Konstantin Kirsch

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Dienstag 6. Dezember 2016

Als ich mich selbst zu lieben begann

Gestern Abend habe ich einen berührenden Text kennengelernt, den ich gerne in meinem Blog stelle:

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man REIFE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist SELBSTLIEBE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN!

 

Als Autor wurde gesagt, es käme von Charlie Chaplin. Dies ist wohl eine Falschzuschreibung (Pseudepigraphie).

Hier habe ich in einem Kommentar eine Antwort gefunden, woher der Ursprung des Textes stammt:
http://www.zeitblueten.com/news/als-ich-mich-wirklich-selbst-zu-lieben-begann/

Kommentator „Goldener Herbst“ schreibt:

Die Originalverse entstanden kurz vor dem Tod der amerikanischen Autorin Kim McMillen 1996. Das Büchlein mit dem Titel „When I Loved Myself Enough“ wurde 2001 von deren Tochter Alison in englischer Sprache veröffentlicht.

Zwei Jahre später, 2003, dann von einem brasilianischen Verlag (Sextante) ins Portugiesische übersetzt und in Brasilien veröffentlicht. Ende 2003 wurde ein Auszug der Verse (das was man heute als Charlie Chaplin-Geburtstagsrede kennt) von einem brasilianischen Charlie Chaplin-Fan (erweitert) Chaplin zugeschrieben und in den Umlauf gebracht.

Diese neue Version wurde um 2008/09 ins Deutsche („Selbstliebe“) und Englische („As i began to love myself“) zurückübersetzt und geistert seither als „Pseudepigraphie“ durch das Internet.

Freitag 2. Dezember 2016

Dringender Spendenaufruf / WaldGärtnerHaus – Sanierung

Seit über 10 Jahren habe ich die Adresse „Schulstraße 1“ im Ort Bauhaus. In der ehemaligen Lehrerwohnung im 1. OG ist meine offizielle Wohnung. Sehr oft bin ich jedoch auf dem Landsitz (1,5 km entfernt).
Dieses Haus ist ein Holz-Blockhaus! Es wurde vor 80 Jahren als Dorfschule gebaut und 1970 zum Dorfgemeinschaftshaus (DGH) umgebaut.

Im Herbst 2015 haben viele Menschen zusammengelegt um mit ihren Spenden den Kauf des Hauses zu ermöglichen. Anfang Dez. 2015 hat unser Verein das Haus gekauft! Aus dem DGH wird nun das WGH (WaldGärtnerHaus)!

Ich habe eine neue Webseite für das WaldGärtnerHaus eingerichtet:
http://www.wghbauhaus.de

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Wir wollen hier Treffen und Tagungen machen.
Dafür muss unser WaldGärtnerHaus saniert werden!
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Damit jeder Mensch, der uns helfen will, sich umfassend über das Projekt informieren kann, habe ich eine 9-seitige Datei (mit vielen Bildern) zusammen gestellt:
http://www.wghbauhaus.de/spenden-fuer-sanierung.pdf

Ein Auszug aus der Datei:

Unser Leitbild bei der Sanierung:

«Wichtig ist vor allem, dass jeder auch heute sein eigenes Haus bauen kann. Jeder kann Gott in sich spüren und im Paradies leben. Nur ein Schritt trennt die Menschen heute vom Paradies, und dieser Schritt ist innere Erkenntnis; er muss im eigenen Bewusstsein stattfinden.» (Band 4, S. 167)

Diese Aussage von Anastasia berührt uns sehr. Nur, kann wirklich jeder heute sein eigenes Haus bauen? Wir glauben, es gibt viele Menschen, die von Herzen gerne ihr eigenes Haus bauen wollen. Mit dem sanierten WaldGärtnerHaus wollen wir ein Vorbild schaffen, ein Haus, in dem viele wertvolle Anregungen für das eigene Hausbauprojekt zu finden sind.

Der Auftakt ist die Wärme, die Heizung: Wir wollen weg vom Öl und weg vom Stromverbrauch für Warmwasserbereitung. Wir lieben es, mit Holz zu heizen, allerdings so effizient wie möglich, denn Bäume sind unsere Freunde.

Dann wollen wir natürliche Baustoffe nutzen und erleben.
Passenderweise ist das Haus ein Blockhaus, allerdings war das Holz fast überall mit Spanplatten verkleidet. Fast alle Fenster müssen saniert oder ausgetauscht werden. Wir wollen Kastenfenster aus Echtholz.
Ein befreundeter Architekt hat uns diesbezüglich Ideen einer Sonderkonstruktion gegeben, mit der man sogar in den Übergangszeiten heizen und im Hochsommer kühlen kann.

Mittelfristig suchen wir Wege, Regenwasser so aufzubereiten, dass wir daraus Brauch- und Trinkwasser gewinnen. Gleichzeitig wollen wir Abwasser so weit es geht selber reinigen.
Langfristig sehnen wir uns nach Strom-Autarkie.

Mehrere Menschen haben mit Freude und Begeisterung so richtig angepackt. In hunderten an ehrenamtlichen Arbeitsstunden wurde schon sehr viel geleistet. Es muss jedoch noch sehr viel mehr gemacht werden.

Für die anstehenden Sanierungsmaßnahmen brachen wir Geld für die Materialien.

Wir kalkulieren mit Kosten in Höhe von 50.000 Euro.

Wie bei Crowdfunding üblich bieten wir den Spendern je nach Spendenhöhe einen Bonus (Details siehe 9-Seiten-Datei, letzte Seite) Ausserdem habe ich einen „Erfolgs-Farb-Balken“ eingerichtet, den ich laufend aktualisieren werde, so dass jeder beobachten kann, wie wir das Ziel erreichen:
http://www.wghbauhaus.de/spenden.htm

Ein Hinweis an die bestehenden Kunden: Für diese Spendensammlung nutzen wir ein anderes Konto als bei unserem Onlineshop.

Das Spenden-Konto unseres Fördervereins lautet:
Empfänger: Förderverein für Familienlandsitze
IBAN: DE62532900000036101504
Betreff: Spende WGH-Sanierung

Weitere Details siehe:
http://www.wghbauhaus.de/spenden-fuer-sanierung.pdf

Viele Grüße

Konstantin

Donnerstag 1. Dezember 2016

Fragen an Konstantin

Viele Menschen haben sich auf den Weg gemacht, das alte System zu verlassen. Sie suchen eine neue Ausrichtung. Sie spüren in sich hinein und finden dort eine Menge an offenen Fragen. Ein Sehnen nach Antworten entsteht.

Durch diverse Projekte, Vorträge, Bücher, Filme und diesen Blog bin ich sehr bekannt geworden. Unzählige Menschen haben sich schon mit ihren Fragen an mich gewendet. Ich habe, so gut ich es konnte, die Fragen beantwortet. Allerdings ist es mir unmöglich geworden, allen Fragenden zu antworten. Es sind einfach viel zu viele geworden.

Die Themen der Fragen ähneln sich oft. So ist die Antwort auf die Frage eines Einzelnen wohl auch für viele andere interessant.

Daher biete ich jetzt hier die Möglichkeit, Fragen an mich zu stellen. Das geht ganz einfach:
Unter diesem Text steht: „Einen Kommentar schreiben“. Dort trägt man die Frage ein und klickt auf: „Kommentar eintragen“.

Sobald ich dazu komme, werde ich die Kommentare freischalten und beantworten.
Wenn die Antworten einen Wert darstellen, ist es angemessen als Ausgleich eine Spende an unseren Verein zu überweisen:
www.waldgartendorf.de/spenden.html

Eine individuelle Beratung, die über diese öffentliche Beantwortung von Fragen hinausgeht, ist grundsätzlich möglich, kostet allerdings entsprechend.

Daher empfehle ich zuerst hier die Fragen und Antworten zu lesen, vielleicht ist die Antwort schon zu finden.
Wenn das nicht reicht, bitte zuerst hier das Anliegen als Kommentar schreiben. Und als dritte Stufe gibt es die individuelle Beratung, sofern diese dann noch als nötig empfunden wird.

Konstantin

Freitag 11. November 2016

Aufbau eines 4D Tigchel Ofens

Vor ein paar Tagen habe ich bei einem Freund mitgeholfen einen 4D Tigchel Ofen aufzubauen. Hier ein paar Bilder vom Aufbau.

Aufschrauben der Transportkiste:

dsc_0585

Die Situation im Raum, in der Ecke der Schornsteinanschluss. Das Bodenblech lehnt noch an die Wand:

img_9740

Die Ofenrohre wurden zusammengesteckt um die genaue Position des Bodenblechs zu bestimmen. Die mitgelieferte Dämmplatte wird auf das Bodenblech gelegt:

img_9741

Auf die Dämmplatte kommt der untere große Mantelstein sowie die erste Reihe der senkrechten Mantelsteine. Mit einer Schraubzwinge werden die Platten gehalten bis die folgenden Platten montiert sind:

img_9742

Drei senkrechte Steine des Brennraums stehen innen und die zweite Reihe der Mantelsteine ist in Position. Die zweite Schraubzwinge ist befestigt, die erste kann jetzt entfernt werden:

dsc_0592

Ein Bild von der dritten Ebene, im Hintergrund der Anfeuer-Bypass aus Edelstahl (Beschriftung „Top“), eingerahmt von zwei Steinen. Man kann gut erkennen, dass alle Teile deutlich beschriftet sind. Diese Angaben finden sich auch in der mitgelieferten Bauanleitung. Gut erkennbar sind die Dichtbänder an den inneren Steinen sowie an den Mantelplatten:

img_9744

Alle Teile werden trocken, also ohne Mörtel, zusammengesteckt. Damit kann der Ofen bei Bewegungen des Untergrundes (hier z.B. ein Holzboden) nachgeben ohne Risse zu bekommen. Der Tigchel Ofen kann bei Bedarf, z.B. Umzug, auch relativ leicht wieder abmontiert und an anderer Stelle neu aufgebaut werden. Allerdings sind nach dem ersten Anfeuern die Beschriftungen teilweise nicht mehr erkennbar und man muss bei der Demontage die Steine entsprechend markieren.

Der Besitzer freut sich über den fertigen Ofen:

dsc_0597

Das erste Feuer:

dsc_0599

Kommentar des neuen Besitzers:

„Der Ofen brennt wieder, und wurd gestern vom Schornsteinfeger bewundert und die Sicherheitsabstände gelobt.“

ein Tag später kam eine eMail mit folgendem Text:

„Ich muss sagen der Ofen gibt eine super Leistung. Es erinnert mich an den Kachelofen von meinen Eltern. Sowohl die Art der Wärme, als auch die Häufigkeit, die man einheizen muss, damit es schön warm bleibt.“

Samstag 5. November 2016

Mit dem Tigchel-Ofen kann man backen!

Vor acht Monaten haben wir bei uns zwei Tigchel-Speicheröfen aufgestellt. Dazu habe ich schon ein paar Beiträge geschrieben:
http://www.konstantin-kirsch.de/?s=tigchel

Bei der Bestellung eines Tigchel-Ofens kann man in der Versionen 6D, 8D und 10D auch ein Backfach mitbestellen.
Dieses kostet jedoch einen deutlichen Aufpreis und es geht Speichermasse verloren. Somit hat z.B. ein 10D mit Backfach eher die Speicherleistung eines 8D. Desweiteren ist das Backfach nicht bestellbar für den kleinsten Tigchel Ofen, den 4D.

So habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und kam zur Lösung, die gespeicherte Wärme im Brennraum zu nutzen, um dort zu backen. Passenderweise hat es im Brennraum hinten zwei Löcher und vorne zwei passende Auflager. Mit einem entsprechend geschweißten Stahlgitter in Kombination mit einem individuell hergestellten Pizzastein kann es losgehen.

In der zeitlichen Abfolge ist es so, dass beim Abbrennen einer vollen Brennraum-Ladung die Strahlungswärme weit zu hoch ist (deutlich über 300°C). Entweder wartet man einige Stunden bis die Temperatur passend ist (200°C) oder man macht zuvor ein kleines Feuer. Diesbezüglich muss jeder „Bäcker“ eigene Erfahrung sammeln, da mehrere Parameter Einfluss haben: Holzmenge und Holzart, Größe der Holzsstücke, Feuchtegehalt des Holzes, Zugleistung des Schornsteins, Modellversion des Ofens, schon gespeicherte Wärme durch vorhergehende Feuerungen etc.

Hier ein paar Bilder zur besseren Darstellung. Zuerst das Gitter und der Pizzastein:

img_9730

Das Gitter in perspektivischer Ansicht:

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Im Ofen eingesetzt:

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Mit aufgelegtem Pizzastein, auf dem gerade ein Focaccia knusprig heiß wird:

img_9731

Man kann auch direkt auf das Gitter eine Brotbackform aus Guss stellen:

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Ein fertig gebackenes Brot auf dem Deckel der Form (als Warmhalteplatte):

img_9360

Auf dem Pizzastein kann man gleichzeitig zwei Aluschalen mit Grillkäse zubereiten:

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Während ein weiteres Focaccia fertig gebacken wird, bleiben die zwei Aluschalen vorne auf der Warmhalteplatte:

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Guten Appetit!

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Als „Nachtisch“ gibt es noch einen juristischen Leckerbissen:

Viele alte Öfen und Küchenherde dürfen wegen einer BIMSCHV (Bundsimmissionsschutzverordnung) entweder nur noch unter Bestandsschutz betrieben werden oder gar nicht mehr. Ohne mich jetzt über Sinn und Unsinn von Verordnungen auszulassen, gebe ich einen Hinweis auf einen speziellen Passus dieser Bimschv.
https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_1_2010/BJNR003800010.html

In §1 findet man den Anwendungsbereich und dort findet man interessante Ausnahmen. Die für den Tigchel-Ofen mit Back-Einsatz passende Ausnahme habe ich mit Fettdruck hervorgehoben:

Die §§ 4 bis 20 sowie die §§ 25 und 26 gelten nicht für

2. Feuerungsanlagen, die dazu bestimmt sind,

a) Güter durch unmittelbare Berührung mit heißen Abgasen zu trocknen,
b) Speisen durch unmittelbare Berührung mit heißen Abgasen zu backen oder in ähnlicher Weise zuzubereiten
c) Branntwein …
d) Warmwasser in Badeöfen zu erzeugen,

es sei denn, sie unterliegen dem Anwendungsbereich des § 11,

Die Einschränkung des §11 stört nicht, weil sich dies auf Anlagen mit mehr als 10 Megawatt bezieht.

Sehr wertvoll empfinde ich im übrigen, dass Warmwassererzeugung in Badeöfen auch Freiheit genießt. Dazu schreibe ich ein anderes Mal vermutlich mehr.

 

Samstag 22. Oktober 2016

Acht Monate Betriebserfahrung mit Tigchel Ofen

Vor genau acht Monaten haben wir einen Tigchel-Speicherofen 4D aufgestellt.

img_9208

Gleich zu Beginn habe ich Anfang März Messreihen erstellt über den Temperaturverlauf an den Ofenoberflächen.
Ich wartete bis jetzt mit der Veröffentlichung, weil ich zuerst mehr Erfahrung mit dem Ofen haben wollte.

Interessant war, dass sogar im Sommer immer mal wieder ein oder zwei Tage so kalt waren, dass es passend war, den Ofen zu befeuern.

Die Innenseiten des Brennraumes werden regelmäßig so heiß, dass praktisch jeglicher Russ komplett verbrannt wird und so die Steine sauber aussehen. Nur in ein paar Ecken der Türe bildet sich Ruß, der nicht mehr wegbrennt, weil dort durch die Türe die Temperaturen nicht ganz so hoch gehen.

Die Scheibe der Türe bekommt nur an den Ecken ein ganz wenig Ruß, der sich leicht entfernen lässt.

Der Holzverbrauch ist äußerst gering im Verhältnis zur freigesetzten Wärme.

Es entsteht so wenig Asche, dass man darüber sehr erstaunt sein kann.

Das Flammenspiel ist während der ca. 2 Stunden Brenndauer sehr schön anzusehen.
Sollte man über etwas längere Zeit das Flammenspiel bewundern wollen, kann man auch Holz nachlegen. Allerdings muss man dies tun, solange das Feuer brennt oder die Glut noch sehr heiß ist. Nur dann brennt das neu aufgelegte Holz schnell an, ohne lange zu schwelen. Wenn das Feuer ausgegangen ist, wartet man besser, bis die Asche kalt geworden ist, bevor man ein neues Feuer startet. Durch ein Nachlegen kann man auch die freigesetzte Wärmemenge erhöhen, was an besonders kalten Wintertagen von Vorteil ist.

Die Bedienung ist kinderleicht. Beim Befüllen muss ein Neuling gegebenenfalls lernen, dass die Hölzer senkrecht stehen und von oben angezündet werden.

Die abgestrahlte Wärme wird von allen Besuchern als sehr angenehm empfunden. Das Sitzen auf der Ofenbank ist wunderschön, man kann sogar über die Ofenbank auf den 4D-Ofen klettern und sich oben drauf setzen. Wenn der Ofen frisch aufgeheizt ist, ist allerdings die Seitenwand mit bis zu 150°C zu heiß zum anlehnen. Man setzt sich in so einem Fall auf die Ofenbank und lehnt sich hinten an die Wand.

Über 11 Stunden nach dem Anfeuern haben die Seitenwände noch Temperaturen von ca. 60°C!

Die Sitzfläche der Ofenbank startete bei der Messreihe bei 20°C, erreichte nach 5 Stunden eine Maximaltemperatur von 36,3°C und war nach 10 Stunden noch bei 29,3°C. Wenn man alle 12 Stunden den Ofen einfeuert, ergeben sich gleichmäßigere und etwas höhere Temperaturen.

Hier das Bild der Temperaturverläufe (anklicken zum Vergrößern).
Achtung: Nach 30 Minuten wurde der Anfeuer-Bypass geschlossen und nach 2 Stunden 15 Minuten wurden die Luftklappe und der Ofenrohrschieber geschlossen:

tigchel-ofen-temperatur-verlauf

Die untere hellblaue Linie ist die Temperatur der Zimmerwand. Diese ist sehr stabil und durch die Wärme des Ofens leicht angehoben. Man kann deutlich sehen, dass nach 11,5 Stunden die Temperatur deutlich über der Starttemperatur liegt.

Hier ist eine PDF-Datei mit Erläuterungen: testbrand-mit-datenreihe-1

Dann habe ich nochmals eine Testreihe gemacht, bei der ich die Luftklappe und den Ofenrohrschieber nicht geschlossen habe. Dies kann beispielsweise passieren, wenn man 15 Minuten nach dem Anfeuern nur die Anfeuerklappe schliesst und dann wegfahren muss. Der Ofen kühlt deutlich schneller aus, hält die Wärme aber dennoch viel länger als die meisten Billig-Öfen.

Hier die zweite Testreihe:

tigchel-ofen-temperatur-verlauf2

Und hier die zweite PDF-Datei mit den Erläuterungen: testbrand-mit-datenreihe-2

Nach meinen Erfahrungen und den Reaktionen der Besucher kann ich den Tigchel-Ofen uneingeschränkt empfehlen!
Mit einem Preis von ca. 7.000 Euro (ohne Ofenbank) empfinde ich den 4D als sehr günstig. Vergleichbar von der Leistung wären nur Grundöfen, die fest eingemauert werden und niemals an unserer Position auf einem Holzbalkenboden aufgestellt werden könnten. Ausserdem kosten gute Grundöfen leicht über 20.000 Euro.
Bezug des Ofens über diese Seite: http://flammeundfeuer.com/tigchel.htm

Ich kann mir sogar vorstellen, dass ein 4D-Tigchel Ofen auch in einer Jurte oder einer Gartenhütte sehr gute Dienste erfüllen würde. Man muss dann nur etwas zurückhaltend sein mit der Holzmenge, damit es nicht zu warm wird.

***

Eine Woche nach dem 4D-Tigchel haben wir vor 8 Monaten im Saal der alten Schule den großen 10D-Tigchel aufgestellt:

IMG_9195-B

Für diesen 10D-Ofen habe ich noch keine Messreihen gemacht, jedoch begeistert er besonders, weil er mit einer Ladung Holz selbst nach 24 Stunden noch richtig heiß ist!

Die Tigchel Öfen haben über 90% Effizienz!!

Dienstag 4. Oktober 2016

das besondere Kennlern-Treffen

Ankündigung:

14.-16. Oktober 2016

Treffen: Familienlandsitz-Siedlung Waldgartendorf am Triesch bei Konstantin Kirsch
Land, Leute und vielleicht Lebenspartner kennenlernen
Ein Wochenend-Treffen mit Herz und Seele

In direkter Nähe von Konstantin und Annegret leben derzeit über zehn Erwachsene und zwei Kinder in einer Art Streusiedlung. Der Abstand von Haus zu Haus beträgt in vielen Fällen ungefähr 100 Meter, ähnlich wie in einer Familienlandsitz-Siedlung. Durch diese Nachbarschaften haben wir eine Vorahnung bekommen, wie das Leben in der angestrebten Familienlandsitz-Siedlung eines Tages werden wird. Diese Streusiedlung kann unserer Ansicht nach Stück für Stück erweitert werden. Dazu braucht es allerdings die passenden Menschen, die dieses Land lieben, vom Land geliebt werden und untereinander ehrlich, aufrichtig und mit ihrem Herzen da sind.

Im Sommer hatten unsere Kennlern-Treffen den Schwerpunkt beim Kennenlernen der Landschaft.
Im Winterhalbjahr legen wir den Schwerpunkt auf das Kennenlernen von Menschen untereinander!

In anderen Worten:
Im Frühling / Sommer richten wir die Aufmerksamkeit mehr nach Aussen.
Im Herbst / Winter richten wir die Aufmerksamkeit mehr nach Innen!

Willkommen sind Singels, die ihren Lebenspartner finden wollen.
Willkommen sind Einzelne und Paare, die zukünftige Nachbarn finden wollen.
Willkommen sind Menschen, die sich selbst besser kennen lernen wollen.

Die Wintertreffen sind auch passend für Menschen, die uns schon im Sommer besucht haben! Das heißt, wir wandeln auf anderen Pfaden, besuchen ein weiteres Projekt unseres Freundeskreises und haben mehr Zeit für gegenseitiges Wahrnehmen.

Am Freitag beginnen wir mit Bewegung und Tanz (dansevita mit professioneller Anleitung). Am Samstag und Sonntag gibt es Zeit und Raum für Wanderung, Gespräche, Begegnungen, Massage (Hände, Füsse, Rücken), Gedankenaustausch, Spiel und Spaß und vieles mehr.

Alle Details und Hinweis zur Anmeldung:
http://www.waldgartendorf.de/seminare-veranstaltungen.html

Dienstag 27. September 2016

Nachruf für Andreas Clauss und Bill Mollison

Es gibt Tage, da kommt alles auf einmal. Nun, nicht wirklich „alles“, aber doch so viel, dass ich stärker inne halte um das zu spüren, das zu verarbeiten, was gerade als Ausdruck des großen Wandels passiert.

Gestern erfuhr ich, dass mein langjähriger Freund Andreas Clauss am 22. September verstorben ist.

andreas-clauss

Ich lernte ihn kennen bei einer Vortragsveranstaltung in Berlin. Es war geplant gewesen, dass Andreas die Hälfte der Zeit redet über physische Ökonomie und ich die zweite Hälfte über die spirituellen Aspekte des Geldes. Nun, Andreas war ein so begeisterter und begeisternder Redner, dass ich während seinem immer länger werdenden Vortrages schon überlegte, ob er mir überhaupt noch etwas zeit übrig lässt… So hatte ich dann die Herausforderung meine Aussagen noch mehr zu konzentrieren, das was zu sagen was noch mehr auf den Punkt zu bringen und das Wesen, die Essenz des Geldes aus geistiger Sicht betrachtet zu vermitteln.

Diese Veranstaltung war der Auftakt für unzählige Begegnungen und Telefonate.

In der Vielzahl seiner Themen hatten wir hauptsächliche Überschneidungsbereiche im Bereich Geld und Autarkie. Andreas sprach gerne über die Probleme des Geld- und Rechtssystems sowie Lösunsgansätze im Bereich physische Ökonomie und ich über kreative Lösungsansätze für jeden (zB. Minuto). Bezüglich autarkem Leben ist mir der Besuch von Andreas in meinem Waldgarten in lebhafter Erinnerung. Nach dem Rundgang fragte er wo denn meine Kartoffeläcker seien. Ich beugte mich zur Seite, rupfte einen Rohrkolbenspross heraus, schälte ihn und ließ ihn kosten. Er war absolut überrascht wie gut das schmeckt und wie sättigend das war.

Zusätzlich begeisterten ihn bei meinem Gartenrundgang die Bienen. Daraufhin wurde Andreas Imker. Bei seinen ersten Schritten mit diesen wunderbaren Tieren habe ich ihm meine Erfahrung gerne weitergegeben.

Später hat Andreas die Anastasia Bücher kennen- und liebengelernt.

Im März schrieb Andreas seinen letzten „Klardenker“ in dem die Hoffung auf Genesung zu spüren ist. Nun hat es doch anders entwickelt und er hat die Seiten der physischen Welt gewechselt und ist jetzt im geistigen Raum unterwegs.

Lieber Andreas, ich danke Dir für die Begegnungen und den Austausch, für Deinen Humor und Deine Lebensfreude!

Ein Interview von 2009:

 

 

*********

 

 

Heute erfuhr ich, dass nur zwei Tage später ein weiterer großer Mann, ein weiterer Pionier für eine lebensfähige Erde, in die ewige Ruhe einkehrte: Bill Mollison, der Begründer der Permakultur, ist am 24. September verstorben.

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Auch wenn ich Bill nie persönlich begegnet bin, so prägen seine Bücher und sein Wirken mich seit über 30 Jahren. Ich erfuhr von Permakultur besonders über Begegnungen mit Rudolf Doernach und Declan Kennedy. Declan stand Bill sehr nahe und hat einen Nachruf für Bill geschrieben:

Ich trauere um mein Freund Bill Mollison.
Einen der bedeutendsten Ansätzen zur Vernetzung ökologischer Maßnahmen – der vom einzelnen Haus oder kleineren Siedlungen bis zur Planung ganzer Regionen reicht – lernten wir – meine Frau Margrit Kennedy und ich – 1981 kennen und brachten ihn bereits ein Jahr später von Australien nach Europa. Dieser Ansatz nennt sich „Permakultur“ (etwa „Dauer-Kultur“, aus der Zusammenfügung der englischen Worte permanent agriculture) und überträgt die Prinzipien geschlossener ökologischer Kreisläufe in der Natur auf die Planung menschlicher Siedlungen. Die Initialzündung dazu kam für uns durch Bill Mollison, den wir 1981, auf Anregung von Rudolf Doernach, nach Berlin eingeladen hatten. Bill Mollison hatte dieses ökologische Konzept in den 70er Jahren zusammen mit David Holmgren in Australien entwickelt, und fand durch seine Vorträge seit den frühen 80er Jahren weltweit immer mehr Anhänger dafür.

Nachdem wir etwa zehn Jahre 1982 – 92 sehr eng mit Bill Mollison zusammengearbeitet hatten, begannen sich unsere Wege zwar in den frühen 90er Jahren zu trennen, aber die Freude war groß, als wir uns Anfang Juni 2005 in der historischen Stadt Montovun in Istrien, bei der 7. Internationalen Permakultur Tagung wieder einmal sehen konnten. Ich hatte zusammen mit einigen anderen Teilnehmern an der Tagung gerade Sepp Holzers Permakultur Projekt in Österreich besucht und war mit ihnen über Ljubljana nach Istrien gekommen. Obwohl ich Bill nun seit fast 24 Jahre kannte und Sepp Holzer nur einen Tag, überraschte mich die Ähnlichkeit und gleichzeitig der Kontrast zwischen diesen beiden Männern. Ähnlich waren sich die „Agrar-Rebellen“ als kreative Praktiker, in ihrem „Gärtnern mit der Natur“, in ihrer scharfsinnigen Ruppigkeit, ihrer Erzählfreude und ihrem Charisma, Männer, die sich innovativ, weitsichtig und praktisch zugleich, solange den Problemen widmeten, die sie sahen, bis sie für ihr jeweiliges Klimagebiet dauerhafte ökologische Lösungen gefunden hatten. Der Kontrast bestand für mich in der Konzentration auf sein Projekt bei Holzer, der gerade 64 Jahre alt war, während Mollison trotz seines hohen Alters mit 78 noch immer dieselbe weltweite Offenheit besaß mit der er sich über die Jahrzehnte, die wir uns kannten, immer wieder auf neue Projekte eingelassen hatte.

Ich möchte mich nun jedoch meiner Freundschaft mit Bill Mollison zuwenden, der mich – besonders am Anfang – ungemein großzügig an seinen Erfahrungen hat teilhaben lassen, einem Mann, der zum Freund und Lehrer wurde, einem unbequemen Visionär, der schon 1982 in Kanada bei einer der größten und erfolgreichsten Permakultur Tagungen in Nordamerika den Leitsatz prägte: „Think globally – Act locally“.

Geboren 1928 in Australien, lebte er von seinem 15. bis 28. Lebensjahr allein im australischen Busch, und arbeitete als Trapper, Holzfäller, Fischer und Bauer – oft zusammen oder in enger nachbarschaftlicher Beziehung zu den Aborigines – den australischen Ureinwohnern. Aus dieser Zeit hatte er eine Fülle von Geschichten, die alle, denen er sie erzählte, begeisterten. Von der Kängeruh-Jagd, in der die Aborigines mit den Tieren Kontakt aufnahmen und ihnen ihre Wertschätzung zukommen ließen, wie auch die Notwendigkeit sie zu erlegen, bis sich ein Tier dem Jäger zu Füssen legte. Oder von der Geschichte mit den schwarzen Schwänen, die Bill beobachtete und die dann zu ihm kamen und sich im Kreis um ihn herumsetzten. Immer waren es Geschichten, die Mensch und Natur im tiefen Kontakt und Einklang mit einander zeigten, etwas, was in unserer westlichen Zivilisation kaum noch existiert.

Nachdem Bill herausfand, dass diese Zivilisation die Gebiete der Aborigines immer mehr zerstörte, begann er – um diese Entwicklung aufzuhalten – 1955 noch einmal zu studieren. Noch während seines Studiums wurde er zum Forscher und Lehrer und begann als Umweltaktivist sich aktiv in die Umweltpolitik seines Landes einzumischen. Er verhinderte Staudamm Projekte , kämpfte für die Ausweisung von Naturschutzreservaten und trat auf der Seite der Aborigines für deren Rechte ein.

Als unverbesserlicher Optimist, wollte er den Garten Eden wiederherstellen – für Alle. Er versuchte darüber hinaus die Grundlagen für ein Konzept zu schaffen, welches nicht nur offen war für neue Informationen, sondern auch das Wissen über nachhaltige, ökologische Techniken aus allen Teilen der Welt integrieren konnte.

Während der Kampagne gegen den Staudamm am Franklin River in Tasmanien in den 70er Jahre – er war damals Dozent an der Universität in Hobart – traf er seinen späteren Mitautor David Holmgren. Beide begannen darüber zu diskutieren, warum die Landwirtschaft der Aborigines die Zeiten überdauert hatte und warum die moderne Landwirtschaft nur eine relativ kurzfristige Mode-Erscheinung sein würde, darüber, was man von den Aborigines lernen könne und wir ihre Konzepte mit neuer Technologie und neuen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen in Einklang zu bringen sei. Sie begannen zu experimentieren, zu entwerfen und zu schreiben. Mit Hilfe des japanisch sprechenden Australiers, Andrew Jeeves integrierten sie die Ideen von Masanobu Fukuoka (THE ONE-STRAW REVOLUTION, 1975), sie übernahmen das Keyline Konzept von Ken Yeomans (WATER FOR EVERY FARM,1954) und F. H. Kings Beobachtungen der hochproduktiven landwirtschaftlichen Konzepte Asiens (aus FARMERS OF FORTY CENTURIES – PERMANENT AGRICULTURE IN CHINA, KOREA AND JAPAN, 1911). Daraus erschufen sie das Konzept für eine dauerhafte Land-, Wasser- und Waldwirtschaft, welches sie „Permaculture“ nannten (Permanent Agriculture).

Da Permakultur kein Dogma ist oder feste Grenzen hat sondern eher eine Reihe von Grundprinzipien darstellt, die auf alles anwendbar sind, fand er immer wieder neue und weitere Mitstreiter wie das Architektenpaar Ian und Lecki Ord in Melbourne, der Ingenieur und Landwirt Max Lindegger (Designer von Chrystal Waters, Permaculture Village, Queensland), oder Sonja Wallman (mit ihrem produktiven Anlehngewächshaus in der Nähe von Boston, Massachussetts, USA) und viele andere Menschen in Australien, Europa und Nord-Amerika. Das Permakultur-Entwurfs-System hat er definiert und integrierte mit Teilbereiche und schaffte Querverbindungen zwischen den separaten Wissenschaften und Fachgebieten der klassischen universitären Fachbereiche geschafft.

Inzwischen (2016) haben sich über tausende von unabhängigen Permakultur Vereinigungen – in fast allen Sprachen – über die ganze Welt verbreitet. Jetzt – mehr als 40 Jahre später – dient es Menschen – die sich mit nachhaltiger Landwirtschaft, Wiederaufforstung, Bio-Architektur, Umwelt-Erziehung und regionaler Ökonomie auseinandersetzen und die ein Integrationskonzept suchen. Bills Engagement und Enthusiasmus erweiterte kontinuierlich die fachübergreifende Qualität des Konzepts und machte Permakultur zu einem immer ganzheitlicheren System. Für mich ist die schönste Definition, die von Bill Mollison stammt: „Permakultur ist ein Tanz mit der Natur – in dem die Natur führt.“

Das erste Buch von Bill Mollison und David Holmgren PERMACULTURE ONE (1978) wurde schon bald danach durch Bills PERMACULTURE TWO (1979) ergänzt und beide hatten 1985 jeweils eine Auflage von über 100 000 Exemplaren. Die beiden Bücher sind auf meine Veranlassung in Deutsch, Portugiesisch, Französisch und Italienisch übersetzt worden und dort Anfang bis Mitte der 80er Jahren erschienen. Sie basieren als Handbücher sehr stark auf die Erfahrungen in Tasmanien und sind für andere Klimazonen nur teilweise übertragbar. Spanisch und Französisch Übersetzungen folgten später durch die Zusammenarbeit mit Emilia Hazelip, bald die bekannteste Permakulturlehrerin auf beiden Seiten der Pyennéen.

Die Prinzipien sind jedoch so gut übertragbar und innovativ, dass sie bisweilen etablierte Konzepte der Land- und Forstwirtschaft, der Siedlungswasserwirtschaft, Stadtplanung und Architektur auf den Kopf stellten. Sie bauen auf den Erfahrungen im Entwurf ganzheitlicher Lebensweisen in verschiedenen Kulturen und Ländern auf und nehmen wenig Rücksicht auf moderne Rezepte oder Konventionen. Für uns und viele andere boten sie und er außerdem einen neuen Lebensstil.

Beim ersten Besuch in Deutschland, auf Einladung der Studenten des Fachbereichs Architektur und des British Council – die ich beide dafür gewinnen konnte seine Reise und sein Vortragshonorar zu finanzieren – sollte Bill Anfang Mai 1981 außer in Berlin auch Vorträge in verschiedenen Städten West-Deutschlands, organisiert von Rudolf Dörnach, halten. Durch außergewöhnliche Umstände wurden die restlichen Vorträge (Persching-Stationierung-Proteste Deutschland weit) abgesagt und Bill blieb eine ganze Woche – ja 10 Tage – bei uns in Berlin-Schlachtensee zu Gast. Er erzählte uns jeden Tag von morgens bis abends von seinen Projekten und Vorhaben in Australien. Und da wir beide das Thema „Ökologie“ – ich in der Universität – als Professor für Infrastruktur im Stadtbaubereich – und meine Frau (Margrit) im Rahmen ihrer Arbeit für die Internationale Bauausstellung (IBA) Berlin 1987 – als Hauptaufgabe betrachteten, hörten wir gespannt und aufmerksam zu. Unsere Fragen zeigten Bill, dass wir 1981 in Europa vor ganz ähnlichen Problemen standen. Vom Waldsterben bis zur Klimaveränderung, von der Vergiftung von Nahrungsmitteln bis zur Wasserverschwendung, alles was Australien betraf, war bei uns ebenso zu finden. Am wichtigsten aber war uns, dass wir mit ihm Lösungen diskutieren konnten, die leicht verändert auch bei uns zu funktionieren schienen.

Es war nicht nur lustig sondern auch erschreckend, wenn Bill Fakten und Details zur globalen ökologischen Situation nannte, die wir bis dahin nur sehr bruchstückhaft kannten. Doch seine ungewöhnlichen Lösungswege überzeugten uns beiden. Er begann mit seinen Erklärungen um 9 Uhr morgens und hörte um Mitternacht auf. Wir hatten so etwas wie einen konzentrierten privaten 72-stündigen Permakultur Designer Kurs – mit vielen praktischen Beispielen, Zeichnungen und Grafiken. Die Kosten waren bescheiden: 2 Packungen Zigaretten und eine Flasche irischen Whiskey pro Tag.

Wir begannen im 6 mal 12 Meter großen Garten und im Wald um den Schlachtensee Pflanzen zu beobachten, manchmal auszurupfen und in den Garten zu setzten. Margrit war Vegetarier. Abends mussten wir mit Bill – der passionierter Fleischesser war – in ein Restaurant gehen um für ihn Lamm oder ein Steak zu bestellen. In der „Paris Bar“ in der Kantstraße in Berlin-Charlottenburg, wo er – wie immer – einen deutschen Wein bestellen wollte, und ihm der Kellner leicht indigniert sagte, dass sie nur französischen Wein servieren, bestellte er ein „Hardy Wallbanger“ (Orangensaft mit Wodka). Da musste selbst der Kellner lachen. Solche kulturellen Kontrast-Situationen liebte Bill und hat sie überall irgendwie erzeugt.

Mehrmals sind wir mit ihm nach Kreuzberg in die Sanierungsgebiete der Internationalen Bauausstellung gefahren, wo wir beide mit verschiedenen Gruppen in der Hausbesetzerszene arbeiteten. Obwohl er Städte generell nicht leiden und keinen guten Grund für Ihr Überleben finden konnte, hatte er sofort kreative Lösungen für die Menschen bereit, die eine City-Farm aufbauen oder ihr Gemüse und ihre Kräuter selbst ziehen wollten (1981). Was Energiesparmaßnahmen und Grauwasserrecycling anbelangte, so waren in Kreuzberg einige interessante Modelle auch für ihn zu sehen, und so wurde diese Zeit zum Anfang eines jahrelangen intensiven Austauschs von ökologischem Wissen über Ländergrenzen und Kontinente hinweg.

Anfang der 80er, versuchte Bill ein Art „Permakultur-Bibel“ zu schreiben. Etwa die Hälfte seines DESIGNERS’ MANUALs (1988) ist brillant, besonders die Kapitel über Patterns (Muster) und Design (Entwurf). Es gibt kaum ein anderes Buch welches das „fachübergreifende Entwerfen für das Leben“ so gründlich behandelt. Andere Kapitel im Designers’ Manual lassen in ihrer Wissenschaftlichkeit manches zu wünschen übrig. Erst 2009 wurde es durch Margarete Hölzer und Marlis Ortner in Österreich ins Deutsche übersetzt und verlegt.

Ein weiteres Buch: INTRODUCTION TO PERMACULTURE , welches Bill zusammen mit Reny Slay schrieb und welches von Andrew Jeeves illustriert wurde, ist 1991 erschienen und erklärt Permakultur zum ersten Mal in einer allgemein verständlichen Art und systematischen Betrachtungsweise. Es bietet auch praktische Erfahrungen vieler Permakultur-Aktivisten in Australien und anderen Ländern. Vor allem aber ist es das Ergebnis der Forschungsarbeiten von Bill Mollison und Reny Slay, die in den 90er Jahren mit dem australischen Permakultur-Institut nach New South Wales umgezogen waren, und dort bei ihrer Arbeit von Marilyn Wade kräftig unterstützt wurden. Auch andere zahlreiche Helfer haben dort Experimente mit Pflanzen, Gebäuden und technischer Infrastruktur durchgeführt, während Bill auf Vortrags-Reisen in aller Welt unterwegs war.
Margrit und ich haben mit der Hilfe von vielen anderen Fachleuten, Permakultur Eins und Zwei in der zweiten Auflage editiert. Ein besonders gut gelungener Artikel mit farbigen Bildern ist in der Baseler Zeitung (Nr.40, S 10-15) 1984 erschienen und enthält das, was wir selbst im ökologischen Planen und Bauen entwickelt und das was wir von Bill Mollison und David Holmgren dazu gelernt haben. Wir danken beiden noch immer für ihre Ideen, ihre Ausdauer und ihr Engagement.

Es war Bill und Reny, welche den ersten Europäischen Permakultur Designer Kurs in Jagdschloss Glienicke mit mir as Assistent im Sommer 1982 angeboten hatte. Weil er in Englisch stattfand waren 24 Teilnehmern aus 7 Ländern Europas und 2 Interessenten aus Brazilien dabei. Antja – unsere damals 21 jährige Tochter – hat den Kurs nicht nur mitgemacht sondern abends auch 2- stündige Repetitorien für die deutschen und österreichischen TeilnehmerInnen abgehalten. Es war für sie nicht einfach den australisch/tasmanischen Akzent von Bills Englisch zu verstehen, besonders weil er es die Hälfte der Zeit durch seine Tabakpfeife artikulierte.

Danach haben sich 7 TeilnehmerInnen dieses Kurses ein dreiviertel Jahr lang jeden Samstag getroffen und an den Entwurfskonzepten gearbeitet, sodass wir gemeinsam in Wetzhausen bei Schweinfurth den ersten in Deutsch abgehaltenen 2-wöchigen Permakultur Design Kurs (PDC = Permaculture Decign Course) veranstalten könnten.

Danach begann meine neue Karriere als „Mr. Permaculture Europe“ (Ost und West) die ich mit Mollisons’ volle Unterstützung antrat. Außer in Deutschland und Brasilien 1982, habe ich bis 1991 die ersten und/oder zwei Permakultur Entwurfskurse in Dänemark, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Russland, Schottland, der Schweiz, der Slovakei und Slovenien gelehrt. Diese Kurse wurde jeweils von Gaia Trust (Hildur & Ross Jackson, auch Schüler und Freude von Bill) in Dänemark unterstützt.

1993 konnten die Bücher von Bill Mollison über FERMENTE und 1996 ein weiteres mit dem Titel TRAVEL IN DREAMS die Erfolge der ersten Bücher nicht wiederholen. Aber die internationale Permakultur Bewegung ist inzwischen ständig gewachsen – ausgehend von den ersten Büchern und einem von vielen Mitautor/innen überarbeiteten zwei bis dreiwöchigen Designers Kurs. In Europa ist die Übertragung des Konzepts auf nördliche Klimazonen voll im Gange. Sie traf – zum Teil – auf scharfe Kritik von Wissenschaft und Praxis wegen ihrer ungewöhnlichen Thesen und Methoden.

Ich habe soviel von Bill Mollison gelernt and waren so begeistert von der Permakultur-Vision, dass ich – ebenso wie viele andere, die in die 80er und frühen 90er Jahren mit dieser Vision in Kontakt gekommen waren – ein eigenes Permakultur-Projekt verwirklichen wollte. Deshalb haben wir unser Zuhause in Berlin und unsere beiden Stellen aufgegeben, ich meine Professur an der TU Berlin und Margrit ihre Stelle bei der Internationalen Bauausstellung, und haben uns ab1985 am Aufbau einer ökologischen Gemeinschaft in Niedersachsen beteiligt – dem Lebensgarten Steyerberg. Wir haben in dort in einer Siedlung die 1939 erbaut worden ist zwei Häuser renoviert und auf 2.6 ha Land in der Nähe und eine ganze Reihe von Permakultur-Experimenten durchgeführt. Zeitweilig leitete ich das Permakultur Institut für Europa im Lebensgarten. Bill Mollison war so begistert von den Lebensgarten Ansätze dass er jeder Jahr mindestens einal in Steyerberg vorbei gekommen ist – und das über 11 Jahre – und immer neue Impulse mitbrachte. Insgesamt hat das Denken in Permakultur-Kategorien inzwischen weite Kreise gezogen und ich bin froh und dankbar dafür, dass ich relativ früh 1981 mit diesem Konzept und Bill Mollison in Berührung gekommen bin, und dass ich die Chance hatte, es mit zu verbreiten und für unsere Klimazonen zu erproben.

Während sich die Arbeit meiner Frau Margrit seit den späten 80er Jahren mehr und mehr auf die Einführung nachhaltiger Geldsysteme verlagert hat, und sie mit ihrem Buch „Geld ohne Zinsen und Inflation“ inzwischen zu einer Galeonsfigur der Geldreformbewegung geworden ist, war diese Arbeit sowohl für sie wie auch für Mollison und mich immer auch ein Teil unserer Umsetzung des Permakultur-Konzepts. Denn wie soll eine dauerhafte Kultur entstehen, wenn es kein dauerhaftes Geldsystem gibt? Gerade die letzten Monate mit dem Crash auf den internationalen Finanzmärkten und in der Weltwirtschaft – der jetzt selbst die dringendsten ökologischen Probleme überschattet – zeigt, wie stark Ökonomie und Ökologie miteinander verwoben sind. In der Permakultur „Bibel“, hat Bill auch ein Kapitel über das Geldsystem eingebaut, welches zum großen Teil auf Margrits Arbeit aufbaut.

Noch immer rauchte und trank er zu viel und wurde schließlich so krank, dass er ein paar Mal auf seinen Reisen zusammen gebrochen ist – und trotzdem ist er 88 Jahre alt geworden. Es setzte ihm immer mehr zu, dass er mit ansehen musste, wie die ökologische Situation weltweit schlechter und schlechter wurde, und trotz der ständig wachsenden Permakultur-Bewegung an diesem generellen Trend nichts zu ändern war. Bill wurde eine zeitlang depressiv, was er sich selbst ignorierte. Er fühlte sich von vielen Verbündeten verlassen in den letzten 110 Jahren, weil sie kompromissbereiter waren als er. Inzwischen hatte er sich aber erholt, und seine scharfe kritische Haltung, die manchmal in Zynismus umzuschlagen droht, wieder gefunden. Zwischendurch konnte man ihn wieder in seiner ursprünglichen Lebensfreude erleben. In Istrien in Juni 2005 kam er zu Anfang mit seinen sarkastischen Witzen bei den jüngeren Leuten in der Permakultur-Bewegung, die ihn noch nicht kannten, nicht besonders gut an – aber mit sein vielen Geschichten, Witzzen und lebendigen Diskussionsbeiträgen fand er bald seinen ihm gebührenden Platz als Mit-Gründer, Verbreiter und Großvater der Permakultur – dafür wurde er dann mehrere Tage von allen Anwesenden gefeiert. Er wird uns Allen bitter fehlen.

Steyerberg, 25.09.2016

 

Vielleicht treffen sich Andreas und Bill und träumen gemeinsam von einer gesunden, aufblühenden Erde mit glücklichen Menschen. Dann werden sie sicher Wege finden diesen großen Wandel zu unterstützen. Sie haben sie Wahl: Impulse senden aus der Traumwelt zu den Herzen der Menschen oder in dem sie wieder neu geboren werden, oder noch ganz anders …

Mittwoch 14. September 2016

Pflege am Mammut-Baumhaus

Das vor neun Jahren gepflanzte Mammut-Baumhaus bekommt diese Tage besonders viel Aufmerksamkeit.

Es ist mittlerweile über 5 Meter hoch:

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und in manchen Bereichen ist die Wand zu ca. 50% geschlossen:

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Die Fensterlaibung bekommt ihre Form mit Stahlseilen und Gewindestangen:

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In manchen Bereichen ist es passend mit zwei Leitern gleichzeitig zu arbeiten:

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Die Holzleitern stammen aus Thüringen von der Firma Jäger. Sie sind solide handwerklich gebaut. Es gibt auch den Anbieter Sucker. Bei der Firma Jäger gibt es keinen Webshop. Man muss man sich nach dem Preis erkundigen. Es lohnt sich jedoch sehr und die Lieferung kam ausserordentlich schnell! Die maximale Höhe der Obstbaumleiter beträgt (im Unterschied zur Angabe auf der Webseite) 4,5 Meter. Ich habe die Metallbeschläge abmontiert, das Holz mit Woodbliss1 behandelt (Schutz gegen Pilzbefall) und anschließend mit Leinölfirnis wetterfest gemacht. Danach habe ich die Metallbeschläge wieder montiert, wobei ich Schrauben aus Edelstahl genommen habe.

Das Mammutbaumhaus kann ja Jahrtausende leben, da sollten die Leitern auch lange halten
:)

Sonntag 11. September 2016

15 Jahre Terror

Heute vor 15 Jahren wurden in Manhattan 3 (drei!) Hochhäuser gesprengt. Vorher ist etwas „Zeug“ in zwei der drei Häuser geflogen (nennt man Flug-zeug), wobei dies wohl nur der Ablenkung diente, denn ohne Aufhebung der Gesetze der Physik konnte solch fliegendes Zeug den Hochhäusern nur minimalen Schaden anhaben. Diese Häuser waren im übrigen derart gebaut, dass zwei Jumbos gleichzeitig in EINS der Häuser fliegen können OHNE Einsturz des Gebäudes (so wurde es mir beim Studium der Architektur in der Uni Stuttgart beigebracht).

Der größte Erfolg der Operation 9/11 war wohl der Eingriff ins Hirn der Betrachter: Es gab und gibt vermutlich auch heute noch Menschen, die den Glauben annahmen, dass das fliegende Zeug die Hochhäuser zum Einsturz brachte, also die Ur-Sache waren.

Das ist rein physikalisch, wissenschaftlich gesehen, kompletter Schwach-Sinn.

Wer der offiziellen Geschichte glaubt, befindet sich also im Bereich des Glaubens, der Religionen, der Sekten.
Oder anders gesagt: Wer glaubt, dass zwei Flugzeuge die drei Hochhäuser zum Einsturz brachten, beweist damit, dass er weder selber noch richtig denken kann.

Da ich nie in diesen Häusern war und auch nicht bei der Planung der Sprengung, der Montage der Sprengsätze und bei der Durchführung der Operation dabei war, kann ich nur Überlegungen anstellen warum und von wem dieses Theater veranstaltet wurde.

Ein Hinweis gibt der Begriff „Terror“.

Seit nun genau 15 Jahren wird dieser Begriff sehr häufig in den Medien genutzt.
Man kann nun im bekannten Internetlexikon nachschlagen und findet diese Seite:
https://de.wikipedia.org/wiki/Terror

Dazu findet man dieses Bild:

Darunter findet man folgende Bildunterschrift bei der ich einen Wortteil fett hevorhebe: „Die brennenden Türme des World Trade Centers bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 zeitnah an verschiedenen Orten der Ostküste der Vereinigten Staaten.“

Es wird also von „Terror“ geschrieben und das Bild taucht auf beim Lexikon Begriff „Terror“.

Nun, was bedeutet „Terror“? Es gibt ja auch das ähnlich klingende Wort „Terrorismus“!
Was ist der Unterschied? Wann wird welches der Worte korrekt benutzt?

Zwei interessante Ausführungen habe ich entdeckt:

http://www.whywar.at/terrorismus_definition
Zitat daraus:

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Terror und Terrorismus: Unter beiden versteht man die systematische Verbreitung von Furcht und Schrecken. Jedoch gilt Terror als Bezeichnung für staatliche Schreckensherrschaft („Terror von oben“) gegen BürgerInnen oder oppositionelle Gruppen, während unter Terrorismus der Angriff auf die Machtausübenden („Terror von unten“) verstanden wird.

http://e-politik.de/artikel/2002/terrorismus-eine-definition/
Zitat daraus:

Terrorismus ist immer politisch motivierte und systematisch geplante Gewalt. Terrorismus geht von substaatlichen Gruppen aus und richtet sich gegen einen bestehenden politischen und gesellschaftlichen Zustand. Terrorismus ist ausgerichtet auf Veränderung.

Dies unterscheidet „Terrorismus“ von „Terror“. Terror ist von oben gesteuerte systematische Gewaltanwendung durch staatliche oder staatsnahe Organe, die eine bestimmte Ordnung erhalten soll.

 

Was bedeutet das in Zusammenhang mit dem 11. September, bzw: 9/11?
Nun, ganz einfach:

Wenn dieses Häuser-Sprengen ein Terror-Akt war, dann war es „von oben gesteuerte systematische Gewaltanwendung durch staatliche oder staatsnahe Organe“.

Dies hat jetzt nichts, aber auch gar nichts mit meiner eigenen subjektiven Sicht oder Meinung zu tun. Das ist ganz einfache Wort-Logik. Bei fortschreitender digitaler Demenz kann dies allerdings von immer weniger Menschen erkannt, verarbeitet und verstanden werden. siehe: http://www.konstantin-kirsch.de/2016/07/vortrag-zu-digitaler-demenz.html

Noch ein Hinweis zum Terrorismus. Dies wiederum hat einen Zusammenhang mit der Vorstellung eines jenseitigen Paradieses.
siehe: http://www.konstantin-kirsch.de/2012/03/wo-liegt-das-paradies-was-dies-mit-terrorismus-zu-tun.html

Interessant ist jetzt, dass wenige Tage vor dem 15ten Jahrestag eine seriöse europäische Physik-Zeitung einen Artikel veröffentlicht, in der die bisherige Lüge der Lügenpresse als physikalisch unmöglich entlarvt wird:

http://www.europhysicsnews.org/articles/epn/pdf/2016/04/epn2016474p21.pdf

Vielleicht kann es günstig sein den Artikel zu speichern, denn die staatlichen oder staatsnahen Organe mögen das womöglich gar nicht, wenn sich dieses Wissen verbreitet.

Andererseits hat dieser Artikel schon richtig für Wirbel gesorgt, denn er wurde von vielen üblichen Lügenpresse Organen kommentiert, teilweise wiederum mit Hetze. Hier ein kleiner Auszug:

http://www.welt.de/wissenschaft/article157971801/Fachmagazin-publiziert-9-11-Verschwoerungstheorie.html
http://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/ueberwaeltigende-beweise-wissenschaftsjournal-veroeffentlicht-starke-zweifel-an-9-11_id_5905051.html
http://www.mdr.de/nachrichten/politik/ausland/jahrestag-elfter-september-anschlaege-al-kaida-new-york-100.html
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.9-11-und-die-verschwoerungstheorien-suendenboecke-gesucht.c773457c-f4f2-4ff2-8a0c-73f64ecb3761.html
http://www.mopo.de/news/panorama/11–september-wissenschaftler-behaupten–twin-towers-wurden-kontrolliert-gesprengt-24698322

Hinweis: Ich gehe nicht davon aus, dass die Schreiber sowie die Redaktion der Massenmedien auch nur einen Hauch an Verständnis von Wissenschaft, Physik und Ethik besitzen. Sonst hätten sie von Anfang an fachliche Darstellung geliefert statt Lügen zu verbreiten und Wahrheitssuchende zu diffamieren.

Eine umfassende Darstellung was bei 9/11 passiert ist, bzw. passiert sein könnte, gibt es auf dieser Webseite:
http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2016/09/zum-15-jahrestag-von-911.html

Was kann man als Einzelner tun bei widersprüchlichen Meldungen? Ganz einfach: Selber denken! Die eigene Gedankengeschwindigkeit erhöhen durch laufendes Training; Reduktion der Nutzung von elektronischen Geräten (siehe digitale Demenz) und ergänzend: Kein Geld für Lügenpresse, kein Geld für Beitragsservice (GEZ) sowie Wahlen und Petitionen ignorieren (http://www.konstantin-kirsch.de/2014/05/das-groesste-vergehen-gegen-die-menschlichkeit.html).

Und das wirkungsvollste Verhalten lautet: Ab in den Garten, direkter Kontakt mit der lebendigen Schöpfung.

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Ergänzung:

Vor ein paar Wochen gab es Aufregung wegen der offiziellen Empfehlung, Wasser und Nahrungsvorräte anzulegen.
Manch einer munkelte, dass wird uns nur geraten, weil die da oben Krieg mit Russland machen wollen.

Nun, interessanterweise wurden nur zwei Sätze ansatzweise in die Massenmedien gebracht: Essen für zehn Tage, Wasser für fünf Tage.

Der exakte Wortlaut ist hier in der 70! seitigen Datei zu finden:
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2016/konzeption-zivile-verteidigung.pdf?__blob=publicationFile

Seite 46: Die Bevölkerung soll durch geeignete Maßnahmen angehalten werden, zur Eigen- /Erstversorgung bis zur Installation staatlicher Einzelmaßnahmen für einen Zeitraum von fünf Tagen je zwei Liter Wasser pro Person und Tag in nicht gesundheitsschädlicher Qualität vorzuhalten.

Seite 47: Die Bevölkerung wird angehalten, einen individuellen Vorrat an Lebensmitteln für einen Zeitraum von zehn Tagen vorzuhalten, um durch entsprechende Eigenvorsorge die staatlichen Maßnahmen zu unterstützen.

Interessanterweise steht auf Seite 17 etwas, was wohl als noch dringender eingestuft wird als die Wasser- und Nahrungsversorgung

In einer Krise und im Verteidigungsfall muss sichergestellt sein, dass Gesetzgebung, Regierung und Verwaltung sowie die Rechtsprechung funktionsfähig bleiben.

Dies passt insoweit zum Thema „Terror“ weil es bei Terror um die Aufrechterhaltung eines bestehenden Systems geht. Bei dem „Konzept zivile Verteidigung“ geht es offensichtlich auch mehr darum, das bestehende System inkl. Regierung etc. zu erhalten, als wirklich um das Wohl der Menschen.

Denn Menschen brauchen einen Garten, einen Lebensraum, einen eigenen Hektar als Raum der Liebe. Eine Regierung wird von Menschen nicht gebraucht! Für das Erkennen und Befolgen von Naturgesetzen braucht es auch keine „Rechtsprechung“. So könnte man beliebig fortfahren…

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Nachtrag 2:

Habe soeben einen sehr empfehlenswerten Artikel bei Heise gelesen:

The Church of Free Fall:

http://www.heise.de/tp/artikel/49/49367/1.html