Fragen an Konstantin

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Sonntag 8. Juli 2018

Begegnung mit dem Enkel von Bill Mollison

Bill Mossion gilt als Vater der Permakultur und hat viele Bücher über Permakultur geschrieben.
Derzeit ist Stuart Muir Wilson, der Enkel von Bill Mollison, in Deutschland.

Bei dem Workshop lernte ich Stuart kennen. Er sprach dabei auch über die weltweite Permakulturbewegung. Er kommt ja viel rum und kennt so auch die Vielfalt der Menschen, die sich mit Permakultur beschäftigen.

Zum einen empfahl er wiederholt, dass wir uns immer wieder auf die Gemeinsamkeiten konzentrieren mögen und nicht so sehr auf die Unterschiede. Er kam allerdings auch auf Unterschiede zu sprechen.

So sprach er von einem grundlegenden Unterschied zwischen der Permakultur in sogenannten Entwicklungsländern und der Permakultur in den Industrieländern (wie z.B. in Deutschland).

In den Entwicklungsländern würde Permakultur ein Weg zum Überleben sein. In meinen Worten erkläre ich diese Aussage: Die Menschen bauen ihr Essen an, versorgen ihre Tiere, ernten Feuerholz und kommen wegen Anwendung der Permakultur über die Runden.

In den Industrieländern ist Permakultur ein Lifestyle, also Hobby, Freizeitbeschäftigung.

Seine Aussage hat mich überrascht. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass es diesen Unterschied gibt.

Ich habe mal gegoogelt zum Begriff „Liefstyle“, den Stuart nutzte, und dies bei wikipedia gefunden:

„Lebensstil erscheint hier als eine Bezeichnung für spezifisch wiedererkennbare Kombinationen von Freizeitpräferenzen (z. B. welche Musik man hört), aber auch beruflich oder familiär für einen Stil, der die soziale Distanz zwischen den jeweiligen diesen Stil Pflegenden verringert (bzw. das Vertrauen auf die Reaktionen der anderen erhöht) oder gegenüber anderen vergrößert (die sogenannten „unsichtbaren Schranken“ errichtet). Das bezieht sich auf Merkmale wie Wohnstil, Kleidung, Sprachgestus oder Aufenthaltsorte. Ein Beispiel eines ausgeprägten Lebensstils war z. B. der Dandy. Heute wird neben der Schwarzen Szene z. B. der LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) als neuer Lebensstiltyp angeführt.
Mit dem Lebensstil sind Attribute verbunden, die einen Menschen von anderen abgrenzen oder mit anderen verbinden. So kann ein Lebensstil Teil einer Kulturbewegung sein, sogar Ausdruck eines politischen Protests.“

Zitat Ende (https://de.wikipedia.org/wiki/Lebensstil)

Was mich so dermaßen berührt, ist der Umstand, dass ich dadurch vielleicht erkannt habe, warum ich seit Jahren immer wieder schwere Missverständnisse und Streit mit anderen Menschen erlebte, die sich auch mit Permakultur beschäftigen. Ich habe mich laufend gefragt, was denn los ist. Wieso denn laufend Differenzen entstanden, bei doch dem selben Thema.

Es ist jedoch so, dass ich Permakultur NIE als Lifestyle oder Freizeitpräferenz gesehen habe, sondern als Weg des Überlebens, als Hauptbetätigung um dadurch selbst überleben und leben zu können und auch um der Mitwelt und Nachwelt ein Überleben und sinnvolles Leben zu ermöglichen.

Ich würde also wohl mit meiner inneren Einstellung besser bei den ‚Permies‘ in Entwicklungsländern aufgehoben sein.
😉

Ich bleibe jedoch hier, denn ich sehe Deutschland als ein schwer rückständiges Entwicklungsland. Es ist so viel auf High-Tech-Abhängigkeiten aufgebaut, wenn da nur mal zwei Wochen lang der Strom ausfällt, ist es hier in weiten Teilen zappenduster…
(mit Ausnahme von ganz wenigen Stellen, z.B. autarken Permakultur-Höfen).

Es ist auf jeden Fall nun für mich verständlich, warum Permakultur-Lifestyler sich beschäftigen mit Abgrenzung von „Rechts“ oder Abgrenzung von diesem oder jenem, weil es eben, siehe Wikipedia-Zitat, genau und zentral darum geht, sich abzugrenzen von anderen Freizeitbeschäftigungen.

Ich will es überhaupt nicht bewerten. Permakultur als Lifestyle kann ja machen, wer das will.
Und laut Stuart ist das in den Industrieländern wohl normal.

Mich hatte jedoch nie interessiert zu einer Gruppe zu gehören mit gleichem Lebensstil als Freizeitbeschäftigung, mit Interesse sich von irgendwas abzugrenzen. Ich wollte und will mit Menschen zusammenarbeiten, die mit Permakultur leben und überleben wollen. Ich wollte und will wissen, auf wen ich mich im Fall der großen Krise verlassen kann.

Bei all dem, was derzeit schon passiert und was auf uns alle hier in naher Zukunft zukommen dürfte (Humusverlust, Insektensterben, Wasserknappheit, Umweltgifte, Stromausfall, Kollaps des Bankensystems, Zerfall der staatlichen Ordnung, etc.) wage ich zu behaupten, dass Hobby und Freizeitgestaltung nicht ausreicht.

Sonntag 1. Juli 2018

Debatte zum Thema Telegonie

Heute überraschte mich ein Mitarbeiter der Bayerischen Rundfunks. Ich erwartete Besucher für die Gartenführung. Schon eine halbe Stunde vor dem Beginn der Führung waren Menschen am Parkplatz. Ich ging hin um sie zu begrüßen und wunderte mich stark, als ich in eine laufende TV-Kamera blickte. Es hatte zwar vor ein paar Tagen eine Anfrage per eMail gegeben, bezüglich grundlegendem Interesse an einem Interview, aber bei einem Anruf meinerseits erreichte ich niemanden bei der angegebenen Telefonnummer. Auf jeden Fall gab es keine Vereinbarung hier und heute ein Interview zu geben.

Ich hörte, dass der Bayerische Rundfunk für die Sendung „Kontrovers“ einen Beitrag zum Thema Anastasia senden will (möglicherweise im August). Der Bayerische Rundfunk hat sich letztes Jahr eher nicht so rühmlich verhalten, in dem er eine sehr tendenziöse, wenn nicht gar hetzerische Sendung ausstrahlte, in der Anastasia und alles mögliche andere in einen rechten Sumpf geschoben wurde.

Nun denn, ich mag ja gerne das Sein so annehmen wie es ist und das beste daraus machen. So gab ich spontan ein Kurzinterview. Der Fragesteller wirkte sehr nervös. Ich kannte die Fragen nicht vorab, es war also alles komplett eine Überraschung, wenn nicht gar eine Art Überfall.

Mein Eindruck war, dass alleine durch die Art der Fragen schon eine Stimmung aufgebaut wurde. Beispielsweise wurde ich gefragt, ob ich in den Anastasia-Büchern rassistische Aspekte gefunden hätte. Nun, ich kenne diese Bücher ja recht gut, habe immerhin den Anastasia-Index geschrieben. Und es ist so, dass ich keinerlei rassistische Textepassagen darin finden kann, sondern eher das Gegenteil.

Es wurde nachgefragt bezüglich der Telegonie und das sei doch rassistisch. Ich war entsetzt über diese Frage und versuchte so ruhig wir möglich zu antworten. Hier im Blog schreibe ich nun dazu etwas ausführlicher zum Thema Telegonie.

Es hat sich nämlich Ende Mai ergeben, dass in einer Permakultur-Email-Liste dieser Vorwurf auch schon mal gemacht wurde.

R. schrieb:

Muss ich jetzt wieder die ganzen Beispiele anführen, wo bei Anastasia die kruden Rassentheorien aufgestellt werden, von wegen, dass ein Kind die Gene eines früheren Partners der Mutter bekommt?
Was eine rassistische Erklärung im 3. Reich dafür war, dass eine Frau, die mal mit einem Juden geschlafen hat nie wieder ein arisches Kind bekommen konnte.

Darauf ich:

Hallo R.,

bitte belege diese Aussage:

Was eine rassistische Erklärung im 3. Reich dafür war, dass eine Frau, die mal mit einem Juden geschlafen hat nie wieder ein arisches Kind bekommen konnte.

Viele Grüße
Konstantin

Antwort von R.:

Nein

Folgeantwort von R. 40 Minuten später:

Bin gerade über zwei Stichworte gestolpert, mit denen Du das selbst recherchieren kannst:
Telegonie und Imprägnationstheorie.

Meine Antwort:

Hallo R.,

Hättest Du geschrieben: „Ich habe mal gehört, dass …“
oder: „Ich glaube, dass…“
wäre es mir ziemlich egal.

Wenn Du jedoch ein Postulat verbreitest, das noch dazu eine Buchserie und deren Leser beleidigt und herabwürdigt UND es nicht begründen willst, sondern vielmehr mir noch die Arbeit aufhalsen willst, selber zu DEINEM Vorwurf zu recherchieren, dann wird es echt grotesk.

Ich behaupte, Du bist einem Gerücht bzw. Vorurteil verfallen und gibst es ungeprüft weiter.

Da ich nicht weiß, auf welche Weise Du an Informationen kommst, die Du dann glaubst, fange ich mal mit ein paar Axiomen an, bei denen wir uns hoffentlich einig sind:

Axiom 1:
Dies war Dein Satz:
„Was eine rassistische Erklärung im 3. Reich dafür war, dass eine Frau, die mal mit einem Juden geschlafen hat nie wieder ein arisches Kind bekommen konnte.“
Beweis: Deine mail vom 30.5. um 16:34

Axiom 2:
Als Drittes Reich wird seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Zeit des Nationalsozialismus beziehungsweise das Deutsche Reich von 1933 bis 1945 bezeichnet.
Beweis: https://de.wikipedia.org/wiki/Drittes_Reich

Axiom 3:
Der psychologische Zeitpfeil beschreibt unsere subjektive Unterscheidung zwischen vergangenen und zukünftigen Ereignissen. Wir können uns an die Vergangenheit erinnern, aber nicht an die Zukunft. Die westliche Sichtweise des Zeitpfeiles betrachtet die Zukunft vorne (also in Sichtrichtung). […]
Die Geschichte wird anhand von Dokumenten rekonstruiert. Dokumente findet man grundsätzlich nur von Vorgängen der Vergangenheit, nicht von Vorgängen der Zukunft. Wenn ein Archäologe Reste einer Stadt ausgräbt, so kann er daraus schließen, dass an besagter Stelle einst eine Stadt stand. Von einer Stadt, die an dieser Stelle in Zukunft stehen wird, kann er keine Reste ausgraben.
Beweis: https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitpfeil

So, jetzt komme ich zu dem von Dir eingebrachten Begriff „Telegonie“:
Es wirkt für mich wie ein schlechter Witz, dass Du die Anastasia Bücher schlechtschreibst, während Du beweist, dass Du sie nicht gelesen haben kannst! Denn der Begriff „Telegonie“ steht in den Anastasia-Büchern an einigen Stellen. Es ist (siehe Axiom 3) widersprüchlich, wenn Du NACH dem Schreiben der Vorwürfe „über zwei Stichworte stolperst“, wovon Du das eine beim Lesen der Bücher hättest kennenlernen müssen.

Zum Stichwort Telegonie:
Die Vorstellung der Telegonie (Vorhergegangene Trächtigkeit hat Einfluss auf darauf folgende Trächtigkeiten) war ÜBER 2200 Jahre lang!!! ein vorhandener Gedanke.

(diese Zeitspanne könnte man fast als Permakultur bezeichnen / Ironie of)

„Die Telegonie geht als Theorie auf Aristoteles zurück und wurde bis weit ins 19. Jahrhundert als Phänomen nicht in Frage gestellt.“
Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Telegonie_(Genetik)

Gleichzeitig gibt es aktuell anerkannte Beweise bei einer Tierart, bei denen die Telegonie nachgewiesen wurde. (Australische Fruchtfliegen)

Ob sich die Ergebnisse auch auf andere Arten übertragen lassen? „Das Potenzial für Telegonie existiert in jeder Art, die sich mehrfach verpaart“, sagt Crean. „Aber bisher haben wir es nur für diese Art nachgewiesen.“
Zitat aus:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/vererbung-fruehere-sex-partner-beeinflussen-nachwuchs-a-994794.html

Zum Deinem anderen Stichwort: Imprägnationstheorie

Mitten im Ersten Weltkrieg hatte die „Imprägnationstheorie“ ihre literarische Form erhalten. 1917 erschien der Bestseller-Roman „Die Sünde wider das Blut“, verfaßt von dem oben genannten Artur Dinter, der 1920 die NSDAP mitbegründete. Der Roman vermittelt anhand der tragischen Ehegeschichte seines „arischen“ Helden ein modellhaftes Szenario: Jede deutsche Frau werde durch Kontakt mit einem jüdischen Mann für immer „jüdisch verseucht“, so daß selbst die Kinder, die sie später von einem nicht-jüdischen Manne empfängt, eigentlich Juden seien.
Zitat aus:
http://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0007_nue&object=context&st=&l=de

Siehe Axiom 2 und 3:
Das Jahr 1917 lag VOR 1933 und damit VOR dem Beginn des dritten Reiches!

1935, also IM dritten Reich, hat sich diese Ansicht grundlegend geändert:
„Das Rassengesetz ist in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag entstanden“ [also vom 14. zum 15. September 1935], berichtet am 26. September 1935 der Rassenexperte Dr. Vellguth aus der sächsischen Gauleitung, „und zwar wünschte dies der Führer, da die Gegensätze Streicher – Schacht doch bedenklich wurden.“ Daß die Gegensätze ein Dogma betrafen, verrät der nächste Satz: „Die sog. Imprägnationstheorie, die besonders von Dinter – Streicher vertreten wird, ist völlig unbegründet. Ein arisches Mädchen wird also durch Verkehr mit einem Juden nicht zeitlebens geschändet.“
(Bericht in: Sonderarchiv Moskau, 500, 1, 343)
Zitat aus:
http://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0007_nue&object=context&st=&l=de

Außerdem geht es in den Anastasia-Büchern NICHT um die „Aufstellung kruder Rassentheorien“, wie Du es schreibst, sondern beispielsweise am Thema Telegonie UM DIE AUFHEBUNG dieser Einflüsse, sollte es diese denn geben.

Die Anastasia-Bücher sollten meiner Ansicht nach genau gelesen werden oder man sollte sich kein Urteil darüber erlauben. Es geht darin grundsätzlich um das Erkennen, dass der Geist eine besondere Kraft hat, ja sogar stärker als die Materie sein kann. Außerdem wird der Leser aufgefordert, SELBST zu denken, und nicht irgendeinem Dogma hinterherzurennen. Desweiteren sind viele Geschichten Parabeln, sollen also nicht 1:1 wortwörtlich verstanden werden, sondern symbolisch.

Zur Vererbung ist mittlerweile bekannt, dass es eine rein matrilineare Vererbung der DNA der Mitochondrien gibt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mitochondriale_DNA
Da die Mitochondrien die Kraftwerke der Zellen sind, insbesondere für Zucker- und Fettstoffwechsel, kann der Einfluss auf die körperliche Gesundheit des Kindes mehr von dem körperlichen Gesundheitszustandes der Mutter abhängen als vom Vater.

Passender zum Thema Telegonie bzw. Imprägnationstheorie ist vielmehr die Epigenetik:
„Die Epigenetik ist das Fachgebiet der Biologie, welches sich mit der Frage befasst, welche Faktoren die Aktivität eines Gens und damit die Entwicklung der Zelle zeitweilig festlegen. Sie untersucht die Änderungen der Genfunktion, die nicht auf Mutation oder Rekombination beruhen und dennoch an Tochterzellen weitergegeben werden. […] Diese Veränderungen lassen sich im Phänotyp, aber nicht im Genotyp (DNA-Sequenz) beobachten.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Epigenetik

Und da es bei den beschriebenen Phänomen der Telegonie 2200 Jahre lang nur um den Phänotyp gegangen war und NICHT um die echten Gene, weil die DNA erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt wurden, ist zu vermuten, dass 2200 Jahre lang beim Beobachten von Telegonie eigentlich nur Epigenetik beobachtet wurde.

Liebe R.,

kannst Du jetzt verstehen, warum ich behaupte, dass Dein Satz ein ungeprüftes Vorurteil oder Gerücht ist?
„Was eine rassistische Erklärung im 3. Reich dafür war, dass eine Frau, die mal mit einem Juden geschlafen hat nie wieder ein arisches Kind bekommen konnte.“

Und wenn Du weiter gegen die Anastasia-Bücher hetzt mit unhaltbaren Rassentheorien, dann beweise es bitte im Detail oder lasse Deine Hetze sein!

Viele Grüße
Konstantin

Antwort von R.:

Schön Konrad, ich sehe, Du hast Dir jetzt doch selbst die Mühe gemacht, zu recherchieren. 😉
Und stimmt, ich habe die Bücher nicht gelesen, das muss ich wirklich nicht haben.
Deswegen erlaube ich mir trotzdem eine Meinung dazu.
Aufbauend u.a. auf dem hier:
(Link zu einer Zeitschrift)
Der Artikel beruht auf einem Auszug aus Band 8, Teil 2 „Bräuche der Liebe“ von Wladimir Megres Anastasia
Ist ja nicht so, dass man von den kruden Anastasia-Thesen verschont bliebe, nur weil man die Bücher nicht liest.

Meine Antwort:

Hallo R.,

sag mal, leidest Du unter digitaler Demenz, Dyslexie oder ähnlichem??

Wen meinst Du mit Konrad? Du meinst vermutlich mich, weil ich mir die Mühe gemacht habe Deine kruden Vorurteile zu widerlegen. Den Namen „Konrad“ hatte ich nie und habe ich nicht. Du kannst Dir „Konstantin“ leicht merken, denke nur an:
Permakultur, permanent, dauerhaft, konstant, Konstantin

Dann schreibst Du, dass Du die Bücher nicht gelesen hast und ergänzt:
„das muss ich wirklich nicht haben“

Immerhin – Lob – hast Du hier mal das Wort „ich“ benutzt.
Gleichwohl ist es Dein Zugeständnis, dass Du kein Wissen sondern nur Vorurteile hast.

Irgendeine Zeitschrift zu zitieren ist uninteressant. Das sind Interpretationen und nicht die Originalliteratur.

Sicher kannst Du zu allem möglichen und unmöglichen eine Meinung haben und diese mitteilen, dann kennzeichne es bitte als Vorurteil bzw. persönliche Meinung ohne Hintergrundwissen und stelle sie nicht als Faktum und Postulat in den Raum!

Dann schreibst Du:
„Ist ja nicht so, dass man von den kruden Anastasia-Thesen verschont bliebe, nur weil man die Bücher nicht liest.“

Das ist schon wieder eine beleidigende Behauptung und zwar, dass es überhaupt Anastasia-Thesen gibt und dass diese „krude“ seien.

Außerdem ging es NICHT darum was man von Telegonie hält.

DU HAST EINEN NICHTBEWIESENEN BEZUG ZUM 3.REICH ERFUNDEN und damit versucht die Anastasia-Bücher mit der Nazikeule zu diskreditieren.
Ich weiß, dass es in Deutschland üblich ist mit der Nazikeule zu schwingen, wenn einem die Argumente ausgehen und einem irgendwas nun gar nicht passt.

Lenk jetzt nicht ab von DEINEM FEHLER, widerlege meine Beweisführung oder beweise Deine Aussage!

Soll ich Dich in Zukunft anschreiben mit:

Liebes feiges Vorurteil,

Das wäre mir zuwider, aber so wie ich Dein Verhalten wahrnehme, wäre das die einzige passende Anrede!

Ich mag keine eristische Dialektik!
Streitgespräch: gerne, aber bitte mit der Ausrichtung nach gemeinsamem Erkenntnisgewinn bei gegenseitigem Respekt.

Für die Listenschreiber, die womöglich gleich rumschreiben, „klärt Eure persönlichen Differenzen in privater mail“:

Dieser Konflikt MUSS über die Liste laufen, denn solche Diffamierungen müssen in der Runde geklärt werden, wenn sie zuvor in der Liste kundgetan waren.

Noch ein paar Fragen:

Hast Du einen Personalausweis?
Vielleicht besser schnell wegwerfen, haben die Nazis eingeführt.

Bist Du schon mal Autobahn gefahren?
Haben die Nazis zwar nicht erfunden, aber kräftig ausgebaut

Bist Du Nichtraucherin?
Hilter war Nichtraucher, also sind alle Nichtraucher Nazis

Die Schulpflicht basiert auch auf den Nazis und so vieles mehr.

Nur eben die Theorie der Telegonie nicht.
Punkt

Viele Grüße und fröhliche Vorurteile!
Konstantin

*** Ende der Zitate des eMail-Wechsels, der über die Permakultur-Liste lief ***

Nun vermute ich, dass der Journalist sich nicht wirklich für Telegonie interessiert, sondern mehr um eine Story, die er dem Sender verkaufen kann. Ich vermute, sein Job ist hart verdientes Geld. Und ich vermute, der Journalist hat keinen Landsitz, auf dem er einfach so etwas zum Essen ernten kann. Schlimme Lage. Vielleicht wäre es für den Journalisten besser, wenn er die Anastasia Bücher selber mal ganz in Ruhe lesen würde anstatt nur eine „heiße“ Story zu suchen. Ich will ihm ja nicht unterstellen, dass es ihm nur ums Geld geht. Gleichzeitig konnte ich nicht spüren, dass er wirkliches inhaltliches Interesse an den Anastasia-Büchern hatte und an einem glücklichen Leben als Gärtner. Nun denn, möge sein Weg gesegnet sein und mögen diejenigen, die die Überraschungsaufnahmen zerschneiden und zusammenbasteln, es so fügen, dass die Sendung zum Wohle aller Menschen beiträgt.

Da kommt mir gerade eine Idee: Vielleicht wäre es sehr günstig, wenn Journalisten ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten würden. Würde dann die Wahrscheinlichkeit steigen, dass sie gelassener leben könnten, entspannter und neutral berichten über das was läuft?

*********

Nachtrag 2.7.

Ich schreibe dem Journalisten eine email:

Sehr geehrter Herr XXX,

bei aller Wertschätzung für die Arbeit eines Journalisten, empfand ich es als schwerst unpassend, dass Sie ohne Termin aufgetaucht sind und mich mich laufender Kamera überrascht haben.

Dieses respektlose Überraschen wirft kein gutes Licht auf den Bayerischen Rundfunk sowie auf Journalismus und Massenmedien im Allgemeinen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass im Lauf der kommenden Jahre noch weit mehr Menschen als bisher sich von Massenmedien abwenden. Diese Abwendung geschieht eh schon im großen Umfang. Wäre es möglich gewesen, dass sich die Begriffe „Lügenpresse“ oder „Lückenpresse“ verbreiten, wenn nicht VORHER schwere Unzufriedenheit der Menschen mit Massenmedien entstanden wäre?

Meiner Ansicht nach ist die Glaubwürdigkeit der Massenmedien schon überwiegend bei null angekommen, zumindest bei den Menschen, die sich eigene Gedanken machen über das Leben. Bei einigen Menschen liegt die Glaubwürdigkeit der Massenmedien sogar schon im Minus. Das heißt, diese Menschen glauben, dass generell das Gegenteil stimmt, von dem, was in den Massenmedien gesendet wird.

Soweit würde ich nicht gehen. Jedoch weiß ich nicht, welche Berichterstattung die bessere Werbung für die Anastasia-Bücher sein wird: kontra/pro oder neutral.
Vermutlich ist es langfristig sogar völlig egal, wie der Bericht sein wird oder ob gar nichts zum Thema gesendet wird.

Die Menschen, die ihrem Herzen folgen und der Liebe treu sind, werden ihre ganz eigenen Schritte gehen. Zum einen innerlich, zum anderen im Garten. Es wird schön werden auf Erden.

Ihr überraschender Auftritt hat mich im übrigen dazu veranlasst einen Blogeintrag zu schreiben:

Debatte zum Thema Telegonie

Viele Grüße
Konstantin Kirsch

Donnerstag 28. Juni 2018

Eco-Dome online Master Class

Der Permakulturlehrer Alosha Lynov aus Johannesburg, Südafrika, hat weltweit sehr viele Projekte und Kurse besucht und bietet nun sein gesammeltes Wissen. In dem englischsprachigen Onlinekurs bietet er Wissen von Earthbag-Bau, Schaumbeton, Geodome, Wasserspeicherbau, Wasserreinigung und vielem mehr.

Weitere Infos und Anmeldung: Klick auf diesen Link oder auf eins der Bilder:

 

 

Donnerstag 31. Mai 2018

Solardachziegel

Habe heute mit Erstaunen mitbekommen, dass es eine ganz neuartige Art gibt, Solarstrom auf dem Dach zu ernten: Dachziegel mit eingebauten Solarzellen! Das heißt, keine Halterungen für Alumontagestangen auf dem Dach, keine großen Module mit besonderen Montagetechniken, keine Sturmgefahr für die großen Module sondern einfach einzelne Dachziegel ersetzen mit den PV-Dachziegeln, Kabel anschließen und fertig. Natürlich muss die Ziegelform passen, und da diese Entwicklung relativ neu ist, hat man bisher noch eine eher kleine Auswahl an Ziegelformen. Aktuell ist diese Bauweise wohl am passendsten für Neubauten oder Dachneudeckungen. Auch für Denkmalschutzgebäude erscheinen diese PV-Dachziegel interessant.

Hier ein Link zum Anbieter: http://www.autarq.com/solardachziegel/

Donnerstag 31. Mai 2018

Aktualisierung bei der Deagel-Liste

Ende April wurde die Deagel-Liste aktualisiert.

Auffällig ist für Deutschland der weitere Abstieg der Bevölkerungszahl und für USA knapp eine Verdoppelung der bisherigen Prognose. Woher diese Einschätzung kommt wird nicht mitgeteilt. Liegt das womöglich an Präsident Trump?

Die aktualisierten Diagramme habe ich an den Blogeintrag vom letzten Jahr angehängt:
http://www.konstantin-kirsch.de/2017/08/was-taugen-die-prognosen-der-deagel-liste.html#aktualisierung

Dienstag 29. Mai 2018

Filmpremiere Mutterhof

So voll war mein Kino noch nie … sagt Monika Schubert von der FilmBurg in Marktoberdorf.

Nächster Termin: 14. Juni 2018, Corona KinoPlex Kaufbeuren

Montag 28. Mai 2018

Werden Landwirte durch Schaden klug?

Gestern gab es in der Gemeinde Nentershausen Hagel und Starkregen. Eigentlich nichts ungewöhnliches. Hagel und Starkregen kommt gelegentlich vor, das ist keine Neuerfindung von Petrus. Solch ein Ereignis wird dann „Unwetter“ genannt, wobei es einfach zu den natürlichen Möglichkeiten des Wetters zählt.

Als Feuerwehrmann war ich über 4 Stunden im Einsatz. Mehrere Keller waren voll Schlamm gelaufen.

Hier ein Bericht von Osthessen-News, insbesondere die ersten 3 Sekunden sind wichtig. Man sieht, wie ein Schlammfluss aus einer Hausstüre strömt und man sieht den Maisacker, aus dem die Katastrophe seinen Lauf nahm:
https://osthessen-news.de/n11590109/schwere-gewitter-hagel-starkregen-nach-hitze-unwettereinsatze-in-der-region.html

In dem zugehörigen Text steht: Als Hauptursache für diese schlammige Flut, die durch das Haus lief, machte Bürgermeister Ralf Hilmes noch kurz nach dem Unwetter einen Maisacker oberhalb der Wohnhäuser aus, denn da konnte man genau den Weg, den die Schlammflut genommen hatte, sehen.“

Während dem Einsatz war ich zur Erkundung der Lage von dem betroffenen Haus den Hang nach oben gelaufen, immer dem fließenden Schlammstrom entlang, ich sollte sehen, ob es eine Möglichkeit gäbe, die Wassermassen zu stoppen oder umzulenken. Allerdings gab es das nicht. Ungefähr 5 Hektar Ackerfläche liegen wie ein Trichter so, dass der Wasserabfluss über eine Wiese und ein kleines Wäldchen genau auf die Häuserzeile führt. Bei Starkregen müssen die Wassermassen genau so fließen, wie sie fließen. Das ist simple Physik, Naturgesetz. Das hat nichts mit Klimawandel oder so zu tun. So wie die Landschaft gestaltet ist (z.B. keine Hecken, keine Wasserhaltemulden) und wie die Landwirtschaft betrieben wird (großflächiger Maisacker mit Pflanzreihen hangabwärts) MUSS es zur Katastrophe kommen UND es wird zu weiteren Katastrophen kommen.

Ich hatte zuerst überlegt als Titel für den Blogbeitrag zu schreiben: „Katastrophe by Design“

Mit Permakultur-Design und Permakultur-Landwirtschaft hätte es diese Katastrophe nicht gegeben.

Die Zerstörungslandwirtschaft hingegen produziert Schaden:

  • Humusabbau
  • Oberbodenverlust
  • weggespülte Pflanzen
  • Wasserverlust (stark verminderter Neuaufbau von Grundwasser)
  • Ernteverlust durch Dürre (Boden hält kein Wasser)
  • Schlamm auf Wegen
  • Schlamm im Straßengraben
  • Schlamm in Häusern, Kellern, Garagen
  • zerstörte Häuser
  • zerstörte Inneneinrichtungen
  • zerstörte Hoffnungen
  • Hochwasserschäden flussabwärts
  • Kosten für Feuerwehr und Rettungsdienste
  • höhere Versicherungskosten
  • höhere Versicherungsbeiträge
  • höhere Staatskosten
  • höhere Steuerlast
  • höhere Staatsverschuldung
  • und vieles mehr

Erosion im Maisacker:

Schlamm auf dem Weg:

Überblick (nur die untersten Pflanzreihen laufen quer zum Hang, die große Fläche rechts ist hangabwärts ausgerichtet):

Spur der Schlammlawine über die Wiese runter ins Tal zu den Häusern:

 

Und ALLE Zerstörung hätte vermieden werden können mit sachgerechter Anwendung von Permakulturwissen!

Es wäre interessant zu erfahren ob der verursachende Landwirt für all die Schäden aufkommen muss!
Verursacherhaftung?

Oder wird der Landwirt keine Haftung zu tragen haben, weil die Landwirtschaft ja ach so wichtig ist, … ?

Nein, Zerstörungslandwirtschaft ist nicht wichtig, sie trägt keinen Beitrag für die Nahrungsversorgung der Menschheit, sie zerstört vielmehr die Lebensgrundlage und damit die Zukunft.

Ich könnte den Landwirt und die Gemeinde beraten, so dass diese Art an Katastrophen nie wieder geschehen werden, selbst wenn noch stärkere „Unwetter“ eintreten. Allerdings müsste ich dazu gehört und meine Empfehlungen müssten auch umgesetzt werden. Mal sehen ob langsam Interesse an Permakultur wächst oder ob weiterhin Beratungsresistenz die Oberhand behält.

Man könnte, wenn man wollte, sogar noch mehr! Man könnte, die Landschaft in paradisische Gärten verwandeln. Man könnte den Hang so formen, behandeln, bepflanzen und bewirtschaften, dass im Lauf der Zeit mehrere Trinwasserquellen den Häusern zur Verfügung stehen. Aber wen interessiert das schon, wenn doch das Wasser aus dem Leitungswasserhahn kommt und die plastikverschweißte Nahrung aus dem Supermarkt?

Es wäre alles ziemlich leicht zu regeln, und ich weiß, dass mir schon mehrfach besserwisserisches Verhalten vorgeworfen wurde, wenn ich so was behaupte. Nun, vielleicht weiß ich einiges besser. Was ich allerdings nicht weiß ist, wie man anderen Menschen erfolgreich nahebringen kann, sich so zu verhalten, dass Katastrophen sich nicht wiederholen. Ist schon genügend Leid erfahren worden, dass man endlich aus dem Schaden klug wird?

Hier ein Bild von 1994. Als eine der ersten Aktionen auf der Fläche, auf der jetzt das Waldgartendorf am Triesch gedeiht, habe ich Rinnen (Swales) gezogen. Dies sind auch heute noch vorhanden. NOCH NIE hatte ich auf dem Gelände schwere Schäden bei Hagel oder Starkregen, und das Gelände hat eine ganz schön starke Neigung (auf dem Bild nicht gut erkennbar):

Diese Rinnen stoppen Starkregen und geben dem Wasser Zeit zu versickern. Mittlerweile kenne ich noch weit bessere Verfahren (z.B. Keyline-Design und Yeomans-Pflüge). Mal sehen, wie lange es dauert, bis eine sinnvolle und sachgerechte Art an Landschaftsgestaltung und Landwirtschaft durchsetzt.

Dienstag 22. Mai 2018

Datenschutz Absurdistan

Seit Jahrzehnten gibt es eine auffallende Tendenz bei der Verwendung von Daten:

Man wurde daran gewöhnt, dass man immer und überall komplett überwacht und ausspioniert werden kann und auch wird.

Beispiele gefällig?

  • Bei Benutzung von Facebook, WhatsUp  oder ähnlichem ist bekannt, dass alle im Gerät gespeicherten privaten Adressen irgendwo in die weiten Welten der elektronischen Wolken kopiert werden.
  • Mobile Telefone übermitteln laufend den eigenen Standort und natürlich auch die eigene Identität, damit können Handybenutzer jederzeit lokalisiert werden. Das wurde sogar auch als wertvoll beworben, beispielsweise, damit die eigenen Kinder im Fall von Entführungen wieder gefunden werden können (habe gerade keine Muse nach dem entsprechenden Link su suchen).
  • Über den Autobahnen wurden Kamerabrücken montiert, die angeblich nur LKWs kontrollieren und dies angeblich auch nur für Autobahnmaut. Aber wissen wir wirklich, ob das nur dafür genutzt wird?
  • In Banken, an Tankstellen, in Supermärkten, Bahnhöfen, in Regionalbahnen, auf öffentlichen Plätzen, eigentlich schon fast überall, wurden Überwachungskameras aufgestellt, die laufend Aufzeichnungen machen können
  • Wenn man reisen will, ja wenn man als Person nur „exisitieren“ will braucht man Ausweise, Pässe etc. Um die zu bekommen muss man viele Daten angeben und sogar Fotos vom Gesicht und manchmal gar Fingerabdrücke. Dies wird alles elektronisch verarbeitet und weiter verbreitet sowie in Gesichtserkennungssoftware verarbeitet. Schon vor 30 Jahren las ich in einem Fachbuch, dass es möglich sei von Fotos von Demonstrationen, die Gesichter, zu identifizieren und die Adressliste der zugehörigen Personen auszudrucken.
  • Immer wieder sah ich Laptops, bei denen die eingebaute Kamera überklebt war, weil bekannt ist, dass diese Kamera auch fremdgesteuert werden kann und so das Büro, der Lebensraum etc. ausspioniert werden kann.
  • Einwohnermeldeämter geben Daten weiter an private Firmen (GEZ/Beitragsservice).
  • Bei Benutzung von EC-Karten und Payback-/Vorteils-/Firmen-Karten kann das Einkaufsverhalten derart gespeichert und ausgewertet dass, dass Persönlichkeitsprofile erstellt werden können, da kann es einen grausen, ausser man hat keinerlei Bedürfnis an Privatleben.
  • Per Satellit, Flugzeug, Hubschrauber und Drohnen gibt es Luftraumbilder, Überwachung von oben.
  • Neuere Kreditkarten haben einen NFC-Funkchip eingebaut und ermöglichen einerseits das berührungslose Bezahlen (Karte an der Kasse nur zeigen), aber sie ermöglichen auch den kontaktlosen Diebstahl durch Fernauslesung:

Man könnte Beispiele ohne Ende auflisten, Bücher schreiben und Listen von Büchern dieser Art aufstellen.
Jede Menge Daten, die man als privat empfindet, sind mit entsprechendem Aufwand auszuspionieren.

Sehr deutlich macht dies ein Film aus Belgien erkennbar: In der Fußgängerzone steht ein Zelt eines Wahrsagers, Gedankenlesers, der seeehr viel weiß von den Menschen, die in seine Jurte kommen. Bitte bis zum Ende anschauen!!!

All dies ist bekannt, seit Jahren wurde es immer krasser. Über die Fakten hinaus gibt es noch Gerüchte ohne Ende, die stimmen können oder auch nicht, beispielsweise, dass alle eMails von Geheimdiensten gespeichert und automatisch gelesen und ausgewertet werden, dass alle Telefonate mitgeschnitten und ausgewertet werden, dass alle PCs ausspioniert werden und so weiter (Bundestrojaner etc.).

Was macht der Mensch in so einer Lage? Man kann auf einzelne Sachen verzichten, zB Facebook, WhatsUp, Handy, Payback, Firmenkarten und so weiter. Man kann möglichst häufig mit Bargeld bezahlen statt mit Karte. Man kann andere Menschen warnen vor Facebook, WhatsUp usw. All dies mache ich so und trotzdem bin ich sicher, es kann jeder Geheimdienst (und nicht nur der) eine gigantische Menge an Daten über mich herausfinden. Ok, ich veröffentliche auch vieles meiner Gedanken und aus meinem Leben. Vielleicht ist ist mein Nichtteilnehmen an den Datenkraken wie Facebook und Co mein persönlicher Ausgleich zu meinen Veröffentlichungen. Auf jeden Fall ist mir klar, dass es keine vollständige Datensicherheit geben kann, wenn man nur im Geringsten mit anderen Menschen in Kontakt tritt.

Was höre ich immer wieder als Kommentar zum Thema? „Da kann man eh nichts machen“ und „ich habe doch nichts zu verbergen“. Na ja, wenn dann, wie oben im Film, die Kontodaten ausspioniert werden und über das eigene Konto etwas gekauft wird, dann würde man vielleicht doch merken, dass man einiges lieber verborgen hätte…

Und was ist die aktuelle Lage am Datenmarkt?

Die sogenannte Datenschutzgrundverordung (DSGVO) ist zum heißen Thema geworden. Praktisch täglich bekomme ich eMails von Firmen, die darum bitten sich neu für ihre Newsletter anzumelden wegen der DSGVO, reihenweise werden Blogs und soziale Netzwerke geschlossen, Firmen bangen um ihr Existenz, weil nicht 100% absehbar ist, wie man was alles schützen kann, selbst wenn man wollte. Es steht im Raum die Sorge um Abmahnungen, selbst wenn man alles richtig gemacht haben sollte, nur ist praktisch gar nicht erkennbar was denn nun „richtig“ ist, daher lieber alles abschalten und flüchten? Oder Kopf in den Sand und abwarten?

Neben dem Zeitaufwand laufend eingehende Viagra-und-co-Spam-eMails zu löschen kommen jetzt noch Werbeemails dazu mit dem Betreff „Schützen Sie sich vor Abmahnungen durch DSGVO“.

Ist das Ganze jetzt nun mehr als eine neue Sau, die durchs Dorf getrieben wird?
Soll nur von irgendwas anderem abgelenkt werden? Von was?
Schwer zu sagen. Die Zukunft wird es zeigen.

Wie geht man jetzt damit am Besten um?

Meine Empfehlung: An erster Stelle: Keine Panik.
Tief durchatmen.
Wenn Ängste auftauchen: Als erstes sich den eigenen Gefühlen zuwenden und reinspüren, woher die Bereitschaft kommt bei Drohungen das Gefühl der Angst bekommen zu können. Wurde man schon mal bedroht? Hatte man schon mal Angst? Gut, dieses Gefühl gehört zur Palette der möglichen Gefühle. Also bitte nicht verdrängen sondern das Sein, wie es ist, spüren. Taucht das Gefühl von Wut oder Hass auf? Auch gut: Einfach das Fühlen, was da ist.

Dieses Spüren von sich selbst ist bei weitem wichtiger als irgendeine Umbauarbeit an Webseiten oder Newslettern. Sicher kann man nach dem Spüren auch mal das eine oder andere an eigenen Webseiten umbauen.

Aber andersrum finde ich es gefährlich: Erst in Panik, wie ein aufgescheuchtes Huhn, irgendwo hin rennen ohne Plan und sich dann womöglich selbst vergessen? (Ich bitte die Hühnerwelt um Verständis, dass ich dieses Bild benutze, ihr verhaltet Euch einfach gelegentlich so, dass Menschen meinen könnten, ihr hättet keinen Plan).

Über den Weg des Fühlens von sich selbst kann man herausfinden inwieweit man andere Menschen verraten oder ausbeuten will, weil man beispielsweise in sich Wut hat oder sich im Mangel empfindet. Ich gehe davon aus, dass jeder Mensch im Lauf des Lebens diese Gefühle kennenlernt. Das ist weder schlecht noch gut, das gehört einfach dazu.

Andererseits kann man es nie allen anderen Menschen recht machen. Wenn man das versuchen sollte, macht man es mindestens für sich selbst nicht recht. Man kann jedoch Stück für Stück durch den Regenbogen innerer Gefühle durchwandern und bei der Freude ankommen, beim Mitgefühl für sich und andere.

Das kann gehen bis hin zum Mitgefühl für arbeitslose Anwälte, die über Abmahnungen versuchen an Geld zu kommen um zu überleben. Das geht auch bin hin zum Mitgefühl für Politiker, die absurde Entscheidungen treffen, weil sie vor lauter Papierkram, Gesprächen und Entscheidungsdruck gar keine Zeit mehr haben in den Wald zu gehen um aufzutanken.

In den meisten Fällen dürften diese Anwälte und Politiker keinen Familienlandsitz haben, der sich mit Nahrung, Wasser, Frischluft, Lebensraum, Sinn und Glück versorgt. Mit diesem körperlichen, geistig, seelischen Notstand kann man tiefes Mitgefühl haben.

Zusammenfassung bezüglich der als Bedrohung gefühlten DSGVO:

Was kann im schlimmsten Fall passieren? Man kann pleite gehen? Man kann das verlieren, was man aufgebaut hatte? Man kann Achtung und Anerkennung verlieren? Man kann im Knast landen? Man kann getötet werden?

Vieles ist möglich und im Lauf von vielen Leben haben wir als Seelen schon so manches mit unseren Körpern erleben dürfen. Mal sehen, was dieses Mal passiert.

Noch ein Buchtip zum Abschluss dieses Blogbeitrages:
Safi Nidiaye: Herz öffnen statt Kopf zerbrechen

Freitag 18. Mai 2018

Fördermittel für die Tonne?

Für Dresden läuft derzeit eine Umfrage. Es soll ein Projekt gefördert werden für die „Zukunftstadt Dresden“. In der Auswahl gibt es auch ein Projekt, das ich besonders unterstützeswert empfinde: Es sollen rund um Dresden viele Selbstversorgersiedlungen entstehen, quasi ein Gartenringdorf.
In vier Tagen ist Ende der Abstimmung. Jeder kann mit abstimmen! Man muss sich allerdings auf der Webseite anmelden, damit Doppelabstimmungen ausgeschlossen sind (Achtung, das eigen Passwort muss Gross- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Zeichen haben).
Man muss nicht aus Dresden stammen um abstimmen zu dürfen!
Bis vor wenigen Tagen lag das Projekt Selbstversorgersiedlungen an der Spitze. Aktuell hat ein anderes Projekt mit dem Namen „zur Tonne“ überholt. Dabei geht es um die Idee, ein Gasthaus zu öffnen, dass Lebensmittelüberschüsse verarbeitet. Das mag ja eine nette Idee sein, doch ist das nur ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein, ein kleines Pflaster auf einem Symptom der grundsätzlichen kranken Agrarstruktur. Ja, dieses Projekt „zur Tonne“ braucht sogar die Wegschmeißgesellschaft, sonst haben sie nichts zum Zubereiten und das Konzept funktioniert nicht. Dies ist daher keine Lösung der Probleme sondern eher eine Festschreibung dessen. Wollen wir zukünftig zum Essen in den Garten gehen oder „in die Tonne“?
Das Projekt „Selbstversorgersiedlungen“ hingegen greift an der Wurzel der Probleme an und ist daher als viel wertvoller und nachhaltiger einzustufen.
Hier geht es zur Beschreibung des Projektes:
und hier geht es zur Abstimmung:
Ich bitte alle das Projekt „Selbstversorgersiedlungen“ mit ihrer Stimme zu unterstützen! Am besten gleich heute!
Freitag 18. Mai 2018

Gartenringdörfer und Mutterhöfe

Die Initiative von Prof. Ralf Otterpohl zieht immer größerer Kreise. Sein Buch „Das neue Dorf“ findet immer mehr Leser. Jetzt ist eine neue Webseite von ihm fertig geworden:

Netzwerk Gartenring http://gartenring.org/

Über diese Seite findet man auch einen Hinwies für die Filmvorstellung des neuen Filmes „Mutterhof“. Die Erstaufführung war gestern. Weitere 200 Kinos haben Interesse bekundet den Film zeigen zu wollen. Demnächst gibt es also weitere Termine für Filmvorführungen. Hier die Webseite vom Film „Mutterhof“:

http://mutterhof.org/