Konstantin Kirsch

Archiv

Green Hosting mit Ökostrom und lokal erzeugtem Solarstrom!
Mittwoch 26. Juli 2017

Making small farms work – erfolgreiche Permakultur im hohen Norden

Auch in nördlichen kalten Regionen ist es möglich erfolgreich Landwirtschaft zu betreiben. Dies ist insbesondere unter Nutzung von Permakultur möglich. Vor kurzem ist ein Buch erschienen, dass dieses Thema ausführlich beschreibt. Ich habe mit diesem Blogeintrag gewartet, bis ich das Buch erhalten und gesichtet habe. Es ist sehr ausführlich und sehr gut bebildert. Da es sehr umfangreich ist, werde ich eine Zeit lang brauchen, bis ich es durchgelesen habe.

Es geht um eine kleine  Farm in Schweden auf dem 59ten Breitengrad. Das Buch ist in englischer Sprache erschienen.
Autor: Richard Perkins

Hinweis: Auf der beschriebenen Farm wird auch Fleisch produziert, geschlachtet und vermarktet. Trotzdem sind auch viele Informationen in dem Buch für Vegetarierer / Veganer wertvoll, insbesondere wenn die grundsätzliche permakulturelle Herangehensweise herausgelesen wird. Kein Permakultur-Projekt sollte 1:1 kopiert werden. Lernen kann man jedoch von jedem.

Die Webseite der Farm inklusive Video: www.ridgedalepermaculture.com

Zur Buchbestellung: http://www.ridgedalepermaculture.com/store/p22/MAKING_SMALL_FARMS_WORK__%E2%80%8B%28SHIPPING_OUTSIDE_SWEDEN%29.html

Die geforderten 550 schwedischen Kronen ergaben bei mir eine Berechnung von 59,25 Euro.

Sonntag 23. Juli 2017

Ist die Amadeu Antonio Stiftung nationalistisch und völkisch?

Schon mehrfach ist die Amadeu Antonio Stiftung aufgefallen mit Aktionen gegen „völkische Siedler“ und gegen die Anastasia-Bücher (siehe dazu den BR-Film).

Jetzt habe ich die Satzung der Stiftung im Internet entdeckt:

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/satzung_amadeu_antonio_stiftung.pdf

Diese Satzung finde ich übrigens sehr interessant: Fast alle Punkte in der Rubrik Stiftungszweck könnte ich unterschreiben. (§2.2 bis §2.9)
Allerdings gibt es beim eigentlichen Stiftungszweck (§2.1) ein paar Begriffe, die mir nicht gefallen:

§2.1
Die Stiftung dient der Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung, der Förderung der Jugendhilfe sowie der Förderung der internationalen Gesinnung, der Toleranz und des Völkerverständigungsgedankens.

im übrigen schon komisch, dass man den Text nicht mit Copy-Paste heraus nehmen kann, weil er dann in diesem Stil erscheint: LH6WLIWXQJGLHQWGHU)|UGHUXQJGHU(U…

Inhaltlich stehen in dem §2.1 diese Wörter, die mir aufstossen;
– „internationale Gesinnung“
– „Volksbildung“
– „Völkerverständigungsgedanken“

Der Begriff „international“ kommt aus dem lateinischen:
inter ‚zwischen‘ und natio ‚Volk‘ oder ‚Volksstamm‘

Daher macht das Wort „international“ rein logisch nur Sinn, wenn es auch Nationen gibt. Denn nur wenn es Nationen gibt, kann es auch etwas zwischen Nationen geben.
Daher beinhaltet der Begriff „internationale Gesinnung“ die Bedingung, Nationen / Völker haben zu müssen.

Man hätte in der Satzung auch schreiben können:
+ globale Gesinnung
+ Menschenbildung
+ Menschenverständigungsgedanken

dies wurde aber nicht gemacht. Es steht geschrieben:

– „internationale Gesinnung“
– „Volksbildung“
– „Völkerverständigungsgedanken“

Ist die Amadeu Antonio Stiftung daher als nationalistisch und völkisch einzustufen?

Handelt die Geschäftsführung der Stiftung überhaupt noch entsprechend dem Stiftungszweck?

Hinweis: Ich frage das nicht wertend, sondern sachlich!

Auffällig finde ich übrigens, dass im BR-Beitrag Herr Hellwig von der Amadeu Antonio Stiftung sagt:

… sondern in der Szene sind diese [rechten] Personen, die allerdings auch ziemlich akzeptiert werden, deren rassistischen Äußerungen toleriert werden.

Und in §2.1 der Satzung seines Arbeitsgebers steht (siehe oben): „Förderung der Toleranz“.

Hm. Die Anastasia-Szene macht angeblich genau das, was der Stiftungszweck fordert (Toleranz) und wird genau dafür kritisiert.
Im übrigen toleriere ich keine rassistischen Äusserungen und ich habe noch nie rassistische Äusserungen in der Anastasia-Szene wahrgenommen. (Als Gärtner redet man allerdings über PflanzenARTEN und PflanzenSORTEN.)

Nur kann es sein, dass jemand ein Vorurteil hat und rechtes, antisemitisches und rassistisches finden will, oder sogar finden muss als Auftragshandlung. Selbst wenn nichts da ist, wird man solange suchen bis man findet, ähnlich diesem Satz: Es gibt keine gesunden Menschen, nur welche, die noch nicht lange genug untersucht wurden.

Ansonsten erinnere ich mich gerade an die Geschichte, in der der Ladendieb beim Wegrennen ruft: „Haltet den Dieb!“ sowie an die Massenmedien, die sich über „Fakenews“ aufregen und selber wohl auch nicht immer die reine Wahrheit geschrieben hatten.

Sonntag 23. Juli 2017

Hinweis für Allergiker

Meine Beiträge können Spuren enthalten von: links, rechts, weiblich, männlich, arm, reich, schwarz, weiß, hell, dunkel, dumm, schlau, Nord, Ost, Süd, West, Mitte, Oben, Unten, legal, illegal, korrekt, unkorrekt, geistig, materiell, esoterisch, pragmatisch, geben, nehmen, Fakten, Visionen, Gedanken, Möglichkeiten, Ideen, Spiel, Spaß, Freude, Glück, Arroganz, Dogmatismus, Ironie, Nachhaltigkeit, Kurzsichtigkeit, Sarkasmus, Zynismus, Hass, Humor, Liebe, Biss, logisch, unlogisch, abgehoben, angepasst, tiefsinnig, oberflächlich, gefühlsbetont, herzlich, kopflastig, kalt, heiß

Montag 17. Juli 2017

Liebe Antifa, ich hab da mal ’ne Frage

Könnt ihr mir helfen? Seit Jahren beobachtete ich Situationen, die ich schwer oder gar nicht verstehen kann.

Ein Beispiel: Vor Jahren war ich Vertriebsmitarbeiter einer amerikanischen Firma, die in Europa Fuß gefasst hatte und auch in Deutschland aktiv war. Bei einem Schulungstreffen mit ungefähr 30 Mitarbeitern wurden die Tagesordnungspunkte an einer Leinwand angezeigt. Bei auffallend vielen Punkten war die Überschrift in englischer Sprache geschrieben. Fast alles konnte ich verstehen. Der letzte Punkt der Tagesordnung produzierte allerdings bei allen Mitarbeitern ein Gemurmel, was denn damit gemeint sei. Dort stand: „Wrap Up“.

Ich dachte an: „Einpacken“. Ich überlegte: Heißt das, die Firma „packt ein“, muss also schließen? Als keiner der Kollegen sich traute nachzufragen und die Unruhe sich nicht legte, war ich so mutig nachzufragen, was denn der letzte Punkt heißen würde und warum man denn keine deutschen Begriffe nutzen würde wenn die Firma doch hier in Deutschland Erfolg haben will. Von oben herab wurde ich angeschnauzt ob ich denn eine rechte Gesinnung hätte, weil ich deutsche Begriffe gefordert hätte. Es wurde allerdings nicht erklärt, dass der Begriff „Wrap Up“ ganz simpel „Zusammenfassung“ bedeutet.

Mein Anliegen war im übrigen nicht die deutsche Sprache an sich, sondern die ganz simple Eigenschaft der möglichst missverständnisfreien Kommunikation kombiniert mit meinem Wunsch nach Erfolg. Was bringen gute Produkte, wenn sie auf einem Markt gebracht werden sollen und die Firma spricht in einer Sprache, die die Mitarbeiter und die möglichen Kunden nicht oder nur teilweise verstehen?

Mir wurde vorgeworfen ein „Rechter“ zu sein und habe überhaupt nicht verstanden was das soll.
Ist dieser Vorwurf passend gewesen?

*********

Am 26. Februar 2013 hielt ich ein Telefoninterview zum Thema Minuto (Selbstmach-Regiogeld) mit einem Valentin, den ich nur wegen seiner Telefonanfrage kannte und auch nachher nie getroffen habe. Seine Interviews würden auf seiner Webseite Cracker.info erscheinen und bei Youtube eingestellt werden. Ich habe mich gefreut über die Anfrage und die Möglichkeit den Minuto bekannter zu machen. Ich habe mich nicht darum gekümmert, wen er schon alles interviewt hatte. Warum auch? Ist mir doch egal, dachte ich.

Später hörte ich von einer Minuto Gruppe in Mittelhessen, dass sie sich nicht mehr in einer linken Szenekneipe treffen dürfen, weil der Erfinder des Minuto ein Rechter sein muss, weil er sich von jemandem interviewen ließ, der auch schon andere „Rechte“ interviewt hätte.

Bin ich ein „Rechter“, wenn ich mich einfach von irgendjemand Fremden interviewen lasse zu einem meiner Themen?

 

*********

Ein anderes Beispiel: Am 27. Febr. 2013 hörte ich zum ersten Mal von etwas, dass sich OPPT nannte. Ich beschäftigte mich damit ein paar Tage lang intensiver und bekam eine Einladung auf einer Veranstaltung, einen Vortrag dazu zu halten. Weil ich das Thema nicht alleine stehen lassen wollte, habe ich es kombiniert mit einem zweiten Kurzvortrag zum Thema ökologischer Fußabdruck. Über dieses Thema habe ich auch zuerst gesprochen um darzulegen wo ich Probleme sehe und warum ich es angemessen finde kreative Lösungswege zu finden und zu nutzen. Die Vorträge haben stattgefunden am 17. März 2013, also gerade mal knapp mehr als zwei Wochen nachdem ich zum ersten Mal von „OPPT“ hörte. Die zwei zusammenhängenden Vorträge wurden ohne mein Einverständnis getrennt bei Youtube hochgeladen.

Damals hatte ich eine Webseite zum Thema erstellt. Die Seite war einige Zeit lang als „Zeitdokument“ online, ist jedoch mittlerweile gelöscht.

Mich bewegte damals, dass ich bei vielen Menschen den Eindruck hatte, dass sie genervt sind vom Finanzamt, von Bauvorschriften, von GEZ, vom Gefühl ein unfreier Sklave zu sein etc.

Bei neuen Möglichkeiten gilt für mich: Probieren geht über studieren. Also habe ich die Schriftsätze des OPPT damals auch mal ausprobiert. Wieso auch nicht? Nur Versuch macht klug. Haben sie funktioniert? Hm, ich würde sagen: teilweise.

Mich selbst bewegen höhere Ziele als so Kleinigkeiten wie Finanzamt oder GEZ. Darüber habe ich auch auf der schon genannten Webseite geschrieben. Z.B.:
Wer würdest Du SEIN, wenn Du so SEIN würdest wie Du schon immer sein wolltest?
Was würdest Du TUN, wenn es nichts und niemanden gibt zwischen Dir und Gott?
Jeder Mensch ist nun FREI zu SEIN und zu TUN was Herz und Seele entspricht.
Sei ewiges Herz!

Witzigerweise hat sich GENAU ein Tag nach meinem Vortrag, also am 18.3. 2013, der OPPT aufgelöst. Ein paar Mal habe ich die genannte Zeitdokument-Webseite ergänzt inkl. einer Distanzierungserklärung am 30. Mai 2013.

Ich hatte nie mit irgendwelchen Organisatoren des OPPT Kontakt, war nie Mitglied oder Anhänger einer OPPT-Bewegung und seit dem Frühsommer 2013 habe ich mich damit auch nicht mehr beschäftigt – wenn ich nicht mehrfach Vorwürfe bekommen hätte, dass sich damals diesen Vortrag gehalten hätte. Sollte ich jetzt versuchen die real gelebte Vergangenheit zu löschen, oder zu vertuschen? Das würde doch noch mehr Raum für Verdächtigungen geben.

Ich finde es absurd, dass in einem Wikipedia Artikel zum OPPT so getan wird, als ob es den OPPT noch gibt, der sich meines Wissen nach am 18. März 2013 aufgelöst hat. In diesem Artikel wird dann noch eine Verknüpfung zum Begriff „Reichsbürger“ dazu erfunden. Mag ja sein, dass es Leute gibt, die nicht mitbekommen haben, dass der OPPT seit über vier Jahren Geschichte ist und die sich noch darauf berufen, und die sich selbst „Reichsbürger“ nennen.

Wenn ich allerdings diesen Wikipedia Eintrag dazu nehme:
https://de.wikipedia.org/wiki/Agent_Provocateur
dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass alle, die aktuell zu OPPT und zu „Reichsbürgern“ gezählt werden, solche provozierenden Agenten sind (die eben noch nicht aufgeflogen sind).

Eine Organisation in der Schweiz hat mich übrigens wegen des damaligen Vortrages sogar mit dem Stempel „Sekte“ versehen:
Seite 10 auf dieser Datei: http://www.infosekta.ch/media/pdf/Anastasia-Bewegung_10112016_.pdf

Daraufhin habe ich eine Email geschrieben:

An:    info@infosekta.ch
03.02.2017 12:30

Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlichen Dank für Ihren Einsatz fragwürdige und schädliche Methoden im Zusammenhang mit sektenhaften Gruppen und Einzelpersonen zu beobachten und problematische Entwicklungen zu analysieren und zu kritisieren.

Zum wiederholten Male wurde ich von Bekannten auf die von Ihnen erstellte Datei hingewiesen:
> Einordnung der Anastasia-­Bewegung im rechtsesoterischen Spektrum

In diesem Text wird auch mein Name genannt, inklusive einer Kurzbeschreibung.

Dazu mag ich gerne eine Anmerkung schreiben:
Es stimmt, dass ich einmal einen Vortrag zu OPPT gehalten habe.
Genauer Tag war der 17. März 2013.
Es war die Bitte an mich heran getreten worden zu dem damals plötzlich aufgetauchten Phänomen einen Vortrag zu halten. Weder vorher noch nachher hatte ich Kontakt zu einer „OPPT-Bewegung“ oder deren Initiatoren.
Einen Tag später, am 18. März 2013 hat sich der OPPT selber ausgelöst, beziehungsweise in der Wortwahl derer, die diese Nachricht verbreitet haben: „ABGEGLICHEN MIT EWIGER ESSENZ“.

Ich fände es angebracht, wenn Sie bei Nennung von OPPT zumindest erwähnen, dass diese Gruppierung im März 2013 aufgelöst wurde. Die aktuelle Formulierung lässt den falschen Eindruck erwecken, dass es diese Gruppierung noch gibt. Auch eine angebliche Nähe zu einer angeblichen Reichsbürgerbewegung ist meines Erachtens absurd weil es den OPPT doch seit grob vier Jahren nicht mehr gibt. Ob es eine Reichsbürgerbewegung gibt oder nur darüber geschrieben wird, weiß ich im übrigen nicht.

Dies ist jetzt knapp 4 Jahre her. Seit dem habe ich mich nicht mehr mit OPPT beschäftigt und würde dazu auch keine Vorträge mehr halten. Ich habe nur mehrfach OPPT Beratungsanfragen erhalten, die ich immer abgelehnt habe. Auch zu dem Sender Bewuust-TV habe ich seit dem keinen Kontakt mehr.

Wenn ich damals geahnt hätte, dass die OPPT Initiatoren ab 2014 Forschungen und Experimente zu „Quantum Energie Generatoren“ (QEG) gemacht wurden, hätte ich in Alsfeld keinen Vortrag zu OPPT gehalten. Ich werte die Vorstellung von „freie Energie Maschinen“ als Ablenkung vom Wesentlichen, beispielsweise vom Energiesparen und vom Bäume pflanzen.

Sicherlich steht Ihnen frei in meiner Personenbeschreibung den Hinweis zu belassen, dass ich einmal einen OPPT Vortrag gehalten habe, genauso gut könnten Sie auch schreiben, dass ich vor über 30 Jahren mal einen Vortrag über Modelleisenbahnen gehalten habe. Auch dies ist ein Thema, mit dem ich mich seit Jahren nicht mehr beschäftige. Passender fände ich, wenn Sie über mich geschrieben hätten, dass ich seit Jahrzehnten versuche lebende Häuser aus Bäumen wachsen zu lassen. Das ist ein Thema, mit dem ich wirklich verbunden bin und mit dem man mich charakterisieren kann.

In weiteren Text finde ich auch mehrmals die Nennung des Vereins GAIA.
Diesbezüglich bin ich sehr dankbar, dass Sie den Link zu Wolfgang Süß
als Fussnote 43 eingefügt haben: http://gaia.ws1.eu/chronik-000.php
Mit seinem Humor und physikalischem Sachverstand entlarvt er diesen Humbug auf beeindruckende Weise.

Ähnlich wie der oben von mir genannte QEG, stellt das Austriebskraftwerk von GAIA und auch die Geschichten von Herrn Keshe das gesunde Denken auf den Kopf. Ich staune seit Jahren, dass es wohl immer noch Menschen gibt, die auf Nonsens und Scharlatane hereinfallen.

Dass der Verein GAIA jetzt auch mit Laising verknüpft ist wusste ich noch gar nicht. Vielleicht ist das ein gutes Zeichen, denn Bildung, insbesondere in Physik, scheinen die Vorstände des Vereins GAIA dringend zu brauchen.

Den grundsätzlichen Verdacht, dass die Anastasia Bewegung als sektenhaft eingestuft wird mag ich gerne kommentieren:

Vor geschätzt 20 Jahren hatte ich eine Begegnung mit einer Sekte, die in Ihrer Liste nicht aufgeführt wird:
Brahma Kumaris
Ich war seinerzeit zu einem Wochenendseminar eingeladen zum Thema Baubiologie und wusste nicht, dass der Veranstaltungsort von dieser Gruppierung war, bzw. ich wusste nicht, was dort für ein Geist herrschte.
In dem Anwesen hatte ich den Eindruck, dass sämtliche Gedanken unter Kontrolle stehen. Ich fühlte mich so unwohl, dass ich verweigerte im Haus zu übernachten. Dies war wohl sehr gut für mich, denn es wurden irgendwelche Art an geistigen Praktiken angewendet um Einfluss auf die Menschen im Haus auszuüben.

Es erschauderte mich sehr zu beobachten wie Sekten auf andere Menschen wirken können. Deswegen habe ich mich umgehend davon distanziert.

Soeben habe ich bei wikipedia nachgesehen und einen Eintrag dazu gefunden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Brahma_Kumaris#Die_.E2.80.9ESekte.E2.80.9C_Brahma_Kumaris.3F

Bei diesem Eintrag finde ich eine interessante Kriterienliste zum Thema Sekten:

– die autoritäre wie verehrte Führung, die Kritik nicht zulässt;
– der nahezu komplette gesellschaftliche Rückzug;
– die Reduktion der sozialen Kontakte auf andere Gruppenmitglieder;
– rigorose Gruppenregeln und ein Elitebewusstsein der Gruppe mit Abwertung der Außenwelt
– sowie der unfreiwillige Verlust von Autonomie.

Ob diese Kriterien für Brahma Kumaris zutreffen weiß ich nicht. Ich habe seit der damaligen Kurzbegegnung damit nichts mehr zu tun gehabt.

Viel interessanter finde ich, inwieweit diese Kriterien zu der Anastasia Bewegung passen.
Fast nichts der genannten Punkte empfinde ich als passend, zumindest bezüglich den Menschen der Bewegung, die ich bisher kennenlernte. Im übrigen kenne nicht mal ich, der angeblich „in den Anastasia Kreisen eine sehr respektierte Person ist“, alle von Ihnen genannten Protagonisten.

Es gibt nur ein Kriterium, dass ich, etwas abgewandelt, leider bei einzelnen Buchlesern in Ansätzen wahrgenommen habe:
„Elitebewusstsein mit Abwertung von Nicht-Lesern“

Dieser Punkt für sich alleine macht meines Erachtens aber keine Sekte aus.

Andererseits steht in den Anastasia Büchern schon drin, dass die Leser in Russland als Sektenmitglieder verleumdet wurden, wenngleich es diese Sekte gar nicht gibt. Es ist nun mal so, dass der Sektenvorwurf seit langem ein übliches Mittel ist, um unliebsame Bestrebungen zu bekämpfen.

Ich empfinde bei jeglichen extremen Tendenzen (politisch links und rechts) ein schweres Unwohlsein.
So wie in allen Gesellschaftsbereichen tauchten meiner Wahrnehmung nach auch in den Anastasia Kreisen vereinzelt Menschen mit extremen Ansichten auf. Ich konnte jedoch nicht erkennen, dass deren extreme Ansichten weitere Verbreitung gefunden haben.

Was mich am meisten an den Anastasiabüchern freut, ist die Beobachtung, dass viele Leser Interesse am Gärtnern bekommen. Ich sehe im Gärtnern eine sinnvolle Betätigung. Ausserdem ist meiner Wahrnehmung nach gerade das Gärtnern die beste Medizin gegen extreme Ansichten.

Mit freundlichen Grüßen
Konstantin Kirsch

 

Zwei Wochen später kam eine Antwort per Email:

Von: Fachstelle infoSekta <info@infosekta.ch>
An: Konstantin Kirsch
Datum: 17.02.2017 17:07

Sehr geehrter Herr Kirsch
besten Dank für Ihre ausführliche Email.
Derzeit sind in Zürich Schulferien.
Wir werden uns nach den Ferien Ihres Anliegens annehmen.
Freundliche Grüsse
Ihr infoSekta-Team

 

Seit dem habe ich nichts mehr von dieser Institution gelesen oder gehört.

Muss ich jetzt warten, bis eine Antwort kommt, oder soll ich mich dort noch mal melden?
Bin ich wegen dem Vortrag vor 4 Jahren „ein Rechter“??
Wenn ja, wie lange noch? Auf „Ewig“? Wenn ja, warum?

 

*********

Aktuell werden die Anastasia-Bücher nicht nur beschuldigt zu einer Sekte zu gehören sondern immer öfter taucht der Vorwurf des Antisemitismus und der „braunen Esoterik“ auf.
siehe auch: http://www.konstantin-kirsch.de/2017/07/schattenspiele-des-bayerischen-rundfunks.html

Ganz besonders interessant empfinde ich, dass genau diese Situation schon im Band 8.1 der Anastasia-Serie beschrieben steht. Den mir bedeutendsten Satz habe ich fett hervorgehoben.

Seite 177f
[Großvater von Anastasia] “Gut so. Jetzt kannst du nicht nur mit deinem Verstand, sondern auch gefühlsmäßig nachvollziehen, wie man eure Urahnen vor ihren Nachkommen verleumdet hat. Sie wurden Heiden genannt, und man schrieb ihnen im Laufe der Jahrhunderte alle möglichen üblen Handlungen zu, die sie gar nicht begangen haben. Du bist nicht der Einzige, der versucht hat, darüber zu schreiben. Immer wieder gab es Historiker, die sich der Verleumdungskampagne zu widersetzen suchten. Aber es war vergeblich.
Es hat sich jetzt eine Situation gebildet, in der Menschen verleumdet werden, die Gottes Schöpfung zu berühren wünschen. Solche Menschen gibt es heute in größerer Anzahl, und sie können nachempfinden, wie einstmals ihre Urahnen verleumdet wurden. Denen, die heute verleumdet werden, flößen diese ihre Urahnen neue Kraft und frischen Mut ein. Wie Schutzengel behüten jene fernen Ahnen ihre heutigen Nachkommen. Glaube mir, es gibt keine bessere und hellere Kraft, die heute in dieser Welt entsteht. Wenn in der heutigen Zeit so etwas zum Nutzen der Menschen geschehen ist … wenn ein unsichtbarer Faden den heutigen Sohn mit seinem Urahn wiedervereint, der vor zweitausend Jahren lebte, und wenn dieser Faden der Wiedervereinigung noch weiter gesponnen wird, so wird sich der heutige Mensch mit Gott, seinem allerersten Urahn, verbinden.”
Während des Sprechens hatte der Großvater offensichtlich seine Erregung zurückgehalten. Ich wollte es aber genauer wissen:
[Wladimir Wegre] “Da haben Sie wohl etwas sehr Wichtiges gesagt. Es ist aber doch ein Jammer, dass wir mit der Errichtung der Familienlandsitze so arg in Verzug geraten.”
“Vielleicht ist ja ein gewisser Verzug für ein besseres Verständnis und eine bessere Entwicklung dieses Zukunftsprojekts notwendig?”

 

Die meisten der erhobenen Vorwürfe und Verleumdungen wirken auf mich dumm und plump. Beispielsweise, dass alle Frauen Röcke zu tragen hätten, dass alle auf einem Hektar leben müssten etc. Das ist natürlich kompletter Schwachsinn. So was steht nicht in den Büchern. Es steht vielmehr in den Büchern drin, dass jeder dort bleiben solle wo er ist und beginnen solle für Ordnung zu sorgen (Als alter Schwabe hüpft mein Herz vor Freude und ich denke an die vertraute Kehrwoche).

Man kann meines Erachtens in der großen Anastasia-Buchserie praktisch ALLES finden was man finden will, was übrigens rein logisch für jedes Buch (und Buchserie) gilt, es muss nur groß genug sein. So kann kann man auch in der Bibel praktisch alles finden was man will.

Wenn jetzt Buchleserinnen in Russland zu einem Fest Röcke anziehen, vielleicht weil es dort Tracht / Folklore ist, und dann wird von diesem Fest ein Film gedreht und dieser soll dann repräsentativ für „die Anastasia-Bewegung“ sein, und da würden alle Frauen Röcke tragen „müssen“, dann stehe ich kurz davon zu lachen UND zu weinen gleichzeitig. Es ist so absurd, einfach unglaublich. Da ist ähnlich dumm, wie wenn Amerikaner glauben, ALLE Deutschen würden IMMER Dirndl bzw. Lederhosen tragen, nur weil sie das Oktoberfest im Fernsehen mitbekommen haben (Hinweis: das ist jetzt NICHT zu werten als Diskriminierung von Amerikanern, sondern war dort mein persönliches subjektives Erleben).

Dann taucht der Vorwurf auf, dass die Szene der grünen Esoterik, z.B. die Anastasia-Kreise, von rechtem, bzw. braunem Gedankengut infiltriert bzw. unterwandert werden würden. Es gäbe keine eindeutige Abgrenzung von rechtem Gedankengut. Hm, erstens ist mir noch immer nicht klar, was denn genau „rechtes Gedankengut“ ist, und wie soll sich eine Bewegung, die es als Organisation nicht gibt, von irgendwas abgrenzen? Es gibt niemanden, der für alle Anastasia-Leser sprechen kann. Es gibt eben keine zentrale Stelle (wie bei einer Sekte), es gibt keinen Vorstand, es gibt nichts und niemanden, der diese Forderung erfüllen könne. Gut, der Einzelne könne sich von etwas ominösem, unbekannten, uneindeutigen „abgrenzen“.

Was ich so gänzlich komisch finde: Noch NIE kam irgendein „Rechter“ auf mich zu mit der Forderung, mich von linkem Gedankengut oder von Linksextremismus abzugrenzen. Laufend nur solle man sich von rechtem Gedankengut und von Rechtsextremismus abgrenzen.

Ich grenze mich jedoch von Herzen gerne ab von Linksextremen, wenn das bedeutet: Straßenzüge und Autos anzuzünden!

Mit der Aufteilung Links/Rechts habe ich seit jeher meine Schwierigkeiten. Extra deswegen habe ich schon mal einen Blogeintrag geschrieben: http://www.konstantin-kirsch.de/2016/01/politisch-links-oder-rechts.html

Diese Tage kam genau wegen diesem Blogeintrag der Vorwurf bei mir an, ich würde im Stil von „Querfrontlern“ schreiben. Damit tauchte ein Begriff auf, den ich noch nie zuvor gehört hatte. Auch eine Websuche hat in mir keine Klarheit gegeben, was denn darunter genau zu verstehen sei. Grob habe ich den Eindruck bekommen, man sei ein Querfrontler, wenn man Gesellschaftskritik übt ohne sich auf eine Seite (links-rechts) zu schlagen. Ob das nun stimmt?

Dann finde ich im Web, dass „rechte“ Gesinnung sich beispielsweise durch solche Punkte erkenntlich zeigen würde:

– das dritte Reich dient als Vorbild für die Regierungsform und Inhalte
– Minderheiten werden geächtet oder verfolgt
– die Aussenpolitik will Ausdehnung

Ich kenne keinen einzigen Menschen, der so was wollen würde! Ich wüsste auch nicht warum!

Dann habe ich mehrfach gehört, dass es „Rassismus“ geben würde, von dem man sich abzugrenzen hätte, sonst wäre man ein „Rechter“. Hm, bei solchen, mir fremden Begriffen, muss ich immer im Lexikon nachschlagen, weil ich damit nicht wirklich was anfangen kann (Hinweis: Ich meine das wirklich und ehrlich ernst: solche Begriffe sind mir fremd, ich bin mit botanischen Namen vertrauter als mit solchen Fachwörtern). Dann finde ich Texte, in denen steht, dass es angeblich Menschen geben würde, die meinen manche Menschen seien mehr/weniger wert als andere. So einen Gedanken kann ich noch nicht mal denken. Um mich von so was „abzugrenzen“ muss ich das erst mal denken können, dass es so was gibt, und das will ich gar nicht denken können!

Wer weiß, was es noch alles für geistige Perversitäten gibt. Da fasse ich meine Gesinnung lieber in meinen eigenen Worten zusammen:

Ich bin ein Mann der Bäume, ein Liebhaber des Waldes und ich bin in Distanz von dem was ich nicht denken kann und auch nicht denken will und bitte verschont mich mit der Mitteilung von lebensfeindlichen und lebensverachtenden Gedanken, von denen ich mich angeblich distanzieren müsse um in der Gesellschaft anerkannt zu werden. Ich strebe danach zu lieben, immer mehr der Liebe, die ich bin, ganz bewusst zu sein und diese Liebe zum Ausdruck zu bringen und die Liebe zu erkennen, die alles, jede und jeder ist, der, die, das mir begegnet.

Liebe Antifa: Bin ich ein „Rechter“, wenn ich so denke? Oder bin ich genügend distanziert zu dem, was ihr kennt und ich nicht kennenlernen will?

 

*********

Nachtrag vom Morgen des 18. Juli 2017

Heute Nacht habe  ich wenig geschlafen. Bin mit innerer Unruhe aufgewacht. Da habe ich mich erinnnert an eine Mediatationsempfehlung, die ich vor drei Tagen durch meinen Neffen bekam: Quantum Light Breath Vol. 2 von Jeru Kabbal. Dabei geht es insbesondere darum auf den Atem zu achten. Gleich um 5 Uhr habe ich mit der ca. einstündigen Meditation begonnen. Während der Meditation erinnerte ich mich an meinen Einstieg in die Permakultur im Sommer 1986 durch das Buch „Der große Weg hat kein Tor“ von Masanobu Fukuoka und das was damals beim Lesen in mir passierte zum Thema Links-Rechts passt.

Beim Wikipedia-Eintrag zu Fukuoka ist seine Philosophie jedoch sehr ungenügend beschrieben. Auch ist der Begriff „Nichts-Tun-Landwirtschaft“ leicht missverständlich. Er meint eher: Nicht-Tun im Sinne von erst mal überlegen, welche Handlung weggelassen werden könnte, und nicht „nichts“ tun, denn er hat alle Jahre körperlich gearbeitet.

Viel bedeutender als das Nicht-Tun ist seine Erkenntnis der Nicht-Unterscheidung:

Alles was jemand zu tun hat, um die Natur zu erkennen, ist zu erkennen, daß er nichts wirklich weiß, daß er unfähig ist, etwas zu wissen. Dann wird er das Interesse am unterscheidenden Wissen verlieren. Wenn er das unterscheidende Wissen aufgibt, entsteht aus ihm heraus nicht-unterscheidendes Wissen. Wenn er nicht versucht über Wissen nachzudenken, wenn er sich nicht um Verstehen kümmert, wird der Tag kommen, an dem er verstehen wird.

Die Welt selbst ist eine Einheit aus Materie im Fluß der Erfahrung, aber der Verstand der Menschen teilt Erscheinungen in Dualitäten wie Leben und Tod, Yin und Yang, Sein und Leere. Der Verstand lehrt, an die absolute Gültigkeit dessen zu glauben, was die Sinne wahrnehmen und dann verwandelt sich die Materie, wie sie ist, zum ersten Mal in Dinge, wie die Menschen sie normalerweise wahrnehmen.
Die Formen der Welt, Vorstellungen von Leben und Tod, Gesundheit und Krankheit, Freud und Leid, alle entstehen sie im menschlichen Verstand.

(Zitate aus dem Buch „Der große Weg“)

Masanobu Fukuoka ist mit seinem Werk einer der zentralen Pioniere der Permakultur, wenngleich seine Erkenntnisse in der Permakulturausbildung nicht mehr von jedem Lehrer vermittelt werden. Seine Herangehensweise an das Leben ähnelt dem Buddhismus. Interessanterweise hat der Urspung der oben genannten Meditation von Jeru Kabbal auch direkt mit dem Buddhismus zu tun.

Vor nunmehr 31 Jahren habe ich die Erkenntnisse von Masanobu Fukuoka aufgenommen und verinnerlicht so gut ich konnte. Vermutlich auch deshalb kann ich nicht wirklich unterscheiden zwischen politisch „Rechten“ und „Linken“. So zu denken und so wahrzunehmen ist für mich Ausdruck von unterscheidendem Wissen. Mich interessiert die Wahrnehmung in nicht-unterscheidendem Wissen. Mich interessiert Einheit und die Verbindung der (vermeintlichen) Gegensätze. Dies wird im übrigen auch „Liebe“ genannt. Liebe ist allerdings mehr. Liebe ist.

Wenn jemand „Distanzierung“ von diesem oder jenem fordert, muss es sich doch um unterscheidendes Wissen handeln, oder? Wie geht man mit so einem Wunsch um, wenn man sich innerlich auf Permakultur ausgerichtet hat, also auf nicht-unterscheidendes Wissen?

Vielleicht mit Rückfragen: Wie kommst Du auf die Idee, dass das, von dem Du Dich selbst distanzierst und von dem sich auch andere distanzieren sollen, getrennt von Dir selbst existiert? Könntest Du auch das vermeintlich von Dir Getrennte lieben und damit die Vielfalt des Seins und damit auch Dich mit allen Deinen Aspekten komplett lieben?

Wenn Du nicht auf diese Weise lieben kannst, welches Bedürfnis steckt dahinter? Wieso liebst Du es, das Unterscheiden (also die Nicht-Liebe) zu lieben?

Donnerstag 13. Juli 2017

Internet-Archiv

Das Internet, sowie die Veränderungen der einzelnen Seiten im Lauf der Zeit, werden archiviert. Über diese Webseite kann man suchen und finden:

https://archive.org/web/

Man kann diese Seite interessanterweise auch nutzen um aktuelle Webseiten zum Archiv hinzuzufügen. Beispielsweise kann das sinnvoll erscheinen, wenn man eine Seite entdeckt hat und Sorge hat, dass sie (warum auch immer) wieder verschwinden könnte.

Auf dieser Seite: https://archive.org/web/ ist unten rechts die Funktion „Save Page Now“
Dort trägt man die vollständige Webadresse der Seite ein (fängt an mit: http:// oder https:// ) und klickt auf: SAVE PAGE.
Umgehend wird die Seite gespeichert und kann nach spätestens drei Tagen gefunden werden über die Suchfunktion:
„BROWSE HISTORY“ oben auf der Seite https://archive.org/web/

Damit beispielsweise der lange Beitrag über die Schattenspiele des Bayerischen Rundfunks für die Nachwelt gesichert ist, habe ich ihn auf diese Weise gespeichert. Wenn man die Adresse in der Suche eingibt findet man dieses Ergebnis:

https://web.archive.org/web/*/http://www.konstantin-kirsch.de/2017/07/schattenspiele-des-bayerischen-rundfunks.html
Aktuell: 1 mal gesichert.

Wenn man bei der Suche die Webadresse des Blogs eingibt: http://www.konstantin-kisch.de und nicht die Unterseite, dann findet man dieses Ergebnis:

https://web.archive.org/web/*/http://www.konstantin-kirsch.de
Aktuell: 114 mal gesichert (ohne dass ich dies gemacht habe, öffentlich sichtbare Seiten werden auch automatisch gesichert)

Man kann durch anklicken das gewünschte Jahr auswählen und sieht dann unten im Kalender einzelne Tage mit blauem Punkt hinterlegt. Man klickt auf den gewünschten Punkt und sieht die gesicherte Seite vom damaligen Zeitpunkt.

Es gibt ein paar Einschränkungen: manche Bilder werden nicht angezeigt, manche Links führen zu leeren Seiten, mit Passwort gesicherte Seiten werden nicht archiviert, etc. Aber insgesamt ein interessantes Angebot.

 

Sonntag 9. Juli 2017

Psychologie des Namens

Seit Jahren kenne ich ein Buch, in dem es um Namen und Buchstabenkombinationen geht. Das Buch hat den Titel:

Die Psychologie des Namens, geschrieben von Angelika Hoefler
Wie sie buchstäblich Menschen in Ihrem Namen erkennen
Der Schlüssel zur Persönlichkeit

In diesem Buch kann man Interpretationen einzelner Buchstaben und Buchstabenkombinationen nachschlagen. Das Buch habe ich schon öfters empfohlen. Vor ein paar Tagen habe ich die Rückmeldung bekommen, dass der Umgang mit dem Buch nicht ganz so leicht wäre. Deshalb schreibe ich jetzt mal einen Blogeintrag dazu.

Neben Namen kann man auch jegliche Begriffe und Worte nachschlagen.

Wichtig zu wissen ist, dass manche Buchstabenkombinationen als Einzelbuchstaben gelten: CH, SCH, PH, SH, TS, TZ.

Zum einen werden Buchstaben-Schalen betrachtet, und zum anderen die Positionen der einzelnen Buchstaben im Wort.
Die erste Schale ist erster und letzter Buchstabe. Die zweite Schale zweiter und vorletzter Buchstabe, usw.

Die Schalen sind Themen zugeordnet. Die dazugehörige Liste ist im Buch mehrfach zu finden, beispielsweise auf Seite 55.
So steht die erste Schale (erster + letzter Buchstabe) für „Wille, Energie“
Die zweite Schale steht für: „Wissen, Intellekt“
Die dritte Schale für: „Gemeinschaft, Kommunikation, Konsens“
Die vierte Schale für: „Tat, Handeln, Arbeit, Geld, Entscheidung“
usw.
Diese Themen für die Buchstaben-Schalen gelten für jeden Namen, jedes Wort

Als Beispiel für die Bedeutung eines Einzelwortes, nehme ich das Wort „Liebe“

Zuerst wird die äußere (= erste) Schale betrachtet, das heißt erster und letzter Buchstabe: L-E
Die zweite Schale sind der zweite und der vorletzte Buchstabe: I-B
Im Zentrum steht ein einzelner Buchstabe: E

Man kann die Buchstaben auch so schreiben, dass man zuerst eine Buchstabenreihe nach unten und dann wieder nach oben schreibt, so dass die erste „Schale“ die erste Zeile ergibt, die zweite „Schale“ die zweite Zeile, usw.
L-E
I-B
E

Dann schlägt man im Buch nach im Bereich der Seiten 146 bis 167:
Die Interpretation für L-E findet sich auf Seite 157: „Die gute Tat nonstop“
Die Interpretation für I-B findet sich auf Seite 155: „Kopf, der sich auf die Beine macht“
Die Interpretation für E ist anders zu finden, weil es ein Einzelbuchstabe ist (ungerade Gesamtanzahl an Buchstaben).

Einzelbuchstaben schlägt man nach im Bereich der Seiten 86 bis 129.
„E“ findet sich auf den Seiten 94 und 95.
Auf der Seite 95 steht eine Liste, wobei „Im Haus“ die Position des Buchstabens im Wort benennt. das beim Wort „Liebe“, das mittlere E an dritter Stelle steht, liest man bei „Im Haus 3“ folgende Interpretation: „Dem Wohl der Gemeinschaft verbunden“

Als Übersicht geschrieben sieht das dann so aus:

L-E   Die gute Tat nonstop
I-B   Kopf, der sich auf die Beine macht
E      Dem Wohl der Gemeinschaft verbunden

Wenn man noch die Themen der Schalen hinzunimmt, sieht es so aus:

L-E   Die gute Tat nonstop (im Thema: Wille, Energie)
I-B   Kopf, der sich auf die Beine macht (im Thema: Wissen, Intellekt)
E      Dem Wohl der Gemeinschaft verbunden (im Thema: Gemeinschaft, Kommunikation, Konsens)

Die Namensmitte wird im übrigen als der Charakterkern bezeichnet!

Es ist dann noch zu beachten, dass beim Wort „Liebe“ der Buchstabe E zweimal vorkommt. Diesbezüglich findet man auf Seite 94 einen Hinweis auf Häufigkeit 2x des Buchstaben E: „Freiheit, Reisen, Veränderung, Reform, Selbstwert kennen- und abgrenzen lernen; Liebe zu Liberalität, Freiräumen, etwas bewegen wollen.“

Man kann dann noch jegliche Einzelposition nachschlagen (L= Seite 109, I= Seite 105, B= Seite 89):

L  Energie für andere, Vorsicht vor Vereinnahmung
I   Wissensverbreitung, Weltgewandtheit
E   Dem Wohl der Gemeinschaft verbunden
B   Durchdachtes handeln
E   Hier ist die Energie souverän, weil zuhause

Und wer das Buch ganz aufmerksam studiert kann noch viel mehr Details zu einem Wort, zu einem Namen, herausfinden.

*********

Als Beispiel der Interpretation eines Namens nehme ich meinen Namen: „Konstantin Kirsch“

Das SCH gilt als ein Buchstabe und gehört somit komplett zur ersten Schale: K-SCH

K SCH   Lehrt das Hinschauen
O R    Berufenheit
N I    Protagonist
S K    Kreativität erfolgreich aus dem Kopf befreit
T N    Neuer Löffel für die Weisheit
A I    Macht, was er will
N T    Gibt Nachhilfe im Richtigdenken

Buchstaben, die mehrfach vorkommen:
N 3x    Prüfungen, Analyse, Forschung, Psychologie, Sexualität, Paradies für Forschung
K 2x    Astralwirken, Sensitivität, Nonkonformismus, Illusionär, Träumer, Medium, Genie
T 2x    Extreme, Einsatz für lebenswichtige Belange, Kluges Handeln, wo es drauf ankommt
I 2x    Karmische Wiederbegegnungen, Frühere Fähigkeiten, Mission, altes Wissen um neue Wege und Aufgaben

*********

Hinweis: Ich weiß nicht ob die Angaben in dem Buch stimmen oder nicht. Ich lade einfach die am Thema interessierten Menschen ein selber herauszufinden ob an diesen Interpretationen etwas dran sein kann. Mit diesem Blogeintrag will ich nur darstellen wie man mit dem Buch umgeht. Ich gehe davon aus, dass jeder Buchstabe, jeder Buchstabenkombination und jedes Wort eine Wirkung hat. Ob wir je genau herausbekommen können welche Wirkung sie haben? Vielleicht ändert sich die Wirkung auch im Lauf der Zeit weil sich eh alles ändert. Bücher wie das oben genannte sind für mich eine interessante Anregung und kein Dogma.

Mittwoch 5. Juli 2017

Schattenspiele des Bayerischen Rundfunks

Immer mehr kann ich diejenigen Menschen verstehen, die die öffentlich-rechtlichen Medien als „Lügenpresse“, „Lückenpresse“ oder gar als „Hetzpresse“ bezeichnen.

Achtung: Dieser Blogeintrag ist etwas umfangreicher, weil meines Erachtens bei so einem brisanten Thema etwas genauer hingesehen werden sollte. Ausserdem ist der von mir geschriebene Anastasia Index bei Minute 4:30 eingeblendet. Ich bin daher ein direkt Betroffener.

Konkret geht es um einen Film des Bayerischen Rundfunks, der ihm Rahmen der ARD-Themenwoche „Woran glaubst Du?“ am 14.06.2017 in der Zeit von 22:00 bis 22:45 gesendet wurde.

Der Titel des Films: „Gefährliche Allianz: Grüne Esoterik und braune Philosophie?“

Um die weiteren Ausführungen zu verstehen, ist es günstig den Film in voller Länge gesehen zu haben.
Vorab zitiere ich jedoch ein paar öffentliche Kommentare, die bei Youtube gegeben wurden:

luna1363
Einfach nur mies und lächerlich! Braune Esoterik, dass ich nicht lache! Armseliger gehts glaube ich nicht mehr, doch wer weiß, schlechter geht immer noch bei euch!

Thomas Nueckel
Warum so unqualifiziert, luna 1363; argumentieren Sie doch bitte mal, anstatt nur zu schimpfen. Shalom

Heidemarie Lindig
Die vom Staat bezahlten Medien, auch dieses unverschämte Video zählt dazu…..die versuchen doch wirklich den Menschen für dumm zu verkaufen…die wollen einem einreden…die Wiese ist rot oder der Himmel ist grün…wie lächerlich!!!!!

Thomas Nueckel
Warum, liebe Frau Lindig, belegen Sie Ihre Aussagen nicht? Nur schimpfen ist ja, mit Verlaub, ein wenig armselig. Shalom

Heidemarie Lindig
Das Video ist eine bodenlose Frechheit!!! der letzte Versuch, die Menschen gegen friedlebende Wahrheitssuchende Leute aufzuhetzen

Thomas Nueckel
Warum echauffieren Sie sich eigentlich so, Frau Lindig. Sie sollten doch deutlich gelassener sein; und außerdem: Niemand hat Sie gezwungen, sich diese hervorragende Dokumentation aunzuschauen. Shalom.

redewahr
Wenn sie solche Reportagen senden müssen zeigt das nur wie sehr ihnen die Felle schon davon schwimmen.
Es wird ihnen nichts mehr nützen.
Danke für die Werbung.

Meine Ausführungen richten sich daher auch an den Kommentator Thomas Nueckel, weil er Argumente und Belege wünscht. Wenngleich ich Gefühle weit höher wertschätze als „vernünftige“ Argumente, so sind sachliche Fakten doch gelegentlich günstig, um Klarheit zu schaffen.
Hier ist nun der Film und der Youtubelink, von dem die oben genannten Zitate stammen:
https://www.youtube.com/watch?v=yk73frqsaUw

Zum Zeitpunkt 0:50 steht: „Ein Film von Susanne Roser“ und beim Zeitpunkt 43:39 steht: „Buch und Regie: Susanne Roser“

Im Vorfeld des Filmes hatte Susanne Roser mit mir Kontakt aufgenommen:

21. März 2017 um 10:06
email von Frau Roser, dessen Inhalt ich in meinen Worten wiedergebe: „Bei Suche nach Frühjahrsthema auf Ihre Naturbauten gestossen. Dabei ihr Projekt Waldgartendorf entdeckt, auch sehr interessant. Wie kann ich Sie persönlich kontakten?“

Umgehend telefonierte ich mit Frau Roser, sprach dabei auch über Robert Briechle und seine Aktivitäten im Allgäu, sowie von einem Vortrag am 24.3. von Prof. Ralf Otterpohl in Rot an der Rot zum Thema „Das neue Dorf“ und sendete Frau Roser per email die Kontaktdaten zu Robert Briechle sowie einen Link zum Vortragstermin in Rot an der Rot und den Youtubelink von Prof. Otterpohl: https://www.youtube.com/watch?v=_M0J2u9BrbU

Ich kann mich noch gut an das Gespräch erinnern. Frau Roser zeigte Interesse an Permakultur und wollte mit Hilfe des Films beitragen, dass Menschen wieder auf dem Land leben wollen. Sie hatte auch früher schon mal einen Film gemacht über Dörfer, die immer leerer werden, so sei unser Thema eines neuen Dorfes sehr passend für sie.

Was mir beim Gespräch aufgefallen war ist, dass ich intuitiv auch über die größer gewordene Kritik an den Massenmedien gesprochen habe und dass insbesondere nach 9/11 der Begriff Lügenpresse verstärkt genutzt würde. Diesbezüglich stellte ich die Frage in den Raum, wie denn ein Film über öffentlich-rechtliche Massenmedien beschaffen sein müsste, so dass die Zuschauer dem Inhalt auch glauben würden.

Was mich dann sehr überraschte und was mir sehr verdächtig vorkam: Frau Roser gab vor nicht zu verstehen, was ich meinte mit 9/11. Nach kurzen Erklärungen meinerseits war von ihren Antworten nicht zu erkennen, dass sie jemals davon gehört hätte, dass es zur Zerstörung des WorldtradeCenters auch andere Ansichten gibt als die offizielle Geschichte. Sie hatte angeblich auch keine Ahnung, dass seit 9/11 die Massenmedien falsche Nachrichten zu 9/11 verbreitet haben und das die Massenmedien mitgewirkt haben, dass Deutschland im Krieg ist (Afghanistan / NATO-Bündnisfall). Sie drehte vielmehr den Spieß um und wollte von mir Erklärungen was denn passiert sei. Diese Taktik ist meines Erachtens typisch bei Verhören. Ich habe mich auf keine weiteren Ausführungen zu 9/11 eingelassen, sondern habe Frau Roser auf den Vortrag von Daniele Ganser verwiesen: https://www.youtube.com/watch?v=LHF8qKRV1vA

Trotz des sehr verdächtigen Verhaltens von Frau Roser habe ich den Kontakt mit ihr weiter gepflegt, denn vielleicht wusste sie tatsächlich nichts von dem, was so in der Welt passiert.

28.03.2017 12:13 neue email von Susanne Roser
Inhalt mit meinen Worten wiedergegeben: „Zu dem Vortrag von Ralf Otterpohl konnte ich leider nicht kommen. Das Thema interessiert mich weiterhin. Das Wetter ist schön. Würde Sie gerne mal besuchen, ohne Kamera, nur um einen Eindruck zu bekommen, wie Ihre Naturbauten aussehen. Die Beiträge vom Hessischen Rundfunk sind schon ein paar Jahre alt.“

Meine email 28.03.2017 13:17
Sehr geehrte Frau Roser,
ja, das Wetter ist super. Ich bin zwar gerade im Büro, aber gleich wieder draussen.
Ein Besuch ist in den kommenden Tagen möglich, allerdings zeitlich nicht zu ausgedehnt, also vielleicht max. 2 Stunden.
Von Freitag nachmittag bis Sonntag ist bei uns ein Seminar: Planung eines Waldgartens.
In der Zeit bin ich fest eingeplant und für ein Gespräch mit Ihnen nicht verfügbar, ausser Sie würden als Teilnehmerin dabei sein wollen, was auch möglich wäre, falls es interessiert.
Viele Grüße
Konstantin Kirsch

email von Frau Roser 28.03.2017 14:34
Inhalt mit meinen Worten wiedergegeben: „Muss meine Termine in den kommenden Tagen noch sortieren. Ist die Seminar-Teilnahme am 1./2. April möglich oder wäre es passender in der nächsten Woche mal vorbeizuschauen?“

meine email 28.03.2017 15:34
Sehr geehrte Frau Roser,
gerne können Sie am 1. und etwas am 2. am Seminar teilnehmen.
Details könnten wir wohl besser am Telefon besprechen, von meiner Seite erst ab morgen, weil ich heute ziemlich ausgebucht bin.
VG Konstantin Kirsch

email von Frau Roser 28.03.2017 17:18
Inhalt mit meinen Worten wiedergegeben: „OK, morgen ruf ich an“

email von Frau Roser 29.03.2017 14:21
Inhalt mit meinen Worten wiedergegeben: „bei mir ist heute etwas viel los, wollte mich schon zurückgemeldet haben. Gerne bin ich beim Seminar dabei. Dann finde ich vielleicht auch eine Idee, was gedreht werden könnte. Hier meine Handynummer:…

email von Frau Roser 29.03.2017 16:58
Inhalt mit meinen Worten wiedergegeben: „mir ist eingefallen, dass ich am Sonntag relativ früh wieder in München sein muss, also kann ich nur von Samstag mittag bis abends da sein und in der Region übernachten.“

meine email 29.03.2017 18:30
Hallo Frau Roser,
hier ist der Link zur Datei mit den Übernachtungsmöglichkeiten:
http://www.waldgartendorf.de/tl_files/dateien/pensionen+gaststaetten-region-bauhaus.pdf
Viele Grüße und bis Samstag
Konstantin Kirsch

meine email 30.03.2017 09:09
Hallo Frau Roser,
zu Ihrer Info mein aktuelles Rundschreiben an die Teilnehmer.
Ihre Ankunft ist für Sa. ca. 12 Uhr vorgemerkt.
Ich habe gestern mit dem Referenten Claas Fischer gesprochen und auch er freut sich auf Sie.
Viele Grüße
Konstantin Kirsch

(das angehängte Rundschreiben gebe ich hier sehr verkürzt wieder)

[…]
Der Ablauf des Seminars ist aktuell so geplant:
Freitag: Waldgartenspiel und Pflanzenkunde
Samstag vormittag: Theorie eines Waldgartens
Samstag nachmittag: Besuch unseres Hektars als Beispiel eines Waldgartens
Samstag abend: tiefergehende Pflanzenkunde
Sonntag: Entwurf und Planung des Waldgartens in der Schulstraße
[…]

Am 1. April kam Frau Roser etwas verspätet an. Die Gartenführung hatte schon begonnen. Eine Teilnehmerin ging zum Parkplatz, um ihr zu helfen uns überhaupt zu finden und um Frau Roser die Bereiche im Garten zu erklären, durch die die Gruppe schon gegangen war. Als Frau Roser zur Gruppe kam, begrüßte ich sie und war überrascht. Frau Roser wirkte viel „schattiger“ als am Telefon. Auch wenn meine Empfindung kein sachliches Faktum ist, so habe ich trotzdem meine ganz eigenen Wahrnehmungen. Ihre Kleider, die Haare, die Augen und die Ausstrahlung war dunkel. Hm, dachte ich mir, die arme, lebt wohl im Moloch München und ist echt auf niedrigem Energienieveau, so ausgezehrt, wie sie aussieht, braucht sie echt was aufbauendes.

Nach der Gartenführung kam Susanne Roser mit ins Waldgärtnerhaus für die tiefergehende Pflanzenkunde. Ob dies inhaltlich für sie interessant war, habe ich nicht erfahren, weil mir die Gelegenheit zum Austausch fehlte. Abends hat sie sich verabschiedet. Im übrigen hat Frau Roser nichts gezahlt für die Führung oder die Seminarteilnahme. Ich dachte mir: Wenn sie schon so bedürftig wirkt, dann tut es ihr vielleicht gut, wenn sie mal was geschenkt bekommt. Und vielleicht macht sie ja einen schönen Film, der allen Landbewohnern zugute kommt.

Einige Zeit später bekam ich einen Anruf aus dem Allgäu. Frau Roser hatte sich bei Robert Briechle gemeldet und war dort aufgetaucht. Robert fragte mich, wen ich denn da zu ihm geschickt hätte, so was von schattig, dauernd eine Stimmung wie beim Verhör …
Dies fand ich interessant, dass er und seine Freunde eine ähnliche Wahrnehmung hatten wie wir.

Dann hörte ich lange nichts mehr von Frau Roser, bis eines Tages diese email auftauchte.

email von einer Freundin aus München 15.06.2017 00:54
Lieber Konstantin,
ich vermute, du hast es schon zugespielt bekommen, aber falls nicht…es wurde gerade ein Beitrag gesendet, eine Doku vom BR, in der so ziemlich alles, von Anastasia, über Permakultur und Frieden bis hin zu Waldorfschulen auf haarsträubende Art in die rechte extreme Ecke geschoben wurde…alter Verwalter…die müssen die Hosen ja ganz schön voll haben, da oben…
http://www.br.de/br-fernsehen/programmkalender/ausstrahlung-1067964.html
Nun gut, jedenfalls hoffe ich, dass die Leute checken, dass das total absurd ist.
Vielleicht hast du ja Lust, ein bissl nachzuhelfen…
Ansonsten ist es vermutlich jetzt erstmal schwierig, die Dinge beim Namen zu nennen, ohne gleich abgestempelt zu werden.
Keine Ahnung, was darauf wohl die vernünftigste Reaktion ist. Auch in Anbetracht auf das Anastasia Festival usw…
Falls du eine Idee hast, lass es mich und andere wissen.
Liebe Grüße
J.

Direkt danach kamen laufend emails bei mir an, die die Sendung kommentierten.

Ein email-Ausschnitt davon ist bemerkenswert:

Leider komme ich nicht umhin, festzustellen:
Mainstream-Medien (in dem Fall der BR), Vertreter der evangelischen Kirche und andere (welche mir noch nicht bekannt sind) versuchen mich und auch den Friedensweg in eine Ecke mit verfassungsfeindlichen und rechts, bzw. braun eingefärbten Ideologien zu stellen.
Das finde ich sehr schade, zumal von der evangelischen Kirche noch niemand mit mir selbst gesprochen hat, geschweige denn wahrheitsgemäß über den Friedensweg berichtet hat.
Weiterhin hat Frau Susanne Roser vom Bayerischen Rundfunk mir versprochen, das umfangreiche Material welches der BR zum Friedensweg gedreht hat in einer ARD Themenwoche mit dem Titel „Woran ich glaube“ zu senden und zwar in einem Beitrag ausschliesslich zum Friedensweg.
Gut jetzt kam es halt im BR, völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Aber diese „Arbeitsweise“ beschrieb ja schon (der leider verstorbene) Udo Ulfkotte in seinem Buch „Gekaufte Journalisten“ sehr genau.

Dann habe ich an Frau Roser eine email gesendet:

19.06.2017 23:34
Sehr geehrte Frau Roser,
vor ein paar Tagen wurde beim BR ein Film veröffentlicht, der Ihren Namen trägt.
„Gefährliche Allianz“
Von einigen Zuschauern wurde ich auf diesen Film hingewiesen.
Ist dies das Filmprojekt, das Sie beabsichtigten, als Sie anfragten mein Projekt kennenzulernen?
Hier bei uns hatten Sie ja nicht gedreht. Allerdings ist, meiner Erinnerung nach, durch mich der Kontakt zu Robert Briechle entstanden, der in dem Film mehrfach dargestellt wird.
Wie geht es Ihnen mit dem Film?
Haben Sie schon Rückmeldungen erhalten?
Viele Grüße
Konstantin Kirsch

zwei Tage später kam eine Antwort:
21.06.2017 09:09
Inhalt mit meinen Worten wiedergegeben: „Sie fragen mich? Nun, dieses Filmprojekt war für mich sehr schwierig weil ich eine Entwicklung wahrgenommen habe, dass das freie Land für Demagogen anfällig wird. Ich lernte die „alternativen Medien“ kennen, die so tun als ob nur sie die Wahrheit senden, während die Massenmedien nur lügen. Ich glaube, das machen die alternativen Medien nur zum Geld verdienen.
Leider war es bei Ihrem Seminar wo mir bedenkliche Informationen durch Teilnehmer zu Ohren kamen. Dann habe ich begonnen die Anastasia Bücher zu lesen, da war ich geschockt: Die Juden sollen die Bösen sein. Die Weisen von Zion ist doch ein alter Eso-Hut. Mit Permakultur den Raubbau der Natur stoppen wäre ja super, aber mit so was auftauchen, was in den Anastasia Büchern steht… nee, das geht gar nicht. Leider ist vieles, was ich früher als wertvoll sah, zB Regiogeld, Selbstversorgung etc, sehr kritisch zu sehen.“

meine email 22.06.2017 08:38
Sehr geehrte Frau Roser,
herzlichen Dank für Ihre Antwort, auf die ich gerne genauer eingehen will. Vorerst habe ich jedoch eine Rückfrage:
Wo haben Sie in den Anastasia Büchern etwas gefunden, dass zu dieser Aussage führt?
>wieder einmal sind die Juden die Bösen so billig und so blöd. Unsere Welt ist etwas komplexer
>als dass man mit solch einem alten Eso-Hut daher kommen sollte (Weisen v. Zion)

Ich finde nirgends in den Büchern etwas über „Weisen von Zion“. (habe dazu auch sonst noch nie etwas gelesen).
Ausserdem finde ich in den Büchern nichts, wo Juden als Böse dargestellt werden.

Das in dem Film genannte Zitat ist meiner Wahrnehmung nach unzulässig aus dem Zusammenhang gerissen und stellt somit die Aussage der Buchreihe vollkommen falsch dar. Das im Film verwendete Zitat ist eine Aussage WIE ANDERE ÜBER JUDEN SPRECHEN und eben NICHT die Meinung des Autors!
Und dass andere über Juden schon mal schlecht geredet haben ist doch wohl kein Streitpunkt, oder?

Kennen Sie das Phänomen „Bestätigungsfehler“ (engl. confirmation bias)?
siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Best%C3%A4tigungsfehler

Ich befolge diesen Bestätigungsfehler im übrigen häufig absichtlich: Meine Erwartung ist, dass die Menschheit Lösungen für alle Probleme findet, deshalb wähle ich alle Informationen dementsprechend aus und interpretiere auch entsprechend meiner Erwartung. Ihren Film sehe ich deshalb als Werbefilm für die Anastasia Bücher, für Permakultur, für Frieden und (leider auch) für rechte Gesinnung. Den letzten Punkt hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht, aber aus irgendwelchen Gründen erschien es Ihnen wohl als wichtig, dies dabei zu haben.
(in der Werbung gilt ja bekanntlich: Hauptsache die Menschen reden von einem, egal ob gut oder schlecht)

Haben sie alle Anastasia Bücher komplett gelesen? Ich vermute eher nicht, es ist ja auch ziemlich viel Stoff.
In den Anastasia Büchern steht nämlich genau das Gegenteil von Antisemitismus!

Beispielsweise dieses Zitat, Band 8.1 Seite 138:
> In Israel gibt es einen Klub, der aus Lesern der Bücher über die Sibirierin
> Anastasia besteht. Die Israelis verfassen in russischer Sprache und in Iwrith
> Lieder über die Helden der Buchserie Die klingenden Zedern Russlands. Ich
> bekomme allmählich den Eindruck, dass an der Spitze der Bewegung zur Ver-
> wirklichung von Anastasias Ideen Juden stehen werden, die andere Völker in
> diesem Bemühen anführen.

Bezüglich der Seminarteilnahme und Aussagen von Teilnehmern: Ich weiß nicht, wer Ihnen was „zugeraunt“ hat, was Sie beunruhigt hat. Sie können mir gerne mehr Details mitteilen, vielleicht kann ich Licht ins Dunkel bringen.

Soweit ich mich erinnere hatte ich schon im ersten Telefonat mit Ihnen gesagt, dass meiner Wahrnehmung nach viele Menschen den Massenmedien immer mehr Misstrauen entgegenbringen, weil ihnen immer klarer wurde, dass zu oft zu viel falsch, bzw nicht ausgewogen, dargestellt wurde. (wer einmal lügt, dem glaubt man nicht …)

Sicher ist es schade, wenn Menschen von kritiklosem „Berieselnlassen“ durch Massenmedien nur umschwenken auf kritikloses „Beriesellassen“ durch alternative Medien.

Vielleicht waren manche Teilnehmer genervt, jemand von den Massenmedien zu begegnen und der angestaute Frust über sämtliche Medien ist bei Ihnen abgeladen worden.

Der Widerstand gegen den Beitragsservice ist beispielsweise eine Massenbewegung, die ihre Ursache sicher nicht in der Höhe der geforderten Kosten hat. Menschen geben so viel Geld für Krams aus. Für Lügen, Propaganda und Kriegshetze wollen Menschen jedoch kein Geld mehr geben, so zumindest habe ich es von vielen Menschen gehört, die sich der Forderung vom Beitragsservice widersetzen.

Bezüglich Ihrem Film bekam ich beispielsweise diese email von einer mir unbekannten Frau:
> weiter unten findet ihr einen Link – ein Bericht von den öffentlichen Medien BR u.a. zum Thema Friedensweg.
> Unbedingt anschauen 😊 Hier wird mal wieder alles in einem Topf geschmissen, kräftig umgerührt und fertig
> ist die „braune“ Suppe mit dem Stempel „Nazis“.
> 😊 oh … bin ich stolze GEZ-Verweigerin 😊
> Schaut selbst und macht euch ein Bild.

oder auch dieser Kommentar kam bei mir an:
> ne tolle Doku vom zwangsfinanzierten BR. Keine Argumente aber
> viel schwüles Geschwafel um die eigenen Pfründe zu sichern.

und dann war da noch dieser Kommentar:
> ich vermute, du hast es schon zugespielt bekommen, aber falls nicht…es wurde
> gerade ein Beitrag gesendet, eine Doku vom BR, in der so ziemlich alles, von
> Anastasia, über Permakultur und Frieden bis hin zu Waldorfschulen auf haarsträubende
> Art in die rechte extreme Ecke geschoben wurde…alter Verwalter…die müssen die
> Hosen ja ganz schön voll haben, da oben…

Daher kann ich bisher leider nicht erkennen, dass der Film ein Beitrag war die Glaubwürdigkeit des Senders zu bekräftigen.

Anhand der bei mir eingegangenen Kommentare kann ich auch nicht erkennen, dass die Zuschauer den Eindruck haben, dass Punkt 4, 5 und 6 der Programmgrundsätze eingehalten wurden:
> 4) die Pflicht, das gesellschaftliche Meinungsspektrum möglichst umfassend und fair widerzuspiegeln,
> 5) die Verpflichtung zu wahrheitsgetreuer und sachlicher Berichterstattung sowie zur sauberen
> Trennung von Nachrichten und Kommentaren und schließlich
> 6) das Recht zur Kritik wie das Recht kritisierter Personen oder Institutionen, ihre Gegenposition darzulegen.
siehe: http://www.ard.de/home/intern/fakten/abc-der-ard/Programmgrundsaetze/554870/index.html

Ich kann im übrigen sehr gut verstehen, dass Sie diesen Film als „extrem schwieriges Projekt“ bezeichnen.
Der Umbau einer Raubbau-Gesellschaft in eine schöne, gesunde, friedliche Welt ist wohl auch ein extrem schwieriges Projekt.

Viele Grüße
Konstantin Kirsch

Mehrere Tage kam keine Reaktion. So fragte ich nach:

meine email 04.07.2017 06:45
Sehr geehrte Frau Roser,
können Sie bitte meine Frage vom 22.6. beantworten?
>Wo haben Sie in den Anastasia Büchern etwas gefunden, dass zu dieser Aussage führt?
>>wieder einmal sind die Juden die Bösen so billig und so blöd. Unsere Welt ist etwas komplexer
>>als dass man mit solch einem alten Eso-Hut daher kommen sollte (Weisen v. Zion)
Viele Grüße
Konstantin Kirsch

Kurze Zeit später kam eine Antwort:
04.07.2017 09:54
Inhalt mit meinen Worten wiedergegeben: „Sorry Herr Kirsch für die verspätete Reaktion, ich suchte Abstand zu dem Thema weil es mich sehr betroffen gemacht hat. Es hat mich geschockt zu sehen in welche Richtung diverse alternative Strömungen sich entwickelt haben zu denen ich mich früher zugehörig fühlte. Sicher darf an Israel Kritik geübt werden, jedoch ist der Antisemitismus in den Anastasiabüchern auf keinen Fall zu tolerieren. Ich hatte Ihre mail nicht gelesen, weil mit Ihnen als Gläubiger eh rational nichts zu machen ist.

Ihre Fragen: Ganz schlimm finde ich Band 6, Buch der Ahnen: S. 174 – …kann man den Schluss ziehen, dass das jüdische Volk, vor den Menschen Schuld hat…sie versuchen alle zu betrügen, vom jungen bis zum alten …usw.

Und im Band 8 die unsägliche Geschichte der Dämonkratie, sie finden das sicher weil Sie ja den Index geschrieben haben.
Die Weisen von Zion ist ein alter Eso-Hut! [Anmerkung von Konstantin: Nirgends in den Anastasia Büchern steht irgendwas von ‚Weisen von Zion‘, das ist komplett dazugedichtet von Frau Roser]

Wegen der Themenwoche war ich sehr im Zeitstress. Der Titel gefällt mir nicht wirklich, die Redaktion hat den gemacht. Weil ich so viel recherchiert habe ist mir die Zeit echt knapp geworden. Vieles meiner Recherchen habe ich im Film nicht untergebracht.

Ich glaube ich bin jetzt auch aufgewacht weil ich die freie Demokratie als so normal sah und gar nicht ahnte wie krass Rattenfänger diese Freiheit ausnutzen wegen ihrem Geldbeutel.“

 

Dies email empfand ich als äußerst dürftige Antwort auf meine Frage woher denn den Vorwurf bezüglich Antisemitismus stammt. Ein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat in einem Film zu nutzen OHNE denjenigen zu fragen, der die Buchreihe neben Autor und Übersetzer am besten kennt, weil er einen Index geschrieben hat (mich) ist nicht zu entschuldigen. Es wäre ein leichtes gewesen, mich vorab zu fragen, was denn der Tenor der gesamten Buchreihe bezüglich Juden ist. Dann hätte ich gerne gemeinsam mit Frau Roser alle Passagen durch sehen können und ein Fazit zusammenstellen können.

Im Film Minute 22:40 wird aus Band 6 Seite 174 zitiert:

Worin besteht die Schuld? (…) Sie versuchten alle zu betrügen, vom jungen bis zum alten. (…) Das bestätigt die Tatsache, dass viele Juden wohlhabend sind und sogar auf die Regierung Einfluss nehmen können.

Nun, in welchem Kontext stehen diese Worte? Hier der umfassende Text. Das Zitat ist in Fettdruck und der wichtigste unterschlagene Satzteil ist fett und rot:

Heute ist allen bekannt, so wie auch dir, Wladimir, wie Kinder und alte Menschen in Israel infolge des Terrors sterben. Erst vor kurzem, das weißt du, gab es einen Krieg, den man den Großen Vaterländischen (Fussnote: Zweiter Weltkrieg) nannte. Es sind sogar Dokumente erhalten geblieben, wie man in den Jahren jenes Krieges Juden – Alte und Kinder, Mütter und junge schwangere Frauen und junge Männer, die die Liebe noch nicht kannten – in Öfen verbrannt, mit Gas vergiftet und in Gemeinschaftsgräbern lebendig begraben hat.
Nicht einer, nicht Hunderte, nicht Tausende Menschen kamen um, es waren Millionen, die in diesem kurzen Zeitraum brutal ermordet wurden. Historiker halten Hitler für schuldig. Aber wer war zu einer anderen Zeit schuld: im Jahr 1113, Kiewer Rus. Die Empörung des Volkes richtete sich plötzlich gegen die Juden. Jüdische Häuser wurden in Kiew und in anderen Orten der Rus (Fussnote: Die Kiewer Rus war der Fürstenstaat der Ostslawen. „Rus“ ist eine alte Bezeichnung der
ostslawischen Stämme und ihres Siedlungsgebietes vor allem im 9./10. Jahrhundert.) geplündert, angezündet, die Juden wurden umgebracht und nicht einmal die Kinder wurden geschont. Das Volk der Rus, von tierischer Bosheit gepackt, war bereit, auch die herrschenden Fürsten hinwegzufegen. Die Fürsten versammelten sich zum Rat und beschlossen die Annahme eines Gesetzes: ’alle Juden von der russischen Erde heute auszuweisen und nicht mehr hereinzulassen. Diejenigen, die heimlich hereinkommen, sollen ausgeraubt und umgebracht werden.‘
Im Jahre 1290 beginnt man plötzlich in England mit der physischen Vernichtung der Juden. Die Herrscher sind gezwungen, das jüdische Volk aus ihrem Land zu vertreiben.
1492 begannen die jüdischen Pogrome in Spanien. Allen in Spanien lebenden Juden drohte die Gefahr der physischen Vernichtung und sie mussten das Land verlassen.
Ab dem Zeitpunkt, als die Juden aus der Wüste Sinai kamen, waren sie in vielen Ländern verhasst. In vielen Völkern wuchs der Hass an und hier und da wandelte er sich in grausame Pogrome und Mord.
Ich habe nur die Daten der furchtbaren Pogrome angeführt, die du selbst in der von Menschen geschriebenen Geschichte nachlesen kannst. Neben diesen Daten hatte das jüdische Volk viele Konflikte. Jeder einzelne davon ist natürlich weniger bedeutend als die allen bekannten. Aber wenn man die Vielzahl der kleinen Konflikte zu einem zusammenlegt, dann erweist er sich als vom Ausmaß her noch nie da gewesen und grausamer als der grausamste.
Da das schon mehr als ein Jahrtausend geschieht, kann man den Schluss ziehen, dass das jüdische Volk vor den Menschen Schuld hat. Aber worin besteht die Schuld? Die Historiker, die alten wie die neuen, sprechen davon, dass sie Verschwörungen gegen die Macht anzettelten. Sie versuchten alle zu betrügen, vom jungen bis zum alten. Von einem, der nicht sehr reich sei, versuchten sie, wenigstens etwas wegzunehmen, und bei einem Reichen seien sie bestrebt, ihn ganz und gar zu ruinieren. Das bestätigt die Tatsache, dass viele Juden wohlhabend sind und sogar auf die Regierung Einfluss nehmen können.
Es gibt aber eine Frage, die du dir selber stellen solltest. Inwiefern ist derjenige selbst gerecht, der von den Juden betrogen wurde? Derjenige, der Reichtum angehäuft hat, hat er ihn ausschließlich ehrlich erworben? Und derjenige an der Macht, ist er denn klug genug, wenn er mit Leichtigkeit betrogen werden kann?
Zudem sind die meisten Herrscher abhängig, und gerade die Juden zeigten das mit aller Deutlichkeit. Über dieses Thema kann man lange diskutieren, aber die Antwort ist einfach: In der okkulten Welt leben alle durch Betrug. Also lohnt es sich überhaupt zu bewerten, wer mehr hat als die anderen? Was das jüdische Volk anbelangt, so könnte an seiner Stelle jedes der heutigen Völker stehen. Jedes, wenn es einer nie da gewesenen Kodierung unterzogen worden wäre. Im Verlaufe einer vierzigjährigen Wanderschaft in der Wüste, wenn es nur den Okkultismus wahrnimmt und von der Schöpfung Gottes nichts sieht.

Das herausgepickte Zitat ist eine Aussage was ANDERE Schreiber (Historiker) über Juden schreiben und ist KEINE Aussage vom Autor der Buchreihe gegen Juden.

Meine email Antwort an Frau Roser 04.07.2017 16:15

Sehr geehrte Frau Roser,

es dürfte Ihnen bekannt sein, dass der Vorwurf „Antisemitismus“ in Deutschland einer der schwersten Vorwürfe ist, die möglich sind. Bevor man so einen Vorwurf spricht, schreibt oder gar in Massenmedien veröffentlicht, ist meines Erachtens eine umfassende und begründete Recherche unabdingbar, sofern man sich nicht der Gefahr aussetzen will, sich einen  Strafantrag wegen Beleidigung, übler Nachrede oder Verleumdung einzuhandeln.

Diese Formulierung kann im übrigen auch als entehrend und als Beleidigung aufgefasst werden:
> Sie sind ja Gläubiger, da ist meiner Erfahrung nach rational nichts zu machen.

Dazu passt nur der Satz: „Vater, vergib ihr, denn sie weiß nicht, was sie tut!“

Wo bitteschön kommen von Ihrer Seite rationale Belege, dass ich ein „Gläubiger“ sei, dass mit mir rational nichts zu machen sei UND, dass in der Anastasia Buchserie Antisemitismus zu finden ist?

Bemerken Sie eigentlich, dass Sie sich mit Ihren eigenen Aussagen in Widersprüchlichkeiten verstricken und dadurch immer mehr selber ins Fadenkreuz bewegen?
So wie Sie schreiben, macht es den Eindruck, dass Sie von Anfang an für die Themenwoche gearbeitet haben:
>da ich wegen der Themenwoche sehr unter Zeitdruck stand

Ich kann mich nicht erinnern, dass Sie vorher von dieser Absicht sprachen. Meiner Erinnerung nach hatten sie vorgegeben einen gänzlich anderen Film drehen zu wollen. Dieser Punkt nennt sich rational: Vortäuschung falscher Tatsachen.

Mit beliebig aus einem Zusammenhang gerissenen Zitaten kann man alles und nichts „beweisen“.
Ich zitiere zB aus Band 6, Seite 175:
„Die Juden sind das auserwählte Volk, wie Moses lehrte, und alle müssen sich ihm unterordnen.“

Wie würde es bei den TV Zuschauern ankommen, wenn mit diesem Zitat „bewiesen“ werden wollte, dass die Buchserie sich nur an Juden wendet?

Es stimmt, ich habe den Index verfasst, deshalb weiß ich auch, das in der gesamten Buchserie eben KEIN Antisemitismus zu finden ist.

Es ist vielmehr so, dass in den Büchern ein Weg aufgezeigt wird durch den Juden UND diejenigen, die Juden nicht mögen, GEMEINSAM einen Ausweg aus dem jahrhundertealten Dilemma finden.

Band 7, Seite 107
Die Hauptursache für die ununterbrochenen Konflikte in vielen Ländern dieser Welt liegt in der gleichzeitigen Existenz zweier einander ausschließenden religiösen Ideologien in einer Gesellschaft. Lassen Sie uns darüber diskutieren, was wir unter dem Begriff der „Religion“ heute verstehen. Religion stellt vor allem eine Ideologie dar, mit deren Hilfe die Menschen auf bestimmte Handlungsmuster programmiert werden, wodurch ein bestimmter Menschentyp entsteht.
Die Religion des jüdischen Volkes bestimmt in unserem Fall die Juden als das einzige von Gott auserwählte Volk. Sie konkretisiert und regelt sogar die einzelnen Handlungen der Juden gegenüber anderen Völkern.
Der christliche Glaube beschreibt die Menschen dagegen als Sklaven, von denen nur einige nach ihrem Leben auf Erden auf eine Erholung im Paradies hoffen dürfen. Für die reichen Menschen sei es besonders schwer, ins Paradies zu gelangen. Es sei besonders wichtig, seine Nächsten zu lieben und mit ihnen das Eigentum zu teilen.
Im Talmud wird verkündet „Alles gehört dir“, in der Bibel dagegen „Gib dein letztes Hemd deinem Nächsten ab“. Na, das ist ja eine tolle Kombination. Diese beiden einander ausschließenden Ideologien haben, wie wir wissen, beide ihren Ursprung im alten Israel. Das bedeutet jedoch nicht, dass die heutige Version dieser Glaubensrichtungen unmittelbar von den Juden entworfen worden ist. Wichtig ist hier etwas anderes: die Unvermeidbarkeit des Konfliktes.

Band 7, Seite 108
Auch wenn wir alle Juden zu Christen machen und alle slawischen Völker in Juden verwandeln, würden wir diese Konflikte nicht los. Es sind nicht die verschiedenen Nationalitäten, die einander bekämpfen, sondern die unterschiedlichen Ideologien, die sich verschiedener Nationalitäten für das Erreichen ihrer Ziele „bedienen“!

Band 7, Seite 109
Wollten sie wirklich das jüdische Volk damit beglücken, dass sie es für auserwählt erklärten? Die Geschichte zeigt uns die wahren Ziele ihres Handelns. Seit Jahrhunderten wird das jüdische Volk als Wechselkarte, als Sündenbock oder als Schild benutzt, um die Menschheit von denjenigen abzulenken, die „ihr eigenes Spiel spielen“ und dabei die Juden und die Christen als Marionetten für eigene Ziele missbrauchen. Die Programmierung auf dieses Spiel bringt den Anhängern beider Konfessionen nur Leid.

Band 7 , Seite 123
Vor dem Hintergrund der andauernden Missstände schenkte Anastasia unserer Welt die Idee der Familienlandsitze. Nun zeichnet sich immer klarer ab, dass sie uns mit einfachen Worten eine Philosophie, eine neue Ideologie erläuterte, die seit der Entstehung unserer Welt in den Herzen der Menschen vorhanden war und unerschüttert geblieben ist. Ein Kaiser und ein Bettler, ein Christ und ein Jude, ein Moslem und ein Shintoist, ein Russe, ein Chinese oder ein Amerikaner fanden schon immer die größte Beruhigung ihrer Seele und die Wonne ihres Daseins nur im Schoß der Göttlichen Natur.
Anastasias Philosophie basiert auf der Vereinigung der Interessen verschiedener Völker, nicht nur in der Theorie, sondern konkret in der Praxis. Ihre praktischen Vorschläge werden, wie das Leben zeigt, von Menschen verschiedener Nationen einschließlich der Juden gut aufgenommen. Und in meinem Besitz befinden sich Dokumente, die diese These bestätigen.
Ich schlage den jüdischen Analytikern, den Christen und den Ideologen der patriotischen Bewegungen vor, Anastasias Ideen und philosophische Bestrebungen objektiv zu diskutieren. Dieser Vorschlag gilt auch für die führenden Persönlichkeiten und die einfachen Mitglieder der großen und kleinen Konfessionen. Die Diskussion an sich ist schon ein Schaffensprozess, der zur Einheit der Gegensätze bei den teilnehmenden Parteien führen kann. Dieser Prozess kann seinerseits „zur gemeinsamen Schöpfung und Freude an der Betrachtung der Ergebnisse bei allen Beteiligten“ führen, wie Gott es so wollte.

Ich wiederhole das Zitat aus Band 8.1, wenngleich ist es schon in einer vorigen email nannte:

Band 8.1 Seite 138
In Israel gibt es einen Klub, der aus Lesern der Bücher über die Sibirierin Anastasia besteht. Die Israelis verfassen in russischer Sprache und in Iwrith Lieder über die Helden der Buchserie Die klingenden Zedern Russlands. Ich bekomme allmählich den Eindruck, dass an der Spitze der Bewegung zur Verwirklichung von Anastasias Ideen Juden stehen werden, die andere Völker in diesem Bemühen anführen.

Ernsthaft wäre zu erwägen den Zentralrat der Juden einzuschalten um Ihnen klar zu machen, dass in der Anastasia Buchserie kein Antisemitismus propagiert wird.

Doch all dieser Aufwand erscheint nicht sinnvoll, denn der Glaube ist jedermann sein Himmelreich, und wenn Sie glauben wollen – GEGEN JEDE RATIONALITÄT – dass in den Büchern Antisemitismus steht, dann ist das eben Ihr Glaube, den ich sogar respektiere. Die Sendung ist daher eher ein Dokument IHRES PERSÖNLICHEN Glaubens, denn eine Doku über die im Film genannten Themen.

Für mich ist es eine wunderbare Vorstellung, wenn Juden und Antisemiten, TV-Journalisten und Wahrheitsfanatiker, Antifa-Kämpfer und Rechtsextreme sich respektvoll begegnen, ihre Ansichten kundtun, andere Ansichten hören und beim gemeinsamen oder nachbarschaftlichen GÄRTNERN lernen, wie sie andere Weltanschauungen lieben lernen als Möglichkeiten die Welt und das Sein wahrzunehmen.

Genau dies ist es, auf was die Anastasiabücher hinführen.

Möglicherweise finden auch Sie eines Tages den Weg in den Garten um zu verstehen.
Ich hoffe es.

Viele Grüße
Konstantin Kirsch

 

Einen speziellen Punkt habe ich in meinen Emails noch nicht angesprochen: Die Auswahl der kritischen Interviewpartner:

Matthias Pohlmann, Evangelischer Beauftragter für Weltanschauungen
Marius Hellwig, Rechtsextremismus-Experte Amadeu Antonio Stiftung

Angesprochen habe ich auch nicht diverse inhaltlich schwere Fehler, z.B. die Aussage bezüglich Peter Fitzek, dass er sich angeblich selbst zum König eines von ihm erfundenen Phantasiestaates ernannte (Film Minute 33:30) Richtig ist, dass Peter Fitzek ein Königreich OHNE König ausgerufen hat. Er hat sich dabei NICHT zum König ernannt.

Der Film ist laufend kreuz und quer zusammen geschnitten, so dass der Zuschauer meinen könnte, alles hängt miteinander zusammen. Es ist ein Mischmasch aus allem möglichen, was miteinander wenig bis nichts zu tun hat, fast wie Kentucky Fried Movie, allerdings mit Smoothie-Funktion, mit der die zusammenhanglosen Episoden zu einem Brei vermixt wurden.

Man kann es sich so vorstellen, wie wenn man einen Film über’s Handwerk drehen würde und dann Bäcker und Heizungsinstallateure abwechselnd zu Wort kommen liesse, und den Zuschauer am Ende das mulmige Gefühl beschleicht, da könnten ein paar Schrauben im Frühstücksbrötchen mit eingebacken sein.

Auffallend ist, dass einerseits der Sektenbeauftragte der lutherischen (=antisemitischen) preussischen Staatskirche und dann der Angestellte der Stasi-Mitarbeiterin Kahane nebeneinander zu Wort kommen.

So wurden verschiedene naturverbundene und harmlose Menschen von einem Vertreter einer Institution, deren Gründungsvater zu den glühendsten Antisemiten zählt, ausgeforscht.

https://www.ev-theol.uni-bonn.de/fakultaet/ST/lehrstuhl-pangritz/pangritz/copy5_of_texte-zum-download/pangritz_luther.pdf
http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/lutherdekade-luther-unter-den-antisemiten-13344053.html
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/fremde-federn-margot-kaessmann-die-dunkle-seite-der-reformation-12131764.html
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/martin-luther-und-das-reformationsjubilaeum-14934269.html
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/reformationsjubilaeum-wie-gehen-wir-mit-martin-luther-um-13271257.html
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/wer-schuetzt-luther-vor-seinen-lobrednern-14928241.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther_und_die_Juden
https://www.amazon.de/Luthers-Juden-Thomas-Kaufmann/dp/3150109981
http://www.deutschlandfunkkultur.de/martin-luthers-judenschriften-die-dunkle-seite-der.1079.de.html?dram:article_id=341916
http://www.theologe.de/martin_luther_juden.htm

Man kann bezüglich Martin Luther und Juden jede Menge krasse Zitat anfügen. Weil es so unerträglich ist, fasse ich mich knapp:

http://projektwerkstatt.de/religion/download/luther_flugi.pdf
„Luther füllte viele Seiten mit antisemitischen Klischees bis hin zu brutalen Auslöschungsphantasien. Sein religiöser Eifer, der sich in der Vernichtung der jüdischer Menschen im Geiste und später dann auch materiell niederschlägt, geht soweit, dass er offen dazu aufruft, dieses Werk zu vollstrecken (siehe: Auszüge aus Luthers Sieben-Punkte-Plan)“

http://www.schalomnet.de/fotoaus/luther/materialien/RU_Luther_und_die_Juden.pdf
Seite 21: 3.6 Ausgewählte Äußerungen Luthers

http://www.impuls-reformation.de/download/antijudaismus_bei_luther-konzeption.pdf
Antijudaismus bei Martin Luther

http://www.christen-und-juden.de/Download/AntijudaismusLutherRFL.pdf
Rechtfertigungslehre und Antijudaismus – Paulus und Luther im Vergleich

Wenn nicht schon da der Bock von den Öffentlich-Rechtlichen zum Gärtner gemacht wurde, dann schlägt die Vereinnahmung des Themas durch den DDR-Staatssicherheitsdienst dem Fass den Boden aus:
https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/gutachten-anetta-kahane.pdf

Wenn wenigstens der evangelische Beauftragte sinngemäß gesagt hätte: „Wir in der evangelischen Kirche hatten mit Martin Luther einen glühenden Antisemiten, dieses schmerzvolle Kapitel haben wir jedoch überwunden und können daher aus Erfahrung sprechen und sind wachsam und empfindlich wenn ähnliche Tendenzen woanders auftauchen könnten.“

Vielleicht ist die beste Aussage des Filmes schon in den ersten 20 Sekunden gesprochen:

„Zunächst mal ist die Esoterik Szene, oder so wirkt sie zumindest, unpolitisch. Aber an den Rändern kann man natürlich beobachten, dass es da durchaus problematische politische Überzeugungen gibt.“

Nun, „an den Rändern“, was mag das bedeuten?
Der Redner sagt nicht: Die Esoterik Szene ist vom Kern her politisch problematisch, und das reicht bis an die Ränder.
Nein, er sagt: an den Rändern gibt es problematische politische Überzeugungen. Was kann gemeint sein mit den Rändern? Für mich heißt das ganz klar: An den Übergängen zur Nicht-Eso-Szene. Oder anders gesagt: Ausserhalb der Esoterik Szene gibt es problematische politische Überzeugungen (also in der angeblichen „Normal-Welt“) und die Esoteriker sind so tolerant, dass sie diese Polit-Problem-Leute nicht diskriminieren, sondern integrieren und einladen, die Politprobleme loszulassen, den Weg des Friedens zu gehen und womöglich anfangen zu gärtnern …

Viele Grüße an die Leser, die bis hierher durchgehalten haben. Alle Achtung!
Konstantin

 

PS: Wer sich bezüglich dieses Films beschweren will, der kann dies ganz elegant und effektiv hier machen:
https://publikumskonferenz.de/blog/programmbeschwerde/

Bei dem Formular ist Folgendes auszufüllen:
Beschwerdegrund: Programmgrundsätze
Sendeanstalt: Bayerischer Rundfunk
Name der Sendung: Gefährliche Allianz: Grüne Esoterik und braune Philosophie?
Datum und Uhrzeit: 14.06.2017 von 22:00 bis 22:45

*********

Nachtrag 6.7.2017
Filmtext ab Minute 9:20 „GartenWeden, so heißt die Zeitschrift der Bewegung“
Als ist diese Aussage im Film hörte, habe ich mich vor Lachkrampf fast verschluckt. Wenn, dann müsste man sagen: so heißt eine Zeitschrift, die von Menschen gelesen werden, von denen manche auch die Anastasia Bücher gelesen haben. Bei geschätzt 50.000 Lesern im deutschsprachigen Raum, und einer Auflage von ca. 300 Exemplaren der Zeitschrift GartenWeden von „Der Zeitschrift der Bewegung“ zu sprechen ist schon eine besondere Kunst (wer aktuellere Zahlen hat, möge sie bitte als Kommentar kund tun). Die Zeitschrift GartenWeden ist eine private Initiative, nicht von einem Verlag der Anastsais Bücher, nicht vom Autor der Anastasia Bücher und auf keinen Fall eine offizielle Zeitschrift der Bewegung! Nun denn, eine bessere Werbung für die Zeitschrift ist wohl nicht möglich. In Prozenten sind das 0,6%! Ich kenne die Anastasia Bücher seit grob 10 Jahren, habe den Anastasia Index geschrieben, im TV in mehr als 10 Stunden Sendezeit die Buchserie vorgestellt und habe jetzt im Sommer 2017 die Zeitschrift GartenWeden zum ersten Mal abonniert, damit auch ich einen Eindruck bekomme, was dort veröffentlicht wird.

Kann es sein, dass die Journalisten, die zentral gesteuerte, hierarchische geleitete Firmen gewöhnt sind oder nur in so etwas arbeiten, sich einfach gar nicht verstehen können, dass es auch sogenannte Graswurzelbewegungen gibt, die ohne zentrale Zeitschriften und ohne zentrale Sprecher bzw. Chefs auskommen?

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der sogenannte Dunning-Kruger-Effekt:

„Wenn jemand inkompetent ist, dann kann er nicht wissen, dass er inkompetent ist. […] Die Fähigkeiten, die man braucht, um eine richtige Lösung zu finden, [sind] genau jene Fähigkeiten, die man braucht, um eine Lösung als richtig zu erkennen.“
– David Dunning

Wenn man diese Erkenntnis überträgt auf die Lösung der globalen Probleme durch Familienlandsitze, kommt man zu diesem Schluss: Wer nicht kompetent genug ist, diese Lösung selber zu finden, erkennt auch nicht, dass Familienlandsitze die Lösung für die globalen Probleme sind, selbst wenn man diese Lösung dem Inkompetenten vor die Nase stellt.
Ja derjenige wittert was „dunkles“ in dem was er nicht versteht. Nun, alles kann als dunkel empfunden werden, wenn das innere Licht des Geistesblitzes fehlt. Wieso nur ist seit langer Zeit das passende Symbol für eine gute Idee eine leuchtende Glühbirne? Passend dazu gibt es den Spruch: Mir ist ein Licht aufgegangen! Wem kein Licht aufgeht, der sieht überall Dunkelheit.

 

Nachtrag 2:
Filmtext ab Minute 23: „Robert Briechle sagt, er habe von den zehn Bänden des Romans von Wladimir Megre nur das erste Buch gelesen und wisse nichts von problematischen Passagen.“

Nun, diese Filmaussage ist selbstverständlich falsch. Es handelt sich um eine BUCHSERIE, aufbauend auf einem Erlebnisbericht und NICHT um einen „Roman“. Desweiteren hat Robert Briechle selbstverständlich alle zehn Bände der BUCHSERIE gelesen. Auf die Frage von Frau Roser, ob er alle Bücher gelesen hatte, war seine Antwort: „Ich bin bei der Umsetzung von Band 1.“ Und ganz sicher kennt er problematische Passagen in den Büchern, denn das Gärtnern ist oft viel problematischer, als in den Büchern beschrieben wird. Erst gestern habe ich mit meinem Freund Robert telefoniert. Wir haben seit Jahren einen engen Kontakt.

 

Nachtrag 3:
Das unsägliche Spiel „Teile und Herrsche“ in Punkto „Links“ – „Rechts“ ist so dumm, dass ich mich auf so einen Schwachsinn grundsätzlich nicht einlasse. Ich verurteile niemanden, weder Linke noch Rechte, noch diejenigen, die spalten wollen. Ich lass einfach alle in ihrer Ablenkung vom Wesentlichen herumirren und gebe, wenn denn Interesse besteht, ab und zu mal einen Hinweis, dass das Leben auch ohne diese Extreme und ohne Spaltereien gelebt werden kann.

Zu dem Thema links-rechts habe ich im übrigen vor über einem Jahr einen separaten Blogeintrag geschrieben:
http://www.konstantin-kirsch.de/2016/01/politisch-links-oder-rechts.html

 

Nachtrag 4:
Interview mit Erich Halbach (Friedensweg) nach BR-Doku 14.6. https://youtu.be/dM4ZwyoMO5c

 

Nachtrag 9.7.2017
Ein Leser hat mich auf einen Artikel hingewiesen, in dem ein Professor der UNI Witzenhausen schwerst abfällig dargestellt wurde: Die Überschrift lautet: „Erleuchtung durch die Gurke“ http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-49612762.htmlDazu fand ich einen Text, der sich damit beschäftigt was eine Autorin bewegen kann in solch einem Hass-Stil zu schreiben:
„Saat für die Pogrome der Zukunft“ http://selbstwerden.de/pogrome/
Ich empfinde durchaus die (möglicherweise beabsichtigte) Möglichkeit, Gefühle des Hasses gegen die Massenmedien zu entwickeln. Deshalb sehe ich es auch als so wichtig an diesen „Journalisten“ oder „Presstituierten“ zu vergeben. Wenn man diese Entladung der negativen Gefühle in sich selbst unterlässt, stört man die eigene Harmonie durch Unterlassung und kann im schlimmsten Falle zu einem Mit-Täter bei einem Pogrom werden (Hinweis: mit „Presstituierten“ meine ich Presse-Prostituierte, also Presseleute, die bereit sind jeden Scheiß für Geld zu machen).

In dem Artikel „Saat für die Pogrome der Zukunft“ http://selbstwerden.de/pogrome/ findet sich ein wunderbares Textstück, dass ich gerne zitiere:

In Wahrheit spricht [die Autorin]  mit jedem Satz ihres Artikels aus:

Ich fühle, dass hinter diesem Gedankengut eine tiefere Wahrheit liegen muss, aber mit dieser Wahrheit komme ich nicht zurecht. Sie würde mein ganzes Leben, meine Überzeugungen und meine Meinungen in Frage stellen, daher muss ich diese Gedanken mit aller Kraft verächtlich machen. Ich muss sie als gefährlich anprangern, um dieses Gefühl in mir zu übertönen.

Genau so kann es auch Frau Susanne Roser vom BR gegangen sein.

*********

Nachtrag vom 12.07.2017

Es ist sehr passend, dass Frau Susanne Roser vom Bayerischen Rundfunk allergisch auf den Band 6 (Buch der Ahnen) der Anastasia Buchreihe reagiert hat. Der Verweis auf die Juden und auf angeblichen Antisemitismus ist allerdings nur Ablenkung vom Wesentlichen. In dem Buch steht nämlich was richtig heftiges drin:

Dieser Band 6 hebelt die Macht der Massenmedien aus!

Was ist denn die Macht der Massenmedien? Nun, die verbreiten Bilder, lenken so den Geist der Leute UND sie beanspruchen für sich die Deutungshoheit über die Geschichte. Die Inhalte der Massenmedien kommen in Archive und Sammelbände, Jahresrückschauen und Schulbücher.

Wenn wir alle ein Buch der Ahnen schreiben, dann ist der Einfluss der Massenmedien vorbei!

Zu diesem Thema habe ich schon mal Blogeinträge geschrieben:
http://www.konstantin-kirsch.de/2013/11/buch-der-ahnen.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2014/08/buch-der-ahnen-als-schutz-vor-geschichtsfaelschung.html

http://www.konstantin-kirsch.de/2008/02/die-kernideen-der-anastasia-bucher.html

Dienstag 6. Juni 2017

Tingmöte 1992 – Sommerting 2017

Das zentrale Element des Sommertings ist der Redekreis mit Redestab. Täglich wird ein Redestab genutzt, die Aufmerksamkeit wird gestärkt und das Hören wird bewusster. Wir finden Vertrauen, mehr und mehr aus dem Herzen zu sprechen, über das, was wirklich im Innen bewegt. Derjenige mit dem Stab hat das Wort, darf aber auch inne halten, bis Herz und Hirn einig sind, welche Worte gesprochen gehören. Die Gedankengeschwindigkeit steigt, indem der Gedankenfluss nicht unterbrochen wird.

Es gibt nur ein paar Regeln, keine Hierarchie und kein vorgegebenes Thema.

Die Herzen werden sprechen, was sie zu sagen haben.

Ich habe diese Art des Tings vor Jahrzehnten in Skandinavien gelernt. Die Ting-Kultur ist dort über Jahrtausende erhalten geblieben. Im Lauf der Zeit haben sich die wenigen Regeln herausgeschält, die nötig sind, um die Energie im Ting möglichst hoch zu halten.

Neben den Redestabkreisen ist beim Ting auch Zeit und Raum für Einzelgespräche, Wanderungen, Essenzubereitung, Feiern und allem, was die Teilnehmer des Tings wünschen und erschaffen. Zentral ist: Sich Treffen, reden und hören. Spüren, wahrnehmen, Zeit haben für sich und andere.

 

Wie ich zum Ting kam:

Vor fünfundzwanzig Jahren begab ich mich auf eine Reise, die mein Inneres grundlegend ändern sollte.

Ich folgte einer Einladung zum „Nordiskt Tingmöte på Fösingsmåla“:   [möte = meeting (engl.) = Treffen (deutsch)]

tngmoete-1992-einladung

Mit dem Zug fuhr ich bis Puttgarden, dann Fähre, bis Kopenhagen geträmpt. Fähre nach Malmö, von dort bis Lund geträmpt.

Mit dem Fahrer, der mich bis nach Lund mitnahm kam ich in lebhafte Gespräche. Er bat mich dringlichst zu ihm in seine Wohnung zu kommen. Dort zeigte er mir ein Buch, dass ihm sehr am Herzen lag:

„A course in miracles“ von: Foundation for inner peace

Er meinte, dies sei passend für mich. Nun, das fand ich berührend, doch meine englischen Sprachkenntnisse reichten bei weitem nicht, um so ein Buch gut zu verstehen. Da meinte er, dann wäre ich vielleicht derjenige, der es organisieren sollte, dass dieses Buch in die deutsche Sprache übersetzt werden würde. Diese Vorstellung hat mich etwas überfordert. So habe ich mich bedankt und bin weiter meinen Weg gegangen, bzw. mit dem Zug bis Ronneby und von dort geträmpt bis zum Lagerplatz des Tingmöte.

[zwei Jahre später ist das Buch (ohne meine Unterstützung) in deutscher Übersetzung erschienen: „Ein Kurs in Wundern“]

Auf dem zwei Wochen langen Treffen lernte ich das Reden und Hören mit Gesprächsstab:

tingmoete-1992(Bild vom Tingmöte 1992)

Ich zitiere aus meinen damaligen Tagebuchaufzeichnungen:

Die Geschichte des Tingmöte hat nur wenige Grundregeln:
Ein Dauerfeuer als Mittelpunkt. Drumherum ein Kreis aus Menschen und ein Redestock, der in Sonnenrichtung im Kreis weitergegeben wird.
Diese minimalen Grundregeln reichen für ein Gemeinschaftsleben aus. Sehr wichtig ist der Respekt vor dem Redestock (engl.: talking stick), der das Symbol des Stammes (engl.: tribe) sein kann. Ich finde es viel schöner einen Holzstock als „Mittelpunkt“ zu haben als einen Menschen! Da der Stock von allen benutzt wird, ist die Gruppe das wichtigste, das es zu respektieren gilt. Nach der ersten möglichst schnellen Runde mit Name, Herkunft und Absicht ging der Stock in die zweite Runde und jede(r) konnte so lange wie gewünscht den Stock haben und reden, singen, tanzen und schweigen. Nur nach Aufforderung können die anderen Kreisteilnehmer mitmachen [z.B. beim Singen]. Wir haben gemerkt, daß das gemeinsame Schweigen manchmal mehr für die Gruppe bringt als dauerndes Reden und so haben wir den ‚talking stick‘ gelegentlich in ‚listening stick‘ umbenannt.

Nach einer kurzen Internetsuche fand ich sogar eine Reihe an Bildern von dem damaligen Treffen:
https://www.fripress.se/fosing/tingmote-92

Es waren geschätzt 70 bis 100 Menschen bei dem Treffen. Es waren überwiegend Teilnehmer aus Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland aber auch aus Deutschland, Schweiz und Spanien dabei. Im Kreis sprachen wir englisch. Ich kann mich noch gut an meinen ersten Redekreis erinnern: Ich bekam Kopfschmerzen. Auf ungefähr 40 Beiträge wollte ich antworten, musste mir alles merken und doch war die Runde erst halb rum! Ich nahm einen Zettel und Stift und machte Notizen … Als der Stab endlich bei mir ankam, war der Zettel voll und die Runde seufzte, weil alle gesehen hatten, dass ich eine Liste schrieb. Doch es war erstaunlich: bis auf zwei Punkte waren alle Notizen schon gestrichen, weil andere Teilnehmer den Kommentar schon gegeben hatten, den ich sagen wollte. Die zwei verbliebenen Punkte waren von den direkten Vorrednern gesprochen. So spürte ich, dass es nicht so sehr darauf ankommt, dass ICH etwas sage, sondern, dass ES gesagt wird, egal von wem. Ich sprach aus, dass wenn ich jetzt genügend Vertrauen hätte, dann könnte ich gelassen den Stock weiter geben und warten, dass jemand anderes diese zwei Punkte beantwortet. Doch ich hatte noch nicht genügend Vertrauen in den Redestabkreis. So sagte ich, was ich sagen wollte und gab dann den Stab weiter.

Neben den oben zitierten Grundregeln lernte ich noch ein paar andere Regeln dazu:

Der Kreis endet mit einem schweigenden Kreis. Das bedeutet: Sobald der Stab eine Runde gedreht hat ohne eine einzige Mitteilung, ist der Kreis für dieses Mal beendet.

Der Redner kann den Stab vor sich hinlegen, um allen die Möglichkeit zu geben, direkt zu antworten. Dies sollte jedoch möglichst selten gemacht werden, weil dieses Verhalten den Fokus und die Konzentration sehr stört. Sobald der Stock wieder aufgerichtet wird, hat umgehend Ruhe zu sein! So kann der Stockträger einen entstehenden Tumult oder laute Debatten umgehend stoppen. Allerdings geht das nur, wenn der Stab als Regel respektiert wird. Für erwachsene Menschen, die respektvolles Verhalten gelernt haben, geht das leicht. Für Menschen, die beispielsweise gewohnt sind, Politiker nachzumachen beim dauernden „ins Wort fallen“, ist dies jedoch eine schwere Herausforderung.

Dieses erste Ting in meinem Leben hat mich zutiefst berührt und nachhaltig geformt. Es entstand die Vision, diese Art der Begegnung und des Austausches auch in Deutschland zu etablieren.

Auch hierzulande gab es vor langer Zeit Treffen mit der Bezeichnung Ting oder Thing.
siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Thing

Die damalige Thing-Kultur in Deutschland wird unter anderem als ‚Gerichtsversammlung‘ bezeichnet. Dadurch unterscheidet es sich stark von dem, was ich in Skandinavien unter dem Namen „Ting“ kennenlernte. Wir begegneten uns mit unseren Herzen. Deshalb schreibe ich auch Ting ohne ‚h‘.

Im Lauf der Jahre erlebte ich viele skandinavische Tings. Im Sommer trafen wir uns in Zelten, im Winter in Gebäuden. Die Gruppengröße variierte von knapp über 50 bis knapp unter 200. Angeblich beruht die nordische Tingkultur auf mehreren Jahrtausenden. Es soll seinerzeit auch eine Sonderregel gegeben haben für Vielredner: Man dürfe nur so lange reden wie man auf einem Bein stehen könne. Dokumentiert sei angeblich eine 13-stündige Rede auf einem Bein, dann erst wurde der Tingstaven (Ting-Stab) weitergegeben…

In Deutschland habe ich mittlerweile viele Redestabrunden erleben dürfen. Oft habe ich Redekreise angeregt, manchmal auch nur daran teilgenommen. Es ist sogar auch möglich, Redestabkreise zu zweit zu machen! Gerade für Paare in Beziehungskrisen kann das sehr berührend und erhellend sein.

Gerade in Gruppen, die den roten Weg gehen, also Resonanz zu den indigenen Bewohnern Nordamerikas spüren und diese Kultur leben, ist der Redestab weit verbreitet. Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Redestab

Schön ist auch der bei wikipedia weiterführende Link zu dieser Seite:
http://www.b22.de/innovat/redestabrunde.html
Insbesondere der dort genannte Punkt G, „Folgen“, ist so schön geschrieben, dass ich ihn hier zitere:

  1. keine „linkshirnigen“ konkreten Ergebnisse, vielmehr langfristige „Nachwirkungen“.
    1. Gefühl, daß sich wieder etwas bewegt (in mir selbst, in der Gruppe, in der Welt …)
    2. andere Teilnehmer innerhalb kürzester Zeit als Menschen in ihrer Ganzheit erleben, „der Mensch wird wieder zum Menschen“, auch ich selbst werde mir wieder menschlich!
    3. Vertrauen in das Leben und in die Menschheit, indem diese wieder als Prozeß erlebt werden
    4. in Organisationen: Herabsetzung von Fluktuation, innerer Kündigung, Gefühlen der Ausweglosigkeit bzw. des Ausgegrenztseins, Verminderung von Mobbing usw.
  2. man lernt „mit dem Herzen“ zu hören und zu sprechen
  3. Redestabrunden über längere Zeit geführt, ergeben ein wertvolles Feedback meiner Fähigkeiten, von anderen, aber auch allein von dem, was da auf einmal an Schätzen aus mir entströmt
  4. gegenseitige Empfehlungen treten an die Stelle von sterilen Zeugnissen (z.B. bei Rederunden als Fortbildung usw.)
  5. Freisetzung brachgelegener Potentiale.
    Beispiel: In der Runde geäußerte Wünsche (ich brauche unbedingt ein…) verselbständigen sich, und fast immer findet sich über jemanden in der Runde genau jener Gegenstand, der ungenutzt irgendwo herumstand.

 

Bei den Redekreisen, an denen ich teilnahm, habe ich oft deutliche Unterschiede kennengelernt zu dem, was ich in Skandinavien erlebte. Die Vielfalt der Redekreis-Regeln und Redekreis-Gewohnheiten ist beeindruckend! In all den Jahren habe ich viel beobachtet und ausprobiert. Als Ergebnis fand ich, dass es eine besonders wirksame Regel gibt, die ich als Auftakt empfehle: Der Kreis möge mit einer schweigenden Runde beginnen, also so, wie die Runde aufhört („Anfang und Ende sind eins“).

Ein Hinweis bezüglich „Regeln“, an die man sich als Teilnehmer zu halten hat. Dies kann als unfrei empfunden werden. Wenn man jedoch bedenkt, dass man die Regeln klären und darüber abstimmen kann, BEVOR man beginnt, ist es halb so schlimm. Es ist eher so, dass durch die Regeln erst Freiheit möglich wird. Man muss unterscheiden zwischen endlichen und unendlichen Spielen. Dazu gibt es ein schönes Buch von James P. Carse „Endliche und unendliche Spiele: Die Chancen des Lebens“.

Grob zusammengefasst: Ein endlicher Spieler spielt innerhalb gegebener Regeln. Ein endliches Spiel hat einen zeitlichen Anfang, ein zeitliches Ende und Regeln, die dazwischen gelten (zB Fussball-Spiel). Wer sich nicht an die Regeln hält, gilt als Spielverderber.
Ein Spieler des unendlichen Spiels hingegen spielt mit den Spielregeln, strebt nicht nach Gewinn/Verlust-Ergebnissen sondern strebt danach, dass die endlichen Regeln so geändert werden, dass die meisten Spieler Freude oder gemeinsamen Gewinn empfinden. (Beispiel: Die FIFA debattiert ZWISCHEN den Spielen ÜBER Änderung der Abseitsregeln.)

Daher sollen zu Beginn einer Redestabrunde alle Regeln mitgeteilt und erklärt werden. Änderungen können vor dem Start leicht beschlossen werden, nach dem Start eines Kreises werden die Regeln nicht geändert. Sollten die Regeln nicht funktionieren, wird abgebrochen und neu gestartet mit anderen Regeln. Dies wurde schon oft gemacht und so hat sich herausgeschält, was funktioniert und der Freude dienlich ist.

Bei einem Sommerting in Norwegen hatte ich am dritten Tag, also beim dritten Redekreis, ein ganz besonderes Erlebnis: Nachdem der Stab ein paar Runden gedreht hatte spürte ich plötzlich keinen Unterschied mehr zwischen demjenigen, der den Stab hält und spricht und mir. Es fühlte sich so an, als ob alle im Kreis den gleichen Herzschlag und ein und den selben Geist hatten. In mir entstand ein Gedanke und exakt gleichzeitig sprach der Redner genau dies. Der üblicherweise gefühlte Unterschied Ich-Du war weg. Es fühlte sich an wie ein Mega-Brain und Mega-Herz gleichzeitig.

In einem technischen Bild wirkte es auf mich so als ob ein Rechenzentrum (= Hirn) eine Aufgabe solange bearbeitet bis es heiß gelaufen, bzw. erschöpft ist. Dann gibt es die teilweise gelöste Aufgabe an das nächste Hirn (bzw. Rechenzentrum) weiter. Ich dachte an einen Supercomputer. In der mathematischen Welt gibt es für solche potentiell unendlichen Rückkopplungsschleifen den Fachbegriff Rekursion. In der Sportwelt kann man denken an Staffellauf und in der Kommunikation kann man an frühere Relaisstationen der Post denken an denen erschöpfte Pferde getauscht wurden.

Und doch ist ein Ting alles andere als etwas technisches. Es geht ja gerade nicht um das Lösen von mathematischen Problemen. Es geht mehr um individuelle Gefühle und Wahrnehmungen, es geht um das Mensch-Sein. Das kann man mit allen Facetten bei einem Ting erleben.

In den Anastasia Büchern gibt es mehrere Hinweise auf russische Volksversammlungen, Wetsche genannt:

Es gab im damaligen Russland keine Sklaverei. Es gab auch keine Aufteilung der Ländereien in kleine Fürstentümer, die sich ständig gegenseitig bekämpften. Das ganze alte Russland bestand aus schönen Familienlandsitzen. Alle wichtigen Entscheidungen wurden auf den Volksversammlungen, den Wetschen, getroffen.
Zitat aus: Band 7, Seite 151

Die Struktur der zu gründenden Partei muss dem Nowgoroder Wetsche in seiner frühen Phase ähneln. Alles Weitere wird jeder von euch später verstehen.
Zitat aus: Band 8.2, Seite 11

Als ‘Kapischtsche’ wurde damals ein Platz bezeichnet, an dem die Menschen aus der gesamten Umgebung regelmäßig einen großen Basar abhielten. Auf diese Weise konnten sie ihre eigenen Waren gegen andere eintauschen und sämtliche Haushaltsgegenstände, die ihnen noch fehlten, erwerben. Sie tauschten aber auch ihre Erfahrungen aus. Bei dieser Gelegenheit wurden Feste veranstaltet mit Spielen, bei denen die Menschen die Gelegenheit hatten, für sich einen Lebenspartner zu finden, der für sie vom Schicksal vorbestimmt war. Außerdem versammelten sich hier die Ältesten der verschiedenen Familien zu einem ‘Wetsche’, bei dem sie die ungeschriebenen Gesetze des Lebens für die Gemeinschaft verabschiedeten.
Zitat aus: Band 8.2, Seite 86

Siehe dazu auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Wetsche

Könnte es sein, dass eine Wetsche in seiner frühen Phase einem Ting-Redestabkreis ähnelte? Es würde mich nicht wundern.

Aus all meiner Erfahrung fasse ich die von mir empfohlenen Ting-Regeln zusammen:

  1. Eine Gruppe von mindestens zwei Menschen sitzt im Kreis um ein Feuer (ersatzweise Kerze).
  2. Wer den Stab hat, darf reden (oder schweigen oder singen, oder …). Alle anderen hören. Idealerweise steht der Redner (zu seinem Wort stehen).
  3. Zu Beginn des Tings werden die Regeln mitgeteilt und bei Bedarf erklärt. Der Redestab wird von einem Menschen zum nächsten im Sonnenlauf gegeben. Als Auftakt läuft der Stab eine Runde schweigend. Nach dieser Schweigerunde wandert der Stab im Kreis weiter bis jemand spricht.
  4. Ein Redekreis endet, wenn der Stab nach dem letzten Beitrag eine gesamte Runde schweigend weitergegeben wurde. Der Teilnehmer direkt vor dem letzten Sprecher legt nach der Schweigerunde den Tingstab vor sich nieder. Die Teilnehmer stehen auf und halten sich im Kreis an den Händen. Damit ist der Tingkreis beendet.
  5. Der Tingkreis ist ein Raum der Herzen und des Vertrauens. Alles, was hier gehört und erlebt wird, wird vertraulich behandelt. Störungen von Außen sollten vermieden werden. Ton- und Filmaufzeichnungen sollten nicht stattfinden. (kein Handy, Smartphone, Tonband, Funkgerät, PC, Tablet, Digicam, Camcorder, Wearables etc.)
  6. Wer den Kreis verlassen möchte, wartet, bis der Stab zu ihm kommt und gibt ihn schweigend weiter. Erst dann verlässt er den Kreis.
  7. Wer zurück in den Kreis kommt, geht an die bisherige Stelle (keine Änderung der eigenen Position im Kreis), lässt den Stab einmal schweigend an sich vorüberziehen und spricht erst in der darauf folgenden Runde.
  8. Wenn eine Unterbrechung oder Pause zwingend nötig erscheint, kann der Redner den Stab waagerecht legen. Dann ist die Tingrunde unterbrochen und beginnt erst wieder, wenn der Redner den Stab wieder aufrecht stellt. Dies kann zur Klärung von Fragen oder Belangen, welche schnelle Lösungen erfordern, dienen. Während einer Pause sollten sich die Teilnehmer nicht in Einzelgesprächen über Tingthemen austauschen. (Solch eine Unterbrechung sollte nur selten geschehen! Diese Regel ist erst bei Gruppen ab 50 gelegentlich wertvoll.)

 

Ein Ting ist ein Liebesakt geistiger Art. Eine Begegnung der Pole. Ein Verschmelzen. Da gehört das Herz an oberste Stelle. Das Hören. Das Spüren. Das Einswerden.

Es ist vergleichbar mit dem alten asiatischen Symbol „Yoni-Lingam“
Eine Schale (Becken-weiblich) mit einem senkrechten Stab in der Mitte (Phallus-männlich)

Das Muster im Ting: Der Redner steht und hält den Stab aufrecht (männliches Phallus-Symbol). Der Redner spricht, begeistert die Hörer, ist Gebender. Geist als konzentrierte Information (Samen – Sperma) führt zur Befruchtung des Weiblichen – jedoch NUR wenn das Weibliche bereit ist, offen ist, empfänglich (hören kann). Dann wird das „Mann-Sein“ an den Neben-MANN gegeben (auch wenn sie ein Weib ist) und man selbst wird zum hörenden, empfangenden weiblichen, auch wenn man ein Mann ist.

So entsteht neben dem Mitteilen und Kennenlernen der Mitmenschen auch ein Mitteilen und Kennenlernen der eigenen inneren männlichen und weiblichen Anteile in einem selbst, denn jeder trägt beide Anteile in sich.

Symbolisch gesehen ergibt sich dieser Ablauf:

  • Jemand lädt zum Ting durch Worte, Gong oder Muschelhorn (geistiger Impuls = männlich)
  • Die Teilnehmer treffen sich im Kreis (rund = weiblich)
  • Der Einladende erklärt die Regeln und entzündet in der Mitte ein Feuer (Feuer = männlich)
  • Eine schweigende Runde (lauschen = empfangen = weiblich)
  • Der Stabhalter spricht (männlich)
  • Die Runde hört (weiblich)
  • Der Stab kreist im Sonnenlauf, alle anderen hören (männliche und weibliche Energien kreisen)
  • Eine schweigende Runde bildet den Abschluss (männlich und weiblich haben sich vereint und Ruhe gefunden)

 

Vielleicht findet sich eines Tages ein Dichter, der die Essenz des Tings verdichtet. Als Anregung mögen diese Zeilen dienen:

Halte den Stab aufrecht, sei Gott gleich und stehe zu Deinem Wort.
Lass den Stab der Sonne folgen und werde hörendes Geschöpf der Runde…

 

Sommerting 2017

Wir laden ein vom 15. bis 21. Juni zu einem Sommerting ins Waldgartendorf, bzw. bei Regenwetter ins Waldgärtnerhaus.

KEINE Anmeldung! Im Vertrauen auf ein schönes Treffen verzichten wir auf eine Anmeldung.
Diejenigen, die da sein werden, sind diejenigen, die da sein werden.
Das, was mitgebracht wird (innere Anliegen, Essen, Sitzkissen etc.) ist das, was da sein wird.
Das, was nicht mitgebracht wird, wird nicht da sein.
Das ist alles.

Herzlich Willkommen!

Mehr Details: www.waldgartendorf.de/seminare-veranstaltungen.html#sommerting

Samstag 3. Juni 2017

Klimawandel-Witze

Was man im Internet so alles lesen kann:

Einer schreibt darüber wie schlimm der Trump sei weil der einen WeltklimaVERTRAG gekündigt hätte. Jemand anderes schreibt, es sei eh nur ein ‚Abkommen‘ gewesen und kein Vertrag, wieder jemand anderes schreibt, dass damals in Paris absichtlich ein Schreibfehler in den Text gefügt wurde.

Und dann steht geschrieben, dass Angela Merkel angeblich gesagt hätte: „Allen, denen die Zukunft unseres Planeten wichtig ist, sage ich: Lassen Sie uns gemeinsam den Weg weitergehen, damit wir erfolgreich sind für unsere Mutter Erde.“

Habe ich das richtig verstanden? Die redet von „Mutter Erde“??? War das jetzt ein Scherz, ein Witz, Boshaftigkeit oder Heuchelei? Will sie sich bei Indianern, Pantheisten und Neopaganisten einschleimen? Oder will sie alle verhöhnen?

Dann hat sie angeblich noch gesagt: „Wir brauchen dieses Pariser Abkommen, um unsere Schöpfung zu bewahren.“
Nun, wenn man hier genau liest, dann hat sie wohl ganz nüchtern die Wahrheit gesagt. Was meint sie denn wohl mit „unsere Schöpfung“??? Damit meint sie sicher nicht die göttliche Schöpfung der ursprünglichen Natur. Nein, garantiert nicht. Auch beim obigen Text steht der tiefsinnige Begriff „UNSERE“. Wieso sagte sie nicht: … damit wir erfolgreich sind für Mutter Erde / und wieso sagte sie nicht: … um die Schöpfung zu bewahren. ???

Beim zweiten Zitat geht es ihr um die Bewahrung unserer Schöpfung. Und dafür braucht sie das Abkommen aus Paris. Was ist denn wegen dem Abkommen aus Paris geschaffen worden? Das große Windreich, alle Horizonte voll mit Vogelschreddern, dazu hektarweise voll gebaut mit Sondermüll – äh Photovoltaik, Häuser eingepackt mit giftigem Styroper – für das eines Tages die Entsorgung womöglich teurer wird als die Montage – wenn nicht vorher durch einen Brand mit zugehöriger Giftgasentwicklung die Bewohner schon verstorben sind, viele neue Abgaben, staatliche Kontrollen, Zwängen, noch mehr Staatsverschuldung, etc. .

DAS ist das was Angela Merkel mit geschöpft hat, nur das kann sein, dass sie es als „unsere Schöpfung“ bezeichnet, denn um all diesen Irrsinn zu „bewahren“ braucht es das Festhalten am Pariser Abkommen.

Ich bekomme den Eindruck, dass man immer weniger mit Argumenten noch mit Logik dem Irrsinn entgegentreten sollte. Es bringt einfach nicht mehr. Gehirngewaschene können nicht verstehen. Und in Investitionen Gefangene trauen sich wegen den versunkenen Kosten nicht aus der einmal eingeschlagenen Spur auszusteigen selbst wenn sie als falsch erkannt werden muss.

Was helfen kann sind Witze. Die können zumindest helfen selber gesund zu bleiben.

Gerne dürfen in Kommentaren andere Klimawitze beigetragen werden. Ich bitte jedoch um Verständnis, dass ich ein gewisses Niveau an Witzen erwarte ansonsten werden sie nicht veröffentlicht.

*********

Wer glaubt ein Klimaschützer zu sein, weil er an den Klimaschutzverhandlungen teilnimmt, irrt sich.
Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht.
– frei nach Albert Schweitzer

*********

Neulich fragte mich ein Gläubiger des „Menschengemachten Klimawandels“, wo er das Bildbearbeitungsprogramm „Photosynthese“ runterladen könnte.
Ich habe ihn gewarnt und gesagt das „Photosynthese“ nur mit dem Zusatzprogramm ZehO2 läuft. ZehO2 aber zerstört das Klimabios im PC.
– anonymer Kommentar im Internet

*********

 

Freitag 26. Mai 2017

Kosten von Öko-Bauweisen

In meinem Blogbeitrag von Earthships ging ich schon mal auf die Kosten pro Quadratmeter ein. Jetzt will ich weitere Bauweisen in den Kostenvergleich nehmen:

4000 Euro/m²   und mehr für baubiologische Passiv-„Energiesparhäuser“ (mündliche Aussage einer Bauplanerin)
4000 Euro/m²   Wohnwagon autarker Wohnanhänger
2700 Euro/m²   Thoma-Holz100 (zuzüglich Baunebenkosten, Erschließung etc.)
2400 Euro/m²   Earthship (Tempelhof / noch nicht ganz fertig / ohne zukünftige Entsorgungskosten)
2200 Euro/m²   Plusenergiehäuser (ohne zukünftige Entsorgungskosten)
2000 Euro/m²   Holzwabe (Tempelhof / ohne eigene Heizung)
1500 Euro/m²   Strohballenhaus (zuzüglich Fenster, Türen, Sanitär und Heizung, Elektro…)

Eine spezielle Form des mobilen Wohnens ist ein Fahrrad-Campanhänger aus Dänemark:
2000 Euro/m² WidePathCamper / deutsche Beschreibung

Das müsste doch noch günstiger gehen. Nun, es gibt noch Bauwägen. In den letzten Jahren deutlich im Preis gestiegen, aber immer noch relativ günstig:

1400 Euro/m²   Bauwagen ausgebaut (mit Dämmung, ohne Ofen)
350 Euro/m²   Bauwagen Rohbau (ohne Dämmung, ohne Heizung)

Sicher ist der Komfort nicht zu vergleichen mit den oben genannten Edel-Öko-Häusern. Doch Mobilität hat auch seinen Wert. Und wenn es sogar noch günstiger geht, erst recht:

200 Euro/m²    moderne Jurte (zuzüglich Baunebenkosten, Erschließung, Heizung)

So, und wer glaubt, es geht nicht günstiger, der staune bitte schön:

50 Euro/m²   Earthbag Building
10 Euro/m²   Earthbag Building

Und wenn einem das auch noch zu teuer ist, dann hilft suchen und sammeln und sich die wenigen Baustoffe, die man wirklich für ein Earthbag-Haus braucht, kostenlos bis günstig besorgen oder eintauschen. Ich behaupte, es ist möglich, für 2 bis 5 Euro/m² ein schönes Earthbag-Haus zu bauen, wenngleich ich selber eher tendiere 1000 Euro zu nutzen für ein 20m² Häuschen als monatelang Zeit zu verwenden, um alles Benötigte zu sammeln. Ab einem gewissen Punkt lohnt sich das Sparen nicht mehr und es wird zur krampfhaften ideologischen Zeitverschwendung. Wo mag das Optimum sein? Das mag jeder für sich selber finden. Ich denke, bis nach ganz weit oben, bis zu 100 Euro/m² ist ganz viel Luft, ganz viel Raum für Edel-Earthbag-Häuser.

Und wenn es dann noch möglich wäre, ein Ganz-Jahres-Dauer-Gemütlichkeitsklima wie im Earthship zu erzeugen, oder noch besser, dann würde das doch mal richtig interessant sein, oder?

Seit grob zehn Jahren beschäftige ich mich mit der Earthbag-Bauweise, teil theoretisch, teils praktisch.
Seit dem Besuch im Projekt Tempelhof und der Erkenntnis, dass Earthships zu mir ganz und gar nicht passen, gären in mir ziemlich stark Visionen neuer Bauweisen, die Earthbag Building kombinieren mit anderen Bau-Modulen. Dabei sollen die physikalischen Naturkräfte geschickt genutzt werden für ein angenehm temperiertes Raumklima. Und ganz wichtig: Die Bauweise muss herausragend niedrigpreisig sein.

Angedacht ist für den Sommer ein Workshop zum Thema, so dass die Teilnehmer die Grundzüge in Theorie und Praxis lernen und den Herbst/Winter nutzen können, um eigene Projekte zu planen und Baustoffe zu sammeln, sowie Werkzeuge vorzubereiten. Dann kann im Frühling 2018 mit den eigenen Bauten begonnen werden.