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Mittwoch 26. August 2020

Freiheitlich demokratische Grundordnung

In der letzten Zeit hörte und las ich öfters die Worte: „freiheitlich demokratische Grundordnung“. So ging es um die Frage wie ich mich klar positionieren könnte bezüglich Verleumdungen durch Journalisten in Zusammenhang mit den Anastasia-Büchern. Diverse Journalisten hatten wiederholt diesen Büchern ‚rechtsextreme‘ und sogar auch ‚antisemitische‘ Inhalte zugedichtet. Es gab auch einige Leichtgläubige, die den Anschuldigungen ungeprüft Glauben schenkten, anstatt sich mit der Wahrheit zu beschäftigen inklusive einem Saatgutversand, dem Jugendherbergswerk und vielen anderen. Mehrfach hatte ich hier im Blog schon Beiträge verfasst um darüber aufzuklären. Beispielsweise:

http://www.konstantin-kirsch.de/2017/07/schattenspiele-des-bayerischen-rundfunks.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2018/11/ein-aussergewoehnlicher-journalist.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2018/11/anastasia-buecher-und-juden.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2018/11/gilt-mittlerweile-gott-als-rechtsextrem.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2018/11/meine-politische-position-zwischen-gandhi-und-mandela.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2019/04/dreschflegel-distanziert-sich-von-gaertnern.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2019/06/offener-brief-an-kritiker.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2019/06/luegen-in-der-presse-am-beispiel-der-zeit.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2019/10/sind-die-anastasia-buecher-ein-spiritueller-spiegel.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2019/12/anastasia-brief-aus-israel.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2020/01/dreschflegel-macht-werbung-fuer-anastasia.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2020/01/ein-starkes-zitat.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2020/01/gibt-es-ein-interesse-die-anastasia-bewegung-falsch-darzustellen.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2020/01/dialog-zu-kritik-gegenueber-den-anastasia-buechern.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2020/07/will-das-deutsche-jugendherbergswerk-seine-gemeinnuetzigkeit-verlieren.html

Trotz all dem Geschriebenen wurde ich angeregt mich zur „freiheitlich demokratischen Grundordnung“ zu bekennen damit ich geschützt sei von Verleumdungen. Nun, wenn das so einfach wäre… Das glaubten wohl auch viele Mitläufer zu Zeiten des NAZI-Regimes vor grob 80 Jahren als sie sich seinerzeit gegen Juden positionierten, „weil es doch alle machten“ und weil man dann angeblich geschützt war vor Nachstellungen des Regimes. Allerdings war dieses Regime nicht von Dauer und später standen berechtigterweise auch diejenigen in der Kritik, die als Mitläufer das Ganze mit ermöglicht hatten.

Wenn ich wie aktuell so eine Aufforderung bekomme mich zu etwas zu bekennen oder zu positionieren, dann schlage ich erst einmal nach, was man denn unter dem zu bekennenden Begriff, hier „freiheitlich demokratischer Grundordnung“, versteht.

Es findet sich ein Wikipedia-Eintrag (wie an anderer Stelle sehe ich Wikipedia nicht als neutral an):
https://de.wikipedia.org/wiki/Freiheitliche_demokratische_Grundordnung

Zitat daraus:

Sie bezeichnet demnach die Kernsubstanz des geltenden Verfassungsrechts sowie die Grundprinzipien der politischen Ordnungs- und Wertvorstellungen, auf denen die liberale und rechtsstaatliche Demokratie in Deutschland beruht. Nach der jüngsten Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG) sind dies die Menschenwürde, das Demokratieprinzip und die Rechtsstaatlichkeit.

Es geht also um Wertvorstellungen, insbesondere um: Menschenwürde, Demokratieprinzip und Rechtststaatlichkeit.
Die jeweiligen Links zu den genannten Werten habe ich im Zitat belassen, damit jeder Interessierte leicht nachschlagen kann was denn nun darunter zu verstehen sei.

Nun, mit diesen Wertvorstellungen bin ich aufgewachsen und es wäre mir schwer vorstellbar in einem Staat zu leben, der diese Werte nicht trägt.

In meiner Erinnerung ist es so, daß ich früher auch erlebt habe, daß diese Werte von weiten Teilen der Bevölkerung mitgetragen wurden und insbesondere auch von Volksvertretern, bzw. der Regierung angestrebt wurden.

Es gab für mich eine grundlegende Ausnahme und zwar die Atompolitik. Diesbezüglich sehe ich die freiheitlich demokratische Grundordnung seit über 30 Jahren gefährdet durch Entscheidungen der Volksvertreter. Die Entscheidungen für Atomkraftwerke mit Atommüll, der Jahrtausende hochgefährlich strahlt, können niemals demokratisch legitimiert gewesen sein, weil die künftigen Generationen von den Entscheidungen betroffen sein werden ohne selbst mit abgestimmt zu haben. Ähnlich ist es übrigens mit Staatsschulden: Diejenigen, die so etwas „demokratisch“ entscheiden sind nicht diejenigen, die diese Schulden eines Tages abzutragen haben.

Interessanterweise haben sich in den letzten Jahren die Wertemuster der Regierenden meiner Beobachtung nach deutlich verändert. Als grob einzuschätzenden Wendepunkt sehe ich das Ereignis 9/11, bzw. die Sprengung der drei WTC-Hochhäuser in New York im Jahr 2001 (Wer nicht versteht warum ich „drei“ schreibe, der könnte sich fortbilden zum Gebäude „WTC7“, beispielsweise herausgearbeitet von Daniele Ganser).

Immer mehr ist mein Eindruck, das insbesondere die Regierenden selbst die Menschenwürde mit Füßen treten, die Demokratie übergehen und auf Rechtsstaatlichkeit pfeifen. Zumindest ist dies ein Eindruck der entsteht beim Betrachten der Nachrichten über die Regierenden. Woher dies nun kommt weiß ich nicht, da ich bisher keinen direkten Kontakt zu Menschen in der Regierung habe. Vielleicht liegt es an veränderter Berichterstattung der Medien, vielleicht liegt es an sogenannt alternativen Medien, die andere Aspekte der Regierenden beleuchten. Meiner Vermutung nach wird immer offenbarer nach welchen Werten Politiker handeln. Meinem Eindruck nach ist dies eher der Egoismus, Geld und Machtstreben und eher sehr wenig Interesse am Wohl der Bevölkerung.

Nehmen wir ein aktuelles Beispiel inwieweit Politiker das Grundgesetz ernst nehmen, daß immerhin Verfassungsrang hat, selbst wenn es keine Verfassung ist (siehe 146 GG).

Im Grundgesetz findet sich der Artikel 38 Punkt 1:

(1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.

Schon länger wunderte ich mich über die darin enthaltene Formulierung „unmittelbarer Wahl“, was genau genommen keine Wahl einer Partei zulässt, denn dies ist eine mittelbare Wahl von Abgeordneten.

Nun kommt allerdings hinzu den zweiten Satz genauer zu betrachten:

Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.

Diesen Satz im Sinn betrachten wir nun einen Absatz aus dem Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD, 19. Legislaturperiode vom März 2018, Zeilen 8261 – 8263;

Im Bundestag und in allen von ihm beschickten Gremien stimmen die Koalitionsfraktionen
einheitlich ab. Das gilt auch für Fragen, die nicht Gegenstand der vereinbarten
Politik sind. Wechselnde Mehrheiten sind ausgeschlossen.

Quelle:
https://www.bundestag.de/resource/blob/543200/9f9f21a92a618c77aa330f00ed21e308/kw49_koalition_koalitionsvertrag-data.pdf

Wie soll man so etwas verstehen in Betrachtung des Grundgesetzes mit der Formulierung: „an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen“?

Wie kann es einen Koaltitionsvertrag geben, der dem Grundgesetz widerspricht?
Was sollen Abgeordnete denn für eine Arbeit leisten (und dafür bezahlt werden), wenn sie gar nichts zu entscheiden haben sondern nur als gewissenlose Stimme da sein müssen?
Ist die Bezahlung der Deligierten vielmehr als Schweigegeld zu sehen oder wird es gebraucht für Therapie um das Gewissen zu beruhigen (wenn denn noch vorhanden)?

Ich habe weder Politik noch Jura studiert und mir wurde auch schon mal geraten mich nicht zu Politik zu äußern. Viel lieber bin ich ja im Garten. Es ist mir jedoch aufgefallen, daß diverse Entscheidungen der Politik einen Einfluss haben auch auf das Leben der Gärtner. Und da ich den Eindruck gewann, daß diese Entscheidungen der Politik in aller Regel weder durchdacht, noch intelligent, noch weise, noch zukunftsweisend wirken, habe ich beschlossen kund zu geben wie ich als Laie die Lage wahrnehme und welche Perspektiven ich für ein Wohl der Menschheit sehe.

Gestern kam übrigens ein interessanter Beitrag in der Onlineausgabe der WELT:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article214285432/Geplante-Corona-Demo-Hier-geht-es-um-die-Bedrohung-der-freiheitlich-demokratischen-Grundordnung.html

Zitat des Textanfangs:

Am Wochenende planen verschiedene Bündnisse eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung in Berlin. Der Verfassungsschutz warnt vor einer Unterwanderung der Proteste durch Rechtsextreme. Berlins Innensenator erkennt eine klare Strategie.

Dieser Eingangstext hieß in der ersten Version der Seite übrigens anders:

Am Wochenende planen Corona-Leugner eine Demonstration in Berlin. Der Verfassungsschutz warnt vor einer Unterwanderung der Proteste durch Rechtsextreme. Berlins Innensenator erkennt eine klare Strategie.

Zu finden ist dieser Text im Internetarchiv:
http://web.archive.org/web/20200825153044/https://www.welt.de/politik/deutschland/article214285432/Geplante-Corona-Demo-Hier-geht-es-um-die-Bedrohung-der-freiheitlich-demokratischen-Grundordnung.html

Der Begriff „Corona-Leugner“ wurde ersetzt mit „verschiedene Bündnisse“. In diversen Kommentaren wird noch auf den zuerst genannten Begriff eingegangen. Das Wort „Leugner“ ist offensichtlich ein Framing um die Demonstranten in die Ecke der Holocaust-Leugner zu setzen. Der neue Begriff „verschiedene Bündnisse“ ist ein ähnliches Framing, denn „Bündnis“ bedeutet Faschismus. Nur ist dieses Framing nicht ganz so offensichtlich. Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Faschismus#Begriff

Interessant sind übrigens insbesondere die Kommentare unter dem Artikel. Ich zitiere nur einen als Beispiel:

Kommentar bei Welt, 25.8.2020 ca, 22:10

Konstantin S.
„Hier geht es eindeutig um die Bedrohung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung“, sagte Geisel dem „Tagesspiegel“ (Dienstag).“ Ja ich finde, da hat der Mann absolut Recht. Die Bundesregierung und die SED Regierung in Berlin mit ihrer staatsfinanzierten Söldnertruppe, die sich „Antifa“ nennt und ihren Steigbügelhaltern in den Medien, die sich Journalisten nennen sind eine absolute Bedrohung für die freiheitlich – demokratische Grundordnung. Ich nehme die Einladung gerne an. Allein für die suspendierten Polizisten und den entlassenen Basketballspieler lohnt es sich schon zu kommen.

*********

Während ich dieses Text schreibe kommt soeben die Nachricht rein, das die Demo in Berlin am kommenden Samstag den 29.8.2020 verboten wurde: https://www.n-tv.de/newsletter/breakingnews/Berlin-verbietet-Demo-gegen-Corona-Politik-article21995981.html

Nun, da hat wohl jemand in der Regierung (oder alle?) gehörig Muffensausen bekommen, es sollten ja angeblich Millionen Teilnehmer werden. Möglicherweise werden es nun durch das Verbot noch ein paar Millionen Teilnehmer mehr…

Ich bleibe dabei, daß ich spüre, nicht hinzufahren. Ich bereite mich eher darauf vor, daß am kommenden Wochenende ein neuer Zeitenwechsel kommt, beispielsweise ein zweiter und totaler Lockdown, der Zusammenbruch der Lieferketten und der Versorgungssicherheit, damit einhergehend Unruhen und Bürgerkrieg in diversen Großstädten. Nicht daß ich all dies wollte. Aber die Wahrscheinlichkeit, das es so oder ähnlich kommen dürfte steigt meiner Wahrnehmung nach aktuell rapide an.

Andererseits: Es kann doch nur noch besser werden, oder?

Und damit komme ich wieder zu den Anastasia-Büchern: Darin findet sich eine positiv-kreative Ausrichtung auf eine glückliche Zukunft der Menschheit. Und so empfehle ich eher diese Bücher zu lesen als gegen irgendetwas zu demonstrieren oder zu kämpfen.

Wer nicht direkt kaufen und lesen will kann hier einige Interviews finden, in denen die Bücher vorgestellt werden:

https://www.waldgartendorf.de/anastasia/

*****

Nachtrag:
Ein überraschender Artikel in der Bildzeitung kritisiert das Demoverbot deutlich:
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/demo-verbot-in-berlin-angriff-auf-eines-unserer-hoechsten-grundrechte-72580918.bild.html

Sonntag 23. August 2020

Air-Pot®, das besondere Pflanzgefäß

Seit Jahren bemerkte ich im Gartenbauartikel-Katalog der Firma Meyer aus Rellingen etwas futuristisch anmutende Töpfe, die sogenannten „Air-Pots“:

Die Bauart dieser Töpfe ergibt gut durchlüftete Erde, verbessertes Wurzelwachstum und insbesondere keine im Kreis herum wachsenden Wurzeln. Bei einjährigem Gemüse sind solche Kreiswurzeln nicht so störend. Wenn man jedoch Jungbäume in Töpfen groß werden lässt und diese Kreiswurzlen bilden, „immer an der Wand lang“, und diese dann auspflanzt, kann es passieren, das im Lauf der Jahre diese Kreiswurzeln durch laufendes Dickenwachstum sich selbst abwürgen und der Baum eingeht. Desweiteren ist es bei altbekannten Töpfen üblich, daß unten raus ein paar Pfahlwurzeln in den Untergrund gehen. Wenn man dann den Topf anheben will muss man unweigerlich die herausgewachsenen Wurzeln entfernen. Daber verliert die Pflanze einiges an Feinwurzeln, die am Ende der abgetrennten Wurzel waren.

Besser ist es, wenn die Wurzeln gar nicht aus dem Topf wachsen können. Dies geht durch sogenanntes „Air-Pruning“ oder „Luftbeschneidung“. Wurzeln mögen üblicherweise nicht durch die Luft wachsen. Sie stellen ihr Wachstum ein sobald die Wurzelspitze die Luft erreicht und verzweigen lieber so dass eine andere Wurzelspitze einen besseren Weg finden möge.

Die Air-Pots haben einen erhöhten löcherigen Boden sowie Löcher in den Seitenwänden. Zusätzlich sind die Wände ähnlich einem Eierkarton geformt. Im Ergebnis gibt es keine Wurzeln, die im Kreis wachsen oder unten raus gehen. Es bilden sich besonders viele Feinwurzeln. Das Wachstum sowie die Wahrscheinlichkeit guten Anwachsens beim Verpflanzen sind deutlich erhöht.

Hier ein Bild von den Feinwurzeln, die im Air-Pot entstehen:

Quelle: https://www.grow-guru.com/2051-thickbox_default_2x/superoot-air-pot-1-liter-inkl-1-schraube-dunkelblau.jpg

Hier ist ein Film über den richtigen Zusammenbau:

https://air-pot.com/nursery/das-system/zusammenbau/

Hier ist ein Teil des angebotenen Sortiments:

https://air-pot.com/garden/product-category/air-pot-garden-range/

Es gibt sogar einen Blog zum Thema:

https://air-potgardener.com/

Hier eine Seite mit Größenangaben der verschiedenen Ausführungen:

https://air-pot.com/nursery/preise/

Leider hat die Firma Meyer nur noch Air-Pot-Folie für Großballen im Angebot und nicht mehr die praktischen Topfgrößen:

https://www.meyer-shop.com/searchresult/air-pot

Es gibt jedoch mehrere Anbieter in Deutschland. Die Preise unterscheiden sich deutlich. Hier der Link zu einem günstigen Anbieter:

https://www.imagro.de/growbedarfartikel/superoot-air-pot%C2%AE-grow-pflanztopf-in-verschiedenen-groessen_1264.php

Nach einiger Zeit der theoretischen Beschäftigung mit diesem ‚High-Tech‘-Topf habe ich nun entschieden in die Praxis zu gehen und habe einige sibirische Zedern in diese Töpfe gepflanzt:

Als erste Erfahrung gebe ich weiter, daß ich empfehle beim Bepflanzen des Topfes unten drunter einen passenden Abstandshalter zu legen (Holzklotz oder Stein), so dass der Gitterboden während dem Bepfanzungsvorgangs nicht nach unten durchgedrückt wird. Außerdem ist es geschickt den Topf zuerst grob bis zu 4/5 mit Substrat zu füllen und dieses dann mit der Hand in die Noppen der Wand zu verteilen. Durch die stark geformte Wand hält das Substrat leicht an der Wand (sofern es leicht feucht ist). Ich nahm 1 Teil Palaterra Kübelpflanzenerde und 2 Teile Sand. Dazu ein wenig lockeren und möglichst unkrautfreien Lehmboden aus dem Garten. Die Sandbeimengung erschien mir bei den Zedern passend. Bei anderen Pflanzenarten würde ich auch die Palaterra Erde direkt nehmen. Nun werde ich beobachten wie meine längerfristige Erfahrung mit diesen Töpfen wird.

Samstag 22. August 2020

Herr Ballweg und die Neue Love-Parade

Laufend bekomme ich Aufforderungen oder Rückfragen bezüglich einer Teilnahme an der Großdemo in Berlin, die in einer Woche am 29.8.2020 wird. Meine Einstellung dazu: Jeder möge im eigenen Herzen spüren, ob man dort hin will oder nicht. Ich empfehle kein politisches Kalkül, keine Berechnung, „daß es etwas bringt dort zu sein, oder daß es nichts bringt dort zu sein“. Entweder man spürt einen Drang dorthin oder nicht. Ich werte weder das eine noch das andere.

Mein Gefühl sagt mir ganz klar: Ich bleibe zu Hause, bzw. im Garten. Ich fordere von der Regierung auch nicht irgendwelche Corona-Maßnahmen zurück zu nehmen oder anderes. Ich fordere von der Regierung gar nichts. Mein Eindruck ist, daß die derzeitige Regierung sich immer mehr lächerlich macht und immer unglaubwürdiger wird. Und vielleicht ist das gut so. Vielleicht ist es das Beste, wenn dieser Vorgang noch eine Zeit lang weiter geht und absurdes immer erkennbarer wird für die breite Masse.

Diese Klarheit der Nichtteilnahme an der Demo gilt für mich. Niemand muss es mir nachmachen. Wie oben geschrieben: Ich werte weder das eine noch das andere.

Nun habe ich einen Text gefunden, der sehr viele Aspekte rund um Herrn Ballweg und seine Großdemos beleuchtet, wobei ich vorneweg klar stelle: Ich kann niemals alle angesprochenen Aussagen auf Wahrheit prüfen. Daher verlinke ich den Text nur zur Anregung des Geistes ohne zu behaupten, die die darin stehenden Aussagen stimmen würden:

https://commons.wikimannia.org/images/Diogenes_Lampe_-_Herr_Ballweg_und_die_Neue_Love-Parade.pdf

 

Samstag 22. August 2020

Snorri & der Baby-Schwimmclub (Filmtipp)

Vor wenigen Tagen sah ich einen sehr beeindruckenden Dokumentarfilm über den Schwimmlehrer Snorri in Island.

Hier der Trailer:

Snorri hat schon tausenden Babys das Schwimmen und Tauchen beigebracht. Er ist sehr einfühlsam und liebevoll. Die Babys lernen schnell ihm zu vertrauen und lassen sich ein auf das Element Wasser.

Ich finde diesen Film auch interessant weil er symbolisch verstanden werden kann in Betrachtung zur aktuellen Lage der Menschheit. Dem Element Wasser sind die Gefühle zugeordnet (’nah am Wasser gebaut sein‘). So wie die Babys lernen dürfen sich zu trauen im Wasser zu schwimmen und ins Wasser zu tauchen, so dürfen viele Menschen lernen ihr eigenes selbstbestimmtes Leben zu leben und in unbekannte oder verdrängte Gefühle einzutauchen.

Manchmal kam mir die Menschheit schon vor wie in einem Geburtsvorgang in eine neue Zeit. Etwas Altes und gewohntes will losgelassen werden und etwas Neues will gelebt werden. In dem Film ist auch erstaunlich, das Snorri selbst den Kleinsten beibringt zu stehen, weit früher als üblicherweise Babys stehen können. Auch dies sehe ich symbolisch: Es ist an der Zeit, das Menschen lernen aufrecht zu sich und ihren inneren Werten stehen, also Rückgrat zeigen anstatt zu buckeln und zu kriechen. Es mag sein, das wir leicht Angst haben vor unserer Stärke. Ich denke dabei an die Rede von Nelson Mandela (Text von: Marianne Williamson):

„Unsere tiefste Angst ist nicht,
dass wir unzulänglich sind.

Unsere tiefste Angst ist, dass wir unermesslich machtvoll sind.
Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit.

Wir fragen uns: Wer bin ich eigentlich, dass ich leuchtend, hinreißend, talentiert und fantastisch sein darf?
Wer bist du denn, es nicht zu sein?_

Du bist ein Kind Gottes.
Dich selbst klein zu halten, dient der Welt nicht.

Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn du dich kleiner machst,
damit andere um dich herum sich nicht verunsichert fühlen.

Wir sollen alle strahlen wie die Kinder.
Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes zu verwirklichen, die in uns ist.

Sie ist nicht nur in einigen von uns; sie ist in jedem Einzelnen.
Und wenn wir unser eigenes Licht erstrahlen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben,
befreit unsere Gegenwart andere ganz von selbst.”

Zitat von: https://www.yogazeit.at/unsere-tiefste-angst-ein-text-von-marianne-williamson/

Samstag 8. August 2020

Offen für Vielfalt!?

Diese Tage hatte ich ein sehr angenehmes Telefonat. Inhaltlich ging es unter anderem darum, wie ich mich klar positionieren kann bezüglich diverser Diskreditierungen und Diffamierungen, die gegen mich in die Welt gesetzt wurden.

Insbesondere geschah dies durch negative Presse gegen die Anastasia-Bücher und deren Leser. Ich schrieb hier im Blog schon mehrfach darüber. Und weil ich den Anastasia-Index geschrieben habe und darüber hinaus noch über 10 Stunden lang alle Anastasia-Bücher im TV vorgestellt habe, blieb ich nicht verschont von Angriffen und Anfeindungen.

Nun, in dem angenehmen Telefonat hörte ich von einer Initiative aus Kassel, die etwas anbieten würde um klar Stellung zu beziehen. Dies interessierte mich, denn ich bin nun schon länger interessiert, beispielsweise beim Impressum einer Webseite eine prägnante Stellungnahme einzufügen, die so beschaffen ist, daß der Anfeindungs- und Diskreditierungsirrsinn aufhört.

Die mir angeratene Initiative existiert seit Ende 2019 und hat den Namen „Offen für Vielfalt“. Dies fand ich spontan ansprechend. Die Initiative hat diese Webseite: https://offenfuervielfalt.de
und hat als zentrale Aktion das Verbreiten von Türschildern für Geschäfte.

Diese Türschilder kann man beispielsweise hinter einer Glastür aufhängen und je nach dem (offen oder geschlossen) drehen, denn die Rückseite ist bedruckt mit der Aufschrift: „Geschlossen gegen Ausgrenzung“.

So sehen die Schilder aus (Vorder- und Rückseite):

Quelle: http://kassel-zeitung.de/cms1/uploads/2019-01-23_Toleranz_Logo_RGB-pbl_990.jpg

Die Beschriftung der Rückseite ließ mich stutzen. Wenn ich mir bildhaft vorstelle, da steht kurz nach Feierabend ein verspäteter Kaufinteressent vor verschlossener Tür und ist durch die geschlossene Tür ausgegrenzt vom Betreten des Ladens. Was macht dann dieser Text mit ihm? Das Schild verkündet, gegen Ausgrenzung zu sein und gleichzeitig ist der Mensch ausgegrenzt. Kann man so ein Schild ernst nehmen? Oder verleitet das gar zum Entglasen der Schaufenster, wie in der Stuttgarter Fußgängerzone (und anderswo) schon geschehen? In diesem Zusammenhang ist auch der Text der Vorderseite „Offen für Vielfalt“ zu hinterfragen. Vermutlich ist das Entglasen von Schaufenster, das Stehlen von Waren nicht gemeint, wenn ein Geschäft diesen Text an die Eingangstüre hängt. Wer aber macht eine Ausgrenzung des Verhaltens ‚Diebstahl und Sachbeschädigung‘ aus der allumfassenden Einladung ‚Offen für Vielfalt‘? Gehört der Dieb auch zur Vielfalt? Wenn nein, warum nicht?

Um mich richtig zu verstehen: Weder fordere ich auf zu stehlen noch Sachen zu beschädigen. Ich mache mir nur Gedanken über die Texte und ob diese wirklich das aussagen, was sie vermutlich aussagen sollen. Das tun sie meiner Wahrnehmung nach nämlich nicht.

Ich schaue ins Impressum der Webseite und finde den Namen: „Verein für Internationale Verständigung e.V.“ mit dem Vorstandsvorsitzenden Mario Mehren, der wiederum auch Vorstandsvorsitzender der Wintershall Dea GmbH (Gas- und Ölförderfirma) ist. Beide Personen, der Verein sowie die GmbH sitzen in der selben Adresse, Friedrich-Ebert-Straße 160, Kassel:
https://offenfuervielfalt.de/impressum.html
https://wintershalldea.com/de/impressum

Im Juni diesen Jahres gab es in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Kassel eine groß angelegte Plakat- und Anzeigenkampagne „Demokratische Werte sind unsterblich“ um an die Ermordung Walter Lübckes zu erinnern. Zitat von der Webseite:

Verbunden damit: ein Aufruf an Bürgerinnen und Bürger, mitzumachen und mit dem Aushang der Anzeige in Fenstern, Schaufenstern und Büros Flagge für Vielfalt und Toleranz zu zeigen.
https://offenfuervielfalt.de/news.html

Nun, wenn von einer Regierung aufgefordert wird in Fenstern, Schaufenstern und Büros „Flagge zu zeigen“ für egal was, dann erinnere ich mich umgehend an die Erzählungen meines Großvaters von der Zeit als die Nazis aufforderten in Fenstern und Schaufenstern Hakenkreuze zu platzieren. Vor einem knappen Jahr habe ich in einem Blogeintrag geschrieben, wie mein Großvater sich dem NS-Regime widersetzte:
http://www.konstantin-kirsch.de/2019/09/wie-sich-mein-grossvater-dem-ns-regime-widersetzte.html

Ich mag die jetzige Zeit nicht gleichsetzen mit dem, was damals geschah. Gleichwohl bin ich wachsam, sobald ich ähnliche Methoden erlebe, die seinerzeit für großes Leid gesorgt hatten. Die absichtliche Ermordung Andersdenkender gehört sicher zu solchen Methoden, jedoch auch Propaganda zur Beeinflussung von Massen.

Selbstverständlich gehe ich davon aus, daß das Regierungspräsidium und alle Unterstützer der Initiative „Offen für Vielfalt“ das Ermorden Andersdenkender ausgrenzen aus der Bandbreite der allumfassenden „Vielfalt“. Die gewählten Worte auf den Schildern tun dies allerdings nicht. Für mich sind diese Sprüche daher unbrauchbare Reduzierungen dessen, was eigentlich ausgesagt werden will.

Man kann mir nun Spitzfindigkeit vorwerfen. Ok, damit kann ich leben. Mir liegt es eher, genau auf Worte zu achten, als einem Konformitätsdruck nachzugeben.

Ach ja, wo ich gerade von „Konformitätsdruck“ schreibe: Dies ist typischerweise eine Erscheinungsform von politisch „Linken“. Die gehen nämlich von der Gleichheit der Menschen aus, während politisch „Rechte“ von der Verschiedenheit der Menschen ausgehen. Mein diesbezüglicher Blogeintrag ist aus dem Jahre 2016. Die Forderung von „Offen für Vielfalt“ ist per Definition eindeutig eine politisch rechte Einstellung. Unpassend dazu findet sich auf der Webseite offenfuervielfalt.de ausschließlich das Bemühen „gegen rechts“ aktiv zu werden:

Wie treten wir rechter Hetze und Angriffen auf unsere demokratische Gesellschaft gemeinsam am wirkungsvollsten entgegen?

Das Regierungspräsidium Kassel und die Initiative „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“ erinnern mit der groß angelegten Plakat- und Anzeigenkampagne „Demokratische Werte sind unsterblich“ an die Ermordung Walter Lübckes und an dessen unermüdliches Engagement für eine offene, tolerante Gesellschaft und gegen rechte Gewalt und Hetze.

„Was tun gegen rechte Hetze und Gewalt“.

Sicher ist rechte Hetze und Gewalt untauglich für einen zivilisierten Umgang zwischen Menschen. Das Gleiche gilt jedoch auch bezüglich linker Hetze und Gewalt. Die gab es früher (z.B. RAF) und die gibt es auch heutzutage: Im Bericht des Verfassungsschutzes kann man neben Rechtsextremismus (Seite 46 bis 100 = 54 Seiten) auch sehr viel lesen Linksextremismus (Seite 112 bis 170 = 58 Seiten). Wieso wird nirgends in diesem „Offen für Vielfalt“-Webauftritt von linker Hetze und Gewalt geschrieben? Wieso wird nicht einfach nur neutral geschrieben: „Wir treten wir Hetze entgegen?“ oder: „Was tun gegen Hetze und Gewalt?“

Mein persönlicher Umgang mit „Vielfalt“:

Während meines Studiums des Faches Architektur baute ich mir einen Bauwagen aus, in dem ich viele Jahre lebte. Hier ein Foto, als ich im Jahr 1991 damit in Tübingen stand:

 

Dieser Wagen hatte ich auf den Namen „Vielfalter“ getauft und in weiß mit blauen Zierlinien gestrichen. Witzigerweise ist das oben genannte Schild „Offen für Vielfalt“ in den selben Grundfarben weiß und blau gehalten. Dieser Wagen hatte eine Vielfalt an Heiztechnik. Beispielsweise einen Holzofen mit Warmwassergewinnung, eine Gasheizung und zwei Solarwarmluftheizungen (die zwei schwarzen senkrechten Flächen). Der Wagen hatte Solarstrom (im Bild oben links zu sehen). Es gab eine Dusche an Bord sowie ein Kompostklo mit Urintrennung und Grauwasserreinigung auf einer im Heck angebauten Veranda (nicht im Bild).

Gewisserweise war dieser Wagen ein Vorläufer des nun in Österreich angebotenen Wohnwagons:
https://www.wohnwagon.at/der-wohnwagon/2-das-kann-dein-wohnwagon-autarkie-2-2/

Seinerzeit in Tübingen lebte ich in Nachbarschaft mit vielen anderen Bauwagenleuten. Später entstand dann daraus ein Wagenplatz, den es auch heutzutage noch gibt: https://www.tuepedia.de/wiki/Wagenburg

Ich hatte seinerzeit den oben abgebildeten 8-Meter Wagen. Zusätzlich noch einen 3-Meter Wagen, eine Anhänger-Pritsche, einen Traktor, und einen PKW. Zusätzlich entsprach mein Verhalten nicht der (linken) Norm: Ich habe nie gekifft, habe mein Essen gekauft statt im Container gesucht und ganz ’schlimm‘: Ich habe mit gelegentlich auftauchenden Polizisten einfach so geredet von Mensch zu Mensch. Das brachte mir damals den Verdacht ein, ein Spitzel der Polizei zu sein und ich wurde ausgegrenzt. Selbstverständlich war ich kein Spitzel der Polizei sondern ganz einfach ein Mensch, der sich ein gutes Leben aufbauen will. Die Ausgrenzung durch die anderen Bauwägler führte seinerzeit zu einem offenen Brief, den ich im Sommer 1991 schrieb und den Nachbarn überreichte. Ich zitiere daraus:

Eine Wagenburg will selbstbestimmt sein.
Eine Wagenburg ist gegen die Vertreibungspolitik und gegen Diskriminierung von Minderheiten
Eine Wagenburg bekommt zu hören: Ihr seid hier nicht vorgesehen; ihr passt nicht in unseren Plan; hier ist kein Platz für Euch, macht was ihr wollt, aber nicht hier; verschwindet, haut ab, wohin ist mir egal.
Eine Wagenburg ist noch viel mehr, aber das soll hier genügen.

Ich will selbstbestimmt leben.
Ich bin gegen die Vertreibungspolitik und gegen Diskriminierung von Minderheiten
Ich bekomme zu hören: Du bist hier nicht vorgesehen; Du passt nicht in unseren Plan; hier ist kein Platz für Dich, mach was Du willst, aber nicht hier; verschwinde, haut ab, wohin ist uns egal.
Ich bin noch viel mehr, aber das soll hier genügen.

Ihr behandelt mich wie eine Wagenburg von einem Staat behandelt wird!

Die Ignoranz und die Intoleranz gegenüber mir als Minderheit unterscheidet sich nur gering.

Ich fand kein Verständnis. Ich passte nicht ins ideologisch sozialistische keiner-darf-mehr-haben-als-der-andere-Gedankenmuster. Anstatt selber etwas zu lernen war die größte Sorge ob ich den Brief der regionalen Zeitung auch hätte zukommen lassen. Nein, hatte ich nicht. Schlussendlich kaufte ich noch ein Wohnmobil um einen neuen Platz zu finden, verkaufte dies später, erwarb zwei Zugmaschinen für den eigenen Umzug und fürs Unterstützen des Umzuges von ein paar Freunden und im Dezember 1991 landete ich schließlich in Osthessen. Einige Zeit später habe ich dann den Vielfalter-Wagen weiter verkauft.

Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich mit Permakultur. Dazu gehört eine große biologische Vielfalt inkl. dem Nutzen von sogenannten Neophyten, also nichteinheimischen Pflanzen. In dem von mir angelegten Waldgarten am Triesch habe ich beispielsweise angepflanzt: Baumhasel aus der Türkei, Lebkuchenbaum aus Japan, Indianerbanane aus Nordamerika und vieles mehr. Gleichzeitig ist es günstig die Vielfalt an Baumarten nicht übermäßig groß werden zu lassen, weil man sonst den Überblick verliert und die Produktivität leidet.

Vielleicht werde ich auch nun wieder nicht verstanden, weil ich es ablehne, das „Offen für Vielfalt“ Schild anzubringen. Das hinter der Initiative liegende Bestreben nach Respekt, nach Menschenwürde, Demokratieprinzip und Rechtsstaatlichkeit (genannt: freiheitlich demokratische Grundordnung) kann ich gut wertschätzen, jedoch sind mir die Schilder nicht gut genug. Manche Menschen, insbesondere jene, die mich länger kennen, können mich immer besser verstehen. Der hiesige Bürgermeister sagte mal zu mir und über mich: „Sie sind anstrengend – äh anspruchsvoll.“
Damit trifft er es ziemlich genau. Auch für mich selber ist mein Leben ab und an anstrengend, eben weil ich gewisse Ansprüche habe. Einfach der Herde hinter her zu laufen, zu tun was alle tun, das gibt mir nichts, das ist weder mein Weg noch meine Absicht.

Samstag 1. August 2020

Selbstversorgungsgrad in Deutschland

Auf der Webseite der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung gibt es eine interessante Infografik zum Selbstversorgungsgrad:

Quelle: https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads/DE/BZL/Informationsgrafiken/Selbstversorgungsgrad.pdf

Textzitat zur Infografik (vom 24.3.2020):

Was vielen bis vor kurzem noch eine Selbstverständlichkeit zu sein schien, rückt angesichts der Coronakrise und der Berichte über Hamsterkäufe wieder in den Blickpunkt: die ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln. Sie ist in Deutschland gesichert. Die Lebensmittellieferketten sind intakt und funktionieren weiterhin auch grenzüberschreitend. Die deutsche Landwirtschaft produziert genug, um die Bevölkerung ernähren zu können. Gradmesser dafür ist der Selbstversorgungsgrad. Aktuelle Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) zeigen, dass in Deutschland deutlich mehr Fleisch, Milch, Zucker und Kartoffeln erzeugt werden als wir für den Eigenbedarf benötigen. Bei Obst, Gemüse und Honig besteht hingegen Importbedarf.

Mich hat überrascht wie niedrig die Angaben sind für Gemüse, Obst und Honig.

Sonntag 26. Juli 2020

von der Schwierigkeit Masanobu Fukuoka zu verstehen

Heute früh bekam ich einen Rundbrief vom Permaculture Research Institute aus Australien.
Darüber fand ich einen neuen Artikel über das Wirken von Masanobu Fukuoka, für mich die philosophische Säule der Permakultur. Schon seit über zehn Jahren schreibe ich hier im Blog über ihn. Beispiel:
http://www.konstantin-kirsch.de/2008/01/masanobu-fukuoka.html

Nun also ein neuer Artikel zu Masanobu:
https://www.permaculturenews.org/2020/07/25/the-philosophy-of-masanobu-fukuoka/

Für die schnelle Lektüre nutzte ich den google-Übersetzer:
https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=en&u=https://www.permaculturenews.org/2020/07/25/the-philosophy-of-masanobu-fukuoka/

Der Autor, Dr Trent Brown, beschreibt einerseits das Wirken von Masanobu Fukuoka umfassend, jedoch wird im letzten Absatz des Artikels erkennbar, daß er das Grundlegendste meiner Ansicht nach nicht verstanden hat. Er schreibt (Hervorhebungen von mir):

Nonetheless, I do have my reservations. The injunction to simplify desires and eat according to the cycles of nature may be sage advice to most of us in the ‘extravagant’ North; yet it may ring hollow for many of the farmers in the global South, who struggle to make enough money for one solid meal per day.

Übersetzt:
Trotzdem habe ich meine Vorbehalte. Die Aufforderung, Wünsche zu vereinfachen und gemäß den Zyklen der Natur zu essen, mag für die meisten von uns im „extravaganten“ Norden ein weiser Rat sein. Dennoch mag es für viele Bauern im globalen Süden hohl klingen, die Schwierigkeiten haben, genug Geld für eine feste Mahlzeit pro Tag zu verdienen.

Wie getrennt vom Leben eines Bauern muss man sein, um so etwas zu schreiben? Herr Brown tut so, als ob man als Bauer Geld bräuchte um etwas zu Essen zu haben. Und so etwas dummes schreibt er, nachdem er sich mit Masanobu Fukuoka beschäftigt hat? Unvorstellbar!

Ein Blick in die Autorenbeschreibung am Ende des Kapitels (Hervorhebungen von mir):

I’m a researcher in geography at the University of Melbourne. My research focuses on the social aspects of sustainable agriculture and agricultural skill development, particularly in India. I’m the author of two books, Farmers, Subalterns, and Activists: Social Politics of Sustainable Agriculture in India and India: Continuity and Change in the Twenty-First Century

Nun, ich beobachte seit einigen Jahren in deutschen Permakulturkreisen ein zunehmendes Interesse am Begriff „soziale Permakultur“ in Kombination mit einer Einstellung, als ob etwas neues und bedeutendes erfunden sei. Eigentlich ein überflüssiger Unsinn, weil alle sozialen Aspekte seit jeher zur Permakultur gehören. Auf jeden Fall ist zu beobachten gewesen, daß mit dem verstärkten Auftreten des Begriffes „soziale Permakultur“ das Diffamieren, das Ausgrenzen, das Beleidigen, das Spalten, der Hass, genau genommen also das nicht-soziale Verhalten stark zugenommen hat.

Diese Tendenz zur schädlichen Spaltung des großen Ganzen ist anderen Permakultur-Aktiven auch schon aufgefallen:
http://www.matricultura.org/pdf/AUTarca_Soziale_Aspekte_der_Permakultur.pdf

Vielleicht stecken hinter denjenigen, die „soziales“ wollen, eigentlich Anhänger des Sozialismus, also Verehrer des Todestriebes, siehe dazu meinen Blogeintrag vom Februar letzten Jahres: http://www.konstantin-kirsch.de/2019/02/der-todestrieb-des-sozialismus.html

Und Verehrer des Todestriebes können vielleicht nicht verstehen, daß man ein „solid meal per day“ ganz ohne Geld bekommen kann, wenn man Bauer ist oder Gärtner. Und um das zu verstehen muss man sich mit dem Leben beschäftigen und aufhören zu glauben, daß man alles nur für Geld bekommen könne.

In der aktuellen Lage empfehle ich erstens: Vermeiden von Kursen und Gesprächen, in denen es um „soziale Permakultur“ geht, und zweitens die Lektüre des Originaltextes von Masanobu Fukuoka:

Mittwoch 22. Juli 2020

Ein besonderes Buch: „Bienen im Kopf“

Seit über zehn Jahren ist Bernhard Heuvel für mich eine wertvolle Inspirationsquelle zum Thema Imkerei. So habe ich beispielsweise 2008 hier im Blog über die Warré-Beute geschrieben, die Bernhard wieder bekannt gemacht hat. Auch bei meinen Schritten mit Einraumbeuten und Klotzbeuten hatte ich all die Jahre wiederholten Kontakt und fachlichen Austausch mit ihm.

Nun hat Bernhard ein Buch veröffentlicht, in dem er sein Wissen, seine Erfahrung im Umgang mit den Bienen schriftlich niedergelegt hat:

Bienen im Kopf, Vom Bienen-Hippie zum Erwerbsimker

Das Buch ist mit über 400 Seiten ein so umfassendes Werk geworden, daß ich unmöglich alle Aspekte benennen kann. Für mich liest es sich wie ein intensiver und tiefer Einblick in den Beruf des Imkers. Der Eindruck ist so hautnah, daß ich beim Lesen eintauchte mitten in Bernhards Arbeit, seine Gedanken, seine Sorgen und Erfolge.

Das Buch ist für mich Ausdruck von gelebter, produktiver Permakultur. Deshalb ist es nun in unserem OnlineShop aufgenommen:
https://www.waldgartendorf.de/shop/artikel/bienen-im-kopf/

Ein paar Zitate aus dem Buch:

Einer meiner Mentoren, der Permakulturlehrer Joe Polaischer (✞) aus Neuseeland, hat mir als Lebensaufgabe mitgegeben: „Bringe Europa wieder zum Summen, Bernhard“
Seite 8

DIE NEUE MODE
In der heutigen Zeit sind die Bienen durch das Insektensterben sehr ins Bewusstsein der Gesellschaft getreten. Von verschiedenen Stellen wird oft behauptet, dass es sehr einfach ist, Bienen zu halten. Honig spiele eine Nebenrolle und es genügt, den Bienen eine bienengemäße Behausung zu bieten. Auf dem Balkon, auf dem Dach oder im Garten.
Die Vertreter dieser neuen Bienenhaltung missachten geflissentlich, dass die Bienen eben nicht in einer Bienenbeute wohnen, sondern in einer Landschaft. Es reicht erfahrungsgemäß nicht, eine angeblich naturgemäße Behausung hinzustellen, wenn die umgebende Landschaft nicht natürlich ist. Eine natürliche Landschaft findet sich in unseren Breiten schon lange nicht mehr. Ohne diese natürlichen Lebensbedingungen aber kann die natürliche Lebensweise der Bienen nicht greifen.
Ich kann den Wunsch nach Natürlichkeit nachvollziehen und ich begeistere mich ebenfalls für die Wildnis, für Natur und für das Leben im Allgemeinen. Jedoch muss ich realistisch bleiben, wenn ich den Bienen tatsächlich helfen will.
Seite 32

Das erste Bienenjahr ist geeignet, alle romantischen Vorstellungen von Bienenhaltung auszutreiben. […]

GEDULD
Gerade in den ersten fünf Jahren braucht der Anfänger der Bienenhaltung sehr viel Geduld: mit den Bienen und mit sich selbst. Die Bienenhaltung ist lange nicht mehr so trivial, wie sie einst vielleicht mal war. Die Bienen befinden sich mitten im Strudel des Insektensterbens (>70 % Rückgang der Insektenmasse, Artensterben, etc.) und inmitten von globalen klimatischen Veränderungen. Neuartige Pestizide, neue Pathogene und neue Parasiten bedrohen die Bienen. Gleichzeitig wird ihnen durch Verbauung, Entwaldung und Monokulturen die Nahrungsgrundlage entzogen. Das macht die Bienenhaltung sehr viel anspruchsvoller als je zuvor.
Seite 106

Bernhard ist aktuell Vollerwerbsimker mit 400 bis 500 Völkern und beschreibt in dem Buch einiges, was beim Entstehen und Führen einer derartigen Imkerei zu beachten ist. Dieser Hauptberuf ist jedoch für die allerwenigsten Menschen passend. Gleichwohl sind die Beschreibungen und Einblicke sehr wertvoll, denn mit diesen Ausführungen kann man auch eine sehr kleine Imkerei mit beispielsweise 3 bis 5 Völkern derart aufbauen und betreiben, daß es kein Hobby ist sondern sehr produktiv. Ein Hobby ist gewissermaßen eine Tätigkeit, bei der man mehr Aufwand hinein steckt, als man erntet. Wenn man jedoch eine Tätigkeit professionell angeht und mehr ernten will als man investiert, dann muss man schon genau wissen was man tut und insbesondere was man lassen sollte.

Bernhard empfiehlt beispielsweise die Anzahl der eigenen Bienenvölker von Anfang an zu begrenzen. Man solle die gesamte Ausrüstung und die passende Infrastruktur aufbauen und einrichten und zuerst anstreben, daß die Bienen gesund und ertragreich sind bevor man daran denkt die Anzahl der Völker zu vergrößern. Immer muss die Anzahl der Völker zusammen passen mit dem Platz für Ernte, Verarbeitung, Lagerung. Bernhard rechnet mit 4 Quadratmeter Raumbedarf pro Volk. Bei nur 5 Völkern sollte man also schon einen Raum mit 20 m² vorhalten nur für die Imkerei. Sicher kann man die Küche improvisiert umrüsten während der Erntezeit, doch einen gewissen Lagerraum braucht man trotzdem. Bei einer Imkerei mit 500 Völkern braucht es schon eine Halle mit 2000 Quadratmetern!

Bernhard erklärt, das es sinnvoller ist, weil vom Geld und Arbeitsaufwand günstiger, nur  5 Völker zu halten mit je 100 kg Honigertrag, als 25 Völker mit je 20 kg. Bienen können nur viel Honig produzieren, wenn sie gesund sind. Werte von 100 kg Honig oder mehr können nur von kerngesunden Völkern gebracht werden. Und nur kerngesunde Bienen haben eine Chance sich gegen Schädlinge, wie z.B. die Varroamilbe, auf Dauer zu behaupten.

Achtung: Bitte nicht irritieren lassen von diversen Tippfehlern und versäumten Korrekturen.
Wie sagt Bernhard Heuvel dazu: „Das Buch ist nicht perfekt geworden, sonst wäre es nie erschienen!“

Das Buch kann hier gekauft werden:
https://www.waldgartendorf.de/shop/artikel/bienen-im-kopf/

Dienstag 21. Juli 2020

Schwester von Jesus Christus

Im Anastasia-Band 5, ‚Wer sind wir?‘ findet sich auf Seite 222 dieses Zitat:

Anastasia: «Wladimir, vor Gott sind alle Menschen gleich. Es ist nicht recht, dass Menschen einander huldigen. Ich bin eine Frau, ein gewöhnlicher Mensch!»
Wladimir: «Du unterscheidest dich aber schon recht stark von den anderen Menschen, Anastasia. Wenn du ein gewöhnlicher Mensch bist, wer bin dann ich?»
«Auch du bist ein Mensch, nur hast du dein Leben bisher in solcher Hast verbracht, dass du nicht an deine Bestimmung denken konntest.»
«Wie stehst du zu Moses, Jesus Christus, Mohammed, Rama und Buddha? Wer waren sie?»
«Du hast die Namen meiner älteren Brüder genannt, Wladimir.»

Es ist für mich selbstverständlich, daß Anastasia meinte, ‚Schwester im Geiste‘ und nicht biologisch-juristische Schwester.

Im Folgeband, Anastasia-6, ‚Das Wissen der Ahnen‘ steht dies auf Seite 215:

Als sie im Buch „Wer sind wir?“ ebenso aufgeregt auf die Frage antwortete und Jesus Christus als ihren älteren Bruder bezeichnete und ich darüber schrieb, äußerten einige Leser, insbesondere bekennende Christen, ihren Unmut darüber. […]
Wenn man die Bibel liest, findet sich dort kein Hinweis darauf, dass Jesus Christus irgendwelche Schwestern gehabt hätte.

Nun, Wladimir Megre hat die Bibel möglicherweise nicht genau genug gelesen. Denn es findet sich dort durchaus ein Hinweis auf Geschwister Jesu:

Matthäus, 12:50:

Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.

Diese Textstelle deutet daraufhin, daß auch Jesus Christus diese Beziehung verstanden hat als ‚Verwandtschaft im Geiste‘ und nicht im biologisch-juristischen Sinne.

Dienstag 7. Juli 2020

will das Deutsche Jugendherbergswerk seine Gemeinnützigkeit verlieren?

Fördert das Deutsche Jugendherbergswerk eine Völkerfeindschaft mit Russland?
Ein Blog-Post über eine gekündigte Veranstaltung in Bezug zur Verleumdung und Hetzkampagne gegen die sogenannte Anastasia-Bewegung.

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Das Deutsche Jugendherbergswerk ist laut Satzung ein gemeinnütziger Verein. Laut § 5 der Satzung lautet der Zweck des Vereins:

Zweck des Vereins ist die Förderung der Jugendhilfe, der Völkerverständigung sowie des Umwelt- und Landschaftsschutzes.

Unter § 6, Verwirklichung des Vereinszwecks, findet sich der Punkt :
4. Erholungsaufenthalte, Ferien- und Bildungsreisen für junge Menschen und Familien, damit sie das eigene Land und fremde Länder und Völker kennen lernen und lernen, auf Menschen fremder Landschaften und Kulturen Rücksicht zu nehmen und sie zu verstehen.

Quelle: https://www.jugendherberge.de/fileadmin/hauptverband/downloads/ueber-uns/djh-satzung-2017.pdf

Die Gemeinnützigkeit ist in Deutschland in § 52 Abs. 1 AO legal definiert. Es heißt: „eine Körperschaft verfolgt gemeinnützige Zwecke, wenn ihre Tätigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern.“

Entsprechend dem oben zitierten Satzungszweck dürfte die bisherige Anerkennung der Jugendherbergen als gemeinnützig basieren auf diesen Punkten des §52 der Abgabenordnung:

4. die Förderung der Jugend- und Altenhilfe;
8. die Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes und der Naturschutzgesetze der Länder, des Umweltschutzes, des Küstenschutzes und des Hochwasserschutzes;
13. die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens;

Interessant ist übrigens auch der Punkt 10 auf den ich später noch zu sprechen komme:
10. die Förderung der Hilfe für politisch, rassisch oder religiös Verfolgte, für Flüchtlinge, Vertriebene, Aussiedler, Spätaussiedler, Kriegsopfer, Kriegshinterbliebene, Kriegsbeschädigte und Kriegsgefangene, Zivilbeschädigte und Behinderte sowie Hilfe für Opfer von Straftaten; Förderung des Andenkens an Verfolgte, Kriegs- und Katastrophenopfer; Förderung des Suchdienstes für Vermisste;

 

Die Anerkennung als gemeinnützig kann übrigens rückwirkend entzogen werden.

Dies ist beispielsweise im vergangenen Jahr der Kampagnenorganisation Campact geschehen. Dem Verein Attac wurde die Gemeinnütztigkeit aberkannt, genauso auch change.org

Gemäß § 55 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 AO dürfen gemeinnützige Vereine keine politischen Ziele verfolgen. Nach der Rechtsprechung des BFH sind politische Äußerungen nur dann erlaubt, wenn sie der unmittelbaren Verwirklichung eines Zwecks aus dem Katalog der gemeinnützigen Zwecke dienen. Diese Unterscheidung soll gemeinnützige Organisationen von politischen Parteien abgrenzen.

In seinem Attac-Urteil hatte der BFH nun hinsichtlich dieser Abgrenzung klargestellt, dass sich gemeinnützige Organisationen im Rahmen der politischen Bildung und der Förderung des demokratischen Staatswesens zwar politisch äußern dürfen, jedoch müssen sie dabei ihre geistige Offenheit bewahren: Sie dürfen auf politische Missstände hinweisen und Lösungsvorschläge unterbreiten, ihre Arbeit darf jedoch nicht von politischem Aktivismus geprägt sein und von dem gezielten Versuch, die Öffentlichkeit von konkreten politischen Zielen zu überzeugen.

Quelle: https://winheller.com/blog/change-org-verein-verlust-gemeinnuetzigkeit/

Die Marke „Jugendherberge“ wurde übrigens nach fünfjährigem Rechtsstreit gelöscht (Das DJH hatte sie 1998 eintragen lassen, 2009 wurde sie gelöscht).

Die Stellung von Jugendherbergen im Verhältnis zu anderen Unterkünften ist sehr umstritten. Vielfach gleichen die „Jugendherbergen“ einfachen Hotels und sind teilweise auch teurer. Der Charme der einfachen Unterkunft für Wanderer und Radreisende, den ich in meiner Jugend noch kannte, haben Jugendherbergen nicht mehr.

Neben der (noch) Gemeinnützigkeit bekamen Jugendherbergen bisher staatliche Zuschüsse von sage und schreibe grob 3 Millionen Euro jährlich. Dadurch entstand logischerweise eine Marktverzerrung zum Nachteil kommerzieller Anbieter.
https://www.welt.de/wirtschaft/article133487174/Berlin-fuer-Subventionierung-von-Jugendherbergen.html

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Wenn sich die Jugendherbergen durchgehend an ihre Satzung gehalten hätten, wäre der heutige Blog-Beitrag nicht entstanden.

Nun, was ist passiert?

Am 27.3.2019 bekam ich eine eMail von Vladimir Jan (Russlanddeutscher) mit der Information, daß eine Veranstaltung für das Wochenende vom 30.8. bis 1.9.2019 geplant sei.

Hallo Konstantin,
[…]
Ich habe noch was zu sagen, wir Planen mit Herr Koslow […] ein Anastasia Veranstaltung zu organisieren, in der form welche hat Herr Megre in Frankfurt gesagt.
Wir möchten andere Format auch anbieten, damit wir Festival interessant nicht nur für uns  (Anastasia Leser) machen, sondern auch für die Leute wer hat noch nicht über Anastasia gehört.
Ich würde mich sehr freuen, weil du schon auf mehrere Festivals gewesen hast, ob du uns was empfehlen was wird interessant, was nicht, wie du diesen Festival vorstellen kannst.  Wem könnten wir einladen, mit Megre zur zeit gibt kein Kontakt, eventuell kommt er auch.
Für jeder info werde ich dir dankbar sein.
Liebe Grüße
Vladimir
Anbei noch die Muster Programm.

Die beiliegende Datei beinhaltete folgenden Text:

Germany Edersee 30.08.-01.09.2019“
Neue Formen des Lebens der Menschheit in und mit der Natur

„Lebe die Veränderung selbst die du in der Welt wünschst und die Veränderungen werden kommen

Festivalplan:

1-te Tag 30.08.-Freitag:
• ab 15:00 Uhr Ankunft, Check-In
• 18:00 Abendessen
• 19:00 Begrüßung Alle&Festivaleröffnung
• 20:30 Live Musik von Barden, Spiele, Tänze&mehr

2-te Tag 31.08.-Samstag:
• 07:30 Morgengymnastik: Yoga, Qigong, tänzerische Gymnastik, russische Kampfkunst
• 08:00 Frühstück
• 09:00 Vortrag: die Entwicklung der Anastasia-Bewegung in Russland, Deutschland und
Europa
• 11:00 Das Leben in Anastasia-Siedlungen in Russland. Erfahrungsaustausch. Unsere
Gäste aus Russland berichten. Pilot-Projekt oder zurück zu Wurzel
– 13:00 Mitttagessen
• 15:00 Dia-Vortrag: „Die Dolmen im Kaukasus“
• 15:00 Ich gestalte „meine Raum der Liebe“ auf dem Blatt Papier (freiwillige Gruppe)
• 17:00 Vortrag: „Sibirische Zedern“
• 18:30 Abendessen
• 19:30 live Musik von Barden, Spiele, Tänze&mehr

3-te Tag 01.09.-Sonntag:
• 07:30 Morgengymnastik: Yoga, Qigong, tänzerische Gymnastik, russische Kampfkunst
• 08:00 Frühstück
• 09:00 Gemeinsame Projekte, Planung, Visionen,
• 13:00 Mittagessen
• Abreise

Am 10.4. habe ich folgende Antwort gesendet:

lieber Vladimir,

nun habe ich mit […] den Test-Brief durchgelesen. Wir wünschen uns ein paar Änderungen.
Wir haben auch mit einem Freund gesprochen, der die Bücher gut kennt und der gelernter Dolmetscher und Übersetzer ist. Er hat unser Empfinden bestätigt, daß es ungünstig ist innerhalb eines Textes die Sprache zu ändern.

Deshalb wünschen wir uns diese Änderungen:

statt: Germany
besser: Deutschland

statt: Check-In
besser: Einlass

statt: Live Musik
besser: Musik

Es sind noch einige kleinere Schreibfehler im Text, die könnte ich auch noch korrigieren, wollte aber erst einmal diese Rückmeldung geben.

Viele Grüße
Konstantin

Am 18. April schrieb ich in meinem Rundbrief über diese Veranstaltung:

Hallo xxxx

überraschend gibt es kurz vor Ostern zwei Überraschungen:

1.
Am Wochenende 30.08.-01.09.19 gibt es in der Mitte Deutschland ein
Festival-Forum „Im Lichtstrahl von Anastasia Deutschland“
Neue Formen des Lebens der Menschheit in und mit der Natur

Mehr Details dazu hier: http://anastasia-de.eu/

Hinweis: Bei Interesse bitte anmelden vor dem 20.5.
Erstens ist die Teilnahme dann günstiger und andererseits kann der
Veranstalter dann frühzeitig besser einschätzen wie viele
Teilnehmer kommen werden.

2. […]

Im Internetarchiv kann man sehen wie damals die Anmelde-Webseite aussah:
http://web.archive.org/web/20190509031233/http://anastasia-de.eu/

Auf dieser Seite kann man lesen, daß die Veranstaltung in der Jugendherberge Hohe Fahrt am Edersee geplant war.
Warum Herr Jan und Herr Koslow eine Jugendherberge als Veranstaltungsort ausgewählt haben weiß ich nicht.

Jedoch passt die Satzung der Jugendherbergen perfekt zu der geplanten Veranstaltung (siehe oben):

Jugendhilfe, Völkerverständigung sowie Umwelt- und Landschaftsschutz.
Erholungsaufenthalte, Ferien- und Bildungsreisen für junge Menschen und Familien, damit sie das eigene Land und fremde Länder und Völker kennen lernen und lernen, auf Menschen fremder Landschaften und Kulturen Rücksicht zu nehmen und sie zu verstehen.

Genau darum sollte es doch bei der geplanten Veranstaltung gehen.

Am 21. Mai bekam ich die Einladung als Ehrengast teilzunehmen. Der Titel war leicht geändert:

„Festival-Forum „Im Lichtstrahl von Anastasia Deutschland“
Neue Formen des Lebens der Menschheit in und mit der Natur

Ich bestätigte umgehend, noch am 21. Mai 2019, meine Teilnahme, wobei es mir unerheblich war, als „Ehrengast“ geladen zu werden. Ich hätte auch ohne diese Ehre Interesse gehabt teilzunehmen. Für mich günstig war der geplante Versammlungsort: Die Anreise zum Edersee ist für mich ein „Katzensprung“.

Am 22. Mai 2019 bekam ich um 12:56 die Anmeldebestätigung vom Organisator der Veranstaltung zugesendet:

Sehr geehrte Konstantin Kirsch,

wir danken für Ihre Anmeldung zum Festival und laden Sie herzlich ein:

Termin: 30.08. bis 01.09.2019
Ort: Deutschland, Waldeck-Frankenberg, Jugendherberge „Hohe Fahrt“ am Edersee
Beginn: am 30.08. ab 15:00 Uhr

Festivalgebühr: für Sie 0 Euro, nur Verpflegung und Übernachtung – 80 euro

Konto: IBAN: […]

In diesem Betrag sind zwei Übernachtungen mit Vollpension (vegetarisch) inbegriffen.
Die Zimmerverteilung wird vor Ort am 30.08.2019 organisiert. Festival findet in Räumen der Jugendherberge „Hohe Fahrt“ statt, d.h. wir haben nur 12 Zweibettzimmer, 4 Familienzimmer. Andere Zimmer sind 4-, 6-, 8-bettzimmer. Zimmer werden nach Eingang der Anmeldung verteilt.

Wir möchten alle Teilnehmer ausdrücklich darauf hinweisen bzw. daran erinnern, dass in Anastasias Ideen nicht zwischen Herkunft, Rassen- und Religionsangehörigkeit unterschieden wird. Jede Art von Propaganda in eine dieser Richtungen wird von der Veranstaltungsleitung unterbunden. Wir sind alle gleich, unabhängig von unserer Herkunft und Religion.
Jede Art von Informationsmaterial, welches an andere Teilnehmer verteilt wird, ist mit der Veranstaltungsleitung abzuklären, um mögliche Missverständnisse zu vermeiden……..Wir bitten um Ihre Verständnis?

Mit herzlichen Grüßen
Andrej Koslow

Andrej Koslow ist Russe aus Sibirien, lebt seit 29 Jahren mit Familie in Deutschland. Am überwiegend gelungenen Satzbau und den wenigen Schreibfehlern kann man erkennen, das die Integration nach Deutschland relativ gut funktioniert hat, wenngleich die Herkunft noch durchschimmert.

Am 23. Mai 2019 bekam ich von Herrn Koslow die Bestätigung der Zimmerreservierung.

Herr Koslow hatte in der Jugendherberge Hohe Fahrt am Edersee 320 Teilnehmer angemeldet und eine Anzahlung in Höhe von 1733 Euro geleistet.

Hier ein Foto des Vertragsangebotes der Jugendherberge:

Am 8. Juni bekam ich eine Email:

Hallo Konstantin,

was sagst du dazu https://www.wlz-online.de/waldeck/voehl/rechte-esoteriker-anastasia-bewegung-darf-nicht-edersee-tagen-12355956.html?
Ich habe mich angemeldet und […] gezahlt. Weißt du was nun wird? Ich habe die Anastasia-Bücher ja nicht gelesen. Sind die wirklich so antisemitisch? Die Behauptung der von Juden kontrollierten Geldflüsse habe ich auch anderswo schon gehört und finde sie sehr gewagt. Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas in den Büchern steht.

Liebe Grüße, xxx

Der verlinkte Zeitungsartikel ist datiert auf den 6.6.2019, EXAKT am gleichen Datum, an dem die Jugendherberge Herrn Koslow einen Brief schrieb über die „Unwirksamkeit des Belegungsvertrages“. Wie soll man das verstehen? Woher hatte die Zeitung, bzw. die Journalistin Julia Janzen, diese Information zu diesem Zeitpunkt? Wurde der Artikel nach einer Presseerklärung der JH verfasst und wieso geht er dann auf noch weit mehr ein? Wurde das abgesprochen? Ist das eine Verschwörung?

In dem Schreiben der Jugendherberge steht eine Frist für eine Gegendarstellung:

Sofern wir bis zum 15.06.2019 nichts Gegenteiliges von Ihnen hören, gehen wir deshalb davon aus, dass Einigkeit mit Ihnen darüber besteht, dass der DJH Landesverband Hessen e,V, als Rechtsträger der Jugendherberge Hohe Fahrt nicht zur Erfüllung des Belegungsvertrags verpflichtet ist.

So wie ich diesen Satz verstehe, gab die Jugendherberge eine Frist zur Klärung und Einigung in der Sache. Eine Presseerklärung, das das Treffen nicht stattfinden würde, wäre also erst NACH dem 15.6., also frühestens am 16.6. passend gewesen. Außer, die Jugendherberge hatte schon entschieden, das die Veranstaltung unter keinen Umständen stattfinden wird – dann war die Angabe einer Frist zur Klärung der Sache eine Farce.

Ich schrieb Herrn Koslow an, was denn los sei. Erst am 10. Juni bekam ich Antwort, weil er vorher unterwegs war.

Zuerst gehe ich auf den verlinkten Zeitungsartikel ein:

Anastasia-Bewegung versteckte sich bei Buchung hinter Privatperson

Wer es noch nicht gemacht hat sollte sich mal mit dem Thema „Framing“ beschäftigen. Heutiger Gesinnungs-Journalismus beschäftigt sich gerne dieser Praktik anstatt seriös und neutral von etwas zu berichten: Man setzt etwas in einen „Rahmen“ und lenkt damit die Emotionen und Wertungen der Leser.

Der Begriff „Anastasia-Bewegung“ wurde meines Wissens nach durch Journalisten erst erfunden. Es gibt meines Wissens nach keine juristische Person diesen Namens, die eine Veranstaltung hätte buchen können. Wenn man unter dem Begriff „Anastasia-Bewegung“ die Leser der Anastasia-Bücher meint, dann hat man es mit Millionen an Menschen auf der gesamten Erde zu tun. Allein im deutschsprachigen Raum rechne ich mit über 100.000 Lesern.

Wenn man den Text der email vom 27.3 beachtet (siehe oben):

Wir möchten andere Format auch anbieten, damit wir Festival interessant nicht nur für uns  (Anastasia Leser) machen, sondern auch für die Leute wer hat noch nicht über Anastasia gehört.

Dann ist klar, daß nur ein Teil der Teilnehmer aus Anastasia-Lesern bestehen sollte (vielleicht 200?), was die email vom 8. Juni bestätigt, die mir von einer Frau gesendet wurde, die sich angemeldet hatte und die Bücher noch nicht gelesen hatte.

200 Menschen von 100.000 Lesern sind jedoch gerade mal 0,2 Prozent! Es ging bei der Veranstaltung nie darum, daß sich die „Anastasia-Bewegung“ hätte treffen wollen.

Nächster Satz:

Geplantes Forum rechter Esoteriker am Edersee gestoppt

In diesem Satz sind zwei Begriffe falsch: „rechter“ und „Esoteriker“.
Unter Esoterik wird Wissen verstanden, das nur einem eingeweihten und begrenzten Kreis an Menschen zugänglich ist. Die Anastasia-Bücher sind jedoch öffentlich verfügbar und dies noch in sehr vielen Sprachen. Es handelt sich somit in keiner Weise um Esoterik. Das Adjektiv „rechter“ ist auch grundlegend falsch.

Ich wiederhole einen Auszug aus der Anmeldebestätigung, die ich am 22. Mai erhalten hatte:

Wir möchten alle Teilnehmer ausdrücklich darauf hinweisen bzw. daran erinnern, dass in Anastasias Ideen nicht zwischen Herkunft, Rassen- und Religionsangehörigkeit unterschieden wird. Jede Art von Propaganda in eine dieser Richtungen wird von der Veranstaltungsleitung unterbunden. Wir sind alle gleich, unabhängig von unserer Herkunft und Religion.

Nächster Absatz des Zeitungsartikels:

„Im Lichtstrahl von Anastasia Deutschland“ ist das Festival-Forum überschrieben, das Ende August am Edersee stattfinden sollte. Veranstalter ist der „Freundeskreis Anastasia“. Die Anastasia-Bewegung steht in der Kritik. Sie gilt als rassistische und antisemitische Gruppe.

Wieder falsch: Wie oben im Foto des Vertragsangebotes der Jugendherberge zu sehen lautet der Veranstalter:
„Festival Veranstaltung Andrej Koslow“

Und die sogenannte „Anastasia-Bewegung“ wurde als Begriff erst vom Journalismus erfunden in Kombination mit Kritik daran. Selbstverständlich ist der Vorwurf Rassismus und Antisemitismus grundlegend falsch, bösartig und verleumderisch. Man kann dies jedoch gut verstehen, wenn man weiß, daß Journalisten nicht belohnt werden für ehrliche und neutrale Berichte sondern insbesondere beim „Kampf gegen Rechts“. Und wenn der Feind erst erschaffen werden muss, um dann dagegen ankämpfen zu können…

Nächster Absatz:

Auch Oliver Koch kennt die Anastasia-Bewegung. Der Pfarrer ist Referent für Weltanschauungen der beiden Evangelischen Kirchen Kurhessen-Waldeck und Hessen-Nassau. Seit gut anderthalb Jahren verfolge er die Aktivitäten der Bewegung. Die Gruppe habe einen „hochesoterischen Hintergrund“, auch ein Anteil Verschwörungstheorie gehöre dazu.
[…]
Der Pfarrer hat selbst bereits einen der sogenannten Familienlandsitze besucht. In Nentershausen (Hersfeld-Rotenburg) sei er mit einem Kollegen bei einer öffentlichen Besichtigung dabei gewesen. Da sei durch Gespräche mit dem Esoteriker Konstantin Kirsch klar geworden: „Die Gruppe strebt eine tief greifende politische Veränderung an.“

Mehrfach falsch: Ich habe keinen Familienlandsitz und erst recht keinen auf dem ich öffentliche Besichtigungen anbieten würde. Was ich seit knapp 30 Jahren (weit länger als es die Anastasia-Bücher gibt!) aufgebaut habe ist ein Forschungs- und Experimentiergelände für Naturbauten und Permakultur. Und wenn ich einen Familienlandsitz hätte, würde ich nie im Leben darauf öffentliche Besichtigungen anbieten. Beides schließt sich aus. Ein Familienlandsitz nennt man auch einen „Raum der Liebe“. Das ist etwas privates, etwas sensibles, intimes. Man bietet doch auch keine „öffentlichen Besichtigungen“ durchs eigene Schlafzimmer an, oder machen Sie das, Herr Pfarrer?? Entlarvend ist übrigens das Wort „Besichtigung“. Das benutze ich nicht. Ich biete sogenannte „Führungen“. Wer nur besichtigen will, also nur etwas „sehen“ will, also nur mit den Augen gucken will, der wird von mir bezeichnet als Glotz-Tourist. Das sind Menschen, die nichts hören, nichts riechen, nichts schmecken, nichts fühlen wollen. Wer nur auf der Oberfläche sehen will (Be-Sichtigung) ist bei mir fehl am Platz. Mit reiner Oberflächlichkeit können wir die Natur weder verstehen noch mit ihr kooperieren.

Mich dann noch als „Esoteriker“ zu bezeichnen und das in Verbindung mit „öffentliche“ Besichtigung ist wieder völliger Blödsinn. Esoterik ist eben gerade die Nicht-Öffentlichkeit. Man kann mich bezeichnen als Waldgärtner, als Permakulturgestalter, als Buchautor, als Vortragsredner, als Kleinbauer, als Häuserpflanzer, als Projektentwickler, als Siedlungsplaner, als Imker, als Baumliebhaber, als Künstler, als Mensch mit Herz und Hirn, als Kreativling, als Blogger, wegen mir auch als Träumer, Phantasiemenschen oder als Weltverbesserungsexpertenberater, aber als „Esoteriker“?? Wie kommt man da drauf?

Gesichter kann ich mir recht gut merken, bei Namen fällt es mir nicht ganz so leicht. An dieses Gesicht kann ich mich jedoch nicht erinnern:
https://www.zentrum-oekumene.de/de/contact/oliver-koch/
Vielleicht war dieser Pfarrer gar nicht bei mir? Vielleicht gibt es hier in der selben Gemeinde einen Menschen mit gleichem Namen, der noch dazu einen Familienlandsitz hat und darauf öffentliche Besichtigungen anbietet? Mag sein, nur hätte ich davon vermutlich etwas mitbekommen.

Und der letzte Satz des Absatzes klingt dramatisch, sagt aber nicht viel und ist oben drein falsch:
„Die Gruppe strebt eine tief greifende politische Veränderung an.“

Falsch ist, daß ich ein Sprecher einer Gruppe sei. Ich erzähle bei meinen Gartenführungen von mir und meiner Sicht. Die 100.000 anderen Anastasia-Leser mögen alles mögliche anders sehen. Das nennt man dann Vielfalt oder Diversity.

Und eine „tief greifende politische Veränderung“ strebe ich durchaus an: Ich will ein Ende der globalen Zerstörung der Lebensgrundlagen und setze mich ein für eine Überlebenschance der Menschheit.

Sollte dieser Pfarrer und diese Journalistin eine gegenteilige Absicht tragen, dann sind sie wohl Apokalyptiker, also Menschen, die sich nach dem Untergang der Welt sehnen.

Nächster Absatz:

Einmieten wollte sich das Anastasia-Festival-Forum in der Jugendherberge Hohe Fahrt am Edersee – „unter falschem Namen“, wie Knut Stolle sagt, Pressesprecher des Landesverbands der Jugendherbergen. Eine Privatperson aus dem Landkreis nahm laut WLZ-Recherchen die Buchung vor.

Wieder der gleiche Fehler: Unter dem „richtigen Namen“ kann sich eine juristisch nicht vorhandene „Anastasia-Bewegung“ gar nicht einmieten, weil es dies als juristische Person gar nicht gibt! Es muss daher eine Privatperson die Buchung vornehmen. Wer denn sonst???

Nächster Absatz:

Anfangs habe man nicht gewusst, wer sich hinter der Buchung verberge. Als klar war, um wen es sich handelt, habe man sich mit anwaltlicher Unterstützung an die Gruppe gewandt „und die Unwirksamkeit des Vertrags festgestellt beziehungsweise den Belegungsvertrag hilfsweise gekündigt“.

Falsch: Von Anfang an war klar wer hinter der Buchung steht: „Festival Veranstaltung Andrej Koslow“
Falsch: Die Jugendherberge hat sich nicht „an die Gruppe“ gewandt sondern logischerweise an den Veranstalter.

Nächster Absatz:

„Jugendherbergen sind kein Ort für Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung. Wir sind annehmend, nicht ablehnend. Wer diese, unsere grundlegenden Werte missachtet, ist bei uns nicht willkommen,“ betont Timo Neumann, Vorsitzender der hessischen Jugendherbergen.

Eben WEIL Jugendherbergen kein Ort für Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung sind wäre dort ein Treffen von Anastasia-Lesern passend gewesen.

Ich wiederhole einen Auszug aus der Anmeldebestätigung, die ich am 22. Mai erhalten hatte:

Wir möchten alle Teilnehmer ausdrücklich darauf hinweisen bzw. daran erinnern, dass in Anastasias Ideen nicht zwischen Herkunft, Rassen- und Religionsangehörigkeit unterschieden wird. Jede Art von Propaganda in eine dieser Richtungen wird von der Veranstaltungsleitung unterbunden. Wir sind alle gleich, unabhängig von unserer Herkunft und Religion.

Selbstverständlich achtet der Veranstalter Andrej Koslow die genannten Werte der Jugendherberge.

Völlig grotesk hingegen ist die Formulierung von Timo Neumann: „Jugendherbergen sind kein Ort für […] Diskriminierung und Ausgrenzung. Wir sind annehmend und nicht ablehnend“ in Zusammenhang mit einer diskriminierenden Kündigung, also einer Ausgrenzung, einer Ablehnung, ist schon ein Kunststück an geistiger Leistung, das hat Seltensheitswert.

Es zeigt das altbekannte verhaltenspsychologische Dilemma, daß derjenige, der etwas bekämpft, leicht selbst zu dem wird, was er vorhatte zu bekämpfen.

Nächster Absatz:

Immer mal wieder gebe es Versuche von Gruppen, die diese Werte nicht teilen, sich einzumieten. Oftmals werde auch versucht, Räume privat zu mieten. „Dank einer aufmerksamen Netz-Community kam dieser Schwindel jetzt heraus“

Doppelt-Falsch: Der Veranstalter teilt die Werte der Jugendherberge und es war kein Schwindel.

Nächster Absatz:

Um ein Zeichen gegen Rassisten zu setzen, werde man im Herbst ein Seminar zum Thema Rechtsextremismus in der Hohen Fahrt anbieten. Trotz mehrfacher Anfrage hat sich die Bewegung zu der Kritik und den Vorwürfen nicht geäußert.

Da wird jetzt einiges zusammengepackt was getrennt betrachtet gehört: Ein Seminar gegen Rechtsextremismus anzubieten ist begrüßenswert, nur gibt es Rassismus nicht nur von rechtsextremer Seite sondern auch von linksextremer Seite.

Wen meint die Journalistin Julia Janzen mit „die Bewegung“? Meint sie damit die weiter oben in ihrem Artikel bezeichnete „Anastasia-Bewegung“? Nun, ich wiederhole: Diese Bewegung gibt es im juristischen Sinne nicht. An diese angebliche Bewegung kann man keine Anfragen richten und diese kann sich nicht äußern. An welche Adresse sollte man sich den wenden? So wie ich selbst kein Sprecher dieser angeblichen Bewegung bin, kenne ich keinen anderen, der für alle Leser der Anastasia-Bücher sprechen kann.

Wie oben geschrieben trägt der Zeitungsartikel das GLEICHE Datum wie das Kündigungsschreiben an den Veranstalter. Dieser hat jedoch erst mehrere Tage später das Schreiben erhalten und kann sich logischerweise NICHT VOR Erhalt des Schreibens geäußert haben! Es gab auch keine „mehrfache Anfrage“. Die Journalistin Julia Janzen lügt also.

Weiter will ich dieses Lügen- und Diffamierungsschreiben von Julia Janzen nicht zerpflücken. Es ist eigentlich schon viel zu viel Aufmerksamkeit, die ich dieser unseriösen Falsch-Schreiberin gegönnt habe.

Interessant ist als nächstes das Kündigungsschreiben der Jugendherberge vom 6.6.2019:

 

Ein Textauszug aus Seite 1:

[…] gebucht haben, offensichtlich für, oder zumindest im Auftrag der Anastasia-Bewegung handelt. Das ergibt sich aus diversen Veröffentlichungen im Zusammenhang mit dem Seminar, auf das sich die hier gegenständliche Belegungsbuchung bezieht.

Nun, wie oben mehrfach ausgeführt gibt es die „Anastasia-Bewegung“ nicht in dem Sinne, daß dies eine juristische Person sei. Es ist also nicht möglich, daß Herr Koslow für oder im Auftrag dieser sogenannten Bewegung etwas gebucht hat. Der Begriff „Anastasia-Bewegung“ ist erst durch Journalisten erfunden worden um die Leser der Anastasia-Bücher zu diskreditieren.

Die Anastasia-Bewegung hat laut Wikipedia zumindest den Ruf „von deutschen Verfassungsschützern ebenso wie von Sektenbeauftragten, Wissenschaftlern und Kirchenvertretern aufgrund der rechtsesoterischen, verschwörungsideologischen, antisemitischen Inhalte sowie der rechtsextremen, nationalistisch-völkischen Blut-und-Boden-Ideologie kritisiert“ zu werden und „Verbindungen zum organisierten Rechtsextremismus und zu Reichsbürgern“ zu haben.

In Wikipedia steht sehr viel sachliches und neutrales solange es sich um Pflanzen, Tiere, Technik handelt. Sobald es aber um politische Themen geht ist Wikipedia keineswegs als neutral und sachlich einzustufen. Über diese dunklen Seiten der Gutmenschen-Enzyklopädie wurden schon mehrere Bücher geschrieben:

Die Akte Wikipedia, Michael Brückner

Schwarzbuch Wikipedia, Andreas Mäckler

Die investigativen Journalisten Markus Fiedler und Dirk Pohlmann haben vor einiger Zeit den Schreiber mit dem Wikipedia-Pseudonym „Feliks“ enttarnen können. Es verbarg sich ein Ingolstädter Rechtspfleger, bzw. Jörg Egerer aus München. So zu lesen hier:

https://www.heise.de/tp/features/Wikipedia-an-der-Propagandafront-gegen-Historiker-4167075.html?seite=all
https://vera-lengsfeld.de/2019/03/06/sensationell-die-enttarnung-eines-wikipedia-denunzianten/

Es ist also alles andere als seriös und korrekt einen Wikipedia-Verleumdungsartikel zu nennen als Aussage über einen Ruf einer „Bewegung“.

Ich wiederhole nun den Punkt 10 des §52 der Abgabenordnung:
10. die Förderung der Hilfe für politisch, rassisch oder religiös Verfolgte, für Flüchtlinge, Vertriebene, Aussiedler, Spätaussiedler, Kriegsopfer, Kriegshinterbliebene, Kriegsbeschädigte und Kriegsgefangene, Zivilbeschädigte und Behinderte sowie Hilfe für Opfer von Straftaten; Förderung des Andenkens an Verfolgte, Kriegs- und Katastrophenopfer; Förderung des Suchdienstes für Vermisste;

Mittlerweile ist mein Eindruck, daß alle Anastasia-Leser, zusammengefasst als die sogenannte „Anastasia-Bewegung“, als politisch oder religiös Verfolgte zu gelten haben. Damit wäre eine Hilfe für diese Menschen anerkannte Gemeinnützigkeit.

Zum Vorwurf, die Anastasia-Bücher hätten antisemitischen Inhalt:
Diese Verleumdung wurde diesen Büchern schon von mehreren Schreibern angedichtet ohne das sich der Inhalt der Bücher ihrem bösartigen Wunsch angepasst hätte. Die Bücher haben selbstverständlich keinen antisemitischen Inhalt!

Schon mehrfach habe ich hier im Blog darüber geschrieben, beispielsweise hier:
http://www.konstantin-kirsch.de/2018/11/anastasia-buecher-und-juden.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2019/10/sind-die-anastasia-buecher-ein-spiritueller-spiegel.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2019/12/anastasia-brief-aus-israel.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2020/01/dialog-zu-kritik-gegenueber-den-anastasia-buechern.html

dazu ein Zitat aus Band 7 Seite 103:

„Während ich mich mit meinen Worten an Juden und Christen wende, hoffe ich auf Verständnis wenigstens einiger Anhänger dieser beiden sich gegenseitig ausschließenden Ideologien. Es ist mir bewusst, dass bei weitem nicht alle Mitglieder dieser beiden Konfessionen den Grund verstehen können, warum ich sogar gezwungen bin, dieses Thema anzusprechen. Kaum hatte ich mich zum Thema der Beziehung zwischen den Juden und den Christen in meinem letzten Buch geäußert, schon fühlten sich viele Leser gekränkt. Eigentlich verfolgen alle Aussagen von Anastasia doch nur ein Ziel, den Grund der Konflikte zwischen den Völkern ans Licht zu bringen. Das sind Konflikte, die seit fünftausend Jahren bestehen. Mein gesunder Menschenverstand warnte mich davor, dieses Thema in meinem letzten Buch zu berühren. Warum sollte ich einen Teil meiner Leser reizen und gegen mich stimmen? Dennoch habe ich kein Recht, die mir zur Verfügung stehende Information zu verheimlichen, egal wie unangenehm sie für jemanden scheinen mag. Übergriffe auf Juden finden seit Jahrtausenden statt, und ich bin in meinen Berichten immer bemüht, ausschließlich historische Fakten ohne eine subjektive Bewertung zu verwenden. Ich verfolge dabei nur ein Ziel- die Vermeidung des nächsten, in verschiedenen Ländern gleichzeitig geplanten großflächigen Übergriffs auf die Juden. Der nächste Pogrom kann wesentlich größere Ausmaße annehmen als der letzte Übergriff auf die Juden durch das nationalsozialistische Deutschland. Doch der nächste Angriff ist vorprogrammiert. Es gibt nur eine Rettung – ein ausreichendes Maß an Verständnis der Ursachen von früheren Pogromen und die rechtzeitige Einleitung von vorbeugenden  Maßnahmen.

Ich wiederhole das Zitat aus der Satzung des Deutschen Jugendherbergswerkes:

Erholungsaufenthalte, Ferien- und Bildungsreisen für junge Menschen und Familien, damit sie das eigene Land und fremde Länder und Völker kennen lernen und lernen, auf Menschen fremder Landschaften und Kulturen Rücksicht zu nehmen und sie zu verstehen.

Damit ist doch offensichtlich, daß sich die Jugendherbergen den gleichen Geist der Völkerverständigung auf die Fahnen, bzw. in die Satzung geschrieben haben, wie es in den Anastasia-Büchern geschrieben steht!

Ich mag noch eine Anmerkung zum Thema Antisemitismus und Rassismus geben: Es mag durchaus sein, daß bei 100.000 Lesern einzelne Menschen mit antisemitischen oder rassistischen Gedanken und Wertemustern dabei sind. Dies ist für mich jedoch irrelevant weil es dies überall in der Gesellschaft geben kann. Wenn man unterschiedlichste Menschen ansprechen und erreichen will um diese zu einem gemeinsamen Frieden anzuregen, ist es geradezu notwendig Toleranz und Verständnis zu zeigen für andere und auch extreme Ansichten des Lebens. Um was es beim Vorwurf Antisemitismus und Rassismus wirklich gehen sollte, ist die Frage, ob DURCH das Lesen der Anastasia-Bücher Menschen antisemitisch oder rassistisch geworden sind, die es VORHER nicht waren! Wenn die Bücher attraktiv sind für Antisemiten und Rassisten und diese durch das Lesen ihre bisherigen extremen Ansichten hinterfragen und abmildern, dann sind diese Bücher als heilsame Therapie zu bezeichnen. Ich habe auf jeden Fall bei keinen einzigen Leser der Anastasia-Bücher wahrgenommen (und ich habe hunderte kennengelernt), das durch die Lektüre eine antisemitische oder rassistische Einstellung entstand oder, sofern schon vorhanden, verstärkt wurde.

Weiter geht es mit einem Auszug des Kündigungs-Briefes der Jugendherberge:

Dieser Ruf der Anastasia-Bewegung steht im krassen Widerspruch zum satzungsgemäßen Vereinszweck des DJH Landesverbands Hessen e.V. (nachfolgend „DJH Hessen“), denn gem. Ziffer 2 der Satzung des DJH Hessen wird u.a. .,die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten und des Völkerverständigungsgedankens“ als Vereinszweck angestrebt.

Nun, der von den Journalisten erfundene „Ruf“ zu der von den Journalisten erfundenen Begrifflichkeit der „Anastasia-Bewegung“ mag im krassen Widerspruch zum Vereinszweck des DJH stehen, vor allem aber steht der Ruf der sogenannten „Anastasia-Bewegung“ im krassen Widerspruch zum Inhalt der Anastasia-Bücher!!

Und dann wird das Verhalten der Jugendherberge ganz krass: Sie SELBST haben gekündigt (weil sie auf Verleumdung hereingefallen sind) und berechnen dann Stornokosten! Wenn das nicht sittenwidrig ist…

Die JH stellt 6550 Euro in Rechnung und zieht gleich mal die Vorrauszahlung in Höhe von 1733,- Euro ab, anstatt diese zurück zu erstatten.

Interessanterweise ist diese Rechnung auch auf den 6.6.2019 datiert, also VOR Ablauf der Verständigungsfrist (15.6.2019):

Herr Koslow hat innerhalb der Frist (15.6.) geantwortet und zwar wie folgt:

Gesendet: Donnerstag, 13. Juni 2019 um 09:29 Uhr
Von: anastasiafestival-germany@web.de
An: timo.neumann@jugendherberge.de
Betreff: Ihre Absage Festival Edersee 30.08.-01.09.2019

Festival Veranstaltung. Andrej Koslow. Hauptstzraße 37. 34477 Twistetal-Twiste

Timo Neumann
Vorstand Vorsitzende
DJH Landesverband Hessen e.V.
Berner Straße 119
60437 Frankfurt a.M.

Sehr geehrter Herr Neumann,

Wir haben Ihre Schreiben von 06.06.2019 erhalten. Wir waren schockiert mit welche Härte   und Entschlossenheit Sie unsere Veranstaltung in Räumen der JHB Höhe Fahrt am Edersee am 30.08.-01.09.2019 storniert haben. Die Information über Anastasia Bewegung, die seit 1995 begonnen hat, die sich weltweit ausbreitet und auf 20 Sprachen übersetzt ist, haben Sie aus Wikipedia entnommen. Wir verstehen, das Sie sehr wahrscheinlich, aufgrund Ihre Tätigkeit, wenig Zeit haben, sich selbst mit dem Fenomen der Anastasia zu beschäftigen. Wir sind alle Erwachsene Menschen, viele von uns sind Eltern und Großeltern und der Schicksal unseren Kindern und nachkommenden Generationen ist uns nicht egal! Wir verstehen, das der Weg unsere technische „Entwicklung“ zum Ende unsere Zivilisation führt. Es bleibt uns nicht mehr viel Zeit, wenn wir, alle zusammen, nicht jetzt vernümftig handeln werden. Davon sind wir überzeugt. Die Methode des Verbittens, ohne zu verstehen, ist einfacher als sich damit zu beschäftigen. Wir sind keine Sektanten! Wir sind keine Antisemisten! Wir sind keine Nationalisten! Der Nationalitet und Religion spielen bei uns überhaupt keine Rolle! Wir wollen, das wir alle gemeinsam gute Zukunft haben! Wir wollen, das unsere Erde wieder schön wird, das der Lüft und Wasser nicht mehr giftig sind.
Aus irgendwelchen Gründen, werden unsere Idee völlig falsch interpretiert, die Hartnägigkeit des Nichtverstehen bringt uns auf die Gedanke, das Jemand daran interresiert ist, das das so weiter geht, bis uns nicht mehr gibt. Das unsere Kinder kein Morgen mehr haben werden! Wir alle glauben an Gott, nennen Ihn mit verschiedenen Namen, manche einfach“Vater“. Wir haben alle frei Wille, tragen aber die Verantwortung für was wir entscheiden.
Seien Sie, Herr Neumann, nicht so schnell mit Ihren Entscheidungen. Es kann sein das Sie aus Unwissenheit gegen Ihren Kindern und Ihren Enkeln entscheiden.
Ich bin kein Deutscher, ich bin Russer aus Sibirien. Seit 29 Jahren lebe ich glücklich mit meine Familie in wunderschönen Land – Deutschland, den ich auch liebe.
Ich wünschen Ihnen und uns Allen eine gute, gemeinsame Zukunft!

Mit herzliche Grüße
Andrej Koslow

Nach diesem Schreiben hat Herr Koslow nichts von Herrn Neumann erfahren (Stand 5. Juli 2020).

Stattdessen bekam Herr Koslow am 3. Juli 2020 eine Mahnung:

Wie diese Geschichte nun weiter geht kann ich nicht einschätzen. Sofern Herr Neumann Rückgrat und Format besitzt sollte er sich meines Erachtens mit dem zitierten „Ruf“ und den Anastasia-Büchern einmal intensiv beschäftigen und dann nicht nur die Rechnung in Höhe von 6550 Euro stornieren, die Vorkasse in Höhe von 1733,- Euro zurückzahlen (plus Zins) sondern auch in deutlichen Worten um Entschuldigung bitten.

Sofern dies nicht geschieht, werte ich sein Verhalten und damit das Verhalten des DJH als Verstoß gegen internationale Gesinnung, gegen Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und gegen den Völkerverständigungsgedanken und damit gegen die Gemeinnütztigkeit.

Sollte die Jugendherberge jedoch mit der Geldforderung gegen Herrn Koslow vor Gericht gehen, dann wird meiner Einschätzung nach auch die Frage der Gemeinnützigkeit des DJH ein Thema der Verhandlung werden.

Wie üblich, wenn vor Gericht schmutzige Wäsche gewaschen wird, wird das nicht nur in eine äußerst kostspielige Gutachterschlacht ausarten, teuer allein deshalb, weil unbefangene Gutachter, und nicht selbsternannte Sektenbeauftragte von Glaubensgemeinschaften, vom Gericht erst einmal gefunden werden müssen. Danach müssen diese Gutachter sämtliche zehn Anastasia-Bände aufmerksam lesen, um sich mit dem Rassismus- und Antisemitismus-Vorwurf auseinanderzusetzen. Bei üblichen Stundenhonoraren für Hochschullehrer hat der Kläger, in diesem Falle das Deutsche Jugendherbergswerk, einen erklecklichen Vorschuss zu zahlen. Da exorbitante Ausgaben für zweckwidrige Leistungen (vgl. Maserati der Obdachlosenhilfe in Berlin) einer der Hauptgründe für den Entzug der Gemeinnützigkeit sind, und dann rückwirkend auf die Umsätze der Jugendherbergen Umsatzsteuer und Körperschaftssteuer zu entrichten sind, wird das nachgerade existenzgefährdend. Da dann die weitere Frage im Raum steht, ob ein solches Verhalten der Vorstände nicht strafbare Untreue darstellt, könnte als weiteres ‚Schmankerl‘ dann dem Vorstand (und evtl. weiteren sog. ‚Erfüllungsgehilfen‘) auch noch ein kostenloser Aufenthalt in einer vergitterten staatlichen Jugendherberge drohen.

Damit wird es aber dann wohl kaum sein Bewenden haben: Natürlich wird sich ein zu Unrecht verfolgter Beklagter dann seinerseits wehren müssen. Das hieße, die Liste ist lang, z.B., dass sämtliche bisher durchgeführten Veranstaltungen in dieser und anderen Jugendherbergen daraufhin durchleuchtet werden müssten, ob sie nicht etwa von Veranstaltern ausgingen oder teilnehmende Personenkreise umfassten, die tatsächlich DJH-satzungswidrige oder allgemein verfassungswidrige Ziele verfolgt haben, gar staatsfeindliche Propaganda auf Anwesen der DJH äußerten. Wer sich die tatsächliche Nutzung anschaut, kommt jedenfalls auf entsprechende Ansatzpunkte für weitere Ermittlungen. Da wäre die stillschweigende Rückzahlung der Anzahlung und von etwas Schadenersatz für den Aufwand des zu Unrecht abgemahnten Veranstalters allemal billiger. Aber diese Bewertung ist natürlich Sache des vom Kläger angerufenen Gerichts.

Das Gericht muss daher zur Aufklärung Zeugen laden, etwa Veranstalter und Teilnehmer der letzten Jahre, und sie in öffentlicher Verhandlung zu ihren politischen Ansichten befragen, sie mit anderwärts ermittelbaren verfänglichen Aussagen konfrontieren (etwa durch Zeugenaussagen von Verfassungsschützern im Gerichtssaal) usw. Natürlich freut das Teilnehmer an z.B. einer Jugendwoche, wenn sie plötzlich unter Meidung von Ordnungsgeld oder Erzwingungshaft in einem Verfahren aussagen sollen, das sie bei Meidung der Strafen für Meineid zwingt, ihre Ansichten offenzulegen, bloss, weil eine Herberge meint, eine Veranstaltung, die NICHT stattfand, sei gefährlicher, als eine, die stattfand, im Vertrauen darauf, dass über ihre oft rechtlich fragwürdigen Inhalte nie etwas nach aussen dränge.

Tja, und natürlich bucht man dann beim nächsten Mal lieber bei einer Unterkunft, bei der man sich sicher sein kann, nicht vor Gericht aussagen zu müssen, bloss, weil der Beherbergungsbetrieb, statt einfach politisch neutral zu bleiben, einseitig einer Art Verfolgungswahn frönt. Es wird spannend, aber vielleicht lässt sich dadurch ja die Frage klären, wo denn eigentlich diese politisch verfänglichen Inhalte in den Anastasia-Büchern stehen sollen, die sogar ins Hebräische übersetzt wurden und in Israel gelesen werden.

*********

In eigener Sache:

Ich, Konstantin Kirsch, stehe in keinerlei wirtschaftlichem Verhältnis zum Organisator der Veranstaltung, Andrej Koslow. Die seinerzeit gezahlten 80 Euro (für Verpflegung und Übernachtung bei der Veranstaltung) habe ich zurückerhalten. Es ist nichts zwischen uns offen. Ich schreibe nicht in seinem oder eines anderen Auftrag. Ich bekomme für diesen Blogbeitrag keine Bezahlung oder sonstigen Vergünstigungen.

Über viele Jahre lang habe ich den Anastasia-Index geschrieben, ein Nachschlagewerk für die gesamte Anastasia-Buchreihe.
Über viele Monate lang habe ich alle Bücher praktisch auswendig gelernt um im TV-Studio Rede und Antwort zu stehen bei einem Sendeformat, bei dem nicht geschnitten wurde. Dabei kam die Filmreihe „Phänomen Anastasia“ mit über zehn Stunden Sendezeit heraus:
https://www.waldgartendorf.de/anastasia/

Mein Motiv für diesen Blogbeitrag ist einerseits die persönliche Betroffenheit:
– durch Nennung meines Namens innerhalb des verleumderischen Zeitungsartikels (siehe oben),
– sowie durch Hetz- und Lügengeschichten durch diverse Medien (BR, ARD, taz und andere)

und andererseits widert es mich an zu erleben, wie heutzutage, gerade mal mit nur 85 Jahren Abstand, die Geschichte sich zu wiederholen scheint: Wieder werden unschuldige Menschen diffamiert, denunziert, angeprangert und ausgegrenzt; massiv wird versucht Feindbilder aufzubauen, Existenzen zu vernichten, die Bevölkerung zu spalten. Im konkreten Fall kommt noch hinzu, das zusätzlich eine reale Perspektive für das Überleben der Menschheit bekämpft wird.

*****

Update 1 vom  09.07.2020

Gestern abend kam ein Kommentar vom Leser Kim-Pau Lee, der mich veranlasst ein Update zu schreiben:
http://www.konstantin-kirsch.de/2020/07/will-das-deutsche-jugendherbergswerk-seine-gemeinnuetzigkeit-verlieren.html/comment-page-1#comment-97633

Der Leser behauptet im Kommentar: “ Heute sollte niemand mehr einer rotbunten DPWV-Organisation auch nur einen Cent schenken, ist meine Meinung.“ und verlinkt dann auf den Wikipedia Eintrag zum Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Gut dachte ich, gehe ich dem Hinweis mal nach. Tatsächlich findet sich auf dem Wikipedia-Eintrag unter den Mitgliedsorganisationen ein Eintrag: „Deutsches Jugendherbergswerk“, jedoch ohne Verweis auf einen Beleg dieser Behauptung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Parit%C3%A4tischer_Wohlfahrtsverband#Organisationen

Daß ich zu Wikipedia kritisch eingestellt bin habe ich oben schon geschrieben. Also suchte ich nach Belegen und wurde schnell fündig auf der Seite des Landesverbandes Hessen:
https://www.paritaet-hessen.org/ueber-uns/unsere-mitglieder.html
Dort Suche nach „Jugendherbergswerk“ führt zum Eintrag: „Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Hessen e.V.“ mit Link auf diese Seite: https://hessen.jugendherberge.de/

Also ist zumindest die Verknüpfung für das Land Hessen belegt, in dem die Jugendherberge Hohe Fahrt am Edersee auch liegt.

In dem Wikipedia Eintrag findet sich ein interessanter Absatz „Kritik“:
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Parit%C3%A4tischer_Wohlfahrtsverband#Kritik
Ich zitiere aus dem Eintrag:

Rainer Hank schrieb in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband verstehe sich als Lobbyorganisation der Partei Die Linke. Dieses Rollenverständnis habe sich bereits vor dem Parteieintritt des Hauptgeschäftsführers Ulrich Schneider 2016 abgezeichnet – so vertrete dieser in seinen Äußerungen schon seit langem konsequent die Linie der Partei. […] Ulrich Schneider wies die Kritik in einem offenen Brief an den FAZ-Redakteur zurück. Darin betonte er, dass der Paritätische keineswegs ausschließlich an der Seite der Linken stehe. […] Er habe eine ganz ähnliche Rede bereits vor einem Jahr auf dem Landesparteitag der nordrhein-westfälischen Grünen gehalten, ohne dass es zu entsprechenden Reaktionen gekommen wäre. Scharf wies er die Behauptung zurück, der Paritätische sei eine „Lobbyorganisation der Linken“ und er verstehe sich „als sozialpolitische Kampftruppe der Partei von Sahra Wagenknecht, Gregor Gysi, Bernd Riexinger und Katja Kipping“.

Nun, die Grünen stehen ja auch mittlerweile nicht mehr für Natur und Umwelt sondern für „stramm links“. Gleichwohl ist so ein Eintrag für mich erst Mal nur ein Indiz und ich suche weiter. Hier der Artikel der Frankfurter Zeitung:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/kommentar-von-wegen-paritaetische-wohlfahrt-14282077.html

Ich zitiere aus dem Artikel vom Juni 2016:

Man muss Ulrich Schneider dankbar sein. Der Mann – Markenzeichen: lange, breite Koteletten – ist seit siebzehn Jahren erfolgreicher Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Vor kurzem ist er aus großer Überzeugung in die Linkspartei eingetreten. Beim Parteitag der Linken in Magdeburg hat Schneider daraus einen kämpferischen Auftritt gemacht. Weil seine neue Partei stets ohne zu wackeln für Umverteilung und eine Politik des „gerechten Ausgleichs“ kämpfe, habe sie den Paritätischen Wohlfahrtsverband an ihrer Seite.

Damit ist es endlich offiziell und braucht nicht mehr als polemische Unterstellung anderer diskreditiert zu werden: Der Paritätische Wohlfahrtsverband versteht sich als sozialpolitische Kampftruppe der Partei von Sahra Wagenknecht, Gregor Gysi, Bernd Riexinger und Katja Kipping. Daran ist nichts anstößig, man muss es nur wissen.

[…]

Politiker lügen häufig, das ist nicht wirklich überraschend. Dass Ulrich Schneider es mit der statistischen Wahrheit nicht sehr genau nimmt, wird erst dadurch zum Ärgernis, dass der Mann sich als Agent des Gemeinwohls verkleidet und hinter dem arglos positiv klingenden Label „paritätischer Wohlfahrtspflege“ versteckt. Und dass Schneiders Verband das großzügige Privileg der Gemeinnützigkeit in Anspruch nimmt und sich ausschließlich aus Beiträgen der Sozialkassen, öffentlichen Mitteln und Spenden (zum Beispiel den guten alten Wohlfahrtsbriefmarken) finanziert. Kader von Parteiorganisationen sollten sich in einer Demokratie eigentlich besser über Mitgliedsbeiträge finanzieren.

Die Verknüpfung der Jugendherbergen mit der Partei „Die Linke“ war mir neu und lässt in mir sofort die Alarmglocken läuten!!
Wie war das noch mit dem Thema Kindesmißbrauch / Pädophilie / Sex mit Minderjährigen???
Da gibt es einiges an Geschichte im links-grün-liberalen Bereich:

https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4dophilie-Debatte_(B%C3%BCndnis_90/Die_Gr%C3%BCnen)
https://www.cicero.de/kultur/paedophilie-im-linken-milieu/55694
https://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-paedophile-fratze/8533746-3.html
https://www.focus.de/panorama/welt/missbrauchsskandal/tid-17540/paedophilen-lobby-propaganda-ohne-strafe_aid_489091.html

Wer nun meint ich wolle die Linken als politische Gegner diffamieren liegt übrigens völlig daneben. Ich bin sicher, man kann nicht nur bei Linken und Grünen Pädophile finden. Man kann sie aber bei Linken und Grünen finden. Ob das nun repräsentativ ist oder nicht ist mich auch wieder unerheblich. Mir geht es um das Thema doppelte Maßstäbe. Oder in anderen Worten:

Es mag sein, daß es in den Leserkreisen der Anastasia-Bücher auch vereinzelt Menschen gibt, die „rechts“ oder „antisemitisch“ oder „rassistisch“ sind (bei 100.000 Lesern wird es alle möglichen Menschen geben), ich gehe jedoch davon aus, das der Prozentsatz jener verschwindet gering ist im Vergleich zum Anteil Pädophiler bei Linken und Grünen. Insofern wäre es womöglich interessant zu prüfen ob gerade Links-verknüpfte-Jugendherbergen komplett frei von Pädophilie waren und sind oder gar eine Brutstätte dessen sind.

*****

Update 2 vom 09.07.2020

Bei weiterer Internetsuche zum Thema fand ich eine Broschüre mit erschütterndem Inhalt:
„DIE VERBORGENEN WURZELN DER ‚MODERNEN‘ SEXUALAUFKLÄRUNG“

Diese Datei ist von der Webseite „besorgte-eltern“ (die ich bis dato nicht kannte):
https://www.besorgte-eltern.net/pdf/broschure/broschure_wurzeln/BE_Verborgene-Wurzeln_A5_v02.pdf

Darin geht es um das Thema Frühsexualisierung, also das Thema Sexualität bei Kindern.

Wichtiger Hinweis vorab: Ich mache die Inhalte dieser Broschüre nicht zu meinen Ansichten, finde sie jedoch interessant als Information und Gedankenanregung. Alle Angaben der Broschüre sollten überprüft werden!

Zitat von Seite 7f. der Broschüre:

Das Buch „Sexualpädagogik der Vielfalt“ von Elisabeth Tuider hatte bereits den Missbrauchsbeauftragten der deutschen Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, veranlasst, in einem Interview vor übergriffigem Sexualkundeunterricht zu warnen. Ein Staatsanwalt schlägt Alarm:
In diesem Buch sind eindeutig Anweisungen enthalten, die Pädophilen als Ermunterung zum Missbrauch von Kindern dienen können. Er befasst sich seit 10 Jahren mit sexuellem Kindesmissbrauch und Internetpornographie und fand ähnliche Texte immer wieder auf Rechnern pädophiler Täter.

Deshalb sind folgende Fakten skandalös:
Das Buch „Sexualpädagogik der Vielfalt“ wird vom pro familia-Landesverband Niedersachsen empfohlen!

pro familia zeigt harte Aufklärungsfilme („Sex we can“) unter Ausschluss von Lehrern und Eltern im Schulunterricht

pro familia wird als gemeinnütziger Verein mit Mitteln des Bundes, der Länder und Kommunen öffentlich gefördert!

Wundert es noch, daß pro ‚pro familia‘ als Mitgliedsorganisation beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband gelistet steht?
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Parit%C3%A4tischer_Wohlfahrtsverband#Organisationen

Zitat von Seite 13 der Broschüre:

Die Wurzeln der Gender-Theorie gehen auf Gründer zurück, die in abartigsten sexuellen Praktiken verstrickt waren. Zur Zeugung menschlichen Lebens bzw. zum ungeborenen Leben im Mutterleib haben diese Gründer widernatürlichste und perverseste Überzeugungen veröffentlicht. Sie hatten offensichtlich ein Problem damit, die von der Natur vorgegebenen Ordnungen und unzweifelhaften Erkenntnisse der Biologie zu akzeptieren und empfanden diese Ordnungen als Diskriminierung.

Zitat von Seite 17 der Broschüre:

Letztlich verfolgt Gender das Ziel, die Entstehung des menschlichen Lebens zu verhindern durch Förderung der Homosexualität, Verhütung und Abtreibung. Wo dies nicht gelingt, wird die Familie als Keimzelle glücklicher Kinder gezielt zerstört. Damit diese Absichten der Öffentlichkeit verborgen bleiben, wurde die Gender-Ideologie über die Mainstreammedien in wunderbare Worte wie Gleichstellung, Gleichberechtigung, Familienrechte, reproduktive Gesundheit und Fairness verpackt. So wurde Gender zum trojanischen Pferd für eine weltweite Geburtenkontrolle! Die Gender-Ideologie ist aufgrund dieser 5 Thesen eindeutig gegen die Fortpflanzung des menschlichen Lebens gerichtet. Ob man nun diese Definition von Gender zutreffend findet oder nicht – eines bleibt dennoch Fakt: Diese 5 Thesen werden in den westlichen Ländern durch die Massenmedien propagiert und von Politik und Behörden konsequent umgesetzt. Insbesondere die Partei Die Grünen spielen eine Vorreiterrolle in der Umsetzung der Gender-Agenda. Die pädophile Vergangenheit dieser Partei zeigt, dass die Gender-Agenda auch vor der Pädophilie keinen Halt machen wird, denn bis zum heutigen Tag hat sich diese Partei noch nicht klar und eindeutig von der Pädophilie distanziert.

Zitat von Seite 18 der Broschüre:

Drei Beispiele zeigen, wie der Verein pro familia, der allein 77 % aller Schwangerschaftsabbrüche in eigenen Abtreibungszentren durchführt, Punkt zwei der Gender-Thesen konsequent umsetzt. Finanziert durch Steuergelder!

Zitat von Seite 19f. der Broschüre:

4.2 Die Wurzeln von pro familia
pro familia ist der Arm einer viel größeren Organisation, der International Planned Parenthood Federation (IPPF, zu deutsch: geplante Elternschaft). Im Jahresbericht 201037 brüstet sich IPPF mit
– 22 Millionen verhinderter Schwangerschaften
– 131 Millionen Verhütungs-Dienstleistungen
– 38 Millionen Fällen künstlich herbeigeführter Unfruchtbarkeit von Paaren
– 621 Millionen verteilten Kondomen
Ein Blick auf den Ursprung von IPPF bringt unglaubliche Ziele ans Tageslicht:
Vor 1942 nannte sich IPPF „Birth Control League“ und vertrat offen eugenisch-rassistische Ziele. Der Name wurde geändert, weil unverblümte Eugenik in Verruf gekommen war. Auf diese Weise wollte man die eindeutig eugenisch-rassistischen Absichten tarnen.
Folgerichtig drängt sich die Frage auf:

Wurde auch der Name „pro familia“ nur als Tarnname für ein Familienhilfswerk gewählt, um diese unglaublichen Ziele zur Bevölkerungsreduzierung zu tarnen?

Die Tatsache, dass in Deutschland 77 % aller Abtreibungen über pro familia durchgeführt werden, erhärtet diesen Verdacht sehr. Auch wenn sich diese Organisation pro familia nennt, so sprechen die tatsächlichen Werke eine andere Sprache: pro familia vertritt genau jene Gender-Ideologie, wie sie Dale O´Leary definiert hat.
Somit steht die Frage im Raum:
Ist dieses Werk nicht vielmehr gegen die Fortpflanzung des menschlichen Lebens gerichtet?

Wirft man nun einen Blick auf die Gründerin von Birth Control League und Mitbegründerin von pro familia, Margret Sanger, so kommen weitere schockierende Zusammenhänge ans Licht:

4.3 Margret Sanger und ihre kriminellen Ziele Im Jahr 1921 gründete die Amerikanerin Margret Sanger die American Birth Control League und ist somit Ursprung von IPPF und pro familia. Sie lebte von 1879 bis 1966. Ihre Lebensmission war es, durch die Propagierung und Legalisierung von Verhütung, Sterilisation und Abtreibung unerwünschte Teile der Weltbevölkerung zu eliminieren. Margret Sanger war eine starke Verfechterin von Eugenik und Rassenlehre!

Zitat von Seite 21 der Broschüre:

Zu welchem Zweck der Feminismus, die Frühsexualisierung und die Gender-Ideologie massiv finanziell unterstützt und über die Massenmedien propagiert wurden, zeigt ein Zitat des Multimilliardärs Nicholas Rockefeller:
„Der Feminismus ist unsere Erfindung aus zwei Gründen. Vorher zahlte nur die Hälfte der Bevölkerung Steuern, jetzt fast alle, weil die Frauen arbeiten gehen. Ausserdem wurde dadurch die Familie zerstört und wir haben dadurch die Macht über die Kinder erhalten. Sie sind unter unserer Kontrolle mit unseren Medien und bekommen unsere Botschaft eingetrichtert, stehen nicht mehr unter dem Einfluss der intakten Familie. Indem wir die Frauen gegen die Männer aufhetzen und die Partnerschaft und die Gemeinschaft der Familie zerstören, haben wir eine kaputte Gesellschaft aus Egoisten geschaffen, die arbeiten (für eine angebliche Karriere), konsumieren (Mode, Schönheit, Marken), dadurch unsere Sklaven sind und es dann auch noch gut finden.“

Wenn man all dies betrachtet kommt einem sofort die Frage in den Sinn warum das Deutsche Jugendherbergswerk sich nicht vehement von pro familia distanziert und deshalb aus dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband austritt, wenn doch geschrieben steht, daß pro familia von einer Rassistin und Eugenikerin gegründet wurde.

Desweiteren entsteht die Frage, ob man zum Wohle der Kinder beispielsweise auf Wohlfahrtsbriefmarken verzichtet (die finanzieren unter anderem den Paritätischen Wohlfahrtsverband) und um Jugendherbergen einen möglichst großen Bogen machen sollte. Allerdings ist schwierig zu sagen, ob das etwas gutes bewirken würde. Das Bekanntmachen der Verflechtungen und der geistigen Hintergründe erscheint mir vorrangig.

Auf jeden Fall wird immer mehr erkennbar welches Geistes Kind die Interessengruppen sind, die die Anastasia-Bücher hassen wie die Pest, denn in diesen Büchern geht es um eine lebensfreundliche Zukunft für Menschen, Familien, Kinder. Es geht um Herzens-Liebe und um einen direkten Bezug zu Gott.

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Update 3 vom 12.7.2020

soeben entdecke ich einen Film auf ntv: „Jugendherbergen bangen ums Überleben“
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Jugendherbergen-bangen-ums-Uberleben-article21905506.html

Nach kurzer Websuche fand ich weitere Texte dazu:

Corona-Krise: Jugendherbergen droht das Aus
https://www.hessenschau.de/wirtschaft/jugendherbergen-droht-das-aus—landesregierung-will-helfen,corona-jugendherbergen-100.html

Ausgebremst von Corona-Krise: Jugendherberge bangt um ihre Existenz
https://osthessen-news.de/n11634679/ausgebremst-von-corona-krise-jugendherberge-bangt-um-ihre-existenz.html

Zitat aus dem letztgenannten Artikel:

Die hiesige Jugendherberge, die dem deutschen Jugendherbergswerk (DJH) Landesverband Hessen angehört, der als gemeinnütziger Verein organisiert ist, befindet sich in einer mehr als prekären Lage. „Die Krux ist, dass wir aufgrund unserer Rechtsform als eingetragener Verein, der gemeinnützig tätig ist, keine Rücklagen bilden dürfen“

Nun, erst Steuern einsparen über eigene Gemeinnützigkeit, deshalb keine Rücklagen bilden dürfen (das wäre ja auch wohl zu kapitalistisch für Linke – siehe weiter oben im Update 1 die Textstellen zum Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband), und bei Umsatzeinbrüchen sich helfen lassen wollen von Landesregierung und Staat (erst nichts in die Gemeinschaft zahlen wollen, aber bei Problemen von der Gemeinschaft getragen werden wollen).

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Update 4 vom 25.7.2020

Larry Sanger, einer der Mitbegründer von Wikipedia und frühesten Autoren, beklagte im Mai, dass Wikipedias NPOV tot und die Wikipedia übel einseitig geworden sei. NPOV = Neutral Point of View. Die Objektivität sei weg.

Weitere Ausführungen dazu bei Hadmut Danisch:
https://www.danisch.de/blog/2020/07/25/die-trolle-der-wikipedia/