Konstantin Kirsch

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Mittwoch 20. Januar 2016

Vergleich Xeoos Twinfire und Tigchel-Ofen

Von einem Freund habe ich per email diese Frage bekommen:

Kennst Du den Xeoos-Ofen? (www.xeoos.de)

meine Antwort:

Ja, die Twinfires von Xeoos kenne ich. Habe sie sogar früher kennen gelernt als die Tigchel.
Ist ja modern geworden, dass mit dem Zusatzfeuer nach unten. Es gibt auch andere Anbieter, die diese Feuertechnik anbieten.

Der messtechnische Wirkungsgrad mag knapp ähnlich sein zum Tigchel. Aber eins geht garantiert nicht:
12 kg Holz rein, anzünden, 15min später Anfeuerklappe umlegen und 14 Stunden gemütliche Wärme, ohne einmal nachlegen!

Ein Problem am Xeoos ist die relativ große Scheibe. Wirkt zwar nett das Feuer zu sehen (ist auch Mode geworden), aber darüber verliert es viel Wärme, die das Feuer eigentlich noch haben muss, um gut fertig zu brennen.

Laut dieser Seite: http://xeoos.de/fileadmin/dateien/Zusammenfassung_xeoos.pdf
hat der Xeoos eine Abgastemperatur von 210°C. ( = Verlustwärme im Schornstein)
Beim Tigchel liegt sie weit niedriger: 80 bis 120°C!
Die Wärmeabgabe beim Xeoos läuft über eine hohe Oberflächentemperatur.
Beim Tigchel ist es eine viel größere Abstrahl-Fläche in relativ niedriger Oberflächentemperatur, dadurch viel mehr Strahlungsanteil und weniger Lufterwärmung.

In der Bedienungsanleitung finde ich diesen Satz:
„Die Verwendung von Weichhölzern als Scheitholz sollte aufgrund des geringen Brennwertes und des hohen Ascheanfalls vermieden werden.“
Die Angabe zum Brennwert ist fachlich gesehen falsch, zumindest unvollständig: Weichholz hat oft einen höheren Brennwert als Hartholz, wenn man es pro Gewicht rechnet. Nur wenn man es pro Volumen rechnet ist der Brennwert kleiner! Und hoher Ascheanfall ist bei Weichholz auch nicht generell vorhanden.

Beim Tigchel ist gerade (billiges) Weichholz gut geeignet, weil es sehr stark, schnell und heiß brennt.
Trotzdem produziert auch Weichholz im Tigchel fast keine Asche!

Zum Thema Anheizen finde ich: Bis zum Erreichen der notwendigen Grundglut muss der TwinFire® Starter in Position „Anheizen“ stehen. Nach ca. 30-45 Minuten ist so viel Glut entstanden, dass auf Position TwinFire® gestellt werden kann (Indikator: X-Feuerrost glüht).
Das  bedeutet, man muss nach dem Anheizen mindestens 45 Minuten im Haus bleiben, oder dann wieder da sein, um zum rechten Zeitpunkt umzuschalten. Da aber die eingelegte Holzmenge nur für ca. 1,5 Stunden reicht, muss man praktisch dauernd zu hause sein…

Dann finde ich noch: „Wichtig: Holz ist kein Dauerbrand Brennstoff, das bedeutet: ein Durchheizen über  Nacht ist mit Holz nicht möglich. Zur Dauerglut  eignen  sich Braunkohlebriketts.“
Nun, da der Xeoos fast keine Speichermasse hat, muss man ihn nachts wohl mit Braunkohle betreiben… und die muss man kaufen, sind nicht regenerativ und die Asche sollte nicht in den Garten…

Und dann dies:
„Die Nennwärmeleistung von 5 kW wird mit ca. 1,2 kg  Holz […] pro Stunde erzielt. Legen Sie nie mehr als ein bis zwei Stücken auf einmal auf [2 kg bei 5kW]“
Das heißt konkret, wenn man den Xeoos 14 Stunden lang warm haben will muss man 10x Holz nachlegen. Alle 1,5 Stunden muss man beim Ofen sein. Das geht oft nicht bei aktuellem Lebensstil, z.B. mit Arbeitsplatz ausserhalb der eigenen Wohnung, etc.

Will man das Haus durchgehend heizen, reicht es beim Tigchel aus, einmal pro TAG! Feuer zu machen. Nur bei ganz kalten Tagen macht man zwei mal am Tag ein Feuer im Ofen.
Beim Xeoos darf man Tags UND NACHTS!! alle 1,5 Stunden Holz nachlegen….

Zum Thema Wartung finde ich noch dieses:
Rauchgaszüge reinigen
Die Grundreinigung, die je nach Intensität der Nutzung alle 2-3 Jahre durchgeführt werden sollte, darf nur durch einen autorisierten Fachhändler durchgeführt werden. Hierzu müssen die Isolier-Platten [ Vermiculite-Platte ] entfernt werden.
Beim Tigchel kann man selber putzen. Und zerlegen muss man den auch nicht zum Putzen…

Je nach Ausführung und Anbieter liegt ein großer Xeoos sogar höher im Preis als der kleine Tigchel…
Nun, der Tigchel ist noch recht unbekannt, aber das lässt sich ändern!

Mein früherer Blogeintrag zum Tigchel-Speicherofen:

http://www.konstantin-kirsch.de/2015/11/speicherofen-der-sonderklasse-tigchel.html

Im Februar machen wir zwei Seminare, in denen jeweils ein Tigchel Speicherofen aufgestellt wird!

19.-21.Febr.  Seminar: Flamme und Feuer in Herd und Heim

26.-28.Febr.  Seminar: Wohlige Wärme für Haus und Hof

*****

Nachtrag:
Ich hörte, dass der Erfinder des umgekehrten Feuers die Firma Wallnöfer in Südtirol sei. Also habe ich mich auf deren Webseite auch mal umgeschaut: http://www.wallnoefer.it/produkte/walltherm-kaminoefen.html

Dort finde ich: Die Asche vom oberen und unteren Brennraum wird täglich entnommen, […] Die Reinigung der Rauchzüge sollte alle 6-8 Wochen durchgeführt werden. […] Dichtungsbänder an Türen und Reinigungsöffnungen sind ca. alle 2-3 Jahre auszutauschen. Der Injektorblock aus Edelstahlfeinguss und die Gussroste im oberen Brennraum haben eine durchschnittliche Haltbarkeit von ca. 3 – 6 Jahren, je nach Benutzung des Ofens. Schamottesteine können mit der Zeit oberflächliche Risse zeigen, in der Regel sind sie dadurch aber noch stabil und erfüllen Ihren Zweck, erst wenn sie nach ca. 7-8 Jahren zerfallen, sollten sie getauscht werden. Die Glasscheibe des unteren Brennraums ist sehr hohen Temperaturen ausgesetzt, sie muss in Einzelfällen periodisch ausgetauscht werden, falls sie Ihre Transparenz verliert. 

Auf dieser Seite http://www.wallnoefer.it/produkte/walltherm-kaminoefen/kaminoefen-wallthermr-air.html
finde ich auch was interessanten: Zum einen heißt der Ofen „Strahlungsofen“ mit dem Begriff „Air“ davor. Dann steht dort: „Warmluftgebläse“ […] Die Zirkulation der Warmluft kann je nach Bedarf zugeschaltet und reguliert werden.

Da gibt es also viel Warmluft…. und viel Arbeit um laufen zu putzen und Teile zu tauschen…

Montag 18. Januar 2016

Permakultur Infobrief Januar 2016

Da ich gerade einen email Übertragungsfehler hatte, veröffentliche ich den aktuellen Newsletter hier im Blog:

Infobrief Permakultur

Hallo,

alles Gute im neuen Jahr 2016 für nachhaltige Projekte, für Permakultur

In meinem Blog habe ich in den letzten Wochen einige Beiträge zum Thema Permakultur veröffentlicht:

Permakultur in der Supermarktkette real:
www.konstantin-kirsch.de/2015/12/permakultur-bei-supermarktkette-real.html

Flächenverbrauch, je nach Siedlungsdichte:
www.konstantin-kirsch.de/2015/12/ein-hektar-niedrigster-flaechenverbrauch.html
(das Thema ist etwas umstritten, aber man muss es endlich mal thematisieren, dass dichte Bebauung in Städten ganz viel Fläche ausserhalb der Stadt braucht um die Stadt am Leben zu !)

Vergleich zweier Ofentypen:
www.konstantin-kirsch.de/2015/12/unterschied-rmh-und-tigchel-ofen.html

Offene Fragen zur „Energiewende“
www.konstantin-kirsch.de/2015/12/offene-fragen-zur-energiewende.html

*****

nette Idee: Urinal für Festivals aus Blechstücken und Strohballen:
www.theguardian.com/artanddesign/architecture-design-blog/2013/apr/26/uritonnoir-straw-bale-urinal-festivals

*****

Erwin Zachl, der bekannte Sensenlehrer, kommt im April in unsere Region und gibt einen Kurs für Holzkohleerzeugung / Terra Preta und die mobile Komposttoilette:
www.bio-ernteland.at/wp-content/uploads/2010/12/Sensen-Metzlar-2016-1.pdf

*****

Ende letztes Jahres haben wir das Haus gekauft, in dem ich seit 10 Jahren meine Adresse habe. Dort werden wir ab dieses Jahr Veranstaltungen und Seminare anbieten.

Dabei gibt es einige Seminare, die direkt zum Thema Permakultur gehören.

Im Februar geht es um den technischen Ausbau bezüglich Wärme. Im Sinne der Bäume sollte ein Holzofen besonders wenig Brennholz brauchen (Wirkungsgrad von über 90%) und praktisch nur als Strahlungsheizung funktionieren, weil dies viel gesünder ist als Warmluft. Dazu sollte der Ofen umzugsfähig sein, so dass man ihn z.B. auch in einer Mietwohnung betreiben kann. Sobald ein Umzug ansteht, sollte man den Ofen einfach abbauen und wieder aufstellen können. Dann wäre noch passend, dass man nur möglichst selten, also z.B. nur einmal am Tag, ein Feuer im Ofen entfacht und die Speichermasse die Wärmestahlung über den ganzen Tag verteilt abgibt.
Ich kenne übrigens nur einen Ofentyp, der all diese Kriterien erfüllt!

Im ersten Seminar geht es auch um Holzgaskocher, mit denen man auch im Freien und in lebenden Lauben warmes Essen zubereiten kann. Im zweiten Seminar geht es neben Ofenbau auch um Biomeiler:

19.-21. Febr. Flamme und Feuer in Herd und Heim (inkl. Ofenbau!)
26.-28. Febr. Wohlige Waerme für Haus und Hof (inkl. Ofenbau!)

Übrigens kann man mit der Montage dieser Öfen auch Geld verdienen.
Alles was dazu zu können ist, lernt man auf diesen zwei Seminaren!

Um Permakultur zu verwirklichen bedarf es auch neuer Lern- und Bildungsmethoden. Daher bieten wir einen Lais-Kurs:
11.-20. März Lais Modul 1 (natürliches Lernen)

Wie ein Waldgarten geplant und angelegt werden kann ist Thema im April:
1.-3. April Permakultur Seminar Waldgarten

Das permakulturelle Selbstmach-Geld feiert Jubiläum:
4.-5. Juni Jubiläumsfeier: Sieben Jahre Minuto!

weitere Infos und Anmelde-Links in der Übersicht:
http://www.waldgartendorf.de/seminare-veranstaltungen.html

Viele Grüße
Konstantin

Hier kann man sich zum Newsletter anmelden:
http://www.naturbauten.org/Newsletter_Anmeldung.html

Dienstag 5. Januar 2016

politisch links oder rechts?

Hallo,

klingt vielleicht komisch, aber ich habe mich noch nie intensiv mit dem Unterschied zwischen politisch links und politisch rechts beschäftigt. Ich habe es nie verstanden, was damit gemein ist. In der Schule wurde mir beigebracht, dass es etwas mit der Sitzordnung in Parlamenten zu tun hat. Meiner Empfindung nach stehe ich politisch komplett aussen vor, weil dieses ganze Kasperltheater in mir weder Freunde noch Interesse weckt.

Soeben habe ich mal bei wikipedia nachgeschlagen und bin stark erstaunt, was dort zu finden ist:

https://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Rechte_%28Politik%29

„Sie geht von einer Verschiedenheit der Menschen aus und befürwortet oder akzeptiert daher eine gesellschaftliche Hierarchie. Ungleichheit wird deshalb von der politischen Rechten als unausweichlich, natürlich, normal und wünschenswert betrachtet. Hier ist zu unterscheiden zwischen der klassischen Rechten, welche die Ungleichheit durch Erbfolge und Familientradition gerechtfertigt sieht, und der liberalen Rechten, welche Ungleichheit nur dann für gerechtfertigt hält, wenn sie das Resultat eines fairen Wettbewerbs ohne Vorteilsweitergabe an Nachfahren ist.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Linke

„Die mitunter weit voneinander entfernten Strömungen der politischen Linken eint dabei, dass sie von einer Gleichheit der Menschen ausgehen. Mit linker Politik werden sehr unterschiedliche Umsetzungsversuche jener ideologischen Ansätze bezeichnet, welche die Aufhebung von Ungleichheit und als Unterdrückung begriffenen Sozialstrukturen, zugunsten der wirtschaftlich oder gesellschaftlich Benachteiligten, zum Ziel haben.“

Also rein logisch betrachtet empfinde ich, dass beide Aussagen falsche Schlussfolgerungen beinhalten. ich mach das mal deutlich durch Fettdruck:

Zu den „rechten“:
…und befürwortet oder akzeptiert daher eine gesellschaftliche Hierarchie…

Was ist Faktum: sind Menschen gleich? Ich meine: wirklich gleich? Ja? wirklich? Sind Zwillinge gleich? Sind eineiige Zwillinge gleich? Ist ein einzelner Mensch mit sich selbst gleich, sobald nur ein Bruchteil einer Sekunde vergangen ist?

NEIN! Es gibt keine Gleichheit zwischen Menschen, nicht zwischen Tieren, zwischen Pflanzen, zwischen gar nichts, ausser in komplett abstrakten Gebieten, in denen die Existenz von Gleichheit per Definition erst ermöglicht wurde (zB. Mathematik).

Also: Faktum ist, es gibt keine gleichen Menschen, sondern nur unterschiedliche Menschen. Dies hat aber rein gar nicht mit Hierarchie zu tun. Diese Schlussfolderung ist grundfalsch. Mir scheint in dem Text wird die Unterscheidung zwischen Menschen und Personen missachtet. Personen können die gleichen Rechte haben (auch wenn die Personen nicht gleich sein können). Eine Unterschiedlichkeit kann es in den Rechten geben und dann kann es eine Hierarchie geben: Manche haben mehr Rechte, andere weniger. Aber das Thema „Recht“ ist eine komplett abstrakte Geschichte und hat mit den Menschen noch nie was zu tun gehabt sondern nur mit Personen (die sich allerdings schon öfters mit der ihnen angebotenen Person fehlidentifiziert hatten).

Dann steht in dem Zitat noch was von Erbfolge und Familientradition. Hm, wenn jemand seinen Familienlandsitz schön gestaltet, so ein echter Raum der Liebe, der die Bewohner nährt, schützt und versorgt. Und ein anderer macht aus seinem Hektar nichts. (gleiches Recht = jeder einen Hektar…) Dann vererbt der eine einen produktiven Landsitz, der andere nur die Basis auf der was gemacht werden könnte, aber noch nicht wurde. Die Weitergabe eines besonders schön gelungenen Landsitzes an Nachfahren in der Familie ist dann „Vorteilsweitergabe an Nachfahren“. Aber selbst dann ist das keine Hierarchie zwischen den Landsitz Bewohnern. Es mag sein, der eine ist satt, der andere hungrig. Aber das ist keine Hierarchie im Sinne einer Rechtslage.

zu den linken:
…Ungleichheit und als Unterdrückung …, zugunsten der … Benachteiligten,

Es ist meines Erachtens eine logische Fehlverknüpfung aus einer Ungleichheit eine „Unterdrückung“ und „Benachteiligte“ zu kreieren.

Resumee:
Wenn ich fordere: Jede Familie soll einen Hektar bekommen (also alle gleiche „Land-Rechte“), bin ich wohl politisch „links“.
Wenn dann dieser Familienlandsitz an Nachfahren weiter gegeben wird, gilt dies wohl politisch als „rechts“.

(kopfschüttel)

Also ich finde: Weder die Erklärungen/Definitionen bei Wikipedia sind logisch in sich noch taugen sie für das Leben auf dem Landsitz, oder wir taugen nicht für das politische Links-rechts Geplänkel.

Viele Grüße
Konstantin

Donnerstag 31. Dezember 2015

Dreißig Jahre Wackersdorf

Vor dreißig Jahren änderte sich mein Leben drastisch und dramatisch. Kurz nachdem ich Zivildienstleistender beim Bund Naturschutz in Bayern wurde, war das Hauptthema: WAA Wackersdorf.

Mittlerweile gibt es Menschen, die womöglich noch nie etwas von „Wackersdorf“ gehört haben, oder nicht mal wissen was „WAA“ bedeutet. Nun, vor 30 Jahren war es anders. Massen an Sonderzügen fuhren nach Bayern, Deutschlandweit fuhr die Polizei nach Bayern. Es war quasi „Krieg Staat gegen Volk“. Die Menschen wollten keine WAA = Wiederaufarbeitungsanlage für abgebrannte Kernbrennstoffe. Der Staat (der angeblich das Volk vertreten würde), wollte die Anlage mit aller GEWALT.

Im Winter 1985/86, genauer gesagt von Weihnachten bis Neujahr, bin ich nach Wackersdorf gefahren um das Hüttendorf live kennen zu lernen, von dem ich nur gehört und gelesen hatte. Ich war sehr zurückhaltend und habe bei extrem kalten Temperaturen (kälter als minus 20 °C) etwas abseits alleine im Zelt „überlebt“, weil die provisorischen Holzhütten, teilweise mit Ofen, mir sehr befremdlich vorkamen. Die Massen an Menschen waren für mich auch ungewohnt. Ich wollte nur beobachten und mich möglichst nicht einmischen.

Rechts im Bild, die Küche des Hüttendorfes:

wackersdorf

Aktiv beigetragen habe ich damals beim gemeinsamen Tragen von Baumstämmen. Es war erstaunlich: Wenn fünfzig Menschen gemeinsam anpacken, können die dicksten und längsten Stämme getragen werden. Zum Abschluss meiner Reise habe ich noch die Anzahl der Hütten gezählt. Es waren deutlich mehr als einhundert!

Seit dieser Reise war und ist in meinem Leben nichts mehr wie vorher. Es war für mich vorher undenkbar, dass „Staat“ und „Volk“ so gegeneinander stehen.Mittlerweile verstehe ich, wenn jemand sagt: Der „Staat“ ist der natürliche Feind des Menschen.

Es war ein sehr friedliches Hüttendorf. Massen an Einheimischen kamen rund um die Uhr und brachten Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs.

Ein paar Tage nach meiner Abreise wurde am 7. Januar 1986 das Dorf brutal geräumt. Später kam ich immer wieder an diesen schicksalshaften Ort. Im April 1986, als Tschernobyl explodiert war und über Bayern radioaktiver Regen herunter ging, war ich auch in Wackersdorf. Keiner von uns wusste damals was passiert war. Es war April und warm genug um im Freien zu nächtigen, doch ich fühle mich im Freien unwohl und habe in einer Scheune den Schlafsack ausgerollt. Wenige Tage später erfuhr ich von der Tragödie, die jetzt, knapp 30 Jahre später immer noch ganz Europa belastet UND aktuell obendrein im Kriegsgebiet Ukraine liegt!!!

Damals in Wackersdorf machten sich viele Gedanken um eine bessere Welt. Ja, auch „Windräder“ waren damals im Gespräch, aber selbstverständlich nur als Methode für regionale Selbstversorgung und nicht, wie heute gebaut, als Mega-Anlagen zur Einspeisung ins Netz.

Bei einer späteren Reise nach Wackersdorf war der „Bauzaun“ schon gebaut. Na, ja, das war mehr als ein Bauzaun:
Ein Betongraben mit 45° Schrägen aus extra glatten Beton, so dass man nicht nach oben gehen konnte, Dann ein massiver Stahlzaun und oben drauf Nato-Draht. Auf der Gegenseite dann noch Wasserwerfer mit CS Gas. Im übrigen ist der Einsatz von CS Gas im Kriegsfall völkerrechtlich geächtet gegen den Feind einzusetzen… aber gegen das eigene Volk wurde es massiv eingesetzt, durch die CSu unter Franz Josef Strauß. Freunde von mir haben Lungenödeme davon getragen…

Der Franz Josef Strauß hat angeblich bei der Überlegung, wo die WAA hinkommt, gesagt: „Die kommt zu uns in die Oberpfalz, mit den Oberpfälzern kann man’s machen“. Nun, mit den Oberpfälzern kann man wohl fast alles machen, aber man darf eines nicht: Sie beleidigen! Da der Satz raus kam, waren die Oberpfälzer beleidigt, und es ging NICHTS mehr. Wenn das Volk aufsteht ist schluss mit lustig (für die Re-Gier-enden).

Ich habe bei jeglichem CS-Gas Einsatz immer rechtzeitig „Hackengas“ gegeben, bin also weggerannt. Ich wollte eh nur da sein und dadurch meinen Protest ausdrücken. Etwas kaputt machen wollte ich nicht und habe ich nicht.

Ein Erlebnis kann ich nie vergessen: Am Zaun waren die Kämpfe aktiv, Steinewerfer und Stahlsäger am Zaun, mit Planen gegen den Wasser-Gas-Strahl der Wasserwerfer notdürftig geschützt. In ca. fünfzig Meter Abstand vom Zaun kommt eine alte leicht gebückte Dame mit Handtasche den Waldweg daher. Sie strebt direkt auf einen schwarz vermummten sogenannten Chaoten, öffnet ihre Handtasche und reicht ihm einen dicken Stein mit den Worten: „Hab ich von der Eisenbahn geholt, schmeiß Du, ich bin zu alt, ich hol einen neuen.“ Damit drehte sie sich um und ging Richtung Eisenbahnstrecke um einen weiteren Stein zu holen. Ich stand geschätzt drei Meter neben dieser Begegnung und staunte nur noch.

Grob drei Jahre später wurde der Bau eingestellt. Zitat aus Wiki:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wiederaufarbeitungsanlage_Wackersdorf

Am 31. Mai 1989 wurde der bis dahin ca. 10 Mrd. DM teure Bau eingestellt.

Es stand für diese 10.000.000.000 DM fast nichts. Der lange Zaun sowie eine Halle…

Als ich 89 die Nachricht des Baustopps hörte, war ich nur zum Teil erfreut. Denn der Atommüll geht seither nach Frankreich. Und ich ahnte richtig: Die AKW werden nicht so schnell gestoppt, wenn überhaupt…

Fukushima brachte dann den Konzernen die Chance eine „Energiewende“ durch die Re-Gier-ungen verkünden zu lassen. Dabei entstehen allerdings mehr offene Fragen als Antworten:
http://www.konstantin-kirsch.de/2015/12/offene-fragen-zur-energiewende.html

Die verteuerbaren Energiequellen produzieren Kosten, aber keine (Mehr-) Energie… Dazu kam seit den vergangenen 30 Jahren noch die mittlerweile (fast) überall verbreitete Geschichte vom bösen CO2: Fast alles ist mittlerweile CO2 freundlich, oder CO2 neutral oder oder. … Wer noch denken kann, bekommt Nackenschmerzen vor lauter Kopfschütteln.

Eins wurde mir schon im Winter 85/86 klar: Meine Oma hatte die richtige Aussage gebracht: „Wer etwas bekämpft, unterstützt das, was er bekämpft.“ Man kann auch sagen: „Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.“ Je mehr Demonstranten kamen um so mehr Polizei rückte an…

Was wirklich zählt, um eine Änderung herbei zu führen, ist es, das aufzubauen was man will und nicht, das zu bekämpfen was man nicht will.

Dazu ein Zitat von Buckminster Fuller:

You never change things by fighting the existing reality. To change something, build a new model that makes the existing model obsolete.

Auf deutsch heißt das soviel wie:

Man kann Dinge niemals verändern, indem man die bereits existierende Realität bekämpft. Wenn Du etwas verändern willst, erschaffe ein neues Modell, das das vorhandene obsolet macht und ersetzt.
oder:
Man bewirkt niemals eine Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft. Um etwas zu verändern, schafft man neue Dinge oder geht andere Wege, die das Alte überflüssig machen.

 

In der Folge dieser Erlebnisse suchte ich nach der für mich passenden Antwort. Was ist das „neue Modell“? Was ist das, was ich erschaffen will? Was ist das, was das vorhandene ersetzen soll? Im Sommer 1986 fand ich Bücher zur Permakultur und kurz darauf fand ich die „Handbücher für bessere Zeiten“ von Rudolf Doernach, aus denen ich die Inspiration entnahm, lebende Häuser entwickeln zu wollen. Zwanzig Jahre später kamen die Anastasia Bücher in mein Leben und nun gehört das „Modell Familienlandsitz“ zu den Projekten, die ich am erschaffen bin. Dann habe ich noch 2009 das Selbstmach-Geld Minuto entwickelt. Schon in Wackersdorf war für mich zu erkennen, dass das bisherige Geld zum Verrat an geistigen sittlichen Werten führt. Es gab unzählige Geschichten, dass Personen für die WAA waren weil sie damit auf einen bezahlten Job hofften, oder auf mehr Gewerbesteuer in der Kommune, oder oder… Der Bedarf das alte Geldsystems umzubauen oder zu ersetzen mit etwas lebensfreundlichem war mir vor 30 Jahren klar, allerdings hat die Entwicklung eines Lösungsvorschlages mehr als 20 Jahre gebraucht. Mal sehen wie schnell sich die neuen Modelle rumsprechen, wie schnell sie in Anwendung kommen und wann das alte Modell überflüssig ist!

*********

Nachtrag: Anleitung zum Abschalten aller AKW’s:

Was Sie in Ihrem jeweiligen Lande machen muessen, um die Atomkraftwerke in Ihrem Land abzuschalten und damit das Ende Ihrer Atomindustrie einzulaeuten, ist nur dies:

Fragen Sie hartnaeckig, ob das schlimmstmoegliche Horrorszenario mit Hunderttausenden Toten hier und jetzt und heute passieren koennte und wenn ja, ob dann Atomenergie im Nachhinein noch vertretbar waere. Immerhin waere es beinahe um Japan geschehen gewesen.

Als naechstes fragen Sie, ob, auch wenn es noch so selten vorkommen koenne, wie denn diese „Seltenheit“ eigentlich berechnet wurde, ob diese Berechnung auf soliden Messungen und Berechnungen (und welchen) oder auf Schaetzungen beruhe, oder ob all diese Sicherheitsabschaetzungen nicht vielmehr mit groesseren Unsicherheiten behaftet seien als sie ueberhaupt aussagen.

Zitat aus: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=209999

Man kann übrigens die erste Frage noch mal verschärfen:
Ist es möglich, dass das schlimmstmögliche Horrorszenario, mit Hunderttausenden Soforttoten, jetzt, soeben, zB. vor einer Minute, eingetreten WAR und wir es nur noch nicht erfahren haben? Und wenn ja, würden Sie dann immer noch Atomenergie als vertretbar, als Übergangslösung, als sinnvoll, als xxx bezeichnen?

Dienstag 29. Dezember 2015

offene Fragen zur „Energiewende“

Seit einiger Zeit betrachte ich die sogenannte „Energiewende“ kritisch. Immer öfter wird ein Hektar voll PV Anlagen gebaut, immer mehr Windspargel stehen in der Landschaft. Bei diesem Thema gibt so derart viele Verwirrung, dass ich mit einigen Fragen zur Entwirrung beitragen mag. Es kann allerdings sein, dass es zuerst NOCH verwirrender aussehen mag.

Als Auftakt stelle ich nur die Frage:

Der hauptsächliche Energiebedarf der Menschheit besteht aus Wärme oder Strom?

 

 

 

*** bitte zuerst nachdenken, dann runter blättern***

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

richtige Antwort: Wärme!!

 

Ohne Strom kann Mensch sehr gut leben, ging ja auch Jahrtausende gut.

Ohne Wärme, kann es, je nach Situation und Jahreszeit, schon nach wenigen Stunden sehr eng werden.

Es wird auch aktuell ein vielfaches an Wärme in einem Haushalt verbraucht als an Strom.
Und bei denen, die mit Strom heizen ist der Anteil der Heizung mit Abstand der größte Verbrauch.

Wenn also „Wärme“ das vordringlichste Bedürfnis der Menschen ist wenn es um Energie geht, wieso wird dann bei der „Energiewende“ fast nur von Strom geredet????? Photovoltaik (Strom), Windräder (Strom), Biogas (Strom), Hochspannungsleitung (Strom), Elektroautos (Strom) usw.

Beim Thema Wärme geht es auch ganz konkret um das Thema Wohnung bzw. Haus.

Diesbezüglich wurde mir der Hinweis gegeben, es gäbe auch „Plus-Energiehäuser“, also Häuser, die (angeblich) mehr Energie produzieren, als verbrauchen.

Nun, schauen wir uns das mal etwas genauer an:

Nach kurzer Websuche fand ich dieses:
http://www.plusenergiehaus.de

Möglicherweise gibt es auch andere Anbieter ähnlicher Bauweise.

Diesbezüglich habe ich auch ein interessantes Zitat gefunden:

„Als Plusenergiehaus wird ein Gebäude bezeichnet, das mehr Energie erzeugt als es verbraucht. Dabei wird die beim Bau des Hauses benötigte Energie zur Herstellung, für den Transport, den Einbau und die Entsorgung (also die sogenannte graue Energie) nicht berücksichtigt. „

Zitat von:
www.baunetzwissen.de/glossarbegriffe/Daemmstoffe-Plusenergiehaus_1056627.html

Also ich finde, dass langfristig gesehen (also permakulturell) die sogenannte graue Energie mit berücksichtigt werden muss.

Gibt es „Plus-Energie-Gebäude“, die auch „plus“ sind, wenn die graue Energie mit eingerechnet wird? Und meine Zusatzforderung: alle Zahlen werden ohne Zuschüsse und Fördermittel berechnet.

An den von mir gefundenen Beispielen finde ich so manche Fragen:
Photovoltaik: Was ist mit der Umweltbelastung bei der Gewinnung der Rohstoffe für die Herstellung und was ist mit den Gesundheitsbelastungen der Atemorgane der Mitarbeiter bei der Herstellung?
(Hinweis: Ich bin mit einem Mitarbeiter der Firma Draeger befreundet. Er wartet Luftfilteranlagen von Großindustrieanlagen. Was er mir erzählt hat über die Vielfalt und Menge an Giften in Photovoltaik-Produktions-Hallen hat mich mehr als gegraust.)

Angeblich verringert sich die Leistung der Paneele nach 20 Jahren rapide. Was dann?
Die Paneele sind nicht kompostierbar. Wohin mit ihnen?
Was ist mit Standorten, die nicht auf einem Hektar mit Südhang alleine stehen, also mit Häusern, die im Winter keine tiefstehende Sonne ins Haus bekommen? zB Häuser, die an Nordhängen stehen, die im Schatten anderer Häuser stehen etc.
Was ist mit Regionen, in denen im Winter 3-4 Monate lang die Sonne zusammen genommen nur 20-30 Stunden scheint?
Woher kommt da die Wärme im Winter?
Was macht man mit den Bauplätzen in Städten, da haben locker die Hälfte der Häuser Schatten von anderen Häusern?
Wie sieht es auch mit Elektrosmog unter einer Photovoltaik-Anlage hervorgerufen durch die Einspeisewechselrichter?
Welche Veränderungen am Erdmagnetfeld / kosmischen Feldern / unsichtbaren Strahlungen von Sonne etc. produzieren die PV-Solaranlagen für die Bewohner unterhalb dieser Technik?
Strom kann man nur sehr schlecht speichern. Die Speicherung im Netz ist nur ein Rechenweg, aber keine echte Speicherung, also eine Illusion. Ein Pumpspeicherwerk für jedes Dorf als Stromspeicher?
Was passiert bei nächtlichem Stromausfall? Dann versagt die elektrisch betriebene Lüftungstechnik. Besteht dann Erstickungsgefahr?
Was ist mit dem Brandschutz? Als aktiver Feuerwehrmann habe ich schon mal ein Haus löschen sollen, tagsüber, auf dem eine Photovoltaikanlage war. Ist echt lebensgefährlich. Die Feuerwehr will solche Häuser lieber abbrennen lassen als löschen. Bei uns geht Selbstschutz vor Vermögensrettung.
Habe gehört, dass die Versicherungen warten bis noch viel mehr Häuser PV Anlagen auf dem Dach haben und dann die Feuerversicherung krass nach oben schrauben. Es ist leicht erkennbar wer so eine Anlage hat (Luftbild). Rechnet sich dann noch das angebliche „plus“, wenn die Versicherungkosten sehr hoch sind?
Wie lange würde es brauchen bis alle alten Häuser abgerissen sind und durch „Plus-Energie-Häuser“ ersetzt werden?
Mit was sollen die Altbauten bis dahin beheizt werden?
usw.

Ich sehe mehr Fragen als Antworten
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Nun noch ein paar ergänzende Fragen zum Thema „Energiewende“:

Wie sieht es mit der grauen Energie aus bei Windkraftanlagen? (also die gesamte Energiemenge für Herstellung und Abriss etc)
Ich stand mal neben der offenen Baugrube eines Risenwindrades. Was dort an Beton versenkt wird ist gnadenlos krass. Und wer holt diesen Felsen mal wieder raus?
Wie werden Windräder recycelt?
Wer hat sich schon mal mit Neodyn Magneten beschäftigt, die in Windrädern verbaut werden?

Zitat: Neodym zählt zu den Metallen der Seltenen Erden. 97% des weltweiten Bedarfs an Seltenen Erden werden in China gefördert. Der Abbau des Gesteins und die Extraktion des Neodyms aus den abgebauten Rohstoffen gehen zumeist mit erheblichen Umweltschäden einher. Wie man sagt, enthalten die Flöze giftige Schwermetalle sowie radioaktives Thorium und Uran, die beim Abbau und der Weiterverarbeitung freigesetzt werden und Flora und Fauna kontaminieren können. Folge dieser Verseuchung sind, so wird vermutet, höhere Krebsraten und daraus resultierende Todesfälle in direkter Nähe zu den Minen und deren Auffangbecken und Abraumhalden. Bei der Bemühung um striktere Umweltauflagen und die Schließung illegaler Minen ist bislang nicht viel Nennenswertes passiert.
Zitat aus: http://www.manufactum.at/neodym-k-ein-gutes-ding-doch-c-1705/

Windräder produzieren Atommüll: Für eine 5MW-Anlage, wie sie etwa in im alpha ventus Windpark vor Borkum eingesetzt wird, wird also eine Tonne Neodym benötigt. “Neodym aber ist ohne große Mengen radioaktiven Abfalls nicht zu haben,
Zitat aus:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/greenpeace_uebernehmen_sie_windraeder_produzieren_atommuell/

Wer mehr zum Thema sucht wird fündig…

Was passiert wenn Windräder Strom aus dem Wind machen? Richtig: Sie bremsen den Wind ab. Wenn viele Windräder stehen, bremsen sie den Wind stärker. Je größer ein Windrad ist, umso mehr Abstand braucht es zum nächsten… Das wäre wie wenn man Solarmodule HINTERENANDER aufstellt statt neben einander. Theoretisch kann man so viel Energie aus dem Wind nehmen bis die Luft still steht, nur dann gibt es gar nichts mehr…

Und: welchen Einfluss haben die Windräder auf das Klima?
Haben wir hier seit drei Jahren so trockene Sommer womöglich weil die Windräder die Wetter-Verhältnisse geändert haben?

Ach ja, ganz simple Frage: Wieviele Windräder hätten wir in D wenn es keine Förderung geben würde?
Was sind „Fördermittel“ wirkllich?
Kann es sein, dass Fördergelder die Staatsverschuldung vergrößern und damit die nachfolgenden Generationen belasten, die diesbezüglich gar nicht gefragt wurden?
Und wenn man alle Kosten der grauen Energie komplett einrechnen würde:
Wie lange müsste ein Windrad laufen um die Herstellungs-, Entsorgungsenergie UND die Wertverluste der beeinträchtigten Immobilien sowie die Kompensation für geschredderte Fledermäuse wieder reinzuspielen?

Wie stark steigt die Wahrscheinlichkeit eines atomaren GAU durch Instabilität des Netzes, hervorgerufen durch Windräder?

Es ist ähnlich wie beim Kunstdünger. Wer denkt da schon an das Uran, das auf die Felder kommt?
Zitat: „Zwischen 1951 und 2005 sind über die Phosphat-Düngung auf deutschen Äckern insgesamt 10.000 bis 13.000 Tonnen Uran ausgebracht worden, stellt Prof. Dr. Ewald Schnug vom Julius-Kühn-Institut in Braunschweig in einer konservativen Abschätzung fest“

So bin ich sicher, dass auch die Folgewirkungen der Windräder und der PV Anlagen die nächsten Generationen noch sehr sehr lange unangenehm beschäftigen werden!

Sobald die Großindustrie mit etwas durchstartet, egal ob AKWs, Windkraft oder „Energiewende“:
Ich bin sehr sehr skeptisch.

Eine echte „Energiewende“ gibt es meines Erachtens nur bei geändertem Denken, Fühlen und Handeln der einzelnen Menschen auf ihren Familienlandsitzen:
www.waldgartendorf.de/leitbild.html

Mittwoch 23. Dezember 2015

Unterschied RMH und Tigchel Ofen

Wer mit Holz heizen will, kann sich viel Arbeit sparen! Wenn die Auswahl auf einen hoch-effizienten Ofen fällt, spart man für das Besorgen, Lagern und Transportieren von Brennholz Zeit und Geld. Es gibt Beispiele, in denen der Holzbedarf um weit mehr als die Hälfte gesunken ist!

Übliche Kaminöfen haben oft einen Wirkungsgrad von ca. 60 bis 70%. Wenn man nach einem Wirkungsgrad über 90% sucht, findet man fast nur noch elektronisch gesteuerte Zentralheizungen und Pellet-Öfen. Ein Problem bei Pellet-Öfen ist, dass das Material gekauft werden muss im Gegensatz zu Scheitholz. Ausserdem verbraucht die Herstellung der Pellets sehr viel Energie, die in eine ganzheitliche Bilanz des Wirkungsgrades eingerechnet werden müsste.

Wer Lösungen sucht, die zusätzlich unabhängig vom Stromnetz funktionieren und noch angenehme, gesunde, direkte Strahlungswärme in den Wohnraum abgeben, hat die Auswahl zwischen dem Tigchel-Speicherofen aus den Niederlanden und dem Selbstbau eines Rocket Mass Heater (RMH). Da ich beide Öfen genauer untersucht habe, mache ich eine Gegenüberstellung.

Prinzipskizze RMH
Bilder copyright  http://richsoil.com/rocket-stove-mass-heater.jsp

von Aussen:
rocket-mass-heater-warm

von Innen:
rocket-mass-heater-diagram


 

Foto Tigchel Ofen:

tigchel-blau

Prinzipskizze Tigchel Ofen:
tigchel-prinzipZahlen im Bild:
1: Zuluft
2: vorgewärmte Zuluft kommt seitlich durch Düsen in den Brennraum, darüber: Wirbelkammern
3: nachdem die Flamme ausgebrannt ist fließt die Heißluft seitlich links und rechts nach unten
4: Die zwei Fallzüge kommen unter dem Brennraum wieder zusammen und nach hinten
5: Übergang in das Ofenrohr zum Schornstein auf der Oberseite, hinten, vom Tigchel-Ofen

 

Wie beim RMH gibt es beim Tigchel eine Pyrolyse-Verbrennung, die sehr sauber brennt
Wie beim RMH gibt es beim Tigchel eine sehr lange vertikale Brennkammer, in der das Feuer Zeit und Raum hat, möglichst vollständig auszubrennen.
Wie beim RMH gibt es beim Tigchel sehr wenig Asche
Wie beim RMH gibt es beim Tigchel geräumige Fallzüge
Wie beim RMH gibt es beim Tigchel viel Speichermasse und lange Zeit Abgabe von Strahlungswärme
Wie beim RMH kann man beim Tigchel sehr gut Äste und Weichholz in scharfem Feuer verbrennen (nur trockenes Material!)
Wie beim RMH ist der Wirkungsgrad beim Tigchel bei 90% (und evtl. mehr)

 

Unterschiede:

Der RMH muss laufend gefüttert werden. (ca. 500gr. bis 1kg alle 15 bis 30 Minuten)
Der Tigchel wird einmal gefüllt (8-12kg) und ist dann bis zu 14 Stunden heiß

Der RMH hat ein sichtbar offenes Feuerloch, das Licht des Feuers scheint an die Zimmerdecke (schön, aber schwierig mit Genehmigung)
Der Tigchel hat eine Glasscheibe, in der die Flammen ca. 1 Stunde lang zu sehen sind. Das Glutbett liegt vertieft und ist nicht zu sehen.

Der RMH gibt nach ca. 10 Minuten Strahlungswärme ab
Der Tigchel gibt nach ca. 5 Minuten Strahlungswärme durch die Scheibe ab und nach ca. 30 Minuten durch die Seitenwände.

Der RMH hat nur einen Lufteinlass, dort wo die Hölzer eingegeben werden.
Der Tigchel hat viele Luftdüsen im Verbrennungsraum für Nachverbrennung, kombiniert mit Wirbelkammern

Beim RMH kann die Ascheentfernung mühsam sein, besonders aus den Rohren in der Ofenbank
Beim Tigchel ist es sehr einfach (Aschekasten)

Auf dem RMH kann gekocht werden (allerdings wird der oben liegende Boden des Stahlfasses durch die Hitze wellig, Töpfe stehen dort also nicht plan auf).
Auf dem Tigchel kann man nicht kochen, er ist ein reiner Heiz-Ofen.

Der RMH muss massiven festen Untergrund haben, sonst gibt es Risse bei Bewegung des Hauses.
Der Tigchel kann auch auf (stabilen) Holzbalkendecken in höheren Stockwerken und auf Schiffen aufgebaut werden, weil alle Teile der Ofenwand mit Dichtbändern gedichtet sind und bei Bewegung „mitgehen“ (Statik beachten: 4D = 600kg / 10D = 1200kg).

Der RMH muss selbst gebaut werden und kann nicht gekauft werden
Der Tigchel muss gekauft werden und wird als Fertigbausatz geliefert

Der RMH ist immer ein Experiment und muss gegebenfalls mehrfach umgebaut werden.
Der Tigchel ist über Jahrzehnte erprobt und fertig konstruiert.

Der RMH kann in beliebigen Farben gestaltet werden (Lehmbau) und kann kreativ künstlerisch gestaltet werden
Der Tigchel wird in 14 Farben angeboten. Es stehen ein paar Versionen an Ofentüren zur Auswahl.

Der RMH muss nach Fertigstellung trocknen, bevor er befeuert wird (Lehmbau)
Der Tigchel wird trocken zusammengesteckt und ist sofort betriebsbereit

Beim RMH wird das Stahlfass sehr heiß (150°C und mehr). Daran kann man sich leicht verbrennen. Besonders für Kinder ist das gefährlich.
Beim Tigchel besteht keine Verbrennungsgefahr. Die Oberfläche wird zwar auch sehr heiß wegen der intensiven Infrarotstrahlung, aber man hat genügend Zeit, die Hand zurück zu ziehen, bevor Brandblasen entstehen. Für’s gefahrlose Lernen, dass Feuer heiß ist, ist der Tigchel also besser geeignet.

Durch die heiße Oberfläche des Fasses beim RMH verbrennt Staub der Umgebungsluft. Diese wird per Konvenktion nach oben gewirbelt und im Raum verteilt. Dies kann die Atemwege reizen.
Beim Tigchel gibt es keine Staubverbrennung an heißen Stahl-Oberflächen, weil es diese nicht gibt. Es gibt praktisch keine Konvektion sondern nur Strahlung.

Der RMH hat eine lange Ofenbank
Der Tigchel hat als Option eine kleine (70x70cm) Ofenbank

Der RMH hat keine Anfeuerklappe
Der Tigchel hat eine Anfeuerklappe (Bypass zum Schornstein)

Der RMH wird einmal gebaut und bleibt dort „für immer“, oder muss abgerissen werden.
Der Tigchel wird innerhalb 5 Stunden auf- oder auch abgebaut. Der Tigchel-Speicherofen ist umzugsfähig!!

Der RMH braucht keinen Schornstein, weil er den Zug/Druck im Fass produziert. (Allerdings kann es Feuer/Rauchrückschlag geben, wenn Wind auf die Aussenwand geht, wo das Abgasrohr raus geht – deshalb ist beim RMH ein Schornstein auch gut)
Der Tigchel braucht einen Schornstein.

Der RMH kann sehr billig gebaut werden (dann hält er aber womöglich nur ein paar Jahre, wenn zB die Rohre in der Sitzbank durchrosten wegen Kondensat)
Der Tigchel kostet mehrere tausend Euro und hält praktisch unbegrenzt, ist also geeignet, um ihn der nächsten Generation weiter zu geben.

Ein RMH ist als handwerkliche Einzelanfertigung in üblicher Sicht genehmigungspflichtig mit einer Einzelabnahme. Soweit ich gehört habe, muss der Erbauer des RMH gelernter Ofensetzer sein (was wohl nie zutrifft) und der Ofen muss den geltenden Vorschriften entsprechen … das ist unmöglich . In anderen Worten: Einen RMH bekommt man nicht genehmigt. Man baut ihn auf eigenes Risiko, ohne ihn anzumelden (zB in einer Gartenhütte), oder man baut ihn nicht.
Dem Tigchel Ofenbausatz wird eine Konformitätsbescheinigung beigelegt, dass er der niederländischen Norm NEN-EN 15250 entspricht. Diese Norm ist vergleichbar mit der deutschen DIN-15250 (Norm für Speicheröfen). Bereits zum jetzigen Zeitpunkt erfüllen die Tigchel-Speicheröfen durch ihre optimierte Brennwerttechnik alle Emissionsschutzgrenzwerte, die bis 2025
festgelegt sind.
Nach dem Aufbau des Tigchel-Ofens übergibt man die Konformitätsbescheinigung dem Schornsteinfeger und bekommt von ihm umgehend die Genehmigung. (Man sollte allerdings vor dem Bestellen des Ofens das Vorhaben mit dem Schornsteinfeger besprechen, damit der Schornstein auch passt etc.).

Hier gibt es weitere Infos zu den Tigchel-Speicheröfen:

Geschichte (englisch) über die Entstehung der Tigchel-Öfen: www.beacon-stoves.co.uk/tile-stoves/just-one-heater
Hersteller: http://tigchelkachels.nl/
Vertrieb Deutschland: http://flammeundfeuer.com/tigchel.htm

Für unser Tagungshaus haben wir uns für zwei Tigchels (den kleinsten 4D mit Ofenbank im Obergeschoss sowie den größten 10D für das Erdgeschoss) entschieden und werden diese Ende Februar 2016 in zwei Seminaren aufbauen:
http://www.waldgartendorf.de/seminare-veranstaltungen.html

 

Mittwoch 16. Dezember 2015

ein Hektar = niedrigster Flächenverbrauch

Immer wieder gibt es die Debatte, dass wir doch nicht so viel Platz haben, dass jede Familie auf einem Hektar leben könne.

Die Sachlage ist eher anders rum: Wenn Menschen in Städten leben braucht es MEHR Landfläche, als wenn die Menschen auf dem Land leben, weil es mehr Landfläche braucht um die Stadt zu versorgen!

Vor kurzem habe ich eine passende Graphik dazu gefunden auf dieser Webseite:
http://aufinsjetzt.jimdo.com

1hektar-optimal
Ob die Linienführung exakt stimmt weiß ich nicht, aber bisher konnte mir keiner das Gegenteil beweisen.

Freitag 11. Dezember 2015

Seminare über Flamme, Feuer, Wärme, Ofenbau

Menschliche Siedlungen begannen mit dem Feuer, dem Lagerfeuer. Dann folgten Zelte, Hütten, Häuser. Noch immer fasziniert den Mensch das Feuer, auch wenn es heutzutage viel effizientere Möglichkeiten als das Lagerfeuer gibt.

Zum Überleben ist Wärme weit wichtiger als Essen und Trinken! Man kann drei Tage ohne Wasser und drei Wochen ohne Nahrung überstehen. Die Möglichkeit der Unterkühlung ist in den meisten Gegenden dieser Erde die größte Gefahr!  (Zitat aus: „Wildnis – Survival“, Hans-Jörg Kriebel, BoD Verlag)

Wir zeigen Möglichkeiten Herd und Heim zu befeuern, Haus und Hof zu heizen. Es geht um Wege möglichst autark zu werden. Mit den Kräften der Natur kann man geschickt und respektvoll umgehen. Das Wohlbefinden steigert sich, die Kosten sinken.

19.-21.Febr.  Seminar: Flamme und Feuer in Herd und Heim

26.-28.Febr.  Seminar: Wohlige Wärme für Haus und Hof

Anmeldung, Buchung sowie Zahlung erfolgt über die Firma Viovendi aus München. Diese Firma hat es sich zum Ziel gesetzt, gemeinnützigen Organisationen und Unternehmen mit Schulungscharakter zu helfen, ihre Veranstaltungen und Administration leichter, schneller und günstiger zu verwalten. (siehe Eintrag bei Xing)

Eine Übersicht über alle unsere Veranstaltungen gibt es hier (wird laufend ergänzt):

http://www.waldgartendorf.de/seminare-veranstaltungen.html

Montag 7. Dezember 2015

Permakultur bei Supermarktkette real!

Die Supermarktkette real vermarktet bio-Produkte mit dem Begriff Permakultur!

Eine Bekannte hat in einem real Markt in Franken die entsprechende Werbung gesehen und mich darauf hin angerufen. Daraufhin habe ich im Internet diese Seite gefunden:

http://www.real.de/permakultur.html

Eine Websuche nach „Friedrich Lehmann Permakultur“ führte mich zu diesen Links:

http://www.lehmann-natur.com/de/

http://www.seppholzer.at/cms/index.php?id=31

http://www.oeko-fair.de/fragen_an/friedrich-lehmann-gruender-und-geschaeftsfuehrer-von-lehmann-natur-ueber-permakultur/interview-mit-friedrich-lehmann-gruender-und-geschaeftsfuehrer-von-lehmann-natur

Zuerst hatte ich gedacht: Darf real den Begriff Permakultur benutzen? Jetzt vermute ich: ja, der Lieferant beschäftigt sich wohl wirklich damit.

Jetzt können alle Permakultur Gärtner ihre Überschüsse bei real anbieten. Mal sehen wie sie mit Kleinmengen umgehen, denn meiner Ansicht nach wären gerade regionale kleine Überschüsse viel passender im Sinne der Permakultur als große Transporte aus Spanien.

Über diese Seite findet man den nächstgelegenen real Markt:

http://www.real.de/markt-aendern.html

Montag 30. November 2015

Speicherofen der Sonderklasse: Tigchel aus den Niederlanden

Seit wieviel Jahren heize ich mit Holz? Schlecht zu sagen, mindestens jedoch 25 Jahre. Wie lange heizt die Menschheit mit Holz? Schlecht zu sagen, aber sicher tausende an Jahren. Dieses Bedürfnis nach Wärme, nach Sonnenwärme im Winter, ist archaisch alt. Praktisch jeder ist fasziniert vom Feuer und genießt die gemütliche Wärme eines Ofens.

Wieso schreibe ich jetzt einen Blogeintrag für einen ganz speziellen Ofen? Nun, als ich von dieser niederländischen Ofenbauart vor einer Woche ein Flugblatt studierte spürte ich sofort: Hier ist (fast) alles anders (und besser!) als gewohnt!

So sieht das Tigchel-Meisterstück aus:

IMG_8847

Es gibt hunderte, wenn nicht sogar tausende an verschiedenen Kaminöfen zu kaufen. Praktisch jeder Baumarkt hat eine große Auswahl. Üblicherweise werden in diesen Öfen Holzbriketts verbrannt oder Hartholz-Scheitholz (zB Buche). Man muss jede Stunde etwas nachlegen, und verbraucht im Lauf des Winters richtig viel Holz… und damit auch Geld. So kann ein vermeintlich günstiger Ofen die Wärme (und damit das Geld) zum Kamin raus blasen…

Wie ist es nun beim Tigchel-Ofen?

Es wird auf einmal richtig viel Holz in die Brennkammer gegeben (je nach Modell bis zu 12 kg!).
Dabei werden die Holzscheite senkrecht gestellt und mit ganz wenig Anmachholz von oben angezündet!
Die Brennkammer ist recht hoch, seitlich sind Luftdüsen angebracht.
Oben endet die Brennkammer mit einer Doppel-Wirbelkammer.
Die Verbrennungstemperatur in der Brennkammer erreicht sehr hohe Temperaturen (laut Prospekt bis 1200°C).
Dadurch wird praktisch alle im Holz gespeicherte Energie freigesetzt.
Vorrangig wird billiges Weichholz verbrannt weil ein schnelles heißes Feuer gewünscht wird.
Durch die Effizienz von 85 bis 95% verbraucht man weit weniger Holz als mit anderen Öfen.
Die Heißluft fließt im vorderen Bereich des Ofens nach oben, dann seitlich nach unten, unter der Brennkammer kommen beide Seitenzüge wieder zusammen und dann geht es an der Rückwand wieder nach oben zum Schornstein.
Durch die vielen Schamotte Steine wird die Wärme gespeichert und langsam abgegeben.
Das Feuer brennt nur 1 bis 2 Stunden.
Je nach Modell und Raumgröße/Dämmung/Aussentemperatur dauert die Entladung der Wärme 8 bis 16 Stunden!
Es gibt vier Größen mit Raumheizvermögen 40 bis 115 m² sowie eine anbaubare Ofenbank.
Minimale Auswahl am Design: 15 verschiedenen Farben, verschiedene Ofentüren und Anschluss Ofenrohr oben/hinten, sonst nichts. Es zählt die optimierte Funktion und nicht der neueste Modeschrei an Design.
Tigchel-Speicheröfen sind Wärme-Öfen und keine Dauer-ins-Feuer-Guck-Öfen.
Statt heißen Stahloberflächen mit Aufwirbelung von verbranntem Staub produziert der Tigchel Speicherofen fast nur Strahlungswärme.
Der Tigchel-Speicherofen wird als Bausatz geliefert und kann selber zusammengefügt werden!
Es wird nichts gemörtelt und gemauert, alle Fugen (Nut und Feder) haben werkseitig angebrachte Dichtstreifen.
Durch diese Bauweise gibt es keine thermischen Spannungsrisse.
Man muss nicht warten bis Lehm/Schamotte nach dem Bau eines Kachelofens trocken ist.
Und: man kann den Ofen einfach wieder zerlegen und beispielsweise beim einem Umzug mitnehmen.
Sollte (wider Erwarten) mal ein Schamotte Stein in der Brennkammer einen Riss bekommen kann man den Ofen teilzerlegen, den kaputten Stein austauschen mit einem einzeln nachbestellten Ersatzstein. (dies geht bei gemauertem Ofen  nicht).
Weil er keine beeinträchtigenden Risse bekommen kann ist sogar eine Montage auf weniger stabilem Untergrund möglich (Holzbalkendecke / Schiffsdeck etc.) was bei gemauertem Grundofen nicht so ohne weiteres oder gar nicht  geht.

Die Brennkammer (Blick nach oben); gut sichtbar die Luftdüsen und die Wirbelkammer an der Decke:

IMG_8837Im Feuer-Betrieb:

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Sobald die Abgastemperatur 110°C erreicht hat wurde die Anheizklappe geschlossen so dass die seitlich liegenden Fallzüge in ihre Funktion kamen. Danach sank die Abgastemperatur auf erstaunlich niedrige 80°C!

IMG_8844
Aus mehreren Gründen finde ich diese Öfen besonders passend für die Menschen, die auf einem Familienlandsitz wohnen bzw. wohnen wollen:

Sehr sparsam im Holzverbrauch (spart Geld und spielt so den gehobenen Anschaffungspreis in ein paar Jahren wieder rein)
Optimal mit dünnem Weichholz, Fichte, Tanne, Weide, Pappel… es können auch trockene Äste sein, also mit dem Material was auf einem Landsitz immer nachwächst und beispielsweise aus der Heckenpflege gewonnen werden kann.
Bei den zwei großen Modellen geht eine maximale Scheitholzlänge von 60cm in den Ofen (weniger Sägeaufwand!).
Einmal heizen am Tag und durchgehend warme Stube (nur an ganz kalten Tagen 2x heizen). Dadurch mehr Zeit für den Garten.
Für alle, die noch keinen Landsitz haben: Man kann ihn in einer Mietswohnung aufstellen (sofern Schornstein passend und Decke stabil genug (Gewicht), bei einem Wechsel der Wohnung (zB durch Wechsel des Arbeitsplatzes) und später beim Umzug auf den Landsitz mitnehmen.

Weitere Beratung für diese herausragenden Speicheröfen gibt es bei Jan Bos: http://flammeundfeuer.com/tigchel.htm
(Jan ist im übrigen auch ein begeisterter Freund der Anastasia Bücher!)

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Wir bieten im Februar 2 Seminare zum Thema:

19.-21.Febr.  Seminar: Flamme und Feuer in Herd und Heim

26.-28.Febr.  Seminar: Wohlige Wärme für Haus und Hof