Konstantin Kirsch

Archiv

Green Hosting mit Ökostrom und lokal erzeugtem Solarstrom!
Freitag 24. Juni 2016

Bericht vom Treffen „Familienlandsitz-Siedlung Waldgartendorf“

Über unseren email Verteiler hatten wir eingeladen zu einem Treffen am Wochenende 17.-19. Juni.

„Familienlandsitz-Siedlung Waldgartendorf am Triesch bei Konstantin Kirsch
Land, Leute und vielleicht Lebenspartner kennenlernen
Ein Wochenend-Treffen der ungeahnten Möglichkeiten“

Dazu waren 30 Erwachsene und 9 Kinder gekommen.

Nach der Kennlern-Runde und dem Abendessen am Freitag abend erklärte ich auf Wanderkarten der Region die Standorte der einzelnen Projekte, die wir am Samstag und Sonntag besuchten.

Der Samstag startete recht früh: Sonnenaufgang war 5:12 auf einer Bergkuppe mit Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Obwohl wir erst für 6 Uhr als Zeitpunkt zum Beginn angegeben hatten waren einige Teilnehmer schon kurz nach 5 Uhr dort. Die Sonne strahlte uns ins Gesicht. Der Morgentau hing noch in den Getreidehalmen. Eine bezaubernd schöne Situation.

Nach dem Frühstück fuhren wir zu einem 100 ha Bio-Bauernhof. Dort machten wir eine Wanderung durch den angrenzenden Wald und zu einer Freifläche auf der ein Tipi steht. Diesen Platz nutzten wir um unsere Gedanken und inneren Bilder zu bündeln.

IMG_9517

Nach einer kurzen Fahrt machten wir eine Wanderung zu einer Bergkuppe mit dem Namen „Weltenschlüssel“. Auch von hier kann man die Landschaft der Region sehr gut wahrnehmen. Liegt hier womöglich der Schlüssel der Welt?

IMG_9518

Die Kinder kletterten auf einen Baum um von weiter oben eine noch bessere Aussicht zu bekommen.

IMG_9519

Weiter ging es über schmale Pfade zu einem weiteren Bio-Bauernhof, bei dem Pferde eine besondere Rolle spielen. Dort war gerade ein Stand aufgebaut an dem man Kräuter bestimmen konnte. Der junge Landwirt erklärte einiges bezüglich den Pferden und dem Hof und dabei konnte man auch erfahren, dass in diesem Bereich womöglich bald ein oder zwei Hektar zu bekommen sein könnten. Das weckte natürlich großes Interesse.

IMG_9520

Weiter ging es  zum Dorf in dessen Nähe Hessens größte Quelle liegt. Im dem dortigen Bachlauf kühlten wir unsere Füße.

IMG_9522

Hier machten wir eine Mittagspause mit Salatbuffet in einem Restaurant der ganz besonderen Art. Die Speisen kommen, so gut es geht, direkt ganz frisch aus dem Garten nebenan.

IMG_9523

Frisch gestärkt gingen wir bachaufwärts bis zur Quelle. Einige Teilnehmer nutzen die Möglichkeit und badeten direkt im kalten, frisch heraus sprudelnden, Trinkwasser.

IMG_9525

Danach fuhren wir zu einem 5 Hektar Projekt mit Tagungshaus und dann zu uns an den Triesch für eine Gartenführung durch die lebenden Häuser.

IMG_9527

Das Wetter schlug plötzlich um, es wurde gewittrig und es kam starker Regen. So brachen wir die Führung ab und trockneten sowie wärmten uns am Ofen im Waldgärtnerhaus.

Abends machten wir uns noch Gedanken über das was wir erlebten und über das was wir uns wünschen.

Den Sonntag starteten wir mit der Fortsetzung der Führung am Triesch, dann ging es weiter zu einem 1-Hektar Projekt auf ehemaliger Industriefläche, dann vorbei an der regionalen Dorfschule zum Schrebergartengelände. Dort bekamen wir eine Führung durch die Gartenstücke, von denen einige frei und daher sofort verfügbar sind. Weiter ging es dann zu einem Hof auf dem ‚Ferien auf dem Bauernhof‘ angeboten wird. Diese besonders für Kinder einladende Adresse ist gut geeignet für einen selbständigen Urlaub um dabei die Region auf eigene Faust zu erkunden.

Sicher war dieses Wochenende gelegentlich recht hektisch. Jedes Projekt, jeder Reisepunkt ist weit mehr wert als dort nur ein paar Minuten zu verbringen. Doch wollten wir einen Überblick bieten. Dies wurde erreicht. Weitere Erkundungen können jetzt eigenmächtig stattfinden.

Im übrigen haben 10 Teilnehmer des Wochenendes unsere Region für sehr interessant gefunden und beginnen mit der konkreten Überlegung ob sich hier die eigene Perspektive findet. Ein Teilnehmer hat sogar direkt am darauffolgenden Montag im Schrebergartengelände seinen Platz gefunden und wird dort ab Anfang Juli mit dem Gärtnern beginnen.

Diese Veranstaltung hat so viel Interesse ausgelöst, dass wir sie am 22.-24. Juli wiederholen:
http://www.waldgartendorf.de/seminare-veranstaltungen.html

 

Donnerstag 16. Juni 2016

eBook lebende Brücken

Ende April hatte ich eingeladen für einen Workshop „lebende Brücken“.

Zum Workshop hatten sich sechs Teilnehmer angemeldet, von denen dann zwei wieder kurzfristig absagen mussten. So waren wir, inklusive mir, zu fünft. Während des Baus erwies sich diese Gruppengröße dann als ganz passend. Am Freitag bewegten wir zuerst ein paar der schon gefällten Weiden in die Nähe der zukünftigen Brücke. Danach ging es weiter mit Theorie von Pflanzung und Statik. Im Lauf des Samstag haben wir eifrig gearbeitet und eine schöne Brücke ist entstanden!

Hier ein Bild während der Bauphase. Die Stämme sind 4 Meter lang:

IMG_9410

Hier ein Blick von der Seite:

IMG_9412

Die Brücke ist fertig! Der Belastungstest zeigt die Stabilität:

IMG_9436
Die Stämme wurzeln auf der einen Seite. Am anderen Ende treiben sie Äste nach oben. Auf den Stämmen liegen Steinplatten.

IMG_9498

IMG_9499
Über diese Brücke, die Entstehung, den Bauworkshop usw. gibt es ein ausführliches eBook zu kaufen!

Dienstag 24. Mai 2016

Das neue Waldgärtner-Spiel

Vom Wissen über die Pflanzenarten.

Geschichten aus der vedischen Zeit finden sich im Anastasia Band 6:

Zitat aus Band 6, Seite 119:
„Auf dem ausgewählten Grund und Boden mit einer Größe von einem Hektar oder mehr projektierten die Verliebten ein reales Leben. Sie sollten nunmehr gedanklich ein Haus projektieren, für viele Pflanzenarten einen Platz bestimmen, und alles sollte zusammenwirken und einander unterstützen.“

Zitat aus Band 6, Seite 140:
„Erinnere dich zum Beispiel, ich habe dir gezeigt, wie der hübsche Radomir mit seiner Braut Ljubomila das vollkommene Projekt eines Familienlandsitzes erschuf. Ich sagte dir bereits, etwas Derartiges könnten Wissenschaftler, die in der modernen Wissenschaft als Vorreiter gelten, heute nicht auf die Beine bringen. Selbst dann nicht, wenn sie sich zu dem Zweck zusammenschließen würden.
Wie konnte dann aber der junge Mann damals allein ein solches Wunder vollbringen? Woher kannte er die Namen aller Pflanzen, die Bedeutung der Winde und die Vorbestimmung der Planeten und vieles andere? Er saß doch nicht auf einer gewöhnlichen Schulbank. Er hatte die Wissenschaften nicht studiert. Woher kannte der junge Mann die Bestimmung jeder der 530.000 Pflanzenarten? Von dieser Zahl nahm er lediglich 9.000, aber er legte die gegenseitige Wechselwirkung jeder Pflanze mit den anderen genau fest.“

In Anastasia Band 7 stehen Formulierungen für die heutige Zeit, die Traktate für den Weg in Richtung der Familienlandsitze:

Zitat aus Band 7, Seite 72:
„Eines Morgens bei Sonnenaufgang wacht ein Mensch in seinem Haus auf und geht anschließend in den Garten seines Familienlandsitzes, in dem mehr als dreihundert für ihn bekömmliche Pflanzenarten gedeihen.“

Zitat aus Band 7, Seite 82:
„In seinem eigenen Freiraum und nach Möglichkeit durch seiner eigenen Hände Arbeit muss jeder Mensch dann einen Garten mit Früchte tragenden Pflanzen anlegen. Dabei sollte er nur solche Pflanzen für seinen Garten auswählen, die ihm seiner Meinung nach schmecken und gut tun. Wenn ein Mensch zum Beispiel schon vorher weiß, dass ihm rote Johannisbeeren nicht schmecken, dann sollte er auch nicht viele davon anpflanzen. Auf dem Land eines Landsitzes sollten nicht weniger als dreihundert langjährige Pflanzenarten wachsen.“

So weit so gut. Nur wer kennt schon 300 bekömmliche Pflanzenarten?
Wobei der Unterschied zwischen Art und Sorte zu beachten ist: Beispielsweise ist „Kulturapfel“ (Malus domestica) eine Art. Die bekannten Unterschiede, wie Boskopf, oder Elstar sind Apfelsorten. Es wäre sicher möglich hunderte an Apfelsorten aufzulisten.

Die Empfehlung lautet jedoch: 300 ARTEN, noch dazu bekömmliche, also essbare! Und „langjährig“ sollen sie noch dazu auch sein.

Jeder, der einen Familienlandsitz aufbauen will steht also vor der gleichen Herausforderung:
Wie kann man das Wissen um Pflanzenarten kennenlernen?
Das Beste wäre der elterliche Landsitz, doch den hat aktuell fast keiner.
Also beginnen wir mit der Theorie: Wie kommt man ans Wissen?

Der Weg Wissen spielerisch leicht zu vermitteln geht über das Spiel!
Genauer gesagt im Lernspiel.

Und genau passend für unseren Bedarf gibt es jetzt das Spiel:
WALDGÄRTNER

Nach jahrelanger Entwicklung, inklusive der Anlage eines eigenen Waldgartens, hat Claas Fischer aus Potsdam ein Familienspiel entwickelt.

Das Spiel WALDGÄRTNER beinhaltet Taktik, Glück und Interaktion und besitzt einen Schwierigkeitsgrad, der vergleichbar ist mit dem von „Die Siedler von Catan“ (Spiel des Jahres 1995). In zahlreichen Testrunden hat es Kinder wie Erwachsene begeistert und übt einen besonderen Reiz auf Naturfreunde und Hobbygärtner aus.

Aufgrund der enthaltenen Fülle an dendrologischen Fachinformationen ist der Kartensatz gleichzeitig einsetzbar als Arbeits- bzw. Bildungsmaterial in Praxis und Lehre (Permakultur, Gartenbau, Baumschulen, Städte- und Landschaftsplanung, etc.)

Alle Details zum Spiel inklusive Bildern von Spielplan und Karten jetzt in unserem Webshop!
Das Spiel wird gerade fertig gestellt. Der Vorverkauf hat begonnen. Lieferung ist voraussichtlich im Juli. Aus Kostengründen ist die Auflage begrenzt. Nur wer jetzt bestellt bekommt sicher ein Exemplar.

www.waldgartendorf.de/shop/artikeldetails/product/waldgaertner-spiel.html

Das Spiel eignet sich auch als perfektes Geschenk! Passend dazu gibt Rabatt beim Kauf von 25 Spielen:
www.waldgartendorf.de/shop/artikeldetails/product/waldgaertner-spiel-25stk.html

Samstag 14. Mai 2016

Russland: ein Hektar Land für jeden!

Jetzt berichtet auch das Handelblatt von Putins Initiative der Landvergabe: Im „fernen Osten“ kann jeder Russe einen Hektar Land bekommen, gratis!

Der ferne Osten ist ein sehr großes Gebiet: über 6 Millionen Quadtratkilometer
https://de.wikipedia.org/wiki/Ferner_Osten_%28F%C3%B6derationskreis%29

Zur Vorstellung der Lage: Die Breitengrade des Gebietes liegen grob vergleichbar zwischen Nord-Norwegen und Italien.

Artikel im Handelsblatt:
http://www.handelsblatt.com/politik/international/russland-vergibt-grundbesitz-putins-geschenke-fuers-volk/13536266.html

Die Vision von Anastasia wird immer greifbarer. Sicher werden wir auch in Deutschland bald einen Hektar pro Familie geschenkt bekommen.

Interessanterweise hetzt die Zeitung „Welt“ gegen Putin. In der Codierung des Artikels mit dem Titel „Deutsche Bauern – solide, bodenständig, bald pleite“ steckt als html-Überschrift dieser Satz: „So treibt Wladimir Putin deutsche Bauern in den Ruin“:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article155248423/Deutsche-Bauern-solide-bodenstaendig-bald-pleite.html

In dem Text findet man allerdings andere Ursachen für den bald eintretenden Ruin:

„Als Reaktion auf die EU-Sanktionen gegen Russland verhängte Moskau ein Importverbot für Molkereiprodukte, Rind- und Schweinefleisch, Gemüse und Obst aus Ländern der Europäischen Union.“

Die Ursache liegt also nicht bei Putin sondern bei den EU-Sanktionen.

Etwas weiter im Text kommen noch ein viel passendere Zitate:

„Heute haben vor allem die Betriebe Probleme, die genau das taten, was ihnen die Politik geraten hatte: wachsen, größer werden, investieren.“

„Die deutsche Land- und Viehwirtschaft ist heute ein teures Panoptikum moderner Technik.“

„Die meisten Betriebe kaufen Landmaschinen auf Kredit. Wer das Bauernsterben der letzten Jahrzehnte überlebt hat und den Ratschlägen der Agrarverbände und der Landwirtschaftspolitik gefolgt ist, sitzt nun nicht nur auf hohen Festkosten, sondern plötzlich in der Schuldenfalle.“

Ich wiederhole: … die taten, was ihnen die Politik geraten hatte, …. und den Ratschlägen der Agrarverbände gefolgt ist…

Ja, dass hätten sie lieber nicht tun sollen, die technikverliebten und am Tropf von Fördermitteln hängenden Landwirte.
Der alte Spruch muss wohl aktualisiert werden: Die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln. Neu heißt es: Die dümmsten Landwirte ernten die größten Schulden.

Der Ruin dieser sinnleeren Naturvergiftung und Bienenmassenmörder-Unternehmen ist hoffentlich sehr bald erfolgt. Dann gibt es auch hierzulande viel viel Platz. Bevor die Flächen einfach so verbuschen und der Wald sich breit macht, werden die Menschen wohl aufs Land ziehen und ihren Hektar bestellen, bepflanzen und bewohnen. Dann ernten sie auch wieder heilsame Lebensmittel statt krank machende aufgedunsene wertlose und überteuerte Nahrungsmittel.

Es sind also hoffnungsfrohe und glückliche Zeiten in greifbarer Nähe.

###

Nachtrag: Dieses Angebot gilt auch für Ausländer, siehe:

https://deutsch.rt.com/russland/38167-landerschliessungsprojekt-im-osten-russlands-soll/

Dienstag 10. Mai 2016

Etikettenschwindel bei Honig

Vor vielen Jahren fand ich auf Honiggläsern einen inhaltlich schwachsinnigen Satz:

„Wie andere Rohkost auch ist Honig für Säuglinge unter 12 Monaten nicht geeignet.“

Gestern habe ich mal wieder auf handelsübliche Honiggläser geblickt und den Satz wieder gefunden:
Alnatura, Bio-Vielblütenhonig, 500gr
(Bilder zum Vergrößern anklicken)

IMG_9466

IMG_9467

Gestern habe ich einen noch schwachsinnigeren Satz entdeckt:
Bihophar Fairtrade Wildblütenhonig, 500 gr

IMG_9470

IMG_9469

Dort steht: „Durch seine Naturbelassenheit ist Honig für Säuglinge unter 12 Monaten nicht geeignet“

Ganz krass wird es wenn man google bemüht:

Google Suche nach „Wie andere Rohkost auch ist Honig für Säuglinge unter 12 Monaten nicht geeignet.“

627 Ergebnisse!

Google Suche nach „Durch seine Naturbelassenheit ist Honig für Säuglinge unter 12 Monaten nicht geeignet“

106 Ergebnisse!

Es ist also kein Einzelfall, sondern schon eine Art Seuche.

Haben die Texter der Etiketten überhaupt noch ein Hirn um selber zu denken? Selbst wenn Honig für Kleinkinder kritisch wäre, so sind die Begründungen absolut falsch:

„Wie andere Rohkost auch …“
„Durch seine Naturbelassenheit …“

Hallo????? Man könnte Schreien bis die Regale der Supermärkte einstürzen.

Was ist die naturgemäße Nahrung für Kleinkinder? Also auf meinem Planeten unter Menschen ist das Muttermilch.
Diese Muttermilch ist roh und naturbelassen. Beides: Rohkost und Naturbelassenheit ist also unmöglich als Grund zu benennen um ein Nahrungsmittel als ungeeignet für Säuglinge zu bezeichnen!

(Für Ausserirdische von anderen Planeten sowie für Bioroboter mag es andere Nahrung geben, die Kleinrobotern gegeben werden sollte, zB Schmieröl und Benzin.)

Ich nenne diese Sätze auf Honiggläsern Etikettenschwindel:

Etiketten dienen der vereinfachten Information über den Inhalt und den Kontext eines Gegenstandes. Im Gegensatz zu einem ausführlichen Datenblatt muss das Etikett dabei den Kompromiss zwischen umfassenden, korrekten Fakten und einer kurzen, allgemeinverständlichen Übersicht finden. Wird diese Vereinfachung missbraucht, so spricht man vom „Etikettenschwindel“.

Verstärkt wird die Möglichkeit des Etikettenschwindels durch die Nutzung des (Waren-)Etiketts als Werbefläche. Da diese Werbefläche maßgeblich zum Verkaufserfolg der Ware beiträgt, entsteht eine Konfliktsituation:

  • das Etikett soll eine vereinfachte, wahrheitsgemäße Inhaltsangabe liefern, und
  • das Etikett soll eine verkaufsfördernde Funktion erfüllen (bei der die Wahrheit nebensächlich ist).

(Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Etikettenschwindel)

Punkt 1: Die Honigaussagen sind nicht korrekt.
Punkt 2: Die Honigaussagen sind nicht kurz.
Punkt 3: Die Honigaussagen sind nicht allgemeinverständlich.
Punkt 4: Die Honigaussagen sind nicht vereinfacht.
Punkt 5: Die Honigaussagen sind nicht wahr.
Punkt 6: Die Honigaussagen sind nicht verkaufsfördernd.

Zum Vergleich des Schwachsinns ein anderer Satz:
„Wegen der gelben Farbe sind Bananenschalen nicht zum Schuheputzen geeignet.“

Schon im Jahr 2008 habe ich im Imkerforum auf die schwachsinnige Honigglas-Formulierung hingewiesen. Dies hat leider nicht gereicht, diese Formulierungen verschwinden zu lassen. Mal sehen ob nun dieser Blogeintrag etwas bewirkt.

Donnerstag 28. April 2016

Tigchel-Speicherofen Prüfzertifikat: über 90% Effizienz!

Vor wenigen Wochen kam ein Tigchel Speicherofen 6D in den Niederlanden auf den Prüfstand eines unabhängingen Prüfinstituts. Der 6D ist zwei Nummern kleiner als der bei uns im Februar aufgestellte 10D. Der 6D ist 150 cm hoch und ist empfohlen für Räume von 40-60m² (150 m³). Laut dem bisherigen Herstellerdatenblatt hat der 6D einen Wirkungsgrad von 87%. Der neue Prüfbericht bescheinigt eine Energieeffizienz von 91,9%. Offensichtlich ist der Hersteller mit der Angabe 87% auf Nummer sicher gegangen, frei nach dem Motto: „lieber untertreiben als übertreiben.“ Die Angabe 91,9 liegt ca. 5,6% über dem bisherig angegebenen Wert.

Das Herstellerdatenblatt unseres 10D gibt einen Wirkungsgrad von 93% an. So weit ich gehört habe sollen neben dem 6D demnächst auch alle anderen Modelle auf den Prüfstand. Es würde mich nicht wundern wenn beim Test des 10D ein deutlich höherer Wirkungsgrad als 93% herauskommt. Wenn hier genauso die Werksangabe 5,6% tiefer liegt als der tatsächliche Effizienzwert, dann könnte beim Prüfzertifikat des 10D eine Energieeffizienz von 98% herauskommen. Wir werden sehen.

Hier der Prüfbericht vom 6D:

tigchel-6D-pruefzertifikat

Hinweis: Die Angabe „Thermal Output“ 22 kWh ist zu Betrachten in Kombination mit der Speichermasse des Ofens. Die durch den Brennvorgang freigesetzte Energie wird im Lauf von ca. 10 Stunden an den Raum abgegeben.

Bildquelle: http://www.tigchelkachels.nl/nieuws?news_id=304910

Dienstag 26. April 2016

30 Jahre danach: Die Halbwertszeit von Cäsium-137 ist nun rum

Vor genau 30 Jahren explodierte der Atomreaktor in Tschernobyl. Neben vielen anderen radioaktiven Substanzen flog auch massig Cäsium-137 in die Luft. Dieser Stoff hat eine Halbwertzeit von 30 Jahren. Das bedeutet, dass jetzt, 30 Jahre später, die Hälfte der strahlenden Atom aufgehört haben zu strahlen. Und was ist in weiteren 30 Jahren? Also am 26.4.2046? Sind dann alle Cäsium-137 Atome ungefährlich geworden? Mitnichten. Dann ist lediglich die Hälfte der jetzt noch verbliebenen Hälfte unschädlich. Das heißt, 2046 ist noch ein Viertel am strahlen. 2076 noch ein Achtel 2106 noch ein sechzehntel und so weiter. Grob gesagt ist nach zehn Halbwertszeiten, also im Jahre 2286 das radioaktive Cäsium-137 so weit abgeklungen, dass man es als ungefährlich betrachten kann.

Was hat die Menschheit aus dem Desaster gelernt? Meiner Beobachtung nach einiges. Viele Menschen wollen diesen Irrsinn nicht mehr. Allerdings fehlt bei vielen noch die konkrete Handlung.

Was haben die Politiker aus dem Desaster gelernt? Meiner Beobachtung nach praktisch nichts.
Zu Politikern passt der Satz: «Es ist sehr schwierig, einem Mann eine Sache beizubringen, dessen Gehalt davon abhaengt, sie nicht zu verstehen.» (Upton Sinclair)

Im übrigen dienen Windräder und Solarkraftwerke NICHT der Abschaffung der Atomkraftwerke. Ich erspare meinen Bloglesern Ausführungen von meiner Seite. Entweder hat man durch eigene Gedankenleistung schon verstanden warum oder man möge sich mit Texten eines echten Fachmanns beschäftigen. Als Einstieg zum Thema Gefahr von AKWs möge diese Seite dienen. Darüber findet man ein paar Links für weitere Studien:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=208864

Für mich war das Ereignis vor 30 Jahren der Durchbruch. Nach dem Auftakt bei Wackersdorf
http://www.konstantin-kirsch.de/2015/12/dreissig-jahre-wackersdorf.html
gab mir Tschernobyl die restliche nötige Energie mein Leben grundlegend auszurichten auf die Erforschung und Entwicklung von wirklichen Lösungen, die den üblich gewordenen Irrsinn weder fördern, noch rechtfertigen sondern ihn unnötig machen, aushungern, ersetzen.

Ach ja, da gab es noch vor 5 Jahren, also 25 Jahre nach Tschernobyl, so einen klitzekleinen Zwischenfall in Japan:
http://www.konstantin-kirsch.de/2011/03/die-atomare-ablenkung-vom-wesentlichen.html

Das ganze Gelaber von „erneuerbaren“ Energien wirkt auf mich ungefähr so absurd wie wenn man debattieren würde ob die rote Farbe von einem Ferrari aus wasserlöslichem Lack mit Bio-Pigmenten besteht, oder ob die Farbe auf Erdölbasis angemischt ist. Ich meine, man könnte auch das Konzept „Sportwagen“ grundsätzlich in Frage stellen … aber dann sind wieder (Schöpfungs-zerstörungs-) Arbeitsplätze in Gefahr …

Es gibt meines Wissens nur eine einzige bedeutende Bewegung, die ein grundlegend neues Leitbild verfolgt und auch weiter ausbaut. Sicherlich kenne ich nicht alle Ansätze einer grundlegenden Wandlung in Richtung eines sinnvollen Lebens, aber es wird mir doch seit Jahren so allerhand zugetragen.

Wer wirklich ernsthaft daran interessiert ist eine sinnvolle lebenswerte Zukunft mit aufzubauen möge sich mit den Inhalten dieser TV Interviews beschäftigen: http://www.waldgartendorf.de/anastasia.html#band1

Freitag 22. April 2016

Workshop 29. April bis 1. Mai – lebende Bruecke und lebendes Tragwerk pflanzen

Willst Du in Deinem Garten, auf Deinem Landsitz, einen Teich haben? Sicher!
Willst Du am Ufer des Teiches einen Steg haben oder über einen Bach eine Brücke? Kann ich mir gut vorstellen!
Willst Du einen Unterstand haben, unter dem Du Sachen vor Regen geschützt ablegen und abstellen kannst? Kann ich sehr empfehlen!

Am Wochenende 29.4. bis 1.5. bieten wir einen Workshop der besonderen Art:
Wir pflanzen eine lebende Brücke und erstellen lebende Tragwerke für einen Unterstand.

Vielleicht tanzen wir über die Brücke in den Mai …

Beide Bauwerke sind so konstruiert, dass sie viele Jahrzehnte am Leben bleiben und ihre Funktion erfüllen. Im Unterschied zu den lebenden Brücken in Indien (siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Lebende_Brücke) wird unsere Brücke sofort benutzbar sein und trotzdem leben! Über die Brücke mache ich mir seit 15 Jahren Gedanken. Jetzt wird sie gepflanzt!

Ein Unterstand ist meines Erachtens das wichtigste Bau(m)werk, wenn man mit der Gestaltung des eigenen Landsitzes startet. Sei es das Fahrrad, Gartenwerkzeug, Baustoffe oder Gepäck von Gästen:
Schutz vor Regen und Schnee ist ganz von Anfang an sehr wertvoll. Passend für die Vision eines lebenden Waldgartens ist es natürlich wenn das Tragwerk des Unterstandes lebt. In diesem Sinne habe ich vor ein paar Jahren einen ersten Unterstand gepflanzt und dabei erfahren, dass nur eine Baumart geeignet ist für diese Bauweise.
Im Unterschied zur Brücke (gänzlich neu) werden wir also bei dem Unterstand nicht ganz von vorn anfangen. Dazu würde auch die Zeit an einem Wochenende gar nicht reichen. Wir werden die Tragwerksteile, die aus unpassender Baumart gefertigt waren, entfernen und mit der Baumart ersetzen, die sich bewährt hat.

Das Wetter soll passend sein: Trocken, sonnig, mild und noch dazu gute Pflanzzeit.

Selbstverständlich ist auch Raum für alle Fragen bezüglich lebenden Häusern, Permakultur und so weiter.

Zeit: 29. April 2016 18:00 – 1. Mai 2016 14:00
Am Sonntag um 15 Uhr findet im übrigen die erste öffentliche Projektführung des Jahres statt.

minimale Teilnehmerzahl: 3
maximale Teilnehmerzahl: 10

Anmeldung bis spätestens Mittwoch, 27. April 2016 über:
Telefon: 06627 915310

Dienstag 19. April 2016

Experiment: 90° Sonnenfalle

Letztes Jahr machte ich Feldforschung bezüglich Sonnenfallen:
http://www.konstantin-kirsch.de/2015/07/sonnenfallen-feldforschung.html

Insgesamt habe ich an vier Tagen die Modelle aufgebaut und jede Stunde die Temperaturen der einzelnen Oberflächen gemessen sowie Bilder des Schattenwurfs gemacht: 1. Juli, 3. August, 31. August, 2. Oktober

Da die Schattenwürfe im Frühling denen im Herbst gleichen sind diese Tests für das ganze Jahr aussagekräftig.

Mehrere Ideen für optimierte Sonnenfallen sind entstanden. Deutlich wurde, dass die klassische Form eines U nach Süden viele Nachteile mit sich bringt. Die parallelen Schenkel des U geben über lange Zeit Schatten. Besser ist es wenn die Schenkel einen Winkel von mindestens 90° bilden.

Um Erfahrungen in der Praxis mit lebenden Pflanzen zu bekommen habe ich gestern eine Sonnenfalle für eine Tafeltraube gebaut. Aus sechs der quadratischen Test-Platten habe ich eine ca. 190 cm hohe Sonnenfalle errichtet. Drei senkrecht eingeschlagene Pfosten geben Halt. Der Innenraum mit der Rebe öffnet sich mit 90° nach Süden. Zur Befestigung der Tafeltraube sind ein paar Drähte gespannt.

Südseite (der helle Holzpfosten wird noch dunkel gestrichen, für das Foto ist es jedoch geschickt ihn noch zu sehen):

IMG_9357-B

Nordseite:

IMG_9358-B

Jetzt bin ich interessiert ob die Weinrebe Blüten ansetzt und Früchte trägt, was sie bisher nie gemacht hatte als sie einfach nur an zwei Holzstäben hochgebunden war. Schön wirkt nun diese dunkle Säule im Garten nicht gerade. Wenn jedoch die gewünschte Funktion erfüllt wird, bin ich schon mal zufrieden. Dann überlege ich mir gerne noch wie diese Konstruktion in den Garten harmonischer eingebettet wird.

Donnerstag 14. April 2016

Bäume im Kohlenstoffaustausch

Diese Nachricht finde ich wissenswert:

Quelle:
https://idw-online.de/de/news649473

Überraschung im Wald: Bäume tauschen untereinander Kohlenstoff aus
Reto Caluori Kommunikation & Marketing
Universität Basel

Waldbäume nutzen Kohlenstoff nicht nur für sich – sie tauschen auch grosse Mengen davon über ihre Wurzeln mit Nachbarbäumen aus. Diese Entdeckung machten Botaniker der Universität Basel, wie sie im Wissenschaftsmagazin «Science» berichten. Der intensive Kohlenstoffhandel von Baum zu Baum – auch zwischen verschiedenen Arten – verläuft über symbiotische Pilzfäden im Boden.

Dass Pflanzen durch die Fotosynthese Kohlendioxid aus der Luft aufnehmen, ist bekannt. Der dabei entstehende Zucker wird zum Bau von Zellulose, Holzstoff (Lignin), Eiweiss und Fett verwendet, also der Grundbausteine der Pflanze. Während ein Baum wächst, wird Zucker von den Blättern zu den Wachtumsstellen transportiert: zu den Zweigen, Stämmen, Wurzeln und den mit diesen verbundenen Wurzelpilzen (Mykorrhizapilze).

Bäume mit Kohlenstoffdioxid begast

Dr. Tamir Klein und Prof. Christian Körner von der Universität Basel sowie Dr. Rolf Siegwolf vom Paul-Scherrer-Institut (PSI) berichten nun, dass der Zuckertransport weiter geht als bisher angenommen. In einem Waldstück nahe Basel nutzten sie einen Baukran und ein Netzwerk feiner Schläuche, um die Kronen fast 120 Jahre alter, 40 Meter hoher Fichten mit Kohlendioxid zu begasen, das mit einer Markierung versehen war. Dafür benutzten die Forscher ein Kohlendioxid, das gegenüber normaler Luft eine tiefere Konzentration des seltenen, etwas schwereren 13C-Kohlenstoffatoms aufweist.

Während das markierte Kohlendioxid für die Bäume keinen Unterschied macht, konnten die Botaniker seine Spur mit einem Atom-Massen-Spektrometer im ganzen Baum verfolgen. So liess sich der durch die Photosynthese aufgenommene Kohlenstoff von den Baumwipfeln bis zu den Wurzelspitzen nachweisen. Die Forscher fanden, dass der markierte Kohlenstoff nicht nur in neuen Wurzeln der behandelten Fichtenbäume auftaucht. Dasselbe Signal trugen auch die Wurzeln benachbarter Bäume, die nicht markiert worden waren – auch von anderen Baumarten.

«Wald mehr als Summe der Bäume»

Der einzige Weg, auf dem der Kohlenstoff von der Fichte zur Buche, Föhre oder Lärche – oder umgekehrt – gelangen konnte, war jener über die dünnen Fäden der gemeinsamen Mykorrhizapilze. Pflanzen im Unterholz blieben völlig unmarkiert, weil sie andere Pilzpartner haben als die Bäume. Den entdeckten wechselseitigen Transport grösserer Kohlenstoffmengen zwischen ausgewachsenen, nicht verwandten Baumarten in einem natürlichen Mischwald bezeichnet die die Gruppe als «sehr überraschend».

Die Entdeckung stelle die Individualität des Baums in Bezug auf seinen Kohlenstoffhaushalt infrage, so die Botaniker weiter. Wichtig sei das Resultat der vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Studie auch, weil der in Bäumen gespeicherte Kohlenstoff den bedeutendsten Bestandteil der Biosphäre darstellt. Zudem werden neue Dimensionen der Rolle der Mykorrhizapilze im Wald eröffnet: «Der Wald ist offensichtlich mehr als nur die Summe von Bäumen», kommentiert Prof. Christian Körner das Ergebnis.

Originalbeitrag
Klein T, Siegwolf RTW, Körner C
Belowground carbon trade among tall trees in a temperate forest
Science Magazine (2016) | DOI 10.1126/science.aad6188

###
Nachtrag von Konstantin:
Das zugehörige Bild wirft Fragen bei mir auf:
https://idw-online.de/de/newsimage?id=273389&size=screen
Wenn das markierte CO2 durch Schläuche in die Baumkronen angegeben wird ohne die Baumkronen zb mit Folie einzupacken, weht das Gas nicht einfach auch zu Nachbarbäumen?
Das Bild ist auch in diesem englischen Beitrag:
http://phys.org/news/2016-04-trees-carbon.html