum wissen oder nicht, aber den größten Erfolg bei den Männern haben jene Frauen, die über die größten Ressourcen an sexueller Energie verfügen.

Ist es sinnvoll den zwischenmenschlichen Umgang zu trennen von der Art, wie sich Menschen bezüglich Mutter Erde verhalten? Ich sehe hier viele Zusammenhänge. Ich habe einerseits Menschen kennengelernt auf der inneren Reise, strebend nach innerer Harmonie, Lösen von inneren Konflikten, Aufarbeiten von Traumas. Aus dieser inneren Mitte herausgehend erlebte ich sie als sehr angenehm, ehrlich, offenherzig, zärtlich, liebevoll und kraftvoll. Doch oft hatten diese Menschen keinen Garten. Der äußere Naturbezug waren gelegentliche Spaziergänge und Reisen, eher der konsumierende, genießende Bezug zur Natur. Auf der anderen Seite habe ich Menschen kennengelernt, die auf der äußeren Seite des Seins begonnen haben sich der Schönheit des Lebens anzunähern durch produktives Gärtnern und liebevolle Gestaltung der Natur. Gleichzeitig war für mich auch oft erkennbar, dass insbesondere auf der Innenseite, in Herz und Seele, viele Aufgaben noch nicht einmal erkannt, geschweige denn gelöst wurden.

In mir spüre ich große Wertschätzung für beide Herangehensweisen. Beides, das Innen wie das Aussen, gehören zum Sein. Ganz besonders schön wird es werden, sobald innerer und äußerer Weg sich treffen. Dafür passt der Begriff „innere Hochzeit“.

Samstag 28. Oktober 2017

Wasser auf dem Planeten Erde

Allgemein bekannt gilt unser gemeinsam bewohntes Raumschiff, Planet Erde genannt, als ein blauer Planet, weil er knapp zu 3/4 von Wasser bedeckt ist (genau: 71%). Zwischen Australien und Amerika liegt die sogenannte Wasserhalbkugel, die fast ausschließlich mit Wasser bedeckt ist.

Jetzt habe ich schon zweimal das Wort „bedeckt“ geschrieben. Ja, es kann ein falscher Eindruck entstehen, wenn man meint der Planet Erde besteht zu 3/4 aus Wasser. Denn die Erde ist nur zu 3/4 mit Wasser BEDECKT.

Wie viel Wasser gibt es denn als Volumen anstatt als Fläche? Laut Lexikon geht man von 1,4 Milliarden Kubikkilometer Wasser aus. Das klingt viel. Wenn man das umrechnet auf den Durchmesser einer Kugel, kommt man allerdings nur auf bescheidene 1388 km Durchmesser. Dies entspricht grob der Luftlinie zwischen Hamburg und Rom.

Beeindruckend ist dies dargestellt auf einem Bild aus einer Präsentation von W. Pekney, footprint.at

Noch deutlicher wird es, wenn man das Süß- bzw. Trinkwasser betrachtet:

Nur 48 Millionen Kubikkilometer liegen als Süßwasser vor (Kugeldurchmesser 450 km / ca. Luftlinie Hamburg – Nürnberg).
Davon ist aber die größte Menge gefrorenes Eis an den Polen.

Nur ca. 1% des weltweiten Wassers, also 14 Millionen Kubikkilometer sind als Trinkwasser verfügbar (Kugeldurchmesser 300 km / ca. Luftlinie Hamburg – Erfurt).

Donnerstag 26. Oktober 2017

Earthbag ist in Nepal offizielle Bauweise

Beim starken Erdbeben in Nepal am 25. April 2015 und den Nachbeben wurden nach offiziellen Angaben 602.257 Häuser komplett zerstört, 285.099 Häuser teilweise zerstört und 9.000 Menschen sind gestorben.

Mehr als 30 Earthbag Häuser standen vor dem Beben schon in Nepal.
Alle Earthbaghäuser, also 100%, überstanden das Erdbeben mit Magnitude 7,8 unbeschadet!!

 

Daraufhin wurde die Earthbagbauweise in den offiziellen Katalog der empfohlenen erdbebensicheren Bauweisen aufgenommen.

Alle Angaben dazu finden sich auf dieser Webseite (englischsprachig):
http://goodearthglobal.org

Der dort verlinkte Katalog ist sehr umfangreich. Ich habe die Datei reduziert auf die Einleitung und das Kapitel Earthbag:
earthbag-nepal-approved.pdf (1,4 MB)

Mittwoch 18. Oktober 2017

Erdbebensicheres Bauen

In Deutschland gibt nur wenige Regionen, in denen gelegentlich Erdbeben stattfinden. Die Erinnerung an das Beben vom 3. September 1978 ist in mir geblieben. Damals lebte ich im Schwäbischen. Bilder an der Wand schwankten, auf dem Dachboden rollte etwas hin und her, weil sich das ganze Haus neigte. Später erfuhr ich, dass die Burg Hohenzollern schwer beschädigt wurde.

Die Stärke der Beben in Deutschland liegt selten über 6 auf der Richterskala. Das ist der Bereich mittelstark bis stark.

Erdbebensicheres Bauen bezeichnet die gesamten Bemühungen, Bauwerke so auszulegen, auszustatten oder nachzurüsten, dass sie Erdbeben bis zu einer gewissen Stärke überstehen. https://de.wikipedia.org/wiki/Erdbebensicheres_Bauen

Die wohl erdbebensicherste Bauweise sind Earthbagbuildings in Kettenlinien-Kuppelform. Doch auch Earthbagsbuildings mit geraden und senkrechten Wänden sind sehr erdbebensicher.

Aktuell gibt es einen Bericht einer Hilfsorganisation aus Nepal: Dort wurden vor einigen Jahren Earthbag-Schulen gebaut. Alle Earthbaggebäude haben die starken Erdbeben vom Jahr 2015 unbeschädigt überstanden. Dabei war das stärkste Beben mit einer Magnitude von 7,8!

Hier der Bericht:

Special report from Edge of Seven:
Our work with Earthbag building in Nepal now covers the expanse of nine years. We have completed four dormitory buildings for girls getting an education in the Solukhumbu region of Nepal for both their college and university education. We’ve also built 6 classrooms using the method and all buildings have been successful in a variety of ways.

One, the earthquake resilience was sufficient to withstand the twin earthquakes of 2015 where not only were the buildings still standing after the quakes of April and May, but they were not damaged as many of their standard construction buildings were. Our tour of the area and the community’s sites after the earthquake showed significant damage to other buildings while the earthbag buildings were essentially untouched. Perhaps even more importantly the community leaders relayed to us that these buildings were critical as places where people took shelter after their own homes were destroyed. They told us, “these were the only buildings where we truly felt safe after the earthquake.” And in rural Nepal, many days walk back to a road, much less a town of any type, the feeling of safety and knowledge that there was somewhere safe to go, is the highest order of recommendation and accolade that we could receive.

Peter Mason, Executive Director, Edge of Seven

Zitat aus: http://www.naturalbuildingblog.com/edge-seven-earthbag-update/

Die Webseite der Hilfsorganisation: http://www.edgeofseven.org/our-approach-2/earthbags/

Beschreibung und Fotoreihe vom Bau: http://earthbagbuilding.com/projects/nepalschool.htm