Konstantin Kirsch

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Mittwoch 24. August 2016

Spiel „Waldgärtner“ erschienen

Nach langer Vorbereitungs- und Produktionszeit ist nun das Spiel „Waldgärtner“ endlich erschienen.

Hier im Blog habe ich schon zweimal dazu geschrieben:
http://www.konstantin-kirsch.de/2015/10/kartenspiel-waldgaertner.html
http://www.konstantin-kirsch.de/2016/05/das-neue-waldgaertner-spiel.html

Gestern bekamen wir vom Erfinder und Produzenten, Claas Fischer, die erste Teil-Lieferung. So konnte ich mit dem Versand der vorbestellten Spiele beginnen. Heute geht noch mal ein Schwung in den Versand. Ab sofort kann das Spiel bei uns ganz normal bestellt werden. Hinweis: Die Stückzahl ist begrenzt.

waldgaertner-boxBeschreibung:

Waldgärtner ist als Familienspiel konzipiert.
Es beinhaltet Taktik, Glück und Interaktion und besitzt einen Schwierigkeitsgrad, der vergleichbar ist mit dem von „Die Siedler von Catan“ (Spiel des Jahres 1995).
In zahlreichen Testrunden hat es Kinder wie Erwachsene begeistert und übt einen besonderen Reiz auf Naturfreunde und Hobbygärtner aus.

Aufgrund der enthaltenen Fülle an dendrologischen Fachinformationen ist der Kartensatz gleichzeitig einsetzbar als Arbeits- bzw. Bildungsmaterial in Praxis und Lehre (Permakultur, Gartenbau, Baumschulen, Städte- und Landschaftsplanung, etc.)

Waldgärtner – Das Spiel

Wie lege ich einen Fruchtwald an?
Welche Früchte von Bäumen und Sträuchern sind essbar?
Welche Wildobstgehölze sind in Mitteleuropa winterhart?
Woher stammen die Gehölze ursprünglich?
Welche Größe können sie erreichen?
Wann blühen sie?
Wann sind ihre Früchte reif?
Welche Arten brauchen eine Befruchterpflanze?
Welche Arten sammeln Stickstoff?

Waldgärtner gibt auf all diese Fragen spielerisch eine Antwort.

Das Kartenspiel ist aus der Permakultur-Praxis heraus entstanden und versteht sich als Medium zur Vermittlung von gärtnerischem und naturkundlichem Wissen.

Waldgärtner – Spielziel

Jeder Spieler erhält die Aufgabe, Gehölze zu erwerben und mit ihnen einen Waldgarten anzulegen.

Bei der Anlage der Gärten müssen die Spieler den Licht- und Platzbedarf der Obstgehölze ebenso berücksichtigen wie den Zeitpunkt ihrer Blüte und Fruchtreife.
Von Bedeutung ist außerdem, ob das eine oder andere Exemplar einen Partner zur Befruchtung benötigt; denn sonst bleibt der begehrte Erntesegen aus.
Der Einsatz von Pflanzen, die Stickstoff sammeln, kann dabei ebenso von Vorteil sein wie die Verwendung attraktiver Blühgehölze…

Wer am Ende den wertvollsten Waldgarten zusammengestellt hat, gewinnt.

Waldgärtner – Spielmaterial

· 175 Gehölzkarten: 50 europäische, 50 nordamerikanische und 75 asiatische Gehölze
· 2 zweiseitige Übersichtskarten (mit Legeregeln und Kartenübersicht)
· 50 rote Holzwürfel („Blühwürfel“)
· 50 naturfarbene Holzscheiben („Münzen“)
· 45 blaue Holzscheiben („Veredelungschips“)
· 1 Spielplan mit Jahreskreis
· 1 schwarzer Holzzylinder („Jahresphasenanzeiger“)
· 6 sechsseitige Augenwürfel in den Spielerfarben gelb, weiß, rosa, rot, grün und violett
· 1 Spielregel

*****

Der Spielplan:

waldgaertner-spielplan
Eine der Gehölzkarten:
waldgaertner-hasel

Waldgärtner.
Ein taktisches Karten-Sammel-und-Lege-Spiel
für 2 bis 6 Spieler ab 8 Jahre
Dauer: 25 min pro Spieler

Erfinder und Hersteller des Spiels: Claas Fischer aus Potsdam
Preis: 24,95 Euro

Freitag 29. Juli 2016

Neue Kleingärtner in Nentershausen

Für das Wochenende 22. bis 24. Juli hatten wir eingeladen für ein Kennlerntreffen für unsere Region.

Vergleichbar mit dem Treffen einen Monat vorher (siehe Blogeintrag) waren wieder 30 Menschen zu uns gekommen.

Neu war diesmal ein Besuch der Grundschule Nentershausen. Dort erzählte uns die Schulleiterin Melanie Mangold-Jung einige Details ihrer Schule. Sie ist bereit Laising, also natürliches Lernen, kennenzulernen. Interessanterweise hat sie schon viele Aspekte von freiem Lernen in der Schule umgesetzt. Für die Einführung von Laising braucht es allerdings eine Kooperation mit den Eltern der Kinder. Dies kann von der Schule alleine nicht geleistet werden. Daher freut sich Frau Mangold-Jung auf Familien, die nach Nentershausen ziehen und gemeinsam mit ihr Eltern darlegen wie natürliches Lernen funktioniert.

Passenderweise war das jetztige Treffen genau zum Tag der Kleingärtner (23. Juli). Dazu habe ich schon mal im Blog geschrieben. Und noch passender war genau zu diesem Tag das Gartenfest des Kleingartenvereins in Nentershausen:

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Nach unserem Kennlernwochenende vor einem Monat hat sich spontan ein Teilnehmer entschieden nach Nentershausen zu ziehen. Sven hat einen für ihn passenden Garten im Schrebergartenbereich gefunden und begonnen die Hütte zu renovieren.

Dieses Mal haben gleich zwei Teilnehmer ihren Platz in Nentershausen gefunden:

Hier steht Steffen neben seinem neuen Apfelbaum:

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Und hier ist Marco neben seiner Gartenhütte:

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Die drei neuen Kleingärtner haben auch schon ein Haus in der Nähe des Gartengeländes angeboten bekommen in dem sie günstig zur Miete wohnen können.

Das Schrebergartengelände liegt am Ortsrand von Nentershausen und wirkt vom weitem eher wie eine Streuobstwiese:

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Es sind noch einige Gartenstücke frei. Wegen der anhaltenden Nachfrage wiederholen wir das Kennlern-Wochenende Mitte August. Alle Details hier: http://www.waldgartendorf.de/seminare-veranstaltungen.html

Mittwoch 13. Juli 2016

Vortrag zu digitaler Demenz

Gestern habe ich einen interessanten Vortrag angesehen. Es geht um das Gehirn, wie man lernt und welchen Einfluss digitale Medien / Spiele auf das Lernen haben. Grob zusammengefasst: Das Hirn lernt dauernd und passt sich an. Je mehr Leistung dem Gehirn abgenommen wird um so schwächer wird die eigene Leistungsfähigkeit.

Anschauen lohnt sich, auch wenn es ein ganz schön langer Film ist:

Freitag 1. Juli 2016

Besuch bei hortensis.de

Heute habe ich einen ganz besonderen Gärtner besucht: Christoph Kruchem in Waake.
Er bietet aussergewöhnliche Pflanzenarten und ist Spezialist für Stecklingsvermehrung.

Hier ein Bild mit Herrn Kruchem im Eingangsbereich seiner Gärtnerei:

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Diese Pflanzen haben nach dem Besuch den Weg in unseren Waldgarten gefunden. Mal sehen wo sie ihren Standort finden werden:

+ Actinidia arguta ‘Issai’ (Kiwi)
+ Amelanchier alnifolia ‘Northline’ (großfrüchtige Felsenbirne)
+ Amelanchier alnifolia ‘Smoky’ (großfrüchtige Felsenbirne)
+ Apios americana ‚triploid‘ (Indianerbirne)
+ Carica x heilbornii ‘Babaco’ (Bergpapaya)
+ Castanea mollissima (chinesische Marone)
+ Debregeasia edulis ‘Elite’ (Suhosine)
+ Elaeagnus multiflora ‘Sweet Scarlet’ (großfrüchtige Ölweide)
+ Ficus carica ‘Galgenen’ (schweitzer Gebirgsfeige)
+ Helianthus atrorubens ‚Monarch‘ (Staudensonnenblume)
+ Hemerocallis ‘Notify Ground Crew’ (hochwachsende Taglilie)
+ Hibiscus ‚Variante von Resi‘ (großer frostfester Garteneibisch)
+ Matteucia struthiopteris ‘Jumbo’ (Riesenstraußenfarn)
+ Ocimum basilicum ‚Gorbatschow‘ (russisches Basilikum)
+ Prunus armeniaca ‘Briana’ (Aprikose aus Nordrussland)
+ Prunus domestica ‚Frankreich‘ (Zwetsche aus Frankreich)
+ Perilla frutescens (grünes Shiso)
+ Perilla frutescens nankinensis (rotes Shiso)
+ Prunus armeniaca x Prunus besseyi ‚Aprisaly‘ (Cherrycot)
+ Prunus cerasifera ‘Gojeh Sabz’ (Kirschpflaume aus dem Iran)
+ Prunus cerasifera ‘Johnny’s Gelbe’ (gelbe Kirschpflaume)
+ Punica granatum ‘Russian26’ (frostfester Granatapfel)
+ Ribes alpinum ‚kernlos‘ (Alpenjohannisbeere)
+ Ribes divaricatum ‘Worcesterberry’ (Riesenstachelbeere)
+ Ribes divaricatum x hirtellum ‘Black Velvet’ (Stachelbeere)
+ Ribes nigrum ‚Big Ben‘ (großfrüchtige schwarze Johannisbeere)
+ Rosa ‘Lykkefund’ (Kletterrose)
+ Rubus ‘Glen Coe’ (purpurfarbene Himbeere)
+ Sorbaronia Granatnaja (Hybrid Eberesche)
+ Zingiber mioga (japanischer Ingwer)

Weitere Details zu den meisten der genannten Arten kann man auf seiner Webseite finden: www.hortensis.de
Einige Pflanzen sind besonders frostfest. Auf jeden Fall sind sie sehr vital und fast alle stecklingsvermehrt und damit wurzelecht! Ein paar besonders wärmebedürftige habe ich auch mitgenommen (zB Basilikum / Bergpapya etc.). Diese kommen nur im Sommer raus. Ansonsten wird der Kübel im Gewächshaus oder Keller stehen.

Freitag 24. Juni 2016

Bericht vom Treffen „Familienlandsitz-Siedlung Waldgartendorf“

Über unseren email Verteiler hatten wir eingeladen zu einem Treffen am Wochenende 17.-19. Juni.

„Familienlandsitz-Siedlung Waldgartendorf am Triesch bei Konstantin Kirsch
Land, Leute und vielleicht Lebenspartner kennenlernen
Ein Wochenend-Treffen der ungeahnten Möglichkeiten“

Dazu waren 30 Erwachsene und 9 Kinder gekommen.

Nach der Kennlern-Runde und dem Abendessen am Freitag abend erklärte ich auf Wanderkarten der Region die Standorte der einzelnen Projekte, die wir am Samstag und Sonntag besuchten.

Der Samstag startete recht früh: Sonnenaufgang war 5:12 auf einer Bergkuppe mit Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Obwohl wir erst für 6 Uhr als Zeitpunkt zum Beginn angegeben hatten waren einige Teilnehmer schon kurz nach 5 Uhr dort. Die Sonne strahlte uns ins Gesicht. Der Morgentau hing noch in den Getreidehalmen. Eine bezaubernd schöne Situation.

Nach dem Frühstück fuhren wir zu einem 100 ha Bio-Bauernhof. Dort machten wir eine Wanderung durch den angrenzenden Wald und zu einer Freifläche auf der ein Tipi steht. Diesen Platz nutzten wir um unsere Gedanken und inneren Bilder zu bündeln.

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Nach einer kurzen Fahrt machten wir eine Wanderung zu einer Bergkuppe mit dem Namen „Weltenschlüssel“. Auch von hier kann man die Landschaft der Region sehr gut wahrnehmen. Liegt hier womöglich der Schlüssel der Welt?

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Die Kinder kletterten auf einen Baum um von weiter oben eine noch bessere Aussicht zu bekommen.

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Weiter ging es über schmale Pfade zu einem weiteren Bio-Bauernhof, bei dem Pferde eine besondere Rolle spielen. Dort war gerade ein Stand aufgebaut an dem man Kräuter bestimmen konnte. Der junge Landwirt erklärte einiges bezüglich den Pferden und dem Hof und dabei konnte man auch erfahren, dass in diesem Bereich womöglich bald ein oder zwei Hektar zu bekommen sein könnten. Das weckte natürlich großes Interesse.

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Weiter ging es  zum Dorf in dessen Nähe Hessens größte Quelle liegt. Im dem dortigen Bachlauf kühlten wir unsere Füße.

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Hier machten wir eine Mittagspause mit Salatbuffet in einem Restaurant der ganz besonderen Art. Die Speisen kommen, so gut es geht, direkt ganz frisch aus dem Garten nebenan.

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Frisch gestärkt gingen wir bachaufwärts bis zur Quelle. Einige Teilnehmer nutzen die Möglichkeit und badeten direkt im kalten, frisch heraus sprudelnden, Trinkwasser.

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Danach fuhren wir zu einem 5 Hektar Projekt mit Tagungshaus und dann zu uns an den Triesch für eine Gartenführung durch die lebenden Häuser.

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Das Wetter schlug plötzlich um, es wurde gewittrig und es kam starker Regen. So brachen wir die Führung ab und trockneten sowie wärmten uns am Ofen im Waldgärtnerhaus.

Abends machten wir uns noch Gedanken über das was wir erlebten und über das was wir uns wünschen.

Den Sonntag starteten wir mit der Fortsetzung der Führung am Triesch, dann ging es weiter zu einem 1-Hektar Projekt auf ehemaliger Industriefläche, dann vorbei an der regionalen Dorfschule zum Schrebergartengelände. Dort bekamen wir eine Führung durch die Gartenstücke, von denen einige frei und daher sofort verfügbar sind. Weiter ging es dann zu einem Hof auf dem ‚Ferien auf dem Bauernhof‘ angeboten wird. Diese besonders für Kinder einladende Adresse ist gut geeignet für einen selbständigen Urlaub um dabei die Region auf eigene Faust zu erkunden.

Sicher war dieses Wochenende gelegentlich recht hektisch. Jedes Projekt, jeder Reisepunkt ist weit mehr wert als dort nur ein paar Minuten zu verbringen. Doch wollten wir einen Überblick bieten. Dies wurde erreicht. Weitere Erkundungen können jetzt eigenmächtig stattfinden.

Im übrigen haben 10 Teilnehmer des Wochenendes unsere Region für sehr interessant gefunden und beginnen mit der konkreten Überlegung ob sich hier die eigene Perspektive findet. Ein Teilnehmer hat sogar direkt am darauffolgenden Montag im Schrebergartengelände seinen Platz gefunden und wird dort ab Anfang Juli mit dem Gärtnern beginnen.

Diese Veranstaltung hat so viel Interesse ausgelöst, dass wir sie am 22.-24. Juli wiederholen:
http://www.waldgartendorf.de/seminare-veranstaltungen.html

 

Donnerstag 16. Juni 2016

eBook lebende Brücken

Ende April hatte ich eingeladen für einen Workshop „lebende Brücken“.

Zum Workshop hatten sich sechs Teilnehmer angemeldet, von denen dann zwei wieder kurzfristig absagen mussten. So waren wir, inklusive mir, zu fünft. Während des Baus erwies sich diese Gruppengröße dann als ganz passend. Am Freitag bewegten wir zuerst ein paar der schon gefällten Weiden in die Nähe der zukünftigen Brücke. Danach ging es weiter mit Theorie von Pflanzung und Statik. Im Lauf des Samstag haben wir eifrig gearbeitet und eine schöne Brücke ist entstanden!

Hier ein Bild während der Bauphase. Die Stämme sind 4 Meter lang:

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Hier ein Blick von der Seite:

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Die Brücke ist fertig! Der Belastungstest zeigt die Stabilität:

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Die Stämme wurzeln auf der einen Seite. Am anderen Ende treiben sie Äste nach oben. Auf den Stämmen liegen Steinplatten.

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Über diese Brücke, die Entstehung, den Bauworkshop usw. gibt es ein ausführliches eBook zu kaufen!

Dienstag 24. Mai 2016

Das neue Waldgärtner-Spiel

Vom Wissen über die Pflanzenarten.

Geschichten aus der vedischen Zeit finden sich im Anastasia Band 6:

Zitat aus Band 6, Seite 119:
„Auf dem ausgewählten Grund und Boden mit einer Größe von einem Hektar oder mehr projektierten die Verliebten ein reales Leben. Sie sollten nunmehr gedanklich ein Haus projektieren, für viele Pflanzenarten einen Platz bestimmen, und alles sollte zusammenwirken und einander unterstützen.“

Zitat aus Band 6, Seite 140:
„Erinnere dich zum Beispiel, ich habe dir gezeigt, wie der hübsche Radomir mit seiner Braut Ljubomila das vollkommene Projekt eines Familienlandsitzes erschuf. Ich sagte dir bereits, etwas Derartiges könnten Wissenschaftler, die in der modernen Wissenschaft als Vorreiter gelten, heute nicht auf die Beine bringen. Selbst dann nicht, wenn sie sich zu dem Zweck zusammenschließen würden.
Wie konnte dann aber der junge Mann damals allein ein solches Wunder vollbringen? Woher kannte er die Namen aller Pflanzen, die Bedeutung der Winde und die Vorbestimmung der Planeten und vieles andere? Er saß doch nicht auf einer gewöhnlichen Schulbank. Er hatte die Wissenschaften nicht studiert. Woher kannte der junge Mann die Bestimmung jeder der 530.000 Pflanzenarten? Von dieser Zahl nahm er lediglich 9.000, aber er legte die gegenseitige Wechselwirkung jeder Pflanze mit den anderen genau fest.“

In Anastasia Band 7 stehen Formulierungen für die heutige Zeit, die Traktate für den Weg in Richtung der Familienlandsitze:

Zitat aus Band 7, Seite 72:
„Eines Morgens bei Sonnenaufgang wacht ein Mensch in seinem Haus auf und geht anschließend in den Garten seines Familienlandsitzes, in dem mehr als dreihundert für ihn bekömmliche Pflanzenarten gedeihen.“

Zitat aus Band 7, Seite 82:
„In seinem eigenen Freiraum und nach Möglichkeit durch seiner eigenen Hände Arbeit muss jeder Mensch dann einen Garten mit Früchte tragenden Pflanzen anlegen. Dabei sollte er nur solche Pflanzen für seinen Garten auswählen, die ihm seiner Meinung nach schmecken und gut tun. Wenn ein Mensch zum Beispiel schon vorher weiß, dass ihm rote Johannisbeeren nicht schmecken, dann sollte er auch nicht viele davon anpflanzen. Auf dem Land eines Landsitzes sollten nicht weniger als dreihundert langjährige Pflanzenarten wachsen.“

So weit so gut. Nur wer kennt schon 300 bekömmliche Pflanzenarten?
Wobei der Unterschied zwischen Art und Sorte zu beachten ist: Beispielsweise ist „Kulturapfel“ (Malus domestica) eine Art. Die bekannten Unterschiede, wie Boskopf, oder Elstar sind Apfelsorten. Es wäre sicher möglich hunderte an Apfelsorten aufzulisten.

Die Empfehlung lautet jedoch: 300 ARTEN, noch dazu bekömmliche, also essbare! Und „langjährig“ sollen sie noch dazu auch sein.

Jeder, der einen Familienlandsitz aufbauen will steht also vor der gleichen Herausforderung:
Wie kann man das Wissen um Pflanzenarten kennenlernen?
Das Beste wäre der elterliche Landsitz, doch den hat aktuell fast keiner.
Also beginnen wir mit der Theorie: Wie kommt man ans Wissen?

Der Weg Wissen spielerisch leicht zu vermitteln geht über das Spiel!
Genauer gesagt im Lernspiel.

Und genau passend für unseren Bedarf gibt es jetzt das Spiel:
WALDGÄRTNER

Nach jahrelanger Entwicklung, inklusive der Anlage eines eigenen Waldgartens, hat Claas Fischer aus Potsdam ein Familienspiel entwickelt.

Das Spiel WALDGÄRTNER beinhaltet Taktik, Glück und Interaktion und besitzt einen Schwierigkeitsgrad, der vergleichbar ist mit dem von „Die Siedler von Catan“ (Spiel des Jahres 1995). In zahlreichen Testrunden hat es Kinder wie Erwachsene begeistert und übt einen besonderen Reiz auf Naturfreunde und Hobbygärtner aus.

Aufgrund der enthaltenen Fülle an dendrologischen Fachinformationen ist der Kartensatz gleichzeitig einsetzbar als Arbeits- bzw. Bildungsmaterial in Praxis und Lehre (Permakultur, Gartenbau, Baumschulen, Städte- und Landschaftsplanung, etc.)

Alle Details zum Spiel inklusive Bildern von Spielplan und Karten jetzt in unserem Webshop!
Das Spiel wird gerade fertig gestellt. Der Vorverkauf hat begonnen. Lieferung ist voraussichtlich im Juli. Aus Kostengründen ist die Auflage begrenzt. Nur wer jetzt bestellt bekommt sicher ein Exemplar.

www.waldgartendorf.de/shop/artikeldetails/product/waldgaertner-spiel.html

Das Spiel eignet sich auch als perfektes Geschenk! Passend dazu gibt Rabatt beim Kauf von 25 Spielen:
www.waldgartendorf.de/shop/artikeldetails/product/waldgaertner-spiel-25stk.html

Samstag 14. Mai 2016

Russland: ein Hektar Land für jeden!

Jetzt berichtet auch das Handelblatt von Putins Initiative der Landvergabe: Im „fernen Osten“ kann jeder Russe einen Hektar Land bekommen, gratis!

Der ferne Osten ist ein sehr großes Gebiet: über 6 Millionen Quadtratkilometer
https://de.wikipedia.org/wiki/Ferner_Osten_%28F%C3%B6derationskreis%29

Zur Vorstellung der Lage: Die Breitengrade des Gebietes liegen grob vergleichbar zwischen Nord-Norwegen und Italien.

Artikel im Handelsblatt:
http://www.handelsblatt.com/politik/international/russland-vergibt-grundbesitz-putins-geschenke-fuers-volk/13536266.html

Die Vision von Anastasia wird immer greifbarer. Sicher werden wir auch in Deutschland bald einen Hektar pro Familie geschenkt bekommen.

Interessanterweise hetzt die Zeitung „Welt“ gegen Putin. In der Codierung des Artikels mit dem Titel „Deutsche Bauern – solide, bodenständig, bald pleite“ steckt als html-Überschrift dieser Satz: „So treibt Wladimir Putin deutsche Bauern in den Ruin“:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article155248423/Deutsche-Bauern-solide-bodenstaendig-bald-pleite.html

In dem Text findet man allerdings andere Ursachen für den bald eintretenden Ruin:

„Als Reaktion auf die EU-Sanktionen gegen Russland verhängte Moskau ein Importverbot für Molkereiprodukte, Rind- und Schweinefleisch, Gemüse und Obst aus Ländern der Europäischen Union.“

Die Ursache liegt also nicht bei Putin sondern bei den EU-Sanktionen.

Etwas weiter im Text kommen noch ein viel passendere Zitate:

„Heute haben vor allem die Betriebe Probleme, die genau das taten, was ihnen die Politik geraten hatte: wachsen, größer werden, investieren.“

„Die deutsche Land- und Viehwirtschaft ist heute ein teures Panoptikum moderner Technik.“

„Die meisten Betriebe kaufen Landmaschinen auf Kredit. Wer das Bauernsterben der letzten Jahrzehnte überlebt hat und den Ratschlägen der Agrarverbände und der Landwirtschaftspolitik gefolgt ist, sitzt nun nicht nur auf hohen Festkosten, sondern plötzlich in der Schuldenfalle.“

Ich wiederhole: … die taten, was ihnen die Politik geraten hatte, …. und den Ratschlägen der Agrarverbände gefolgt ist…

Ja, dass hätten sie lieber nicht tun sollen, die technikverliebten und am Tropf von Fördermitteln hängenden Landwirte.
Der alte Spruch muss wohl aktualisiert werden: Die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln. Neu heißt es: Die dümmsten Landwirte ernten die größten Schulden.

Der Ruin dieser sinnleeren Naturvergiftung und Bienenmassenmörder-Unternehmen ist hoffentlich sehr bald erfolgt. Dann gibt es auch hierzulande viel viel Platz. Bevor die Flächen einfach so verbuschen und der Wald sich breit macht, werden die Menschen wohl aufs Land ziehen und ihren Hektar bestellen, bepflanzen und bewohnen. Dann ernten sie auch wieder heilsame Lebensmittel statt krank machende aufgedunsene wertlose und überteuerte Nahrungsmittel.

Es sind also hoffnungsfrohe und glückliche Zeiten in greifbarer Nähe.

###

Nachtrag: Dieses Angebot gilt auch für Ausländer, siehe:

https://deutsch.rt.com/russland/38167-landerschliessungsprojekt-im-osten-russlands-soll/

Dienstag 10. Mai 2016

Etikettenschwindel bei Honig

Vor vielen Jahren fand ich auf Honiggläsern einen inhaltlich schwachsinnigen Satz:

„Wie andere Rohkost auch ist Honig für Säuglinge unter 12 Monaten nicht geeignet.“

Gestern habe ich mal wieder auf handelsübliche Honiggläser geblickt und den Satz wieder gefunden:
Alnatura, Bio-Vielblütenhonig, 500gr
(Bilder zum Vergrößern anklicken)

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Gestern habe ich einen noch schwachsinnigeren Satz entdeckt:
Bihophar Fairtrade Wildblütenhonig, 500 gr

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Dort steht: „Durch seine Naturbelassenheit ist Honig für Säuglinge unter 12 Monaten nicht geeignet“

Ganz krass wird es wenn man google bemüht:

Google Suche nach „Wie andere Rohkost auch ist Honig für Säuglinge unter 12 Monaten nicht geeignet.“

627 Ergebnisse!

Google Suche nach „Durch seine Naturbelassenheit ist Honig für Säuglinge unter 12 Monaten nicht geeignet“

106 Ergebnisse!

Es ist also kein Einzelfall, sondern schon eine Art Seuche.

Haben die Texter der Etiketten überhaupt noch ein Hirn um selber zu denken? Selbst wenn Honig für Kleinkinder kritisch wäre, so sind die Begründungen absolut falsch:

„Wie andere Rohkost auch …“
„Durch seine Naturbelassenheit …“

Hallo????? Man könnte Schreien bis die Regale der Supermärkte einstürzen.

Was ist die naturgemäße Nahrung für Kleinkinder? Also auf meinem Planeten unter Menschen ist das Muttermilch.
Diese Muttermilch ist roh und naturbelassen. Beides: Rohkost und Naturbelassenheit ist also unmöglich als Grund zu benennen um ein Nahrungsmittel als ungeeignet für Säuglinge zu bezeichnen!

(Für Ausserirdische von anderen Planeten sowie für Bioroboter mag es andere Nahrung geben, die Kleinrobotern gegeben werden sollte, zB Schmieröl und Benzin.)

Ich nenne diese Sätze auf Honiggläsern Etikettenschwindel:

Etiketten dienen der vereinfachten Information über den Inhalt und den Kontext eines Gegenstandes. Im Gegensatz zu einem ausführlichen Datenblatt muss das Etikett dabei den Kompromiss zwischen umfassenden, korrekten Fakten und einer kurzen, allgemeinverständlichen Übersicht finden. Wird diese Vereinfachung missbraucht, so spricht man vom „Etikettenschwindel“.

Verstärkt wird die Möglichkeit des Etikettenschwindels durch die Nutzung des (Waren-)Etiketts als Werbefläche. Da diese Werbefläche maßgeblich zum Verkaufserfolg der Ware beiträgt, entsteht eine Konfliktsituation:

  • das Etikett soll eine vereinfachte, wahrheitsgemäße Inhaltsangabe liefern, und
  • das Etikett soll eine verkaufsfördernde Funktion erfüllen (bei der die Wahrheit nebensächlich ist).

(Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Etikettenschwindel)

Punkt 1: Die Honigaussagen sind nicht korrekt.
Punkt 2: Die Honigaussagen sind nicht kurz.
Punkt 3: Die Honigaussagen sind nicht allgemeinverständlich.
Punkt 4: Die Honigaussagen sind nicht vereinfacht.
Punkt 5: Die Honigaussagen sind nicht wahr.
Punkt 6: Die Honigaussagen sind nicht verkaufsfördernd.

Zum Vergleich des Schwachsinns ein anderer Satz:
„Wegen der gelben Farbe sind Bananenschalen nicht zum Schuheputzen geeignet.“

Schon im Jahr 2008 habe ich im Imkerforum auf die schwachsinnige Honigglas-Formulierung hingewiesen. Dies hat leider nicht gereicht, diese Formulierungen verschwinden zu lassen. Mal sehen ob nun dieser Blogeintrag etwas bewirkt.

Donnerstag 28. April 2016

Tigchel-Speicherofen Prüfzertifikat: über 90% Effizienz!

Vor wenigen Wochen kam ein Tigchel Speicherofen 6D in den Niederlanden auf den Prüfstand eines unabhängingen Prüfinstituts. Der 6D ist zwei Nummern kleiner als der bei uns im Februar aufgestellte 10D. Der 6D ist 150 cm hoch und ist empfohlen für Räume von 40-60m² (150 m³). Laut dem bisherigen Herstellerdatenblatt hat der 6D einen Wirkungsgrad von 87%. Der neue Prüfbericht bescheinigt eine Energieeffizienz von 91,9%. Offensichtlich ist der Hersteller mit der Angabe 87% auf Nummer sicher gegangen, frei nach dem Motto: „lieber untertreiben als übertreiben.“ Die Angabe 91,9 liegt ca. 5,6% über dem bisherig angegebenen Wert.

Das Herstellerdatenblatt unseres 10D gibt einen Wirkungsgrad von 93% an. So weit ich gehört habe sollen neben dem 6D demnächst auch alle anderen Modelle auf den Prüfstand. Es würde mich nicht wundern wenn beim Test des 10D ein deutlich höherer Wirkungsgrad als 93% herauskommt. Wenn hier genauso die Werksangabe 5,6% tiefer liegt als der tatsächliche Effizienzwert, dann könnte beim Prüfzertifikat des 10D eine Energieeffizienz von 98% herauskommen. Wir werden sehen.

Hier der Prüfbericht vom 6D:

tigchel-6D-pruefzertifikat

Hinweis: Die Angabe „Thermal Output“ 22 kWh ist zu Betrachten in Kombination mit der Speichermasse des Ofens. Die durch den Brennvorgang freigesetzte Energie wird im Lauf von ca. 10 Stunden an den Raum abgegeben.

Bildquelle: http://www.tigchelkachels.nl/nieuws?news_id=304910