Konstantin Kirsch

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Freitag 15. September 2017

Vortrag und Buchvorstellung „Das Neue Dorf“

Dieser Vortrag, bzw. dieses Buch, betrifft im engeren Sinn die Permakultur, also die nachhaltige Kulturentwicklung.

Genauer betrachtet betrifft es jedoch praktisch jeden.

Wenn alle Menschen in die Städte ziehen, stirbt das Land – und daraufhin auch die Stadt – denn die Stadt ist abhängig vom Land.

Wenn wir jedoch neue Dörfer entstehen lassen, dann hat Land UND Stadt eine Chance.

Den Autor und Referenten Prof. Dr.-Ing. Ralf Otterpohl kenne ich seit vielen Jahren und freue mich über die entstandene, gegenseitig bereichernde Freundschaft.

Er hat sich intensiv mit Abwasserreinigung, Komposttoiletten und Humus beschäftigt. Seit einiger Zeit interessiert ihn immer mehr der Zusammenhang zwischen Siedlungsformen und der Wechselwirkung auf Humus und Wasser. So kam er auf die Vision des neuen Dorfes.

Jetzt ist sein neues Buch frisch von der Druckerei gekommen!

Das Neue Dorf
Vielfalt leben, lokal produzieren, mit Natur und Nachbarn kooperieren
Autor: Ralf Otterpohl
Verlag: oekom
Taschenbuch, 180 Seiten
20 Euro

Bei uns im Shop erhältlich:
http://www.waldgartendorf.de/shop/artikeldetails/product/das-neue-dorf.html

In den vergangenen Tagen habe ich das Buch durchgelesen und bin sehr erstaunt. So viele Ideen und Hinweise auf weltweit vorhandene Projekte ist einfach nur beeindruckend. Es ist ein richtungsweisendes Mutmach-Buch!

Ganz besonders freue ich mich, dass wir Ralf gewinnen konnten bei uns einen Vortrag zu halten über die Vision „Das neue Dorf“. Dabei wird er selbstverständlich auch das neu erschienene Buch vorstellen.

Am kommenden Sonntag, den 17. September 2017, ist es so weit.
Zeit: 18 Uhr.
Ort: Waldgärtnerhaus, Schulstraße 1, 36214 Nentershausen
Eintritt: 10 Euro

Mehr Details zum Vortrag und Buch:
http://www.waldgartendorf.de/seminare-veranstaltungen.html#dasneuedorf

Montag 4. September 2017

Ernährung für ein nachhaltiges Leben: Gundry-Style

Das Buch „The Plant Paradox“ von Dr. Steven Gundry gibt Antworten auf viele offene Fragen zur gesunden Ernährung:

Vor ein paar Tagen hatte ich im Blog-Post „Warnung vor Soja“ einen Hinweis auf dieses Buch gegeben.

Soeben habe ich eine ausführliche Seite zum Thema Gundry-Style geschrieben. Ich sehe in diesem Ernährungsstil sehr viel Potential für Gesundheit, Permakultur und das leben in Waldgartendörfern:

http://www.konstantin-kirsch.de/gundry-style

Der Link dazu findet sich auch ganz oben links, im Hauptmenue des Blogs.

Nun lade ich alle Interessierten ein, die Kommentarfunktion zu nutzen für Fragen, Erfahrungen und Austausch.

Sonntag 3. September 2017

Prophezeihungen

Vor ein paar Tagen bekam ich eine besorgte eMail einer guten Freundin:

Hallo Konstantin,
kennst du Alois Irlmaier, ich bin geschockt, […]

Meine spontane Antwort war:

Liebe xxxxx,

den Alois Irrt-sich-maier habe ich noch nicht getroffen, aber von ihm
gelesen habe ich schon ein wenig.
Interessiert mich aber nur wenig seit den Anastasia Büchern.
Es gibt ja auch den Nostradamist – äh muss.

Wir Menschen sind fähig ins Schöpferbewusstsein zu gelangen und dann
spielen diese Prophezeihungen keine Rolle mehr weil diese nur eine
Möglichkeit bzw. Tendenz aufzeigten, oder eine Aussicht waren, WENN alle
so weiter machen wie bisher. Sobald aber nur ein Mensch sein Leben anders
lebt als damals geplant, er also kreativ schöpferisch tätig ist, dann geht
alles in eine andere Richtung.

Was hat Dich denn an Alois geschockt?
[…]

Darauf ihre erneute Antwort:

http://www.viversum.de/online-magazin/alois-irlmaier-prophezeiungen

ich bin beruhigt, werde aber trotzdem den Katastropenschutzplan mit
meinem Mann bearbeiten… ihn hat das jetzt auch irgendwie angestachelt.

*Die Vorzeichen des Dritten Weltkriegs schildert Irlmaier folgendermaßen:*

– Wohlstand wie nie da gewesen
– Glaubensabfall und Verfall der Sitten
– Eine große Anzahl Fremder strömt ins Land
– Wertverlust des Geldes
– Revolutionen im Land

[…]

Vermutlich haben viele Leser meines Blogs schon vor Irlmaier und seinen seherischen Fähigkeiten und seinen Prophezeihungen gehört oder gelesen. Leicht kann man bei solchen „Voraussagen“ in Angst, Aussichtlosigkeit, Starre, Verzweiflung usw. verfallen. Wenn man jedoch bedenkt, dass es vielfältige Möglichkeiten der verzerrten Wahrnehmung gibt, dann sieht die Sache etwas anders aus. Hier eine Liste bei Wikipedia, die aufzeigt, dass es sehr viel Auswahl gibt, die wahre Realität verzerrt wahrzunehmen: https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Kognitive_Verzerrung

Ich nehme jetzt nur mal einen heraus: „Bestätigungsfehler“
Zitat: … die Neigung, Informationen so auszuwählen, zu ermitteln und zu interpretieren, dass diese die eigenen Erwartungen erfüllen.

Zurück zu den angeblichen Vorzeichen eines Dritten Weltkrieges (siehe oben).
Wenn man liest: „Wohlstand wie nie dagewesen“, dann kann man das interpretieren, dass dies aktuell der Fall sei. Auch bei „Glaubensabfall und Verfall der Sitten“ sowie bei „Eine große Anzahl Fremder strömt ins Land“, kann man dies als Jetzt-Zeit interpretieren. Von einem drohenden Geldverfall dürften einige auch schon gehört haben usw.

Wenn man jedoch anders an die Sache heran geht, kann man es auch anders interpretieren:
Es kann noch weit mehr Wohlstand geben wie jetzt (ich kenne viele, die nicht wirklich viel Wohlstand haben).
Es glauben immer noch sehr viele an Geld, an Technik, an Staat, an Sicherheit, an Wissenschaft, an …
Auch „Sitte“ verfällt aktuell nicht unbedingt sondern wandelt sich. Viele fühlen es z.B. als Unsitte, wenn sie erfahren, dass ich kein Handy habe. Sitte hat viel mit Gewohnheiten zu tun.
Und dann zu dem Punkt der „vielen Fremden“, die ins Land strömen. Nun, wie fremd sind denn die Flüchtlinge? Und sind es wirklich „viele“? Beides ist relativ. Menschen aus südlichen Ländern, von Syrien bis Afrika, sind keine Ausserirdischen Sie sind Menschen und damit uns Deutschen sehr verwandt. Insbesondere gilt dies, da angeblich die Wiege der Menschheit in Afrika gelegen haben soll. Meiner Vermutung nach würden dunkelhäutige Afrikaner, wenn sie nur lange genug in lichtarmen Regionen wie Deutschland leben würden (damit meine ich einige hunderte Generationen lang) auch hellhäutig werden, weil dies eine natürliche Anpassung an veränderte Umgebungsparameter ist. Ich vermute allerdings auch, dass die meisten angekommen Flüchtlinge schnell merken, dass sie hier nicht wirklich glücklich werden und zügig wieder in ihre Heimatregion zurückkehren – spätestens wenn der Punkt „Wertverlust des Geldes“ eingetreten sein sollte.

Und mit „Revolutionen“ kann man auch ganz unterschiedliches interpretieren. Manche sehen darin Gewalt auf den Strassen, manche den Sturz einer Regierung, ich sehe darin aber z.B. auch die Zerstörung von Wäldern durch Windräder.

Laut Definition von wikipedia steht Revolution für:

ein grundlegender und nachhaltiger struktureller Wandel eines oder mehrerer Systeme, der meist abrupt oder in relativ kurzer Zeit erfolgt.

Ich sehe, dass der Menschheit etwas viel heftigeres ins Haus steht als eine Revolution, die sich auf eine Änderung von Strukturen bezieht: Es bahnt sich an, dass das Herz bedeutender wird als äußere Strukturen.

Diesbezüglich habe ich einen passenden Text gefunden im Buch „Unendliche Liebe“ von Glenda Green (Seite 250 f.):

Eine große Veränderung im Herzen kann – vor allem, wenn sie von vielen erfahren wird – alle vorherigen Prophezeihungen verändern. Vor zweitausend Jahren, als ich [Jesus] auf der Erde wandelte, waren die Bedingungen so, dass es innerhalb der nächsten fünfhundert Jahre eine riesige Umwälzung hätte geben können. Doch es geschah nicht.
[…]
Und zwei- bis fünfhundert Jahre später hätte es eine weitere erdgeschichtliche Katastrophe geben können, und sie geschah wieder nicht. Solange die Herzen sich ändern, müssen auch die äußeren Vorhersagen ständig angepasst werden.
[…]
In diesen Zeiten bereiten die von den Prophezeihungen erwarteten Umwälzungen vielen Menschen Sorge.
[…]
Die Strukturen, die das Leben der Menschen heutzutage beherrschen, sind alle in einem Zustand der Getrenntheit und Unbewusstheit erschaffen worden. Ihr kraftvolles Momentum trägt kontinuierliche Unterdrückung in sich. Das so Erschaffene muss die Seele des Menschen unterdrücken und versklaven, um zu überleben. Wenn die Zeit der Erfüllung des Menschen kommt, wird alles zusammenstürzen, was entgegen dem Wohl der Menschen überleben will.
[…]
Es hängt zum großen Teil von der individuellen Entscheidung ab, wie die Ereignisse erfahren werden.

Wer mehr lesen will, dem lege ich das Buch ans Herz:

Dienstag 29. August 2017

Pooktre kommt nach Europa!

heute erreichte mich eine ganz überraschende Nachricht:
Peter Cook and Becky Northey, die Gründer von Pooktre, wandern aus.
Sie ziehen um von Australien nach Europa, genau gesagt nach Portugal!!

Mit ihnen kommt wohl das größtmögliche Wissen um Baum-Kreativ-Kunst nach Europa. Die Bilder auf ihrer Webseite sind mehr als erstaunlich:

Ganz besonders gelungen ist dieser Stuhl:

www.pooktre.com

Hier die heute angekommene email:

*********
Ok it’s official we are emigrating to Portugal. It’s been a while in the planning. We will be traveling to Europe in mid September. Pooktre will be starting new projects and teaching hands on how to shape trees successfully. We have so many plans it hard to know where to begin. In short we aim to help people learn more about tree lore and our proven pooktre process of shaping trees.
In Europe we plan on lecturing, organizing workshops and living art infrastructure projects, Once we are settled we want to create an open garden and exhibit our art throughout Europe.

We would be interested to hear from anyone who would like help us with achieving our goals.
*********

Ich bin immer noch sprachlos. Selbstverständlich sind Peter und Cook herzlich eingeladen mich zu besuchen. Dies habe ich umgehend per email nach Australien geantwortet. Ich hoffe sehr, dass es klappt. Gerne will ich zu so einem Treffen einladen, damit alle Interessierten Peter und Becky direkt kennenlernen können.

Freitag 25. August 2017

Von Russland in die Welt

Für die zweite Auflage des Anastasia-Indexes ist es angedacht ein Zusatzkapitel aufzunehmen. Der Anlass für diesen Schritt kam durch Kritik an den Büchern in Kombination mit mehreren Gesprächen, wie man mit der Kritik sinnvoll umgehen kann. Über die Entstehung dieser Idee habe ich am 14. August einen Blogeintrag geschrieben.

Vom Verlag habe ich die Rückmeldung erhalten, dass ich den Text vorab hier veröffentlichen darf:

Lieber Konstantin,

Danke, dass Du fragst. Die Copyright-Situation ist hier ganz klar: Du hast diesen Text verfasst und darfst daher als Urheber damit machen, was immer Du möchtest. Sicherlich darfst Du ihn also auf Deiner eigenen Website veröffentlichen. Ich würde dies sogar begrüßen, denn auf diese Weise können Leser/innen bereits dazu Stellung nehmen und Dir eventuell Hinweise geben, wie Du den Text noch optimieren kannst. Dies ist ja der große Vorteil von elektronisch publizierten Texten: Sie können jederzeit ohne großen Aufwand verändert werden.

Wenn ein Text aber erst einmal in einem Buch abgedruckt ist, kann man dies nicht mehr rückgängig machen. Man kann ja nicht alle Bücher wieder einsammeln. Daher ist es wünschenswert, dass Du diesen Text zunächst durch die Besucher Deiner Website „prüfen“ lässt und dann anhand ihrer Reaktion erkennen kannst, wie er ankommt.

Irgendwann wird sich uns die Frage stellen, ob wir den Text in die zweite Auflage des Indexbuches aufnehmen, und dann werden wir gemeinsam entscheiden. Das wird aber wie gesagt noch ein paar Wochen dauern. Und dann wird die Copyright-Situation so sein, dass Du den Text dem Govinda-Verlag für die Veröffentlichung im Buch zur Verfügung stellst, ihn aber trotzdem weiter auf Deinen eigenen Plattformen publizieren kannst. Man nennt das in der Fachsprache „nicht-exklusives Nutzungsrecht“.

Mit herzlichem Gruß

 

So lade ich alle Interessierten ein, den Text zu prüfen und Anregungen als Kommentare zu verfassen.
Die Angaben zu den einzelnen Büchern beziehen sich auch die aktuellen Ausgaben der Anastasia-Buchreihe.

 

Von Russland in die Welt

Die Anastasia-Bücher stammen vom russischen Autor Waldimir Megre und wurden ursprünglich für seine Landsleute und deren Gegebenheiten geschrieben. Die Buchreihe wird auch ‚Klingende Zedern Russlands‘ genannt. Die meisten der enthaltenen Erzählungen handeln daher auch in Russland. Es gibt jedoch eine bemerkenswerte Kurzgeschichte, die in Mitteleuropa stattgefunden haben dürfte: Die letzte Schlacht der Römer gegen die Kelten (Band 2: 74). An anderer Stelle wird auf Dolmen in verschiedenen Ländern inkl. Deutschland hingewiesen (Band 2: 225). Außerdem gibt es eine Geschichte, in der ein Deutscher eine Russin mit der wedischen Liebeserklärung anspricht: „Mit dir, die wünderschöne Göttin, dürfte ich den ewigen Raum der Liebe schaffen.“ Dieser Satz ist übrigens in den russischen Büchern exakt so in deutscher Sprache geschrieben. In der Übersetzung wurde der Satz leicht korrigiert (Band 8.2: 225).

Für das umfassende Verständnis der Anastasia-Bücher ist es beachtenswert, dass die russische Sprache sehr bildhaft ist. Eine noch so genaue Übersetzung kann sich, bezüglich der entstehenden Bilder, vom Original sehr unterscheiden. Insbesondere bei Doppeldeutigkeiten, die in Worten beinhaltet sein können, ist eine exakte Übersetzung oft unmöglich. Auch sind Begriffe wie ‚Heimat‘, ‚Familie‘, ‚Volk‘, ‚Ahnen‘, ‚Nation‘ in Russland gebräuchlich und in Deutschland vorbelastet bzw. mit anderen Assoziationen verknüpft.

Beispielsweise beinhaltet das Wort семья [semˈja], übersetzt: ‚Familie‘, im Russischen durch die zwei Wortbestandteile auch die Bedeutung: ’sieben Ichs‘. In Kombination mit der Empfehlung von einem Hektar pro Familie kann man die Anregung herauslesen, dass eine durchschnittliche Bewohnerzahl von sieben Menschen pro Hektar anzustreben sei. Übrigens ist diese Bevölkerungsdichte geeignet für eine äußerst flächensparende Siedlungsform, wohl diejenige mit der Möglichkeit des geringsten ökologischen Fußabdrucks überhaupt. Eine Stadt beansprucht extrem viel Fläche außerhalb der Stadt, insgesamt weit mehr, als wenn die Menschen in dezentralen Familienlandsitz-Siedlungen leben würden (Band 5: 122).

Das zweite Beispiel ist der in der Buchserie häufig genannte Begriff родовое поместье [rodoˈwoje poˈmestje]. Diese Wortkombination trägt auch die Bedeutung der gemeinsamen Herkunft der Familienmitglieder in sich, was der deutsche Begriff ‚Familienlandsitz‘ nicht gleichwertig wiedergibt (Band 10: 121f.). Begriffe wie ‚Familienstammlandsitz‘ oder ‚Ahnengrund‘ wurden von Lesern als womöglich bessere Übersetzung diskutiert, jedoch ist das Wort ‚Familienlandsitz‘ allgemein gebräuchlich, weil es so in den deutschen Büchern steht.

Das Interesse an den Anastasia-Büchern steigt auch im deutschsprachigen Raum laufend. Viele Menschen sehnen sich hierzulande nach globalem Frieden, nach Änderungen in ihrem Leben, nach einer lebensfreundlichen Perspektive, nach einem Ausstieg aus dem Hamsterrad und einem Einstieg ins Leben mit der Schöpfung (Band 6: 234). Sie wollen mit Hand und Herz ein Stück Land hegen, pflegen und zum Erblühen bringen. Regionale, kulturelle und religiöse Herkunft ist dabei nebensächlich. Es geht vielmehr um das gemeinsame Ziel, die Entwicklung einer lebensfreundlichen Kultur auf dem gesamten Planeten inklusive dem Schaffen eines individuellen Lebensraums, den man mit Freude betrachten kann, und den man eines Tages guten Gewissens an die Nachwelt weitergibt. „Und alles ist so unglaublich einfach: Die Menschen müssen nur ihren Hektar Land bekommen.“ (Band 5: 19)

Gleichzeitig mit dem größer gewordenen Bekanntheitsgrad ist auch Kritik aufgetaucht. Insbesondere gilt dies für Medien und (kirchliche) Institutionen, denen die Inhalte der Anastasia-Bücher gelegentlich suspekt oder gar gefährlich (für ihr Weltbild?) erschienen. Auffallend ist, dass in den Büchern schon von diesem Widerstand geschrieben steht:

Gegen die Ideen, die in der Buchreihe ‚Klingende Zedern Russlands‘ dargelegt sind, läuft eine zielgerichtete, deutliche Kampagne mit dem Ziel, ihre Verbreitung in der Gesellschaft zu verhindern.“ (Band 6: 242)

Beschimpfungen, Diffamierungen und Schmutzkampagnen gehen oft einher mit Beleidigung, übler Nachrede oder Verleumdung. Statt reflexartig zurückzuschlagen, kann man solche Provokationen auch als Test betrachten, ob man selbst unter Stress, in sich zentriert, souverän und selbstbewusst bleibt.

Für Herz und Seele, für die innere Gesundheit, ist es wohl das Wichtigste, auf das Angebot der Konfrontation nicht einzugehen, Aspekte des vermeintlichen Gegners auch im eigenen Innern zu finden und diese Menschen liebevoll zu segnen. Danach hat man freie Wahl beim nach Außen sichtbaren Verhalten: Von Strafanzeige über Gedicht und Lieder (Band 6: 180) bis hin zum „Links-liegen-lassen“ gibt es unzählige Möglichkeiten.

Auf jeden Fall hat es einen Wert, die eigenen Gefühle jederzeit wahrzunehmen:

Es hat sich jetzt eine Situation gebildet, in der Menschen verleumdet werden, die Gottes Schöpfung zu berühren wünschen. Solche Menschen gibt es heute in größerer Anzahl und sie können nachempfinden, wie einstmals ihre Urahnen verleumdet wurden. Denen, die heute verleumdet werden, flößen diese ihre Urahnen neue Kraft und frischen Mut ein. Wie Schutzengel behüten jene fernen Ahnen ihre heutigen Nachkommen.“ (Band 8.1: 177)

Die Kritiker verhalten sich genau so, wie in den Büchern beschrieben. Der Widerstand gegen die Bücher wird den Erfolg der Buchreihe eher unterstützen als behindern (Band 6: 244). Gleichzeitig kann Kritik die Qualität der Landsitzprojekte fördern, indem die Vorhaben umfassender durchdacht werden (Band 7: 59).

Was bieten die Kritiker eigentlich als Lösungsidee für die globalen Herausforderungen? Sind sie realitätsfremd und sehen die Probleme gar nicht? Glauben die Kritiker womöglich, dass ‚weiter wie bisher‘ wirklich eine Besserung einläutet? Wo ist deren Konzept für geringen ökologischen Fußabdruck, für Humusaufbau, für gesunde Luft, für sauberes Wasser, für glückliche Kinder? Gibt es einen Ansatz, der mehr bewirkt als nur Symptomkur und Fassadenretusche? Haben die Kritiker einen Plan über einen Zeithorizont von mindestens sieben Generationen?

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der sogenannte Dunning-Kruger-Effekt: „Wenn jemand inkompetent ist, dann kann er nicht wissen, dass er inkompetent ist. Die Fähigkeiten, die man braucht, um eine richtige Lösung zu finden, sind genau jene Fähigkeiten, die man braucht, um eine Lösung als richtig zu erkennen.“ (Justin Kruger und David Dunning, wikipedia)

Man kann diese Erkenntnis übertragen auf die Lösung der globalen Probleme mit Hilfe von Familienlandsitz-Siedlungen: Wer nicht kompetent genug ist, selber eine Lösung für die globalen Probleme zu finden, erkennt auch nicht, dass Familienlandsitze eine Lösung sind, selbst wenn man diese Lösung dem Inkompetenten vor die Nase stellt.

In gehobener Gesprächskultur ist es neben der Selbstverständlichkeit des Ausreden-Lassens auch üblich, dass Kritik nur geübt wird, wenn ein eigener, besserer Vorschlag eingebracht wird. Wie würde eine Welt sich anfühlen, in der alle Volks- und Medienvertreter dies immer beherzigen würden?

Vermutlich wurden die Anastasia-Bücher von den Kritikern als politisch nicht gewünscht gewertet, weil sie weder anti-russisch noch anti-deutsch noch anti-irgendwas sind. Die Bücher sind nämlich überhaupt nicht ‚anti-‚, sondern ‚pro-‚: pro-Leben, pro-Liebe, pro-Glück! Die Bücher zielen auf das liebevolle, schöpferische, kreative, gemeinsame Schaffen und nicht auf Zerstörung, Spaltung und Trennung. Die Antwort auf die Herausforderungen der Welt liegt in der Einung der Gegensätze (Band 2: 56; Band 3: 180; Band 6: 163; Band 7: 123; Band 10: 207). Können diese Bücher daher überhaupt als wertvoll wahrgenommen werden in den Augen derer, die dauernd nach Trennung suchen und Zerstörung anstiften (Band 4: 55-57)?

Kurzzitate der Buchreihe wurden in einer TV-Sendung sogar verwendet, um Mitteilungen der Buchserie ins Gegenteil zu verkehren. Beispielsweise wurden Textstellen zum Thema Juden missbraucht als vermeintlicher Beweis, dass in den Büchern Kritik an Juden geübt oder darin gar Antisemitisches stehen würde.

Die Zitate, im Kontext betrachtet, lassen die eigentliche Botschaft erkennen: Es geht um die Lösung der Konflikte und Aufarbeitung der Anfeindungen, denen Juden seit langen Zeiten ausgesetzt waren (Band 8.1: 138). Ein grundsätzlicher Lösungsansatz lautet: Gemeinsames oder nachbarschaftliches Gärtnern kann zum Verständnis von Menschen unterschiedlicher regionaler und religiöser Herkunft beitragen.

Neben Wortverdrehungen ist eine bekannte Diffamierungsmethode das Anprangern vom Verhalten einzelner Menschen, die eventuell nur ganz am Rande mit der Familienlandsitz-Bewegung zu tun hatten, jedenfalls nie repräsentativ oder gar stellvertretend für zehntausende von Buchlesern stehen können.

Was mit Rufschädigung beginnt – egal welcher Art und egal von wem und gegen wen – kann sich bis zum Fanatismus steigern. In so einer Lage mag es weise sein, zum Wohle aller Beteiligten, wenn das alte Spiel von Teilen und Herrschen gewandelt wird in gegenseitiges Verständnis, Respekt und idealerweise in Kooperation.

Eine wichtige Aufgabe ist es, dass (religiösen) Fanatikern geholfen wird, eine natürliche Weltanschauung wiederzufinden (Band 7: 130). Was würde geschehen, wenn die Vorstellung, durch Terror-Selbstmordattentate in ein jenseitiges Paradies zu gelangen, abgelöst wird, durch diesen neuen Gedanken? „Unser Vater und unser Paradies sind nicht irgendwo, sondern hier bei uns auf Erden zu finden.“ (Band 7: 125ff.)

Neben politischen und religiösen Meinungen gibt es einen weiteren Bereich des Daseins, in dem Dogmen und Fanatismus weit verbreitet sind: die Ernährung.

Anastasia sagt dazu: „Man sollte es mit dem Essen halten wie mit dem Atmen …“ (Band 1: 45). Die Eichhörnchen helfen ihr, indem sie Nüsse und Pilze sammeln (Band 1: 51). Sie ernährt sich überwiegend saisonal-frisch-wild-roh-pflanzlich-regional (Band 1: 95). Gleichzeitig wird dieses Vorbild nicht zum starren Dogma erhoben. Es gibt beispielsweise eine Situation, in der Anastasia einen Gasherd bedient, um Wladimir mit einem Frühstück, wie er es gewohnt ist, zu erfreuen (Band 5: 226f.). Sie weicht hierbei interessanterweise nicht von ihren Prinzipien ab, wie es fälschlicherweise verstanden werden könnte, denn die Liebe ist die Grundlage von allem (Band 4: 181). Dazu gehört die liebevolle Wertschätzung von Gewohnheiten und Signalen des eigenen Körpers (Band 1: 94; Band 2: 148; Band 8.1: 23; Band 10: 50). Anastasia gibt auch eine genaue Anleitung für die Umstellung der eigenen Ernährung (Band 8.2: 55f.). Längerfristig wird den Lesern die Nahrung aus dem eigenen Garten empfohlen, aus dem selbst geschaffenen Raum der Liebe (Band 6: 132).

Die Leser der Buchreihe kommen aus unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen: Vom Top-Manager bis zum Arbeitslosen, von jung bis alt, ist alles dabei. Die Beobachtung zeigt, dass die Lektüre der Anastasia-Bücher eine harmonisierende Wirkung auf außergewöhnliche oder gar extreme Ansichten haben kann (Band 7: 131). Besonders intensiv wirkt die Vorbereitung auf das Landsitzleben mit Hilfe des Modellbaus (Band 10: 186-206). Die Leser interessieren sich mehr und mehr für Natur, Wald und Garten. Die eigenen Gedanken werden beobachtet und als kreative Schöpfungskraft wertgeschätzt (Band 8.2: 206). Die Leser beginnen zu handeln, streben nach gesundem und glücklichem Leben sowie danach, mit sich selbst, ihren Verwandten und Nachbarn ins Reine zu kommen.

Insofern können die Anastasia-Bücher als förderlich für Genesung und Gesundheit gesehen werden (Band 1: 174). Jene, die extreme Ansichten in sich tragen, sind vielleicht genau diejenigen, denen diese Bücher besonders gut tun.

Ist man konfrontiert mit negativ eingestellten Zeitgenossen, so kann eine erhöhte eigene Gedankengeschwindigkeit günstig sein (Band 7: 76). Wer selber gut und schnell denken kann, immunisiert sich selbst von innen heraus gegen extreme Ansichten, Okkultismus und Dogmen.

Neben der grundlegenden Vision gibt es in den Büchern auch Kritik (Band 7: 54f.; Band 8.2: 92; Band 10: 215) sowie konkrete Empfehlungen bezüglich politischen Entscheidungen: Alle Politiker sollten in Familienlandsitz-Siedlungen leben. Nur so können sie frische und gesunde Nahrung erhalten, ihre Gedankengeschwindigkeit erhöhen sowie einen persönlichen Bezug zu Land und Volk erleben. Darauf basierend werden weisere Gesetze geschaffen, die den Menschen und dem Leben allgemein besser dienen (Band 7: 246). Familienlandsitze sowie die darauf erzeugten Produkte sollen laut mehreren Angaben in der Buchreihe übrigens von der Steuer befreit sein (Band 5: 43, 47, 50f.; Band 8.1: 145). Darüberhinaus soll, nach Aussage der Bücher, das Land für Familienlandsitze kostenlos vergeben werden und es sei die Pflicht der Gesellschaft, jenen die für Landkauf schon Geld ausgegeben hatten, ihr Geld zurückzugeben (Band 8.1: 155).

Das Streben der Menschheit nach glücklichem und gesundem Leben entspringt dem Sehnen nach paradiesischen Gefühlen (Band 4: 78). Es wäre wohl eine sehr beschränkte Sicht, wenn dieses tief im Innern liegende Bedürfnis nur bei Anastasia-Lesern wahrgenommen würde. Manch einer hat noch nie etwas von den Büchern gehört und lebt die darin beschriebenen Ideale gleichwohl aus eigenem Antrieb. Die große Vielfalt der Menschen, die gemeinsam mit der Schöpfung schaffen wollen, vereint sich in einer gemeinsamen Richtung: Es geht um nichts Geringeres als um die Liebe, um die Bestimmung der Menschheit (Band 3: 55; Band 4: 66; Band 10: 129f.).

*****

Diesen Text gibt es auch als PDF

Montag 21. August 2017

Elektromobilität bedeutet Energieverschwendung der Extraklasse

Vor ein paar Tagen erlebte ich im Gespräch mit einer Bekannten, etwas erstaunliches: Wenngleich ich sie als sehr bewusst und kritisch einschätze, so war sich doch Feuer und Flamme für ihre geplante Anschaffung eines Elektroautos.

Die staatliche Werbung scheint bei ihr gewirkt zu haben. Fakten zum realen Energieverbrauch zählten bei vielen nicht mehr, den Märchen wurde geglaubt.

Soeben habe ich einen Artikel entdeckt, der die Sachlage nüchtern darstellt:

https://www.eike-klima-energie.eu/2017/08/20/gefaehrliche-ladung-die-e-auto-sind-energieverschwender-die-batterien-giftige-umweltsuender-erster-klasse/

Sicher gibt es Ausnahmen: Wenn jemand sein (Benzin-) Auto stehen lässt und alles nur noch mit dem E-Bike fährt, kann sicher eine Einsparung erzielt werden. Wenn aber gleiche Leistung gefragt wird, gleiches Gewicht transportiert werden soll, z.B. am Auto noch eine Tonne Material im Anhänger bewegt werden soll, dann erst kann man vergleichen. Und wenn man in Zukunft statt einem Auto gleich zwei braucht (ein E-Auto + ein Benzinauto für Lasten), dann wird die Gegenüberstellung in dem verlinkten Artikel noch deutlicher.

Vor Jahren machte ich mit Sorgen über „Peak-Oil“. Mittlerweile beobachte ich mit größerer Besorgnis: „Peak Brain“.

Sonntag 20. August 2017

Was taugen die Prognosen der Deagel-Liste? In Deutschland 60% Bevölkerungsrückgang in den kommenden 7 Jahren??

Da die Deagel-Liste vermutlich vielen nicht bekannt ist, habe ich gleich in die Überschrift dieses Blogeintrages eine Kurzinfo eingefügt. Diese Liste lernte ich vor mehreren Jahren kennen, habe sie aber dann lange Zeit nicht weiter beachtet.

An erster Stelle handelt es sich bei www.deagel.com um eine militärische Webseite. Es gibt jede Mengen an Nachrichten zum Thema Militär, Rüstung sowie zivile Luftfahrt.

Auf der Webseite von Deagel gibt es auch eine Unterseite mit Angaben für 183 Länder. Es werden Zahlen genannt über die Bevölkerungsanzahl, das Bruttoinlandsprodukt, die Militärausgaben und die Kaufkraft. Wenn man ein einzelnes Land anklickt findet man weitere Daten zu: Währung, Landfläche, Bevölkerungsdichte, Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, Staatshaushalt, Import, Export. Diese Angaben des jeweiligen Landes werden mit den Zahlen der Welt, inkl. Prozentangaben, ergänzt.

Auf den ersten Blick eine umfassende Statistik.

Aktuell sehen die Daten von Deutschland so aus:

deagel-deutschland1

Beim genaueren Betrachten erkennt man, dass die Statistik auch Prognosen angibt, wie die jeweiligen Zahlen im Jahr 2025 sein könnten. Als ich vor ein paar Jahren diese Liste kennenlernte, wurde prognostiziert, dass im Jahr 2025 die Bevölkerung um 1 Million auf 80 Millionen schrumpft. Ich dachte damals: Dass wird wohl so sein, wegen der relativ geringen Geburtenrate von ca. 1,5.

Hier die Prognose für Deutschland im Jahr 2025, wie sie von Deagel veröffentlicht wurde im August 2014:

deagel-deutschland-prognose-von-2014

Wenn man diese Prognose von vor drei Jahren vergleicht mit der aktuellen, dann kann man sich sehr wundern:

deagel-deutschland-prognose-von-2017
Von 81 Millionen Einwohnern in Deutschland sollen in nur 7 Jahren gerade mal 31 Millionen übrig geblieben sein! Das wäre ein Rückgang um ca. 60%!

Noch krasser sind die aktuellen Zahlen für die USA:

deagel-usa-prognose-von-2017Eine prognostizierte Reduktion von 324 Millionen Menschen in den USA auf gerade mal 54 Millionen bedeutet einen Rückgang von ca. 83%!! Als kleiner Trost sollen die Militärausgaben allerdings um grob 99% sinken!

Woher kommen diese Prognosen? Wie passt das zusammen mit einer Militär-Webseite? Ist ein Krieg geplant, der die USA besonders treffen soll? Sind diese Zahlen geschönt oder übertrieben? Soll das eine selbsterfüllende Prophezeihung sein?

Viele Fragen, die seit Jahren im Internet gestellt wurden.

Anstatt diese, an vielen Stellen schon veröffentlichten Gedanken, zu wiederholen, verweise ich am Ende dieses Beitrags auf weiterführende Links.

Mich bewegt ein anderer Ansatz: Über Internetarchive können frühere Veröffentlichungen eingesehen werden. Wenn es also von dieser Seite schon früher Prognosen gab, wie genau sind diese eingetroffen? Und tatsächlich gibt es archivierte Deagel-Prognosen aus den Jahren 2008 und 2009, die auf das Jahr 2017 zielten!

Dies ist die Prognose für Deutschland vom Dezember 2008

deagel-deutschland-prognose-von-2008

Ich habe in drei Tabellen die von Deagel genannten Zahlen zusammengefasst um die Real-Zahlen mit den Prognosen zu vergleichen. Da wir erst mitten im Jahr 2017 sind, werden statistische Daten zu 2017 vielleicht in einem Jahr verfügbar sein. In der Tabelle vergleiche ich daher die Prognose für 2017 mit den Zahlen von 2016. Wenn die Tendenz stimmt, dann habe ich die Zahlen in grüner Schrift gesetzt, wenn die Tendenz (noch?) nicht stimmt, in rot:

deagel-prognose-und-realitaet1

Auffällig ist, dass bei den Prognosen für die Welt alle Zahlen den Trend erkannt und manche sogar exakt getroffen haben.
Bei Deutschland ist nur der Militärhaushalt weniger geworden, statt wie prognostiziert mehr. Und bei den Zahlen der USA stimmt gleich die Mehrzahl der Angaben mit der Prognose (noch?) nicht überein. Da aber in den USA aktuell viele schwere Turbulenzen erkennbar sind, inkl. dem Präsidenten Trump und seinen Entscheidungen, kann das Jahr 2017 noch ganz andere Zahlen hervorbringen als 2016.

Die Prognosequalität bewerte ich daher für einzelne Länder als „gut“ und für die Welt als „sehr gut“.

Im weiteren Verlauf beschäftige ich mich nur noch mit den Prognosen der Bevölkerungsentwicklung.
Von 2008 bis 2011 hat Deagel Vorhersagen gemacht für das Jahr 2020.
Dabei wurde für Deutschland durchweg 82 Millionen vorausgesagt:

deagel-prognose-deutschland-2020

Ab dem Jahr 2012 gibt es Prognosen, die auf das Jahr 2025 zielen. Bei der Übersicht ist auffallend, dass die Prognosen an drei Zeitpunkten deutlich nach unten korrigiert wurden: April 2015 / August 2016 sowie Juni 2017:

deagel-prognose-deutschland-2025

Was mag der Anlass gewesen sein im April 2015 / August 2016 sowie Juni 2017 die Prognosen derart nach unten zu korrigieren?

Zum Vergleich die Prognosen für die Bevölkerungsentwicklung in den USA.
Zuerst die Prognose von 2008 bis 2011 mit der Ausrichtung auf 2020:

deagel-prognose-usa-2020

Auffällig ist, dass im Unterschied zu Deutschland, die Prognose für die USA schon in den Jahren 2009, 2010 und 2011 geändert wurde mit der Einschätzung, dass 2020 die Bevölkerung gesunken sein wird. Dies könnte zusammenpassen mit der (noch?) nicht eingetroffenen Prognose für das Jahr 2017. Eine Trendwende in den USA wird früher erwartet als in Deutschland.

Jetzt noch die dramatische Kurve bezüglich der Entwicklung der Prognosen für USA aus den Jahren 2012 bis 2017 gezielt auf das Jahr 2025:

deagel-prognose-usa-2025

Die größte Änderung der Prognose wurde im April 2014 vorgenommen, bei der die Einschätzung der Gesamtbevölkerung auf weniger als die Hälfte reduziert wurde.

Welche Ereignisse dürften zu diesen geänderten Prognosen geführt haben?

Ein Hinweis wurde auf der Webseite der Firma Deagel veröffentlicht: Es wird von einem Kollaps des Finanzsystems ausgegangen, der den Lebensstandard derart verändert, dass zum einen viele Menschen sterben und zum anderen viele Menschen (vermutlich in den warmen Süden) auswandern.

Die aktuelle Lage in den USA kann ich nicht einschätzen. Aber wenn ich mir in Deutschland nur vorstelle, dass mal zwei Wochen lang keine Bank, kein Geschäft, keine Tankstelle, mehr öffnet und dann dazu womöglich kein Strom mehr läuft, dann ändert sich hier auch weit mehr als deutlich.

Das hat jetzt von meiner Seite aus rein gar nichts mit „Weltuntergangsstimmung“ zu tun. Es geht mir mehr um das Erkennen von Megatrends. Der entsprechende Umgang mit dieser Information ist ein eigenes Kapitel.

Ich spüre seit mehreren Jahrzehnten die Ereignisse kommen, die in den oben genannten Statistiken und Prognosen dargestellt sind. Mag sein, dass es in den nächsten 5 bis 10 Jahren soweit ist. Mag sein, dass es schon dieses Jahr zu schwersten Verwerfungen kommt. Mag auch sein, dass es noch ein klein wenig länger als 10 Jahre dauert (was ich jedoch nicht vermute).

Auf jeden Fall können große Veränderungen in naher Zukunft stattfinden!

 

Weiterführende Links:

Die Länderübersicht von Deagel:
http://www.deagel.com/country/forecast.aspx

Deutschland:
http://www.deagel.com/country/Germany_c0078.aspx

USA:
http://www.deagel.com/country/United-States-of-America_c0001.aspx

Internetarchive:
http://web.archive.org/
http://archive.is/

sonstige Seiten über die Deagel-Liste (Zufallsfunde nach Google-Suche):
http://staatsstreich.at/deagel-oder-der-untergang-des-abendlandes-im-computermodell.html
http://n8waechter.info/2015/04/die-deagel-liste-update/
https://www.lebeninfreiheit.info/2015/12/21/deutschland-absturz-bis-zum-jahr-2025-der-mysterioese-deagel-com-report/
http://www.neopresse.com/medien/400-millionen-tote-bis-2025-das-deagel-raetsel/
https://dieunbestechlichen.com/2017/07/apokalypse-des-finanzsystems-die-deagel-liste-und-was-sie-uns-sagt/

https://youtu.be/MlanKtZWNdM

 

Wer steckt hinter www.deagel.com?

Sehr viel ist nicht zu erfahren. Die Webseite ist registriert von:
Gas Deagel, Gran Via 108, 17480 Roses, Girona, Spanien
Das wurde hier veröffentlicht: http://www.survivalistboards.com/showthread.php?t=369768
Und kann jederzeit auch hier aktuell nachgeschaut werden: https://www.networksolutions.com/whois/index.jsp

Der google Streetview-Link mit obiger Adresse führt auf eine Mauer:
http://tinyurl.com/streetview-deagel
Das Haus mit der Nummer 108 konnte ich nicht exakt lokalisieren.

Es könnte sein, dass die eigentliche Arbeit der Datenbeschaffung, Aufarbeitung und Veröffentlichung an anderer Adresse stattfindet und die Angabe „Gran Via 108“ nur zur Registrierung der Webseite genutzt wird. Auf der Nachrichtenseite von Deagel findet man aktuell mehr als 16.000 Nachrichten: http://www.deagel.com/news/ Für diese Nachrichtenmenge, sowie für die Daten und Prognosen der 183 Länder, braucht es weit weit mehr als nur eine Mauer / einen Briefkasten / einen Menschen, der diese Arbeit als Hobby macht.

Freitag 18. August 2017

selber Zedernmilch herstellen

In den Anastasia-Büchern wird an mehreren Stellen von dem Wert der Zedernmilch geschrieben. Beispielsweise Band 4, Seite 220:

„Dieses köstliche Getränk (Zedermilch) ist so reichhaltig, dass man sich danach immer vollkommen gesättigt fühlt.“

An einer anderen Stelle steht, wie Zedernmilch hergestellt werden kann: Band 4, Seite 85 f.

«Toll, diese Zedernmilch, Anastasia! Einfach köstlich! Aber sag mal, wie stellst du es an, die Zedern zu ‹melken›?»
«Von melken kann keine Rede sein. Dazu gibt man Zedernkerne in einen hölzernen Mörser und zerreibt sie mit einem besonderen Stößel. Es ist wichtig, dass man dabei ganz bedächtig vorgeht und guter Dinge ist. Dann gibt man etwas frisches Bachwasser hinzu und erhält diesen Trunk.»

Ich habe die empfohlene Methode ausprobiert, war jedoch nicht ganz zufrieden. Ich weiß leider auch nicht, was mit „besonderen“ Stößel gemeint ist. So habe ich im Internet gesucht, wie man Zedernmilch herstellen kann, bin jedoch nicht fündig geworden. Mit dem Suchbegriff „Nussmilch“ habe ich jedoch einiges gefunden.

Bei den Rezepten gibt es viele Unterschiede. Häufig wurden 200gr Nüsse pro Liter empfohlen, aber auch mal 100gr Nüsse pro Liter. Da es neben den Zedernnüssen auch Zedernflocken gibt, gab es einiges zum ausprobieren.

Interessanterweise hat mir die Milch aus ZedernFLOCKEN besser gemundet als die aus Zedernnüssen!

Dies ist meine Empfehlung zur Herstellung von 1 Liter Zedernmilch:

150 Zedernflocken in Quellwasser über Nacht einweichen.
Dann mit Quellwasser auffüllen auf 1 Liter Gesamtmenge.
Im Hochgeschwindigkeitsmixer 45 bis 60 Sekunden mixen.
Ein kleiner Mixer (z.B. Personalblender) taugt auch. Dann muss man eventuell nur etwas länger mixen. Bitte beachten, dass die Milch nicht zu warm wird!

Dann filtert man die Flüssigkeit durch ein dünnes Netz. Beispielsweise taugt hierfür ein Nussmilchbeutel (z.B. erhältlich bei ebay oder amazon) oder auch eine Nylon-Strumpfhose.

Vor dem Verzehr jedes mal aufrühren, oder die Flasche schütteln damit alles gut gemischt ist!

Man kann das Basisrezept selbstverständlich in alle Richtungen abwandeln:
Für einen Schokodrink kann man die gefilterte Zedernmilch nochmals mixen bei Zugabe von 1 Teelöffel Honig und 2 Teelöffeln Kakaopulver. Eventuell auch eine Prise Vanille und Salz…

Die Zedernflocken sind deutlich günstiger als Zedernnüsse. Sie sind gepresste Zedernnüsse, haben also weniger Öl, enthalten aber pro Gewicht mehr Eiweiß und mehr Mineralien.

Wir bieten sie in unserem Shop an:
www.waldgartendorf.de/shop/artikeldetails/product/Zedernflocken-1kg.html

Inhaltsstoffe ZedernFLOCKEN pro 100 g:
29,5 g Fett
16,9 g Kohlenhydrate
34,7 g Eiweiß

Bei Verwendung von 150 g Zedernflocken für einen Liter Zedernmilch ergibt dies folgende Werte für den fertigen Drink:
4,4% Fett
2,5% Kohlenhydrate
5,2% Eiweiß

Zum Vergleich, eine typische Kuhvollmilch hat:
3,5% Fett, 4,7% Kohlenhydrate, 3,3% Eiweiß

(Einen Vergleich mit Soyamilch stelle ich jetzt nicht an, weil ich Soyaprodukte als bedenklich empfinde.)

Somit hat diese Zedernmilch einen relativ hohen Anteil an Fett (wertvolles Zedernöl!) sowie an Eiweiß, jedoch relativ wenig Kohlenhydrate. Diese Kombination sehe ich als sehr günstig an.

Zu den Kosten: 1 kg Zedernflocken kosten aktuell 22 Euro. Bei 150 g Flocken für einen Liter Zedernmilch kommt man also auf 3,3 Euro pro Liter. Das empfinde ich als günstig für diese hochwertige pflanzliche Rohkost aus der Taiga!

Wie lange die Zedernmilch im Kühlschrank haltbar ist, kann ich derzeit noch nicht sagen. Meiner Vermutung nach: nur ganz kurz, weil sie so lecker ist, dass sie gleich getrunken sein wird.

Dienstag 15. August 2017

Warnung vor Soja

Seit Jahrzehnten ist (überwiegend) vegetarische Ernährung für mich üblich. Bei diversen Veranstaltungen, z.B. Volksfesten, fühlte ich mich oft als Aussenseiter, wenn es nur Bratwurt, Schnitzel oder Steak im Angebot gab. Da gab es für mich entweder Pommes, oder gar nichts.

Mittlerweile gibt es einen anderen (mir lästigen) Trend: Vegan sei noch besser als vegetarisch. Bei mancherlei „alternativen“ Veranstaltungen sind Fleisch und Wurst tabu (bzw. verteufelt) und selbst Milchprodukte sind nicht toleriert. Stattdessen gibt es viele vegane Produkte aus Soja: Soja-Milch, Soja-Käse, Soja-Schnitzel, Soja-Hackfleisch etc.

Der Pflanze Soja wurde das Image „gesund“ verpasst. Vielleicht stimmt jedoch das Gegenteil.
Es könnte sein, dass gerade die Sojabohne ein zentraler Faktor von vielen Krankheiten geworden ist.

Unbestrittener Fakt ist wohl, dass die Sojabohne viele Hormone, Phytohormone (z.B. Phytoöstrogen), bzw. Stoffe mit hormonähnlicher Wirkung enthält.

Interessant ist diesbezüglich eine Nachricht, dass Hormongaben in der Schwangerschaft die spätere sexuelle Orientierung des Nachwuchses beeinflussen können!
www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Studie-Veraendert-Progesteron-die-sexuelle-Orientierung-id41104101.html

Bezüglich Soja gibt es konkret Warnungen, dass der Verzehr unfruchtbar machen kann! Ist doch unglaublich, bezüglich Pharmaprodukten, Impfen und Massenmedien ist Kritik üblich geworden, in manchen Kreisen schon fast „Pflicht“, aber Soja wird noch nicht generell hinterfragt oder in genau jenen Kreisen oft verzehrt und nicht generell als giftig gewertet.

Ich will jetzt kein eigenes Urteil abgeben über Soja. Deshalb gebe ich ein paar Webseiten und Filme an, über die sich der interessierte Leser selber informieren kann:
http://www.medizin-welt.info/aktuell/Soja-gefaehrdet-die-Gesundheit/196

http://paleolifestyle.de/gesundheit/soja-ungesund/

http://www.urgeschmack.de/problem-soja/

http://www.menshealth.com/nutrition/soys-negative-effects?amp

Neben den hormonellen Wirkungen ist ein weiteres Problem der Sojabohne wohl auch in den Lektinen zu finden.
Diesbezüglich gibt es ein sehr umfangreiches Fachbuch: The plant paradox von Steven Gundry (in englischer Sprache)

Die Lektine sind, grob gesagt, Stoffe, die Pflanzen herstellen um nicht gegessen zu werden. In den oben eingebetteten Filmen spricht Udo Pollmer auch von diesen Stoffen. Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Lektinen sollten vermieden werden, sofern man gesund sein oder werden will. Auch wenn die herauskommende Empfehlung etwas ungewohnt bis krass klingt, der Autor hat sehr viele Studien gemacht um zu diesem Ergebnis zu kommen:

1. Das sofortige Entfernen von ALLEN Getreidearten und Pseudogetreiden vom Speiseplan
2. Das beinhaltet auch alle mit Getreide gefertigen Produkte und die mit Getreide aufgezogenen Nutztiere.
3. kein Industriezucker
4. Obst wird stark eingeschränkt
5. Bestimmte Obstsorten, die als Gemüse gelten (Tomaten, Gurken, Zucchini) werden vom Speiseplan entfernt oder ohne Kerne zubereitet
6. Hülsenfrüchte (inkl. Soja) werden vom Speiseplan entfernt oder mithilfe eines Schnellkochtopfs zubereitet, wodurch die Lektine zerstört werden.
7. Kartoffeln und Reis entfallen auch
8. Kuhmilch und deren Produkte entfallen

Ich habe den Hinweis zu diesem Buch mal einem Freund gesendet, der sich mit vielen Dingen recht gut auskennt.

Dies ist seine Antwort:

Hallo Konstantin,

zu Gundrys Buch „Pflanzen-Paradox“:

Wie immer bin ich ja dem jeweils nächsten Ernaehrung-‚Hype‘ gegenüber äusserst kritisch eingestellt – wenn mir gleichaltrige, die kaum noch kriechen können oder Schnappatmung haben oder sieben Medikamente gleichzeitig einnehmen, was von ‚Gesundheit‘ erzählen wollen, nehme ich lieber Reissaus, aber:

Seine Forschungsergebnisse sind anstandslos auch in peer-reviewed Wissenschaftszeitschriften erschienen, seine Ergebnisse werden wohl auch nicht gross angezweifelt – sie werden nur verdrängt, weil sie nachweisen, dass vieles, was heute als gesund gilt wegen der darin das körpereigene Eiweiss bzw. die körpereigenen Zucker angreifenden Lektine SCHÄDLICH ist:

– Rohkost

– Volkorn

– Nachtschattengewaechse

– und nicht zuletzt Smoothies, je nach Inhaltsstoffen, weil da alles zerkleinert und direkt ohne Umwege „bioverfuegbar“ gemacht wird.

Da haben sich ja mittlerweile riesige „gesunde“ Industriezweige drumherum gebildet, die sowenig ihren Kurs ändern wie Ozeantanker.

Es kommt darauf an

– welche man isst und

– wann, d.h., s.u., ob sie reif sind (in „Saison“) oder nicht – je nachdem, ob es Getreide, Gräser oder Früchte sind.

Das Buch scheint sehr umfangreich. Ich habe mich bisher nur mal oberflächlich mit dem Thema auseinandergesetzt, aber soviel dazu:

Seit einem halben Jahrhundert hat sich die Lektinzusammensetzung der heutigen Nahrung stark verändert, z.T. hin zu völlig neuen Lektinen in genmodifizierten Pflanzen (denn Lektine sind „natürliche“ Schädlingsbekämpfer – aber, was auf den Käfer wirkt, wirkt auch, wenn auch anfänglich schwächer auf den Menschen und daher werden diese hineingezüchtet).

Weiterhin haben sich durch Vollkorn, Verschiebungen in der Wahl der Getreidesorten UND durch die Fütterung der Rinder mit lektinreichem Futter, das sie früher nie gegessen haben (Mais und Soya!) die Lektinvielfalt und der Lektinreichtum, mit dem der Mensch in unseren Breiten „versorgt“ wird, ungünstig verschoben/vervielfacht, d.h. heute wird Lektin auch über Hühnereier, Fleisch und Milch transportiert in einem Umfang, das früher minimal oder NULL war (bei Huehnern, Eiern und Fleisch generell).

Weiteres wichtiges Forschungsergebnis: die NORDISCHEN Milchkühe haben vor (über) tausend Jahren eine Spontanmutation durchgemacht, und stellen nun A1-Casein her, während das, mit dem der Mensch jahrtausendelang aufwuchs, das A2-Casein ist. In Ziegen- und Schafsmilch ist weiterhin IMMER A2 enthalten, und auch in den „südlicheren“ Rindersorten ist das noch so. Ausgerechnet die Hochleistungskühe, vorwiegend ‚Holsteiner‘, gehören aber zur neueren Genlinie. Deshalb die scheinbare bessere Verträglichkeit von Ziegen- und Schafsmilch und -käse bei vielen – das stellten diese Menschen i.d.R. aber AUCH fest, wenn sie in Griechenland Käse oder Milch einer EINHEIMISCHEN KUH tränken oder ässen, hat also nicht direkt mit der Art (Spezies) der Milchlieferanten zu tun, sondern ob sie zur A1- oder A2-Kategorie gehören. Der Mensch bzw. sein bakterielles Biom im Darm wird sich irgendwann an A1-Casein gewöhnen, aber i.d.R. ist es eben noch ein Fremdkörper.

Dass ich die meisten auch anderen ernährungsbedingten Probleme nicht habe, scheint vor allem damit zusammenzuhängen, dass ich schon von Kindesbeinen an INSTINKTIV genau die Nahrungsmittel gemieden habe, die besonders schädliche Lektine enthalten (DAMALS schon enthielten).

Dabei haben sich einige der Faktoren auch erst in diesen letzten 50 Jahren verschoben. Z.B.: die Lektine werden von den Früchten (dazu zählen auch z.B. Tomaten – alles, was „fleischumhüllte“ Samen hat, die dadurch verbreitet werden sollen, dass ein Tier sie frisst und später ausscheidet) gebildet, SOLANGE die Samen noch nicht reif genug sind. Diese unreifen Früchte sind dann auch meist grün, damit die Frass“feinde“ (die gar keine sind) das erkennen können – alle fruchtfressenden Tiere sind NICHT farbenblind, solche, die KEINE Früchte fressen sind es oft.

Wenn aber heutzutage diese „Früchte“ (Äpfel, Apfelsinen, Bananen, Tomaten u.v.a.) irgendwo geerntet werden, werden sie VOR DER REIFE grün geerntet und dann „nachgereift“ mittels Ethylenoxid – dabei nehmen sie dann zwar die „rote“ oder gelbe „gesunde“ Farbe an – aber, da sie nicht mehr an der Mutterpflanze hängen, werden die Lektine nicht mehr abgebaut/umgewandelt.

DAS führt zu den seit 50 Jahren verstärkten Inzidenzen von, u.a. Adipositas, Koronarerkrankungen und den meisten (verstärkt auftretenden) Autoimmunkrankheiten, inkl. Rheuma/Arthritis und Multipler Sklerose, Lupus und vielen Ekzemen, „leaky gut“,

https://www.endoskopie-drscharf.at/gastroenterologie-wien/leaky-gut-syndrom/

http://www.lunow.de/leaky-gut-syndrom-krank-durch-einen-undichten-darm.html

Blähbauch, Magen’übersauerung‘ u.v.a.m. – AUCH zu Typ-1-Diabetes, da das WGA-Lektin

https://en.wikipedia.org/wiki/Wheat_germ_agglutinin

die Rezeptoren für Insulin besetzt, zu Insulinresistenz führt UND dadurch zudem die Fetteinlagerung verstärkt (Zucker werden zu Fetten, nicht die Fette – die werden verbrannt!). Alles state-of-the-art-Wissenschaft. Und das aus meinem Munde …

Wäre also vermutlich eine sinnvolle Lektüre, gibt es aber bisher wohl noch nicht auf Deutsch.

Gruss

Zum Abschluss noch der Link zum Youtube-Kanal von Steven Gundry:
https://www.youtube.com/channel/UCtxo0nTZjzlKJq5-vJq6s6g

Montag 14. August 2017

Welch eine Schande: Amadeu Antonio Stiftung antwortet nicht

Ist es zu viel verlangt, auf eine ernst gemeinte schriftliche Anfrage, eine Antwort zu erwarten?

Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass man als Freischaffender oder kreativer Künstler gelegentlich überfordert ist, alle Anfragen zu beantworten. Von einer großen Stiftung, die mit Millionen Euros gefördert ist, und auf ihrer eigenen Webseite 35 Mitarbeiter auflistet, kann man meines Erachtens mindestens eine Kurzantwort erwarten im Sinne von: „Danke für Ihre Anfrage. Wir haben keine Zeit / kein Interesse an einer Kooperation / wir melden uns später. MfG“ oder so ähnlich.

Angeblich ist das Anliegen der Amadeu Antonio Stiftung sich gegen Rechtsextremismus und gegen Rassismus einzusetzen. Interessanterweise hat die Stiftung auf zwei Emails von mir nicht geantwortet, in denen ich um Unterstützung in genau ihrem Anliegen gefragt habe. Ich wollte kein Geld sondern nur Hilfe bei der Formulierung eines Textes.

Das Geschehen ist etwas komplex und umfangreich. Deshalb der Reihe nach:

6. Dezember 2016
Von einer guten Bekannten bekomme ich per Email den Hinweis auf eine Datei von Infosekta, mit dem Titel „Einordnung der Anastasia-­Bewegung im rechtsesoterischen Spektrum“.  Daraufhin geht jene Bekannte einigen Spuren nach um herauszufinden, wie es zu dieser Datei kam und wer „Infosekta“ denn ist.

3. Februar 2017
Meine Bekannte schreibt per Email die Zusammenfassung ihrer Recherche:

Möglicherweise kennst Du den Bericht von Infosekta und die Facebook-Seite „Anastasia-bekämpfen“ (o.ä.). Das sind die nach meinem Wissen bisher einzigen Anti-Aktionen, die es zu unserer Arbeit gibt.

Heute möchte ich Dir die Geschichte dazu erzählen, damit Du davon weißt und wir weiteren Schaden abwenden, soweit wir das vermögen. Sie wurde mir erzählt und von anderer Seite bestätigt.

Die Quelle von beidem ist xxxxx, Mitte 40. Er wuchs in xxxxx auf. Seine Mutter war in einer Freikirche, die er als eng und sektiererisch empfand. Sein Vater arbeitete. Mehrere Jahre lang trank er, rauchte hochgezüchtetes Cannabis, ließ sich tätowieren. Heute leben seine Eltern getrennt und er selbst lebt in xxxxx.
Kurz vor unserem Festival auf der Burg Ludwigstein lernte er die Mutter seines Sohnes kennen. Sie leben heute getrennt und er kämpft um das Sorgerecht für seinen Sohn.
Da sie ihm von Anastasia erzählte, fürchtet er, dass sich in seinem Sohn sein Schicksal wiederholt und davor möchte er ihn mit allen Mitteln bewahren. Er hat diese Facebook-Seite ins Leben gerufen. Er hat Daten für diesen Bericht zusammengetragen und erreicht, das Infosekta ihn veröffentlicht. Er bot sich dem Verfassungsschutz als Informant an. (Der Verfassungsschutz hat im Vorfeld von Fest im Goldenen Grabow Erkundigungen eingezogen.) Er kündigte an, sich sogar zu verschulden, um die ganze Sache vor Gericht zu bringen. Wie weit er letztendlich gehen wird, ist ungewiss. …

Zusätzlich erfuhr ich noch, dass Infosekta nur ein 2-Mann-Unternehmen sei und xxxxx plant einen Film gegen die Anastasia-Bewegung zu machen.

21. März 2017
Email von Susanne Roser, Mitarbeiterin des Bayerischen Rundfunks, Anfrage einen Film drehen zu wollen.
Alles Details zum Email-Wechsel in meinem Blogeintrag vom 5. Juli 2017 (siehe unten).

5. April 2017
Anfrage ob ich an einer deutschen Hochschule einen Vortrag halten könnte über lebende Häuser und Permakultur.

14. Juni 2017
Es wird vom Bayerischen Rundfunk ein Film ausgestrahlt, in dem Marius Hellwig, ein Mitarbeiter der Amadeu Antonio Stiftung, sich folgendermaßen über die Anastasia-Bücher äußert:

Die verschwörungsideologischen Elemente in den Büchern würde ich auf jeden Fall als anitsemitisch bezeichnen, weil da immer die Rede ist von dunklen Mächten, es ist die Rede davon, dass Aussländische, das ausländisches Kapital, ausländische Geheimdienste Kontrolle hätten, das sie quasi die Fäden ziehen würden, das sind in Deutschland klassische antisemitische Stereotypen, die da vermittelt werden.
Es ist auf jeden Fall auch sehr wichtig zu betonen, dass nicht sämtliche Anhänger der Bücher, oder Leute, die sich dieser Szene zuordnen, rechtsextrem sind oder rassistische Gedanken haben, oder was auch immer, sondern in der Szene sind diese Personen, die allerdings auch ziemlich akzeptiert werden, deren rassistischen Äußerungen toleriert werden.

28. Juni 2017
Nach einer ganzen Reihe an Emails sowie Telefonaten wird ein Termin gefunden für den am 5. April angefragten Vortrag über lebende Häuser und Permakultur an der deutschen Hochschule: 18. Juli.

5. Juli 2017
In einem Blogeintrag gehe ich detailliert auf den Film vom Bayerischen Rundfunk ein:
http://www.konstantin-kirsch.de/2017/07/schattenspiele-des-bayerischen-rundfunks.html

14. Juli 2017
Von der Organisatorin des Uni-Vortrags bekomme ich einen Anruf, dass es Turbulenzen gäbe: Die antifaschistische Initiative der Uni hätte einen Antrag eingereicht, dass ich ausgeladen werden solle. Begründung unter anderem: Bericht von Infosekta sowie der Film vom Bayerischen Rundfunk.
Ich hörte, dass beschlossen wurde, dass der Vortrag stattfinden würde, jedoch ein Dozent dabei sein müsse um aufzupassen, dass ich keine „rechte Gesinnung“ vermitteln würde. Ich solle jedoch eine schriftliche politische Stellungnahme schreiben.

Die Stellungnahme habe ich noch am selben Tag abgesendet, abends um 22:25:

Ich verstehe zutiefst das Bedürfnis, wissenschaftliche Arbeit vor politischen und insbesondere vor extremen politischen Ansichten zu schützen.

Dies ist seit jeher auch mein Anliegen. Grundsätzlich respektiere ich jegliche politische und religiöse Ansicht, weil ich die Vielfalt der Menschheit wertschätze. Grenzen hat es für mich allerdings, wenn eine Ansicht sich gegen andere Menschen oder deren Ansichten richtet. Mein Ansinnen ist eine friedliche und liebevolle Koexistenz vielfältiger Menschen.

Zu meiner Biographie: Mein Vater war Gewerbeschulrat für Gartenbau und Landespflege, meine Mutter hatte einen Doktor in Biochemie – Photosyntheseforschung und war Dozentin an der Fachhochschule.
In diesem wissenschaftlichen Bildungsumfeld war Politik praktisch nie ein Thema. Ich habe mich nie intensiv mit dem Unterschied zwischen politisch links und politisch rechts beschäftigt. Ich habe es nie verstanden, was damit gemeint ist. In der Schule wurde mir beigebracht, dass es etwas mit der Sitzordnung in Parlamenten zu tun hat. Meiner Empfindung nach stehe ich politisch komplett aussen vor, da dieses Thema in mir weder Freude noch Interesse weckt.

Im Januar 2016 habe ich in meinen Blog dazu einen Beitrag geschrieben:
http://www.konstantin-kirsch.de/2016/01/politisch-links-oder-rechts.html

Das jetzt in dem Schreiben der antifaschistischen Initiative  der Vorwurf kommt, dieser Blogeintrag sei im Stil von Querfrontler_innen geschrieben, hat mich irritiert, weil ich den Begriff „Querfront“ noch nie gehört hatte. Auch eine Recherche im Internet hat mir nicht sofort klar gemacht, was dieser Begriff denn genau bedeutet.

Vielleicht kann man mich als politisch naiv und ungebildet einschätzen, und liegt damit gar nicht so falsch. Ich betrachte gerne alles aus einer abgehobenen Metaebene:
Wenn beispielsweise bei einem Fussballspiel eine Mannschaft ein Tor schießt, interessiert es mich höchstens, ob es den Eindruck erweckte, dass sportliche und körperliche Leistung und Qualität zu dem Tor führte, und nicht für welche Mannschaft denn das Tor nun fiel.

Ich unterscheide zwischen endlichen Spielen und unendlichen Spielen (siehe Buch von James P. Carse).
Endliche Spiele haben festgelegte Zeitpunkte (z.B. Start und Ende) und feststehende Regeln, innerhalb dessen gespielt wird. Bei einem unendlichen Spiel wird ausprobiert, welche Regeln wie geändert werden könnten, so dass das Spiel eine andere Wirkung hat, beispielsweise, dass es den Teilnehmern mehr Freude macht, oder dass es mehr zum Wohle der Beteiligten beiträgt etc.

Ich sehe die Permakultur als einen Ausdruck von unendlichen Spielen.

Politische Lager (z.B. links-rechts) sehe ich als Ausdruck von endlichen Spielen, die mich nur wenig interessieren.

Ich sehe in der aktuellen Lage der Welt sehr viele Herausforderungen und sehne mich nach Lösungen.
Alles ist in weit verzweigten Wechselwirkungen vernetzt, jedoch nur wenige scheinen die Komplexität der Kybernetik zu erkennen und sinnvoll steuernd eingreifen zu können. Gerade bei politischen Entscheidungen habe ich oft den Eindruck von Kurzsichtigkeit. Gleichzeitig wirkt es oft auf mich so, dass Interessenverflechtungen zwischen Politik und Wirtschaft (Kapital) existieren und fachlich sinnvolle und nachhaltige Lösungsansätze entweder nicht oder nachrangig realisiert werden.

Während meines Studiums der Architektur an der Uni Stuttgart wirkte ich intensiv mit am Aufbau der Wagenburg „Wilder Süden“. Ich war seinerzeit der Pressesprecher der Wagenburg und erklärte den Behörden, wie sie eine Wagenburg genehmigen können. Von uns lernten Studenten aus Tübingen wie man eine Wagenburg baut. (Diese Wagenburg in Tübingen existiert immer noch.)

Mich interessierte damals nicht die Politik, sondern das Experimentieren an selbstbestimmtem Wohnraum. Ich lernte Hausbesetzer kennen und linksradikale Antifa-Aktivisten waren meine Freunde. Von denen wiederum wurde ich später ausgegrenzt, als ich die „Frechheit“ besaß, einfach so mit Polizisten (also dem „Feind“) zu reden.

Diese links-rechts-Freund-Feind-Trennung empfand ich schon immer als störend für das Finden von Lösungen, die allen zugute kommen könnten.

Ich selbst nächtige auch über 25 Jahre nach dem Studiumsende immer noch im Bauwagen.
Seit über 30 Jahren bin ich aktiv im Bereich Permakultur, weil ich darin viele Perspektiven sehe für eine sinnvolle und nachhaltige Entwicklung.

Vor ca. 10 Jahren habe ich die Anastasia-Bücher kennengelernt und sehe ein sehr großes Potential in der Verknüpfung dieser Gedanken mit der Permakultur. Ich sehe die Anastasia Bücher als unpolitisch im Sinne von rechts-links, jedoch als politisch im Sinne, dass sie schon viele Menschen angeregt haben, real etwas zu tun, indem sie anfangen zu gärtnern. Meiner Beobachtung nach bleibt die Permakultur etwas zu sehr an der Oberfläche. Man beschäftigt sich mit veränderten Strukturen, die wohl eine Verbesserung sein würden – wenn sie denn umgesetzt werden würden.

Die Anastasia-Bücher greifen tiefer im Bereich inneres Leitbild. Bei den Buchlesern dieser Bücher beobachte ich viele, die nicht mehr zu stoppen sind, mit dem Gärtnern zu beginnen, ohne überhaupt irgendwelche Kenntnisse zu haben.

Mir ist es dabei egal, ob ein politisch Linker oder ein politisch Rechter anfängt zu gärtnern. Durch das Gärtnern relativieren und mildern sich meiner Beobachtung nach die politischen Ansichten oft.

Ich sehe mich als unpolitisch. Mich interessiert, was funktioniert. In mir trage ich eine Abneigung bezüglich „Führern“, „Bünden“ sowie „Extremen“ und ich spüre Wohlwollen im Bereich „Selbstverwirklichung“ und „Selbständigkeit“.
Anstatt von irgendeiner Obrigkeit etwas zu fordern, ist mein Weg, etwas konkret zu tun.

Ich habe keine Berührungsängste gegenüber jeglicher politscher und religiöser Ansicht. Ich habe mir in der Vergangenheit auch immer die Freiheit genommen, mit jedem zu reden, mich interviewen zu lassen oder auch Vorträge zu halten.

Ich hoffe mit diesen Ausführungen Ihnen gedient zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

Konstantin Kirsch

15. Juli 2017, morgens kurz vor 6 Uhr
Ich ergänze die Stellungnahme vom Vortag:

Sehr geehrte Frau xxxx,

zu den Grundlagen der Arbeitsweise in Sinne der Permakultur gehört die Wertschätzung der Traumwelt.
So ist mir heute nacht klar geworden, dass ich die gestrige Stellungnahme noch etwas ergänzen will, weil ich auf einen der schweren Vorwürfe noch nicht eingegangen war: Antisemitismus

Im deutschsprachigen Bereich bin ich aller Wahrscheinlichkeit nach derjenige, der die Anastasiabücher am besten kennt, weil ich in mehrjähriger Arbeit einen umfassenden Index zu dieser Buchserie verfasst habe.
Die Vorwürfe, dass in den Büchern Antisemitismus stehen würde und ich Antisemitismus verbreiten oder verkennen würde weise ich aufs schärfste zurück!

Das Thema Juden und Antisemitismus wird in der Anastasia-Buchserie (neben sehr vielen anderen Themen) durchaus thematisiert: Es geht darum einen Weg aufzuzeigen, wie Antisemitismus überwunden wird durch gemeinsames Gärtnern.

Wenn jemand beim Betrachten von Problemlösungen kritisiert, dass über Probleme geschrieben wird, könnte mal überlegenswert sein, ob derjenige die Probleme erhalten will, weil womöglich sein Selbstwertgefühl nur über eine Anti-Haltung definiert ist, und beim Wegfall des Problems eine innere Leere empfunden würde.

Insbesondere auch Juden haben sich den Anastasia-Büchern angenommen und in Israel begonnen die Vision von Familienlandsitzen umzusetzen. Das diesbezügliche Zitat aus Band Band 8.1 Seite 138 ist auch in meinem Blogeintrag zu finden: http://www.konstantin-kirsch.de/2017/07/schattenspiele-des-bayerischen-rundfunks.html

Diese umfassende Stellungnahme zu dem Film des Bayrischen Rundfunks nicht zu verstehen geht meines Erachtens nur mit dem Phänomen „Bestätigungsfehler“ (engl. confirmation bias), über den ich übrigens auch in dem oben genannten Blogeintrag geschrieben habe.
siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Best%C3%A4tigungsfehler

Der Vorwurf von Antisemitismus in den Anastasia-Büchern oder bei mir erscheint mir vergleichbar absurd wie wenn jemand beim Betrachten eines Waldes, den grünen Blättern, dem braunen Humus und schwarzer Holzkohle politische Gesinnungen andichtet, alleine wegen der naturgegebenen Farbe.

Doch zurück zu dem Anlass, der mich überhaupt zu diesen politischen Stellungnahmen bewegt hat:
Bei der Veranstaltung in xxxxx am 18. Juli beabsichtige ich nur über das Fachthema Permakultur zu sprechen und nicht über Politik. Im Rahmen des schon bekannten Titels
„Lebende Häuser und Leben auf einem Hektar – 30 Jahre Permakultur-Praxis“
will ich auch über das Thema „ökologischer Fußabdruck“ reden, weil dies meines Erachtens direkt mit Permakultur zu tun hat.

Ich bitte um Antwort bis Montag nachmittag, ob ich im Rahmen der Veranstaltung:
1. über ökologischen Fußabdruck reden darf
2. das von mir geschriebene Buch „Naturbauten aus lebenden Gehölzen“ zum Kauf anbieten darf
3. die von mir verfasste Broschüre „Waldgartendorf“ zur kostenlosen Mitnahme auslegen darf

Die Broschüre umfasst 28 Seiten und ist auch online verfügbar:
http://waldgartendorf.konstantin-kirsch.de/site/assets/files/1036/broschuere_waldgartendorf.pdf

Eine Verneinung einzelner oder aller drei Fragen würde für mich keinen Hinderungsgrund darstellen am Dienstag einen Vortrag zu halten.

Sollte inhaltliche Kritik an der Broschüre auftauchen, würde ich mich über Mitteilungen diesbezüglich sehr freuen, damit ich diese prüfen und bei Folgeauflagen gegebenenfalls berücksichtigen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Konstantin Kirsch

17. Juli 2017
Im erneuten Anruf der Organisatorin des Vortrages wird mir mitgeteilt, dass der Vortrag abgesagt wird. Die Unileitung hat beschlossen, dass die Zeit nicht reicht um die Vorwürfe genau zu prüfen, deshalb wird vorsorglich abgesagt.

In der Permakultur gibt es den Ansatz aus Problemen Lösungen zu machen.
Im Gespräch mit der Organisatorin finden wir einen kreativen Lösungsansatz:

Statt dem Vortrag am 18.7. machen wir einen Runden Tisch um über die Situation und mögliche Auswege zu sprechen.

Spät abends schreibe ich noch einen Blogeintrag zum Thema „Antifa“:
http://www.konstantin-kirsch.de/2017/07/liebe-antifa-ich-hab-da-mal-ne-frage.html

18. Juli 2017
Das Treffen des runden Tisches war zuerst angedacht im Unigelände. Doch zu Beginn war nicht klar, ob auch ein Dozent dabei sein wird, und das war als Bedingung genannt für ein Treffen mit mir, wenn man sich im Unigelände hätte treffen wollen. So findet der Runde Tisch statt in einem Schrebergarten
Es treffen sich 5 Studenten, ich sowie ein Dozent (der kurzfristig doch dabei sein konnte).
Von den Studenten ist eine die Organisatorin des Vortrags sowie einer, der bei der Antifa aktiv ist, ohne jedoch im Namen der Antifa reden zu dürfen, weil es keinen Beschluss gebe, den er vertreten könnte.

Ich empfand den Austausch als sehr interessant sowie konstruktiv. Es wurde klar, dass die Vorwürfe gegen mich an den Haaren herbei gezogen sind und dass keine Bedenken gegen mich und meinen Vortrag gerechtfertigt sind. Gleichzeitig tauchte eine geniale Idee auf: Da ich der Autor des Anastasia-Indexes bin, und der Verlag derzeit die zweite Auflage vorbereitet, könnte ich darin eine politische Stellungnahme veröffentlichen um die Familienlandsitz-Bewegung zu schützen von Extremen. Damit diese Stellungnahme auch anerkannt wird von jenen, die bisher die Anastasia-Bewegung kritisch betrachteten, kam die Idee auf, dass ich doch die Amadeu Antonio Stiftung fragen könnte um Mithilfe bei der Formulierung. Diese Idee fand ich sofort genial. Wer sonst wäre prädestiniert um so einen Klärungs-/Distanzierungstext professionell zu prüfen?

19. Juli 2017
In privatem Rahmen, in einem Wohnzimmer einer Studenten-WG, zeigte ich die Bilder, die ich vorbereitet hatte für den Vortrag. So konnten zumindest einzelne Studenten den fachlichen Eindruck von meinen Naturbauten bekommen um anschließend mit den Kommilitonen darüber zu sprechen. Danach machten wir noch einen Rundgang durch den Garten der Studenten-WG.

23. Juli 2017
Während ich an dem Text schreibe, der in den Index kommen könnte zu Klarstellung / Abgrenzung, beschäftige ich mich kritisch mit der Amadeu Antonio Stiftung und schreibe dazu einen Blogeintrag:
http://www.konstantin-kirsch.de/2017/07/ist-die-amadeu-antonio-stiftung-nationalistisch-und-voelkisch.html

Ich wollte in diesem Fall etwas genauer wissen, mit wem ich es zu tun habe, wenn ich mit dieser Stiftung kooperiere / von ihnen Hilfe erfrage. Mag sein, dass dieser Blogeintrag auch von Mitarbeitern der Stiftung gelesen wurde, mag sein, dass nicht. Ich finde diesen Blogeintrag völlig fair, sie haben auch die Anastasia-Bücher öffentlich kritisiert, ohne mich vorher zu fragen. Und als Autor des Indexes wäre ich durchaus fähig gewesen ihnen zu helfen auch andere Zitate aus der Buchserie herauszufinden.

31. Juli 2017
Email an die Stiftung:

Von:    Konstantin Kirsch
An:    Marius Hellwig <marius.hellwig@amadeu-antonio-stiftung.de>
Datum:    31.07.2017 10:40
Betreff: Frage bezüglich Anastasia-Bewegung
Sehr geehrter Herr Hellwig,

über den Film vom Bayerischen Rundfunk habe ich davon erfahren, dass Sie sich kritisch mit der Anastasia-Bewegung beschäftigen.

Dies empfinde ich grundsätzlich als wertvoll. Auch mein Eindruck ist, dass einzelne Menschen mit aussergewöhnlichen bis bedenklichen Ansichten in dieser „Szene“ aufgetaucht sind. Sicher kann es unterschiedliche Einschätzungen geben, was als „bedenklich“ gilt. Mich stört es beispielsweise wenn Menschen ihre Vorstellung verbreiten wollen, dass es Bewohner im Inneren der Erde geben würde.

In dem BR Beitrag sprechen Sie von rassitischen Äußerungen, die in der Szene toleriert werden würden.
Dies kann ich nicht nachvollziehen. Sicher kenne ich nicht alle zehntausende an Lesern, habe aber gleichwohl viele Menschen kennengelernt, die diese Bücher lesen. Nie habe ich rassistische Bemerkungen wahrgenommen.

Durch den von mir geschriebenen Index und verstärkt durch die TV-Interviews kam ich in eine spezielle Rolle, die ich gar nicht geplant hatte. Manch einer sieht mich als Sprecher der Bewegung. Zumindest wird meinen Aussagen deutlich Gehör geschenkt.

Daher habe ich wohl die Möglichkeit eine Klarstellung zu veröffentlichen, die beitragen kann, dass rassistisch ausgerichtete Menschen sich aus der Anastasia-Szene entfernen bzw. ihr in Zukunft fern bleiben.

Könnten Sie mir helfen wie so ein Text verfasst sein könnte, damit er eine entsprechende Wirkung erzielt?

Mit freundlichen Grüßen
Konstantin Kirsch

3. August 2017
Email an die Zentrale der Stiftung:

Von:    Konstantin Kirsch
An:    info@amadeu-antonio-stiftung.de
Datum:    03.08.2017 08:03
Betreff: Frage bezüglich Anastasia-Bewegung

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Montag schrieb ich eine email an:
Marius Hellwig <marius.hellwig@amadeu-antonio-stiftung.de>
zu der ich bisher noch keine Antwort bekommen habe.

Daher wende ich mich nun an Sie.
Können Sie erkennen ob meine email angekommen war?

Mit freundlichen Grüßen
Konstantin Kirsch

[im Anhang eine Kopie der Email vom 31. Juli]

14. August 2017

Bisher gibt es keine Reaktion von Herrn Hellwig oder von der Amadeu Antonio Stiftung.

Im Internet erfahre ich heute von einem interessanten Gerichtsurteil:

Amadeu Antonio Stiftung darf weiterhin als Stiftung der Schande bezeichnet werden.
Zitat von hier und hier (Links gehen zu archivierten Seiten, weil der Inhalt so bestehen bleibt und die verlinkten Adressen nicht auch noch durch mich Traffic bekommen – ich bin nämlich weder Unterstützer der AfD noch von PInews)

Es war wohl so, dass die Amadeu Antonio Stiftung der Kandidatin der AfD, Alice Weidel diese Aussage über das Gericht verbieten wollte, jedoch unterlegen ist. Leider konnte ich bisher den Originaltext des Urteils nicht finden, sonst hätte ich darauf gerne verlinkt.

Ich empfinde den Begriff „Stiftung der Schande“ frech und entehrend. Gleichzeitig habe ich selbst erlebt, dass Aktionen der Stiftung entehrend empfunden werden können. Ein Zitat von Alice Weidel finde ich interessant:

„Auch wenn sich die Stiftung gegen Kritik vehement wehrt, wird immer wieder sichtbar, wie gut die linke Szene vernetzt ist. Wenn sich Kahane von als extrem eingestuften Gruppierungen nicht eindeutig distanziert, wird sie meiner Meinung nach auch weiterhin eine ‚Stiftung der Schande‘ sein.“ Zitat von hier.

Zurück zum geplanten Klarstellungstext für die Neuauflage des Anastasia-Indexes:
Der Text ist etwas umfangreicher geworden, aktuell vier A4 Seiten, und wird daher eher ein Zusatzkapitel und nicht nur ein Vorwort zur zweiten Auflage. Über 15 Menschen haben bei der Entstehung des Textes mitgewirkt. Aktuell befindet sich der Text beim Verlag. Sobald von dort „grünes Licht“ kommt, will ich den Text auch hier im Blog veröffentlichen. Da es keine Antwort von Herrn Hellwig oder von der Amadeu Antonio Stiftung gab, konnte ich leider keine Anregungen von dieser Seite aus in den Text einfügen.

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Nachtrag 25. August 2017
Der Textentwurf ist nun online: http://www.konstantin-kirsch.de/2017/08/von-russland-in-die-welt.html