Fragen an Konstantin

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Green Hosting mit Ökostrom und lokal erzeugtem Solarstrom!
Mittwoch 21. Februar 2018

Im Gedenken an Rudolf Doernach

Rudolf Doernach 1975

Rudolf war für mich der ganz besondere Mensch, ein Pionier ohne Gleichen. Durch ihn kam der Impuls, die Permakultur von Australien nach Europa zu holen. Rudolf war Schüler, Assistent und Projektpartner von Buckminster Fuller.

In meiner Zivildienstzeit lernte ich 1986 Bücher von Rudolf Doernach kennen. Der fachkundige und kritisch-humorvolle Schreibstil hatte es mir sofort angetan. In seinem „Handbuch für bessere Zeiten“ fand ich die Vision von lebenden Häusern. Dies begeisterte mich!

Ich nahm Kontakt zu ihm auf und bekam eine Einladung zur 1. Mai Wanderung 1988. Während der Wanderung stellte er mir immer wieder unterschiedlichste Fragen. Beispielsweise ob ich schon mal Regenwürmer gegessen hätte. Ich zeige meinen Ekel. Dann fragte er, ob ich schon mal Rundfleisch gegessen hätte, was ich bejahte. Daraufhin schüttelte er lautstark den Kopf und meinte, dass ich schon ein ganz komisches Wertemuster hätte…

Rudolf Doernach (links) neben meinem Vater. Fotografiert von mir am 1. Mai 1988 im Rahmen einer gemeinsamen Wanderung.

In den Anfängen meines Architekturstudium hatte ich ein besonderes Telefonat mit ihm. Ich weiß es noch, als ob es gestern gewesen wäre. Ich wollte von ihm wissen, wie man denn lebende Häuser bauen könnte – und er brüllte mich an: „Selbstversorgung fängt mit selber ausprobieren an; Ich verbiete Dir meine Fehler nachzumachen; Ich bin doch nicht Dein Vater!“ und er knallte den Hörer auf die Gabel!

Das war krass. Und doch war genau dieser barsche Tonfall der entscheidende Impuls für mich. Ich war so empört, dass ich beschloss: Dem zeig ich’s! Ich schaff es auch ohne seine Tipps. Jetzt erst recht…

Einige Zeit später gab ich meinen ersten Vortrag über lebende Architektur in Fürth und wollte in dem Zusammenhang beim Bund Naturschutz die erste Weidenlaube pflanzen. Für diese Aktion telefonierte ich wieder mit Rudolf und sagte, was ich vorhabe und ob ich von ihm Weidenruten beziehen könnte. Dieses zweite Gespräch war freundlich, kooperativ, kreativ. Ich fuhr zu ihm nach Wildberg in den Schwarzwald und holte die Weiden.

Später besuchte ich ihn nochmal mit Freunden um einen gebrauchten Bauwagen bei ihm abzuholen. Dieser Wagen war dann lange Zeit in der Stuttgarter Wagenburg „Wilder Süden“. In dem Wagen befand sich ein Rundholzregal, was der neue Wagenbesitzer nicht wollte – so habe ich es an mich genommen. Noch heute, über 25 Jahre später, steht es bei mir im Waldgarten. Aktuell gibt es dem Mammutbaumhaus ein wohnliches Gefühl.

Interessant war, dass Rudolf statt einem Wachhund mehrere Gänse hatte. Er meinte, die beschützen besser und kosten keine Hundesteuer. Am Hofeingang stand ein altes Ackergerät mit Blechsitz. Darauf ein Schild „Leerstuhl“.

Rudolf nannte sich selbst eine knorrige alte Eiche mit menschlichem Wellenmuster.

Über eMail hatten wir gelegentlich Kontakt. Rudolf sendete auch ab und an Rundbriefe. Hier die zwei letzten Schreiben, so wie sie kamen, ohne Rechtschreibkorrektur, denn Rudolf war immer kreativ aufgelegt und ich wusste nie, ob ein vermeintlicher Fehler in Absicht geschrieben war:

18.12.2009

Salud & Salve DEN fREUNDEN UND fEINDEN
,,,,, nach reichlich vielen Frankenstein´schen Suchspielen und
hoffnungsgeilen
Patenten für Weidenbauten wünsche ich den Patentanwälten wenig Gutes für
die Mitfinanzierung der vielen Kriege in denen diedummen Teutonen schon
wieder
verwickelt sind.
Zu den Doppelwand-Weidensystemen: Ich persönlich setze in Zukunft lieber
auf
Solarspeicherkleidung und ein Versorgungs/Entsorgungsystem wie ansatzweise
in „Naturwerkstatt“ und „Handbuch für bessere Zeiten“ beschrieben, das
übrigens
östlich von unserem Wohlstand-Elend zur Zeit eine Renaissance erlebt..
MIR ist um mein fröhliches Herz wohler bei der Botschaft von Anastasia,
die
nackt und barfuß durch die Taiga braust, bei den Zirbelkiefer-Eichhörnchen
zur Schule geht und sich von deren Vorratwirtschaft nährt. Gar nicht
gefällt mir,
daß sie sich von einem ruuuusischen Liebhaber in die Brust beißen läßt,
obwohl
sie ihm zuvor alle Weisheit der Wohnwälder verraten hat.
Trotzedem: Auch wenn der kleine, dicke Claasen jetzt SOLAR MILLENIUM in der
Sahara managt um dort den letzten arabischen Petrodollar abzusaugen und
unsere hiesigen Hockschulblödlinge statt Erdwärme nur Erdbeben hinkriegen

lasset uns unter der Aufsicht von Nonne Schawan fröhlich anstimmen:
Aufklärung zeugt Verwirrung – Wissenschaft mindert WiLLenschaft.
Zum Schluß noch einige Takte zur „druidischen-Germanischen-anthroposo-
fischen -biosophischen ……Medizin: Dazu würde ich sehr gerne VIEL
Positives
berichten und den vielen Borderline-Gaunern contern, aber jetzt fliegt hier
gerade Besuch ein…….also bis zum nächsten Mal…..Worte sind ohnehin
Schall und Rauch.
Bis bald
Euer Lieblinx Rudolf IV von Wildberg mit Grüßen vom Wohnwald und unseren
vielen Wildschweinchen.

14.07.2011

Für die Freunde von
Biotektur:
Encl. find summary of our
activities and outlook on
world peace.
So long
Rudolf

Ref: 5oth anniversary on Basis R&D on

global BIOPRODUCTIVITY

To UNESCO/ Nature/Science Mag. / National Geo/……..friends of Biotecture

Survival of all Life depends exclusively on

the very basic cycles of

CO² > O²

Thus, all synergetic LIVINGRY maintains

Balance of evolutionary supports.

OUR R&D partnership has sofar led to well oder 1o.ooo documents, books

professional Reports, films,Seminars to

assist the international community in

growing prototypes of bioproductive am-

biete: BIOTECTURE, based on BIOSOPHY principles of NATURECUL-

TURE.

Rising public acceptance of “green energy”provides now ever more solar

Energy for PLANT PEACE in green

EDIBLE CITIES.

World Culture Heritage has found help

from EARTH Culture LEGACY of

global BIOTECTURE R&D. Doernach 7-o11

Gestern bekam ich per Schneckenpost die Nachricht, dass Rudolf vorletztes Jahr verstorben ist. In der handgeschriebenen Karte finde ich diese Sätze: Rudolf war bis zum Schluss noch offen für Neues … In der letzten Zeit interessierte ihn das Projekt: „Essbares Haus“.

Lieber Rudolf, danke für Dein Sein! Die Vision von Permakultur und lebenden Häusern, dieser Schatz, den ich von Dir bekam, trage ich in meinem Herzen. Oft wollte ich Dich besuchen, und doch war ich viel zu selten bei Dir. Gleichzeitig fühle ich mich mit Dir auf ewig verbunden.

Montag 19. Februar 2018

Windkraftanlagen sind Sondermüll!

Nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima vor knapp 7 Jahren gab verwandelte sich ein Großteil der deutschen Landschaft in Windkraftanlagen bzw. Vogelmordmaschinen. Es wurde sogar von den „Grünen“ genehmigt für den „Klimaschutz“ Wald zu zerstören. Dieser Wald stabilisierte bis zur Abholzung, beiläufig erwähnt, seit Jahrmillionen das Klima.

Angeblich seinen Windkraftanlagen „CO2 neutral“, also „umweltfreundlich“ und produzieren sogenannten „Ökostrom“. Und deshalb sei es alternativlos diese Alternative zu bauen um das „Klima zu retten“.

Nun, ich würde mal sagen: Wer so was glaubt, sollte zum Optiker gehen, denn er ist gnadenlos kurzsichtig.
Allerdings müsste es ein Bewusstseins-Optiker sein, und die gibt es noch nicht in jeder Fussgängerzone.

Man braucht nur den Bewusstseitshorizont ein klein wenig erweitern und man findet:

Das Fundament einer 200 m hohen und 7.000 Tonnen schweren Enercon WKA E-126 wiegt 3.500 Tonnen und besteht aus 1.400 Kubikmetern hochfestem Beton. […] Dieser Beton ist mir 180 Tonnen Stahl armiert. […] Auf dem runden Fundament steht der Turm aus konischen Stahlbeton-Segmenten, der 2.800 Tonnen auf die Waage bringt. Das auf dem Turm sitzende Maschinenhaus mit Generator wiegt 340 Tonnen, die Nabe mit den Rotorflügeln aus glasfaserverstärktem Kunststoff noch einmal 320 Tonnen. Damit der Boden das Gesamtgewicht von über 7.000 Tonnen tragen kann, muss er zuvor mithilfe von Schottergranulat, das in 30 Meter tiefe Bohrlöcher gepresst wird, verdichtet werden.
Zitat aus : http://ruhrkultour.de/teure-hinterlassenschaften-die-rueckbaukosten-von-windraedern/

Und all das ist einfach so da?? Einfach so aus dem Nichts? So was wächst als Frucht am nächsten Baum? So was liegt einfach so als Mulch auf dem Boden eines jahrtausende alten Waldes und muss nur aufgehoben werden??? Natürlich nicht. So was muss erst mal in Fabriken mühsam hergestellt werden. Und was braucht es dazu? Rohstoff, Rohstoff, Rohstoff, Energie, Energie, Energie, Transport, Transport, Transport, … ach und was entsteht dabei noch: Müll, Sondermüll und Atommüll (durch Herstellung von Neodynmagneten) … Es entstehen mehr Fragen als gelöst werden…

Im Internet berichtet ein Arbeiter über gesundheitliche Probleme bei der Herstellung von Rotorblättern. “Ich habe als Leiharbeiter einige Zeit die Flügel für diese Anlagen gefertigt. Viele Arbeitnehmer leiden an Allergien. Der anfallende Müll ist Sondermüll. Wird die Anlage verschrottet, ist sie verständlicherweise ebenfalls Sondermüll. Nachdem ich mir andere Arbeit suchte, und diese auch fand, ging es mir merklich besser. Vor dem Job war ich ebenfalls glühender Anhänger der Windenergie. Nun nicht mehr!”
Zitat aus: http://ruhrkultour.de/teure-hinterlassenschaften-die-rueckbaukosten-von-windraedern/

Und während dem Betrieb werden Wildtiere getötet ohne Ende … Alleine Fledermäuse:

Eine Viertelmillion Fledermäuse sterben Schätzungen zufolge pro Jahr an Windrädern in Deutschland.
Zitat aus: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/fledermaeuse-massensterben-in-windraedern-a-1108933.html

Und wie lange dreht sich so ein Vogelmordgerät – äh „Klimarettungsgerät“???
Solange wie ein Wald, also Jahrmillionen? Äh – nein?
Aber doch sicher mindestens so lange, wie eine deutsche Eiche alt wird, so um die 1000 bis 1500 Jahre? Ah – nein?

WAAS?, nur so um die 20-25 Jahre? Und oft das noch nicht mal?????

Windkraftanlagen sind nach Angaben von Herstellern und Planungsbüros auf eine Lebensdauer von etwa 20-25 Jahren ausgelegt. “Ausgelegt” heißt aber nicht, dass sie dieses Alter auch erreichen. Nicht berücksichtigt sind zum Beispiel Faktoren, die die Lebenszeit einer Anlage von vornherein durch ihre Position im Verbundsystem eines Windparks reduzieren.
Ein Windrad, das aus der Windrichtung gesehen in der ersten Reihe eines Windparks liegt, wird selbst unter günstigen Bedingungen im Durchschnitt nur 15 Jahre alt. Die hinter der ersten Reihe liegenden Windkraftanlagen werden je nach Entfernung zur ersten Reihe im Durchschnitt zwischen 5 und 12 Jahre alt.
Zitat aus: http://ruhrkultour.de/teure-hinterlassenschaften-die-rueckbaukosten-von-windraedern/

Und dann, nach den 5 bis 25 Jahren? Dann ist so ein Monster aus tausenden Tonnen Stahl und Beton, und … einfach „weg“ und die ursprüngliche Landschaft wieder da, so ganz CO2-neutral, das Ding kann komplett kompostiert werden, wird super Humus, perfekten Waldboden, … Nein? Warum nicht? Soll doch so umweltfreundlich und „Öko“ sein…

Nun, das ganze Ding ist ein riesiger Haufen Sondermüll. Zwar kann das mit viel Aufwand, viel Maschinen, viel Dieselverbrauch wieder abmontiert werden. Es sollen sogar finanzielle Rückstellungen / Bankbürgschaften etc. nachgewiesen werden um so was bauen zu dürfen. Aber das ist Augenwischerei. Bei einem Geldsystem ohne realen stabilen Wertmaßstab, mit Inflation und Deflation, kombiniert mit einem Bankensystem, das jederzeit komplett ausfallen kann, werden doch nur Zahlen zurückgehalten und nicht die nötigen Tonnen an Diesel. Das ist alles auf der Idee gebaut, dass man nach diversen Jahren aus den Zahlen wieder Diesel (etc.) tauschen kann. Sicher ist das nicht, basiert alles nur auf Glauben und Hoffnung, das alles bleiben möge, wie es ist. Wenn es aber anders kommt, hat man es angeblich nicht wissen können. Doch hätte man, wenn man denn hätte wissen WOLLEN.

Und wenn man dann eines NAHEN Tages (was sind schon 20 Jahre im Vergleich zur Lebensdauer eines Baumes!!) doch die Zahlen in Diesel umwandeln kann und es noch Kräne gibt, die die Teile des Luftschlosses aus der Höhe auf den Boden der Realität ablassen, was dann? Der Beton kann klein gemacht werden und wird dann angeblich z.B. als Schotter für Autobahnbau benutzt. Aber gibt es dann noch Autos, die auf Autobahnen fahren? Mag sein, vielleicht aber auch nicht. Kommen wir zu den Rotoren: Kunstharzverbundmaterial mit Fasern. Ohje. Das klingt nicht so gut kompostierbar…

Angeblich sei eine der favorisierten Wege das Zerkleinern (Achtung Feinstaub!) und das Verbrennen zur Herstellung von Beton.

Nicht erwähnt wird, dass dies riesige Energiemengen erfordert und weiterhin den Einsatz von Steinkohle erfordert, denn die Wärmeenergie des verbrennenden Rotorblattes vermindert den Einsatz des fossilen Rohstoffes nur zur Hälfte. Dies ist die teuerste Art, Beton herzustellen.
Zitat aus: http://ruhrkultour.de/windkraft-abgerechnet-wird-erst-zum-schluss/

Fazit: 

In Kenntnis unserer marktwirtschaftlichen Verhaltensweisen werden wir die gesundheitlichen Risiken der Erneuerbaren Energien ignorieren, uns an den Anblick vieler abgeschalteter, vor sich hin verrottender Windmühlen in Feld, Wald und Wiese gewöhnen müssen, in der Gewissheit, dass es den Windrädern eines Tages gelingen wird, durch ein letztmaliges Aufbäumen gegen den Wind, sich selbst in seine Bestandteile zu zerlegen und gleichmäßig in die Umgebung zu verteilen. Wehe dem, der in der Nähe einer Windkraftanlage wohnt.
Zitat aus: http://ruhrkultour.de/windkraft-abgerechnet-wird-erst-zum-schluss/

PS:

Welchen Zustand im Geist muss eine Gesellschaft haben, die so was kurzfristiges, umweltschädliches „genehmigt“, in Massen produziert, aufstellen lässt und noch dazu als gut und politisch korrekt empfindet?? Ist das geistlos oder geisteskrank? Oder trifft der alte Spruch: „Von allen guten Geistern verlassen“?

Sonntag 4. Februar 2018

der Stromverbrauch des Bitcoin

Laufend bekomme ich Spam-eMails „Reiten Sie auf der Bitcoin-Welle“… Natürlich lösche ich solche mails sofort. Es wäre auch ökonomisch unklug auf einem Wellenberg einzusteigen, denn dann geht es sehr bald abwärts… Aber unabhängig von möglichen egoistischen Motiven von Werteumverteilung, Bitcoin war noch nie in meinem Interesse.

Und immer mehr bestätigt sich, dass meine Intuition richtig ist: Bitcoin ist zu einem gigantischen Stromverbraucher mutiert.

Bei all den netten Aspekten „dezentral, nichts staatlich gesteuert, …“ so ist das Bitcoin-System doch komplett abhängig von Strom. Und der Stromverbrauch wächst und wächst…

Hier eine Graphik über die Entwicklung des Stromverbrauchs des letzten Jahres:
Anstieg von 10 auf 47 Terrawattstunden!!
(Screenshot von der Webseite: https://digiconomist.net/bitcoin-energy-consumption)

Dieser Stromverbrauch ist unglaublich groß. Wenn diese Entwicklung so weitergehen würde, kommt man rechnerisch zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2020, also in nur 2 Jahren, jeglicher Strom der Welt nur für Bitcoin gebraucht werden würde. Das ist selbstverständlich unmöglich. Daher stellt sich die Frage, was passieren wird. Wird Bitcoin verboten? Geht das überhaupt? Wird das Internet abgeschaltet, um den Bitcoin zu stoppen? Wird Strom verteuert um den Bitcoin zu stoppen? Irgendwie wird es sich regeln, da bin ich sicher.

Hier ein paar willkürlich zusammengestellte Webseiten zum Thema:
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bundesbank-warnt-vor-Bitcoin-article20267329.html
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2018-02/42915643-bundesbank-warnt-vor-bitcoin-003.htm
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/digital-bezahlen/bitcoin-eine-transaktion-kostet-30-euro-strom-15282063.html
https://t3n.de/news/bitcoin-stromverbrauch-energie-872715/
http://www.zeit.de/digital/internet/2018-02/bitcoin-energieverbrauch-strom-nachhaltigkeit
http://www.fr.de/wirtschaft/bitcoin-stromfresser-bitcoin-a-1399284
http://www.businessinsider.de/bitcoin-transaktion-benoetigt-so-viel-strom-wie-ein-kuehlschrank-pro-jahr-2017-11
http://www.businessinsider.de/bitcoin-stromverbrauch-miner-2017-11
http://www.epochtimes.de/technik/der-bitcoin-koennte-2020-die-gesamte-elektrizitaet-der-welt-benoetigen-a2290378.html

Vielleicht ist es bald aus und vorbei mit dem Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Und dann?
Die Menschheit hat vermutlich weiterhin Interesse an dezentralen Währungen.
Möglicherweise landet dann mehr Interesse beim Minuto, dem Selbstmach-Geld für den erweiterten Freundeskreis. Allerdings wird dabei die Sucht, die Gier nach Millionen, nicht bedient, wie es beim Bitcoin (noch) der Fall ist.

Donnerstag 1. Februar 2018

Mehrjähriges Gemüse

Gestern war ich in Witzenhausen bei einer Arbeitsgruppe für regenerative Landwirtschaft. Dabei kam es zu der interessanten Fragestellung, ob regenerativer Ackerbau überhaupt möglich ist. Sicher gibt es Möglichkeiten einen Acker so zu bewirtschaften, dass die Bodenbearbeitung minimiert ist (z.B. Direktsaatmaschinen), doch selbst wenn die Erosion gestoppt und der Humusverlust begrenzt wird, so ist doch wahrscheinlich, dass der Energieeinsatz immer größer ist als die Ernte, und damit kann man es schwerlich als regenerativ bezeichnen.

Dabei stellte die konkrete Frage, ob Gemüseanbau überhaupt regenerativ möglich ist, weil Gemüse überlicherweise mit einjährigen Pflanzen auf bearbeitetem Boden angebaut wird. Dabei bemerkte ich, dass das Wissen um mehrjährige, ausdauernde Gemüsepflanzen relativ gering ist.

Zu diesem Thema empfehle ich das (englische) Buch: „Perennial Vegetables“ von Martin Crawford“

In diesem Buch wird zu Beginn dargestellt, dass es verschiedenste mehrjährige Pflanzen gibt, von denen wir Gemüse ernten können.
Es gibt beispielsweise Bäume, von denen wir Blätter essen können (z.B. Linde), es gibt Büsche mit essbaren Blüten (z.B. Holunder), es gibt Stauden (z.B. Brennessel), Kräuter (z.B. Pfefferminze), Farne (z.B. Straußenfarn), Kletterpflanzen, (z.B. Yams), Wasserpflanzen (z.B. Pfeilkraut), Wurzelfrüchte (z.B. Yakon) und vieles mehr. Je nach Härtezone müssen manche Pflanzen in rauherem Klima gegebenenfalls im Herbst aus- und Frühling wieder eingegraben werden.

Der überwiegende Teil des Buches beschreibt über 100 Pflanzen im Detail mit Angaben was geerntet werden kann und wie die Zubereitung sein sollte. Einige Pflanzen sind im rohes Zustand gut zu verzehren, bei anderen muss die Nahrung zuerst gekocht werden. Für die genaue Anleitung möge man bitte in dem Buch nachlesen.

Für einen ersten Einblick, was es so alles gibt, habe ich die Pflanzennamen aus dem Buch als Liste zusammengestellt und dazu angeben: Angabe zur Winterhärte, den essbaren Teilen, sowie die Wertung von www.pfaf.org zu Nahrung und Medizin

Hier ein Foto von der Tabelle, sortiert nach Nahrungswert:

Hier die Dateien (LibreOfficeCalc):

mehrjaehrige-gemuese-sortiert-botanischer-name.ods
mehrjaehrige-gemuese-sortiert-deutscher-name.ods
mehrjaehrige-gemuese-sortiert-haertezone.ods
mehrjaehrige-gemuese-sortiert-pfaf-essen.ods
mehrjaehrige-gemuese-sortiert-pfaf-medizin.ods

Dienstag 30. Januar 2018

Waldgärten und Agroforstkampagne

Flächen mit Baumbestand, die gleichzeitig dem Anbau landwirtschaftlicher Produkte dienen, werden als Agroforstwirtschaft bezeichnet. Das klassische Modell einer Agroforstwirtschaft sind Baumreihen mit dazwischen liegendem Getreideanbau:

Eine besondere Form der Agroforstwirtschaft nennt sich „Waldgarten“. Dies ist ein Garten mit Aspekten des Waldes. Ein Waldgarten wird häufig von Hand bewirtschaftet und nicht mit großen Maschinen. Statt 2 Ebenen der Nutzung (z.B. hohe Bäume + Getreide oder hohe Bäume + Weidetiere) werden im Waldgarten mindestens 5 Ebenen angelegt z.B. (große und kleine Bäume, Büsche, Stauden, Kräuter, Wurzeln, Pilze, Kletterpflanzen und Tiere). Die Vielfalt und Komplexität ist in Waldgärten besonders groß. Deshalb eignen sich Waldgärten eher für kleinere Flächen (z.B. bis 2 Hektar) und 2-Ebenen-Agroforst-Systeme für größere Flächen (z.B. ab 2 Hektar)

Effizienz ist das Verhältnis zwischen Energi-Output und Energie-Input,
inklusive Arbeitsaufwand, Maschinen-Energie, chemische Energie.
So kalkuliert ist der Waldgarten das effizienteste Agrarsystem aller Zeiten.

Zitat aus dem Film (ab Minute 1:56):

Weitere Informationen hier:
www.agroforstkampagne.net
www.agroforst-info.de

Montag 29. Januar 2018

20 Jahre Familienlandsitze

Vor über 20 Jahren veröffentlichte Wladimir Megre in Russland sein erstes Buch über die Begegnungen mit Anastasia. Aus diesem Ereignis entstand eine Buchreihe, die in viele Sprachen übersetzt wurde. Darüber hinaus änderten viele Leser ihre Wahrnehmung der Welt, ihre Wertemuster und ihren Lebensstil.

In einem neuen Film wird ein Überblick gegeben, was sich seither alles getan hat.

Allein in Russland gibt es schon 370 Siedlungen:

Ein Künstler hat die Szene aus Band 10 dargestellt, in der es um ein Modell des Landsitzes von Wladimir Megre geht:

Menschen aus verschiedenen Nationen interessieren sich für diese Buchreihe:

In allen Regionen der Welt wollen Menschen glücklich leben.

Hier der Film:
(englische Untertitel)

 

Montag 29. Januar 2018

Symposium Aufbauende Landwirtschaft

Am vergangenen Wochenende war ich im Projekt Tempelhof (Nähe Crailsheim) beim Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“.

Ein paar persönliche Notizen der Veranstaltung ohne Absicht auf Vollständigkeit:

Begrüßung durch die Organisatoren Stefan Schwarzer und Burkhard Kayser
Jana Epperlein, Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung (GKB), Feldgefügeansprache (Video)
Martin Wiethaler: „CO2 ist ein Mangelnährstoff“
Nikola Patzel, Das Regenwurm-Manifest (PDF), Buch: Bodenwissenschaften und das Unbewusste, Buch: Symbole im Landbau
„Bodenverlust in Deutschland durchschnittlich 10 Tonnen pro Hektar und Jahr (weltweit 20)“, „ein Mikroskop für 120 Euro bringt schon viel“
Monika Sobotik, Wurzelforschung, „sekundäres Dickenwachstum nur bei Zweikeimblättrigen“, das Freilegen der Spargelwurzel (270 cm) hat 3 Tage gedauert mit 2 Menschen, das wichtigste Werkzeug eine Reißnadel vom Metallbau.
Michael Weiß, Prof. Uni Tübingen: „Pilze sind Tiere“, „Theorie: Steinkohle entstand in einer Zeit, in der Pilze noch nicht da waren. Deshalb wird es sich nicht wiederholen.“
Florian Augustin von der Firma ÖKlo: 75 bis 85% der Nährstoffe verlassen unseren Körper über den Urin! Projekt Urin mit Osmosefilter zu Urinkonzentrat wandeln + 2 % Zucker => milchsäure Fermentation => guter Dünger
Stefan Schwarzer: „Permakultur ist ein Gestaltungsprozess um regenerative Lösungen zu entwickeln plus Werkzeugkoffer mit Methoden“
Beatrice Krehl: holistisches Weidemanagement ist das effektivste System zum Bodenaufbau
Benedikt Wittmann zeigt Bilder von Weidehühnern in mobilen Hühenrhäusern
Wolfgang Palme vom HBLFA Schönbrunn, in der Versuchsanlage Zinsenhof laufen viele Exeperimente zum Gemüseanbau im Winter, sein Hobby: Cityfarm Wien; Buch: Frisches Gemüse im Winter ernten; besonders günstige Verkaufszeiten für Frischgemüse ist Weihnachten und Ende Februar; junge Gemüsepflanzen sind frosthärter als ausgewachsene; lieber Lüften und dadurch kälter im Gewächshaus als Kondensat; gefrorene Pflanzen dürfen nicht bewegt werden (weder Tier, Mensch, Wind) sonst brechen sie und nehmen Schaden; meist ist nicht Kälte das Problem sondern zu viel Feuchte; Asia-Salate sehr frostfest; ‚Permaveggies‘ neuer Begriff für Dauergemüse (zB Sauerampfer); Karotten im August säen, bis Weihnachten ernten; Radieschen im Winter geerntet sind süß; die Stängel von spät geerntetem Winterportulak hat er schon als „Spagetti Verde“ an die Gastronomie geliefert; zu empfehlen: Butterkohl Sorte Bloemendaalse-Gele, zu bekommen bei: www.graines-baumaux.fr; junge Blätter von Palmkohl sind roh essbar; Tomaten brauchen warmen Boden (frische Hackschnitzelreihen 1mx50cm geben Wärme), wenn Boden 20°, dann kann die Tomate oberirdisch sogar leichte Frost aushalten. Wolfgang Palme spricht auch zum Thema des schlechter gewordenen Verhältnisses von Energieeinsatz zu Energiegewinn (früher 1 zu 10, heute 1 zu 1) und verwiest auf einen Bericht des IFF von Fridolin Krausmann, siehe dazu diese PDF
Zur Identitätsfindung „Bauer“:
Früher: Einer, der die Welt ernähren soll … im Austausch gegen Geld, womit er seine Familie ernähren kann.
Morgen: Einer, der die Welt verändern kann … und damit bei sich und seinem Familienbetrieb beginnt.

Dann schnappte ich noch den Hinweis auf, dass Hühner gut gemeinsam mit Schweinen gehalten werden können, weil so Füchse auf Abstand bleiben. Von einem anderen Teilnehmer wurden mir die Kunekune-Schweine empfohlen, eine rubuste kleine Schweinerasse, die sich fast komplett von Gras ernähren kann und nicht im Boden wühlt, also das ideale Weide-Schwein.

Ein paar Bilder der Veranstaltung:

Eröffnung der Veranstaltung durch Burkhard Kayser und Stefan Schwarzer

Monika Sobotik mit der Zeichnung einer Kartoffelwurzel bis 1,5 Meter Tiefe:

Monika Sobotik in einem ausgehobenen Schacht zur Dokumentation einer 2,70 Meter tief gehenden Spargelwurzel (rechts), im Vergleich dazu auf dem linken Bild der Schacht zur Dokumentation des Wurzelsverlaufs einer Radmelde (Tiefe über 6 Meter)

Stefan Schwarzer bei seinem Vortrag zu Permakultur:

Wolfgang Palme zum Thema Wintergemüse:

Und ganz besonders freute es mich auf dem Tempelhof einen original Yeomans-Pflug zu sehen:

Einer der Zinken im Detail:

Freitag 26. Januar 2018

Gedanken zum Thema „Selbstversorgung“

Im Austausch zu den Themen Permakultur und Familienlandsitze höre und lese ich immer wieder den Begriff „Selbstversorgung“.
Diesbezüglich mag ich ein paar grundsätzliche Gedanken teilen.

Zumeist scheint dabei die Betrachtung auf Versorgung mit Nahrung zu liegen.
Rätselfrage: Warum nur?

 

Permakultur hatte von Anfang an NIE NUR das Thema Nahrung!

Ganz grob betrachtet liegt Nahrung bei der Priorität sogar ziemlich weit abgeschlagen:

Man kann gut überleben bis zu:
3 Wochen ohne Nahrung
3 Tagen ohne Wasser
3 Stunden ohne Wärmeschutz / externe Wärme
3 Minuten ohne Luft

Darüberhinaus konnte die Menschheit ziemlich lange ohne Internet, Handy, Autos, Strom etc. zurecht kommen.
Und doch zählt bei diversen „Selbstversorgungsprojekten“ die Selbstversorgung mit Elektrizität zu den angestrebten Themen, wenn nicht sogar schneller realisiert, als die Nahrungsselbstversorgung.

(Wobei witzigerweise der „selbstgemachte“ Strom aus GEKAUFTEN Solarzellen als Selbstversorgung gewertet wird, jedoch nicht die „selbstgeöffnete“ Konservendose aus gekauftem 20 jährigen Vorrat – und länger als 20 Jahre hält eine Solarzelle womöglich nicht und muss dann neu GEKAUFT werden – wo ist der Unterschied zu einem Vorratslager aus Dosen?)

Ich behaupte, die Selbstversorgung mit Nahrung ist so ziemlich das einfachste, von dem, was Mensch braucht, zum glücklich sein. Essbares wächst von alleine. Wenn man sich auskennt, kann man vieles verzehren, was einfach so vorkommt (z.B. Kräuter). Schwieriger ist es schon mit Trinkwasser! Wer weiß, wie man eine Quelle findet oder anlegt? Wie testet man Wasser, wie reinigt man Wasser?
Ok, es gibt Labore für die Analyse und man kann Wasserfilter kaufen – im Konsumismus ja, aber als Selbstversorger?

Was ist mit Feinwerkzeug, z.B. eine Nadel? Selber machen aus selbst gefundenem Knochen, ok, soll gehen laut Survivalliteratur, aber wer kann das schon? Und wie fein wird die Nadel?

Und dann das Thema Wärme: Wer überhaupt schon mal Kleidung hat, kann froh sein. Und wenn er dann bei Sturm und Frost in einen Bach fällt, untertaucht und schnell wieder herausklettern kann – der hat echt andere Sorgen als Nahrung. Wenn er nicht schnell die Kleidung wechseln kann oder an einen warmen Ofen kommt, ist es nach spätestens 3 Stunden sehr grenzwertig mit dem Überleben.

Und wie macht man einen Luftfilter um eine 5 minütige Giftwolke zu überstehen?
Ok, kann man im Konsumismus kaufen – aber als Selbstversorger?

Wäre es vielleicht passend das Thema Nahrung nicht immer so in den Vordergrund zu stellen?
Beispielsweise erhöhen Waldgärten die Wasserbindung im Boden durch Bäume, Retentionsteiche, Swales, Keylines etc. und reduzieren dadurch die Hochwässer in den flussabwärts liegenden Auen. Das ist doch auch ein Nutzen von Waldgärten. Wer bei einer Überschwemmung zu ertrinken droht, weil ihm entweder die Luft oder die Wärme ausgeht, der hat in dem Moment auch andere Sorgen als Nahrung!

Und trotzdem ist alles bisher gesagte nur materiell gedacht.
Es heißt jedoch: Selbstversorgung und nicht Körperversorgung!

Daher die Frage: Was ist eigentlich das „Selbst“, was man versorgt sehen will?
Ist unser „Selbst“ unser Körper? Wohl kaum.

Als Anregung ein Zitat aus dem Buch:
Die Öffnung des dritten Auges
von Dr. rer. nat. Ulrich Warnke
Seite 22

Wir haben als Mensch

  1. ein materieloses Ich
  2. zwei materielose Selbst-Instanzen als Ideen- und Informationsspeichereinheiten: das „Einfache Selbst“ als Spiegel des Ich und das „Höhere Selbst“ als Erfahrungen vieler Erdenleben,
  3. einen Materiekörper mit Gehirn, der als Erlebens- und Erfahrungsautomat dem Ich dient, sowie
  4. ein Bewusstsein als Werkzeug zur Informationserkennung und -verarbeitung

Über allen vier Komponenten steht der geistig höchst intelligente Ursprung von allem; es ist dass „wahre Selbst“.
Das Ich und die Selbst-Instanzen verwenden dieselben Instrumente und Modi (beim Ich „angeboren“), wie Bewusstsein, Wille und Motivation, Empfindungen und Gefühle, die Wahrnehmung und Denken ausmachen. Und schließlich ist da noch die Meme-Generierung durch Gedanken. Meme sind erschaffene und sich selbst fortpflanzende Informationsmuster und Wesenheiten.

Ich behaupte nun nicht, dass die Sicht von Herrn Dr. Warnke stimmen würde. Ich stelle dieses Zitat hier nur als Anregung rein, die Selbstversorgung doch bitte nicht nur auf die Nahrung für den physischen Körper zu reduzieren.

Daher gibt es von meiner Seite aus auch Wertschätzung für jene Projekte, die zumindest schon mal Wohlfühlorte schaffen, wenngleich sie Nahrung zukaufen (oder tauschen etc.).
Mir ist das sogar angenehmer, als die Vorstellung, da wäre ein Projekt, was sich zu 100% mit Nahrung versorgt, aber keiner der Menschen dort fühlt sich wohl.

Und gleichzeitig wertschätze ich auch Wege zur Lebensmittelselbstversorgung.
Dabei mag ich, im wahrsten Sinne des Wortes, gern über den Tellerrand hinaus schauen.

100%ige Selbstversorgung des einzelnen Individuums oder einer Familie erscheint weder machbar noch sinnvoll.
Daher braucht man auch nicht streiten, ob für eine 100%ige Selbstversorgung einer Familie ein sogenannter Familienlandsitz in der Größe von einem Hektar ausreicht oder nicht.

Laut wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstversorgung
heißt Kooperation von Selbstversorgern dann:
https://de.wikipedia.org/wiki/Subsistenzwirtschaft

Gerne mag ich noch eine Anregung geben, die ich als passend zu den Werten der Permakultur sehe:
Je schwerer das Produkt, um so geringer mögen die Wege sein.

Beim Gewicht ist noch die Häufigkeit der Nutzung zu berücksichtigen!

Konkret:
1x alle 50 Jahre mehrere Tonnen Baustoff, kann durchaus von einigen Kilometern Entfernung geholt werden.
Jedoch täglich diverse Kisten an Trinkwasser aus Frankreich oder Italien, würde ich eher ablehnen.

Oder anders gesagt: Gerne gesehen ist globaler Austausch von Dingen, die sehr leicht sind oder gar kein Gewicht haben, wie z.B. Information, eMails, Briefe.
Auch Salz und Kräuter ist, relativ zur verbrauchten Menge, für geringen Aufwand über längere Entfernung zu transportieren.

Was ich als anstrebenswert erachte ist globale Subsistenzwirtschaft, also eine Wirtschaftsweise, die global und langfristig funktionieren kann. Und dazu gehört, wegen dem Energieaufwand für Transport, insbesondere die kleinsträumige Wirtschaft mit dem, was viel Gewicht hat und und häufig gebraucht wird. Und damit bin ich bei der Auflösung des Rätsels, warum so viele in der Permakultur (und sonstwo) sich mit Nahrungsselbstversorgung beschäftigen.

Zusatzaspekte wie Kleidung oder Werkzeug, die hoffentlich sehr lange halten, ist gerne eine überregionale Sache.
Vor Ort wäre jedoch das Thema Wärme in Form von Brennstoff, z.B. Holz zu klären.
Das ist bezüglich den umgesetzten Kalorien und den Tonnen an Material weit mehr als die Nahrung.
Ich sehe das Thema Wärme daher sogar als Priorität 2 (nach Wasser).

Wasser ist für mich Priorität 1.
Davon werden hunderte, wenn nicht tausende an Kilos monatlich bewegt.
Mit Kompostklo weniger, mit Gartenbewässerung mehr.

Angenommen, da ist ein Projekt mit
100% Wärmeselbstversorgung
100% Wasserselbstversorgung und -reinigung
50% Nahrungsselbstversorgung
10% Kleidung- und Werkzeugselbstversorgung
5% Gedankenselbstversorgung (wenn es das überhaupt gibt)

Dann fände ich das sehr begrüßenswert und würde nicht herumkritisieren, dass da noch Essen zugekauft wird.
Im übrigen sind die genannten Zahlen möglich bei Anlage von Waldgärten, also Gärten, die auch kleinere, mittlere und größere Nutzbäume beinhalten.

Sonntag 21. Januar 2018

Woodlanders-Filme

Es gibt sehr schöne Naturfilme unter dem Begriff „Woodlanders“ (in englischer Sprache).

Hier ist eine Übersicht der Episoden: http://www.woodlanders.com/episodes/

Als ein Beispiel bette ich hier die Episode Nr 5 ein: Die Esskastanien-Baumschule

WOODLANDERS EP5: CHESTNUT NURSERY from Costa on Vimeo.

Freitag 19. Januar 2018

Sturmbruch am Triesch

Gestern fegte ein Orkan durchs Land und hat im Nachbarwald am Triesch ganz viele Fichten umgelegt:

 

Während ich diese Bilder machte fällt sogar noch ein weiterer Baum auf den Haufen. Er war wohl durch den gestrigen Sturm angebrochen und ein kleiner Windhauch hat ihn jetzt fallen lassen. Überwiegend sind Fichten umgefallen. Teilweise haben sie den Wurzelteller mit Erde herausgerissen. Manche Fichten sind in der Mitte abgebrochen. Einzelne Eichen und Buchen sind auch umgefallen.

In unserem Garten am Triesch ist ein Rankgerüst umgestürzt. Das ist zwar auch sehr ärgerlich, aber kein Vergleich zu dem Sturmschaden des Waldbesitzers.

Meiner Vermutung nach sind so viele Bäume umgestürzt weil es zuvor lange und viel regnete. Damit war der Boden sehr weich und die Wurzeln nicht so fest verankert wie sonst.

Diese Bilder zeigen deutlich wie gefährlich ein Orkan sein kann. Auch in der Stadt kann einem alles mögliche auf den Kopf fallen. Von Dachziegeln bis hin zu umstürzenden Autos und Bauwerken. In der Stadt kann man jedoch leicht in „Höhlen“ (= Häusern) schützen. Im Wald ist es etwas schwieriger „Höhlen“ zu finden. Wer in einem Wald oder Waldgarten leben will, sollte also auch einen stabilen Schutzraum haben, zb eine Earthbag-Höhle, und nicht nur ein Tipi oder eine Jurte.